• #1

Zusammenziehen nach 2 1/2 Jahren Fernbeziehung?

Hallo,

ich (50) bin seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund, der 100 km weit weg wohnt, zusammen. Vor gut einem Jahr thematisierte ich das Zusammenziehen generell erstmals. Seine Antwort damals lautete: Heute und morgen noch nicht, aber auch nicht erst in 5 Jahren. In einem aktuellen Gespräch machte er mir deutlich, dass er es sich später (wenn er nicht mehr arbeitet - also planmäßig mit 62 - das ist in rd. 7 Jahren) vorstellen kann. Jetzt wären da ja noch sein Arbeitsplatz und seine Mutter... Für mich sind das vorgeschobene Argumente. Mein Vorschlag war, zunächst bei mir den gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben, da meine beiden Kinder (eines davon noch minderjährig und Schüler, das andere volljährig und Azubi) noch mit in meinem Haus wohnen, und später (in rd. 7, 8 Jahren) gerne bei ihm (ebenfalls eigenes Haus, das er ggf. vermieten könnte). Ich habe von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass eine Dauerfernbeziehung für mich nichts ist, und er hat mich glauben lassen, dass er es ähnlich sieht. Ich bin total am Boden, mein Kopf sagt: Beende es, mein Herz sagt: Nein! Er liebt mich, möchte mich nicht verlieren, aber gleichzeitig erklärt er mir, dass der Schritt für ihn zu groß sei. Habe den Eindruck, dass er nichts an seinem Leben, bzw. seinen Lebensumständen verändern möchte. Aber für mich gehört ein gemeinsames Zuhause - zumindest mittelfristig - zu einer Beziehung. Ich bin völlig ratlos...
 
  • #2
Beim ersten Lesen deiner Frage habe ich spontan gedacht: Er kann sich höchstens eine Versorgungsbeziehung vorstellen. Wenn ER Rentner ist - da wirst du noch berufstätig sein - könnte er sich ein Zusammenziehen vorstellen.

Du schreibst, im Moment hat er noch seine Mutter. Wie ist die Beziehung zu ihr. Versorgt sie ihn möglicherweise? Hilft ihm im Haushalt? Oder ist er umgekehrt für sie da?

Wenn er sie im Moment noch braucht, weil sie ihm den Haushalt besorgt o. Ä., dann ist klar, dass es ihm auch bei dir später um Rundumversorgung geht. Vielleicht könntest du da noch etwas zu schreiben.
 
  • #3
Du sagst er liebt dich. Wie sieht es mit deinen Gefühlen aus?
Ihr habt verschiedene Vorstellungen von einer Beziehung, ganz unabhängig von den Gründen. Du hast zwei Möglichkeiten, wenn er nicht einlenkt. Entweder du trägst es weiter so, oder du beendest es. Du musst selbst für dich entscheiden, ob es dir die Sache wert ist oder nicht.
Grüße, Michl
 
  • #4
100 km sind für mich keine Fernbeziehung, das pendel ich jeden Tag zur Arbeit.
Er soll sein Haus aufgeben, seine Mutter im Stich lassen, seinen Freundeskreis verlassen, warum? Weil du es dir so vorstellst. Warum kommst du ihm nicht entgegen? Gebe doch dein Leben auf und ziehe zu ihm. Vermiete doch dein Haus. Dich stören die Lebensumstände, dann musst du dein Leben ändern. Warum soll er das machen?
 
  • #5
Aus seiner Sicht heraus würde es natürlich ganz anders klingen: Warum versteht Sie mich nicht, ich habe einen tollen Job ( mit 55 wird es nicht mehr leicht sein neu einzusteigen) UND meine Mutter ist auch noch da (gehört ja schließlich auch zu seinen liebenden Umfeld). Wer ist nun egoistisch? Kommt immer darauf an aus welcher Perspektive man es betrachtet! Hier gibt es nur faule Kompromisse, einer wird "einstecken". Gib uns mehr Infos zu seinem Job (wäre es leicht für Ihn was neues zu finden?) UND warum er in der Nähe seiner Mutter bleiben will?(Pflege?)
 
  • #6
Hallo angleofspring,

ich könnte mir auch vorstellen, dass er im Laufe der Fernbeziehung für sich festgestellt hat, er möchte nicht mehr mit fremden Kindern in einem Haus zusammenleben. Und Du hast beide noch bei Dir zu Hause.

Für mich käme das auch nicht mehr in Frage.

m/45
 
  • #7
Seine Antwort damals lautete: Heute und morgen noch nicht, aber auch nicht erst in 5 Jahren.
Und jetzt sollen es insgesamt 9 1/2 werden. Wenn du die Zeit hast und damit glücklich bist dann mach das. Mach dich aber auch darauf gefasst, dass es dazu möglicherweise nie kommen wird. Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. Er hat dir seinen Standpunkt gesagt jetzt liegt es bei dir, wie du damit umgehst. Mache ihm aber später nicht die Vorwürfe dafür, dass du die Augen fest verschlossen hast vor den Tatsachen und dein Wunschdenken hast gelten lassen. Du bist alt genug und trägst für dein Leben alleine die Verantwortung. Er zieht das durch, was er will. Du kannst dich anpassen mit ungewissem Ausgang oder einen Partner suchen, der deine Vorstellungen von einer Beziehung teilt.
 
  • #8
Und seine Mutter lebt mit bei ihm, in seinem Haus und hat einen ähnlichen Befürsorgungsaufwand (kann man nicht sich selbst überlassen), wie Dein minderjähriges Kind?

Dann ...und nur dann ...hättet ihr ungefähr Gleichstand bei den Lebensumständen, die der jeweils andere irgendwie akzeptieren muß! Sollte seine Mutter einfach nur irgendwo dort, in der Nähe seines derzeitigen Wohnorts, eigenverantwortlich und selbstständig leben, hättet ihr ein starkes Ungleichgewicht und zwar, zu seinen Ungunsten!

An seiner Stelle würde ich, in letzterem Fall, auch nicht zu Dir ziehen!

Mit einer Frau zusammenziehen würde ich, wenn wir beide entweder keine Kinder haben ....oder wenn wir zusätzlich zu ihren vorhandenen Kindern nochmal eine (erneute) Familiengründung mit eigenen/gemiensamen Kindern starten würden. In Deinem Alter müsstest Du dann schon Ambitionen haben, wie Caroline Beil!

V.m47

PS: Sollte ich irgendwann in die Situation kommen, vorhandene Kinder ohne Familiengründung akzeptieren zu müssen, sollten diese schon deutlich "aus dem Haus" sein! (also auch keine "backup Kinderzimmer" mehr)
 
  • #9
Liebe FS,

habt ihr das Thema "Zusammenziehen" anfangs schon besprochen? Bei einer Fernbeziehung hättet ihr es thematisieren müssen, denn dann hättest du gewusst woran du bist.

Wie hier schon gesagt wurde, wer nicht will findet tausend Gründe warum gerade jetzt ungeschickt ist. Ich glaube, dass er nicht mal in 7 Jahren zusammenziehen möchte. Vielleicht ist er bindungsängstlich (vermeidend)?

Du musst wissen, ob dich damit weiterhin wohlfühlst oder ob du nur leidest. Für mich persönlich wäre dieser Dauerzustand jetzt nichts.
 
  • #10
Liebe FS, er hat dir eine klare und scherzhafte Ansage gemacht, aufgrund derer du für dich entscheiden musst. Gehe also nicht davon aus, dass sich Menschen noch ändern.
Ich verstehe seine Sichtweise mit der Schwierigkeit, in dem Alter noch einen neuen Job zu finden. Sein Argument mit der Mutter rühmt ihn natürlich als Sohn, dennoch ist seine Mutter nicht wichtiger als deine z.T. minderjährigen Kinder.

Was ich NICHT machen würde, wäre mit einem Mann, der jahrelang nicht gemeinsam mit mir leben wollte, dann nach nochmal 7 Jahren nicht-festlegen-wollens, wenn er 62 ist, zusammen zu ziehen. Das klingt nach Versorgen-sollen, wenn er dann evtl. beginnt, körperlich abzubauen.

Auch würde ich mich betrogen fühlen, wenn er erst gesagt hat "nicht erst in 5 Jahren" und dann wird Jahre später "erst in 7 Jahren" draus.

Auch wenn es laut Forum wohl schwieriger ist, in den Fünfzigern noch jemanden zu finden, denke ich, dass du in den nächsten 7 (!) Jahren durchaus noch einen Partner finden würdest, der sich binden wollen würde. Du bist 50, das ist nicht 88.
 
  • #11
Ich kenne dieses Thema, wenn gleich auch die Begründungen unterschiedlich waren.
Heute mit Abstand kann ich es übrigens viel besser verstehen, warum er noch nicht wollte.
Meine Söhne sind aber jetzt auch um einiges älter und das Familienleben löst sich langsam auf. Gleichzeitig bekomme ich wieder mehr Freiheit und auch ich ändere Prioritäten.
Hätte mir das Wissen damals geholfen?
Nein, denn es war mir wichtig und vorallem: es war von vorherein abgesprochen.
Heute weiß ich, warum es für mich das Thema überhaupt wurde.
Ich habe mich völlig ignoriert und belogen gefühlt, wie ein Esel dem man eine Möhre vor die Nase hält.
Von ihm aus hat er das Thema nicht aufgegriffen und mich, wenn ich es erwähnte vor die Wand laufen lassen...ignoriert eben.
Damals habe ich es festgemacht an: würde er mich lieben, würde er es wollen.
Heute seh ich es anders: ich hasse es, wenn etwas wichtiges für mich einfach ignoriert wird. Und ehrlicher Weise passierte es auf anderen Ebenen auch.
Wenn er von sich aus gekommen wäre und gesagt hätte: ich weiß es Dir wichtig und seine Meinung offen gelegt hätte...
Ich hätte es verstanden und mich gleichzeitig wertgeschätzt gefühlt.
Wie ich in der damaligen Situation entschieden hätte weiß ich nicht..
Heute weiß ich: ich brauche das zusammenziehen nicht aber egal bei welchem Thema: wird einfach ignoriert und das mehrfach: bin ich weg
 
  • #12
Versteh das jetzt nicht falsch, ich finde es gut, wenn die Kinder nicht von ihren Freunden weg müssen bzw. beim Kind in Ausbildung geht das ja gar nicht, und Du vielleicht auch mal Deine Eltern in der Gegend hast, die sich auch um sie kümmern. Also Du hast gute Gründe. Aber warum willst Du dann bei ihm beurteilen, ob er nicht auch gute Gründe hat?
Was wäre so falsch, es als FB weiterlaufen zu lassen, wenn beide in einer Situation sind, in der sie meinen, nicht umziehen zu wollen? Ich finde, der, der es unbedingt will mit dem Zusammenziehen und die Beziehung davon abhängig macht und sogar die Liebe daran feststellen will, sollte der erste sein, der sich bewegt, statt den anderen unter Druck zu setzen. Wenn es nicht geht, sollte er auch als erster einsehen, dass nur ne FB möglich ist.

Welche Umstände sind für ihn zu erwarten, wenn er umgezogen ist. Welche Strapazen kommen auf ihn zu, vielleicht täglich zwei Stunden früher aufstehen oder mit Kindern zusammen in einem Haus wohnen? Anrufe von der Mutter, die ihm Druck macht, er würde sich nicht kümmern? Wie verbessert und verschlechtert sich sein Leben, wenn er zu Dir zieht, außer dass er Dich nun jeden Tag sieht? Du bist sehr fix gebunden an Dein Leben und verlangst von ihm viel Flexibilität.

Ich kann schon verstehen, dass Du Dich getäuscht fühlst, aber das ist leider so, dass in der Verliebtheitsphase oder weil man den anderen nicht verlieren will, Dinge gesagt werden, die dann nicht eingehalten werden. Aber eigentlich sollte sich auch der, der sich in der komfortableren Situation befindet, dass er keinen Kompromiss eingehen muss, auch immer Gedanken darum machen, dass es durchaus viel ist, was er vom anderen verlangt aufzugeben. Stattdessen wird gesagt, dass es doch kein Umstand für den anderen sei und die Liebe das aufwiegen müsse.

Wenn sich irgendwas erstmal eingepegelt hat und auch irgendwie funktioniert, wird das meist akzeptiert und sich dran gewöhnt. Also ich denke, Dein Freund hat sich besser mit der Situation arrangiert. Ich glaube auch nicht, dass er in 7 Jahren zu Dir ziehen will, es ist ja auch immer der Hintergrund "ist es MEIN Haus, also bestimme ich, oder muss ich mich anpassen, darf nicht auf dem Sofa hopsen, das Waschbecken vollpanschen usw." Aber da könntest Du ja zu ihm ziehen. Und wenn Du nun denkst "nö, er zog nicht zu mir, dann zieh ich auch nicht zu ihm", würde ich meinen, dass ihr beide lieber in eurer Komfortzone bleibt, sowieso Zusammenziehen mit euch nur in euren Häusern geht und das von Anfang an klar war, nur dass jeder sich und dem anderen vorgemacht hat, er sei beweglich.
 
  • #13
Liebe FS,
Dein Partner Ist bodenständig und realistisch. Er wird jetzt im Alter nicht seinen bestehenden Arbeitsplatz aufgeben und zum Pendeln sind 100 km täglich x2 doch zu weit! Wieso soll er da zu dir ziehen? Er hat jetzt ein eigenes Haus und seine Ruhe. Wieso sollte er mit deinen 2 Teenagern zusammen leben wollen? Er ist nicht der Vater. Warum soll er für deine Söhne Verantwortung und Arbeit im Haushalt mit tragen wollen? Ich finde deine Vorstellungen völlig unrealistisch und egozentrisch! Du solltest nicht nur deine eigenen Wünsche sehen. Wenn die Kinder noch klein wären oder du alleinstehend, wäre das eine mögliche Lösung zusammen zu ziehen. Er kennt ja deine Söhne und dich, wenn da alles so perfekt und ordentlich geregelt wäre, würde er vielleicht gern einziehen. Dem scheint aber nicht so zu sein. Ich denke, er sagt dir nicht alles, was in ihm vorgeht... Deine Erwartungshaltung ist einfach nur lebensfremd und überzogen. Hast du einen Job oder bist du Nur- Hausfrau? Dann müsstest du eher überlegen zu ihm zu ziehen. Oder Ihr sucht Euch ein neues Heim in der Mitte? Wozu der Aufwand. Ich kenne junge Paare, bei denen der Mann unter der Woche in einer anderen Stadt arbeitet und wohnt. Das wäre ähnlich so wie Ihr es jetzt habt. Nach 3 Jahren ist die erste Verliebtheit leider auch nicht mehr so groß. Es kann sein, muss nicht, dass er dich warmhält als sichere Versorgung fürs Alter und inzwischen weitersucht. Nachdem du ihm solch weltfremde Vorschläge unterbreitest, könnte man es ihm nicht verdenken. Er findet jederzeit eine ungebundene Frau, die bei ihm einzieht. Du bist leider "geblockt" mit den beiden Söhnen. Was macht dein Ex-Mann? Kommt der auch noch zu Besuch wegen der Kinder Und dem Haus? Sowas wird kein vernünftiger Mann mitmachen, es sei denn er hätte auch 1 Teenager-Kind. Genieße doch die schöne Zeit am Wochenende, wir Jüngeren pendeln doch auch für die Liebe.
 
  • #14
Wieso soll er da zu dir ziehen? Er hat jetzt ein eigenes Haus und seine Ruhe. Wieso sollte er mit deinen 2 Teenagern zusammen leben wollen? Er ist nicht der Vater. Warum soll er für deine Söhne Verantwortung und Arbeit im Haushalt mit tragen wollen?
Alles vollkommen richtig. Aber warum hat er dann der FS falsche Hoffnungen gemacht? Das ist so typisch die Strategie (auch von vielen Frauen) erst einsacken und dann wird das schon.
 
  • #15
Liebe FS,
ich kann überhaupt nicht verstehen, warum Du jetzt aus allen Wolken fällst. Der Verlauf war doch vorhersehbar und da muss man sich zu Beginn der Fernbeziehung die entscheidenden Fragen stellen.
Natürlich sagt Dir ein Mann in den 50ern erst mal, dass er sich ein Zusammenziehen in den nächsten Jahren vorstellen kann, wenn er eine Beziehung haben will. Welche erwachsene Frau glaubt denn sowas, ohne selber mal die Fakten zu checken und sich Gedanken um die Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieser Aussagen zu machen?

... dass er es sich später (... in rd. 7 Jahren) vorstellen kann. Jetzt wären da ja noch sein Arbeitsplatz und seine Mutter... Für mich sind das vorgeschobene Argumente.
Wieso sind das vorgeschobene Argumente? Das sind die Fakten. Wer sucht sich denn mit 55 noch einen neuen Job wenn er die Option zur Frühverrentung hat und fährt 7 Jahre lang 200 km am Tag?
Ich würde mir das nicht antun. Du etwa?
Wenn er dann doch nicht mit 62 gehen kann oder seine Mutter braucht ihn, dann kann es auch nocht 5 oder 15 Jahre länger dauern, bis ihr Zusammenziehen könnt.

Mein Vorschlag war, zunächst bei mir den gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben, da meine beiden Kinder ..... noch mit in meinem Haus wohnen
Du bist ja ein Optimist. Du hast ihm einen Vorschlag gemacht, der aus Deiner Sicht verständlich aus Sicht des Mannes aber total unattraktiv ist. Komisch, bei Dir gibt es die Kinder als Gründe, bei ihm ist die Mutter die vermutlich älter als 75 ist vorgeschoben. Du misst mit zweierlei Mass und das akzeptiert er zu Recht nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann mit 55 in einen Haushalt mit 2 älteren, teilweise noch pubertierenden Jugendlichen ziehen will und dann seine gesamte Freizeit auf dem Arbeitsweg verbringt. Das ist doch ein total unattraktives Angebot von Dir und Du verkennst die Realität.

Ich habe von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass eine Dauerfernbeziehung für mich nichts ist, und er hat mich glauben lassen, dass er es ähnlich sieht. Ich bin total am Boden
Er hat Dich das nicht glauben lassen, sondern Du hast aus seiner Aussage abgeleitet, dass es nach Deinem Plan geht. Das war Dein Fehler nicht seiner.
Du hast glauben wollen, was gut für Dich ist und Dir keinerlei Gedanken gemacht, was die Folgen für ihn sind, dass es daher unrealistisch ist, dass er diese tragen wird.

Ganz am Anfang der Beziehung sagt man sowas dahin, wenn es dann spruchreif wird, setzt das Nachdenken ein und da sieht es dann anders aus.
 
  • #16
Viel gibt es den ausführlichen Anmerkungen hier nicht mehr hinzuzufügen. Ich kann nur an dich appellieren zu erkennen, dass du ihm wahrlich keine attraktive Option bietest, wenn er erst einmal den Lebensmittelpunkt bei dir wählen soll. Es läuft im Leben eben nicht alles nach den eigenen Vorstellungen, warum freust du dich nicht über das, was ist? Du hast Liebe in deinem Leben, Sex, Nähe - nur eben nicht ständig. Hör auf die Prinzessin zu spielen und werde realistisch: Dein Partner teilt nicht alle deine Bedürfnisse und trotzdem kann er ein wunderbarer Liebender sein.
 
  • #17
Warum eigentlich sollen deine Kinder umziehen?
Überlass den beiden Kindern DEIN Haus - und zieh du zu ihm.
In wievielen Jahren würde das gehen?
DU willst zusammenziehen - für ihn ist alles gut so, wie es ist. Also musst du dich bewegen, wenn dir der Wunsch "ZUSAMMENZIEHEN" so wichtig ist.
Alternativen wären:
- FB beibehalten
- Trennung
Beim Punkt Trennung gibts wieder 2 Alternativen
- du gehst
- du nervst ihn so lange, bis er definitiv gar nichts mehr von mit oder bei dir haben will.

Nun mach du dir deine Gedanken - bin gespannt, was dabei heraus kommt.
 
  • #18
Beim ersten Lesen deiner Frage habe ich spontan gedacht: Er kann sich höchstens eine Versorgungsbeziehung vorstellen. Wenn ER Rentner ist - da wirst du noch berufstätig sein - könnte er sich ein Zusammenziehen vorstellen.

Du schreibst, im Moment hat er noch seine Mutter. Wie ist die Beziehung zu ihr. Versorgt sie ihn möglicherweise? Hilft ihm im Haushalt? Oder ist er umgekehrt für sie da?

Wenn er sie im Moment noch braucht, weil sie ihm den Haushalt besorgt o. Ä., dann ist klar, dass es ihm auch bei dir später um Rundumversorgung geht. Vielleicht könntest du da noch etwas zu schreiben.
Seine Mutter, eine äußerst liebevolle, als Endachtzigerin noch sehr fitte Frau, wohnt im selben Ort in seinem Elternhaus zusammen mit seinem Bruder und dessen Frau. Sie versorgt teilweise seinen Garten und ihn jeden zweiten Tag mit Essen "weil sie ja ohnehin immer zuviel kocht"... Ihre Beziehung zueinander würde ich als sehr innig beschreiben. Sie behandelt mich im Übrigen sehr gut.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #19
Ich werde versuchen, das Thema ihm gegenüber eine längere Zeit nicht anzuschneiden. Vll. hilft uns das beiden weiter. Möchte ihn nicht unter Druck setzen, und möglicherweise fällt es mir dann leichter eine Entscheidung zu treffen. Er wird es ohnehin nicht tun. Heute habe ich übrigens etwas Interessantes gelesen... Die ultimative Frage, wenn irgendeine Entscheidung ansteht: Welchen Rat würdest du deinem besten Freund/deiner besten Freundin geben?
 
  • #20
ich (50) bin seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund, der 100 km weit weg wohnt, zusammen. Vor gut einem Jahr thematisierte ich das Zusammenziehen generell erstmals.
Fängt mal wieder harmlos an. Ich finde es in Ordnung, das Thema grundsätzlich anzusprechen, wenn man sich gut versteht und die Beziehung nach einem Jahr problemlos läuft. Ich finde auch völlig logisch, dass er einen klaren Zeithorizont nennt. Das was dann passiert, ist nicht mehr logisch, aber folgerichtig: Frau fängt an, herumzunörgeln.

Jetzt wären da ja noch sein Arbeitsplatz und seine Mutter... Für mich sind das vorgeschobene Argumente.
Was ist da vorgeschoben? Für einen 55jährigen ist der Arbeitsplatz praktisch nicht mehr zu wechseln. Könntest Du Deinen Arbeitsplatz wechseln? Die Pflege oder Unterstützung von Eltern ist in dem Alter bei vielen akut. Ich bin jünger, aber könnte weder mal eben meinen Arbeitsplatz wechseln noch meine Eltern im Stich lassen.

Mein Vorschlag war, zunächst bei mir den gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben, da meine beiden Kinder (eines davon noch minderjährig und Schüler, das andere volljährig und Azubi) ...
Das sind dann genauso vorgeschobene Argumente. Schüler können genauso ihren Wohnort ändern wie Berufstätige. Ich denke, Du möchtest einfach die für Dich bequeme Lösung. Du möchtest an Deinen Lebensumständen auch nichts ändern. Habt ihr das nicht von Anfang an überlegt? Wie ist denn die Situation bis jetzt? Verbringt ihr die Wochenenden wechselweise bei ihm oder Dir oder fährt er immer?

Die Argumente beider Seiten sind hier für mich völlig nachvollziehbar und vorhersehbar. Wenn man sich wirklich liebt, findet man einen Weg. Sei es Teilzeit, sei es Heimarbeit. Oder akzeptiert eben die Situation, bis eine Änderung möglich ist. Realistisch betrachtet sehe ich die eher darin, dass Du zu ihm ziehst, wenn Deine beiden Kinder erwachsen sind.
 
  • #21
@EarlyWinter,
ich denke der Freund hat wie selbstverständlich angenommen, dass die FS zu ihm ziehen will. Wäre er damit einverstanden? Er ist sozial gut eingebunden. Die FS könnte sich überlegen in 1-2 Jahren zu ihm zu ziehen. Der Kontakt zu deinen Söhnen scheint nicht so gut zu sein mit ihm, stimmt das? Ich habe das Gefühl, dass Ihr in den 2 1/2 Jahren eben nicht als Familie zusammen gewachsen seid. Dafür waren die Kinder und die Entfernung wohl zu groß. Wäre dein Haus, dein Haushalt und die Söhne so attraktiv für ihn, würde er sicher nicht ablehnen. Ich sehe aber auch, dass er ehrgeizig im Beruf ist und daher ein Wohnortwechsel nicht in Frage kommt! Was spricht dagegen zu ihm zu ziehen? Würdest du denn die "Versorgerrolle" für ihn überhaupt übernehmen wollen? Ist das ein Partnerschaftsmodell, das dir zusagt? Du machst mir eher einen emanzipierte Eindruck. Wer zahlt dein Haus mit Unterhalt - dein Ex?
 
  • #22
Ich gebe dir völlig recht.

Aber - will er das denn überhaupt? Sorry wenn ich es irgendwo überlesen habe. Weil Pläne zum Zusammenziehen sind schön und gut aber das "wo" ist nicht unwesentlich. Mich würden zB keine 10 Pferde aus Köln wegbringen. Würde das aber bei jedem anderen auch verstehen. Das liegt einfach daran, dass ich in meiner Kindheit und Jugend sehr oft und immer wieder gegen meinen Willen entwurzelt wurde und ich habe jetzt meine Wahlheimat gefunden. Es zieht dann für gewöhnlich der Partner um, dem es eigentlich egal ist. Oder die Liebe ist dann doch so groß, dass man selber gerne umziehen will. Das sind aber essentielle Dinge, die man nicht einfach implizieren darf. Nicht in dem Alter.
 
  • #23
Ja, lt. seiner Aussage könnte ich jederzeit bei ihm einziehen. Nur in 1 - 2 Jahren geht es definitiv noch nicht, mein jüngerer Sohn besucht die 9. Klasse, hat also noch 4 Schuljahre vor sich. Mit den Jungs versteht er sich sehr gut, und umgekehrt ist es ebenso. Ich brauche ihn weder als Versorger - arbeite selbst Vollzeit und verdiene so viel wie er - noch als Ersatzvater für die Kinder. Aber ganz ehrlich: Wenn er vorzeitig in Rente geht wie geplant, bin ich Ende 50. Er ist der Auffassung, ich könne ja dann zu ihm ziehen und bräuchte nicht mehr arbeiten. Aber ich bin es gewohnt, für mich und meine Kinder selbst zu sorgen, und möchte von niemandem wirtschaftlich abhängig sein. Und nein, ich gehöre nicht zu den Frauen, die einen monatlichen Unterhalt beziehen, von dem es sich gut leben lässt - auch ohne Arbeit ;) Für Kinder, Haus und mich bin ich alleine verantwortlich. Davon abgesehen, möchte ich nicht ab seinem Renteneintritt seine Haushälterin sein (Essensversorgung derzeit jeden zweiten Tag durch seine Mutter, Wäscheversorgung durch seine Schwester, Putzfrau...) Noch Fragen?
 
  • #24
Was seinen Job angeht: In der Firma arbeitet er seit seinem Ausbildungsende. Er hat sich nach seiner Scheidung vor rd. 17 Jahren in die Arbeit gestürzt (Überstunden, u. a. um sich abzulenken). Und die Tatsache, dass er sehr engagiert ist, wird zuweilen auch des Öfteren ausgenutzt (was er im Übrigen auch so sieht, aber nicht NEIN sagen kann).

In meiner Stadt sind aktuell in zwei renommierten Unternehmen zwei Stellen vakant, die exakt seiner Tätigkeit entsprechen. Aber ich lass es besser, ihm das zu sagen, weil ich Angst habe, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt.
 
  • #25
Liebe FS, nach deinen Post #24 kann ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen, wieso du mit ihm zusammen ziehen willst, obwohl du weisst, dass er keinen Handgriff im Haushalt machen wird. Wieso?

Und dann soll er auch noch zu dir ziehen, wo du ihn natürlich ab dem ersten Tag rundum versorgen wirst müssen? Das willst du doch gar nicht.

Dass er nicht so ohne weiteres seinen Job aufgeben will, kann ich uebrigens verstehen. Du willst ja deine Lebensumstände auch nicht ändern. Ihr seid halt beide nicht wirklich flexibel, belasst es einfach vorläufig so, wie es ist.

Du machst ein bisschen viel Drama, find ich. Das ist doch kein Trennungsgrund, wenn es jetzt (noch) nicht passt. Und 100 km ist wirklich nicht die Welt.
 
  • #26
Er ist der Auffassung, ich könne ja dann zu ihm ziehen und bräuchte nicht mehr arbeiten.
Würde ich niemals tun, denn wenn die Beziehung scheitert, dann stehst Du Ende 50 ohne Job da und Dir fehlen 10 Jahre Rentenbeitraege.

In meiner Stadt sind aktuell in zwei renommierten Unternehmen zwei Stellen vakant, die exakt seiner Tätigkeit entsprechen. Aber ich lass es besser, ihm das zu sagen, weil ich Angst habe, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt.
Das heißt aber nicht, dass sie ihn mit Mitte 50 noch nehmen und vor allen Dingen nicht zu den gleichen Konditionen und mit den gleichen sozialen Besitzstaenden, die er nach fast 40 Jahren Betriebszugehörigkeit hat.
"Rennomierte Unternehmen" zeichnen sich meistens durch eine überalterte Mitarbeiterschaft aus, weil man da gern lange bleibt. Daher wollen sie bei Neueinstellungen Mitarbeiter, die den Altersdurchschnitt senken, statt einem Mitarbeiter aus den geburtenstarken Jahrgängen, der dann in Rente geht, wenn es im Unternehmen ohnehin einen Rentenexodus gibt.

...mein jüngerer Sohn besucht die 9. Klasse, hat also noch 4 Schuljahre vor sich.
Das ist doch kein Hindernis oder gibt es an seinem Ort keine Schulen. Es gibt mittlerweile Zentralabitur und ein Schulwechsel in der 9. Klasse ist daher kein Problem, genug Zeit für den Sohn Fuss zu fassen.


Davon abgesehen, möchte ich nicht ab seinem Renteneintritt seine Haushälterin sein (Essensversorgung derzeit jeden zweiten Tag durch seine Mutter, Wäscheversorgung durch seine Schwester, Putzfrau...) Noch Fragen?
Ja, warum hast Du den Thread überhaupt aufgemacht, wenn Du das so siehst?
Ich bin absolut Deiner Meinung zum Thema Haushaltsführung und kann daher überhaupt nicht verstehen, warum Du mit ihm zusammenleben willst. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass er mit 60+ sein Verhalten ändert und einen Finger krumm macht im gemeinsamen Haushalt.
 
  • #27
Davon abgesehen, möchte ich nicht ab seinem Renteneintritt seine Haushälterin sein (Essensversorgung derzeit jeden zweiten Tag durch seine Mutter, Wäscheversorgung durch seine Schwester, Putzfrau...) Noch Fragen?
Ja - was hast Du erwartet, das passieren wird, wenn er zu Dir zieht? Da würde er meiner Erfahrung nach keinen einzigen Handschlag machen, weil es ja DEIN Haus ist und er sich "zu Besuch" fühlt, wenn er selber nichts einrichtet nach seinem Gusto. Und diese Haltung würde ich auch vermuten, wenn er nicht mal den ganzen Komfort aufgeben müsste, den er bislang durch Mutti und Schwester hat, denn ich kenne verschiedene Fälle, wo der zugezogene Mann sich so benimmt/benahm. Keinen einzigen Handschlag, nicht mal fürs gemeinsame Abendessen.

Ich denke schon, dass es die Mutter auch freut, dass er es isst, was sie kocht. Also ich glaube nicht, dass sie das MUSS, weil er sonst verhungert. Aber die Wäsche macht die Schwester?! Das wär mir schon aus Prinzip unangenehm, wenn jemand mit meiner Wäsche hantiert. Das durfte nur mein Partner und da haben wir es abwechselnd bewerkstelligt.

Ich seh das wie Du, dass man unabhängig bleiben muss. Aber ich seh ernsthaft auf Dich zukommen, dass Du die Wäschefrau wirst, egal wo gewohnt wird. Insbesondere, wenn die Schwester das nicht mehr machen muss/darf/kann, wenn er woanders, also bei Dir, lebt. Und wenn Du für Deine Kinder kochst, wird da wohl auch was abfallen für ihn.
Falls er weiß, dass Du diese Arbeiten nicht machen willst für ihn, würde er ja seinen Komfort verlieren, wenn er zu Dir zieht. Das kommt dazu zu seinem längeren Weg und dem anderen, was ihn abhält, zu Dir zu ziehen.
 
  • #28
Zwei Threads weiter stellt sich bei mir die Frage: was ist mit der Mitte?
Wenn Dein Sohn mit der Schule fertig ist bzw gen Studium geht, dann kannst Du doch auch näher rücken.
Eigentum kann man vermieten oder verkaufen und sich zu gleichen Teilen etwas neues aufbauen.
Die Fahrzeiten zum Job sind dann auch für beide gleich, nur vorher würde ich immer ein paar Monate probewohnen empfehlen. Sich im Alltag zu verstehen ist wichtig.

Hast Du für ihn Jobs rausgesucht?
Darüber wäre ich persönlich not amused gewesen.
 
  • #29
...möchte ich nicht ab seinem Renteneintritt seine Haushälterin sein (Essensversorgung derzeit jeden zweiten Tag durch seine Mutter, Wäscheversorgung durch seine Schwester, Putzfrau...) Noch Fragen?
Nein, keine Fragen mehr. Deine erübrigt sich damit auch. Zieht er zu Dir, wirst Du ihn erstmal "mitversorgen", bis sich das etwas einpendelt. Ziehst Du zu ihm, ist es erstmal sein Haushalt.

Die Situation scheint verfahren. Du möchtest eine für Dich optimale Lösung. Ihr solltet mal offen und klar miteinander reden. Ich denke, auf beiden Seiten sind verständlicherweise bestimmte Themen "gesetzt". Das sind bei Dir die Kinder (und der Job?), bei ihm Job und Mutter. Er sucht ja auch nicht nach Stellen für Dich und Schulen für Deinen Sohn und übergeht Dich. Bei beiden ein Haus (mit entsprechend doppelten Möbeln). Ich denke, da ist im Grunde nur ein phasenweise Zusammenziehen an Wochenenden oder mit Heimarbeit möglich. Ich vermute, Du bist letztlich im Moment wegen Deiner Kinder unflexibler als er, da ist es nicht gut, unbedacht Forderungen zu stellen.
Sobald Deine Söhne etwas älter sind, bist Du im Grunde diejenige, die umziehen könnte, wenn Du einen Jobwechsel nicht als problematisch siehst. Wie flexibel bist Du dann? Würdest Du selbst erfüllen, was Du von ihm erwartest?
 
  • #30
Hallo,

ich (50) bin seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund, der 100 km weit weg wohnt, zusammen. Vor gut einem Jahr thematisierte ich das Zusammenziehen generell erstmals. Seine Antwort damals lautete: Heute und morgen noch nicht, aber auch nicht erst in 5 Jahren. In einem aktuellen Gespräch machte er mir deutlich, dass er es sich später (wenn er nicht mehr arbeitet - also planmäßig mit 62 - das ist in rd. 7 Jahren) vorstellen kann. Jetzt wären da ja noch sein Arbeitsplatz und seine Mutter... Für mich sind das vorgeschobene Argumente. Mein Vorschlag war, zunächst bei mir den gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben, da meine beiden Kinder (eines davon noch minderjährig und Schüler, das andere volljährig und Azubi) noch mit in meinem Haus wohnen, und später (in rd. 7, 8 Jahren) gerne bei ihm (ebenfalls eigenes Haus, das er ggf. vermieten könnte). Ich habe von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass eine Dauerfernbeziehung für mich nichts ist, und er hat mich glauben lassen, dass er es ähnlich sieht. Ich bin total am Boden, mein Kopf sagt: Beende es, mein Herz sagt: Nein! Er liebt mich, möchte mich nicht verlieren, aber gleichzeitig erklärt er mir, dass der Schritt für ihn zu groß sei. Habe den Eindruck, dass er nichts an seinem Leben, bzw. seinen Lebensumständen verändern möchte. Aber für mich gehört ein gemeinsames Zuhause - zumindest mittelfristig - zu einer Beziehung. Ich bin völlig ratlos...
DON'T - wieso?

Wollt ihr wirklich den Alltag in eure Beziehung zerren?

Ich meine ich mag komisch sein, aber wenn ich zurück in die Vergangenheit schaue dann lebten die wenigsten Paare die es sich leisten konnten zusammen bzw. falls doch: So hatten sie wenigstens eigene Zimmerfluchten/Hausflügel!

Dieses aufeinander kleben, das ist eine relativ neue Erscheinung - vor allem für Menschen die es sich durchaus anders leisten können!)

Ich hätte große Angst das dabei das Feuer der Beziehung verloren geht d.h. ich würde es nicht machen!

Aber ich bin ja auch "seltsam" weil ich LAT-Beziehungen toll finde...so hat man unter der Woche halt den Kopf frei, keine Streits wegen der Wäsche, wegen nicht abgespülter Töpfe oder dem Müll der noch nicht draußen ist etc. und am Wochenende kann man die Beziehung ohne Störung zelebrieren, was unternehmen etc.!

ps: Sollte ich jemals mit wem zusammenziehen (ist unwahrscheinlich!) so würde ich zumindest auf einer Haus-/Wohnungsaufteilung bestehen (ich will nicht in eine "Man-Cave" verbannt werden!) und auf einem eigenen Schlafzimmer (bewege mich nachts viel und während mich Lärm jetzt nicht weckt: Berührungen machen das schon und außerdem gehe ich zu Unzeiten ins Bett...mein Schlafrhythmus ist unregelmäßig!)