• #1

Zeig' mir deine Wohnung und ich sag' dir wer du bist...

...kann man wirklich von der Wohnungseinrichtung und -pflege auf einen Menschen schließen? Ist das ausschlaggebend, ob das Date erfolgreich ist oder nicht? Und was waren bisher Eure schlimmsten Erlebnisse, als Ihr zum ersten Mal die Wohnung des anderen gesehen habt?
 
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  • #2
ja!

so wie er sich nistet, ist der Mensch


m/41
 
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  • #3
Bisher habe ich es nur einmal erlebt, dass ein Mann wirklich ekelig gehaust hat.
Das war ein richtiger Messi.
Aus uns beiden ist auch nix geworden.
Ich konnte mir nach dem ersten Wohnungsbesuch nichts mehr vorstellen.

Es muss ja keine perfekte Ordnung vorherrschen, aber ekelig sollte es auch nicht sein.

w/32
 
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  • #4
Ja, mir ist es auch extrem wichtig zu sehen, "wie er wohnt" und lebt. Ich finde, da kann man/frau schon sehr viel davon ableiten.

Klar, jede/r mag einen anderen Geschmack haben, aber hier sehe ich, ob sein Geschmack und der meine kompatible sind. Sonst sind Auseinandersetzungen doch vorprogrammiert.

Und ja: ich habe schon Wohnungen gesehen, in die ich niiieee hätte einziehen wollen. Und ja, diese Erkenntnis spielte durchaus eine Rolle bei meiner Entscheidung für oder gegen diesen Mann.

Ordnung? Auch hier lässt sich viel ablesen: zu viel Ordnung (Pendant?) oder totales Chaos (gleichgültig?). Ich würde immer den Mittelweg vorziehen.
 
  • #5
Auf jeden Fall! Natürlich sagt der Lebensstil viel über die Gewohnheiten, den Geschmack, den Anspruch des Kandidaten aus. Ordnung, Mühe, Stil, Sauberkeit.

Beispiele:

1. Möbel eher nach Funktion oder Design ausgesucht? Design über Funktion oder umgekehrt? Oder ausgewogen?

2. Sauberkeit in WC, Küche, Wohnzimmer -- lässt auf vieles schließen! Wer siffig leben mag, mag eben siffig leben.

3. Hat er viele Bücher? Auswahl? -- daran kann man viel erkennen.

4. Küche -- so ausgerüstet, dass man wirklich kochen kann oder nur gerade so eben? Kocht er wirklich oder ernährt er sich bloß?

Ich würde aber nicht aus jedem Befund jetzt gleich ein Argument für die Partnerwahl ableiten, sondern die Facetten eher als Abrundung des Gesamteindrucks nutzen.
 
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  • #6
Das Schlimmste was ich gesehen habe waren Eiche rustikal Sitzmöbel, daneben weiße oberkitschige Billig-Glasschrankvitrine und zur Abrundung hatte der werte Herr einen herrlich altbackenen Couchtisch, den er mit einer aufgeschlagenen Papierserviette versah und auf der stand ein kleines popliges Väschen mit Plastikblumen. Hab mich noch ne Stunde mit ihm unterhalten und bin dann abgehauen auf Nimmerwiedersehen.
 
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  • #7
Meine Wohnung hat 30m² mit einem Wohn-/Schlafzimmer in dem sich eine größere Kochnische befindet (4 Herdplatten, Ofen, Spüle, großer Kühlschrank, Geschirrspülmaschine und Schränke).
Ansonsten hab ich ein kleines Bett, eine Kommode und einen Schreibtisch in dem Zimmer stehen. Der Schreibtisch ist recht unordentlich mit allen möglichen Sachen bedeckt: Papiere, Büromaterial, ein paar Süßigkeiten, ein Laptop und ein Desktop Computer. Auf der Kommode steht noch ein Fernseher mir angeschlossener Wii Konsole und ein Stapel von Büchern auf der dem Bett zugewandten Seite. Der Boden ist aus Parkett und größtenteils von zwei identischen Teppichen mit einem orientalischen Muster bedeckt. Das Bett steht an der Fensterfront des Zimmers hinter dem ein kleiner Balkon liegt der bis auf einen Wäscheständer leer ist. An den Fenstern sind zwei schwere hell braune Vorhänge.
Ansonsten liegen in der Wohnung, auch teilweise am Boden verstreut, alle möglichen Sachen: Kleidung, Papiere, Stapel von CDs. Es gibt keine Pflanzen, Bilder oder Poster.
Die Wohnung ist nicht gerade sauber, aber auch nicht besonders dreckig (ekeln würde sich hier niemand), das gleiche gilt auch fürs Badezimmer.

Was sagt das über mich aus?
 
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  • #8
Ja, eindeutig.

Als ich zum ersten Mal das Haus meines Freundes betrat, traf mich fast der Schlag: überwiegend Bauhaus-Stil wie bei mir, er hat das gleiche geradlinige Schranksystem wie ich, die gleichen Gardinen, die gleichen (seltenen) Designobjekte, den gleichen (seltenen) Kunstdruck an der Wand, das gleiche Porzellan, das gleiche Besteck, die gleichen Terrassenmöbel.... Es war schon fast gespenstisch.

So wie er zu mir passt, passt auch unser Einrichtungsstil genau. Sein Haus ist wie meines fast pedantisch ordentlich aufgeräumt, und wir lieben beide weiß als Einrichtungsfarbe.

Bei EP hatten wir 93 Punkte.

Karola,53
 
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  • #9
Auch mit einer hochmodernen, sehr zweckmässigen Wohnung kann man keinen Partner einfangen wenn er nicht kompatible ist.
@ # 6 mit Dir könnte man noch was aufbauen!
 
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  • #10
Ja, ich könnte nicht mit einem Mann leben, der in "Eiche rustikal" (Gelsenkirchener Barock) eingerichtet ist. Zu voll und zu dunkel - nein danke.
W 56
 
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  • #11
Ja, da ist was dran!! Genauso, zeige mir mit wem du verkehrst und ich sage dir, wer du bist!!
 
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  • #12
Als mein letzter Freund mich das erste Mal besuchte, bewertete er meinen Einrichtungsstil, als die eines Lehrers!!!(???)

Bei mir stehen viele Bücher im Schrank wie Kunstbildbände, Fachbücher und anderer Literatur rum. Meine Einrichtung ist in neutralen Farben abgestimmt, die Möbel sind von einigermaßen guter Qualität, ein paar Designerstücke sind auch dabei, sie ist relativ ordentlich oder aufgeräumt gehalten und in meinen Augen ein sehr gemütlicher Ort... aber, Lehrereinrichtung:)???

Seine Einrichtung wiederum ist sehr rustikal gehalten mit Eichenküche a la Berghütten-Stil, Steinfussboden, Glastisch und ausladender schwarzer (in meinen Augen ungemütlicher) Ledercouch, dann eine riesige und schon fast protzige Fernsehanlage, dafür keine Bücher (sagt ja auch schon viel aus!) und ha - nicht zu vergessen, sein Wasserbett!!!

Die Beziehung hat nicht lange gehalten - ich denke wir waren dann doch in vieler Hinsicht zu verschieden.......

w/44
 
  • #13
@6:

Das sagt über Dich aus, daß Du in der Schule, im Fach Deutsch, bei Aufsätzen zum Thema "Beschreibung" wahrscheinlich immer eine "eins" hattest.
 
  • #14
@#6: "Wohnst Du noch oder lebst Du schon?", möchte man da fragen. Das klingt alles sehr minimalistisch. Nur 30 qm, keine Pflanzen, vergleichsweise unordentlich, wenig Platz, wenig Individualität.

Die Einschätzung hängt nun überwiegend vom Alter und Beruf ab. Für einen Studenten Ende 20 geht das in Ordnung, wenn er sich selbst darauf freut, endlich da rauszukommen. Für einen Akademiker mit guten Job ist das nur Vegetieren. Da fehlt die Frau, unselbständig, antriebslos, ohne Stil und Anspruch.

Verrate uns mal Dein Alter, Beruf und Deine Lebensituation.
 
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  • #15
an #6 Ich vermute mal du bist ein Student, oder gerade eben fertig mit der Berufsausbildung.
Richtig?
Und ja, ich würde sagen, sauber bist du nicht gerade. Es könnte sein, dass sich manche Frau abgestoßen fühlt. Die Sanitärsachen sollten einmal pro Woche schon gesäubert werden und warum Kleidung auf dem Boden liegen muss, bleibt mir auch schleierhaft. Dein Kleidungsstil wird ähnlich lässig sein und du bist wahrscheinlich kein Anzugträger.

Bin gespannt auf die Auflösung deines "Rätsels".
 
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  • #16
Und wie wäre es mit zwei Einkaufswagen in Wohnzimmer, die fest zur Einrichtung der Wohnung gehören?
 
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  • #17
Hier die 6:
Also ich bin 29 und schreibe momentan meine Doktorarbeit. Die Wohnung ist wirklich nur eine Übergangslösung bis ich mit meiner Doktorarbeit fertig bin, danach möchte ich mir eine Eigentumswohnung kaufen sobald ich genau weiß wie es beruflich weitergeht. Allerdings lege ich generell keinen Wert auf großartige Dekoration in der Wohnung, wenn jemand was rein stellen will hab ich nichts dagegen, von selbst würde ich es aber wahrscheinlich nicht tun.
Ich persönlich bin auf jeden Fall sauber und meine Kleidung, sofern sie nicht im Wäschekorb liegt, auch. Es liegt ja kein Kleiderberg auf dem Boden sondern nur vereinzelt was, momentan liegen da zwei Jacken und eine Trainingshose neben dem Bett. Mein Kleidungsstil ist lässig auch wenn ich nicht grundsätzlich was gegen Anzüge habe, aber als Alltagskleidung wären sie einfach denkbar ungeeignet.

Dementsprechend kann über die Wohnung also durchaus etwas über die Person sagen die darin wohnt.

@12: danke für die Blumen, allerdings war Deutsch mein schlechtestes Fach an der Schule, eine zwei war da schon das höchste der Gefühle, in der Regel war es eher eine 3 oder 4 und manchmal auch eine 5.
 
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  • #18
...aus dem Wohnstil kann man schon auch auf den Lebensstil schließen, ich selbst mag es klassisch schlicht ohne Kitsch und aufgeräumt (normal). Hat mich schon manchmal verwundert, dass Gleichaltrige sich in Eiche rustikal und mit Kitschüberfrachtung wohl fühlen....
 
  • #19
@#16: Ja, für einen Studenten akzeptabel und fast erwartungsgemäß. Passt.
 
  • #20
Auf die Fragestellung: JA! Mir ist es sehr wichtig, die Wohnung relativ früh zu sehen... meiner Meinung nach sagt der Zustand und der Einrichtungsstil eine Menge aus.
 
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  • #21
ja, unbedingt sagt es etwas aus über den Bewohner.

Mein Beispiel ist sehr vielsagend: ich hatte Besuch von einem neuen Mann, den ich zu dem Zeitpunkt zwei Wochen gekannt hatte. Als er meine meterlangen, deckenhohen Bücherregale sah, hat er gemeint: "Das würde ich in zehn Leben nicht schaffen, die alle zu lesen......", damit hat er schon mal in meiner Achtung sehr viel verloren.
Allerdings hat er mich wohl so eingeschätzt, NICHT zu fragen, ob ich die auch alle gelesen hätte? DAS haben mich nämlich auch schon Leute gefragt, die bei mir zu Besuch waren.
Die Frage beantwortet sich immer von selber, wenn sie merken, dass das nirgendwo ein TV-Gerät zu sehen ist. Ich hab nämlich keinen Fernseher - ja sowas gibts!
UND: Ich bin nicht mit diesem Mann zusammen.................

[Mod: Viel Text gekürzt. Bitte bringen Sie Ihre zentralen Aussagen prägnanter auf den Punkt.]

w/47
 
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  • #22
kahl und perfekt wie aus dem möbelhaus-schaufenster, nichts individuelles, alle familienfotos die zur schau gestellt werden machen den eindruch als wolle sich der wohnungsinhaber als familienmensch profilieren, keine bücher, dafür eine riesige plasma-tv-anlage, design über funktion, nur teile, die "man" allgemein als modisch und chick erachtet... ein oberflächlicher mensch, der nicht in die tiefe gehen will und nur nach äusserlichkeiten geht.
 
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  • #23
zico,mEs sagt garnichts aus,manche sind heute so(vom Einrichtungstil) und morgen so-----nur Sauberkeit richtet sich nach der Erziehung.Hab schon viele Frauen-Wohnungen gesehen----oft herscht das reinste Chaos,unorganisiert,zusammengewürfelt(allein wird gespart,zusammen wird das Geld unter die Leute gebracht) und nicht gerade reinlich------nix wie weg.Viele lieben das Partyleben,das heut auf Morgen und denken über diese Dinge erst nach und sorgen für oft teure Veränderung wenn es den Anderen gibt....am liebsten mit dessen Geld!
 
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  • #24
Ich habe zweimal die Erfahrung gemacht, dass die Einrichtung der noch nicht lange geschiedenen Männer eindeutig die Handschrift der Exfrau aufwies bzw. die übrig gebliebenen Reste davon.
Einmal war das ganz ok, obwohl das im moderen Bauernstil eingerichtete Wohnzimmer eigentlich nicht meinem Geschmack entsprach und wahrscheinlich auch nicht wirklich dem des darin lebenden Mannrs. Trotzdem war es geschmackvoll eingerichtet. Mir fiel auch sofort die gepflegte Sauberkeit auf. Das war deutlich die Handschrift einer Frau, der Putzfrau.
Einmal war es grausig. Die komplette Einrichtung des Hauses sah aus, als hätte die Frau irgendwann in den frühen 90er Jahren das Haus verlassen und dabei nur noch schnell die besten Sachen mitgenommen. Die Zeit war stehen geblieben, Stoffblumendeko und Porzellanenten auf der sonst eher lehren dunklen Schrankwand usw., na ja.
Wir waren eine Zeit lang zusammen (getrennt lebend) und jede Veränderung (auch in anderer Hinsicht) die ich ihm mehr oder weniger sanft Vorschlug, stieß auf große Hindernisse.
Gerade Männer, die lange in einer Beziehung gelebt haben, geben sich oft keine Mühe und schaffen es nur langsam, einen eigenen Stil zu entwickeln. Oft ist es dann eher die neue Frau, die wieder dafür sorgt.
 
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  • #25
@ 21
Meterlange, deckenhohe Bücherregale? So ein richtiges Bücher-Universum? ;)
Ich würde es vielleicht auch nicht schaffen, alles zu lesen... aber man soll ja nie aufhören anzufangen. Ich wäre gerne eingetaucht in das Meer der Buchstaben, Wörter, Sätze...
Ars longa vita brevis! ;)

Ach ja zum Thema - bei mir herrscht ein Mix an Antiqitäten und klaren hellem Schweden-Design. Ein Mix an Funktionalität und Gemütlichkeit, überwiegend gedämpfte Farben.
Aufgeräumt und sauber. Für das Chaos gibt's den Dachboden und einen Schuppen.
LG
M, 47
 
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  • #26
Die Wohnungsreinrichtung sagt viel über einen Menschen aus. Bei Frauen schon einiges gesehen von langweilig bis chic und geschmackvoll. Schlussendlich möchte ich mich ja auch wohl fühlen, wenn ich auf Besuch bin. Schmuddelig war es noch bei keiner Frau - ok, ist wohl von meinem "Beuteschema" abhängig. Ich achte stark auf die Einrichtung. Wohnwände mit ausgestellten Gläsern&Geschirr, viel Schnickschnack > nogo!

Thema Bücher (u.a. # 4, 20, 21):
Warum sollte ich meine gelesenen Bücher "ausstellen"? Um meinen Intellekt zu unterstreichen? Zum regelmässig abstauben? Bücher werden nach einiger Zeit in Kisten im Keller verstaut - abgesehen von Businessbüchern im Büro und einigen wenigen Sachbüchern. m, 41
 
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  • #27
1. ist es wichtig, die Wohnung zu sehen, um klar zu stellen, er hat überhaupt eine und lebt alleine. 2. ist es wichtig, um annähernd den Stil zu sehen, wobei hier Unterschiede vorherrschen. Single - war ganz alleine dafür verantwortlich. Wenn ich dann ein Einzimmer-App. sehe mit schlechten Möbel und Mann ist über 40 - na dann, passt da etwas nicht.
Getrennt Lebend hat meist erstmal einige Sachen mitgenommen, den Rest ggf. dazugekauft, um überhaupt einen Hausstand zu haben - sagt also nur bedingt etwas über den wirklich eigenen Stil aus, den er sich zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch garnicht wieder leisten kann, weil die Ex abzockt.
Sauberkeit ist unabhängig von Größe der Whg und wichtig, jedoch bitte nicht desinfiziert. Ob alles penibel aufgeräumt oder wenigstens ein bißchen Leben in der Bude ist, ist ebenfalls entscheidend. Zu penibel wird er dann auch in der Partnerschaft sein - brrr - leben möchte ich ja auch noch!
 
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  • #28
Sorry, aber ich finde, viele interpretieren hier viel zu viel rein. Erstens stammen Möbel oft aus
vergangener Zeit und der Mensch hat sich weiterentwickelt. Zweitens kann ich als Frau nicht
erwarten, dass ein Mann jede Menge Blumen etc. hat. Drittens, ich lese extrem viel und habe
genau deswegen keine gekauften Bücher, dann wär ich pleite. Der Partner sollte einen ergänzen.
Kein Wunder, dass sich viele Menschen so schwer tun, einen Partner zu finden. Sehr tolerant
scheint der eine oder andere ja nicht zu sein. Für mich wär das - im Sinne von Menschenkenntnis- eine der wichtigsten Eigenschaften eines Partners. Partnerschaft ist Liebe, Liebe ist Akzeptanz.
Lasst Euch dass mal von einer verheirateten Mutter sagen. P.S. Was macht Ihr erstmal wenn Kinder da sind, dürfen die dann auch nur so wohnen, wie Ihr es wollt, oder so werden wie Ihr es geplant habt? Dies soll keine Provokation darstellen, sondern Anregung zum Nachdenken, warum u.a. keinen Partner findet. Und hey, ich bin auch Akademiker und anspruchsvoll. Maria
 
  • #29
Jain, kommt immer auf die Umstände drauf an, ist er/sie fertig ausgebildet? Grade in der Stadt angekommen? Auf dem Sprung in was Neues?

Mich machen super aufgeräumte und ordentliche Umgebungen skeptisch, das ist als würde man sich im Möbelhaus treffen. Wenn dazu noch der Spruch kommt, "schau da nicht so hin ich kam noch nicht zum Aufräumen" krieg ich große Augen. Abgerundet wird das "Unbequem-Szenario" mit weissen Tapeten..

Bei mir fallen wohl am ehesten die Gitarren und das Klavier auf.. Dazu alles in Erdfarben und Grüntönen gehalten.


7E24B720 m
 
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  • #30
Klar kann man an dem, wie die Wohnung eines Menschen eingerichtet ist, Vieles ablesen. Ich hattte – glücklicher Weise – immer Freunde, in deren Wohnungen ich mich wohl gefühlt habe und die so auch hätten von mir eingerichtet worden sein.

Ich mal in der Wohnung eines Manns beim dritten oder vierten date. Der Mann war Anfang vierzig und die Bude sah aus wie die eines Studenten. Keine schönen Möbel, ein wenig schmuddelig, nicht schön eingerichtet, Bücherwände bis zu Decke ... mit dem Herren bin ich dann auch nicht zusammen gekommen. Was aber nicht allein an der Wohnung lag, wobei das aber auch mit ausschlaggebend war. Das muss ich gestehen.

Als ich dann meinen jetzigen Freund traf, war das ganz anders. Wir sind vor einige Monaten zusammen gezogen und schon als wir unsere jetzige Wohnung das erste mal besichtigten, wussten wir Beide "Das ist sie!". Und lustiger Weise passten die Möbel von uns Beiden ganz wunderbar in die Wohnung und wirken nicht mal ansatzweise so, als hätte man da etwas zusammen getan, was nicht zusammen gehört. Und weder mussten wir etwas entsorgen noch Großes dazu kaufen. Und bei den Stücken, die wir uns gemeinsam gekauft haben (Lampen ... ist ja auch ein gaaaanz schwieriges Thema) gab´s nicht den klitzekleinsten Streit, welche genommen wird.
Es passt einfach.