• #1

Wutausbrüche, Beschädigung der Mietwohnung- mein 18-jähriger Sohn

Hallo ihr Lieben,

ich habe studiert... aber hier komme ich nicht weiter.
Mein Sohn, nehmen wir mal an, er hieße Fin, nutzt seine 18-Jährigkeit, um mich zu erpressen und sich auch durchzusetzen.

Er ist sehr intelligent und sehr beliebt bei seinen Freunden und Fremden.

Seit etwa 2 Jahren ist er so... und jetzt will er seine FOS hinschmeißen, bei der er gleichzeitig einen Beruf zum IT-Assistenten erlernt.

Er will jetzt eine Lehre machen (weil es da Geld gibt) und weiß alles und lässte sich kaum noch etwas sagen oder führen. Seit einem halben Jahr beschimpft er mich auch und weiß ganz genau, womit er mich reizen kann (wenn er Dinge zerstört, die nicht sein Eigentum sind). Immer mehr geld will er als Taschengeld und arbeiten gehen kommt für ihn nicht in Frage. Bekommt er nichts, tobt er, und zerstört oder macht laut, selbst wenn meine Kundschaft kommt.

Was sollte ich tun? Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende, immer nur Ratschläge, die aus dem Lehrbuch sind, aber praktisch nicht umsetzbar.

Habt ihr Tipps oder Vorschläge???

Ganz lieb, Ana
 
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  • #2
Lass ihn doch!
Wenn er eine Lehre machen will, dann soll er sich eine Lehrstelle suchen und von dem Geld eine Wohnung (WG-Zimmer) bezahlen. Was spricht denn dagegen?
 
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  • #3
Tuerschloss austauschen und wenn er randaliert, die Polizei rufen. Soll er mal sehen, wie er das Lebensproblem ohne Mama löst. Überhaupt kein Geld mehr geben. Er ist volljährig, kann arbeiten, wenn er die Schule abbricht.

Wetten, dass das den Grosskotz und Nullperformer auf Normalformat schrumpfen laesst? Als erstes musst Du ihn so sehen, als das, was er ist - ein unfähiger, instqbiler, nicht belastbarer und gieriger Mensch, der schlechte Manieren hat und zu Gewalttätigkeit neigt.

Jemand, der die Schule kurz vor dem Abschluss schmeisst, ist nicht intelligent, sondern dumm und nicht belastbar, hat keine Frustrationstoleranz und somit ein großes Defizit für das Leben. Hoer als erstes auf, ihn zu idealisieren, sondern benenn seine Maengel emotional.

Wenn er Deine Kundenkontqkte stört und somit Deine berufliche Existenz gefährdet, hilft eine klare Ansage und Reduzierung seines Taschengeldes auf Null. Wenn Du ihn rausschmeisst, kann er sich um Hartz IV bewerbenund lernt, was Du leistest. Bei mir bekäme er dieses Lernumfeld.
 
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  • #4
Ganz klar: bei Gewaltausbrüchen die Polizei rufen!
Es gibt gar kein Geld, wenn er sich daneben benimmt und elementare Aufgaben nicht erfüllt.

Es bringt wahrscheinlich gar nichts, ihn zur Schule gehen zu lassen, wenn er doch nicht will.
Dann soll er doch eine Lehre machen.

Keine falsche Scham - hole Dir Erziehungsberatung! Es gibt auch betreute Wohnungen für junge Erwachsene. Besprich dort den Weg und setze ihn raus.
Alternativ Lehrstelle suchen und ihm eine billige Wohnung/Zimmer in WG.

Lässt Du das weiter mit Dir machen, zerstört es nicht nur Deine Lebensgrundlage, sondern auch Eure Beziehung total.
Rede über diese Dinge, hole Dir Hilfe, schäme Dich nicht. So etwas passiert in vielen Familien und hat nichts damit zu tun, dass Du versagt hast.
 
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  • #5
Hallo Ana, ein vom Alter her erwachsener Sohn, vom Verhalten her noch voll pubertär!
Nachdem mein Sohn schon einige Jahre erwachsen ist, erinnert mich dein Beitrag an diese schwierige Zeit. Was hast du für Möglichkeiten, dich mit von deinem Sohn respektierten Person zusammen zusetzen? Wo ist der Vater? Gäbe es einen Mentor, z.B. Lehrer? Auch für dich ist es wichtig, dass du dir Hilfe suchst! Bei freien Trägern, z.B. AWO, kirchliche Träger Diakonie oder Caritas. Und da du schreibst, dass er eine Ausbildung machen will - soll er doch. Und dann gleich in ein Wohnheim ziehen. Er muss selbstständig seine Erfahrung machen - weg von °Hotel Mama°. Viel Kraft!

W 56
 
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  • #6
Liebe FS, hat ja immer alles einen Grund oder Hintergrund, warum sich Kinder oder Jugendliche so benehmen. Ich würde da jetzt nicht groß analysieren, aber ich würde mit ihm reden, ihn fragen, was ihn so macht, dass er sich so dir gegenüber verhält und ich würde ihm sagen, dass es dich sehr traurig oder was weiß ich macht und wenn er damit nicht aufhört, dass Du dann möchtest, dass er auszieht. Fertig. Er braucht Grenzen.
Viel Glück.
 
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  • #7
ganz einfach :

Ihm klar sagen, dass er entweder nach deiner Pfeife tanzt und die Schule zu Ende macht, oder rausfliegt! Und beim nächsten Randalieren:
- Polizei rufen
- Schloss austauschen
- Koffer vor die Tür stellen
- Mindestunterhalt überweisen und ansonsten gibts nix mehr

Manchmal hilft nur ganz klare Konsequenzen ziehen. Er ist volljährig und kann natürlich machen, was e rwill - aber dann nicht auf deine Kosten.
 
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  • #8
geh zum Fachanwalt für Familienrecht und frag den mal im Rahmen einer Erstberatung, worauf Dein Sohn Anspruch hat. Die € 200 dafür sind gut angelegt.

Dann gibst dem Sohn genau das worauf er Anspruch hat.
 
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  • #9
Liebe FS,

sei erst mal getröstet, in den Arm genommen, wo ist denn der Vater von diesem Bürschchen?

Ich habe ähnliches durch, nur bei meiner Tochter.

Ich habe sofort das Taschengeld gestrichen, seit einem halben Jahr bekommt sie keins mehr, nur das aller nötigste, sie hat oft gemurrt, aber ich habe ihr immer wieder gesagt, solange sie sich nicht altersgerecht verhält, bekommt sie nichts. Wenn sie Geld braucht, kann sie arbeiten gehen.

Als sie wieder mal ausrastete habe ich ihr gesagt, dass ich das nächste Mal die Polizei wegen häuslicher Gewalt rufe, da schaute sie mich nur mit großen Augen an. Dann habe ich ihr gesagt, da sie über 18 ist, dass sie dann mit einer Anzeige rechnen muss und dass bei der Polizei registriert wird, ob sie das will... bezüglich Arbeitgeber, Studium usw.

Seit einigen Wochen hat sich einiges geändert. Aber erst, als ich ihr die Pistole auf die Brust gesetzt habe und ihr Vater mit ihr gesprochen hat. Seitdem läuft es besser. Sie hat ihr Abi gut gemacht, will mit Absicht erst mal eine Ausbildung machen, um Lebenserfahrung zu sammeln, richtig arbeiten zu lernen und um Geld zu verdienen. Ob sie dann später noch studiert, weiss sie noch nicht. Bewerbung ist raus, Vorstellungsgespräch kam sehr schnell, jetzt fehlt nur noch die Zusage.

Sie hätte mit links ein Duales Studium anfangen können, mit einem Brutto von über 1000,00 Euro und hätte somit früher ausziehen können. Ich hätte nichts dagegen gehabt, sie hat es nur nicht gerafft, dass man sich dafür schon früher hätte bewerben müssen. Ich hoffe, sie lernt aus ihrer Schussligkeit. Sie weiss jetzt, dass somit noch mindestens 2 Jahre bei mir wohnen muss, aber wir werden uns in Zukunft, wenn ihre Ausbildung angefangen hat, eh kaum noch über den Weg laufen.

Liebe FS, mir sagte mal eine Frau von einer Jugendberatungsstelle, dass gerade die intelligenten Kinder es bis zum Schluss ausreitzen, manchmal muss man die Polizei rufen.

Ich habe meiner Tochter noch einen Brief geschrieben, ihr alle Konsequenzen aufgelistet, damit sie nie sagen kann, ich hätte nichts gesagt bzw. sie nie gewarnt.

Den Hinweisen der anderen Gäste hier kann ich nur zustimmen. Setze Grenzen, ziehs durch, es entspannt sich wieder.

Es ist wie zwischen Mann und Frau. Je mehr Frau sich gefallen lässt, desto mieser behandelt ein Mann sie. Da muss Frau handeln, damit der Mann sie respektieren kann.

Alles Gute für dich, du schaffst es!

w 52
 
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  • #10
Liebe Ana.
Ich habe 3 Kinder, und mein mittlerer Sohn hat sich in der Pubertät ähnlich daneben benommen. Randaliert, die Schule abgebrochen, rotzfrech, ausgerissen - das volle Programm. Ich war völlig verzweifelt. Die zwei anderen Kinder gaben mir keine Probleme. Heute, 10 Jahre später: er hat sein Studium, einen tollen Job, der ihm Spaß macht, eine wirklich liebe, attraktive, intelligente und emphatische Partnerin, mit der zusammen lebt. Er ist heute vollkommen der "Vorzeigesohn", und unserer Verhältnis ist wunderbar heute. Eine solche Entwicklung hätte ich vor 5 oder 10 Jahren wirklich nicht geglaubt.
Es kann sich alles noch ändern, liebe FS. Ich habe mir damals gesagt, dass ich durch eigene Stärke meinem Sohn zeigen müsste, dass ich mich nicht unterkriegen lasse (auch gegenüber mir selber und den beiden anderen Kindern). Versuche, ruhig zu bleiben und dein Leben zu leben. Zeige ihm, dass er dich nicht verletzen kann. Ich weiss, es ist schwer, aber da musst du durch. Lass ihn seinen Weg gehen. Er wird selber herausfinden, dass er Mist gebaut hat (wie mein Sohn damals) und sich später korrigieren. Das Leben ist lang, und man hat manchmal Zeit, Fehler zu korrigieren. Denke an dich!
 
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  • #11
Mir scheint, du versucht eine Naturgewalt zu bändeln. Lass dir gesagt sein, das hat noch keiner geschafft.

Dein Sohn ist 18 und du möchte eine Lehre machen, um später mal Geld zu verdienen. Das ist der normale Lauf der Dinge. Mir scheint das schlüssig, wenn man nicht studieren will. Du willst vermutlich dass er studiert und einen Nebenjob anfängt. Beides will er nicht. Dafür würden auch noch mal ein paar Jahre drauf gehen, wo er daheim bei euch sitzen muss. Es ist nicht immer nur der Fehler der Kinder, sondern der Hauptfehler sind die bestimmerischen Eltern! Es hat immer eine Ursache, wenn Kinder sich daneben benehmen. Sein Zorn und seine Gewalt ist nur das Ventil und sein Frust, dass er in seinen Wünschen nicht erhört wird.

Wenn du deinen Sohn zurückhälst, stimmt was mit dir ganz und gar nicht! Ich würde auch randalieren, wenn man mir mit meiner Volljährigkeit sagen würde, was ich mit meinem Leben zu tun habe.

Gleichzeitig frage ich mich, warum du ihm überhaupt Geld gibst? Mit 18 habe ich keine Geld bekommen, bzw. er kriegt ja Unterhalt, was ordnungsgemäß für ihn ist, nicht für Väterchen und Mütterchen, um sich was schönes zu kaufen. Lass ihn ausziehen und sein Leben selbst bestimmen. Das wird hart, aber nur so lernt man.

Du begehst den Fehler, den fast alle Mütter machen: klammern, nicht los lassen wollen, viel Geld geben und dafür erwarten, dass Sohn oder Tochter das macht und sich danach richtet, was sie erwartet. Nur die wenigsten Kinder lassen sich aber mit Geld kaufen und stecken dafür ihre eigenen Bedürfnisse zurück.
Hör doch mal vielleicht in einer ruhigen Stunde deinem Sohn zu. Was möchte er in seinem LEben anfangen? Welche Träume hat er? Wie stellt er sich seine Zukunft vor? Ich vermute, du hast dich noch nie tieferlegend mit seinen WAHREN Vorstellungen befasst.
 
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  • #12
Ja mein Gott, lass deinen Sohn eine Lehre machen, dann ist der Fisch geputzt und es gibt Ruhe! Sein Taschengeld für seine erste eigene Wohnung investieren.
Und dann kann er machen was er will.
 
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  • #13
Liebe Ana,

wenn er unbedingt eine Lehre machen will, dann soll er es machen. Wie sieht es auch, hat er den mittleren Schulabschluss gemacht? In Berlin ist das so, dass man im Gymmi 10. Klasse den mittleren Schulabschluss macht und so wenigstens einen Abschluss hat. Ist das bei ihm auch so? Wenn ja, dann soll er doch seine Lehre machen, mit Arbeitszeiten von früh bis spät, nach zwei Monaten wird er das Schulleben vermissen, aber das hat er sich dann so ausgesucht.

Mein Sohn war schon auf der Uni und wollte nicht studieren, sondern hat geschmissen und eine gute Lehre gemacht, hat die Prüfung nach 2 statt nach 3 Jahren gemacht (weil so gut) und mit 1 bestanden. Verdient heute gutes Geld in einem gefragten Beruf. Wenn Dein Sohn das auch will, dann soll er es eben so machen. Abi kann er notfalls auch an der Abendschule nachholen (kostet dann aber Kohle), berate ihn diesbezüglich. Und: Alles, was er kaputt macht und zerstört, ziehst Du ihm vom Kindergeld ab, wenn er nämlich in eine eigene Bude zieht, steht ihm sein Kindergeld zu, dass Du ihm dann überweisen musst.

Mach also schon mal eine Rechnung über alles Kaputte, die Du ihm dann überreichst, wenn er in der eigenen Bude wohnt - und ziehst den Betrag eiskalt vom Kindergeld ab, gerne auch ratenweise zu 100 Euro - aber den Schaden zahlt er Dir. So einfach ist das.

Alles Gute - und: Die Lehren fangen im August frühestens an, also ab ins Berufenet oder auf die Seiten der Arbeitsagentur, und eine Lehrstelle gesucht. Ihr könnt beide nur gewinnen dabei!
 
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  • #14
Wenns dem Esel zu wohl wird... nun ja, da gibt es nicht viel zu überlegen. Dein Sohn ist respektlos, fordernd und - erwachsen. Er muss und sollte selbst entscheiden, was er mit seinem Leben anfangen will. Soll er doch eine Ausbildung machen, warum nicht? Bloß wird es dann auch Zeit, dass er alle Konsequenzen trägt, die mit seinen Schritten zu tun haben. Also setze ihm ein Ultimatum, zu dem er ausgezogen sein muss. Wenn er Geld verdient, kann er sich auch selbst finanzieren, oder?
 
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  • #15
Liebe Fragestellerin,
wie so viele meiner Vorschreiber auch kann ich dir nur raten: Lass ihn SEINEN Weg gehen, auch wenn du für ihn mit deiner Lebenserfahrung etwas anderes erhofft hast.
Er ist erwachsen. Er ist für SEIN Leben verantwortlich. Du hast ihm geholfen, ihn begleitet, ihn behütet solange es ging. Und du hast ihm ganz sicher deine Werte vermittelt und vorgelebt. Du kannst und musst ihm vertrauen: Er wird seinen Weg im Leben suchen und finden. Und es wird SEIN Weg sein, auch wenn es da Kurven und Sackgassen und Umwege gibt.
Es ist an der Zeit, ihm das zuzugestehen, was oft das Schwierigste, aber gleichzeitig das Wertvollste im Leben ist: SELBSTverantwortung und persönliche Freiheit.

Das heißt aber auch, dass du selbst als Mutter loslassen musst, dass du erkennen musst, dass von nun an DU auch nur noch für DICH verantwortlich bist.

Und tröste dich: Es gibt weiß Gott schlimmere Pläne als eine Lehre zu machen!
 
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  • #16
Lass ihn die Lehre machen, aber sei du konsequent. Er soll sich eine eigene Wohnung/Zimmer suchen. Du gibst ihm keine Geld mehr, wenn er die Lehre macht. Wenn er frech zu dir ist, gehst du sofort aus der Situation raus oder schmeißt ihn raus. Nicht mit ihm diskutieren, handeln und dein Verhalten ihm gegenüber ändern und durchziehen.
 
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  • #17
"Kein Geld mehr geben" - so einfach ist das nicht, das Kindergeld in Höhe von 184 Euro steht ihm zu, gibt sie ihm das nicht, ist das Unterschlagung. Punkt. Bis 25 kann im Falle von Arbeitslosigkeit die Agentur/Jobcenter die Unterstützung von den Eltern einfordern. Denkt mal nicht, mit 18 feuert man sein Kind - und das war es dann, völlig falsch gedacht! Und: Das Kindergeld gehört bei Auszug dem Sohn und muss weitergeleitet werden.
 
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  • #18
Er will jetzt eine Lehre machen (weil es da Geld gibt) und weiß alles und lässte sich kaum noch etwas sagen oder führen. Seit einem halben Jahr beschimpft er mich auch und weiß ganz genau, womit er mich reizen kann (wenn er Dinge zerstört, die nicht sein Eigentum sind). Immer mehr geld will er als Taschengeld und arbeiten gehen kommt für ihn nicht in Frage. Bekommt er nichts, tobt er, und zerstört oder macht laut, selbst wenn meine Kundschaft kommt.
Ganz lieb, Ana

Ganz lieb, warst du das früher immer zu ihm? Einzelkind, du AE-Mutter und hast versucht, alles mit Geld zu kompensieren und ihn schön verwöhnt? Jetzt flippt der Junge aus, er ist zwar 18, aber scheint emotional noch nicht reif zu sein.

Ich empfehle dir prof. Hilfe zu suchen, gibt es beim Jugendamt auch noch, wenn das Kind über 18 ist.

Du musst handeln, ganz klar, er tanzt dir auf der Nase rum. Es ist nicht schlimm eine Ausbildung zu machen, da wird er genug von anderen Menschen sich was sagen müssen. Es wird eine gute Lebensschule für ihn sein. Gib ihm die Chance.

Bleibe hart und konsequent, wenn er mehr Geld will, soll er arbeiten gehen bzw. in der Ausbildung bekommt er ja auch Geld.

Behandle ihn wie einen Erwachsenen!

w
 
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  • #19
Liebe Ana
Finde eine ruhige Minute
Umarme dein Kind und Sage ihm das du ihn ganz lieb hast
Versuche in ruhe mit ihm eine Mitte zu finden wie ihr miteinander umgehen sollt in Zukunft ( ich weiß aus eigener Erfahrung das es sehr oft eskaliert , da hilft oft die fehlgelaufenen Gespräche zu analysieren !
Meistens waren es dann Dinge die sehr banal waren die das ganze zum überkochen gebracht haben
Falscher Zeitpunkt !
Und man ist ja nicht immer für solche Gespräche offen !

Es kann doch nicht sein das du ihn noch erziehen möchtest mit 18
Versuch es auf denn friedlichen weg .... Versuche ihn auch zu verstehen

Ich weiß es ist nicht einfach und man fällt oft in das Muster zurück
Aber jemanden dem man liebt zuzugeben das man selber auch Fehler machen kann. Und auch nicht perfekt ist ist ehrlicher und bringt euch beide weiter ....
Versetzt dich in seine Lage ...
Erwarte das auch von ihm ...
Aber alles in ruhe
Hab gedult und Vertrauen


Und vor allem viel liebe
 
G

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  • #20
"Kein Geld mehr geben" - so einfach ist das nicht, das Kindergeld in Höhe von 184 Euro steht ihm zu, gibt sie ihm das nicht, ist das Unterschlagung.

Oh nein - das Kindergeld ist eine Unterstützung für die Eltern, damit sie aufkommen können für Wohn-, Heiz, Stromkosten, für Essen und Trinken. Es steht dem Sohn mitnichten als "Taschengeld" zu.

Mehr als Kost und Logik muß FS ihm nicht bieten. Selbstverständlich können die Eltern ihm das Taschengeld streichen. Soll er halt arbeiten gehen, wenn er Ansprüche hat die über ein Dach über dem Kopf und einem gedeckten Tisch hinaus gehen.

Und was die Sachbeschädigungen angeht - Anzeige erstatten und Schadensersatz fordern (kann er dann gleich aus seinem neuen Job bestreiten - oder, wenn der nicht genug abwirft, gibt es einen Titel und irgendwann wird er es zurück zahlen müssen!)!

Klingt hart, aber so mit seinen Eltern umzugehen ist es doch wohl erst Recht.
Hier ein Signal setzen und ihm klarzumachen, dass so ein Verhalten nicht geduldet wird sondern er die negativen Konsequenzen zu tragen hat ist für den durchgeknallten Jugendlichen mit Sicherheit besser, als wie ihm zu vermitteln man kann sich so aufführen, ohne dass man dafür negative Konsequenzen zu erwarten hat!

w, 45
 
  • #21
Eine meiner besten Freundinnen (Alleinerzieherin, Vater des Sohnes arbeitet seit Jahren nicht) hat jahrelang gelitten. Der Sohn hat die Schule abgebrochen, einige Male randaliert, dann 2 Jahre lang tagsüber nicht sein Zimmer verlassen (hatte eine Psychose wegen seiner Frisur!!), erst, als er riskierte, verhaftet zu werden, folgte er der Stellung. Der strukturierte Alltag im Bundesheer hat ihm gutgetan. Er hat es zuerst mit Maturaschule versucht- auch nix- dann mit einer Lehre- das hätte geklappt, leider verlor er die Lehrstelle und durfte dadurch die Berufsschule nicht machen. Jetzt hat er einen Teilzeitjob, eine Freundin und- das Wichtigste- eine eigene Wohnung. Seitdem er nicht mehr bei ihr lebt, geht es meiner Freundin wesentlich besser.
Lass deinen Sohn die Lehre machen. Er soll eine eigene Wohnung suchen. Distanz tut gut, eure Beziehung wird sich dadurch bessern.
Sei sehr hart und konsequent mit dem Geld.
Bei uns in Österreich hilft das Jugendamt ab 18 leider nicht mehr.
Kinder und Jugendliche suchen Grenzen und die muss man ganz klar setzen. Raus aus der Wohnung, so schnell wie möglich, er soll sein eigenes Geld verdienen, und gib ihm ja nichts, was ihm nicht zusteht! Alles Gute und viel, viel Kraft!
 
  • #22
"Kein Geld mehr geben" - so einfach ist das nicht, das Kindergeld in Höhe von 184 Euro steht ihm zu, gibt sie ihm das nicht, ist das Unterschlagung. Punkt

Das werde ich nie begreifen, wie man - dazu mit solchem Absoluteitsanspruch ("Punkt") und von jedweder Fachkunde emanzipiert - derartigen fachlichen Unrat unters Volk bringen kann. Ich operiere doch auch keine Gallenblasen und stelle keine Bratwürste her, weil ich es nicht gelernt habe. Selbstverständlich hat das nichts mit Unterschlagung (§ 246 StGB) zu tun!

Liebe Fragestellerin,
in der Sache hilft nur, was die Vorredner schon geschrieben haben. Laß Dir das nicht bieten, und zwar um seinetwillen. Du hilfst ihm langfristig am meisten, wenn Du ihm seine Grenzen zeigst. Das heißt, drehe den Geldhahn zu und schmeiße ihn raus, wenn er sich in Deiner Wohnung nicht benimmt, notfalls unter Zuhilfenahme der Polizei. Kinder und Jugendlichen testen Grenzen aus und sie haben ein Recht darauf, diese Grenzen auch gezeigt zu bekommen. Und wo sollte diese Grenze verlaufen, wenn nicht bei seinem jetzigen Verhalten.
 
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