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  • #1

Woran merkt Ihr, dass Ihr geliebt werdet

Liebe Mitdiskutierende,

Tom hatte den Thread "Liebesbeweise - zu welchen seid Ihr bereit?"
Es gab viele Antworten, im Zentrum, nicht wie beweise ich Liebe, sondern wie zeige ich Liebe.

Ich mag jetzt mal die Gegenseite diskutieren, Erfahrungen austauschen...

Wann fühlt Ihr Euch geliebt, was "braucht" Ihr?

Ich persönlich brauche nichts Materielles. Ich brauche auch die 3 großen Worte nicht.
Ich möchte aber Nähe und Bindung spüren - den gewissen Blick.
Zärtlichkeit, Intimität in allen Facetten - von den Gedanken /Gefühlen, die psychische Ebene, über die körperliche Ebene bis zur sexuellen.
Ich möchte ihm vertrauen können, ich möchte spüren, dass er mir vertraut.
Respekt - mich als Mensch, mit meinen Stärken, Schwächen, Grenzen, Wertschätzung.
Loyalität - dass er zu mir steht.
Zuverlässigkeit - dass er ohne wenn und aber da ist.

Ab und zu ein Danke, ein Kompliment? Nun, und diese netten kleinen Gesten, wie z. B. dass eben zum Frühstück mein Tee da ist, weil ich nur selten Kaffee trinke... mal ein paar Blumen - und zwar die, die ich mag, und nicht die, die es zufällig an der Tanke im Angebot gab.

Was meint ihr?

W, 50
 
  • #2
liebe @Lionne69 , mein Ex-Mann war liebevoller Mensch, ganz ruhig in Richtung Phlegmatiker. Er hat mir immer wieder gesagt, wie sehr er mich liebte und wie stolz er aucf mich ist. Er hat oft der Körperkontakt gesucht und mich gerne umart. Ich habe es genossen, aber nach x Jahren gemerkt da fehlt was. Er hat nur geredet und versprochen. Umarmen, schöne Wörter sagen geht schnell und kostet nicht viel Mühe oder Überlegen.
Ich habe mich geliebt gefühlt, aber es hat etwas wichtiges gefehlt. Ich habe nicht mehr geliebt.
Mein jetziger Partner ist gegenteil von meinem Ex-man, er sucht nicht unbedingt die Körpernähe. Er ist kein Kuschler. Umarmung und Küsschen hier und da sind seltenheit. Ich fühle mich trotzdem geliebt. Er bezieht mich in seine Pläne. Er bringt mir von Einkaufen kleinichkeit wo er weiß das mag ich. Er gibt mit der letzte Mittelteil von Kuchen und selber isst er den mit Rand obwohl er auch lieber Mittelstück ist. Er fragt ob er mir helfen kann.
Ich habe von Anfang unsere Beziehung mehrmals angemerkt, dass ich es schön finden werde, wenn er mich öffter Umarmt und wenn er was schönes sagt zu mir. Er kann es aber nicht wirklich. Er lobt nicht. Ich habe mich trotzdem verliebt und jezt liebe ich und werde geliebt, weil ich gelernt habe wie er liebt und dass er es zeigt anders als man sich es vieleicht vorgestellt hat.
Ich werde akzeptiert so wie ich bin und man verscuht mich nicht zu ändern, das ist für mich Beweiß dass ich geliebt werde. Und glaube mir ich gehöre nicht zu den einfachsten Partnerinen :)
 
  • #3
Ich stimme die zu dass man es einfach an der Art spüren muss.

Allerdings frage ich mich inwieweit es auch ein Zeichen ist wenn der Partner leicht gekänkt und beleidigt ist (und dann eventuell auch ewig und 3 Tage völlig wütend mutwillig die Stimmung ruiniert. ) Das wäre ja auch nicht so wenn die Beziehung ihm nicht wichtig wäre. Aber dann auch wieder sehr froh und glücklich ist wenn man da irgendwie rauskommt . Auf eine vollende Art und Weise glücklich sein wenn Konflikte aus dem Weg waren konnte ich auch mit Männern wo mir emotional irgendetwas fehlte niemals. Auch ohne Konflikt hat da ja dann trotzdem immer noch etwas gefehlt.

Also ich denke auch bei Unstimmigkeiten ein echtes Problem zu haben gehört zur Liebe dazu. Man sollte halt im Umgang damit nicht unbedingt dann in das Verhalten eines Kleinkindes rutschen aber dass ist wohl Off Topic.
 
  • #4
Sehr interessantes Thema, liebe Lionne69!

Ich (w, 30) sehe es ähnlich wie du. Auch ich brauche nichts Materielles und ich muss auch nicht regelmässig die 3 Worte hören. Persönlich mag ich es viel lieber, wenn er mir durch Taten zeigt, dass er mich liebt.

Füreinander da sein, in guten wie in schlechten Zeiten.
Gegenseitiger Respekt.
Vertrauen.
Versuchen, den Anderen zu verstehen, auch dann, wenn es schwer fällt.
Zuverlässigkeit/zu seinen Worten und Taten stehen.
Geteilte Nähe, körperlich und emotional.
Offene, ehrliche Kommunikation.
Gemeinsame Zukunftspläne und Ziele.
Sich gegenseitig auch Freiräume lassen.
Kleine Aufmerksamkeiten.
 
  • #5
Liebe @Lionne69 , sehr schöne Frage, bin gespannt auf die vielen Antworten!
  1. Ich bin ein Mensch, der sich nicht lange in quälenden Beziehungen aufhält, bzw. diese dann relativ schnell verlässt. Allerdings mache ich mir sehr viele Gedanken vorher und gehe echte Bindungen nur sehr selten ein, habe daher auch immer lange Zeiten als Single gehabt, was viele nicht verstanden. Grundsätzliche Dinge wie Freundlichkeit, Großzügigkeit, Körperlichkeit und Loyalität setze einfach - auf beiden Seiten - voraus, denn ansonsten gehe ich eine LIEBESbeziehung mit einem anderen Menschen erst gar nicht ein und bleibe bei etwas Losem. Auch deshalb kann ich wohl auf nur drei wirklich schöne Lieben zurückblicken. Aber diese drei hatten etwas gemeinsam: Der Blick, mit dem man sich ansah oder den anderen in einer Menge suchte, dieses Leuchten in den Augen, die Intensität der Berührung, die absolute Klarheit der Beziehung und der fast schon magische Sex. Diese irrsinnige Angst, dem anderen könne etwas zustoßen (bei der anfänglichen Fernbeziehung mit meinem Mann ein großes Thema gewesen), ja, das brauche ich, um mich wirklich geliebt zu fühlen und zu lieben.
  2. Für mich Voraussetzung, um überhaupt nochmal ernsthaft eine Beziehung anzudenken. Aber ich bin positiv eingestellt und jeden Tag bereit für kleine und große Wunder😉
 
  • #6
Geliebt zu werden ist ein Gefühl, das man eben spürt.

Ab und zu ein Danke, ein Kompliment? Nun, und diese netten kleinen Gesten, wie z. B. dass eben zum Frühstück mein Tee da ist, weil ich nur selten Kaffee trinke... mal ein paar Blumen - und zwar die, die ich mag, und nicht die, die es zufällig an der Tanke im Angebot gab.
Ich wundere mich immer wieder, wie Frauen danach fragen können, woran man diesen oder jenen Gefühlszustand festmachen könne. Neulich hatten wir einen Beitrag nach dem Motto "woran merkt ihr, wenn ihr verliebt seid?". Kann man denn derart gefühlsunempfindlich sein, solche Operationalisierungen zu brauchen?

🙄
 
  • #7
Schön hast Du das formuliert liebe Lionne. Da gibt es kaum noch was zu ergänzen. Ja, es sind die liebevollen kleinen Gesten, die schönen Rituale. Wir legen uns zu jedem Frühstück ein Herzchen auf den Teller, aus Keks oder Schokolade oder was auch immer.

Gestern bekam ich mein Geburtstaggeschenk. Nein, die drei Worte haben wir uns explizit noch nie gesagt. Aber er schrieb: "Du bist meine Beste, bleib wie Du bist, andere gibt es schon genug".

Liebe ist für mich auch sicher zu sein, dass mein Partner zu mir hält, wenn es mal nicht so rund läuft, wenn ich nicht nur immer auf Wolke sieben schwebe, sondern meinen Alltag stemmen muß in meinem systemrelevanten Job und Ärger mit der Hausverwaltung unseres Objektes durchstehen muß. Wenn ich ihm meine Themen erzählen kann und auch damit angenommen bin. Liebe findet eben nicht immer nur im Sonnenschein statt.

Meinem Partner gefallen schlanke Frauen. Und ich bin im Prinzip schlank, kämpfe aber mit meinem Bauch, wie die meisten Frauen in meinem Alter (55). Er liebt mich auch mit diesem Problem, obwohl es uns beiden ohne besser gefallen würde.

Es sind die vielen kleinen schönen Dinge, die eine Liebe ausmachen. Genau, wie es meist die vielen kleinen Dinge sein können, die sie kaputt machen.
 
  • #8
Die Bedingung, dass man merkt, dass man geliebt wird - ist, dass man selbst liebt, wer selbst nicht liebt, wird auch nicht erkennen können, dass er geliebt wird!
Und wer tief von Herzen liebt, der kann das auch zu jederzeit in Worten sagen, die gut tun! Ich denke die feinfühlige Aufmerksamkeit und eine aufrichtige und authentische Kommunikation sind in einer Beziehung sehr, sehr wichtig und darauf zu achten, wie man behandelt wird!
Wenn der Partner wirklich liebt, wird er dich mit Respekt behandeln, er lässt dich niemals leiden, er wird dich niemals verletzen und möchte dich niemals unglücklich sehen, auch geht er niemals fremd! Das heißt u.a., dass er er dir aktiv zuhört und sich dafür interessiert, was in deinem Leben vor sich geht. Ihm fallen auch die kleinen Dinge auf, die dir wichtig sind, und er versucht alles, um sie für dich zu tun. Er schätzt dich als Mensch und er ist aufrichtig und authentisch an deiner Meinung interessiert. All diese Dinge zeigen, dass du ihm wirklich wichtig bist und es fällt ihm leicht über seine Gefühle zu sprechen, und auch seine Liebe ungehemmt mit seinen Worten: "ich liebe dich" auszudrücken!
 
  • #9
Ja, ich stimme dir im Großen und Ganzen zu, das sehe ich alles auch so.

Ich glaube im Prinzip kann ich es ganz knapp auf einen Satz bringen:
ich sehe es an den Dingen, die er so ziemlich selbstlos für mich tut und dabei meine Wünsche berücksichtigt.

Egal ob materieller oder immaterieller Art.

Ja dann fühle ich mich geliebt.

Mit Komplimenten kann ich nicht viel anfangen, die kann man auch nur so dahersagen oder sie können zweckgebunden sein, es sind halt nur Worte. Da habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Die Taten zählen. Oder das Unterlassen selbiger.
 
  • #10
Schön und danke, dass die Anregung auf Interesse gestoßen ist.

Ich wundere mich immer wieder, wie Frauen danach fragen können, woran man diesen oder jenen Gefühlszustand festmachen könne.
Lieber Andreas,
Ich habe geschildert, wann ich mich geliebt fühle - ob ich liebe, spüre und weiß ich, und ich denke, ich weiß eben auch, ob es erwidert wird.
Ich habe gefragt, wann. z. B. Du Dich geliebt fühlst.
Das -
ist auch eine Antwort.

Du weißt, wann eine Frau scharf auf Dich ist, aber nicht, wann sie wirklich Gefühle /Liebe für Dich hat?

Schade für Dich, meinst Du nicht?

Und bevor Spekulationen kommen, ich fühle mich persönlich sowohl geliebt als auch begehrt. Vielleicht auch deswegen weil es mir umgekehrt geht, ich genauso fühle.
Vielleicht braucht es, wie IM schreibt, tatsächlich die beiden Seiten.

Ich war nur neugierig, wie nach Toms Thread für Euch die andere Seite aussieht.

Sicher individuell und vielfältig.

W, 50
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #11
Ich denke, ich bin nur einmal wirklich geliebt worden. Ich war 23 in einer suboptimalen Beziehung und schautemit einer Freundin den Film Titanic. Der würde dich nicht retten dachte ivh
Mir. Wenige Wochen später lernte ich den Mann kennen , der mich geliebt hat und ich wusste sofort er würde mich retten und seinLeben für mich riskieren. Er war in großen und kleinen Dingen sehr liebevoll. Ich könnte noch nicht mal richtig wütend auf ihn werden weil ich immer diese Liebe in seinen Augen sah.
Als er etwas falsch machte entschuldigte er sich u d sagte er mache es nie wieder. Und hielt sich dran.
Er kaufte mir Blumen, Malte mich und schrieb mir kleine Zettel. Er war stark und sensibel zugleich . Er lachte
Über meine Schwächen und fand mich nicht kompliziert . Er spürte wie er mich zu handeln hatte. Das war vor 22 Jahren.sehr lange her . Er hat eine Frau geheiratet die ihn nicht schätzt für alles was er ist und tut. Das macht mich manchmal traurig . Jetzt habe ich ja kürzlich jemanden kennen gelernt . Ich würde in diesem Anfangsstadium nie von Liebe sprechen aber er ist großzügig und herzlich. Er mag meine Kinder richtig gern und erwähnt sie immer. Er reicht mir den Zucker bevor ich ihn drum bitte.
Er teilt die lettte Scheibe Baguette mit mir. Er ist einfach gerne mit mir zusammen und reicht ein Sommerabend in unserem Garten mit einfachem Essen. Er hält immer meine Hand im Auto. Er kauft mir ein Eis mit Sahne wenn ich gestresst bin und rummeckere. Ich fühle mich gesehen und ich sehe ihn auch.
 
  • #12
Ich wundere mich immer wieder, wie Frauen danach fragen können, woran man diesen oder jenen Gefühlszustand festmachen könne.
Lieber @Andreas1965 - Lionne69 fragt ja nicht aus Unwissen oder Unkenntnis, sondern aus Interesse, wie es bei uns anderen ist. Da brauchst du nicht virtuell die Augen zu verdrehen, sondern könntest konstruktiv beitragen, wie es bei dir ist. Wenn du es weißt und verraten magst.

Ich finde, du, @Lionne69, hast das sehr gut beschrieben, zumindest ist es bei mir ganz ähnlich. Ich bin auch ganz bei @ladolcevita, vor allem auch der Punkt "Gemeinsame Pläne" ist mir wichtig. Ich bin in einem Alter, wo die grundsätzliche Ausrichtung im Leben gleich sein sollte. Bei einem Date im vergangenen Jahr kam beim vierten Treffen heraus, dass derjenige eigentlich eine Frau suchte, die im Rentenalter mit ihm zurück nach Berlin, zu seiner Familie, zieht. Das waren klare Vorstellungen, die ich aber nicht teilte, zumindest wollte ich mich nicht schon jetzt darauf festlegen lassen. Bei einem Mann vor einigen Jahren merkte ich irgendwann, dass er mich in seinen weiteren Lebensplänen nicht wirklich mitdenkt - spätestens da war mir klar: Liebe ist das von seiner Seite nicht. Kurze Zeit später habe ich mich dann getrennt. Anders ein Mann, mit dem ich in meiner Studentinnenzeit zusammen war: Er dachte komplett in "wir zwei", das war sehr schön.

w56
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Ich gehe da mit @INSPIRATIONMASTER.
Ich fühle mich geliebt, wenn mein Partner respektvoll ist, ehrlich, treu und liebevoll.
Er sollte mich akzeptieren wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen.
Genauso wie ich ihn einfach so sein lassen kann wie er ist.
Wenn er in jeder Situation voll und ganz hinter mir steht und viele Situationen mit mir meistern möchte!
Für mich sind materielle Dinge auch nicht wichtig, wenn er mir aber gerne mal etwas schenken möchte, freue ich mich aber auch drüber.
Man spürt einfach, dass derjenige einen oft liebevoll anschaut und auf einen achtet, dass es einem gut geht!
 
  • #14
Liebe @Lionne69 ,

danke für dieses schöne Thema! Persönlich muss ich allerdings sagen, dass ich das kaum benennen kann, Worte werden selten dem gerecht, was man fühlt. Möchte es trotzdem gerne versuchen:

All die Dinge, die Du in Deiner Beschreibung erwähnst, empfinde ich ähnlich. Für mich läuft das alles darauf hinaus, dass zwischen mir und meinem Partner wahre Intimität ent-/besteht. Damit meine ich, dass ich in mir das Ur-Vertrauen spüre, dass ich ok bin, wie ich bin (dies ist dann zunächst ein Gefühl, das ich mir selbst gegenüber habe), und dass ich beim Partner ohne Ängste alles ansprechen und leben kann, was mich beschäftigt bzw. wonach mir ist. Und zwar im Positiven wie im Negativen.

Ein Partner, der mir diesen Raum schenkt, nimmt mich so, wie ich bin, und das empfinde ich als signifikant für Liebe: Akzeptanz. Natürlich kann ich das nur empfangen und geben, wenn ich dies bei mir selbst schon praktiziere, ohne echte Selbstakzeptanz könnte das Spüren und Empfangen und Geben von Liebe wirklich schwierig werden.

Diese Echtheit, diese Intimität, die so viel intensiver und näher ist als rein körperliches Intim-Sein, führt dann zu gegenseitiger Inspiration, zu Wachstum, zu einer gegenseitigen Speisung mit "SoulFood" und zu einer Reinheit, wie ich sie nur schwer in Worte fassen kann. Daher höre ich an dieser Stelle mal auf damit 😌

In freudiger Erwartung auf die anderen Beiträge ☺

w46
 
  • #15
Ich merke es an den kleinen Dingen des Alltags: vielen liebevollen Umarmungen, freundlichen Blicken, daran, dass mir zugehört wird und meine nebenbei geäußerten sehr trivialen Wünsche (wie mag ich mein Ei, welchen Kaffee, welchen Wein und Käse bevorzuge ich, wo ich gern essen gehe oder einkaufe) ohne großes Gewese drum zu machen umgesetzt werden.
Ihm ist an meinem Wohlergehen in jedem Moment meines Lebens genauso gelegen, wie mir an seinem - ganz ohne gegenseitige Anspruchshaltung.

Ganz einfach: dauerhaft ein gutes Gefühl/Wohlbefinden/Sicherheit und das Vertrauen, jederzeit sagen zu können, was ich sagen will, ohne dafür abgewertet zu werden.
Genauso wichtig ist das Erleben, für ihn in gleicher Weise dazusein, die gleiche Rolle für ihn zu spielen, in so ziemlich allen Lebenslagen der erste Ansprechpartner zu sein (außer bei reinen Männerthemen) - also das Erleben von Balance in der Beziehung.
 
  • #16
Wir legen uns zu jedem Frühstück ein Herzchen auf den Teller, aus Keks oder Schokolade oder was auch immer.
Das kann eine völlig hohle Geste werden.
Aber er schrieb: "Du bist meine Beste, bleib wie Du bist, andere gibt es schon genug".
Schrecklicher Wunsch, mit das Schlimmste, was man zu einem Menschen sagen kann. Das sagen die meisten Leute, ohne sich viel Gedanken um den Empfänger zu machen, es ist ein ziemlich egozentrischer Wunsch!

Aber Dir gefällt das alles. So ist jeder Mensch nunmal anders. Wichtig ist immer, das sich die passenden finden.
ErwinM, 51
 
  • #17
Egal ob materieller oder immaterieller Art.
Ja dann fühle ich mich geliebt.
Mit Komplimenten kann ich nicht viel anfangen, die kann man auch nur so dahersagen oder sie können zweckgebunden sein, es sind halt nur Worte. Da habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Die Taten zählen. Oder das Unterlassen selbiger.
Ich denke es ist nicht egal, ob in materieller oder immaterieller Art geliebt wird!
Materielle Liebe ist wirklich keine Liebe!
Aufrichtige und authentische Komplimente aus dem Herzen fühlt man, sie tun gut, wer das nicht fühlt und nicht erkennen kann, hat noch diese Lektion zu lernen, mit genau hin und rein zu hören! Nicht dass es gesagt wird, sondern wie es gesagt wird!
 
  • #18
Du weißt, wann eine Frau scharf auf Dich ist, aber nicht, wann sie wirklich Gefühle /Liebe für Dich hat?
Ich nehme doch für mich in Anspruch, auch Letzteres zu spüren. Man kann natürlich daneben lieben, aber einen Wahrnehmung habe ich definitiv. Das ist ein nervlicher Gefühlszustand, der unabhängig von bestimmten Handlungen oder Äußerungen ist. Ich nehme das wahrscheinlich über Ausstrahlung, Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Körpertonus und Ähnliches mehr unterbewusst wahr.

Das ist das, was ich dazu sagen kann, @Lionne69 u. @Hauself .
 
  • #19
Ich fühle und weiß es weil,

er mir keine Schnittblumen schenkt, weil ich mir Blumen lieber im Garten ansehe als in der Vase. Ich habe noch nicht mal eine Vase.

er mich nicht in eine Sushi-Bar schleppen will, er weiß ich hasse das Zeug. Dafür brät er mir Fischstäbchen.

wenn wir zusammen im Auto fahren und im Radio kommt ein komisches deutsches Lied, macht er für 5 Minuten leise.

er mir zum weichgekochten Frühstücksei Zucker hinstellt.

Ich könnte jetzt noch seitenlang weiterschreiben.
 
  • #20
Schönes Thema und ich stimme Dir zum grossen Teil zu.
Aber was sich einfach anhört, hat mich selbst schon oft verwirrt und wurde eine konfuse Mischung aus: Ratio, erlernten und Co.

Beispiel:
In jung, inklusive Exmann, kannte ich verliebte Jungs die sehr aufmerksam waren.
Gesten, kleine Aufmerksamkeiten, verrückte Sachen seit Jahren...
Ein Ballon mit ich liebe Dich...nach Jahren der Beziehung am Bürofenster, Arm Ohr und immer kleine Gesten.

Und dann lernte ich meinen Exfreund kennen...da gab es kleine Gesten selten morgens Kaffe ans Bett.
Zwischendurch lieber gar keine Kommunikation wie sms etc.
Keine Minigeschenke aber komplett verbindlich.

Ich habe mich nicht geliebt gefühlt und später für mich auseinander dividiert.
Einiges war erlernt...Ich fühlte mich nicht geliebt, wenn es anders war, als ich es kannte
Einiges würde mir aber immer fehlen zb die kleinen Freuden und bitte keinen Geiz, vorallem bei Gefühlen

Ich möchte ähnlich geliebt werden, wie ich selbst liebe
 
  • #21
An seinem liebevollen Blick und wenn er mich manchmal auf so bestimmte Art anlächelt. Oder wenn wir uns ganz fest und lange umarmen und die Wärme gegenseitig genießen.
 
  • #22
Sorry! Das Thema finde ich total pubertär! Hier sind ja wirklich viele Romantiker unterwegs. Warum bin ich sonst zusammen, wenn ich nicht dann und wann nette Gesten, Worte bekomme? Aber Liebe???
Für mich zeigen keine der bisher genannten Gesten, ob mich jemand WIRKLICH liebt. Ich habe mich allerdings auch noch nie geliebt gefühlt bzw. habe ich im Nachhinein gemerkt, dass da nie wirkliche Liebe war. Die ganzen bisher genannten sog. "Liebesbeweise" sind für mich Schall und Rauch. WIrkliche Liebe wäre es für mich, wenn er in ganz, ganz schlimmen Zeiten wie z. B. Arbeitsplatzverlust, schwere Krankheit etc. noch an meiner Seite ist. Die Realität hat gezeigt, dass diese netten Gesten ganz schnell völlig hinfällig und bedeutungslos sind sobald es Hart auf Hart kommt. Es kann ja bei Euch durchaus der Fall sein. Ich will das gar nicht bestreiten, aber für mich ist das nur nettes Geplänkel. Wenn solche Gesten nicht wären, wäre man ja auch nicht zusammen, aber deshalb ist es für mich keine Liebe. Diese ganzen Liebesbeweise. Ich hab sie 1000 fach bekommen, aber es war nichts dahinter. Wie verhält er sich in der Krise? Nur das zählt.
Vielleicht bin ich wirklich zu abgeklärt, aber ich bin wirklich erstaunt, aus welchen Gesten (komplimente, Schokoherzen, Blumen etc.) auf Liebe geschlossen wird. Die meisten Komplimente und Blumen habe ich bekommen als ich beschi... worden bin.
Ich meine es nicht böse, aber so manche Beziehung mit all den tollsten Gesten könnte sich nach einer schweren Phase als absolut wertlos herrausstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #23
Was soll eigentlich dieser Thread oder soll er nur das Sommerloch füllen.
Bemerkst du etwa nicht mehr, dass dein neuer Partner dich noch liebt,
In dieses Forum geht es ja eigentlich um Probleme und so ist denn dein Problem in der Beziehung.

Alle meine vergangenen Partnerinnen haben nie gefragt, woran sie erkennen, ob ich sie noch liebe und wenn dann eine Frau dies bei mir das fragt, dann habe ich etwas falsch gemacht, weil sie es dann noch hinterfragen muss.
Es ist doch interessant, mal zu hören, woran andere das festmachen? Man darf hier auch allgemeine Fragen stellen und die FS hat doch deutlich gesagt, wie es bei ihr ist und dass es ja spannend ist, wie andere das merken. Wer lesen kann...

Ich spüre es dadurch, dass mir der andere zuhört und sich für mich und meine Gedanken interessiert. Dass er sich Dinge merkt, die mir Freude machen, aber vor allem auch in schweren Zeiten für mich da ist und nicht entnervt reagiert, wenn ich mal weinen muss oder es Probleme gibt. Wertschätzung und Respekt gehören auch dazu. Ich merke an mir selbst ja auch, wie ich mich dem anderen gegenüber verhalte, wenn ich ihn liebe. Das ist einfach mit viel Wärme und Aufmerksamkeit.
Ich finde das Thema schön; vielen Dank :)
W, 36
 
  • #24
@Hasendompteur es heißt nicht was der Beweis ist, aber wann man sich geliebt fühlt. Du hast in vielen Recht, aber ich habe auch mehrere erlebt die in einer Krise nicht aus Liebe aber aus Mitleid bei einem geblieben sind. Bis diese überwunden war und dann war er/sie weg. Ich habe in schweren Zeiten bei meinem Ex gestanden da er mir immer noch als Mensch wichtig ist, aber geliebt habe ich ihm nicht mehr. Es kommt denke ich wie in vielen Fällen an die Individuelle Situation und Personen an.
Das du dich noch nie geliebt gefühlt hast ist traurig, aber du kommst damit erstaunlich gut klar. 👍🏻
 
  • #25
Interessantes Thema und auch ich stimme Deinen Aussagen dazu größtenteils zu.

Das Gefühl interpretiere ich aus Blicken, aus dem täglichen Umgang miteinander, aus Berührungen, aus Unterstützung, aus Hinwegsehen über meine Fehler, Vertrauen, aus vielen Kleinigkeiten. Dem Gefühl, dass da jemand ist, zu dem ich gehöre und die zu mir gehört, die sich freut, wenn ich da bin, mich vermisst, wenn ich nicht da bin. Die mal eine Karte mit einem lieben Text schreibt. Die unterstützt, wenn ich Unterstützung brauche. Tröstet, wenn ich einen schlechten Tag habe. Und die umgekehrt natürlich auch erkennt und zu schätzen weiß, wie ich das ausdrücke. Die das Gefühl von einem gewissen "Gleichklang" auslöst.
Interpretieren, weil "Liebe" ja letztlich nicht messbar ist.

In dieses Forum geht es ja eigentlich um Probleme und so ist denn dein Problem in der Beziehung.
Ich finde schön, wenn ich hier auch mal etwas positives lese und ich finde schön, wenn hier auch mal positive Aspekte von Partnerschaft diskutiert werden, wenn ich lese, wie und wo Beziehungen auch funktionieren. Und wenn das dann als pubertäres Romantikertum abgetan wird - vielleicht bleibt ja auch bei denen was hängen, die sich hier sonst dauernd fragen, warum es bei ihnen nicht funktioniert.
Denn wie es ausschaut, wenn Beziehungen nicht funktionieren und welchen Frust das auslöst, kann ich hier dauernd lesen und wir haben da zahlreiche Expertinnen.

Deswegen großes Lob und herzlichen Dank an @Lionne69, die nicht nur immer gute Antworten liefert, sondern eben auch die richtigen Fragen stellt, von meiner Seite.
 
  • #26
Ich kenne ein Paar, der Mann macht, was er will, und lässt sich nur ab und an zu irgendwelchen Dingen nötigen. Rasen mähen, mal Soße umrühren (nicht aber den Geschirrspüler einräumen). Sie kümmerte sich um seinen Vater, bevor er in eine Seniorenresidenz umziehen konnte. Auch da ist sie es, die mehr vorbeischaut als der Sohn. Er geht in seiner Arbeit auf. Sie auch, aber sie macht eben auch noch das andere. Sie las Bücher, um ihn zu verstehen. Er redet nicht mit ihr über Dinge, die ihn seelisch bewegen.
Wer liebt wen? Oder ist es nicht nur Abhängigkeit? Liebt sie sich selbst - die Grundvoraussetzung, um einen anderen lieben zu können?
Als ich Single wurde und mich befreit fühlte, reagierte sie mit ehrlichem Neid (also nicht mit gehässigen Bemerkungen oä).

Was, wenn mir die Person tonnenweise Lieblingsessen kauft und mich mit Luxus überhäufen will, aber meine Arbeit und meine Ambitionen, selbständig zu werden (dass ich mich vielleicht selbst mit Luxusgütern überhäufen kann), nicht ernst nimmt und untergräbt? Was, wenn ich diese Ambitionen gar nicht merke, weil es so schön bequem ist, dem Mann das Lieblingsessen zu kochen, statt sich mit Berufskonkurrenz rumzuschlagen.
Ich würde sagen, wenn ich mich bequem in die Rolle eingepasst habe, umsorgt zu werden und das auch werde, kann ich es als Liebesbeweis interpretieren, auch wenn der Mann es nur macht, weil ich abhängig bleiben soll, damit er sich sicher fühlt. Und er wird sagen, dass er mich liebt, denn er tut alles, damit ich mich bei ihm wohlfühle. Vielleicht nur so lange, bis ich auch wirklich sicher wirke (durch Heirat z.B.).
Wenn mir plötzlich wichtig wird, beruflich selbst was auf die Beine zu stellen, liebt er mich dann nicht mehr, wenn er das versucht zu untergraben, oder hat er nie geliebt?

Ich würde sagen, ich fühle mich geliebt, wenn mir gegeben wird, ich aber nichts dafür gegenleisten "soll" in dem Sinne, dass man mich damit unter Druck setzt und mir die Liebe wieder entzieht, wenn ich meine Rolle, die der "Liebende" mir zugedachte, nicht erfüllen will (umsorgende Mutter, alles bezahlender Vater, abhängiges Kind, das nicht eigenständig werden darf, sexuelle Dienstleistung, Vorzeigeobjekt, ...). Vielleicht gebe ich das ganz natürlich, was ihn fühlen lässt, geliebt zu werden, vielleicht bin ich aber auch nur abhängig, emanzipiere mich irgendwann und werde dann nicht mehr geliebt. Vielleicht lieben sie sich AUCH trotz "Rollenspiel", aber können nicht zusammen sein als Paar, wenn einer die Rolle verlässt, weil der andere noch nicht so weit ist, die Rollen sein zu lassen.

Deinen Ausführungen im Eingangspost stimme ich voll zu. Aber ich halte diese "Definition" trotzdem nicht für eine Garantie, dass es keine "Rollenspiele" gibt. Es ist sozusagen der Ideal"zustand", aber all das kann auch in Abhängigkeitsbeziehungen vorkommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Ich und du wir waren ein Paar
Jeder ein seliger Singular
Liebten einander als ich und als du
Jeglicher Morgen ein Rendezvous.
Ich und du wir waren ein Paar
Glaubt man es wohl an die vierzig Jahr.
Liebten einander in Wohl und in Wehe
Führten die einzig mögliche Ehe.
Waren so selig wie Wolke und Wind
Weil zwei Singulare kein Plural sind.
Mascha Kaleko

Seit 14 Jahren das Credo unserer LAT Beziehung.
 
  • #28
Etwas überrascht bin ich, dass hier manch ein User aggressiv reagiert. Denn auch, wenn man sich noch nie geliebt gefühlt hat in einer Beziehung, so könnte man doch schreiben: Ich hätte mich geliebt gefühlt, wenn .... Es ist nun mal so, dass dieses Glück nicht jedem vergönnt ist.

Vor fast 20 Jahren habe ich mir zum Thema Liebe auch so meine Gedanken gemacht. Ich fragte mich: Woran erkenne ich, dass ich wirklich liebe?
Und ich fand meine Antwort: Ich erkenne, dass ich wirklich liebe ... wenn ich mir vorstellen kann, ihm den Hintern abzuputzen, wenn es ihm mal nicht gut geht.
Tja - so dachte ich damals und hatte dabei sogar jemanden im Blick. Das war der höhergestellte Arbeitskollege, der immer so hilflos wirkte und sich gern von mir helfen ließ. Der dann aber immer fordernder wurde und zugab, enttäuscht zu sein, wenn ich mal nicht so gekonnt hätte wie gewünscht .... Der Kontakt riss ab, als er die Behörde verließ und ich ihm nicht mehr nützlich sein konnte. Bis dahin war ich aber längst von ihm geheilt :)

Vielleicht waren das aber auch nur die romantischen Gedanken einer eher stillen Theoretikerin.
 
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  • #29
Wann fühlt Ihr Euch geliebt, was "braucht" Ihr?
Ich persönlich brauche nichts Materielles. Ich brauche auch die 3 großen Worte nicht.
Ich möchte aber Nähe und Bindung spüren - den gewissen Blick.
Zärtlichkeit, Intimität in allen Facetten - von den Gedanken /Gefühlen, die psychische Ebene, über die körperliche Ebene bis zur sexuellen.
Ich möchte ihm vertrauen können, ich möchte spüren, dass er mir vertraut.
Respekt - mich als Mensch, mit meinen Stärken, Schwächen, Grenzen, Wertschätzung.
Loyalität - dass er zu mir steht.
Zuverlässigkeit - dass er ohne wenn und aber da ist.
Und dann noch immer den richtigen Tee.

Ich musste mehrmals schlucken und dachte mir: Das ist aber viel !

Ich gebe mir mit meiner Partenrin ja auch viel Mühe (Nein , nicht die Blumen von der Tanke ...etc.) aber Dein Programm ist schon sehr umfangreich. Auch das mit dem Respekt ist schon schwierig, gerade für Leute mit narzisstischen Zügen.

Ich will nicht immer alles eins gegen eins aufrechnen.Muss auch nicht.
Aber:
Bist Du sicher, dass Du dieses auch irgendwie zurückgibst ?

Respektierst Du den Mann wirklich auch in den schwachen Momenten?
Und er Dich auch?

Wenn ja, wärst Du ja ein wahrer Schatz.
 
  • #30
Deinen Ausführungen im Eingangspost stimme ich voll zu. Aber ich halte diese "Definition" trotzdem nicht für eine Garantie, dass es keine "Rollenspiele" gibt. Es ist sozusagen der Ideal"zustand", aber all das kann auch in Abhängigkeitsbeziehungen vorkommen.
Das, liebe Void, gibt es immer.

Nur das Thema Abhängigkeitsbeziehungen, die es ja in verschiedensten Formen gibt, ist wieder ein Anderes.
Inwieweit man selbst sich täuscht /täuschen will, auch.
Es gibt es oft genug, dass sich jemand anhand solcher/anderer Indizien einredet, e würde geliebt.
So wie es Menschen gibt, die sich nie geliebt fühlen.

Wenn ich bei mir bin, bei meinen Gefühlen, es mir gelingt, mich nicht selbst zu täuschen, ich mich selbst liebe, dann denke ich, dass ich die Liebe des Anderen nicht nur anhand von Indizien/Zeichen merke, sondern anhand der Schwingungen, Energie, wie auch immer man es bezeichnen möchte.

Und ich denke auch, dass das Gefühl mal schwanken kann - man zwar grundsätzlich liebt, aber es doch mal in der Intensität weniger oder mehr ist.
Das kann beim Sender sein, als auch beim Empfänger, der/die vielleicht mal eben empfänglicher/weniger empfänglich ist.

Es gibt so absolute Momente...
(und manchmal auch andere)

W, 50
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.