• #31
@Kaktus: jeder hier schreibt zwangsläufig aus seinen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen heraus. Diejenigen, die hier basierend auf ein paar Zeilen meinen, zur Trennung raten zu sollen, tun dies doch auch in erster Linie aus der eigenen perspektive heraus. Ich finde die Argumente in #27 und #28 sehr überlegenswert.Weggeworfen ist schnell was. Das dann nicht mehr zu reparieren ist.

Liebst du ihn denn (noch)? und er dich? gemeinsame Hobbies bzw. Unternehmeungen sind wichtig, aber auch nicht alles. Bist du sicher, dass das wirklich der Knackpunkt ist zwischen euch? Oder nur Symptom für andere, weitere Problerme?

Gemeinsamketen kann man sich auch schaffen, auch noch nach zig gemeinsamen Jahren, wenn es denn beide wollen und können. Wer sagt dir, liebe FS, dass dein Mann, nachdem er sich mal ein Jahr vom Job ausgeruht hat, nicht anfängt, neue Interessen zu entdecken und zu entwickeln? Hast du je versucht, dich mal in seine Lage zu versetzen?
Zumal du ja offenbar noch gar nicht ernsthaft darüber mit ihm gesprochen hast; jedenfalls weiß er offenbar ja noch gar nicht, was für ein existentielles Problem du mit der Situation inzwischen hast. Das darf man ruhig auch mal verstehen! wie soll er darauf kommen, dass "auf einmal " (aus seiner Sicht) etwas völlig anders ist? Wenn etwas 10, 15 Jahre mehr oder minder gut funktioniert hat, ist es doch naheliegend zu vermuten, dass es auch weiter so funktionieren wird?
Zum zweiten finde ich den Hinweis einiger Foristen hier bedenkenswert, dass die FS schon seit längerem in einer ungleich komfortableren Position ist, sich Hobbies zu suchen und selbst zu verwirklichen. Es ist ein Riesenunterschied, den Vollzeitjob zu haben und für das finanzielle Überleben der Familie verantwortlich zu sein oder nebeher einen 25 Stunden Job zu haben, neben dem jede Menge Zeit und Energie bleibt, die Dinge zu tun, die einem Spaß machen. Zumindest in den letzten jahren, wo ja auch die Kinder keine Dauerbetreuung durch mama mehr brauchten. Beim Vollzeitjob ist man ja auch zu ungleich mehr Kompromissen und ggfs. Zusatzschichten gezwungen - den Job zu verlieren, an dem die Familie finanziell hängt, ist nunmal heikel. Dass also der Ehepartner da ausgelaugter ist (auch durch das höhere Alter und das mehr an Arbeitsjahren) ist verständlich.
Aber wie gesagt, da dürfte mehr im Argen liegen als nur die fehlenden gemeinsamen Unternehmungen. m44
 
  • #32
Fütter' ihn fit ... brain food

Vielleicht kommt ihm dann der Spass am Leben wieder.

Auch Männer haben manchmal ihre Wechseljahre.

Übrigens ... ich kenne einen Internisten, der sagt klar und deutlich: Hinter fast jeder Prostata-Operation (Amputation) steht eine schlechte Ehefrau ... das Liebesleben betreffend und die ihn nicht da massiert wo es ihm wohl täte. 'Das tut man doch nicht. MEIN Mann und ich brauchen das nicht mehr so ...'
Aber operieren lassen kann man die armen Kerle dann offiziell, gell.
Es läuft ja ohnehin nichts mehr ... denken die meisten danach.
Wenn er einen guten Arzt hat, erklärt er ihm den big draw, damit er danach noch regelmäßig seinen Ganzkörperorgasmus genießen kann. Wenn er einen schlechten Arzt hat, bei dem selber auch nichts mehr läuft, erklärt der ihm nix. Dann haben die Ehepaare noch weniger vom Liebesleben. Aber es soll Ehefrauen geben denen das sogar noch recht ist. Auch hier hört oft nur die finanziellen Aspekte bzgl der Ehe oder der Trennung.
Hauptsache die Versorgung ist gesichert, der Unterhalt oder die Rente ... Was für eine Unmenschlichkeit in vielen Familien.

Ach ja, die meisten Hausfrauen bekochen ihre Männer immer noch vorzeitig ins Grab. Herzinfarkt, Schlaganfall, Altersdemenz, Die sehen ja nicht mal die Anzeichen, welche ein Körper schon Jahre vorher aufzeigt. Kaum eine Krankheit kommt 'überraschend' ...
Aber die meisten Familienmitglieder schauen sich ja nicht mal so oft an, um zu bemerken wie es jedem wirklich geht.

Natürlich könnt ihr euch trennen.
Genauso könnt ihr zusammen bleiben.
In jedem Fall werdet ihr auf diesem Planeten einiges lernen,
mit diesem oder einem anderen Partner.

Jede Ehe geht sowieso irgendwann auseinander.

Der Schwur allerdings ... war große Anmaßung und die Schuldgefühle die er verursacht auch.
 
  • #33
Wir sprechen auch viel, wie das sein soll, wenn er nächstes Jahr zu Hause ist. Er sagt, er habe sein ganzes Leben gearbeitet, er will dann nichts mehr machen. Auch keinen Minijob oder so. Hobby braucht er keins, sagt er.

Liebe FS,
ich fasse mich grad an den Kopf und frage, in welchem Traumland Du eigentlich lebst. Dein Mann ist Mitte 60 und geht ganz regulär in die Altersrente. Da hat er lange genug gearbeitet und muss keinen Minijob mehr machen. Ob er Hobbys hat oder nicht - was stört es Dich? Das ist doch seine Sache. Sein Hobby ist halt Gammeln und PC-Spiele. Das ist genauso gut oder schlecht wie jedes andere Hobby, was ihr nicht gemeinsam teilt.

Du hingegen bist erst Mitte 40 und leistet Dir den Luxus der Gemütlickeit nur 25 Stunden in der Woche zu arbeiten obwohl die Kinder bereits aus dem Haus sind. Wenn Du seinen faulen Anblick vor dem PC nicht ertragen kannst, geh' Vollzeit arbeiten. Dann bist Du weniger Zuhause und bekommst sein wohlverdientes Bummelantentum nicht mit. Außerdem kannst Du jetzt mal die Haushaltskasse füllen, nicht er per Minijob zur wohlverdienten Rente. Möglicherweise verlierst Du im Vollzeitjob auch ganz viel von Deiner "ich will Spass-Mentalität" und hängst dann öfter zuhause erschöpft ab, genauso wie er.

Im Endeffekt greift bei Euch jetzt der Altersunterschied - er baut altersbedingt ab und geht in eine ander Lebensphase, während Du noch 20 Berufsjahre vor Dir hast. Bisher konntest Du durch TZ-Job, Haushalt und Kinder betüddeln den Alters- und Mentanitätsunterschied zwischen Euch übertünchen - jetzt geht das nicht mehr. Der Esel hat seine Schuldigkeit getan, der Esel kann gehen. Dafür brauchst Du keine Therapeuten, der Dir das bestätigt.

Ich gehe in knapp 2 Jahren weit vor Erreichung des gesetzlichen Rentenalters in eine jahrelange Beurlaubung und habe einen moderat jüngeren Partner der dann noch 10 Berufsjahre in Vollzeit vor sich hat. Käme er mir mit dem Gedanken, ich solle einen Minijob annehmen oder mit Hobbys und Aktivitäten vorschreiben zu wollen, würde ich ihn auslachen und ihm empfehlen, sich um seine eigenen Dinge zu kümmern, im Zweifelsfall mehr zu arbeiten, damit er erschöpft ist und mich nicht nervt.
Allerdings kommt er nicht auf so einen dummen Gendanken und wir haben so viele gemeinsame Interessen, dass ich schwer nachdenke, wie ich ihn locken kann, mit spätestens 60 den Job zu schmeissen, damit wir zusammen eine gute Zeit haben.
Ich wir haben uns gegenseitig nach "zu mir passend" ausgesucht, nicht nach "der andere muss meinen Lebensplan erfüllen und danach schmeisse ich ihn weg".
 
  • #34
Ich denke, dass man sich dann trennen sollte, wenn man diese eine Beziehung nicht mehr führen will...in der Gesamtheit, wenn die Bilanz der pro's und contra's negativ ausfällt. Und vor allem auch mit der Gewissheit, dann auch lieber Single zu sein.

Meiner Erfahrung nach werden diese Leute nicht glücklich mit einer Trennung und bereuen diese sogar, die sich trennen, weil sie meinen, dass es einen besseren Partner irgendwo gäbe. Die also nur Partner X mit Mängeln gegen fehlerfreien Partner Y tauschen wollen.

Also liebe FS, könntest Du Dir vorstellen auch den Rest Deines Lebens solo zu sein? Dann trenn' Dich.

Oder möchtest Du schon lieber einen Partner - allerdings ohne die Fehler Deines Mannes und auch sonst voll kompatibel mit Dir? Dann überleg' Dir die Trennung gut, es ist nämlich nicht gewährleistet, dass Du das tatsächlich auch bekommst.
 
  • #35
Im Endeffekt greift bei Euch jetzt der Altersunterschied - er baut altersbedingt ab und geht in eine ander Lebensphase
Finde den Widerspruch...:
und wir haben so viele gemeinsame Interessen, dass ich schwer nachdenke, wie ich ihn locken kann, mit spätestens 60 den Job zu schmeissen, damit wir zusammen eine gute Zeit haben.
Ich kenne Menschen, die selbst mit 80 nicht daran denken, „altersbedingt” auf Aktivitäten zu verzichten. Bestenfalls empfinden sie körperliche Beschränkungen zunehmend als hinderlich, will heißen, die Grenzen der Belastbarkeit sind schneller erreicht. Was den alten Herrn aber nicht im geringsten daran hindert, bei Wind und Wetter durchs Gelände zu pirschen auf der Suche nach Fotomotiven.

Es liegt also nicht am Alter. Mit 63 ist man, wenn keine Krankheit vorliegt, körperlich und geistig noch voll da für ein ein aktives Leben. Wenn man denn will.
 
  • #36
Wenn man sieht das es gar nicht mehr geht.
Es muss nicht unbedingt an den ständigen Streitereien liegen, sondern wenn man ganz klar sieht, dass man es nicht mehr funktioniert, obwohl man trozdem irgendwie Gefühle für einander hat.
 
  • #37
Es liegt also nicht am Alter. Mit 63 ist man, wenn keine Krankheit vorliegt, körperlich und geistig noch voll da für ein ein aktives Leben. Wenn man denn will.

Hmmm.... Mein Vater hatte nun kein extrem stressiges Berufsleben, da gibt es Schlimmeres. Dennoch hat er auch etwa ein Jahr gebraucht um wieder "voll da" zu sein, hat dann erst das Haus auf den Kopf gestellt (buchstäblich, und das wirklich fast alleine) und ist danach auf mehrere, richtig große und schöne Reisen gegangen mit meiner Mutter. Gegen 80 wurde das wieder weniger, inzwischen ist er fast 90 und mauert immer noch den Sockel für den neuen Zaun alleine.

Das braucht ein bisschen Zeit nach dem Renteneintritt, das ist normal.

Liebe FS, wenn Du Dich trennst, kannst Du fünf Jahre später jauchzend glücklich oder höllen-unglücklich sein.
Überleg es Dir gut, es gibt keine Garantie.

Gibt es nicht zwei oder drei Freundinnen, mit denen Du schöne Dinge unternehmen und erleben könntest?

Wie gestaltet sich denn der Alltag mit Deinem Mann? Läuft das gut? Helft ihr euch gegenseitig? Das ist durchaus etwas wert, unterschätze das nicht! Alles Gute für Dich!
 
  • #38
Irgendwie kann ich dir online nicht zu einer Trennung raten.
Es kann sein, dass du lange alleine bist oder bleibst, und der passende Partner nicht vor der Tür steht.
Wenn du gut allein sein kannst, ok.
Aber ich habe den Eindruck, du bist verzweifelt, und glaubst wenn du dich trennst, steht der Traummann vor der Tür.
Vielleicht hast aber auch nur viele frustrierende Dates und du kehrst abends in deine leere Single -Wohnung zurück.
 
  • #39
Ich denke, dass man sich dann trennen sollte, wenn man diese eine Beziehung nicht mehr führen will...in der Gesamtheit, wenn die Bilanz der pro's und contra's negativ ausfällt. Und vor allem auch mit der Gewissheit, dann auch lieber Single zu sein.

Meiner Erfahrung nach werden diese Leute nicht glücklich mit einer Trennung und bereuen diese sogar, die sich trennen, weil sie meinen, dass es einen besseren Partner irgendwo gäbe. Die also nur Partner X mit Mängeln gegen fehlerfreien Partner Y tauschen wollen.

Also liebe FS, könntest Du Dir vorstellen auch den Rest Deines Lebens solo zu sein? Dann trenn' Dich.

Oder möchtest Du schon lieber einen Partner - allerdings ohne die Fehler Deines Mannes und auch sonst voll kompatibel mit Dir? Dann überleg' Dir die Trennung gut, es ist nämlich nicht gewährleistet, dass Du das tatsächlich auch bekommst.

Das ist ein Gedankengang, den man absolut gehen sollte.

Liebe Maybe,
Ich bin im gleichen Alter wie Du, ich kann gut Single, das habe ich die letzten Jahre gelernt und kann es durchaus genießen, deswegen geht es.

Einem Mann zu begegnen, mit dem ich wirklich noch mal eine Partnerschaft eingehen möchte, an die ich den Anspruch stelle, dass sie mein Leben bereichert, ist nicht einfach.

Wobei der Wunsch danach durchaus da ist und ich ein gutes soziales Netzwerk geknüpft habe, ich ganz verschiedene Begegnungsmöglichkeiten ausprobiere.
Aber ich bin nicht mehr sehr kompromissbereit.

Also überlege Dir, was empfindest Du für Deinen Mann, gibt es die Chance auf Veränderungen, mach das Pro und Contra.

Aber Verharren in einer Partnerschaft, die keine mehr ist, ist m.E. keine Option, manche Kommentare finde ich ein äußerst grenzwertig.
 
  • #40
Naja, alle Partnerschaften wo der Altersunterschied mehr als 10 Jahre beträgt sind doch in der Regel Zweckgemeinschaften. Schon in jungen Jahren halte ich solche Altersunterschiede für abnorm, aber mit zunehmendem Alter kann ich mir vorstellen wird es für den jüngeren Partner dramatisch. Man sollte sich aber darüber klar werden, ob man dem älteren Partner das antun will. In seinem Alter wird er sicher keine Frau mehr finden.
 
  • #41
Liebe FS, bin neu hier. Aber ich kann mich in Maybe70 rein versetzten. Auch ich bin 46 Jahre, 17 Jahre verheiratet, haben eine gemeinsame Tochter und einen Mann der 17 Jahre älter ist als ich. Nur er hat sich im März von mir getrennt ohne einen Grund zu nennen. Unsere Tochter (20) ist voriges Jahr zum Studium gegangen und bei uns war dann eine Leere in unserem Leben. Seit seinem Auszug kämpfe ich um unsere Ehe, die ich nicht einfach weg werfen möchte, sondern retten. Ich bin in ein großes Loch gefallen. Man muss wissen wir arbeiten auch noch in der selben Firma. Das ist nicht einfach, wenn man sich getrennt hat und trotzdem jeden Tag sieht und zusammen arbeiten muss. Wir hatten bis Mai nur dienstlichen Kontakt. Seit Mai versuchen wir wieder mit einander zu reden und auch ab und zu was gemeinsam zu machen. Leider ist das nicht so einfach, da ich ihn immer noch sehr liebe und nicht verstehen kann, das er sich immer wieder in sein Schneckenhaus verzieht, wenn er wieder der Meinung ist, ich würde ihn bedrängen. Ich bin nun seit 1 Monat in psychologischer Behandlung. Ich versuche nun mein Leben in den Griff zu bekommen um ihm eine Partnerin zu werden, die nicht nur für ihn da ist, wenn er Lust hat mal was mit mir zu machen, sondern eine Partnerin die ihm in die Augen sehen kann, ohne sich zu verstellen.
Maybe70 hat sich eigentlich schon entschieden. Sie will den Schritt machen, da sie keinen Sinn mehr in ihrer Ehe sieht. Dann geh den Weg eh es zu spät ist. Ich wünsche dir und auch deinem Mann viel Kraft für den Schritt.
 
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