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  • #1

Woher weiß man, ob man Kinder möchte?

Die Frage hört sich vielleicht verwirrend, ist aber ernst gemeint. Ich war nie ein Kindermensch, will sie nicht unbedingt auf den Arm nehmen, finde das Geschrei nervend und dreckige verschmierte Kinder finde ich eher etwas ekelhaft und möchte sie nicht anfassen. Meine kleine Nichte finde ich aber ganz süß und habe sie gern, bin trotzdem froh, wenn ich mich nicht allzu lange um sie kümmern muss. Aber immer wenn ich sehr verliebt bin, oder auch jetzt in meiner langen Singlezeit, finde ich den Gedanken plötzlich schön mit einem Mann ein Kind zu bekommen. Die Vorstellung mit jemandem zusammen zu sein, der mich trotz Babybauch schön findet, der mich dafür noch mehr liebt, weil ich die Schwangerschaft und Geburt durchstehe, dass wir etwas kleines gemeinsames großziehen. Aber das ist ja alles nur theoretisch... denn dann denke ich mir wieder, dass ich ja eigentlich eher distanziert zu Kindern bin. Woher weiß ich also, ob ein Kind das richtige für mich wäre? Wenns dda ist, und ich das Muttersein doof finde, kann ich das kind ja schlecht weggeben?
Hat sich jemand schon mal ähnliches überlegt oder wisst ihr immer 100% Ja ich will Kinder bzw. Nein ich will auf keinen Fall ein Kind?
Was soll man machen? Die Vorstellung kein Kind zu bekommen finde ich gar nicht so schlimm, aber bisher habe ich nur Männer kennengelernt, die unbedingt alle Kinder wollten. Diejenigen, die keine wollten, waren eher kalt und egoistisch, auf Sex und Abenteuer aus.... alles Männer, die mich nicht interessieren. Ich bin eher eine liebe Person und fühle mich zu den netten lieben Männern hingezogen...und die wollen alle Kinder. Somit muss ich mich mit dem Kinderkriegengedanken auseinandersetzen.
Danke für eure hilfe.
 
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  • #2
Bei dieser Frage kannst du ausschließlich nur dich fragen und dir Antwort geben! Ich kenne viele Leute mit Kinder und Scheidung und Problemen, die das nicht mehr so machen würden. Ich m/35 möchte keine Kinder und auch keine Heirat! Das sind alles nur Abhängigkeiten, die im Ernstfall nur Probleme darstellen. Ich weiß, dass viele jetzt denken, das passiert mir nicht, Trennung, Scheidung usw. und es ist negativ von mir gedacht, falsch. Ich denke positiv und realistisch und möchte mein Leben so wenig als möglich von anderen abhängig machen und mich auch nicht bestimmen lassen.
 
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  • #3
Denke doch mal darüber nach was nach Deinem Leben von Deinen Fähigkeiten und Deinem Wissen
übrigbleibt. Etwas totes, materielles, dass irgendwann verschwindet?
Oder etwas lebendes, dem Du etwas vermittelt hast, und das über Generationen weiterleben könnte.
Was ist Dir wichtig? m
 
  • #4
Liebe FS,

wie du in den ersten Sätzen beschrieben hast, fehlt die emotionale Basis für Kinderliebe und du würdest wahrscheinlich nur - so lässt sich implizit aus den letzten Sätzen schlussfolgern - einem geeigneten Partner zuliebe über Kinder nachdenken. Mit dieser Einstellung kann es auf Dauer aber nicht gut gehen, weil sich wohl eher ein anderer Partner findet als dass sich die innersten Gefühle ändern.

Ich persönlich bin zwar noch unter 30, weiß aber ganz genau, keine Kinder haben zu wollen. Nicht nur, dass ich wie du Geschrei etc. fürchterlich nervig finde. Es liegt vor allem an meinem Ziel einer akademischen Karriere, da ich aufgrund befristeter Verträge an der Uni alle 3-4 Jahre umziehen muss, ist es mit Kindern, ja selbst mit einer festen Beziehung sehr schwierig. Man muss halt wissen, was man will, Kind oder Karriere - zumindest in Bezug auf universitäre Laufbahnen trifft diese Aussage zu. Ähnliche Gedanken müsstest du doch auch haben, selbst im nicht-universitären Bereich gelingt eine Karriere nun mal ohne Kinder viel besser. Mir scheint es eine entscheidende Frage zu sein, ob du bereit bist, für eine gute berufliche Laufbahn auf Kinder zu verzichten, denn dann hättest du zusammen mit deiner ohnehin wenig ausgeprägten Kinderliebe allen Grund, dir sicher zu sein, 100%ig auf sie verzichten zu können.

Ich sehe zudem nicht die Dichotomie zwischen Männern, die keine Kinder wollen und nur auf Abenteuer aus sind und den lieben Männern. Viele Akademiker wie ich denken in Bezug auf Kinder ebenso, sind aber nicht auf oberflächliche Sachen wie Sex aus, sondern suchen gerade einfühlsame Partner.
 
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  • #5
Denke doch mal darüber nach was nach Deinem Leben von Deinen Fähigkeiten und Deinem Wissen
übrigbleibt. Etwas totes, materielles, dass irgendwann verschwindet?
Oder etwas lebendes, dem Du etwas vermittelt hast, und das über Generationen weiterleben könnte.
Was ist Dir wichtig? m

Demnach sind Kinder etwas für Unkreative. ;-)

W 39

Nö, unsterblich sein zu wollen, das ist kein Grund.

Ich mochte Kinder noch nie (bis auf ein paar Ausnahmen, denn es gibt ja auch intelligente und sensible Kinder) und es gibt durchaus liebe Männer, die das auch nicht wollen. Man muss schon etwas unsensibel sein, um Kinder im Allgemeinen zu mögen. ;-)
 
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  • #6
Haller liebe Fragenstellerin,
bevor ich eigene Kinder hatte, war ich gegenüber fremden Kindern auch distanziert. Der Kinderwunsch kam mit 29 Jahre und mit 30,5 Jahren war dann das erste Kind da.
Persönlich meine ich, dass schwangere Frauen im Allgemeinen in ihren Gedanken etwas eingeschränkt sind. (brüten) Das macht es für den Partner nicht gerade leicht. Ob dann bei einer Gewichtszunahme von 20 kg der Bauch noch gut aussieht, wage ich zu bezweifeln. Ein Jahr nach der Geburt waren die Kilos wieder weg, das Kind aber noch da und es wird einen die nächsten 20 Jahre des Lebens begleiten und fordern.
Für mich eine Entscheidung, die ich nicht bereue und sogar froh darüber bin.
Manchmal muss Frau aus dem Bauch entscheiden. Planen kann man das Leben sowieso nicht. Unerwartete Ereignisse können jederzeit eintreffen.
Ich sage: „Mut zum Kind“
w 45
 
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  • #7
liebe fs,

sei sicher, sobald du dein kind geboren hast und angenommen hast, würdest du dein leben für das kind geben...

das funktioniert einfach so, sonst würde es uns alle nicht geben. du bist von einem tag auf den anderen eine andere. wer das nicht mitgemacht hat, hat keine ahnung. und wenn du nicht wie die nr1 grundsätzlich gegen kinder bist - in ihrer antwort ist nichts herzliches und vermutlich ist es die beste idee, wenn sies lässt - wirst du so viel liebe spüren, dass die vielen herausforderungen auch von dir gemeistert werden, insbesondere, wenn du eh liebevolle, familienbezogene männer magst.

ich kann mich noch gut erinnern wie es vor meinen kindern war. irgendwie war klar, dass ich welche wollte, aber es war nicht ein stehenbleiben an jedem kinderwagen und verzücktes grinsen, sondern irgendwie die traditionelle vorstellung, dass das so sein wird. das war selbst noch schwanger so, aber dann....

suche dir den mann genau aus und dann genieße es. ein leben ohne kinder ist arm. nicht weil du die nachwelt mit deinen genen beglücken sollst, sondern weil in dir bindungen und beziehungen wachsen, die dich reich machen an gefühlen, die du für kein geld der welt und keine noch so tolle freiheit kaufen kannst.

dir viel glück im leben

w55 3 kinder
 
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  • #8
Denke doch mal darüber nach was nach Deinem Leben von Deinen Fähigkeiten und Deinem Wissen
übrigbleibt. Etwas totes, materielles, dass irgendwann verschwindet?
Oder etwas lebendes, dem Du etwas vermittelt hast, und das über Generationen weiterleben könnte.
Was ist Dir wichtig? m

Dem Universum ist es vermutlich völlig schnuppe, ob gerade du dich weitervermehrst oder nicht, Gene und Darwin hin oder her. Ausserdem weißt du nie, ob das, was du dem Kind vermittelt hast, wirklich über Generationen weiterlebt. (Man sagt zwar, daß das bei kriegstraumatisierten Generationen in der Gesamtheit des "Generationengedächtnisses" so ist, aber sind das unbedingt gute Aussichten...?)

Du hast kein Alter dazugeschrieben, aber ich schätze mal, du bist so irgendwo Ende 30? Wahrscheinlich ein Zeichen von Torschlußpanik.
Ich habe mal einen Satz gelesen: "Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen."
Und wenn du ehrlich mit dir selber bist und dich in deinem Umfeld umsiehst, wirst du das auch feststellen.

Ich finde, es ist ein ganz schlechtes Zeichen, den Kinderwunsch nur davon abhängig zu machen, ob du gerade einen Partner hast, mit dem du dir Kinder vorstellen kannst. Vielmehr glaube ich, daß der grundsätzliche Kinderwunsch entweder da ist oder eben nicht. Und darauf solltest du bei dir achten.

Man muß nicht unbedingt Kinder haben, um glücklich zu werden. Du müsstest sie später sowieso loslassen. Vor allem dann, wenn du darauf spekulierst, daß im Alter jemand für dich da ist. Und daran sind schon einige gescheitert - du wärst nicht die erste.

Ich frage mich manchmal sowieso, wie wichtig man sich nehmen muß, um unbedingt Kinder in die Welt zu setzen. Wenn man sich mal so umsieht, wer sich alles vermehrt... (du natürlich ausgenommen, ich will dir nichts unterstellen.)
 
  • #9
Nicht umsonst hatte die Natur es so eingerichtet, daß wir uns es kaum aussuchen konnten, ob wir Kinder bekommen.
Bevor ich meine Tochter bekam, hatte ich weder einen guten Draht zu kleinen Kindern (im Gegenteil, sie waren für mcih furchtbare Nervbolzen), nch konnte ich mir ein so eingescgränktes Leben mit ienem kleinen Kind vorstellen. Es hat selbst noch eine Weile gedauert, als sie auf der Welt war, bis sich bei mir innerlich die Weichen auf Mutterschaft stellten.
Ich bin heute noch froh, daß ich mir meinen Kinderwunsch nicht kopfmäßig zerredet habe. Meine Tochter hat mich reich gemacht. An Gefühlen, Liebe, Reife und auch sozialer Kompetenz, Streßresistenz, Frustrationstoleranz.
 
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  • #10
@6 bei Deiner Antwort musste ich echt aufpassen, dass mir die Galle nicht hochkommt. Du hörst Dich an wie so eine klassische professional Mom, die alle Frauen, die keine Kinder haben verurteilt. Merkt man ja auch an der leicht anmassenden Überheblichkeit einer Dame, die keine Kinder möchte, mangelnde Herzlichkeit zu unterstellen...und einfach mal das Leben aller, die keine Kinder haben, als "arm" zu deklarieren. Ich hoffe sehr, dass Du Deinen Kindern nicht Deinen mangelnden Sinn für Toleranz mit gegeben hast, sondern sie zu differenziert denkenden, weltoffenen und nicht selbstgerechten Personen erzogen hast. Bei Deinem Post fällt mir das allerdings schwer, zu glauben!
 
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  • #11
Ich war genauso wie du. Kleine klebrige kinderfinger igitt! Baby auf dem arm? Nee niemals! Dann wurde ich doch mit 32 "ungewollt" schwanger, schock! Bei mir stellte sich im laufe der wochen "etwas" ein. Ich habe mich ohne es bewusst zu wollen verändert, wurde "weicher", sensibler, ich wurde zu einer mutter und bin es bis heute geblieben. Und das obwohl das kind sich leider frühzeitig aus dem leben verabschiedet hat.
W48
 
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  • #12
ich fand die babies und kleinen kinder meiner freundinnen toll, war aber auch heil froh wenn ich die lieben kleinen wieder in die hände der mütter abgeben konnte.
ich war so wie es war glücklich, hatten den tollsten job den frau sich vorstellen konnte, einen angenehmen partner, tolle freunde und kollegen....ich war glücklich.
mein freund wollte mich heiraten. ich war 28 (fast29), unser hochzeit haben wir mit einem riesigen polterabend gefeiert, die hochzeit dann im kleinen familienkreis. alles war gut. ich fühlte mich in den wochen nach der hochzeit etwas merkwürdig, bauchweh, immer mal wieder übel und ich hatte DAUERHUNGER. Kurz: ich war schwanger. ungeplant. (ich dachte immer ich kann keine kinder bekommen, hatte schon seit jahren keine mentruastion mehr). mit dem positiven schwangerschaftstest wurde ich automatisch ein anderer mensch, ich war von einer auf die andere minute ein "muttertier". ich hatte eine verbindung zu dem mini etwas in mir, ich habe allein durch den schwangerschaftstest schon 5 kilo zugenommen, ich war glücklich und voller neugierde. ich fand mich schön, meine haut war glatt, prall, ich fand mich unheimlich weiblich.
mein mann war stolz wie oskar. hatten wir doch mit kindern nicht wirklich gerechnet. und jetzt sollte er einen sohn bekommen. eines morgens wachte ich in einer blutlache auf. kurz: ich habe dieses kind verloren. der junge wäre jetzt 24 jahre alt.

was ich sagen wollte. auch wenn man so wie es ist glücklich ist und garnicht so unbedingt den kinderwunsch hat, mit der schwangerschaft verändert sich dein leben, deine gefühlswelt. jemand der kein kind hat KANN es nicht verstehen. der vermisst natürlich auch nichts, weil er das gefühl nicht kennt.

ich habe 3 kinder. ich bin echt dankbar dass ich die 3 habe. (ich bin auch dankbar dass sie jetzt nach und nach das haus verlassen).

sicher wäre ich auch ohne kinder glücklich geworden, auf einer anderen ebene. ich bin jetzt glücklich, weil ich mich wieder mehr auf mich konzentrieren kann und auf meinen partner. die kinder sind einfach toll und wir haben einen guten kontakt ohne uns gegenseitig auf den keks zu gehen (ok...ab und an nerve ich bestimmt, aber auch dafür sind mütter da...ab und an nerven)

die entscheidung für ein kind, kannst nur du treffen.

ich wünsche dir viel glück

w53
 
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  • #13
Ich glaube, wenn man keinen wahnsinnig extrem ausgeprägten Kinderwunsch hat, sollte man es auf jeden fall lassen, mutter zu werden. hier gibt es viele beiträge in denen von müttern geschrieben wird, wie anstrengend kinder sind. es gibt auch wissenschaftliche belege, die ganz klar zeigen, dass kinder egoistisch und nicht mitfühlend sind, es ist ihnen egal ob du traurig bist. das ist ganz normal, denn sowas lernt man erst im laufe seines lebens. und mit so einem egoismus kommt man nicht klar, wenn man es niht als seine lebensaufgabe ansieht einen menschen großzuziehen, für denjenigen zu kochen und zu washcen und dafür nichts zurück bekommt.
du musst dir klar darüber sein, dass du mit ihm spielen musst, mit ihm reden, ihm geschichten vorlesen, den dreck wegräumen.... und wenn du dir nicht vorstellen kannst, das dir das spaß macht, dann lass es
 
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  • #14
@an einige Teilnehmerinnen hier: Nicht jede Frau verändert sich, wenn sie Mutter wird. Nicht jede Frau wird weicher (vor allem dann nicht, wenn sie bereits "lieb" ist, wie es bei der Fragestellerin den Anschein hat). Ich kenne viele Mütter, die alles andere als weich oder mitfühlend gegenüber ihren Kindern sind. Die Fähigkeit Liebe zu geben und zu empfangen hat sich bei all jenen Frauen durch die Schwangerschaft nicht langfristig verändert. Und man braucht keine Kinder um diese Fähigkeit zu trainieren. Jede Beziehung zu einem anderen Menschen, auf die man sich einlässt, hilft einem Menschen etwas über sich selber zu lernen, sich zu verbessern und letzten Endes Liebe zu empfinden und zu geben.
@Fragestellerin, also, ich würde kein Kind bekommen, nur um Dir den "richtigen" Mann zu angeln und zu halten. Stelle Dir mal vor, der lässt Dich eines Tages mit dem Kind sitzen. Das passiert leider recht häufig. Es gibt Männer, die kinderlieb und gefühlvoll sind, aber für ihr Lebensglück trotzdem nicht unbedingt eigene Kinder brauchen. Da muss frau nur ein bisschen suchen. :)
w,35
 
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  • #15
Liebe FS,

es ist etwas ganz Anderes, ob man über andere Kinder redet oder über die eigenen.
Ich finde und fand andere Kinder auch immer nervig, ich hab Aggressionen bekommen, wenn ein Kind an der langen Kasse beim Einkaufen gebrüllt habe und ich mag dreckige Rotznasenkinder auch nicht und finde sie eklig.
Aber:
Wenn man selber ein Kind bekommt, dann öffnet sich eine Tür zu einer Welt, die man vorher nicht kannte.
Sobald dieses kleine Alien aus dem Bauch auf der Welt ist, ist ES kein Ding im Bauch mehr und auch keine planbare Theorie, sondern DEIN Kind, DEIN BABY.
Klar ist es anstrengend, aber du bist von der ersten Sekunde an so stolz auf dieses für Dich vollkommene Wesen, für Dich als Mutter und auch als Vater ist es das schönste Baby der Welt.
Und ob man will oder nicht, früher oder auch später wird man mit einer Flut von Liebe überrollt, die man vorher noch nie gefühlt hat.
Hört sich kitschig an, ich weiß. Aber ich bin kein kitschiger Mensch. Ich mag keine Bärchenmotive, , Babykurse sind vom Niveau her unterirdisch, ich singe auch nicht hemmungslos vor anderen Müttern Kinderlieder, und finde Leute, die Babyschuhe im Auto aufhängen lächerlich.
Ich krieg die Krise, wenn Kinder bei uns zuhause unerzogen sind und sich schlecht benehmen, aber ich muss sagen, da kann man sicher erstens durchsetzen und zweitens sind Kinder ganz gut zu handeln.
Ich hatte früher auch immer Angst, ein Kind auf den Arm zu nehmen, bevor ich Kinder hatte, schon alleine, weil es mich gestresst hätte, wenn es dann geheult hätte. Als ich mal 10min auf den 2jährigen meiner Freundin aufpassen musste, weil sie Pizza holte, war ich fix und fertif, als sie wiederkam. Mir kam es vor, wie 2 h. Außerdem sind Kinder so fies ehrlich und sagen dann: "Du nicht-geh weg!"
Jetzt, wo ich selber Kinder habe, ist das ganz anders.

Du wirst immer darauf vorbereitet, wie anstrengend es sein, wird, falls du Kinder hast, worauf du so verzichten musst, dass deine Figur ruiniert sein wird und dass dein Sexleben brach liegen wird.
Kann alles sein, wenigstens vorübergehend.
Aber keiner sagt Dir, was in Dir drin passiert. Wieviel Liebe Du plötzlich spürst. Man ist einfach verknallt in sein Kind. Dass Dich ein kleines Wesen, was zu einem eigenständigen Menschen heranwächst bedingungslos lieben wird. Und du es auch. Deinem eigenen Kind verzeihst du nahezu alles.
Abgesehen davon kennst du es in- und auswendig und wenn DEIN Kind an der Kasse quengelt, weißt du in der Regel auch warum. Du verstehst es und bringst seinem Wutgekreische evtl auch mehr Verständnis entgegen. Vielleicht hast du es 5min vorher auch noch zuckersüß erlebt (im Gegensatz zu allen anderen an der Kasse).

Woher man weiß, dass man Kinder möchte? Denke, dass das in jedem von uns irgendwie drin ist. Ist ja ein Urinstinkt, sich zu vermehren. Wenn man einen tollen Partner hat, wird der Wunsch eben evtl geweckt.


w,39
 
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  • #16
Nicht jede Frau verändert sich, wenn sie Mutter wird. Nicht jede Frau wird weicher. Ich kenne viele Mütter, die alles andere als weich oder mitfühlend gegenüber ihren Kindern sind.
w,35

Doch! Jede Frau verändert sich. Und jeder Mann auch. Jede Frau wird zur Mutter und jeder Mann zum Vater. Bei manchen dauert es länger, andere verändern sich sofort.
Aber dass man sich nicht verändert, stimmt nicht. Man hat plötzlich einen Menschen, den man liebt, den man beschützen will und man hat auch plötzlich Ängste, die man früher nicht hatte.
Die Liebe zu einem Kind ist etwas ganz anderes als zu einem Partner. Bedingungsloser.
 
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