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  • #1

Wo führt das hin, wenn der Mann keine Initiative übernimmt?

Liebes Forum,

es gibt Männer, die in jeder Hinsicht nicht die Initiative übernehmen. Das fängt an beim Ansprechen der Frau, beim Zusammen ziehen und dann den Heiratsantrag machen.

Mein Bekannter (45), kinderlos und nie verheiratet ist so ein Fall. Seine Freundin (36) hatte er vor 5 Monaten kennengelernt. Sie übernahm schon zu Beginn den aktiven Part und hat ihn angesprochen. Nach 4 Monaten ziehen sie jetzt auf ihr Drängen zusammen. Neulich habe ich ihn getroffen und er teilte mir mit, er wäre jetzt verlobt. Sie hat ihm den Antrag gemacht. Ihm geht es zu schnell und glücklich sieht er nicht aus.

Auf mich wirkt es komisch, wenn Frau wirklich immer alles anleiern muss, weil vom Mann nichts kommt. Er scheint da auch keine Eile zu haben. Kennt ihr ähnliche Fälle?
Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
 
  • #2
Sorry Annabell 32, was geht dich das denn an? Vielleicht ist der Mann froh dass er eine Frau hat die alles in die Hand nimmt und du deutest seine Tagesverfassung falsch.Oder ist das Neid den ich da zwischen den Zeilen lese? Wie ist das denn in deiner Beziehung? Wer von euch hat da die Hosen an, also einer sollte schon die Hosen anhaben.
 
  • #3
Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
Die Regel wird es sicher nicht sein. Aber wenn es mal ab und zu passiert, ist das doch kein Grund hier Alarm zu schlagen.

Im Gegenteil, alles was in Richtung Gleichberechtigung geht wird doch im Grunde stets gefeiert - warum also nicht so etwas?

Zudem gibt es in jedem Menschen weibliche und männliche Anteile. Vielleicht mag er es ja auch, wenn sie die Initiative übernimmt. Der Heirat wird er aber garantiert nicht zustimmen, wenn er nicht wirklich will. Zur Not rennt er aus der Kirche.

Ihm geht es zu schnell und glücklich sieht er nicht aus.
Willst Du das wirklich beurteilen und dich da einmischen? Das ist doch eher eine Sache zwischen den beiden, die sind ja beide nicht mehr 12 Jahre alt.

Und um Deine Eingangsfrage zu beantworten. Ob die Beziehung Erfolg hat oder nicht, wird sicher nicht daran liegen wer am Anfang wen gefragt hat.
 
  • #4
Mein Bekannter (45), kinderlos und nie verheiratet ist so ein Fall. Seine Freundin (36) hatte er vor 5 Monaten kennengelernt. Sie übernahm schon zu Beginn den aktiven Part und hat ihn angesprochen. Nach 4 Monaten ziehen sie jetzt auf ihr Drängen zusammen. Neulich habe ich ihn getroffen und er teilte mir mit, er wäre jetzt verlobt. Sie hat ihm den Antrag gemacht. Ihm geht es zu schnell und glücklich sieht er nicht aus.
Nach 5 Monaten schon verlobt?? Niemand, der einigermaßen bei Verstand ist, macht so etwas. Mich wundert nicht, dass er unglücklich aussieht. Die Frau wird von ihrem Kinderwunsch getrieben sein, von was Dein Bekannter getrieben wird, ist mir ein Rätsel. Familiengründung mit Kindern scheint es ja nicht zu sein, sonst würde er nicht so unglücklich aussehen.
ErwinM, 49
 
  • #5
Wer verlobt ist, aber eigentlich gar nicht heiraten möchte und anscheinend unglücklich ist, hat ein ganz anderes Problem als Initiative ergreifen. Grundsätzlich ist in Beziehungen alles möglich (Frau aktiv, Mann passiv und umgekehrt - Mann plant, Frau macht mit und umgekehrt...). Da gibt es auch kein richtig oder falsch, sondern wichtig ist nur, dass beide glücklich und zufrieden sind. Hier scheint das nicht der Fall zu sein, weshalb das Problem eher bei der Kommunikation und dem schwachen Selbstvertrauen des Mannes liegt. DA muss man gedanklich ansetzen, nicht bei der Frage, ob "das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein wird, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen", wie du schreibst.

Unterstütze deinen Bekannten dabei, nur das zuzulassen, was er selber gerne möchte und an der einen oder anderen Stelle auch mal NEIN zu sagen. Dann erübrigen sich alles weiteren Fragen.
 
  • #6
Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
Genau, es ist jetzt schon so, es wird aber noch viel extremer werden, viele Männer haben keine Lust mehr, immer die Initiative zu ergreifen, das erfahre ich jeden Tag im
RL, auch hier kann man das öfters lesen, es hat sich schon vieles gewandelt in Berufen und jetzt auch im Privatleben.
 
  • #7
Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
Nein. Es sei denn, ihr lasst euch das von Männern einreden (Stichwort Emanzipation).

Es gab auch in früheren Zeiten passive Männer, auch solche, die der Frau gern die gesamte Führung überließen. Ich meine, die hat man damals Pantoffelhelden genannt (auch nicht nett).

Dein Bekannter lässt das offenbar alles mit sich geschehen. Möglich, dass er nicht mehr geglaubt hat, noch eine Frau kennenzulernen. Vielleicht willigt er auch nur in die Verlobung ein, weil er meint, es muss so sein. Ist er eher Einzelgänger? Etwas unselbständig? Wenn er nicht will, dann muss er nicht .... Seine Entscheidung.

Es ist keine Aufgabe. Menschen kennenlernen zu wollen ist freiwillig.
 
  • #8
Ich finde es klingt nach halber Vergewaltigung. Ich kann mir keinesfalls vorstellen, so mit einem Mann umzugehen und man wird am Ende sehen, wozu das führt, nämlich dazu, dass er bald Vater wird...ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie wirklich glücklich damit ist. Aber die Uhr tickt...
 
  • #9
Was ist genau Dein Problem? Sprechen Dich zu wenig Männer an und Du möchtest die Initiative nicht selbst ergreifen? Die Sorge um Deinen Bekannten kann es ja nicht sein. Bei dem läuft doch offenbar alles bestens, jedenfalls für die Frau.
Wir leben im 21. Jahrhundert. Da darf sich Frau beteiligen.

Bei Dir hat das Ganze System. Mal ist die Frau zu „charakterstark“, mal bringst Du Deine zahlreichen Ansprüche nicht unter einen Hut, mal machen die Männer irgendwas anderes falsch. Die grausame Wahrheit ist vermutlich beim schonungslosen Blick in den Spiegel zu ergründen...
 
  • #10
Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
Wenn man es eilig hat, sollte man auch die Planung durchführen. Es sind ja oft die Frauen, die alles planen und verplanen. Manchmal vergessen sie, den Mann mal zu fragen, wie es ihm dabei geht. Und wundern sich, warum er so gar nicht glücklich ist.
Auf mich wirkt es komisch, wenn Frau wirklich immer alles anleiern muss, weil vom Mann nichts kommt.
Ist das jetzt Dein Ernst? Ich finde es geradezu übergriffig , jemanden nach 4-5 Monaten zum Zusammenziehen zu drängen und einen Heiratsantrag mit vorheriger Verlobung zu machen. Ich würde da keinesfalls in den "Glückseligmodus" verfallen, ich wäre genau wie er total unglücklich mit dem Tempo. Obwohl....nein, ich hätte abgelehnt. Ich mach mich doch nicht selber unglücklich.
Bin gespannt, wie die anderen das so sehen.
Insgesamt finde ich es egal, wer den ersten Schritt macht. Und "das Anleiern" kann der machen, der den Wunsch als erster verspürt, ob der andere das Tempo dann auch angemessen findet, wird sich dann zeigen. Manchmal muß man sich halt dem Tempo des Partners anpassen. DAS finde ich normal.
W
 
  • #11
Wo führt das hin, wenn der Mann keine Initiative übernimmt?
es gibt Männer, die in jeder Hinsicht nicht die Initiative übernehmen. Das fängt an beim Ansprechen der Frau, beim Zusammen ziehen und dann den Heiratsantrag machen.
Ich bin es noch einmal, noch vor einigen Jahren waren Frauen ausschließlich zu Hause bei den Kindern. Heute sind ausschließlich die Frauen beruflich aktiv und draußen. Meine Mutter sagte vor 30 Jahren wo führt das hin, wenn die Frauen nicht mehr zu Hause sind? Wo das hingeführt hat, sieht man ja eindeutig heute, es geht, alle wachsen mit rein und genau so wird es sein, wenn der Mann beim Kennenlernen und so weiter nicht mehr, die initiative übernimmt, es geht. Junge Frauen und alle Frauen wachsen auch hier rein, in diese Situation und kennen mit der Zeit nichts Anderes, als wäre es immer so gewesen!
 
  • #13
Es führt gar nirgendwo hin! Die Zahl der Unverheirateten, Kinderlosen und Dauersingles spricht Bände.

Ich kenne solche Beispiele zu gut und sehr zahlreich. Ich wäre auch zu nie was mit Männern gekommen, wenn ich nicht die Initiative übernommen hätte. (Auch wenn ich es nicht ganz so intensiv betrieben habe, wie in deinem Beispiel, sonst wäre ich selbst ja auch verheiratet und Kinder und hätte meine "Recht" in meinen Beziehungen geltend gemacht, dafür war ich aber zu feige und wollte nicht verlassen werden.)

Die Frauen wie in deinem Beispiel, haben ihren Standard allgemein höher und dominanter gesetzt, wenn es darum ging, ihre Bedürfnisse befriedigt zu bekommen, wechseln auch schneller der Partner, wenn nicht alles bei raus springt um zu ihrem Glück zu kommen, und tun sich relativ unschüchtern bzw. nahezu verschämt dem Mann aufs Haupt setzen wie ein Kackhaufen auf den Maulwurf. Ich merke das auch immer, wenn ich wieder solche "Freundinnen" habe, die einen Angriff auf Männer machen. Die Tatsache ist wird wohl einfach sein: Männer sagen seltener zu Sex und Gelegenheiten nein wie es Frauen ständig tun. Männer nehmen mit, was sie kriegen können und brauchen diese sozialen Kontakte, einfach der Erfahrung wegen. Wenn man direkt fragt und manchmal auch drängt, kriegt man häufiger mehr als wenn man nach gar nichts fragt.

Wie in deinem Beispiel, waren das allesamt keine attraktiven, tollen, intelligenten oder interessanten Frauen, aber sie wussten, was sie wollten und wenn Frauen wissen, was sie wollen, können manche Männer nicht so schnell überlegen, was sie selber eigentlich wollen oder sind in der Zwickmühle, dass sie verbal gar nicht mehr ausweichen können. Die Frauen machen es dem Mann auch nicht recht, indem sie auf seine Gefühle Rücksicht nehmen, sondern sie setzen ihr Ding um und forcieren Männer wie eine Mutter die hundersten Mal sagt: "Iss jetz deinen Teller leer!" Egal, ob man sich damit unattraktiv macht. Der Bonus ist: Dass die Männer einen guten Deal machen. Die Frau schmeißt freudig den Haushalt, kocht und für Sex ist notfalls auch gesorgt. Sie hat das Zepter in der Hand.

Meine Beobachtung, diese Frauen zeichnet eine Ungehemmtheit bei ihren Bedürfnissen aus. Sie lassen sich ihre Wünsche nicht von Männern ausreden, bzw. haben zu dieser Art von verklemmten oder unreif gebliebenen Männer gar keinen Kontakt und wechseln schnell.

Das hindert Männer die mit solchen Frauen zusammen sind, jedoch nicht davon ab, in ihrer Prallelwelt immoralisch weiterzuleben. Es ist ja nur eine Frage der Zeit, wann der unglückliche Mann sich in was anderes flüchtet: Übereifer im Job, Affäre, Fremdgehen und Trennung sind das typische Resultat solcher Männer.
 
  • #14
Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
Das war und wird nie die Aufgabe sein und es ist auch nicht die alleinige Aufgabe des Mannes. Insbesondere das Planen - es müssen doch beide die gleichen Ziele haben. Wenn nur einer was vorgibt und der andere mitdackelt, bringt das nichts.

An der Uni liefen auch Männer rum, die ihre Frauen als mächtige Mütter betrachteten, die ihnen die Freizeit kürzten, sie zum Kinderbeaufsichtigen verdonnerten und ständig über zu wenig Paarzeit klagten. Ich kenne auch diesen Schlag Mann von Bekannten. Der Heiratsantrag kam vermutlich nur, weil der Mann sich unter Druck sah, Erwartungen erfüllen zu müssen. Im Falle des Bekannten wurde deutlich eine Pistole auf die Brust gesetzt. Das ist bei dominanten Frauen immer so, weil die von Anfang an das Heft in die Hand nehmen. Sie suchen den unsicheren Mann aus, der nicht wegläuft und alles so macht, wie sie wünschen, weil auch er froh ist, endlich eine Beziehung zu haben und sich natürlich als begehrt sieht, wenn eine Frau so unbedingt eine Beziehung mit ihm will. Dass er vielleicht nur gerade recht kommt für ihren Plan mit Heirat usw., sieht er nicht so.

Die Frauen gestalten die gesamte Beziehung durch ihre Bedürfnisse und Vorstellungen, der Mann läuft mit, sieht seinen Anteil im Geldverdienen, und wenn ihm was nicht passt, entzieht er sich eher, statt dass er sich durchzusetzt und der Frau auch mal Widerstand leistet, weil auch er die Beziehung formen will. Er gestaltet nicht das Zusammensein, er sagt "zu viel Zusammensein".
Dein Bekannter erscheint mir auch so ein Kandidat, der sich vereinnahmt fühlt, aber nicht selbst versucht, die Beziehung zu gestalten, also seine Bedürfnisse in der Beziehung durchzusetzen (nicht nur die nach mehr Abstand von der Partnerin). Die Gründe sind mE das Denken, dass gute Beziehungen von allein laufen, dass es bequemer ist, die Frau sich den Kopf dafür anstrengen zu lassen, wie man es sich beziehungsmäßig schön machen kann, Unreife (also zu früh für den Mann, eine so ernste Beziehung einzugehen - er hat noch keine Vorstellungen) und dann auch Angst, dass die Frau geht, wenn sie nicht das Sagen in der Bez. haben kann. Ein weiterer Grund könnte sein, dass mancher Mann einfach keine Bedürfnisse hat an die Beziehung, Sex und ab und an was gemeinsam unternehmen oder zusammen essen, reicht. Die Frau dagegen denkt, jetzt geht das richtige Leben endlich los, wir werden gemeinsam ... und dann kommt ne lange Liste, die auch die Worte Zusammenleben, Heirat, Kinder enthält.
 
  • #15
Mein Bekannter (45), kinderlos und nie verheiratet ist so ein Fall. Seine Freundin (36) hatte er vor 5 Monaten kennengelernt. Sie übernahm schon zu Beginn den aktiven Part und hat ihn angesprochen. Nach 4 Monaten ziehen sie jetzt auf ihr Drängen zusammen. Neulich habe ich ihn getroffen und er teilte mir mit, er wäre jetzt verlobt. Sie hat ihm den Antrag gemacht. Ihm geht es zu schnell und glücklich sieht er nicht aus.

Eine einzelne Geschichte und viel Interpretation von Dir.
Hätte er es nicht gewollt, hätte er Nein sagen können.
Manche Menschen brauchen / wollen genau dies - genügend Frauen erwarten vom Mann genau dieses Verhalten, wie es hier die Frau zeigte. Das nennt sich dann Werben, den Hof machen. Besser?

Und ob eine Partnerschaft trägt, hat nichts mit der Vorlaufzeit zu tun - ich kenne alle Varianten.

Du kannst ja selbst beim nächsten Mann, der Dich interessiert, aktiv werden.

Wie bei anderen Fragestellungen von Dir lese ich eine hohe Anspruchshaltung, Mißgunst, Neid und Abwertung gegenüber Menschen, die ihren Weg in Partnerschaften gefunden haben - und vor allem die Unzufriedenheit mit Deinem Leben als Single.

Lass die Beiden in Ruhe, es ist Ihre Partnerschaft.
Es sind beide Erwachsene Menschen und können für sich entscheiden - Ja und Nein sagen.

W,49
 
  • #16
Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
Es ist absolut idiotisch zu glauben, dass ein anderer Mensch etwas bestimmtes macht, ohne dass man nicht hingeht und darüber redet.

Mal abgesehen davon, was stört es dich den ersten Schritt zu machen? Willst Du lieber ein Leben lang alleine sein, nur weil Du Angst vor Fettnäpfchen hast?

Aber es gibt auch genug Männer, die gerne Frauen Befehle geben. Such Dir dazu am Besten den Mann mit der grössten Klappe aus. Die freuen sich wenn edlich mal jemand auf ihr Kommando hört.
 
  • #17
Liebe @Annabell_32 redest du von dir - oder wirklich von der Freundin deines Bekannten? Falls letzteres der Fall ist, geht es dich überhaupt nichts an. Diese Freundin würde sich, hätte sie Zweifel, schon selbst kümmern!

Redest du von dir, oder auch »ganz allgemein«, so hast du offensichtlich noch nicht verstanden, dass wir nicht mehr im letzten Jahrhundert leben: ob Frau oder Mann, jeder/jedem steht zu, seine eigene Initiative zu ergreifen, die eigenen Ziele zu verfolgen. Meinetwegen auch eine Verlobung nach 5 Monaten, Zusammenziehen, Kinderwunsch oder was auch immer: das alleine liegt im Ermessen der Beteiligten. Nicht in dem des Umfeldes.
 
  • #18
Initiative ergreifen und dem anderen sein Leben überstülpen, sind zwei Dinge.
Zurückhaltender und seine Grenzen nicht zu wahren, sind auch zwei Dinge.

Für mich ist dein Kumpel kein Beispiel von wenig Initiative oder zurückhaltender Mann...sondern von passiv sich alles überstülpen zu lassen.

Und den feinen Unterschiede spürt Frau auch.
Ist jemand vorsichtig, dann ergreife ich die Initiative aber so, dass Mann den Raum hat sich zu entscheiden.

Genauso wie ich es umgekehrt mag...

Passiv liegt mir so oder so nicht!

Man könnte sagen, ich zeige Interesse und mache Vorschläge.
 
  • #19
Ich komme jetzt gerade aus dem Keller - um deine Frage zu beantworten habe ich auf den Steintafeln mit den ehernen Kennenlern- und Beziehungsregeln nachgeschaut. Die stehen neben den 10 Geboten bei mir im Regal. Ich kann Dich beruhigen, liebe Annabell_32 - da steht, dass für die Beziehungsanbahnung und auch später immer der Mann Initiator ist. Uff, bleibt also Alles beim Alten, solange die Erde sich dreht.
Das meine ich natürlich ironisch - das mit dem "der Mann muss den ersten Schritt machen ansonsten ist schon am Anfang der Wurm drin", die Frau muss sich zurückhalten und Sex darf sie gar nicht wollen... das ist doch veraltet. Regeln und Konventionen haben und hatten mal gute Gründe, aber ich kann doch nicht auf ewig darauf beharren. Keiner kommt heute mehr als Minnesänger und mit der Steinkeule die Frau KO hauen und in die Wohnhöhle zerren ist sogar verboten.

M45
 
  • #20
Mein Bekannter (45)... Seine Freundin (36) ... Sie übernahm schon zu Beginn den aktiven Part
Neulich habe ich ihn getroffen ..... Ihm geht es zu schnell und glücklich sieht er nicht aus.

Liebe FS,
Dein Bekannter ist der moderne Mann, der nichts kann und nichts will im Leben.
So wie er sich früher von Mami dirigieren ließ, weil er selber komplett antriebsarm und ideenlos war, so lässt er sich jetzt von einer x-beliebigen Frau dirigieren, die ihn haben will.
Pech für Dich, dass Du zu zauderlich warst, ihn Dir zu greifen und das Regiment zu übernehmen sondern abgewartet hast, dass er mal aus dem Quark kommt. Du hast zu spät erkannt, dass er das niemals hinbekommt.

Er ist nicht glücklicher und nicht unglücklicher als vor der Beziehung -- das ist nur Deine Interpretation/Dein Wunsch, weil Du nun keine Chance mehr bei ihm hast. Weil er so träge ist, ist es viel schwerer ihn aus einer bestehenden Beziehung herauszubekommen, als ihn abzugreifen wenn er solo ist.
Jetzt jammert er, weil er overruled wird, vorher hat er gejammert, weil sich keine Frau seiner annimmt. Unglücklichsein ist einfach seine Lebensmission - akzeptiere es und lass' ihn sein Leben leben.

Wird das jetzt in Zukunft die Aufgabe der Frauen sein, den ersten Schritt zu machen und alles zu planen?
Das hängt von der jeweiligen Paarkonstellation ab und den Lebenszielen zumindest eines von beiden und auch von anderen Aspekten, wie der Lebensphase, den jeweiligen Rollenvorstellungen, den Chancen auf dem Partnermarkt etc - komplexes Gebilde.

In Deinem geschilderten Fall: die Frau ist 36. Sie hat offensichtlich einen starken Familienwunsch. Sie hat mit Mitte 20 den Zeitpunkt verpasst, einen Mann für sich zu gewinnen, der ähnliche Lebensplanungen hat und diese mit ihr realisieren will. Wenn es noch was werden will, dann bleibt ihr dafür nur ein antriebsarmer Mann, den sie performant in ie von ihr gewünschte Richtung steuert.
Will er es nicht, kann er zu alllem "nein" sagen. Das tut er nicht, also ist er dankbar, dass ihm einmal mehr jemand alle Entscheidungen abnimmt und die Dinge voran treibt, weil ihm die Energie dafür fehlt.

Eine Frau, die keinen antriebsschwachen, unmännlichen Mann will betreibt den Aufwand nicht. Je nachdem wie ihre Vorstellungen sind und wie sehr sie ihn will, geht sie die Anbahnungsphase mehr oder weniger aktiv bzw. im Wechselspiel an.

Mach' einfach, was für Dich am besten passt im Zusammenhang mit dem jeweiligen Mann, denn alles ist möglich - keiner schreibt Dir was vor.
 
  • #21
vielen Dank für eure Beiträge, die ich jedoch nicht im einzelnen beantworten kann. Er ist tatsächlich jemand, der harmoniebedürftig und konfliktscheu ist. Als ich ihn neulich getroffen habe und er mir verkündet hat, dass er verlobt ist da sah er nicht glücklich aus. Auf Nachfrage wann die beiden heiraten wollen sagte er nur "sie würde am liebsten gleich heiraten, er aber möchte damit noch warten und sie testen". Seine früheren Freundinnen waren auch dominant und da trennte er sich, weil de Frauen sich immer durchsetzen wollen. Allesamt waren sie Karrierefrauen. Er dagegen hat ein 8-16 Uhr Job.

Für mich scheint es wirklich, als ob die Frau ohne jegliches Taktgefühl ihre Wünsche durchsetzen möchte. Normalerweise testet man doch erst einmal das Zusammenleben oder nicht? Sie prescht jedoch ohne Rücksicht auf Verluste vor und schiebt alles an. Hier wurde vermutet, dass er passiv ist und ja das stimmt. Er hat in seinem Leben noch keine Frau angesprochen oder Initiative ergriffen. Seine Wäsche bringt er noch zu seiner Mutter und kocht nicht selbst.

Interesse an ihm habe ich nicht, falls das hier so scheint. Ich frage mich nur selbst, ob es nur noch solche passiven Männer auf dieser Welt gibt und die Frauen alles machen müssen. Ich finde auch beide sollten die Beziehung gestalten. Es sollte ausgeglichen sein. Sehe ich das falsch?
 
  • #22
Liebe FS,

anders als so manche anderen hier, finde ich nicht, dass die Passivität deines Bekannten unbedingt ein Merkmal des modernen Mannes ist. Solche Pantoffelhelden hat es doch immer schon gegeben. Meistens war und ist es so, dass das nette, aber etwas ungeschickte und lahmarschige Männer sind, ewig Single, die froh sind, dass sich endlich eine Frau ihrer annimmt. Und die Frau übernimmt dankbar das Regiment, der Mann jammert immer wieder mal, aber im Endeffekt sind beide zufrieden. Gerne sind solche Kombinationen auch in der Ausformung grosser Mann und kleine Frau zu finden. Solche Paarungen hat es immer schon gegeben, es sind Beziehungen, die von aussen oft belächelt werden, aber halten und in Summe oft gar nicht so unglücklich sind. Lass doch diesem Paar seine Dynamik, es wird schon für sie passen! Für dich passt eben eine andere Beziehungsdynamik.

W, 44
 
  • #23
Gleichberechtigung hin oder her. Einen Unterschied zwischen Männern und Frauen wird es immer geben, nämlich dass nur die Frauen Kinder bekommen können.

In einer Schwangerschaft ist die Frau in einer Situation, in der sie Unterstützung (vom Mann) braucht. Die Frau gebiehrt die Kinder und muss sich dann auf jeden Fall um sie kümmern, während der Vater (theoretisch) über alle Berge verschwinden kann.

DAHER ist es wichtig in der Kennenlernphase, dass der Mann Initiative zeigt und sich um die Frau bemüht. Wenn der Mann die Beziehung mehr will als die Frau, ist es wahrscheinlicher, dass er auch im Falle einer Schwangerschaft, Frau und Kinder unterstützt.

Die Frau muss eh durch das oben genannte, im Verlauf der Beziehung mehr Anstrengungen auf sich nehmen. Für ein ausgeglichenenes Geben und Nehmen in der Beziehung halte ich es deshalb für angebracht, wenn sich Männer am Anfang etwas mehr um die Frauen bemühen.

Wenn sich Frauen in der Kennenlernphase zu sehr um die Männer bemühen, führt das in der Regel dazu, dass (falls eine Beziehung zustande kommt) die Männer die Frauen im Verlauf der Beziehung schlecht behandeln (sich auch später weniger um sie bemühen).
 
  • #24
Ich frage mich nur selbst, ob es nur noch solche passiven Männer auf dieser Welt gibt und die Frauen alles machen müssen. Ich finde auch beide sollten die Beziehung gestalten. Es sollte ausgeglichen sein. Sehe ich das falsch?
Diese Fragestellung impliziert, dass Du entweder eine extrem eingeschränkte Weltsicht hast (siehst nur, was Du sehen willst und was Deine Vorurteile bedient) oder dass Du eine sehr eingeschränkte Lebenswelt hast.

- Kommst Du auf den Gedanken, dass Du ein extrem homogenes Umfeld hast, in dem nur solche passiven Männer existieren und leitest Du daraus auch die zwingende Schlussfolgerung ab, dass das mit Dir was zu tun hat? Du selber bestimmst in welchem Umfeld Du Dich aushältst, wem Du dort begegnest. Gefallen Dir die Männer nicht, zieh' weiter - so einfach ist das.
- Gehst Du keiner Berufstätigkeit nach, hast Du keine Familie und keine Hobbies, haben Deine Freundinnen keine Partner an denen Du siehst, dass auch andere Männer existieren?

Es sollte ausgeglichen sein. Sehe ich das falsch?
Das sehe ich genauso und mein Umfeld ist dominiert von solchen gleichberechtigtem Partnerschaften.
In einer Partnersuchphase hatte ich auch mehr mit Männern von der Art zu tun, die Du beschreibst und das stand im unmittelbaren Zusammenhang mit meiner damaligen Unsicherheit.
Daraus wurde nie was. Als ich für mich klarer gesehen habe, wo es in meinem Leben langgeht, habe ich diese Männer garnicht mehr wahrgenommen, weil sie nicht passten.

Seine früheren Freundinnen waren auch dominant und da trennte er sich, weil de Frauen sich immer durchsetzen wollen..... Er hat in seinem Leben noch keine Frau angesprochen oder Initiative ergriffen.
Das ist das Schicksal der Antriebsarmen - sie müssen nehmen was kommt und können das selber nicht steuern. Ausser beenden wenn es ihm zuviel Overruling wird, hat er keine Handlungskompetenz und muss damit zufrieden sein.
Für andere Frauen, die auf eine beidseitig aktive Partnerschaft Wert legen, ist er halt keine Option, weil er das nicht kann.
Würden die "dominanten Frauen" das nicht in die Hand nehmen, wäre er ewig Single. Er will aber kein Single sein.
 
  • #26
Ich habe auch keinen Heiratsantrag gemacht und siehe da: Die Welt dreht sich immer noch weiter :). War recht emotionslos: Teure Hochzeit, Teure Lokation usw und halt perfekte Außenwirkung für meine Firma/Geschäftspartner. Heiratsantrag zu machen wäre für mich ein "NO GO". Mir war der Steuervorteil wichtig, ansonsten war das ein Tag als "Event" für meine Karriere, nicht mehr und nicht weniger. Dreht sich bei uns in der Beziehung eh fast alles nur um Geld.
 
  • #27
Nach deiner Schilderung klingt das nicht nach Mann, sondern nach Weichei, auch Waschlappen genannt. Oder poetisch Pantoffelheld.
Wohin das führt? Ganz einfach: Dazu, dass es solche Frauen gibt. Frauen, die einen Empfehlsempfängertypen als attraktiv einstufen. Und die dir keine Konkurrenz bei den Alphas machen.......
 
  • #28
Gleichberechtigung hin oder her. Einen Unterschied zwischen Männern und Frauen wird es immer geben, nämlich dass nur die Frauen Kinder bekommen können.

Richtig. Aber selbst dafür sind die Männer nach Meinung einiger Foristinnen nicht mehr erforderlich. Wohl eher ein Ungleichgewicht, ein Mangel an Frauen, so dass die Männer, die sich nicht bemühen, sich nicht fortpflanzen?

DAHER ist es wichtig in der Kennenlernphase, dass der Mann Initiative zeigt und sich um die Frau bemüht. Wenn der Mann die Beziehung mehr will als die Frau, ist es wahrscheinlicher, dass er auch im Falle einer Schwangerschaft, Frau und Kinder unterstützt.

Zwischen Kennenlernphase und Schwangerschaft liegen meist Jahre. Viele Männer, die sich am Anfang um Dich bemühen, bemühen sich dann später um eine andere Frau. Wenn die Frau die Beziehung weniger will als der Mann, wird sie dann wirklich mit ihm Kinder wollen? Daher halte ich Deine Argumentation für ein Ammenmärchen.

In Wahrheit: es ist einfach angenehmer, sich nicht bemühen zu müssen und jetzt muss frau sich das irgendwie argumentativ untermauern.
 
  • #29
Hallo FS,

für mich wäre dein Bekannter nicht als potentieller Partner geeignet. Ich sehe es auch hier wie @Meeresbrandung. Es sieht so aus, als ob sie ihren Plan durchziehen will und er dafür hinhalten muss. Da er passiv ist, kann sie ihn gut lenken.
Wenn seine früheren Frauen auch so waren, dann sagt das alles. Ja und wie @Vikky schreibt, wäre er ohne solche Frauen niemals vergeben. Ich kenne so einen Mann, der auch jetzt eine Partnerin hat. Er sagte damals zu mir: er lässt sich finden, er sucht nicht. Wie der Prinz auf dem hohen Ross ;)
Naja es hat sich eine Frau gefunden, die ihn erobert hat...naja jedem das seine.
 
  • #30
Ich habe auch keinen Heiratsantrag gemacht und siehe da: Die Welt dreht sich immer noch weiter :). War recht emotionslos: Teure Hochzeit, Teure Lokation usw und halt perfekte Außenwirkung für meine Firma/Geschäftspartner. Heiratsantrag zu machen wäre für mich ein "NO GO". Mir war der Steuervorteil wichtig, ansonsten war das ein Tag als "Event" für meine Karriere, nicht mehr und nicht weniger. Dreht sich bei uns in der Beziehung eh fast alles nur um Geld.

Darf ich dich mal fragen, warum du dir das Freiwillig antust?
Ich stelle mir das echt ziemlich frustrierend vor.
Ich meine fast jeder wünscht sich doch im grunde ein warmes Nest, wo man auch ein wenig Geborgenheit finden möchte.
Denkst du nicht auch, dass der Steuervorteil dir irgendwann einmal um die Ohren fliegt? Nämlich dann, wenn du oder deine Frau mal entgültig die Schnauze voll habt und es zum Bruch kommt und das wird es bestimmt.
Und dann wird sich um das Vermögen geschlagen, somit sehe ich den Steuervorteil sehr schnell wieder schwinden.
Du weißt doch, am Ende wird abgerechnet.
Du klingst auch jetzt schon sehr unzufrieden mit deinem Leben, weil sich nur alles um Geld dreht. Geld und diesbezüglich die Sicherheit zu haben ist schon sehr angenehm, ich weiß das, aber das allein wird dir keine Freude machen auf Dauer. Was bleibt nach einer Trennung bei Euch übrig außer ein paar Moppen?

m48
 
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