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  • #1

Wird mein Traummann die Narben an meinem Körper akzeptieren?

Hatte eine schlimme Krankheit, die ihre Spuren hinterlassen hat :Im Brustbereich habe ich leider entstellende Narben zurück behalten. Wenn ich einen Bikini trage, dann ist das kein Problem, weil man nichts sieht. Ich habe eine gute Figur und bin auch attraktiv, aber diese Narben verursachen bei mir Magenkrämpfe und ich habe schon Komplexe deswegen. Bisher habe ich die Männer immer auf Abstand gehalten, weil ich mich geschämt habe. Aber nun möchte ich endlich mal wieder glücklich sein, habe aber so große Angst, dass daran alles scheitern könnte. Außerdem ist es ja nicht ausgeschlossen, dass die Krankheit wieder zurückkehrt. Was soll ich nur tun?
 
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  • #2
Narben am Körper sind nicht so schwer zu akzeptieren wie Verwundungen der Seele. Sie können für Ihre Narben und Ihre Erkrankung nicht, und selbst wenn, müsste ein Partner auch das akzeptieren. Kaum jemand ist narbenfrei, und schauen Sie mal die zahlreichen, die sich inzwischen mit Tatoos und Piercings verunstalten lassen. Seien Sie bitte nicht unglücklich mit Ihrem Körper, durch dieses ewige Drandenken brechen die Krankheiten schneller aus. Strahlen Sie den Geliebten an, überzeugen Sie mit Geist, Witz und Charme - alles andere darf hinten an gestellt werden. Alles Liebe für Sie
 
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  • #3
Ohje... soweit sind wir schon, dass Menschen Angst haben wegen Narben...
am besten Du liets schon mal nicht im Forum hier, wo Perfektionisten alles runter machen, was nicht perfekt AUSSIEHT...

Ich habe auch Narben..ziemlich große wegen OP .. noch nie habe ich mir deshalb Gedanken gemacht..die sind nun mal da..was solls..dafür bin ich wieder gesund.. und jemand hat nun das Glück eine tolle Frau wie mich lieben zu dürfen...
Alles Ansichtsache.. arbeite mal an dem Punkt.

und noch nie nie nie hat ein Mann irgendetwas wegen Narben gesagt- wirklich nicht.. allenfalls irgendwann gefragt, woher die kamen und gut.
Ich glaube nicht, dass sich normale Menschen an OP-Narben stören...

Übrigens ist es auch nicht ausgeschlossen, dass ein Gesunder eine Krankheit bekommt. Sprich irgendwann darüber ( nicht beim ersten Date als Haupthema ;-) ) und fertig.
 
  • #4
Man kann schlecht was dazu sagen, weil man die Narben nicht beurteilen kann. Wenn man sie aber im Bikini nicht sieht, dann scheinen sie dich jetzt nicht komplett zu entstellen. Aus dem Gefühl heraus würde ich daher sagen, dass du dir darum keinen Kopf zu machen brauchst. Sollte ich das falsche Gefühl haben, beschreibe doch mal die Narben hinsichtlich Größe und Form.

Und wie immer beim Thema schwerer Krankheiten, orthopädischer Einschränken oder sonstiger Gebrechen würde ich raten, erst bei ersten Verliebtheitsgefühlen (egal auf welcher Seite) auf dieses Thema einzugehen. Die Narben spielen beim ersten Date absolut keine Rolex.
 
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Persona grata

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  • #5
Ich habe auch Narben im Brustbereich, bin damit aber immer sehr offensiv umgegangen und mein jetziger Partner nimmt sie als das hin, was sie auch sind: Meine Lebensretter. Ansonsten läge ich schon "7 Klafter unter der Erde", weil ich den Brustkrebs nicht überlebt hätte!! Mach' Dir nicht mehr Gedanken als zwingend erforderlich. Wenn Dich jemand wirklich liebt, dann sind diese Äußerlichkeiten absolute Nebensache!
 
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  • #6
Ich weiß zwar nicht, was du unter entstellenden Narben verstehst. Doch wenn sie zu rot, zu wulstig oä. sind, geh doch mal zum Hautarzt. Es gibt viele Ärzte, die Narben läsern, bleichen, abschleifen oä, damit sie besser aussehen....und vergiss nicht, diese Narben haben dein Leben gerettet.
 
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  • #7
Also ich denke nicht, dass das ein Porblem sein sollte... Wieso auch... Hat nicht jeder eine ;-)
Ich habe z.B. als Jugendliche starke Akne am Rücken gehabt, danke an meinen Vater für die Vererbung... ;-)
Seitdem habe ich Narben am Rücken... Ich werde sie immer haben und naja, man sieht sie, wenn ich ein Top trage, also auch beim Bikini... Lebe mit ihr, sie ist ein Teil von dir. Wenn du sie als ein Teil von dir akzeptierst, wird wohl auch jeder (vernünftige) Mann mit ihr leben können...
Lisa (w23)
 
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penelope

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  • #8
Hallo Fragestellerin,
hab bitte keine Angst vor den Narben. Ich hatte auch Brustkrebs und davon sind natürlich Narben zurückgeblieben. Mein jetziger Partner hat sich daran nicht gestört, die gehören halt einfach zu mir. Wenn Du zu ihnen stehst, dann wird es auch jemandem anderem nichts ausmachen. Un ddass Du Angst hast, dass die Krankheit zurückkommst ist auch normal. Aber niemand weiß, was auf ihn zukommt. Habe Mut und trau dich.
 
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VirginiaWoolf

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  • #9
Ich habe an jedem Oberschenkel - von Kindheit an lange Narben vonn Hüft-OPs, außerdem 2 Narben, fast übereinderliegend von 2 Kaiserschnitten.
Wer das nicht ersehen, ertragen kann, hat bei mir nichts verloren - Gesundheit ist wichtiger als Schönheit, sei also selbstbewusst
viel Glück
 
  • #10
Dein Traummann wird sie lieben! Sie haben dafür gesorgt daß es Dich weiterhin gibt.

Wenn nicht, ist es nicht der Traummann. Einen besseren Indikator wie ernst Er es meint gibts gar nicht.
 
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  • #11
Als Mann kann ich Dir nur sagen, das ist mehr Dein Problem als sein Problem. Die Frauen glauben es nur einfach nicht: Männer sind gar nicht so körperfixiert und schon gar nicht haben sie immer ein Playgirl im Kopf. Liebe eine Narbe am A, als eine Schraube im Kopf, oder?
 
  • #12
Ich kann mich nicht so gut in Männer hineinversetzen, aber im umgekehrten Falle wäre es mir wirklich egal, ob er eine Operationsnarbe am Torso hat.
 
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  • #13
Hallo, ich bin die Fragestellerin und bedanke mich erst mal herzlich bei euch für eure Mut machenden Worte, Wünsche und Ratschläge.
Manche wollen wissen, wie die Narben aussehen: Vor 7 Jahren war die OP. Aus der rechten Brust wurde der Tumor großzügig herausgeschnitten, was eine tiefe Delle von 5 cm Durchmesser hinterließ. Die überschüssige Haut wurde dann gestrafft, die linke Brust angeglichen, wobei beide Brustwarzen herausgestanzt und weiter nach oben versetzt wurden.
Am unteren Rand der Brüste habe ich halbmondförmige, rötliche, wulstige Narben, 1/2 cm breit und 20 cm lang.Durch die Lymphknotenentfernung zieht eine helle, schmale Narbe bis in die Achselhöhle.
Habe vor 5 Jahren eine Narbenkorrektur machen lassen, die aber nichts brachte. Die Delle könnte mit einem Implantat aufgefüllt werden, aber das kommt für mich nicht in Frage.
Ihr habt ja so Recht : Meine Narben sind meine Lebensretter und eigentlich sollte ich stolz auf sie sein.

Mein damaliger Mann konnte mit meiner Krankheit nicht umgehen und reichte die Scheidung ein. Plötzlich stand ich ganz alleine da mit meiner Krankheit und unserer 6jährigen Tochter. Es folgten Umzug, Nachbehandlungen, Rosenkrieg und kein Job, kein Geld.
Woher ich die Kraft genommen habe, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass mich das alles irgendwie stärker gemacht hat, aber leider Männern gegenüber auch sehr misstrauisch.

Könnte es sein, dass die Krebserkrankung auf Männer abstoßend wirkt, weil ja ein Rückfall nicht ausgeschlossen werden kann? Wie denkt ihr darüber?
Liebe Grüße.
 
  • #14
@#12: Ich war einer derjenigen, die nach der Narbenbeschreibung gefragt haben. Deine Narben scheinen doch recht heftig zu sein.

Aus meiner Sicht liegt hier ein Henne-Ei-Problem vor: Wenn DU mit deinen Narben offen umgehen würdest und sie dich selbst nicht sonderlich belasten würden, würde mir dein Selbstbewusstsein positiv auffallen und deine Narben dagegen verblassen. Wenn ich dir aber schon ansehe, dass du darunter leidest, dann würden mich auch die Narben stören. Das sind nicht gerade good news für dich, aber vielleicht ist es tröstend, dass du das Problem zumindest steuern kannst.

Zur Rückfallproblematik:

Wenn wir beide Kontakte wären und dabei, uns ineinander zu verlieben, würde ich mich mit der Rückfallquote näher beschäftigen. Solche Sachen entscheide ich nicht mit dem Gefühl, sondern mit dem Verstand. Sollte die statistische Rückfallquote wirklich sehr hoch ausfallen, würde ich wohl tatsächlich keine Beziehung mit dir eingehen. Unterscheidet sie sich nur in 1 oder 2 Prozentpunkte von der Krebswahrscheinlichkeit gesunder Menschen, spielt das keine Rolle.
 
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  • #15
@ThomasHH, danke für deine sehr offene Meinung, aber sie tut leider auch ein bisschen weh...
Die Rückfallquote ist in den ersten 7 Jahren hoch, aber ich bin froh, dass ich diese Schallgrenze gerade überschritten habe. Natürlich ist das Rückfallrisiko nach diesen 7 Jahren etwas höher als bei Gesunden, aber mehr als 1 oder 2 Prozent.

Ich finde es nur schlimm, dass man als Mensch auf Prozente reduziert wird und das Gefühl nicht los wird, dass man nur noch Ausschuss ist. Ich könnte heulen. Wenn alle Männer so ticken wie Du, dann wäre die Sache wahrscheinlich sowieso gegessen mit meinem jetzigen Traummann. Und jetzt kommen die Magenkrämpfe wieder... danke!
 
  • #16
@#14: Sorry, ich wollte dir mit meiner Meinung nicht wehtun. Es nützt aber ja nichts, du bist ja an ehrlichen Meinungen interessiert, nicht nur an Schönfärberei.

Und wie gesagt, du hast dein Problem selbst in der Hand. Lerne mit deinen Narben zu leben. Ich habe auch eine Narbe von etwa 5 cm an der linken Hand, die man recht deutlich sehen kann. Ich verberge meine Hand deswegen nicht und auf Nachfrage erzähle ich einfach, wie die Narbe entstanden ist.

Zu der Rückfallproblematik: Du darfst zwei Dinge nicht verwechseln. Ich würde dich als Mensch, als Kumpel, als platonische Freundin, als Arbeitskollegin und als Freizeitbekannte so respektieren wie jeden anderen Menschen - unabhängig von deinem Problem. Nur als Beziehung könnte ich mir dich nicht vorstellen. Ich bin an einer langfristigen Beziehung mit Zukunftschancen interessiert. WODURCH diese Aussicht in Gefahr gerät, spielt dabei keine Rolle. Diesen meinen Wunsch möchte ich schon auch von anderen respektiert wissen.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch noch einen anderen Punkt klarmachen, auch wenn er unser Thema nicht direkt betrifft. Wenn ich eine gesunde Frau kennenlerne, die im Laufe unserer Beziehung an Krebs erkrankt, dann stehe ich selbstverständlich zu ihr und breche die Beziehung deswegen nicht ab.
 
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  • #17
zu #15 Thomas
Das finde ich völlig unlogisch und erklärungsbedürftig. Ich bin z.B.auch an einer langfristigen Beziehung mit Zukunftschancen interessiert.

Weißt du wie lange eine Beziehung dauert und welche Zukunft sie hat, wenn du jemanden kennenlernst?
Wenn während einer Beziehung eine Frau an Krebs erkrankt, dann ist es für Dich o.k. - wenn sie vorher erkrankt war und diesen Krebs bereits überwunden hat und nur mit eienr "Rückfallquote von x zu rechen hat, dann willst du keine Beziehung mit ihr (mal theoretisch, nicht auf diesen konkreten Fall bezogen) Wo ist da die Logik?

Du weißt dann bei keiner von beiden, wie lange die Beziehung währt und welche Zukunftschancen sie hat...und das weißt du generell nicht - selbst wenn die Frau gesund ist

1.Wir alle haben ein gewisses Krebsrisiko - früher oder später, wer weiß, wann und ob das eintritt
2.Außerdem haben wir alle ein tägliches gewisses Unfallrisiko...
3.und noch mehr haben wir alle ein erhebliches Gesundheitsrisiko (Herzinfarkt, Schlaganfall Alzheimer, Parkinson...etc)

solche Risken könen wir nicht aus unserem Leben ausschließen, wie willst Du Dich davor schützen?
Die einen haben es beim Kennenlernen schon hinter sich - die anderen noch vor sich...
so gesehn wüsstest du bei diesem fale schon, dass sie die sieben Jahre schon rezidivfrei überstanden hat, aber bei jedem neu eintretenden Fall weißt du das nicht...
 
  • #18
@#16: Rein aus logischer Sicht gebe ich dir Recht, da müsste ich meine Freundin, mit der ich vielleicht schon 10 Jahre zusammen gewesen bin und die mich vielleicht auch bei dem einen oder anderen nichtexistenzbedrohenden Problem unterstützt hat und mit der ich vielleicht sogar Kinder zusammen habe, verlassen, wenn sie ernsthaft an Krebs erkranken würde.

Das Leben besteht aber nicht nur aus Logik. Ich habe mit ihr in den 10 Jahren Vieles zusammen erlebt, sie hat mich in schlechten Phasen unterstützt und zwischen uns hat sich eine tiefe Liebe entwickelt. Im Übrigen habe ich, als ich mit ihr zusammenkam, eine Art mündlichen Vertrag abgeschlossen, dass ich auch in schlechten Zeiten zu ihr stehen werde. Unter diesen Umständen stehe ich selbstverständlich auch zu meinem Wort. Und all diese Umstände wären bei der Fragestellerin und mir (in unserem gekünstelten Beispiel) eben nicht gegeben - wir wären gerade einmal dabei, uns zu verlieben, mehr nicht.

Jetzt zu deinem Argument, jeder habe schließlich ein Krebsrisiko. Natürlich hat jeder so ein Risiko, aber der eine hat eben ein bedeutend höheres und der andere ein niedrigeres. Und wenn mir ein Risiko zu groß wird, ziehe ich eben Konsequenzen. Mit meiner Begründung aus dem letzten Absatz greift hier eben doch wieder der Verstand (um das hier etwas hässliche Wort Logik zu vermeiden). Man kann sein persönliches Krebsrisiko auch durch vernünftige Verhaltensweisen minimieren, beispielsweise durch Verzicht auf Rauchen. Das ist auch einer der Gründe, weswegen ich Raucherinnen als Partnerinner kategorisch ausschließe. Mein Verhalten ist insofern nicht ganz inkonsequent. Diesen Punkt mit der vernünftigen Verhaltensweise ist keineswegs als Kritik an der Fragestellerin zu werten, denn mir ist natürlich nicht bekannt, was genau zu ihrem Krebsleiden geführt hat.

Ich kannte in #13 die näheren Umstände der Fragestellerin noch nicht und wusste auch nicht, wie hoch ihr persönliches Risiko eingeschätzt wird. Deswegen habe ich in meinem vorletzten Satz in #13 ("Sollte ...") auch bewusst einen Konditionalsatz benutzt. Es sieht ja wohl so aus, als ob ihre persönliche Rezidivgefahr nicht mehr so furchtbar hoch ist. Insofern sehen ihre Chancen auf eine langfristige Beziehung doch gar nicht so schlecht aus.
 
  • #19
@#16: Zukunftschancen beinhaltet den Begriff CHANCEN. Das ist ein Wahrscheinlichkeitsmaß. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Beziehung viele Jahre glücklich hält, ist von vielen Dingen abhängig, unter anderem eben auch von der Gesundheit. Die Gesundheit ist auch von vielen Dingen abhängig, unter anderem von Vorerkrankungen. Ernsthafte Vorerkrankungen mit Rückfallgefahr senken die Chancen (die Wahrscheinlichkeit!) auf eine lange Beziehung deutlich. Ich finde, Thomas Argumentation ist geradlinig und nachvollziehbar.

Wenn man erst einmal jemanden liebt, stellt sich das ganze natürlich anders dar. Aber in der Kennenlernphase ist es völlig legitim, bei der ernsthaften Gefahr eines Rückfalls zusagen: Nein, das Risiko gehe ich nicht ein. Da investiere ich gar nicht erst mehr Gefühle, weil ich auch nur ein Leben habe. Jeder darf seine Chancen auf Glück maximieren.
 
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penelope

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  • #20
Hallo Fragestellerin,
lass dich doch nicht verunsichern. Es gibt doch viel Wichtigeres als diese Narben. Trau dich einfach. Wenn sich dieser Mann an deinen Narben stört, dann ist er nicht dein Traummann. Und ich hab dir ja schon geschrieben, keiner weiß was auf ihn zukommt. Ich hatte - bzw. habe, denn das ist ja nie vorbei- Brustkrebs, gehe aber ganz offen damit um. Ich denke es ist vor allem für deine seelische Gesundheit wichtig, dass du dazu stehst. Verheimliche nichts, aber mach auch kein Drama daraus. Sei optimistisch und schau nach vorn. Auch ich habe immer vor jeder Nachsorgeuntersuchung Angst, aber das gehört dazu.
Mein damaliger Lebenspartner konnte auch nicht mit der Erkrankung umgehen und wir haben uns deshalb getrennt. Meine Kinder waren zum Glück schon älter und standen mir immer bei.
Bei mienem ersten Freund nach der Erkrankung war ich auch etwas zögerlich, aber wer ist denn schon perfekt. Der richtige Mann wird dich auch damit lieben.
Vertrau auf dich.
Zu 18 Brustkrebs bekommt man ohne etwas daran ändern zu können. Das ist Unsinn bei dieser Art der Erkrankung mit einer vernünftigen Verhaltensweise zu kommen.
In Amerika wird mit diesen Krebserkrankungen ganz anders umgegangen. Da ist man ein hero wenn man das überlebt, es gibt Plakatwände und Anzeigen die anderen sagen, ich habe überlebt.
Alles Liebe
 
  • #21
@#19: Ich wiederhole nochmal, was ich schon in #18 schrieb:

"Diesen Punkt mit der vernünftigen Verhaltensweise ist keineswegs als Kritik an der Fragestellerin zu werten, denn mir ist natürlich nicht bekannt, was genau zu ihrem Krebsleiden geführt hat. "

Bitte erst lesen, dann kommentieren.
 
P

penelope

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  • #22
Sorry, aber es gibt bei dieser Art von Krebs nichts, was dazu führt.
Ich habe schon genau gelesen, was Du geschrieben hast.
Bei dieser Art von Tumor kann man nicht sagen, hätte sie dieses oder jenes getan oder nicht getan, dann wäre er nicht ausgebrochen.
Ich kenn mich da wirklich aus.
Thomas HH nicht persönlich nehmen,
 
  • #23
@#21: Penelope, gelesen hast du es vielleicht, aber den Zusammenhang hast du aus dem Blick verloren. Ich habe mich bei dem entsprechenden Teilaspekt überhaupt nicht auf den Fall der Fragestellerin bezogen, also auch nicht auf Brustkrebs.

Ich habe mich in #18.3 auf #16 bezogen, wo es wörtlich heißt: "mal theoretisch, nicht auf diesen konkreten Fall bezogen".

Dass ein sehr hoher Prozentsatz der Brustkrebspatientinnen spontan erkrankt, ohne dass ein einzelner Risikofaktor wirklich sicher als Auslöser gefunden werden kann, ist ebenso bekannt wie traurig.
 
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  • #24
@penelope, danke für deine Unterstützung. Hier ist wieder die Fragestellerin.
Man merkt sofort, dass du genau weißt, was Sache ist, weil du ja auch "eine von denen" bist.
Man traut sich kaum, sich zu outen, wenn man an Krebs erkrankt ist. Kein Wunder, denn alle sehen dann das berühmte Damoklesschwert über einem schweben und wollen lieber garnichts mehr mit uns zu tun haben, weil : er könnte vielleicht doch ansteckend sein, der Krebs...solche Gerüchte kursieren, unglaublich!!
Aber weißt du was : Wir haben den Krebs überlebt, er hat uns gezeichnet, wir haben uns mit ihm arrangiert und wir freuen uns auf jeden gesunden, neuen Tag. Oder?
Meine Tochter ist jetzt 13 Jahre alt und ich wollte damals nur für sie gesund werden. Sie hat mir als kleines Mädchen sehr geholfen in dieser schweren Zeit und wir haben heute ein wunderbares Mutter-Tochter-Verhältnis.
Der Krebs ist für mich kein Feind und ich bekämpfe ihn auch nicht. Ich kommuniziere mit ihm und sehe ihn als Partner. Das mag vielleicht verrückt klingen, aber nur so ist es möglich, mit ihm in Frieden zu leben, so dass er mir letztendlich meine Ruhe lässt.
Das einzige Problem für mich sind die Männer, weil ich nun mal sehr misstrauisch geworden bin. Daran muss ich arbeiten, aber ich weiß nach wie vor nicht, wie ich mich verhalten soll, siehe auch ThomasHH................................
Wünsche dir alles alles Gute und hoffe, dass wir uns nicht aus den Augen bzw. aus dem Sinn verlieren. Lass es dir gut gehen, ich denke an dich...

@ThomasHH, das artet ja langsam in einen Kuhhandel aus : Gibt die Kuh genügend Milch, dann wollen wir sie gerne haben, wenn nicht, dann stimmt irgendwas nicht mit ihr, also ganz schnell Abtransport zur Schlachtbank!?!
Wenn bei uns in Deutschland ein Umdenken stattfinden würde in der Form, dass man sich nicht mehr zu den "anonymen Krebslern" zählen müsste (von denen gibt es bekanntlich enorm viele!), dann könnten doch alle zufrieden und glücklich sein. Dazu gehört natürlich auch ein Wissen um die Krankheit als solche. Da greift kein "schau mer mal" oder ich will lieber garnichts davon hören. Und weißt du auch warum? Es könnte dich bereits morgen treffen. Und dann?
Der Prof., der mich operiert hat, geht bei mir von einer psychischen Komponente aus. Jeder Krebspatient bekommt automatisch von seiner Krankenkasse ein ganzes Jahr lang, sprich 1 Std./Woche Psychotherapie angeboten. Das habe auch ich in Anspruch genommen.
Du wirst es nicht glauben : Ich habe noch nie geraucht, trinke ab und an mal ein Gläschen Rotwein, wiege bei einer Körpergröße von 172 cm 58 kg.......aber die Seele hat bei mir geweint.
Die Trennung von meinem Mann hat mir letztendlich das Leben gerettet und das habe ich nach einem Jahr Therapie gecheckt. So einfach ist das!
Ich wünsche Dir diese Krankheit nicht, alles Liebe!
 
P

Persona grata

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  • #25
@ Fragestellerin: Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich auch Brustkrebs hatte. Dabei wurde mir eine Brust entfernt und vom Rücken her wieder aufgebaut. Dadurch fehlte der Mittelpunkt, also die Brustwarze, ganz. Das habe ich in mehreren OP nacharbeiten lassen. zusaätzlich habe ich mich an die Firma Permanent Line gewandt (ich hatte eine Sendung im Fernsehen gesehen), die insbesondere auch kosmetische Korrekturen nach Operationen vornehmen. Gehe mal auf folgenden Link: www.PermanentLine.de und dann auf die Seite "Medizinische Anwendungen" und dann auf "Narbenüberzeichnungen". Dort werden z.B. auch Menschen, die durch Verbrennungen gezeichnet sind, optisch soweit wieder hergestellt, dass sie sich wieder unter die Leute trauen. Das bezahlt nicht die KK, aber mir war es das wert. Ich bin hoch zufrieden.
 
P

penelope

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  • #26
Hallo Fragestellerin,
toll, was Du geschrieben hast. Ich kann mich darin auch wiedererkennen.
Glaube auch daran, der richtige Mann kommt auch. Und das ist einer, der sich nicht an unseren Narben stört, sondern froh darüber ist, dass wir diese Krankheit überlebt haben.
Ich habe so einen Mann kennengelernt. Das wirst Du auch.
Ich hoffe auch wie Du, Dich nicht aus den Augen zu verlieren, ich glaube, wir würden uns gut verstehen.
Glaub an Dich, Du schaffst es. Ich bin mit meinen Gedanken bei Dir.
 
  • #27
@#23: Dass Brustkrebs ansteckend sein soll, ist in der Tat völliger Quatsch. Wer so argumentiert, hat sich in der Tat mit diesem Thema unzureichend beschäftigt. Aber ein verwandtes Thema ist die Vererbung. 5 - 10% der Brustkrebspatientinnen weisen ein vererbtes oder vererbbares Risiko auf (Quelle: Krebsinformationsdienst). Diese Tatsache muss man als Mann bei der Partnerwahl zumindest zur Kenntnis nehmen.

Dass du ganz normale Bestandteile der Partnerselektion geringschätzig mit einem Kuhhandel vergleichst, finde ich nicht besonders einfühlsam. Du sitzst auch im Glashaus und solltest nicht so heftig mit Steinen werfen. Auch du betreibst Partnerselektion und lässt aus deiner Sicht zu hässliche, zu dicke, zu dünne, zu dumme oder zu arrogante Männer links liegen. Das findest du auch völlig normal und machst das, weil du dir mit denen keine langfristige Beziehung vorstellen kannst.

Krebs kann auch mich irgendwann treffen, natürlich. Ich versuche einerseits, mein persönliches Risiko zu minimieren, indem ich mich so verhalte, dass ich zu keiner bekannten Risikogruppe gehöre. Der Rest ist Früherkennung - öfter als es empfohlen wird. Sollte es mich dennoch irgendwann treffen, hätte ich Verständnis dafür, wenn eine Frau mich deswegen als Beziehungspartner (!) ablehnt, jedenfalls solange ihr einziges Problem nicht angebliche Ansteckungsgefahr ist. Emotional berühren würde mich so eine Ablehnung natürlich auch.
 
F

Fräulein Smilla

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  • #28
Liebe Fragestellerin
es gibt auch Männer die nach von ihrer an Krebs erkrankten Partnerin plötzlich abgelehnt werden und bei denen die Beziehung daran zerbricht, obwohl der Mann alles dafür tut, um seiner Frau beizustehen.
Letztendlich kann man sagen, es gibt Menschen die können nicht mit kleinen Kindern, Alten, Tieren, Vegetariern, Rauchern, Dicken, Porschefahrern, Schnauzbartträgern.... diese Liste ließe sich bis ins Unendliche fortführen.

Obwohl Alter, Krankheit und Tod zum menschlichen Daseinsbereich einfach dazugehören, gibt es viele Menschen die diese Wahrheit nicht erkennen wollen und sich emotional so weit wie möglich davon entfernen.
Sichtbare Narben erinnern an Vergänglichkeit, das ist für das menschliche Ego kein schöner Gedanke und führt manchmal, ebenso wie eine mögliche Krebserkrankung zu Fluchtgedanken.
Darüber viele Gedanken zu verlieren ist unnötig, stell Dir einfach vor wie Dein Wunschpartner aussieht und welche menschlichen Qualitäten er schon in die Beziehung mitbringt.

Imagination....
Und wo landest Du??

Natürlich bei einem, der schon etwas von der Welt gesehen hat, für den Du eine Heldin bist, der erkennt was Du geleistet hast, der Dich auch in schwierigen Situationen unterstützt und letztendlich wie ein Fels in der Brandung seinen Mann steht....
Weitere nette Eigenschaften dürfen gerne hinzugefügt werden.... und dann strahlst Du all Dein Licht in den Raum und irgendwann wird er auftauchen....
You can!!!!

Alles Liebe
Fräulein Smilla 7E1DA741
 
G

Gast

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  • #29
@Penelope, Persona grata, Fräulein Smilla : Es tut so gut, von euch konstruktiv unterstützt zu werden und ich bekomme langsam ein besseres Selbstwertgefühl. Herzlichen Dank dafür!

In der Praxis stellt sich die Sache mit meinem neuen Freund folgendermaßen dar :
Wir haben uns über EP vor sechs Wochen kennengelernt und waren uns auf Anhieb sympathisch.
Vor drei Wochen dann das erste Treffen auf halber Strecke. Wir wohnen 200 km voneinander entfernt.
Es schlug bei uns beiden ein wie der Blitz. Der Tag endete mit einem sehr harmonischen Abendessen und dann fuhr jeder wieder in seine Richtung zurück. Er hat mich in der Nacht noch angerufen, ob ich gut angekommen sei und wir unterhielten uns bestimmt noch eine Stunde lang.
Vorletzten Samstag hat er mich besucht und alles war wunderbar, auch mit meiner Tochter hat er sich auf Anhieb verstanden.
Letzten Samstag bin ich zu ihm gefahren und meine Erwartungen wurden komplett übertroffen.
Er ist auch geschieden und hat zwei etwas ältere Kinder, die noch bei der Mutter wohnen.
Zugegeben, ich wäre gerne geblieben, wenn da nicht wieder mein Problem aufgetaucht wäre...
Also bin ich am späten Samstagabend noch nach Hause gefahren. Vielleicht hätte ich ja mit ihm an diesem Abend "darüber" sprechen sollen, aber ich habe es nicht übers Herz gebracht. Stattdessen bin ich geflüchtet!!

Wir unterhalten uns stundenlang am Telefon und es ist schon eine gewisse Vertrautheit da, aber ich merke, wie ich bereits wieder abblocke und mich schleichend zurückziehe.
Dieses Wochenende wollte er mich besuchen, aber ich habe abgesagt und einen lächerlichen Grund vorgeschoben. So habe ich es schon bei seinen Vorgängern gehalten.

Er ist ein Mann, dem es zwar in erster Linie auf die inneren Werte ankommt, aber die äußeren spielen auch ihre Rolle bei ihm. Ich schaffe es einfach nicht, ihm die Illusion zu nehmen, dass ich nicht nur menschlich, sondern auch optisch "was zu bieten" habe.

Aber wie ihr wisst, das Krebsthema als solches könnte ja auch noch zum Dreh- und Angelpunkt werden. Und jetzt möchte ich mal wieder gerne die Vogel-Strauß-Methode anwenden...

Vielleicht wäre es besser, es ihm am Telefon zu sagen, aber dann sehe ich sein Gesicht nicht.
Oder ich sage überhaupt nichts und stelle ihn vor "vollendete Tatsachen" beim nächsten oder übernächsten Date?

Nun sitze ich vor meinem Laptop und habe Angst vor dem kommenden Wochenende

Bitte helft mir.... Ich schätze euch sehr!

Ganz liebe Grüße
 
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Gast

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  • #30
Hallo Liebe,
ich kann verstehen, dass Du Angst hast. Es ist auch schwierig den richtigen Moment für dieses "Geständnis" zu finden. Mir ging es doch genauso. Ich war genauso unsicher wie Du, habe mich aber dann doch getreut und diese Krankheit oder die davon stammenden Narben waren wirklich nie ein Problem. Du - das ist doch Deine Persönlichkeit, Dein Charme, Dein Auftreten, und nicht nur diese Narben. Trau Dich doch einfach. Das ist so wichtig für Dich. Stell ihn aber nicht einfach vor vollendete Tatsachen, sondern sprich vorher darüber, dass Du Brustkrebs hast und auch Narben. Wenn er wirklich so ein toller Mann ist, dann wird er Dich da nur in seine Arme nehmen. So wars bei mir. Ich wünschr dir das Gleiche. Du schaffst es. Denk an mich
Ganz ganz liebe Grüße
 
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