• #1

Wird ein interessierter Mann zuverlässig aktiv?

In vielen Ratgebern zum Thema "Mann finden" wird ja behauptet, dass ein Mann sicher aktiv wird, wenn ihm eine Frau wirklich gefällt. Selbst dann, wenn es für ihn schwierig wird. Es wird auch gesagt, dass diese Möglichkeit für einen Mann besonders wichtig sei, damit er tiefe Gefühle für die Frau entwickeln kann. Es läge in seiner Natur, die Frau zu erobern.

Seht ihr das auch so? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht? Zum Beispiel als Frau Glück damit gehabt, selbst einen Mann zu erobern? Oder geht ihr als Mann grundsätzlich nur zögerlich oder gar nicht auf eine Frau zu?

Ich selbst kenne auch die Situation, einen Mann fast gar nicht mehr loszuwerden, obwohl ich ihm gegenüber extrem zurückhaltend bin. Und auch die, dass ein Mann das Interesse verloren hat, als ich ihm offen mein ebenfalls bestehendes Interesse gezeigt habe.

w, u30
 
  • #2
Oder geht ihr als Mann grundsätzlich nur zögerlich oder gar nicht auf eine Frau zu?
Das kann man generell nicht vorhersagen! Wenn es eine Frau fertig bringt mich zu interessieren, so hat sie gewonnen, sonst nicht, da ich keiner Frau mehr hinterher renne. Eine Frau muss sich bei mir schon sehr stark einbringen und engagieren, zumindest im Ausgleich. Als ich unerfahrener war, war das umgekehrt, nicht ausgeglichen und deshalb auch nicht gut! Ich rate mit meinen reichen Erfahrungen jedem Mann davon ab! Frauen lassen sich bis heute immer noch gerne einseitig bedienen, was jedoch langfristig nicht hält.
 
  • #3
Nein, werde ich nicht immer. Ohne ein paar grundlegende Informationen (Beziehungsstatus, Kinder(-wunsch), Raucher) interessiert mich eigentlich keine Frau.
 
  • #4
Gerade bei der Beziehungsanbahnung gerät man bisweilen an viele gestörte, ambivalente oder auch nur halbwegs interessierte Kandidaten, an Egopusher, Beziehungsgestörte, Vergebene und Pickup Player.

Ja, ich glaube auch, dass es sowas wie Beziehungsdynamiken gibt. Man hält sich zurück, lässt sich jagen und der ganze Scheiß. Aber: die funktionieren meiner Meinung vor allem bei den Gestörten ganz gut, obwohl unter dem Strich auch nicht viel dabei rauskommen muß, wenn man sich als Ergebnis eine gute und tragfähige Beziehung wünscht.

Wenn einer wirklich will, dann tut er es. Und wenn nicht, dann will er nicht. Punkt.

Es gibt Millionen und Abermillionen von Paaren, die haben sich gefunden. Die haben von diesen Spielchen keine Ahnung: lass mich jagen oder sowas. Davon hat mein Vater überhaupt keine Ahnung. Der hat einfach meine Mutter geheiratet und Punkt.

Wenn ein Mann psychisch gesund und ernsthaft interessiert ist, dann wird er sich nicht deshalb zurückziehen, weil man ihm sein Interesse bekundet. Der freut sich und schnappt zu. Das wäre doch das normale Verhalten.

Wenn es der Richtige ist, dann wird es klappen. Immer, wenn es kompliziert wird, dann ist es schon nicht so richtig. Wenn der richtige Schlüssel im richtigen Schloß steckt, dann geht alles auf einmal ganz einfach.
 
  • #5
dass ein Mann sicher aktiv wird, wenn ihm eine Frau wirklich gefällt. Selbst dann, wenn es für ihn schwierig wird.
Was meinst Du mit „schwierig wird”? Ich würde grundsätzlich keine Frau auszuspannen versuchen, denn was will ich mit einer, die sich ausspannen läßt?

Was meinst Du mit „wirklich gefällt”? Das Äußere ist für das Gefallen im Sinne von Erobernwollen nicht ausschlaggebend, mein Interesse entsteht erst im Gespräch mit ihr. Und Gespräche sind nun einmal eine Sache, an der beide aktiv beteiligt sind.

Ohne das zweite hängt auch das erste in der Luft. Mithin kann mein Interesse als Mann nur unter aktiver Beteiligung der Frau entstehen.
 
  • #6
Ich persönlich denke nicht, dass sich die Geschlechter in punkto "Jagdtrieb" unterscheiden. Das Macho-Verhalten, auf das viele Frauen so anspringen, ist doch letztlich nichts anderes als Desinteresse. Diese Männer sind ja nicht wirklich "böse"; sie stehen einfach nicht auf die Frau, die sich dadurch bedauerlicherweise erst recht angestachelt fühlt.

Die Frage ist, wie man diese Pattsituation - sowohl Mann als auch Frau begehren das Unerreichbare, sodass jeder durch deutlich gezeigtes Interesse an Attraktivität verliert - auflösen kann. Es muss ja Leute geben, die es schaffen; sonst gäbe es keine Paare.

Neben den o.g. "Macho-Anbeterinnen" scheint es auch Frauen zu geben, deren Interesse gerade durch das Engagement des Mannes getriggert wird. Ich frage mich, ob das die "Normalität" ist, und alle anderen irgendwie psychische Probleme haben. Auf jeden Fall muss es praktisch sein, so zu ticken, da man so kaum in die Situation kommt, einseitig verliebt zu sein und relativ leicht einen Partner findet.

Mir ist es ein Mal so gegangen, dass mein Interesse erst durch das (scheinbare) Interesse des Mannes geweckt wurde. Es gab da bei einem ehemaligen Nebenjob jemanden, den ich schon irgendwie als ganz gutaussehend registriert hatte, der mich aber nicht die Bohne interessierte - bis zu diesem einen Moment, in dem er mir einen ziemlich wohlwollenden und interessierten; ja geradezu faszinierten Blick zuwarf (zumindest nahm ich es so wahr). Da war ich plötzlich hin und weg.

Leider hat er nie einen Versuch unternommen, mich anzusprechen. Also habe ich vielleicht doch zuviel in diesen Blick hineininterpretiert, aber irgendwie bilde ich mir bis heute ein: da war was, zumindest in diesem einen Moment gab es einen kurzen Funkenschlag. Ich hab's aber meinerseits auch nicht geschafft, auf ihn zuzugehen.

Das ist jetzt 10 Jahre her. Seitdem hab ich sowas nie wieder erlebt. In den letzten Jahren hab ich an jedem Mann schlagartig das Interesse verloren, sobald ich das Gefühl hatte: der will was von mir. Allerdings haben diese Männer ihr Interesse v.a. verbal bekundet. Es gab wenig nonverbale Kommunikation, keine unterschwelligen "Schwingungen"; keine Spannung, die sich langsam aufbaut. Das war vielleicht das Problem. Gefühle bzw. Interesse zu artikulieren, erzeugt keine Spannung. In der Luft liegendes auszusprechen, baut vorhandene Spannung ab. Wenn man das zu früh macht, nimmt man der Sache den Zauber.

Mod: Ausdrucksweise angepasst. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #7
Schwierige Frage, das ist sicherlich von Mann zu Mann unterschiedlich. Das hängt sicher auch vom Verzweiflungsgrad des Mannes ab - je verzweifelter, desto bereitwilliger wird jedes noch so kleine Signal dahingehend interpretiert, dass seitens der Frau Interesse besteht. Dann wird die große Charme-Offensive gestartet,verbunden mit der vollen "Interesse & persönliche Themen" Breitseite. Da werden dann keine Gefangenen mehr gemacht ;-)
Ich schließe mich aber insoweit meinem Vorredner an, dass die Zeiten, in denen Männer in Rüstung mit Pferd die Frau im Sturm eroberten, vorbei sind. Ein gewisses Interesse darf allerdings deutlich werden, dann aber bitte auch von beiden Seiten. Sonst kommt man(n) sich wie ein Bittsteller vor...aber wenn grundsätzlich der Funke überspringt, sollten sich diese Überlegungen eh erübrigen.
 
  • #8
Ich würde keinem Mann hinterherrennen und habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
Dadurch sortiert man nämlich gleich die nur lauwarm interessierten, faulen oder anderweitig auf Sparflamme fahrenden Chauvi-Männer aus und zieht automatisch nur die hochkarätigen an, die einen gut behandeln und sich aufrichtig binden wollen. Andersherum bin ich das eine mal, als ich mehr am Mann hing, böse auf die Nase gefallen.

Die Männer, die erwarten, dass die Frau ihnen hinterhersteigt und das mit ihrer vielen Erfahrung erklären bzw. gleichzeitig erklären, dass eher passive Frauen wohl nicht den "reichen Erfahrungsschatz" hätten oder sich bedienen lassen wollen würden, würden mich wiederum nicht interessieren. So findet jeder Topf seinen Deckel.
W, 25
 
  • #9
Ich selbst kenne auch die Situation, einen Mann fast gar nicht mehr loszuwerden, obwohl ich ihm gegenüber extrem zurückhaltend bin. Und auch die, dass ein Mann das Interesse verloren hat, als ich ihm offen mein ebenfalls bestehendes Interesse gezeigt habe.
Das ging mir auch so, nicht jahre-, sondern jahrzehntelang. Deine Eingangsfrage kann ich eindeutig mit ja beantworten.

Natürlich gibt es Männer, die im Ernst glauben, sie wären ein solches Geschenk für die Damenwelt, dass sich die Frauen bemühen müssen. Willst du so einen? Nein? Ich auch nicht.

Nicht du musst dich bemühen, einen Mann für dich zu interessieren. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Alles andere ist lächerlich.
 
  • #10
Ich kenne diese Ratgeber auch und aus eigener, bitterer Erfahrung kann ich sagen, dass ein Mann, der lange um einen gekämpft hat deshalb noch längst nicht die tiefen Gefühle für die Frau entwickelt haben muss, die sie sich wünscht. Es geht in diesen Fällen um die Eroberung, es geht ums Gewinnen, das muss noch längst nicht heißen, dass dieser Mann einen auch wirklich liebt.

Ich finde viele dieser Ratgeber sind von Männern geschrieben worden, die offensichtlich selbst ein bisschen zur Vermeider-Sorte gehören. Die schreiben dann, was sie selbst gerne mögen und untermauern dass mit pseudowissenschaftlichen Erklärversuchen und lassen sich das durch ihre zahlreichen Kumpels und Bargespräche bestätigen.

Ich glaube nicht mehr daran.

w(28)
 
  • #11
Ja! Weil es ein normales Bedürfnis ist, wie essen, trinken, schlafen. Wenn man etwas haben will, dann kämpft man dafür, oder? Auch der schüchternste Mensch auf dieser Welt schafft es, zumindest einen Brief zu schrieben, wenn er jemanden nicht ansprechen kann. Ich zähle mich da auch dazu. Ich kriege unglaubliches Muffensausen, wenn ich jemanden ansprechen sollte, der mir gefällt. Es wäre mir praktisch unmöglich, den ersten Schritt zu machen, habe ich auch nie, ABER, ich kann dafür anders mein Interesse bekunden, z.B. Liebesbriefe schreiben, ein paar nette Komplimente fallen lassen oder meine Telefonnummer über Drittpersonen zukommen lassen, wenn es gar nicht geht...

Allerdings gebe ich dir recht, heute finden größtenteils und immer mehr Zweckbeziehungen zusammen, sprich: die Frauen schleppen die Männer in eine Beziehung und die Männer gewöhnen sich daran. Allerdings sind diese Beziehungen selten von Leidenschaft gekrönt. Meist sind das Mama-Typen, die immer eine weibliche Bezugsperson um sich brauchen in Form von beste Freundin, so meine Beobachtung. Frau wird mit solchen unterkühlten Typen nur unglücklich. Es sind kalte Typen, die emotional wenig aus sich rauskommen können, resigniert haben und sich mit ihrem tristen Zustand abfinden.
 
  • #12
Oder geht ihr als Mann grundsätzlich nur zögerlich oder gar nicht auf eine Frau zu?

Ich bin zwar eine Frau, aber das wäre doch für ernsthaft interessierte Männer eigentlich kontraproduktiv. Wer echtes Interesse hat, der rührt sich irgendwie. Der fällt aber nicht unbedingt gleich mit der Tür ins Haus. Verliebte Männer wollen - genau wie Frauen - auch nichts verkehrt machen und agieren schon mal vorsichtiger. Allerdings sollten ernsthaft interessierte Männer sich bei netten Frauen, die durchaus Sympathiesignale senden - und dazu gehört in erster Linie das Lächeln, freundliche Gespräche etc. - dann auch den Mut haben, mal einen (kleinen) Schritt weiterzugehen. Instinktiv merkt man einer Frau doch an, ob sie auch interessiert ist.

Tatsächlich trauen sich viele Frauen nicht, zu sehr vorzupreschen, wenn sie an einem Mann interessiert ist. Das kann zum Einen an einschlägigen Ratgebern liegen, die der Frau suggerieren, dass der Mann dann schnell das Interesse verliert.

Das ist leider auch nicht von der Hand zu weisen. Leider scheinen einigen Männern tatsächlich diese Gedanken zu kommen: Macht die das bei jedem Mann?? Oder: Die muss es nötig haben. Oder: Die könnte ich haben? Einfach so? Langweilig.

Sehr schade ist das. Dabei fragen hier im Forum oft Frauen um Rat, die gern die Initiative ergreifen möchten oder die die Initiative ergriffen haben und dann leider nicht weitergekommen sind. Sogar respektlos behandelt wurden. Weil Männer - das ist meine Vermutung - lieber selbst aussuchen wollen.
 
  • #13
Oder geht ihr als Mann grundsätzlich nur zögerlich oder gar nicht auf eine Frau zu?

Neulich hatte ich mit einer attraktiven Frau (36) ein tolles Date. Wir hatten uns auf anhieb verstanden. Lachten und alberten rum, fühlten uns beide pudelwohl. Es blieb dann aber beim einen Date.

Wir hatten nachher noch schriftlich Kontakt. Sie sagte mir offen, sie hätte gerne ein weiteres Date mit mir. Doch irgendwie fehlte mir die Begeisterung ihrerseits. Ich musste nach einigen Tagen funkstille mich wieder melden. Wenn ich sie anflirtete, wirkte sie geschmeichelt und überhaupt nicht abweisend. Leider war sie aber sehr passiv. Das ging rund zwei Wochen so. Als ich ihr dann konkret einen Vorschlag für ein Date unterbreitete, eröffnete sie mir, sie hätte gerade am Vorabend einen Typen kennen gelernt, den sie bald wieder treffen werde. Sie wolle eben einen Mann, der die Initiative ergreift.

Ich verstehe das völlig. Aber als Mann, brauche ich auch klare Avance seitens der Frau, sonst finde ich es nicht prickelnd. Kurz. Die Frau muss auch mich anflirten und Interesse zeigen.

m 38
 
  • #14
In vielen Ratgebern zum Thema "Mann finden" wird ja behauptet, dass ein Mann sicher aktiv wird, wenn ihm eine Frau wirklich gefällt.

Aus männlicherr Sicht würde ich mich nicht darauf verlassen. Es gibt genauso zurückhaltende Männer wie zurückhaltende Frauen. In der Grundtendenz hast Du aber Recht.

Es wird auch gesagt, dass diese Möglichkeit für einen Mann besonders wichtig sei, damit er tiefe Gefühle für die Frau entwickeln kann. Es läge in seiner Natur, die Frau zu erobern.

Das sagen in erster Linie Frauen. Aus männlicher Sicht, um sich entspannt zurücklehnen zu können. Ich bin zum Beispiel überhaupt kein "Eroberungstyp". Diese Typen sind oft auch längerfristig kaum das, was sich Frau wünscht. Die klagt nämlich dann darüber, dass er auch in der Beziehung weiter"jagt". Natürlich nur, weil das sein natürlicher Instinkt ist, er nichts dagegen tun kann und Frauen das so haben möchte.
Ich sehe das wie #3, da sind viele Fantasien auf beiden Seiten dabei.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #15
Diese Regeln aus den Ratgebern können sicher oft zutreffen. Andererseits haben doch auch Männer zeitweise z.B. gewisse Bedenken oder Ängste. Trotz echtem Interesse. Letzten Endes müssen doch beide, Mann und Frau, Interesse zeigen. Es darf nur nicht "too much" sein, also nicht übertrieben. Und was zu viel ist, das wiederum ist so individuell vetschieden, glaube ich, dass es dafür keine festen Regeln geben kann.
 
  • #16
...Wenn einer wirklich will, dann tut er es. Und wenn nicht, dann will er nicht. Punkt.
(...)
Wenn es der Richtige ist, dann wird es klappen. Immer, wenn es kompliziert wird, dann ist es schon nicht so richtig. Wenn der richtige Schlüssel im richtigen Schloß steckt, dann geht alles auf einmal ganz einfach.

Der ganze Post trifft es für mich 100%. Genau so

Und damit mein persönliches Fazit nach diversen Erfahrungen - wenn Mann Interesse hat, wird er aktiv.
Wenn ein Mann nicht aktiv wird, hat er kein Interesse oder ist so kompliziert, dass es das für eine gute, tragfähige Beziehung nicht braucht.

Ich zeige mein Interesse ja auch, das ist für mich wie ein gemeinsamer Tanz, jeder macht seine Schritte, agiert, reagiert.
Nur zerre ich keinen Mann über die Tanzfläche, aus so einem wird kein guter Tänzer.
Und ganz klassisch, ich mag Männer, die führen (können). Deswegen bin ich noch lange nicht passiv.
 
  • #17
In Ratgebern wird viel behauptet. Vorwiegendes Anliegen solcher Publikationen ist nicht etwa der altruistische Wunsch des Autors, Singles aus ihrer Misere zu helfen, sondern vielmehr das Verlangen nach Moneten. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten.

Die Hemmungen und Schwierigkeiten der Männerwelt beim Ansprechen oder Umwerben unterscheiden sich nicht im Geringsten von denen der Frauen. Kann man 1:1 übertragen.
 
  • #18
Das kommt auf den Zeitpunkt an und was du unter "aktiv werden" verstehst.

Der Mann sieht anfangs nur deine Oberfläche. Also werden vor allem die oberflächlichen Männer Interesse entwickeln und aktiv werden.

Um aber nicht nur an deiner Oberfläche interessiert zu sein, müsste der Mann erstmal mehr von dir kennenlernen als dein Äußeres. Also muss Frau den tiefgründigeren Männern mehr Zeit geben, um Interesse zu entwickeln.

Ich finde, anfangs sollte es wie beim Tennis sein... Abwechselnd Anrufe, Vorschläge für Treffen usw. Es soll ein aufeinander zugehen sein.
 
  • #19
Ich habe in der Vergangenheit die unterschiedlichsten Kennenlernphasen erlebt und ich stimme dem absolut zu, dass ein interessierter Mann immer versuchen wird Treffen zu arrangieren, Gespräche entstehen zu lassen, usw. Interessiert kann aber auch heißen nur Sex zu wollen. Dazwischen zu differenzieren ist anfangs nicht leicht, dazu benötigt es einfach Menschenkenntnis. Männer die mit mir eine Beziehung wollten teilten mir relativ früh sehr persönliche Dinge mit, versuchten mich kennenzulernen, während die anderen kaum etwas von sich preisgaben.

Wenn ein Mann allerdings von sich aus gar nichts unternimmt, nichts vorschlägt, nicht versucht den Kontakt aufrecht zu erhalten, dann ist das ein sehr schlechtes Zeichen. Ich habe genau einmal so richtig die Initiative ergriffen. Alle Unterhaltungen gingen von mir aus, aber ich redete mir ein er sei eben schüchtern. Zudem musste ich ihn mehrmals nach einem Date fragen, angeblich hatte er nie Zeit. Irgendwann ließ er sich überreden, aber es stellte sich heraus, dass er nicht an mir interessiert war sondern gehofft hatte wir würden miteinander schlafen.

Und zum Thema Schüchternheit: Ich habe ein paar schüchterne Männer in meinem Freundeskreis, die aber durchaus einer Frau (wenn auch behutsam) Interesse zeigen können wenn sie das wollen.
 
  • #20
Wird ein interessierter Mann zuverlässig aktiv?

In den meisten Fällen wahrscheinlich ja, aber wenn Du an Schüchterne gerätst (ich denke dabei jetzt nicht mal an Extremfälle), dann kann es passieren, dass er sich schlicht und ergreifend nicht traut.

Ein paar Signale von der weiblichen Seite, die erahnen lassen, dass da auch ein gewisses Interesse besteht – also einfach: leichtes Flirten – ist da sehr hilfreich.
 
  • #21
Nein - Männer sind keine Automaten. Wenn eine Frau einen solch starken Eindruck auf einen Mann macht, dass dieser "aus der Bahn geworfen" wird, ist das vielleicht zuverlässig so. Sonst geht der Alltag weiter und bringt andere Prioritäten mit als die Partnerinnensuche.
Die Frau ist dem Mann vielleicht sehr sympathisch. Aber es gibt viele Fragezeichen: Bleibt das so, wenn sich die beiden näher kennen lernen? Findet sie ihn auch sympathisch? Als interessierte Frau ab und zu den Kontakt suchen ist also richtig und zielführend. Natürlich nicht zu häufig und natürlich auf keinen Fall lästig werden. Aber das gilt ja umgekehrt genau so. Frauen und Männer sind da ähnlicher als viele "Expert_innen" uns weis machen wollen.
 
  • #22
Nicht du musst dich bemühen, einen Mann für dich zu interessieren. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Alles andere ist lächerlich.
Wie kommst Du auf solche abwegige Ideen? Ist es Dir nicht wichtig mit wem Du zusammen bist oder interessieren sich so viele Männer für Dich, dass es Dir reicht, aus diesen Männern Deinen Partner auszuwählen?
Mit solch einer Strategie gerätst Du bevorzugt an die extrovertierten Machos, die sich für viele Frauen interessieren. Mag sein, dass dies Dein Typ von Mann ist. Mag aber auch sein, dass Du da immer wieder Schiffbruch erlitten hast, Du aber den Zusammenhang bislang nicht gesehen hast.
 

Laleila

Cilia
  • #23
Wie kommst Du auf solche abwegige Ideen? Ist es Dir nicht wichtig mit wem Du zusammen bist oder interessieren sich so viele Männer für Dich, dass es Dir reicht, aus diesen Männern Deinen Partner auszuwählen?
Mit solch einer Strategie gerätst Du bevorzugt an die extrovertierten Machos, die sich für viele Frauen interessieren. Mag sein, dass dies Dein Typ von Mann ist. Mag aber auch sein, dass Du da immer wieder Schiffbruch erlitten hast, Du aber den Zusammenhang bislang nicht gesehen hast.

Das ist Unsinn. Ich habe immer nur unter den Männern gewählt, welche an mir interessiert waren. Die Auswahl ist groß genug und es ist ein optimaöer Weg in eine gute Partnerschaft. Dabei ist es mir sehr wichtig mit wem ich zusammen bin.
Mein Mann ist kein extrovertierter Macho und ihn interessiert ganz genau eine einzige Frau.

Ehrlich gesagt, kenne ich nicht eine einzige wirklich langjährige Beziehung (>20 Jahre), welche die Frau initiiert hat, ohne dass ein anfängliches Interesse des Mannes vorlag.
 
  • #24
Mich würde eines interessieren: wie schaffen es die Frauen, die sich "erobern" lassen, sich dabei nicht zu langweilen (weil der Mann so durchschaubar und leicht zu haben ist) oder sogar unter Druck gesetzt zu fühlen?

Wie stellt man es an, Interesse an einem Mann zu entwickeln, der sich einem quasi auf dem Silbertablett darbietet? Und zwar ohne, dass man selbst ihn vorher schon interessant fand?

Ist es einfach Typsache, ob man das kann oder nicht? Muss man einfach nur den richtigen Mann treffen? Oder kann man es lernen, dieses "umworben werden" als angenehm zu empfinden?

Ich kriege das nicht hin. Für mich stimmt das Timing nicht, wenn der Mann zuerst auf mich zukommt.
 
  • #25
Allerdings gebe ich dir recht, heute finden größtenteils und immer mehr Zweckbeziehungen zusammen, sprich: die Frauen schleppen die Männer in eine Beziehung und die Männer gewöhnen sich daran. [...] Meist sind das Mama-Typen, die immer eine weibliche Bezugsperson um sich brauchen in Form von beste Freundin, so meine Beobachtung. Frau wird mit solchen unterkühlten Typen nur unglücklich. Es sind kalte Typen, die emotional wenig aus sich rauskommen können, resigniert haben und sich mit ihrem tristen Zustand abfinden.

Echt jetzt? Alle Männer, deren Partnerinnen den ersten Schritt in Richtung Beziehung unternahmen, sind unterkühlte, zweckorientierte Muttersöhnchen, die nichts außer dem Bestreben antreibt, ihre Freundinnen unglücklich zu machen?

Wow! Ziemlich harte Vorwürfe für so wenig Argumentation.

Ich hege da einen ganz anderen Verdacht: Frauen fürchten ihre aktiven und mutigen Geschlechtsgenossinnen. Wo kämen wir denn da hin, wenn die Passiven auf einmal von den Aktiven abgehängt würden? Wenn das Mode macht, muss man am Ende selbst noch was investieren ... gruselige Vorstellung.

Das ist
Ehrlich gesagt, kenne ich nicht eine einzige wirklich langjährige Beziehung (>20 Jahre), welche die Frau initiiert hat, ohne dass ein anfängliches Interesse des Mannes vorlag.

Ich kenne keine einzige langjährige Beziehung, bei der das weibliche Interesse anfänglich gefehlt hätte.

Wir halten also zusammenfassend fest: Zwecks Partnerfindung müssen Männer und Frauen aneinander interessiert sein.

Damit sollten wir umgehend an die Öffentlichkeit!
 
  • #26
Ist es einfach Typsache, ob man das kann oder nicht? Muss man einfach nur den richtigen Mann treffen? Oder kann man es lernen, dieses "umworben werden" als angenehm zu empfinden?

Das ist etwas, was ich leider noch nie erlebt habe, aber tatsächlich gern erleben würde. Denn ich bin seit Anfang dieses Jahres hoffnungslos verliebt. Kann ich leider nicht abstellen, diese Gefühle. Wie sehr habe ich oft gewünscht, dass genau DIESER EINE Mann auf mich zukäme und das Gleiche für mich empfinden könnte ...
Ja - das wäre für mich ein Wunschtraum gewesen. Da würde ich gern "umworben" werden, aber ich hätte auch einiges zu geben, wäre da sicher nicht passiv geblieben.
 
  • #27
Da es weder DIE Männer und DIE Frauen gibt und sich Menschen unterscheiden, gebe ich dir ein klares "nein" als Antwort auf deine Frage.
Das Leben wird deutlich lockerer und bietet so manche positive Überraschung, wenn wir alle weniger pauschalisieren, katalogisieren und uns dementsprechend mit vorurteilsbelasteten Erwartungen davon abhalten, angepasst zu handeln und auch mal entgegen den Erwartungen bspw. selbst aktiv werden.
Denn solange man sich immer nur danach verhält, exakt seine eigenen Erwartungen bestätigt zu bekommen, bekommt man zwar immer das, was man schon immer meinte gewusst zu haben, wird aber niemals dazu lernen.

m37
 
  • #28
In vielen Ratgebern zum Thema "Mann finden" wird ja behauptet, dass ein Mann sicher aktiv wird, wenn ihm eine Frau wirklich gefällt. Selbst dann, wenn es für ihn schwierig wird.

Ich habe immer nur unter den Männern gewählt, welche an mir interessiert waren. Die Auswahl ist groß genug und es ist ein optimaöer Weg in eine gute Partnerschaft.

Das ist die Logik erfolgreicher Frauen: Jede Beziehung hat so angefangen, dass der Mann die Initiative ergriffen und ggf. die Frau "erobert" hat, ergo wird oder muss ein Mann, der eine Frau "wirklich" interessant findet, die Initiative ergreifen.

Die männliche Erfahrung ist ja die, dass man die Initiative ergreift und Körbe bekommt, was nicht so schön ist und es gibt zwei Arten damit umzugehen: Entweder "egal, weiter machen wie bisher..." oder die Initiative etwas herunterschreiben und nur noch dann etwas riskieren, wenn
die Frau das Interesse etwas deutlicher zeigt.

Hinzu kommt mit fortgeschrittenem Alter die Erfahrung, dass "es" mit allzu passiven Frauen keinen Sinn macht. Wenn keine flirtige Stimmung aufkommt, dann sollte man es sein lassen.

Worauf ich hinaus will: Wenn man als Mensch zu denjenigen gehört, die nicht jederzeit eine Anzahl von Interessenten hat, dann führt Passivität zu nichts. Aktivität kann zu Enttäuschungen führen und Passivität schützt einen davor, mehr aber auch nicht.
Was aber m.E. heutzutage gar nicht mehr geht: Zu glauben, man würde "feste Beziehung" oder gar Heirat etc. nach kurzer Zeit am besten noch verbal aushandeln.

Das "Spiel" ist komplizierter geworden. Es sei denn, du suchst dir wie Laleila einfach den besten der interessierten Männer aus.
 
  • #29
Ich seh das so: Es ist absolut geschlechtsunabhängig, ob ein Mensch meint, in einer Beziehung kämpfen zu müssen oder nicht.
Eine Beziehung, in der beide wollen, ergibt sich leicht, ohne Kampf.

Menschen, die für eine Beziehung kämpfen gegen den Willen des Partners, ist nicht bewusst, dass die, die nicht wollen, es ihnen nicht auf ihre Weise klar ins Gesicht sagen. Diese Menschen wollen die Beziehung unbedingt und deswegen übersehen sie Zeichen, an denen erkennbar ist, dass der andere nicht will. Es geht nur darum, dass diese Beziehung für die kämpfende Person das Seelenheil darstellt (Projektion, ins Bett kriegen, was auch immer), deswegen macht sie blind immer weiter.

Damit ist nicht gemeint, dass man nicht umeinander wirbt. Dh. dass ein Mann schon einige Register ziehen könnte, wenn die Frau ihm signalisiert, dass er Chancen hätte. Vielleicht meinst Du das mit
Es läge in seiner Natur, die Frau zu erobern.
Da würde ich Dir recht geben. Aber nicht wie ein depperter Hampelmann, bei dem die Frau nur mit dem Finger schnippt, ohne dass sie ihn will.

Dagegen ist das hier
Ich selbst kenne auch die Situation, einen Mann fast gar nicht mehr loszuwerden, obwohl ich ihm gegenüber extrem zurückhaltend bin. Und auch die, dass ein Mann das Interesse verloren hat, als ich ihm offen mein ebenfalls bestehendes Interesse gezeigt habe.
dieses Kämpfen, das ich meinte.
Wer die Signale nicht deuten kann, denkt, er müsse nur mehr tun und kann richtig unangenehm werden, weil der andere ja wirklich nicht will.

WIE einer wirbt, kann sehr unterschiedlich sein. Manche machen das sehr indirekt, weil es ihnen nicht liegt, offen Interesse zu bekunden. Aber ich denke, dass Männer schon aktiv werden, wenn sie interessiert sind. Nur muss die Frau das halt signalisieren, sonst wird es doch eine Hampelmann-Nummer bzw. die Frau manipuliert nur ohne echtes Interesse.

Selbst dann, wenn es für ihn schwierig wird.
Was ist damit gemeint?
 
  • #30
In vielen Ratgebern zum Thema "Mann finden" wird ja behauptet, dass ein Mann sicher aktiv wird, wenn ihm eine Frau wirklich gefällt.
Selbstverständlich.

Es gibt natürlich Männer, die nur ganz schwer in die Offensive finden, aber ganz intensiv ihre Gefühle ausstrahlen. Da sollte frau bei eigenem Interesse durchaus --- sagen wir --- ein paar Tricks auf Lager haben, die ihn aus der Reserve locken. Dann muss es aber auch gut sein, frau kann die Puschen hinhalten - in die Puschen kommen muss ER. Definitiv.

Ich hatte schon in meinem Leben ein paar Mal Interesse an einem sehr zurückhaltenden Mann. Wenn frau einen Kerl aber zum Jagen tragen muss, wird er für mich derartig unsexy, dass mein Interesse rapide schwindet.

Ich habe meine Partner unter den Männern ausgewählt, die richtig Gas gegeben haben. Davon gab es immer genug.
 
Top