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  • #1

Wir sind seit 40 Jahren ein Paar. Sexuell läuft nichts mehr. Natürlich?

Sie war 17 als ich Sie kennengelernt hatte. Schon nach wenigen Wochen war ich derjenige der häufiger nach Sex und Zärtlichkeit verlangte. Das ging 20 Jahre gut. Dann hatte ich eine Affäre mit einer jungen Studentin. Es war der Himmel auf Erden. Dann das Dilemma. Meine Frau wurde schwanger und ich habe zu Ihr gestanden. Jetzt ist unser Sohn 20 Jahre. In den Jahren hatten wir immer weniger Sex miteinander. Jetzt schon über ein Jahr nix mehr! Sie sagt Sie will nicht mehr, entweder ich akzeptiere oder soll gehen. Sie hat einen wirklich harten Beruf, und am Wochenende noch einen Zweitjob. Außerdem ist Sie inzwischen in den Wechseljahren. Was meint Ihr? Wie soll ich mich verhalten? Ich glaube ich liebe Sie immer noch!
 
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  • #2
Mal ganz ehrlich - würdest Du tatsächlich das tun, was Dir hier im Forum wildfremde Menschen raten, ohne Dich und Deine Frau zu kennen?

Du hast Dich längst entschieden. Also tu es!
 
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  • #3
Ist doch ganz einfach: sie will keinen Sex mehr und du schon, also wirst du sie wohl verlassen müssen. Da du ja auch nur glaubst das du sie noch liebst kann es mit eurer Liebe letztlich ja auch nicht so weit her sein.
 
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  • #4
Deine Situation ist nichts besonderes, sondern trauriger Alltag in deutschen Altehen. Einer von beiden hat irgendwann keine Lust mehr auf Sex, der andere will aber noch, und früher oder später geht er dann fremd.

Die meisten Ehepaare trennen sich dann NICHT. Die gewachsene Nähe und Freundschaft wiegt schwerer. Der Ehepartner, der keinen Sex mehr will, drückt beide Augen zu und übersieht die Affären des andern. Oder ist offen damit einverstanden. Wichtiger ist es vielen, eine sexlose aber freundschaftliche Beziehung zu führen, als eine lang gewachsene Vertrautheit und Gemeinsamkeit aufzugeben.

Ich würde kein Leben ohne Sex führen wollen, und ich würde das auch einem Partner nie zumuten. Also entweder Affären akzeptieren oder Trennung, eine andere Möglichkeit gäbe es für mich nicht.

w54
 
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  • #5
Unterstützte sie und nimm ihr Arbeit ab, damit sie sich erholt. Wer wirklich ausgepowert ist, hat natürlicherweise keine Lust auf Sex. Frag sie, ob das mit dem Zweitjob wirklich sein muß. Eine so langjährige Beziehung wirft man doch nicht wegen dem bisschen Sex in den Wind!
 
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  • #6
Wenn ihr so lange zusammen seit ist das erstaunlich und bewundernswert.
Da macht es doch mal Sinn über den Sinn des Lebens allgemein und des eigenen Lebens miteinander zu reden. Ohne gleich das Thema Beziehung und Beziehungskriese direkt anzusprechen. Sondern über alltagsprobleme wie z. B. die Arbeitsbelastung Deiner Partnerin.
Evtl. gibt es ja noch eine ganze Reihe kleinerer Probleme die addiert das Zusammenleben auch belasten.
Ich sehe eine Partnerschaft auch als etwas um in sehr schierigen Situationen (bis das der Tod euch scheidet) zusammen zu halten. Das verstehe ich auch als Liebe.
Trennen geht schnell. Aber besser wird das Leben dadurch in Kürze nicht. M 53J
 
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  • #7
Meine Meinung als Frau, die auch schon zwei Partner sexuell am ausgestreckten Arm verhungern ließ: es ist nicht gesagt, dass sie keine Lust hat, es kann auch viel im Verborgenen liegen. Frauen bestrafen oft ihre Partner dadurch, weil sie bestimmte Dinge, die sie stören, nicht zur Sprache bringen können (kann sein, dass sie sich das noch nicht mal selbst eingesteht). Fragen, die Du für Dich (und dann am besten auch mit ihr klären solltest): 1. Gibt es unausgesprochenen Konflikte? Hat sie Gründe, unzufrieden zu sein? 2. Liebt sie Dich auch noch??? 3. War der Sex denn vorher für sie erfüllend? Ich meine, WIRKLICH erfüllend? Wenn das nicht so ist, sagen Frauen das auch nicht unbedingt...
Viel Glück, W 30
 
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Popcorn

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  • #8
Du liebst sie immer noch.
Dann zeige es ihr und rede mit ihr darüber. Vrständnisvoll, liebevoll.
Erzähle ihr über deine Bedürfnisse und sage ihr, dass Du nicht gehen willst. Du liebst sie.
Frage sie, ob sie Dich liebt? Eine gleichberechtigte und erfüllende Partnerschaft ist Arbeit auf lange Zeit.
Stell Dir vor. Den Menschen, mit dem Dich so viel verbindet verläßt wegen Sex.
Weißt Du was übrig bleibt? Eine ganz große Leere. Und es endet in Einsamkeit.
In langjährigen Ehen vergisst man, dass Kommunikation der wichtigste Weg zu dem anderen ist.

Eine andere Anmerkung: Sex ist immer dann erfüllend und schön, wenn man das bekommt, was man braucht und gerne hätte. Vielleicht bekommt deine Frau von dir nicht das, was sie für schön findet....
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, warum deine Frau kein Sex mehr will?
Alle meine Bekannten in den Wechseljahren berichten über einer erhöhten Libido und Lustgefühl, sogar Befreiung von Tabus.

Wenn ich müde und erschöpft bin lege mich zu meinem Liebsten und entweder er streichelt mich in den Schlaf, oder nach fünf Minuten streicheln will mein Körper und meine Seele mehr.
Meine Batterien glühen auf Hochtouren. hm...Obwohl ich vielleicht vorher keine Lust verspürt habe.

Vielleicht assoziiert deine Frau mit Dir keinen schönen Sex. Es klingt hart, ich weiß, aber der erste Schritt in jeder Problemlösung ist die Analyse. Frage sie einfach, wie sie Zärtlichkeiten schön empfindet.

Viel Glück für Dich!
 
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  • #9
Frage @ # 6

Sag mal, machen Frauen das gezielt und setzen Sexentzug als Machtmittel ein, um ihre Interessen durchzusetzen. Oder driften Frauen unbewusst in eine sexlose Phase, wenn das Leben schwierig wird (Stress im Beruf, Kinder, Partnerschaftsprobleme etc.).
 
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  • #10
Eigentlich seit Ihr Helden in unserer Generation!!!!
Ihr habt das solange geschafft, und Ihr wisst, wo, und wie Ihr Spass miteinander haben könnt...
Macht das!!! Tausende suchen die Liebe, die Ihr noch habt!!!

Seit stoltz, darauf!!!
 
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  • #11
Hast Du den Mut, alleine zu sein?
Dann mach es.
Akzeptieren oder gehen, heisst immer gehen.
Heute kannst Du nochmals durchstarten
Sicher ist es möglich, dass im Verborgenen noch viele Probleme liegen, die sie nicht aussprechen kann / will.
Aber macht es Sinn, dass Du vermutlich, in Ihren Augen der Schuldige bist und nun die nächsten 20 Jahre noch die Strafe tragen musst?
Seid Ihr sozial auf so schwachen Füssen, dass Deine Frau auch am Sonntag noch einen Zweitjob machen muss? Oder ist das ein weiterer Schritt den Deine engagierte Frau macht, um Dir aus dem Wege zu gehen?

Eine Frau, die Erpresst und ein Ultimatum stellt, kann nicht aufhöhren.
Es werden weitere Vorderungen kommen. Sie bestraft dich dafür dass Du Ihr das Leben verpfuscht hast.

Halte den Kopf hin, oder hau ab und geniesse das Leben.
 
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  • #12
Ich kann #10 nur zustimmen. Wenn sie sagt "... oder ich soll gehen", dann liegt ihr nichts mehr an dieser Partnerschaft. Ihr hattet schon die ganzen Jahre so wenig Sex. Da hilft doch kein Reden, sie hat dir nie genügend Sex und Zärtlichkeit gegeben.
 
  • #13
Gib nicht auf!

Wenn Menschen ein ganzes Erwachsenenleben miteinander verbracht haben, ist Trennung weit schwerer, als die Jüngeren hier sich das vorstellen können. (Ich allerdings weiß, wovon ich rede!) Ihr seid eine Familie, werdet irgendwann mal Enkel haben, und soo schlimm kann das Leben mit deiner Frau nicht gewesen sein, wenn ihr 40 Jahre miteinander klar gekommen seid.
Nach der Trennung ist niemand mehr da. mit dem man in Erinnerungen schwelgen kann: "Weißt du noch..."? Alles, wirklich ALLES löst sich auf, wenn du dich dafür entscheiden würdest. Alles, was ihr euch in 40 Jahren aufgebaut wird geteilt, auch die weitere Familie gerät ins Wanken, Freunde werden sich entscheiden müssen.Später wird auch die Rente geteilt.

Du würdest sie schmerzlich vermissen! Nicht unbedingt im Überschwang einer neuen Partnerin, wenn Sex und Schmetterlinge die Wahrnehmung vernebeln. Aber später, wenn du nüchtern auf das Leben mit deiner Frau zurück blickst.

Ich denke nicht, dass deine Frau dich erpressen will. Kann es nicht sein, dass sie dieses Gesprächsthema einfach gründlich satt hat, und deshalb so pampig reagiert? Vielleicht trägt sie auch ein Problem mit sich herum, das sie nicht verkraftet.

Natürlich ist Sex in "unserem" Alter wichtig, da kann ich dich gut verstehen. Nur - die Sache mit der Studentin war ja damals nicht die fairste und effektivste Methode, erotische Situationen mit deiner Frau zu schaffen! Und bedenke: Den Alltag, die Sorgen und die Glücksmomente hast du mit deiner Frau geteilt!

Du liebst sie noch, das ist doch erst mal das Allerwichtigste!
Versuche mit deiner Frau ins Gespräch zu kommen, falls notwendig, mit Hilfe eines Therapeuten.
Wenn sie spürt, wie wichtig sie dir ist, wird sie hoffentlich dazu bereit sein.
 
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  • #14
@6
Danke für diesen Beitrag, er drückt genau das aus, was ich in meiner 25jährigen Ehe erlebt habe. Ich bin eine Frau und ich weiß heute, dass genau das der Grund für meine Verweigerung war. Mein Mann hat mich emotional verhungern lassen, ich hatte immer das Gefühl, dass ich ihm nichts wert bin und er hat sich außerdem ziemlich gehen lassen. Ich konnte ihm nicht sagen, was mich an ihm stört, weil er es nicht verstanden hat. Ich habe alles versucht, aber es kam nicht bei ihm an.
Heute weiß ich, dass ich mich beim Sex immer schmutzig und benutzt vorkam, also habe ich unbewusst verweigert.
@8 Das beantwortet vielleicht deine Frage. Mir war es nie bewusst, ich war mich absolut sicher, dass ich Sex nicht mag. heute weiß ich, dass mein Sexentzug der versuch war, damit den Liebesentzug zu kompensieren.
Und heute weiß ich, dass ich Sex liebe, mit meinem neuen Partner habe ich ein ausgesprochen ausgefülltes Liebesleben.

@FS. Überleg dir, bevor du gehst, was sonst noch bei euch schiefläuft, versucht es mal mit einer Paartherapie, denn fehlender Sex ist ganz sicher nur ein Ausdruck für andere, versteckte Probleme. Und überlege dir, was nach einer Trennung kommen würde? Glaubst du, dann hast du plötzlich tollen Sex? Mit wem denn? Es ist nicht wirklich leicht, eine neue Partnerin zu finden.

w 58
 
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  • #15
Frustration bei dir. Verständlich (kein erfüllender Sex mit der Ehefrau).
Frustration bei ihr. Auch verständlich (zwei jobs und Arbeit ohne Ende).
Frustration zwischen euch. Na klar (siehe oben).

Villeicht liest du mal das Buch "The journey" von Brandon Bays oder du schaust dir die Videos von Byron Katie an, wie sie mit frustrierten Menschen arbeitet, bis sich der Frust und seine Wirkung auflöst.

Alles Gute!
w,57
 
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  • #16
Mein Arzt riet mir in einer sehr ähnlichen Situation, ich solle mir eine Freundin suchen. Ich bin dann gelegentlich zu einer netten Prostituierten gegangen (..ja, sowas gibt's) .Später meldete sich meine Disco-Bekanntschaft per e-mail, die mehr als 500 km entfernt wohnt und einen guten Arbeitsplatz hat, die verheiratet ist (getrennt von Tisch und Bett in einem Haus). Seitdem besuche ich sie ca. alle 6 Wochen und wir verbringen ein kurzes Wochenende miteinander - hauptsächlich im Hotelbett.Ich freue mich schon auf das nächste am Samstag.
Meine Frau hat es notgedrungen akzeptiert, da es für sie die bequemste Lösung (Haus, Kinder, Finanzen, Gewohnheit, Verwandtschaft) ist .
Vielleicht findest du "Ansatzpunkte" - ...ja, ich weiß , das ist alles nicht ideal, aber zur Scheidung kann ich mich auch nicht durchringen.
 
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  • #17
@6 & 13:

Das ist ja wohl das Allerletzte!!
"Frauen bestrafen oft ihre Partner dadurch, weil sie bestimmte Dinge, die sie stören, nicht zur Sprache bringen können."

Wenn ich das lese, kommt es mir fast hoch!!

Selber nicht den Mund aufmachen können, aber den Mann bestrafen!!
Das sind Frauen, die sich nur gut fühlen, wenns den anderen schlecht geht!

Hoffentlich treffe ich NIEMALS jemanden wie euch!!
 
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  • #18
@16 von #13

Sag mal, wie tickst du denn? Ich glaube, du hast absolut nicht verstanden, was ich geschrieben habe. Deine Aussage finde ich ziemlich daneben. Ich kann allerdings auch nur hoffen, dass wir uns nie begegnen.


Ich war mir nie bewusst, was da bei uns abläuft, ebenso, wie es meinem Mann nie klar war, was er mit mir gemacht hat.
Wie kannst du da von "bestrafen" sprechen. Eine Strafe ist etwas, was man bewusst macht.
Mein Ex hat mich nicht bewusst emotional verhungern lassen, er hat in seinem Elternhaus nie gelernt, emotionale Nähe zu leben, für ihn war Liebe und Nähe immer gleichzusetzen mit Sex.
Für mich war Sex unmöglich mit einem Mann, bei dem ich mich nicht fallen lassen konnte.
Meine Lustlosigkeit in Sachen Sex war zwar die direkte Folge auf das Verhalten meines Mannes, aber weder bewusst noch eine Strafe. Das war keine bewusste Handlung und ich bin garantiert die Letzte, die sich gut fühlt, wenn es anderen schlecht geht. Sonst hätte ich garantiert nicht 25 Jahre Ehe ausgehalten. Oder glaubst du allen ernstes, dass ich mich gut gefühlt habe?

Es hat lange gedauert, aber heute, 8 Jahre nach unserer Trennung und nach getrennten Therapien, haben wir BEIDE erkannt, was unser Problem war und wir haben heute beide eine gut funktionierende Partnerschaft mit neuen Partnern.
 
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  • #19
@ #6 und # 13

Wenn man als Mann so ließt, was ihr da guten Gewissens schreibt, da kommen einem schon Gedanken, dass das Heiraten ganz prinzipiell ein Fehler sein könnte. Der arme Mann, ist durch die Hochzeit an sexuelle Exklusivität gebunden und seine Frau lässt ihn am ausgestreckten Arm verhungern "weil sie Probleme nicht zur Sprache bringen kann". Und dabei hat sie nicht einmal ein schlechtes Gewissen.

Ohne die feste Bindung durch eine Ehe, hätte da mancher Mann wohl ein besseres Leben.
 
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  • #20
@18 von #13

Glaub mir, ohne die Ehe hätte ich ein wesentlich besseres Leben gehabt. Glaub nicht, dass es eine Wonne ist, gefühlsmäßig zu verhungern. Aber manchen Männer ist das völlig egal, ja sie verstehen überhaupt nicht, wozu man Gefühle braucht, wenn es doch Sex gibt.
 
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  • #21
@ #19 von #18

Es mag wohl sein, dass manche Männer diese und auch jenes falsch machen und sich partnerschaftlicher verhalten sollten.

Ich verstehe trotzdem nicht, warum eine Frau heiratet (wozu sie schließlich niemand gezwungen hat). Dann in der Ehe - zu Recht - sexuelle Exklusivität erwartet. Daraufhin aber guten Gewissens auf die Idee kommt, es sei vollkommen ok, den Ehemann dauerhaft sexuell zu frustrieren.

Nur die Ehe gibt der Frau die Macht, sich so verhalten zu können. Sie weiß, dass ihr ein verheirateter Mann nicht so einfach weglaufen kann, egal wie schlecht sie ihn behandelt.

Mir scheint das auf alle Fälle ein Punkt zu sein, der gegen der Heiraten spricht.

m
 
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  • #22
@20

Ich bin auch eine Frau und kann Nr. 13 und 19 gut verstehen. Eine Frau geht natürlich in die Ehe um Liebe, Zuneigung, Geborgenheit und auch Sex zu bekommen. Und was ist, wenn alles, was sie dann bekommt Sex ist? Von Sex alleine kann doch niemand leben.
Ich glaube nicht, dass diese Frauen absichtlich nun Sex verweigern. Ich selbst hatte auch so einen Freund, da wollte ich einfach keinen Sex mehr, weil er die ganze Woche kaum mit mir geredet hat, immer nur mit Freunden unterwegs war und dann angetrunken heim kam und von mir Sex verlangt hat. Ich hätte gerne Sex gehabt, aber nicht mit einem Mann, der mich anekelt, weil er sich sich so benimmt. Mein Freund hat da überhaupt nicht verstanden.

was hättest du denn gemacht, wenn du so nachlässig behandelt wirst wie Nr. 13 ? Was hättest du als Frau gemacht, wenn man versucht, mit dem Mann zu reden und er es einfach nur als Blödsinn abhandelt. Hättest du dann gesagt, dass er zwar ein A.... ist, aber lass uns trotzdem ins bett, weil sex ja schließlich nichts mit gefühl zu tun hat?
 
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  • #23
#20 @ #21

Ich sehe schon ein, dass manche Männer Schweine sind und Frauen es nicht leicht mit ihnen haben. Ich bin auch keineswegs der Meinung, eine Frau müsse immer zu allem bereit sein. Wenn eine Frau aber der Meinung ist, der Mann passe nicht zu ihr, warum hat sie ihn dann geheiratet?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass Frauen etwas bedenkenlos Männer heiraten, wenn die Ehe ihnen einen finanziellen Aufstieg ermöglicht. Sind sie dann erst einmal verheiratet, haben sie eine finanzielle und sexuelle Machtposition gegenüber ihrem Ehemann. Es gibt schon Frauen, die nutzen diese Machtposition aus und halten den Mann sexuell kurz, damit er gefügig ist.

Stellt sich für mich die Frage: Warum sollte ein Mann da heiraten? Finanziell gibt es das Risiko, dass er bei einer Scheidung ausgenommen wird. Sexuell gibt es das Risiko, dass die Frau auf einmal entdeckt, dass sie keinen Sex mehr möcht.

Ist es da nicht besser, alles auf einer unverbindlicheren Ebene zu halten, wo man sich bei solchen Problemen zügig trennen kann?

m
 
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  • #24
Wir sind seit 40 Jahren ein Paar. Sexuell läuft nichts mehr. Natürlich? Antwort: Nein, das ist nicht natürlich, da stimmt einiges nicht, ich frage mich, wie man es dennoch solange aushalten kann?! Ich hatte dasselbe Problem, allerdings nur 2 Jahre und habe mich konzequent getrennt, da ich auf Sex in der Partnerschaft nicht verzichten werde. m/45
 
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  • #25
@22
Kann es sein, dass du da eigene Erfahrungen mit ins Spiel bringst und auf andere überträgst?

Kannst du dir nicht vorstellen, dass sich Manschen verändern? Dass aus liebevollen Freunden mit der Zeit egoistische Ehemänner werden?

Warum glaubst du eigentlich, dass Frauen nur das Geld eines Mannes im Kopf haben, wenn sie heiraten.
Bei mir war ich es, die den Mann 5 Jahre lang durchgefüttert hat, bis er mit dem Studium fertig war und danach trotz 2 Kinder noch mit einer 3/4 Stelle gearbeitet hat und den kompletten Haushalt erledigt hat.

Ich glaube deine Einstellung zu einer unverbindlichen Partnerschaft, die eigentlich nach deinen Aussagen nur auf Sex basiert, ist genau die Einstellung, die Frauen dazu treibt, Sex nicht mehr als gemeinsame Lust sondern nur noch als Last zu empfinden.

Ich lese hier leider von fast allen Männern das selbe:
Kein Sex mehr - dann tausch sie aus! Leider gibt es nur sehr wenige Männer, die nach Ursachen forschen und die verstehen, dass Frauen nicht aus Bosheit die Freude am Sex verloren haben.
Frauen sind menschliche Wesen, keine Gummipuppen!

Ich kenne keine einzige Frau, die Sexentzug als Druckmittel einsetzt, aber ich kenne sehr viele Frauen, die darunter leiden, dass Sex mit ihrem Partner keinen Spaß mehr macht, es dem Mann aber egal ist.
 
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  • #26
Du wunderst Dich, dass eine abgearbeitete, betrogene Frau in den Wechseljahren keine Lust mehr auf Dich hat ?!? Meiner Meinung nach hat sie einen Orden verdient, dass sie Dich noch erträgt.
 
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  • #27
Wenn ich das richtig lese hattest Du eine heiße Affäre und gleichzeitig wurde Deine Frau schwanger?! Hat sie das mitbekommen? Dann wundert mich nicht, dass die Beziehung einen Knacks bekam und von da an ständig abwärts ging.

Hast Du sie liebevoll mit durch die Schwangerschaft begleitet oder hast Du sie spüren lassen, dass Du es als "Dilemma" betrachtest?
Hast Du ihr unterschwellig nie verziehen, dass sie ausgerechnet schwanger wurde, als Du Deinen "Marktwert" wieder entdeckt hast. Hast Du Dich ihr versucht wieder libevoll zu nähern, sie wieder zu umwerben, so dass sie sich nicht wie: "Er ist nur bei mir geblieben, weil ich schwanger wurde" fühlte?......
 
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  • #28
#22 @ # 24

Liebe 24, ich sehe schon ein, dass es das von Dir geschilderte Problem wirklich gibt, und dass manchen Frauen über längere Phasen das sexuelle Interesse fehlt. Was mir Gedanken macht, sind aber zwei Dinge.

Zum einen betrifft das Problem fast nur verheiratete Frauen. Dass sich eine unverheiratete Frau über lange Zeit hinweg sexuell verweigert, habe ich noch nie gehört - weder in Männergesprächen, noch hier im Forum. Als Mann rätselt man natürlich, warum das so ist. Persönlich habe ich eben den Verdacht, dass verheiratete Frauen wissen, dass sie finanziell am längeren Hebel sitzen und dass sie ihren Mann ruck zuck finanziell ruinieren können. Also müssen sie sich keine Mühe mehr geben, für ihren Mann interessant zu sein - weder in sexueller noch in sonstiger Hinsicht.
Es würde mich interessieren, ob Du einen anderen Grund siehst, warum das Problem der sexuellen Verweigerung gerade verheiratete Frauen trifft.

Zum anderen würde mich interessieren, wie Du dich verhalten würdest, wenn Du ein Mann wärst. Es ist nicht unbedingt selten, dass Frauen nach oben daten und dann auch heiraten. Weiterhin gibt es nicht wenige Frauen, die durchaus nichts dagegen haben, wenn ihr gutverdienender Ehemann sie versorgt. Schaue Dir nur einmal an, wie die Elitedamen hier auf Männern herumhacken, die finanziell nichts zu bieten haben.
Zu diesen zwei Punkten kommt nun noch das oben erwähnte Problem der sexuellen Verweigerung bei Ehefrauen.

Da hat sich ein Mann durch eine Hochzeit schnell in die Situation manövriet, dass er eine Frau versorgen muss, von ihr sexuell aber auf Nulldiät gesetzt wird.

Ich sage jetzt keineswegs, dass Sexualität alles ist, aber die gerade beschriebene Situation ist für einen Mann eben nicht erstrebenswert. Ich selbst bin durchaus wertkonservativ orientiert, aber sollte ein Mann unter diesen Gesichtspunkten wirklich eine Ehe anstreben?

m
 
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  • #29
40 Jahre Partnerschaft ist die eine Seite. Aber eine Aussage wie: "entweder akzeptieren oder gehen", das geht ja mal gar nicht. Ist zwar immer schwierig, das als Außernstehender mit für und wieder zu beurteilen. Aber du solltest dich zumindest ernsthaft fragen, ob du dich deiner Partnerin gegenüber vergleichbar respektlos verhältst, wie sie sich zu dir.

m41
 
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  • #30
@27 von 24
Na ja, das ist ja schon einmal ein guter Ansatz: Über Dinge sprechen!

Ich habe es selbst erlebt und kenne es aus einigen unglücklichen Ehen:

Die Frauen bekommen Kinder, sind emotional stark belastet (auch wenn das hier nur Mütter verstehen können, Kindererziehung ist kein Kinderspiel und vor allem emotional sehr zehrend). Männer verstehen das nicht, es kommt schnell zu Eifersucht, denn sie haben Angst, dass das Kind ihnen die Zuneigung der Frauen entzieht. Das stimmt nicht, aber das Kind ist eben hilflos und eine Mutter ist eine Mutter.
Nun beginnt der Teufelskreis. Mutter ist müde, Mann will Sex und fordert ein. In diesem Augenblick wird es gefährlich, denn nun wird Sex für die Frau zu einer Pflicht und nicht mehr zur Lust. Daran leiden sehr viele Ehen.
Wenn die Kinder mal aus dem Gröbsten sind, so mit 2 Jahren, müsste es sich allerdings wieder einspielen. Nun versäumen es aber viele Ehepartner (Männer wie Frauen), wieder zurück zum Liebespaar zu kommen. Man hat sich an den langweiligen Papa-Mama-Sex gewöhnt. Der Mann reagiert sich ab, die Frau lässt über sich entgehen und die Liebe stirbt.

Das hat doch aber nichts damit zu tun, dass sich die Frau absichtlich verweigert um den Mann in irgendeiner Weise zu kontrollieren. Glaub mir, auch Frauen leiden darunter.
Wenn ich das meinem Mann gesagt habe, dass ich mal wieder ausgehen möchte, vielleicht mal ein Wochenende ins Wellnesshotel oder mal ein paar Tage nach Paris, dann kam nur "mach das doch mit deiner Freundin, ich hab keine Lust. Dabei wären das genau die Dinge, die ein Paar wieder zum Liebespaar werden könnten.
Aber wenn er dann kam und meinte "wie schaut es aus, wir könnten doch heute mal wieder Sex haben" - das war der Abtörner schlechthin.

Also Männer in den langweiligen Ehen - Mädels mögen es einfach romantisch, ist das wirklich so schlimm, sie mal wieder zu erobern?

Auf deine Frage Ehe oder nicht. Ja, ich finde immer noch, dass sich gerade auch für Männer eine Ehe lohnt, aber nicht um nun ein Leben lang kostenlosen und jederzeit einforderbaren Sex zu bekommen sondern um die Chance auf eine immer spannende Liebe zu haben. Aber ein wenig tun müsst auch ihr dafür.
 
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