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Gast

  • #1

Wieso üben manche Menschen Kontrolle/ Macht über ihr Partner aus?

Hallo, was bringt es Männern, Macht und Kontrolle über ihre Partnerin auszuüben und machen sie dieses dann bewußt oder eher unbewußt? Mein letzter Partner war leider so jemand und ich habe mich nach kurzer Zeit getrennt, und ich frage mich, warum man es nötig hat, seine Partnerin zu gängeln, ständig zu kritisieren, am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, oder sie zu sanktionieren oder mit Nichtachtung zu strafen, wenn sie nicht so reagiert, wie er sich das vorstellt? Das hat mit Liebe überhaupt gar nicht zu tun. Können solche Menschen überhaupt Liebe empfinden?
Dann sollen sie sich doch lieber trennen und eine passendere Partnerin suchen. Bei der nächsten Frau geht es dann genauso weiter. Was bezwecken solche Menschen? Sie scheinen nie glücklich und zufrieden zu sein.
Sind diese Menschen wirklich so starkt und mächtig oder eher das Gegenteil, nämlich ohne Selbstbewußtsein und voller Komplexe? Wieso gibt es so viele von dieser Sorte? Eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist mit so Jemandem ja gar nicht möglich.

Danke für eure Meinungen. W,37
 
  • #2
Das gibt es nicht.

Es gibt keine Opfer, nur Täter auf beiden Seiten.
Ich habe kein Mitleid mit Frauen, die sich mies behandeln lassen, denn sie sind es selbst Schuld und harren trotzdem bei einem fiesen Typen oft jahrelang aus. Wie blöd ist das denn? Ich werde so ein Verhalten nie und nimmer verstehen.

Somit gibt es immer einen der Macht ausübt (Täter) und ein anderer (Täter seines eigenen Schicksals) der Macht über sich ausüben lässt. Einer der ausnutzt und einer der sich ausnutzen lässt.

Diesen Frauen ist einfach nicht zu helfen, sie fallen immer wieder auf solche A....herein, obwohl sie es besser wissen müssten, sie glauben dann auch noch einen A......ändern zu können. Vermeintlich Frauen die gerade schnellen Sex und gute Hausmannskosten zum kostenlose Konsumgut machen.

Ich habe mir den Mund da fusselig geredet, aber diese Frauen sind krank und bedürfen eines Arztes.
 
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Gast

  • #3
Wer keine gleichberechtigte Partnerschaft führen kann, dem mangelt es an Selbstbewusstsein. Er gängelt bewusst und versucht die Partnerin klein zu halten. Dafür sucht er sich eine Frau für die er keine Liebe empfindet. Liebe macht verletzbar und das kann das reduzierte Selbstbewusstsein nicht aushalten. Tatsächlich aber haben sie Angst, nicht genügen zu können. Ihnen ist bewusst, dass sie Defizite haben und sie möchten geliebt werden. Das ist ein Teufelskreis, das nur schwer zu verstehen ist. Du hast ein gutes Selbstbewusstsein, wenn Du dich umgehend getrennt hast. Das hat dir viel Leid erspart. Solche Männer suchen sich vorzugsweise bedürftig wirkende Frauen, die sich aus lauter Liebe diese Behandlung lange Zeit gefallen lassen.

Diese Männer können nicht anders, weil sie Gleichberechtigung nicht ertragen können. Sie sind nicht glücklich und nie zufrieden, vor allem mit sich selbst. Deshalb fehlt es ihnen ja an Selbstbewusstsein und sie bekommen das Augenzwinkern, gegenüber den eigenen Schwächen, nicht hin. Dauerhaft glücklich sind sie nicht. Wenn sie einer Frau begegnen die sie liebt, dann bekommen sie Angst und hauen ohne Erklärung ab. Damit schützen sie sich selbst, um sich nicht verwundbar zu machen. Deshalb vergraulen sie jede selbstbewusste Frau, die ehrliche Gefühle entwickelt. Und damit hat es sich auch mit der Augenhöhe, die Du mit so einem Mann vergessen kannst. Auch wenn ich nicht ganz frei von Mitgefühl bin, das tue ich mir auch nicht (mehr) an.

w50+
 
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Gast

  • #4
Als ich 18 war, war ich mit einem 10 Jahre älteren Sozialarbeiter zusammen. Als wir uns kennenlernten, haben wir uns beide gut getan. Dachte ich.

Ich zog zu ihm, zunächst lief alles gut. Nachdem ich mich gefangen hatte, und auch wieder (rosarote Brille, länger als die üblichen sechs Monate...) mehr mit meinen Freunden unternahm, fing er an, mich zu "analysieren". Er wollte mir Probleme einreden, die ich gar nicht hatte. Ich war jung und dumm, ich habe es mir viel zu lange gefallen lassen. Er hat das sogar vor gemeinsamen Freunden gemacht.

In einem Streit hatte ich dann das Schlüsselerlebnis. Ich war der Meinung, man sollte gewollt werden in einer Beziehung. Er meinte, man muss gebraucht werden. Da hat es bei mir Klick gemacht. Er wollte mir die Probleme einreden, damit er mir helfen kann, und ich ihn brauche.

Es war sein Bedürfnis, und es hat meiner Meinung nach gar nichts mit Liebe zu tun. Er wollte, dass ich von ihm emotional abhängig bin.

Später hat er enorme psychische Probleme bekommen, leider erwies er sich als therapieresistent. Absolut beziehungsunfähig, ständig umgeben von Menschen, die seiner Meinung nach Hilfe brauchen, oder von Jüngeren, die noch zu ihm aufsehen. Alte Freunde hat er mit seinem Verhalten schon längst verloren.

w37
 
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Gast

  • #5
Ich habe kein Mitleid mit Frauen, die sich mies behandeln lassen, denn sie sind es selbst Schuld und harren trotzdem bei einem fiesen Typen oft jahrelang aus. Wie blöd ist das denn?
...
Diesen Frauen ist einfach nicht zu helfen, sie fallen immer wieder auf solche A....herein, obwohl sie es besser wissen müssten, sie glauben dann auch noch einen A......ändern zu können. Vermeintlich Frauen die gerade schnellen Sex und gute Hausmannskosten zum kostenlose Konsumgut machen.
...
diese Frauen sind krank und bedürfen eines Arztes.
Sag mal, hast du eigentlich auch nur einen einzigen Satz der Fragestellung verstanden??

Die FS hat geschrieben, dass sie sich NACH KURZER ZEIT getrennt hat, sobald sie merkte wie der Mann sich ihr gegenüber verhält.
Und fragt nun danach warum ein Mensch sich so verhält wie dieser Mann.

Sie hat sich weder mies behandeln lasse, noch hat sie jahrelang ausgehalten, noch sucht sie Mitleid.
Und was hat das bitte mit "schnellem" Sex oder überhaupt mit Sex zu tun?

Thema verfehlt!

Sind diese Menschen wirklich so starkt und mächtig oder eher das Gegenteil, nämlich ohne Selbstbewußtsein und voller Komplexe? Wieso gibt es so viele von dieser Sorte?
Nein, solche Menschen sind ganz und gar nicht stark, im Gegenteil.
Das sind sehr schwache Menschen, voller Komplexe, die es brauchen andere Menschen klein zu machen, weil sie nur so sich selber dann größer fühlen zu können.
Wie du schon richtig erkannt hast haben diese Menschen überhaupt kein Selbstbewußtsein.
Allerdings fühlen sie sich selber stark, in dem Moment, wo sie Macht ausüben.

Ich glaube aber nicht, dass es so viele von der Sorte gibt. Das kommt einem bei der Partnersuche nur deshalb so vor, weil solche Menschen überdurchschnittlich oft Single sind, eben weil sie nicht partnerschaftstauglich sind und jeder ihrer Beziehungsversuch meist bereits in den Anfängen wieder scheitert. Da sie immer recht schnell wieder verlassen werden, sobald ihr neuer Partner merkt was er sich da angelacht hat.
Dadurch tummeln sich natürlich überproportional viele von dieser Spezies ausgerechnet auf dem Single-Markt und man begegnet entsprechend vielen während der Partnersuche.

w, 45
 
  • #6
Es kann für viele Menschen sehr aufregend oder gar erregend sein, wenn sie Macht über andere Menschen haben.

Nicht nur auf sexuellem Gebiet, sondern die ganze Partnerschaft.
Oder das kann auch am Arbeitsplatz passieren (Mobbing), oder in manchen Ämtern etc.
Überall dort möglich, wo Menschen Macht über andere Menschen haben, z.B. durch Kompetenzen, die dafür misbraucht werden können.

Versch. Tests zeigten auf, daß ein Teil der teilnehmenden Männer relativ leicht dazu neigten, sobald sie Macht über andere Menschen bekamen.
Das passierte sogar bei Männern die davor und danach nie persönlich Interesse an Macht hatten.
Aber nicht bei jedem Mann.

Und sowas kann auch bei Frauen passieren, das die zur Macht und ggf. Misbrauch neigen, wenn auch m.E. seltener wie bei Männern.
Wobei es bei solchen Frauen ggf. auch sehr hart und brutal zugehen kann. In Einzelfällen schien es, als ob sie die Männer darin übertrumpfen wollten ?

Es braucht nur die Gelegenheit dazu. Das diese Täter auf ihre Opfer treffen, die ihnen ausgeliefert sind oder scheinen. Und der Betreffende eben zur Machtausübung neigt.
Den die starke Person würde sich schon bei ersten Anzeichen Diesem entziehen.

Ich habe das bei einem Paar miterlebt, wo der Mann nach außen sich sozial engagierte. (Nachbarschaftshilfe).
Aber ausgerechnet bei seiner Partnerin = sein Opfer, eben nicht. Da will er den Kick der Macht über sie. Liebe ist das überhaupt nicht, sondern Egoismus.

Und sein Opfer (Frau) scheint mir psychisch konfus. Sie beteuert immer wieder, daß sie sich von diesem Mann trennen will, daß sie bei einem Psychotherapeuten in Behandlung wäre, daß sie eine psychosomatische Reha machen wolle, usw. usw.
Das kann man glauben, oder auch nicht. Mir scheint, es ist Vertuschungstaktik nach außen.
Denn sie sind seit acht Jahren zusammen = stets Macht und Machtmißbrauch.
Erst mal in Ruhe abwarten, ob sie wirklich was unternimmt und Hilfe annimmt, oder wann sie wieder zusammen sind.

Ich habe den Eindruck, daß diese Männer nicht geliebt werden wollen. Sondern ihnen der Kick der Machtausübung wichtiger ist. Vielleicht "Liebe ist was für Schwächlinge und Weicheier"

Entweder die Leute wollen davon los kommen, und unternehmen glaubwürdig Schritte zu diesem Ziel.
Oder sie praktizieren es weiter. Täter wie Opfer.
 
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Gast

  • #7
Erstmal: Ja, Menschen die so etwas machen, tun das grundsätzlich aus mangelndem Selbstbewusstsein. Sie sind alles andere als stark. Im Gegenteil, sie sind extrem schwach! Sie haben ein Problem mit Gleichberechtigung. Sie wollen sich messen.

Zweitens, wie du schon richtig erkannt hast. Die können nicht auf gewöhnliche Weise lieben bzw. nicht partnerschaftlich sein. Ihre höchste Lust empfinden sie dabei, wenn sie sich auf Konkurrenzebene mit ihrem Partner messen, wie z.B. mit Kumpels. Freundschaften, Bekanntschaften und Kumpels ist solchen Männern auch immer wichtiger als die eigene Partnerin. Auf die können sie sich nämlich auf eine ganz andere Ebene verlassen. Du bist ja das Mittel zum Zweck.
Das kann für solche Menschen einen ganz speziellen Reiz wiederspiegeln. Auffällig ist, dass diese Menschen häufig aus einem langen Singleleben kommen und vermutlich nie eine richtige klassische Partnerschaft hatten, bzw. nur Kurzzeitbeziehungen oder platonischen Beziehungen und psychisch stark angeknackst sind. Ihre Gewalt üben sie nicht körperlich aus, sondern vorzugsweise verbal. Man nennt es auch Verbal-Agression.
 
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Gast

  • #8
Viel haben meine Vorredner ja schon über das mangelnde Selbstwertgefühl usw gesagt. Oftmals empfinden diese Männer Frauen als Bedrohung, daher wollen sie sie klein halten. Dahinter steckt meist eine schwierige Beziehung zu den weiblichen Beziehungspersonen aus der Kindheit, oft die Mutter, aber nicht nur. Später versuchen diese Männer dann, nicht mehr ein emotionales Abhängigkeitsgefühl zu einer Frau zu entwickeln und diese klein zu halten, eine Frau auf Augenhöhe macht ihnen schlichtweg Angst. Das ist die Super-Kurzform mit Vereinfachungen. Bei Interesse einfach mal die psychologische Literatur durchforsten, zu dem Thema ist viel geschrieben worden. Übrigens ein ganz typisches Verhalten bei einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
 
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Gast

  • #9
Die einfachste Antwort: Weil sie es können.

Eigentlich alle Menschen testen grundsätzlich ihre Grenzen aus; Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Bekannte, Freunde, Partner, Fremde, etc.

Es hängt auch stark von der persönlichen Disposition ab. Manche Frauen stehen etwa auf sehr dominante Männer. Manche Männer/Frauen sind eher devot und suchen sehr extrovertierte/dominante Partner und vice versa.

Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen die Partner mit ähnlichen 'Ausrichtungen' suchen oder begehren.

Persönlich stehe ich z.B. auf sehr selbstbewußte Frauen die genau wissen was sie wollen und sich selten unterordnen. Da ich selbst recht dickköpfig bin gab es da häufiger Streit oder große Emotionen. Aber das ist (für mich) z.B. Teil einer Beziehung. Ich brauche Diskussionen und begrüße unterschiedliche Meinungen. Schon allein deswegen, weil es mir Spaß macht andere Menschen von meiner 'richtigen' Meinung zu überzeugen. Haha ;-) !

Andere Menschen können nur so viel Macht auf jmd. ausüben wie diese Person es zulässt. Frauen die etwa sehr devot sind und stets mich fragen was wir denn jetzt machen, unternehmen, etc., die immer zu mir blicken um Entscheidungen zu treffen finde ich nicht sehr attraktiv. Andere Paare die ich kenne funktionieren super, obwohl oder gerade weil einer der beiden stets den Ton angibt.

Ich finde gerade die dickköpfigen Frauen extrem begehrenswert. Sowas bringt mein Blut in Wallung. Das geht so weit, dass ich an manchen Frauen, die ich zunächst super attraktiv fand nach wenigen Dates komplett das Interesse verlor. Auf der anderen Seite gab es Frauen die mir zunächst nicht so gut gefallen haben, die ich aber dann, auf einmal (nach ein paar Dates) total anders wahrgenommen habe. Und plötzlich merkte, dass ich total verschossen war.

Ab einem gewissen Punkt kann ich äußerliche Attraktivität dann auch irgendwie nicht mehr von der Art einer Frau trennen. Das 'verschmilzt' irgendwie. Aber das geht wahrscheinlich den meisten Menschen so.
 
  • #10
Gast 4

Nach kurzer Zeit ist schon zu lange, dieses Verhalten erkennt man schon in der Kennlernphase und ja ich bleibe bei meinem ersten Statement, es werden in der Regel nur die Frauen so behandelt um die kein Mann lange werben muss, schneller Sex und schnelle Verfügbarkeit gehören nunmal dazu.

Was man schnell haben kann, wird auch schnell langweilig, der Partner verliert den Respekt und wird zum Untier.

Warum die FS da noch rätseln muss ist mir ein Rätsel.
Man sollte sich selbst reflektieren und sich sagen, so ein Mann kommt mir nicht mehr zu nah.

Warum es A..... unter Männern gibt ist mir egal, egal ist mir aber nicht meine eigene Ausstrahlung, denn nur diese zieht A....... auch an. Und daran sollte die FS arbeiten um nicht mehr eine zweite Pleite zu erleben.
 
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Gast

  • #11
Solche Menschen sind mir schon beruflich und privat begegnet. Sie haben ein schwaches Selbstwertgefühl und halten andere, die von ihnen abhängig sind, klein um sich selbst größer zu machen als sie sind. Da gibt es nur eine Lösung: sich abgrenzen und ihnen konsequent den Rücken kehren.
 
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Gast

  • #12
Das gibt es nicht.

Es gibt keine Opfer, nur Täter auf beiden Seiten.
Ich habe kein Mitleid mit Frauen, die sich mies behandeln lassen, denn sie sind es selbst Schuld und harren trotzdem bei einem fiesen Typen oft jahrelang aus. Wie blöd ist das denn? Ich werde so ein Verhalten nie und nimmer verstehen.
Mädel, ich glaube, du hast da mal was gehört, plapperst es nach aber hast den Sinn nicht verstanden.
Es ist nämlich genau andersrum.
Es gibt keinen Täterm es gibt nur Opfer.
Die Frau ist das Opfer des Mannes, der versucht, sie zu dominieren. Wenn sie die Opferrolle annimmt, wird sie leiden, nimmt sie sie nicht an, wird sie die Beziehung beenden. So einfach ist das. Ein Täter handelt aktiv, das tut die gedemütigte Frau aber nicht. Leiden ist keine aktive Tätigkeit, also auch kein Täter - verstanden?
Der Mann ist auch ein Opfer, denn er hat diese Verhaltensweise gelernt, er war vielleicht früher Opfer eines stark dominanten Elternteiles, er hat jahrelang darunter gelitten und hat nun die Möglichkeit, das zu kompensieren. Oder er wird im Beruf stark unterdrückt und gibt dies weiter. Dafür gibt es zahlreiche Auslöser, die ein Psychologe finden kann. Dieser Mensch muss nicht von natur aus böse sein, er wurde zu dem gemacht, was er ist, er ist also auch ein Opfer seiner Lebensumstände und so wird er zum Täter. Solange er ein schwächeres Opfer findet, lebt er sich aus, er hat immer Angst, dass, wenn er etwas von seiner Macht abgint, er sie nie wieder bekommt. Es ist erwiesen, dass gerade diese Menschen besonders häufig zu Dominas gehen - warum wohl? Weil sie da den Ausgleich finden. Da können sie aber wieder gehen und müssen keine Angst haben, dass sie auf immer und ewig ausgeliefert sind.
Arme Menschen - die Unterdückten und die Unterdrücker.

Übrigens gibt es auch genügend Frauen, die so handeln, die ihren Mann dominieren und zum Waschlappen machen.

w 60
 
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Gast

  • #13
Ich habe das bei einem Paar miterlebt, wo der Mann nach außen sich sozial engagierte. (Nachbarschaftshilfe).
Aber ausgerechnet bei seiner Partnerin = sein Opfer, eben nicht. Da will er den Kick der Macht über sie.
Mein Ex war so ein Fall. Für seine Nachbarn tat er alles. Er passte auf ihre Kinder auf und ging mit den Hunden spazieren. Wenn seine Eltern ihn brauchten, war er sofort zur Stelle. Er half ständig irgendwelchen Kumpels beim Umzug und war für seinen Chef ein zuverlässiger Angestellter, der auch nach Feierabend und am Wochenende zu Hause am Laptop arbeitete, wenn er darum gebeten wurde. Mir imponierte auch seine Großzügigkeit, denn er unterstützte hilfsbedürftige Menschen mit finanziellen Spenden und setzte sich in der Öffentlichkeit stark für Kranke und Minderheiten ein.

Als wir uns kennenlernten und er mir erzählte, dass er noch nie eine Partnerin hatte, war ich überrascht. Er meinte damals, die Frauen von heute wollen eben keinen kleinen, dicken Mann, der eher wenig Geld verdient und aus Umweltschutzgründen kein Auto besitzt. Mir waren gutes Aussehen, Geld, Status, usw. in einer Beziehung noch nie wichtig. Ich verliebte mich in ihn und dachte, ich hätte das große Los gezogen.

In der Partnerschaft erwies sich sein Verhalten in der Öffentlichkeit als reine Fassade. Wenn ich ihn um einen Gefallen bat, warf er mir einen vorwurfsvollen Blick zu. Dann fühlte ich mich schuldig und traute mich irgendwann gar nicht mehr, eine Bitte zu äußern. Für mich machte er nur dann etwas, wenn es seine eigene Idee war. Und dann spielte er sich auf, als ob er mir das Leben gerettet hätte und ich ihm ewig dankbar sein müsste. Im Umgang mit mir war er alles andere als großzügig. Ich war erstaunt, dass er mir bei den ersten paar Dates kein einziges Getränk spendierte und lud ihn 2-3x ein um ihm zu zeigen, dass ich nicht hinter seinem Geld her war. Trotzdem kam nie was zurück. Wenn er bei mir war, aß und trank er auf meine Kosten, aber ich bekam in seiner Wohnung höchstens Leitungswasser.

Seine Hilfsbereitschaft war nicht authentisch. Der Mann unterstützt nur Leute, von denen er abhängig ist. Er macht alles für seinen Chef, weil er von ihm bezahlt wird. Die Bezahlung ist schlecht, also bekommt er noch finanzielle Unterstützung von den Eltern und tut im Gegenzug einiges für sie. Für seine Freunde macht er ständig was, weil sie ihn öfters mal mit dem Auto mitnehmen. Die Nachbarn passen in seiner Abwesenheit auf seine 3 Katzen auf. Und die hilfsbedürftigen Leute unterstützt er mit seinen Spenden, um sich selbst in der Öffentlichkeit gut darzustellen.

Ich habe lange gebraucht, um ihn zu durchschauen. Manche können sich gar nicht vorstellen, was es alles gibt. Und nun zur Ausgangsfrage nach dem "Warum": Mein Ex ist sicher ein Opfer seines dominanten Vaters, davon bin ich überzeugt. Aber eigentlich ist das "Warum" gar nicht so wichtig… wichtig ist, dass man sich selbst schützt und rechtzeitig die Notbremse zieht.
 
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Gast

  • #14
Oh, ich kenne das auch. Ich musste immer so machen, wie er es wollte, wenn ich mal nicht so gemacht habe, wie er wollte, dann ist er beleidigt oder traurig oder rastet aus. So lange ich alles so gemacht habe und er jeden Tag sein Essen bekommen hat, und ich ja nicht irgendwo hinbin sondern zu Hause geblieben bin, da war alles super.

Ich vermute, dass es ein geringes Selbstbewusstsein ist. Genau als Partnerin muss man sooooo aufpassen, dass man da nicht auch reinrutscht. Depressionen sind da vorprogrammiert, wenn man sich da nicht schnell rauswindet.
 
G

Gast

  • #15
Bezeichnend finde ich, dass sich so ziemlich jede Frau mit Beziehungshistorie in der ein oder anderen Weise als Opfer sieht. Ich will nicht bestreiten, dass einige tatsächlich schlechte Erfahrungen mit dominanten / herrschsüchtigen / betrügenden / whatever Männern gesammelt haben. Aber wenn 100 % beim ersten Date das Liedchen vom Opfer runterleiern, werde ich äußerst skeptisch ...

Zumindest sollte man, sofern man den Geschichten uneingeschränkten Glauben schenken mag, den eingenen Anteil an der Misère hinterfragen. Insbesondere dann, wenn man angeblich wiederholt an "gestörte Männer" gerät.
 
G

Gast

  • #16
Zur Opfer/Täter-Diskussion: Ich finde es immer problematisch, wenn das Verhalten von Menschen, die eigentlich erwachsen im Sinne von gereift sein sollten, also so ab 30, mit den Erfahrungen der Kindheit mit den Eltern gerechtfertigt wird. Klar ist man durch die Eltern geprägt, aber man sollte sich auch weiterentwickeln und etwas Selbstreflexion an Tag legen und eigene Werte entwickeln.
Und unabhängig von der Täter/Opfer-Sache ist jeder für sein Handeln verantwortlich.

Die Machtausübung geht aber nur, wenn der andere es zulässt. Ich habe es leider einmal zugelassen, weil ich verliebt war und diese Charaktereigenschaft zum einen zu Beginn nicht erkannt habe und zum anderen sich gewisse Spielregeln einfach eingespielt hatten. Es handelte sich komischerweise um eine Frau, die genau so war, wie Gast #12 den ex-Mann beschrieben hat. Jeder einzelne Satz. Meine ex-Frau hat ein extrem schwaches Selbstwertgefühl und tut alles dafür, in der Öffentlichkeit gut da zu stehen. In der Beziehung das totale Gegenteil.

Als Mann muss ich allerdings auch sagen, dass man es irgendwie auch gewohnt ist zu sagen, wo es langgeht oder zumindest Vorschläge zu machen und auch aufzupassen und beschützen zu wollen. Frauen fordern das zuweilen ja auch ein. Aber es kommt halt auf einen respektvollen Umgang und die richtige Balance an.

m
 
  • #17
Gast 11

Deine Monologe ändern leider nichts daran, dass ein Mensch einen freien Willen hat und sich somit ausnutzen lässt - freiwillig - denn keiner wird nunmal gezwungen sich ausnutzen oder schlecht behandeln zu lassen.

Ich verurteile somit keine Männer, die ausnutzen, aber die welche sich ausnutzen lassen, denn wenn sich keiner mehr ausnutzen ließe, hätten besagte Männer das nachsehen und wären arme Schweine.

Somit sind sie es aber nicht und nutzen weiter aus, sofern sie jemand finden, der das mit sich machen läßt. Was wiederum meine These bestätigt, somit müsste die Frage eigentlich lauten...warum läßt sich jemand das überhaupt gefallen, statt zu fragen, warum macht das jemand?

Ich mag Gejammer ohnehin nicht, denn jeder ist selbst Schuld über das was er sich von andern gefallen läßt.
 
G

Gast

  • #18
Es handelte sich komischerweise um eine Frau, die genau so war, wie Gast #12 den ex-Mann beschrieben hat. Jeder einzelne Satz. Meine ex-Frau hat ein extrem schwaches Selbstwertgefühl und tut alles dafür, in der Öffentlichkeit gut da zu stehen. In der Beziehung das totale Gegenteil.
Ich bin #12. Er ist nicht mein Ex-Mann, sondern Ex-Freund. Heiraten war nie ein Thema, schon beim Gedanken an eine gemeinsame Wohnung bekam er Panik. Er lebte mit über 30 noch bei den Eltern. Wir trafen uns für meinen Geschmack zu selten, ca. 3-4x im Monat. Und selbst das war für ihn hart an der Schmerzgrenze. Seine Freizeit verbrachte er überwiegend alleine in seinem Zimmer.

Jetzt muss er aus beruflichen Gründen aus dem Elternhaus ausziehen und sucht sich eine WG, obwohl er das nie wollte. Ich habe gesehen, dass er auch Frauen anschreibt und nicht abgeneigt wäre, als einziger Mann in einer Frauen-WG zu leben. Gerade er, der sich noch nie öfter als 1-2x pro Monat mit einer Frau getroffen hat, will jetzt gleich mit mehreren fremden Frauen unter einem Dach wohnen - wegen der finanziellen Vorteile. Das zieht mich ehrlich gesagt total runter. Ich hoffe, du hast deine zerbrochene Ehe einigermaßen gut überstanden und leidest nicht so sehr unter den Spätfolgen wie ich.
 
G

Gast

  • #19
Im weiteren Sinne ist das natürlich dem Wort Dominanz zuzuordnen.

Und man darf nicht vergessen das Dominanz eine Eigenschaft die sehr viel Vorteile hat und ein sehr grosses Thema mit sich bringt was Sexueallität und Leidenschaft und Leben zwischen Frau und Mann sich bringt..

Nicht umsonst sind Paare in der grössere Anzahl Dominant-Devot und nicht Devot-Devot oder Domi und Domi zusammen.

Nicht umsonst "ziehen" sich gegensätze an. Nicht Umsonst ist eine Partnerschaft so auch eine "Lebendige" Herausforderung. für das Leben und einen Lernprozess.

Einer von beiden ist meisten Dominanter und übt dadurch auch selbstverständlich auch mehr Kontrolle und Macht über den anderen aus.. Macht aber nichts..solange Sender und Empfänger "überweigend" Vorteile haben ergänzt sich das rein Biologisch sogar.

ich betone jedoch ausdrücklich das ich nicht kranken Narzisten rede und sehr aggresiven Menschen..Das steht nochmal auf einem anderen Blatt
m48
 
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Gast

  • #20
.......weil zu so einem Machtgefälle immer
2 gehören. Einer der dominant ist und einer, der devot ist.

Wenn sich einer in der Rolle nciht wohl fühlt, wird er von alleine gehen.
Es wird ja niemand gezwungen, bei einem dominanten Partner zu bleiben.
Ich kenne viele eher devote Manner. Meist studierte, gebildete Akademiker.
In meinem Freundeskreis. Auch immer als Ex-Partner.
Ich als Frau bin eher durchsetzungsstark. Kein devoter Mann wird gegen seinen Willen
Kontakt zu mir halten.
So einfach ist es.
Zum Tango braucht es 2!!
W47