• #1

Wieso reden Männer so viel über sich?

Richte mich nun vorwiegend an die männlichen Forumsmitglieder:

Wenn ich mich mit Männern treffe, an denen ich romantisch interessiert bin (keine Freunde), erzählen diese sehr viel (ungefragt) von sich. Von der Arbeit über Freunde bis hin zu Alltagsdingen wie Haare schneiden oder unspektakulären Alltagserlebnissen. Dabei ist es egal, ob es ein Date ist, wir uns beim fortgehen treffen oder nur kurz bsp. auf der Uni sehen.
Fragen im Bezug darauf wie es mir geht oder was es bei mir neues gibt, kommen selten und ich frage mich, wieso das so ist?

Einerseits würd ich das als romantisches Desinteresse und Egoismus deuten, da er ja nicht daran interessiert scheint, mich wirklich kennenzulernen. Andererseits will er sich dann aber schon mit mir verabreden, hält Händchen in der Öffentlichkeit oder küsst mich ohne mir gleich an die Wäsche zu wollen bzw. sexuelle Anspielungen zu machen.

Was soll ich nun davon halten und noch wichtiger, wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten? Denn bisher war ich dann bei solchen Männern meist sehr verärgert/traurig, hab mich nicht gemeldet (okay, meld mich eig selten mal bei einem Mann^^) und mich anderen Dingen/Männern zugewendet, da ich davon überzeugt war, dass das eh nichts wird.
Nur passierte mir diese Situation nun schon ein paar Mal hintereinander und ich frage mich, ob ich da was falsch verstehe bzw. ob ich mich falsch verhalte?

Würde mich wirklich über hilfreiche Antworten freuen, weiß echt nicht weiter!

LG
 
  • #2
Das machen auch Frauen, und die Leute machen das, ohne dass sie drauf achten, wer gerade Zuhörer ist. Ich hab solche Verwandten, die sich null für andere interessieren, selbst wenn man mal was von sich erzählt und keine Schweigepausen entstünden, wenn sie aufhörten zu reden. Die finden ihre eigenen Geschichten so spannend, dass da nichts drüber kann.

Manchmal wird einem eine Gesprächsführung auch überlassen. Wenn man fragt, wie es demjenigen so geht oder was irgendeine Sache betrifft, und dann kommt ein Satz und nichts mehr, fängt man vielleicht irgendwann an, peinliche Pausen füllen zu wollen. Mittlerweile halte ich dann die Schweigeminuten einfach aus, früher hab ich dann auch mehr erzählt.

Möglicherweise ist das Selbstdarstellung bei den Männern. Ich hab auch so eine Bekannte. Die geht auf gar nichts ein, was ein anderer erzählt, sondern kommt sofort wieder auf ihren Kram. Und dann auch noch Dinge, die total uninteressant sind, weil es einfach ihre Meinung ist und nichts an Fakten kommt. Man kann deutlich merken, dass sie es nicht aushält, nicht im Mittelpunkt zu sein.

Die Männer wollen Dich vielleicht beeindrucken? Und möglicherweise denken sie gar nicht dran, Dich was zu fragen, weil sie meinen, Du würdest es erzählen, wenn Du wolltest? Sie machen es ja auch.

Eine Sache gibt es aber noch, und die ist die Blödeste. Ich hatte auch schon Verehrer, für die eine Frau nicht als Gesprächspartnerin interessant war, von Natur aus, weil Frauen nichts interessantes erzählen könnten über sich oder ihr Leben nach deren Meinung. Sie interessieren sich für Dein Aussehen, hätten gern Sex etc., aber was sollten sie mit Dir reden?! Manche sehen sich auch "über dir", dh. wenn sie einem was helfen oder belehren können, gern, aber auf Augenhöhe ist man nicht. Öde. :D
 
D

Delta

Gast
  • #3
Die Frage ist hier in ähnlicher Form schon öfter gestellt worden - und als Essenz der Antworten kommt immer raus: Er stellte nur sich selbst dar und in den Mittelpunkt. Er frage nichts und dies bedeutet Desinteresse...

Es kann so sein. Jemand, der nur ichbezogen vor sich hin brabbelt und sich selbst darstellt. Da ist die Rechnung aber noch ohne Dein Verhalten gemacht: Redest/fragst DU auch viel oder biste eher die Stille, Schüchterne, musst oder willst aus der Reserve gelockt werden...? Nach dem, was Du über dein Meldeverhalten schreibst, könnte man annehmen, du erwartest die große Show des Mannes nebst Führung und lässt dich lieber passiv befragen?

Ich rede durchaus auch viel, aber höre genauso gern auch gut zu. Zwar stelle ich auch mal Fragen, aber eher dosiert und keinesfalls aufdringlich. Eher lenke ich das Gespräch mit dem, was ich sage (und bei dem ich mich auch auf mein Gegenüber beziehe). Wenn es mit einer Frau passt, dann ergibt sich auf diese Art ein wunderbarer Gesprächsfluß, der alle Themen berührt, die beide Seiten zu diesem Zeitpunkt ansprechen wollen. Für MICH mein Filter, um zu erkennen, ob wir uns verstehen.

Was kannst Du tun? Frag Du, wenn er es nicht tut. Höre gut zu, was er sagt und hake an Stellen/Themen ein und erzähle deine Sicht dazu. Necke ihn mit einer Frage, die er sich wohl nicht traut, Dich zu fragen, etc.
 
G

Gast

Gast
  • #4
...ist doch gut so! Ich weiß gar nicht was du hast, liebe FS. Dann kannst du dir aus den Gesprächen heraus erschließen, ob ein weiterer Kontakt sinnvoll ist. Außerdem muss man als Frau dann nicht so viel von sich erzählen und kann ein wenig "geheimnisvoll" bleiben.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #5
Wenn ich mich mit Männern treffe, an denen ich romantisch interessiert bin (keine Freunde), erzählen diese sehr viel (ungefragt) von sich.

Du hast noch keine Frau gedatet. Umgekehrt ist dieses Verhalten ebenfalls häufiger mal zu beobachten. Nervosität? Manche quasseln einfach auch unentwegt.
Wie Du Dich verhalten sollst? Ebenfalls erzählen. Oder aber überlegen, ob Du einen Partner möchtest, der unentwegt redet ohne zu fragen. Das wollen nämlich die meisten Frauen nicht und beklagen sich dann später darüber.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich denke inzwischen, diese Männer wollen sich darstellen, viel von sich preis geben, aber merken mit ihren Monologen nicht, dass sie sich dabei oft völlig ins Aus schiessen.

Frauen und Männer kommunizieren oft anders. Das ist das Problem. Warum allerdings die Frau einem Mann beibringen soll bzw. vorleben soll, wie eine Bezugnehmende Kommunikation funktioniert, erschliesst sich mir nicht.

Allerdings kenne ich auch Frauen, die ähnlich egozentrisch kommunizieren, wenig Fragen stellen, nachfragen usw. Das sind meiner Erfahrung nach auch ansonsten passive Frauen, die es nicht gelernt haben, bzw. wo auch nicht studiert wurde. Oft sind es ganz liebe und nette Frauen, die gerne den anderen die Führung überlassen. Für mich wäre das nichts, auf die Dauer zu langweilig und abtörnend. Ich mag es gerne, wenn ein ausgewogenes Hin- und Her geredet und gehandelt wird, also auf Augenhöhe.

Bekommen leider für mich viel zu wenig Menschen hin, obwohl man es noch lernen könnte, auch im späteren Alter. Aber das bedeutet auch, sich weiter entwickeln zu wollen und zu können.

Eine einseitige Kommunikation ist der Tod für Beziehungen, daher scheitern viele Beziehungen und daher werden auch viele Scheidungen von Frauen eingereicht, weil die Kommunikation seitens der Männer so einseitig ist, leider.

w
 
G

Gast

Gast
  • #7
Du bist selbst ein Part des Gesprächs. Es scheint, du kannst selbst kein Gespräch führen und lenken. Wenn du es nicht kannst, kann der andere nicht dafür, dass er reden kann.

w
 
  • #8
Ich habe bei mir festgestellt, dass es zwei Gründe gibt warum ich Menschen zutexte. Meine Gründe beziehen sich sowohl auf Frauen als auch auf Männer.
1. Wenn ich merke, dass der andere nichts erzählen will, wenn trotz mehrfachen Nachfragen, nur kurze Antworten kommen.
2. Wenn der andere einfach nur uninteressanten Mist erzählt oder nur jammert, dann rede ich nach dem Motto bevor ich mir den Mist anhöre rede ich lieber selbst. Das mit den uninteressanten Geschichte kommt häufiger bei Frauen vor.
Beispiel: Sie arbeitet an einem eigentlich interssanten Projekt aber erzählt fast ausschließlich vom Verhalten ihrer Kollegen - Fr. XY hatte heute XY an, dann hat Hr. AB dazu gesagt - also einfach unmöglich was sie anhatte und dann noch die Bemerkung ...
Da schalte ich ab oder (häufiger) dann texte ich den anderen zu.

In beiden Fällen habe ich allerdings auch kein Verlagen nach Wiederholung. Allerdings lässt es sich nicht immer vermeiden. Die beste Freundin meiner Ex war so eine Dauerlabertasche, die nur mit einem Wortschwall von mir gestoppt werden konnte.

Ach gerade fällt mir noch eine weitere Situation ein:
Ich habe ein paar Jahre fast ausschließlich nachts allein gearbeitet, nach drei Nächte ohne Kommunikation habe ich morgens die Bäckereifachverkäuferin vollgelabert. zum Glück ist diese Zeit vorbei.
Vielleicht bist du auch an Männer geraden, die sonst (Arbeit) wenig Kommunikation haben.
 
G

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  • #9
Ich sehe das anders, es muss nicht gleich Desinteresse bedeuten. Abgesehen von der Werbungsphase, in denen ein Mann mit seinen Leistungen gerne angibt, gibt es Redner und schweigsame Menschen.
Im besten Fall trifft ein Vielredner auf einen Schweiger und beide fühlen sich gut unterhalten. Treffen sich zwei Vielredner, gibts Konkurrenz und das geht nie gut.
 
  • #10
Wenn ich mich mit Männern treffe, an denen ich romantisch interessiert bin (keine Freunde), erzählen diese sehr viel (ungefragt) von sich.
Das ist eine Begegnung mit offenem Visier. Kein Filtern von Informationen, kein Taktieren. Jeder soll sich vom anderen sein eigenes Bild machen können, und dann seine eigenen Entscheidungen treffen.

Wenn ich eine Frau wirklich spannend finde, dann wünsche ich mir, dass sie ebenso an mir interessiert ist. Wenn ich viel von mir preisgebe, dann wünsche ich ebenso viel von der Frau zu erfahren. Dabei will ich nicht schauspielern, und ich will auch keine Inszenierung der Frau sehen. Ich will eine selbstbewußte Frau, die dazu steht wer sie ist, was sie denkt, was sie will, und das auch sagt.

Wenn die Frau in das offene Gespräch nicht mit einsteigt, wenn sie distzanziert und oberflächlich bleibt, dann ist das ein deutliches Zeichen fehlender Augenhöhe, oder von fehlendem Vertrauen. - Wie auch immer, dann passt sie nicht zu mir.

Ich finde das Argument albern, der Mann müsse der Frau immer Fragen stellen, also ihr quasi das Wort erteilen damit sie etwas sagen darf. Wenn eine Frau im Dialog auf Augenhöhe etwas zu sagen hat, dann tut sie das, und sie findet auch ohne Aufforderung den Einstieg.
 
G

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  • #11
I
Beispiel: Sie arbeitet an einem eigentlich interssanten Projekt aber erzählt fast ausschließlich vom Verhalten ihrer Kollegen - Fr. XY hatte heute XY an, dann hat Hr. AB dazu gesagt - also einfach unmöglich was sie anhatte und dann noch die Bemerkung ...
Da schalte ich ab oder (häufiger) dann texte ich den anderen zu.

Ein kluger Mann sollte eigentlich wissen, dass Frauen anders kommunizieren als Männer und keiner mit Absicht den Anderen irgendwelchen Mist erzählt.

In dem obigen Fall bedeutet das, dass es normal ist, dass Frau nichts über das Projekt erzählt, das wäre nämlich männliches Denken, sondern was über die blöde Kollegin erzählt= halt für mich typisch weiblich, meistens, ich bin da nicht so.

Schade, dass hier die Frau, die Unterschiede in der Kommunikation auch nicht kennt. So reden Beide aneinander vorbei, jeder fühlt sich nicht verstanden.

Ich rede nur mit meinem Freundinnen über angeblich böse Kolleginnen, bei Männern versuche ich mich auf deren Themen einzustellen, gefragt werde ich selten was, sondern meistens nur vollmonologisiert und zu gequatscht. Versuche meinerseits, das Gespräch positiv zu beeinflussen, werden oft ignoriert, tja, das mache ich vielleicht noch ein paar Minuten mit und dann verabschiede ich mich mit einer höflichen Ausrede.

Die Männer, mit denen ich inspierende Gespräche habe, wo es hin und her geht, sind alle vergeben.
 
G

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  • #12
Wenn ich eine Frau wirklich spannend finde, dann wünsche ich mir, dass sie ebenso an mir interessiert ist. Wenn ich viel von mir preisgebe, dann wünsche ich ebenso viel von der Frau zu erfahren. Dabei will ich nicht schauspielern, und ich will auch keine Inszenierung der Frau sehen. Ich will eine selbstbewußte Frau, die dazu steht wer sie ist, was sie denkt, was sie will, und das auch sagt.

Wenn die Frau in das offene Gespräch nicht mit einsteigt, wenn sie distzanziert und oberflächlich bleibt, dann ist das ein deutliches Zeichen fehlender Augenhöhe, oder von fehlendem Vertrauen. - Wie auch immer, dann passt sie nicht zu mir.

Frau kann nicht ahnen, was Mann sich wünscht. Daher empfehle ich, dass Mann seine Wünsche der Frau gegenüber ausdrückt. Sicherlich ist das eine Gratwanderung, aber dieses zu viel von sich preisgeben kann schnell bei Frau als monologisieren und egozentrisch ankommen, wo Frau dann logischer Weise, ich kann da aber nur von mir sprechen, schnell dicht macht.

Dieses Dichtmachten drückt sich dann bei mir in die oben erwähnte Distanz und Oberflächigkeit aus. Übrigens, Vertrauen muss ein Mann sich bei mir erarbeiten, dass setzt voraus, dass der Mann nicht endlos von sich erzählt, sondern innehält, die Frau fragt, auf ihr erzähltes eingeht, hinterfragt, als der Ball hin und her geht.

Wenn der Ball von Mann zu massiv geworfen wird=Wenn ich viel von mir preisgebe, dann kann Frau diesen zu starken Bällen nur ausweichen=ist doch logisch.

Daher langsame Bälle werfen, auch mal innehalten=Bezug nehmende Fragen stellen, Frau ermuntern=hat was mit Empathie zu tun, der Frau zuhören, lächeln, ihr zustimmen, also hat alles was mit Feingefühl zu tun. Darüber, so sind meine über 30 Jahrelangen Erfahrungen, verfügen leider zu wenige Männer.

Komisch nur, dass dieses Feingefühl die Männer sich so sehr wünschen, es aber selber oft nicht haben.
 
  • #13
Frau kann nicht ahnen, was Mann sich wünscht. ... Komisch nur, dass dieses Feingefühl die Männer sich so sehr wünschen, es aber selber oft nicht haben.
Gut, dann sind wir uns ja einig, dass weder Männer noch Frauen Gedanken lesen können.

Empahtie alleine ist jedoch kein Allheilmittel für eine dauerhafte Beziehung, weil es zu anstrengend ist ständig und immer aufmerksam zu sein, die Befindlichkeit der Frau zu lesen, zu versuchen sie glücklich zu machen, und sich dabei zu verbiegen. - Das kann nicht Lebensinhalt und Ziel sein.

Ein Beziehungsversuch ist nur dann vielversprechend, wenn aller Anfang einfach ist, wenn man auf einer Wellenlänge liegt. - Wenn man hingegen von Anfang an hochkonzentriert darauf achten muss, dass die Frau ja nichts mißversteht, und der Prinzessin nichts mißfällt, dann will ich mir das gar nicht antun.

In einem Date möchte ich keine Frau von mir überzeugen, sondern ich möchte herausfinden ob wir zueinander passen. - Ich habe kein Interesse an einem Beziehungsversuch mit der falschen Frau.

Ich denke, Frauen sind eher gut beraten darauf zu achten und misstrauisch zu werden, wenn Männer sie spiegeln, zu zuvorkommend sind, und ihnen nach dem Mund reden. Klar schmeichelt das dem Ego der Frau, aber das ist zugleich auch der schnellste Weg eine Frau ins Bett zu kriegen. Hüte dich also vor Männern, die Empathie bewußt als Mittel der Manipulation einsetzen.
 
  • #14
und ich frage mich, ob ich da was falsch verstehe bzw. ob ich mich falsch verhalte?

Zweimal klares Jein.

Es gibt die direkte Variante: wer etwas erfahren will, muß Fragen stellen. Und es gibt die mehr behutsame: wer den anderen ermuntern will, über sich zu erzählen, muß selber mit gutem Beispiel vorangehen. Ich bin als Mann ein Vertreter des letzteren.

Frauen sind mehrheitlich von der ersten Sorte. Das mag allerdings ein subjektiver Eindruck sein, wahrscheinlich gibt es insgesamt mehr Menschen, die Fragen stellen, und entsprechend weniger, die den Weg gehen, durch eigene Schilderungen einen Rahmen zu schaffen, der es auch dem Gegenüber erlaubt, aus sich herauszugehen.

Und dann sind da natürlich noch noch all jene, die sich für den Nabel der Welt halten. Die erkennt man aber daran, daß sie in ihren Monologen keine Lücken freilassen für den anderen. Ob diese Spezies gehäuft bei Männern oder gehäuft bei Frauen angetroffen wird, hängt wohl in erster Linie davon ab, ob man selber ein Mann oder eine Frau ist, sprich: mit welchem der Geschlechter man sich trifft.
 
G

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  • #15
Ich gebe Arthur in allen Punkten recht. Irgendwelche schauspielerische Leistungen möchte ich nicht erbringen müssen, bloß um zu gefallen. Der Mann soll wissen, wen er da vor sich hat und ich möchte es umgekehrt auch. Später ist nämlich das Gejammer groß, der andere hätte sich verändert usw. Nein hat er nicht, er war am Anfang nicht er selbst. Eine langfristige Sache kann es aber nur werden und auch gut gehen wenn beide wissen, mit wem sie es zu tun haben und dann ja sagen. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt wenn man irgendwann häppchenweise Dinge erfährt, die man gerne gewusst hätte, bevor man sich emotional einlässt. Deshalb bin ich froh, wenn der Mann von sich erzählt und er bekommt von mir auch die Infos, die er braucht, um zu entscheiden, ob er sich auf mich einlassen will. Und umgekehrt.
W43
 
G

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  • #16
Es gibt die direkte Variante: wer etwas erfahren will, muß Fragen stellen. Und es gibt die mehr behutsame: wer den anderen ermuntern will, über sich zu erzählen, muß selber mit gutem Beispiel vorangehen. Ich bin als Mann ein Vertreter des letzteren.

Ich wähle immer den direkteren Weg, also den fragenden Weg. Weil ich da mitbestimmen kann, über was erzählt wird, ich nehme Bezug zum Erzählten des Anderen, der Gegenüber fühlt sich mehr geschätzt und zugehört, das Gespräch macht mehr Spass und ich finde als Frau schneller heraus, wie Mann tickt, ob unser Kommunikationsstil ähnlich und somit kompatibel ist.

Inzwischen merke ich relativ schnell, wie ein Mann kommuniziert, ob er fragt, ob er sich Gedanken macht, ob er sich auf meinen Kommunikationsstil einschwingen mag, kann und will. [Mod: Nebenthema entfernt]

Dieses jeder erzählt von sich kann sowas von daneben gehen, weil ich doch nicht weiss, ob das, was ich erzählen mag, den Anderen überhaupt interessiert und umgekehrt.

Wir sollen doch miteinander reden und nicht jeder für sich Alleine, oder?

w
 
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  • #17
sehr sehr einfach:

Männer müsse durch Taten und Monetäre werte überzeugen.. Frauen durch ihre Optik und Anmut.

das KANN man jetzt doof finden, ändert aber nichts an der Tatsache das die Mehrheit der Menschen so ihren Partner auswählt.

d.h. wenn Mann nicht grade mit dicken Benz Cabrio vorfährt ( was leider immer noch hervorragend funktioniert) muss er über das was ihn so toll macht -> reden. Frauen staffieren sich vor dem Date aus, Männer während..
 
G

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  • #18
Es ist immer leichter, den Fehler bei anderen zu suchen als bei sich. Warum suchst du nicht mal den Fehler bei dir?
Stell dir vor, zwei solche Quasselstrippen treffe aufeinander. Was passiert? Es entsteht ein reges Austauschgespräch, wo man aus dem Sprechen gar nicht mehr rauskommt. Perfekt. Zwei die sich dagegen nur anschweigen, für die ist es auch ok, eine nonverbale Beziehung zu führen. Kritisch wird es, wenn einer verschwiegen ist und einer gut reden kann/will. Der Schweige fühlt sich ständig unter Druck, etwas sagen zu müssen oder von dem Sprecher unterdrückt, und der Redner merkwürdig genervt, den Faden immer eintönig am Laufen zu halten. Man mutiert zum Selbstgeprächler. Ich denke, so einen Menschen wirst du recht bald langweilen, weil du ihm nicht den geistigen regen Austausch bieten kannst.

Deine Defizite sind also:
- zu ruhige Art
- "Beobachterstellung", Zuhörer
- wenig sprechen
- vielleicht Schüchternheit
- nicht aus sich rauskommen können
- nicht selber das Wort ergreifen können
- sich nicht klar gegen den Gesprächspartner durchsetzen können; nicht ins Gespräch rechtzeitig oder schnell genug einhaken können und übernehmen

10% von allem weniger würde dir vielleicht schon helfen.
Es herrscht ein Ungleichgewicht, dem du derzeit (noch) nicht gewachsen bist. Wie du siehst, so eine Beziehung klappt nicht und ihr werdet höchstwahrscheinlich auch nicht zusammenkommen.
Merke: du kannst andere nicht ändern, also höre auf, über andere Leute und Beweggründe nachzudenken. Denke lieber nach, wie du selber klar kommst, dass du dich in das System anderer Leute einfindest.

w,33
 
  • #19
Das erinnert mich glatt aus eine Episode aus dem Buch: Er steht nicht auf Dich! (Autor: John Grey glaube ich)

Männer, die viel labbern ohne auf die Frau einzugehen suchen nur ein Opfer für ihre eigene Selbstbestätigung was für ein toller Kerl sie doch sind. Sind sie natürlich nicht, denn ein toller Kerl interessiert sich auch für die Belange seiner Datepartnerin.

Das Männer nunmal so sind sei dahingestellt, aber die FS sollte sich fragen, warum sie öfter in diese seelische Mülleimer-Rolle gerät. Sobald ein Mann beginnt über sich zu labbern, einfachmal unterbrechen und ein anderes allgemeines Thema anfangen. Wird die Konversation allerdings wieder über sein Ego erfolgen, einfach einen Termin vorschieben und das Date beenden.

Kein diplomatisches Wischiwaschi, sonst kapieren diese Typen dass nie. Tacheles ist bei Männern eh angesagt.
 
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Gast
  • #20
Wir sind alle egozentrisch, jeder glaubt, er sei der Nabel der Welt und das Mass aller Dinge. Das ist erst mal in uns drin. Idealerweise kapieren wir es im Laufe unserer Sozialisation und halten uns damit zurück, es rauszulassen. Aber es ist immer noch da.

Die Männer von denen du redest, lassen es einfach raus, weil sie niemand in die Schranken weist oder eben nicht genug. Mach das doch mal, das macht Spaß. Am besten lachend mit Augenzwinkern, denn wenn du meckerst, bist du die Zicke. Also mach dich besser über ihn lustig.

[Mod: Nebenthema entfernt]

Deine Datingpartner haben noch nicht gecheckt, wie man Frauen rumkriegt, zu was auch immer. Sonst wärst du nicht immer sofort weg, nicht ? Wenn es einer mal genau andersrum machen würde, also vor allem über DICH reden, nicht über SICH, hätte er gute Chancen, da bin ich sicher.

w 47
 
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W

wahlmünchner

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  • #21
so was hab ich nie erlebt bei Männern. Denen musste ich eher alles aus der Nase ziehen.
Allerdings bin ich extrovertiert und ziehe eher ruhigere Männer an. Die fragten viel, sind froh gewesen wenn ich was erzählte..
--und wenn wir uns dann besser kannten, pendelte sich das ein.
 
  • #22
Zunächst mal ein Danke für all die vielen Antworten. Ich schätze diese sehr, da sie mir verschiedene Perspektiven aufzeigen, die ich selbst oft nicht wahrnehme.

Zu meiner Person (weil Schüchternheit usw. als Grund genannt wurde); Ich bin alles andere als ruhig, schüchtern etc.
Im Gegenteil, meine Freunde sagen immer ich sei irrsinnig selbstbewusst, schlagfertig und offen, ich sehe mich ebenfalls so.
Gerade deshalb erstaunt es mich ja, dass ich immer auf jene Männer treffe, die zwar anderen gegenüber relativ schweigsam sind, bei mir jedoch im stetigen Redefluss sind. Ich schätze das auch; es gibt Tage, wo ich gerne ohne Fragen von mir erzähle und sich ein spannender Dialog ergibt. Aber es gibt eben auch Tage, wo das nicht der Fall ist und genau an diesem Tagen frage ich mich, inwiefern er sich überhaupt wirklich für meine Persönlichkeit interessiert.
Besonders schlimm war das dann immer im virtuellen Austausch. Da kommt ein "wie geht's?" oder "was machst du?" und das waren dann schon so ziemlich die einzigen Fragen an mich. Wenn er was schrieb/erzählte, hackte ich nach, er jedoch kommentierte meistens meine Aussagen nur mit "ahso cool" oder "ist eh voll gut" o.a.
Auf so etwas schreib ich dann nicht mehr zurück, weil es für mich Desinteresse bedeutetet und mich einfach nervt. Dementsprechend unregelmäßiger und seltener würde dann das Melden.

Gut, ich muss zugeben, vll bin ich es gewohnt aufgrund meiner beruflichen Leistungen sowie meines Aussehens (sag das ohne Eitelkeit, aber ich scheine anscheinend dem zu entsprechen, was viele Männer & Frauen in meiner Umgebung als hübsch/schön verstehen) im Mittelpunkt zu stehen und natürlich genieße ich das auch... Vll ist das auch ein Problem, kann sein.
Aber genau deshalb frag ich ja, was ich tun kann, um solch eine Situation in Zukunft zu vermeiden.

Ich bin es eig nicht gewöhnt etwas machen zu müssen "in der Liebe". War bis jetzt immer mit sagen wir mal nicht österr./deutschen Männern liiert, die Mentalität war da definitiv anders. Umso mehr benötige ich jetzt Hilfe, da mir momentan ein bestimmter Mann eben sehr gut gefällt und ich ihn nicht aufgeben will, nur weil ich möglicherweise kulturell und gendermäßig was falsch verstehe.
 
  • #23
es gibt Tage, wo ich gerne ohne Fragen von mir erzähle und sich ein spannender Dialog ergibt. Aber es gibt eben auch Tage, wo das nicht der Fall ist und genau an diesem Tagen frage ich mich, inwiefern er sich überhaupt wirklich für meine Persönlichkeit interessiert.

Laß mich da nochmal einhaken, bitte: ob der Mann sich „wirklich für Deine Persönlichkeit interessiert”, hat mit Deiner Tageslaune zu tun? Das kann nicht sein. Interesse ist entweder vorhanden oder nicht.

Ich würde eher vermuten, daß er – absichtlich oder intuitiv – auf Deine reduzierte Gesprächigkeit eingeht und sich dann eben auch mit Fragen zurückhält, eben weil er merkt, Du bist heute nicht so gesprächig.

Es ist doch viel einfühlsamer so herum als anders.
 
  • #24
Gut, ich muss zugeben, vll bin ich es gewohnt aufgrund meiner beruflichen Leistungen sowie meines Aussehens (sag das ohne Eitelkeit, aber ich scheine anscheinend dem zu entsprechen, was viele Männer & Frauen in meiner Umgebung als hübsch/schön verstehen) im Mittelpunkt zu stehen

Könnte es sein, dass es nicht Dein Aussehen und Deine Leistungen sind, sondern DEIN Wesen? Wenn Du so super selbstbewusst rüberkommst, dann erinnert mich das schon an die Leute in meiner Umgebung, die sich selber gern reden hören und nicht so am Leben der anderen interessiert sind. Will ich Dir nicht unterstellen, das ist nur eine Frage, wie man sich selbst wahrnimmt und was man erwartet, und was passiert, wenn man jemandem begegnet, der die gleiche Art hat.
Ansonsten könnte ich mir auch vorstellen, dass die Typen zumindest im Gespräch, aber auch virtuell vielleicht, merken, dass Du an diesem Tag nicht so gut drauf zu sein scheinst und von daher nichts weiter fragen.
Ich kenne auch Leute, die ein normales Gespräch nicht hinkriegen im Sinne, dass entweder SIE reden oder jemand anderes, aber miteinander reden geht nicht, weil sie gar nicht zuhören und auf nichts eingehen können. Sie halten nur Pausen ein, in denen der andere mal was sagen darf, denken sich dann einen Halbsatz und fertigen vielleicht noch mit ner Phrase ab, und gut ist. Dann kommt wieder ihr Monolog.
Mag manchmal eben auch daran liegen, dass das Gegenüber für sie nichts Interessantes erzählt und diese Monologmenschen Reden nicht als soziales Austauschen empfinden, sonst würden sie wenigstens aus Höflichkeit wenn schon nicht aus Interesse mal nachfragen.
 
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