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Gast

  • #1

Wieso haben so viele Männer Angst vor einer festen Bindung?

Ich lese hier im Forum dauernd wieder von Männern, die eine tolle attraktive Frau kennen gelernt haben, die tollen Sex mit ihr zu haben scheinen, aber keine Lust auf etwas Festeres haben.
Es ist nicht die Richtige, lese ich dann, oder sie ist mir zu anstrengend.
Einer schrieb auch, dass er es lieber bei einer Affäre belasse, weil er beim richtigen Verliebtsein im Job so unkonzentriert sei und deshalb seine Gefühle nach dem Sex wieder runterreguliere.
Andere Männer versuchen, erst gar keine Gefühle aufkeimen zu lassen, haben es auch lieber unverbindlich.
"Irgendwann" käme ja dann noch die Superfrau, die sie umhaut!? - Aha?
Manche haben sogar mehrere Affären nebeneinander schon gehabt.

Wieso baut ihr Euch so einen Schutzpanzer um Euch herum?
Warum wollen so viele Männer sich auf keine Frau (die sie ja attraktiv und interessant finden) wirklich einlassen?
Was glaubt ihr denn zu verlieren? Oder was ist so schlimm an tieferen Gefühlen, dass man sie "runterregulieren" muss nach dem Sex?
Dass man nach einem netten Wochenende oder einer intensiven Nacht einfach Scheuklappen aufsetzt und sich ablenkt?

Ich finde das so unromantisch und kalt und erschreckend, was ich hier so lese!

Aber anscheinend ist das ja normal. Hier gibt es ja sogar Frauen, die das normal zu finden scheinen, dass sich ein Mann nach dem Sex erst wieder meldet, wenn er vö... will, weil man ja nicht fest ausgemacht hat, dass man von nun ab "zusammen" ist!??

Gibts bei Euch nur schwarz oder weiß?

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es hier überhaupt keine Liebe und Verliebtheit mehr gibt:
Nur: Du bist es oder Du bist es nicht!
So haben ich das nie gesehen!? Es gibt doch jede Menge Graustufen? Und wieso kann man eine neue Liason nicht einfach mal auf sich zukommen lassen und sehen, was die nächsten Monat draus wird? Ohne Regulation der Gefühle!?

Mich erschreckt das!
 
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Gast

  • #2
Das sind in der Regel Männer, die nicht erwachsen geworden sind! Außer eines Tages kommt eine persönlichkeitsstarke, selbstbewusste Frau daher, die weiss was sie wil, den Mann an der Hand nimmt, führt, ihm rechtzeitig ein Kind anhängt, ihn vor den Altar schleppt und die Zügel in die Hand nimmt. Das sind Männer, die lange von Mami daheim verwöhnt wurden, zu unselbständig sind, um das wahre Leben zu beschreiten und daher mit über 40 noch das Singleleben auskosten und orientierungslos vor sich hinleben. Und davon gibt es sehr viele, denn immerhin ist es heute Trend, seine Schützlinge lange bis ins erwachsene Alter zu umpflegen. Die meisten können sich ja selbst mit 30 noch nicht alleine verpflegen!

So sind aber nicht alle. Nur eine bestimmte Menge, die meint, es sich erlauben zu können. Und solange es Frauen gibt, die sich das gefallen lässt, solange wird es dieses Verhalten auch noch geben!

Deswegen gilt der Rat an alle Frauen: Affären und sonstige Tümpeleien an Beziehungen zügig zu beenden! Ihr zeigt sonst selbes unreifes Verhalten.

w
 
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Gast

  • #3
Männer haben keine Angst vor einer festen Bindung. Männer wissen um die Unverbindlichkeit einer persönlichen oder intimen Beziehung zum anderen Geschlecht. Sie wissen, dass sie im Jahre 2013 eine Frau nicht mehr heiraten müssen, um mit ihr ins Bett zu gehen zu können (wenn man es unbedingt auf diese Komponente reduzieren möchte). Das mag abwertend gegenüber den Frauen klingen, ist aber eine gesellschaftliche Realität.

Oder anders ausgedrückt: Männer haben keine Angst vor einer festen Bindung, es ist lediglich ihre Form der Emanzipation.

m, 34
 
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Gast

  • #4
Ich (M 42) kann sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Es ist beinahe egal, ob Mann oder Frau, Angst vor einer festen Bindung hat. Dieser Zustand den du beschreibst, ist nichts anders als ein Symptom einer tiefergehenden Krise in welcher sich unsere Gesellschaft befindet. Wir haben uns als Spezies verirrt! Wir sind in unserem Kopf und werden gedacht, anstellen zu leben. Ich glaube nicht, dass die Welt schlechter geworden ist, sondern dass sich die Probleme permanent verlagern. Die grossen in länger dauernden Perioden, die kleinen in entsprechend kürzeren; und ich glaube, dass in jeder Epoche die auftretenden Probleme gleich schlecht gelöst werden. Und dass es immer nur wenige herausragende Menschen sind, die dies erkennen, daraus Schlüsse ziehen und Lehren - auch Irrlehren! - zu formulieren vermögen. Ich glaube, dass die Liebe in Urzeiten nicht anders war, als früher und heute. Mit dem Unterschied, dass sie in Urzeiten nicht als Kraft benannt und verstanden wurde. Das Bedürfnis geliebt zu werden, hat sich wohl nicht verändert.

Wenn man mich fragt; “wie stellst du dir eine Partnerschaft vor?” Dann antworte ich; Geh die Dinge spielerisch an und beobachte, was geschieht. Wenn dir die Liebe zum Spiel wird, wenn du begreifen kannst, dass Liebe immer nur ein Spiel und niemals ein Kampf war, dann gewährst du dir und deinen Partner/in einen unendlichen Spielraum, indem niemand verletzt werden kann. Das ist das Haus wo sich Liebe entfaltet. Spielraum ist das, was alle Liebenden brauchen; je weiter der Spielraum, desto größer kann sich Liebe entfalten. Das Wissen über die Liebe wird nirgendwo gelehrt. Nicht im Elternhaus und auch nicht in der Schule, wo wir nicht für uns selbst lernen, sondern für Gesellschaft und Staat. Erziehung und Schule vermitteln, Gefühle lieber zu unterdrücken als weiter zu entwickeln. Intellektuelle Leistung wird belohnt, während Gefühl, Phantasie und Kreativität nicht gefördert, sondern als störend abgwertet werden. Liebe ist aber keine Sache des Verstandes, sondern eine Angelegenheit des Gefühls. Der Geist ist etwas Höheres als der Intellekt, indem er nicht nur diesen, sondern auch das Gemüt umfasst. Sex wird Grösstenteil konsumiert; und man macht keine "Liebe". Man jagd ein Lebenlang dem Idealpartner hinterher, wohlwissend, das es sowas nicht gibt. Die Furcht des Verlassenswerden ist so ausgeprägt, weil insbesondere wir Männer tief in unserem Ego verwurzelt sind, das es von Vornherein die meisten potentiellen Bindungen ausgeschlossen werden. Frauen holen jedoch in dieser Hinsicht, leider, prächtig auf.Regulation der Gefühle bedeutet sie zu unterdrücken; Definition der Liebe bedeutet sie zu ersticken.
 
  • #5
Die Frage ist, warum so viele Frauen gerade auf diese Beziehungsgestörten Männer so abfahrt....
Es gibt genügend normale Männer, nur sind die dann zu nett. Und ihr braucht immer was zum ändern. Was man nicht ändern kann.....
 
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Gast

  • #6
Vor ca 50-100 Jahren noch, war das Geschäft Beziehung für beide Parteien lohnend. Frau kümmerte sich um Haus und Kinder, Mann schaffte das Essen ran und man blieb bis zum Ende zusammen.

Ich habe auch als Jugendlicher an die Hollywoodideale geglaubt, musste aber zunehmend feststellen, daß diese mit den heutigen Damen nicht realisierbar sind. 70-80% der Trennungen gehen von der Frau aus, die Vorteile die Mann damals noch hatte wurden ihnen aberzogen/ausgeredet. Ich kann jetzt alles im Haushalt, was eine Frau auch kann daher brauch ich die Damen nur noch für Sex. Ihre Bildung (!= Ausbildung) vernachlässigen die heutigen Damen auch sträflichst, dadurch sind sie auch nur selten angenehme Gesprächspartner. Wenn man dann doch so treudoof ist und sich bindet, zahlt man ein paar Jahre später für die Dame und ein Kind, was man alle 2-3Wochen mal sehen darf. Sehe ich bei einigen Arbeitskollegen, die leben dadurch am Existenzminimum, kein errwählenswertes Schicksal.

Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Kerle in die Höhe geschnellt. Sportlich, gebildet, mit gutem Job, feinfühlig aber auch etwas Macho.Und dann bitte regelmäßig mit der Dame Gassi gehen und den Entertainer und Wochenendplaner spielen. Das lohnt nicht auf Dauer für ein bißchen Sex, das ist mit "zu anstrengend" gemeint. Es gibt da noch ein paar Ewiggestrige, die das nicht durchschaut haben, aber die sind vergeben und werden auch zunehmend weniger.

Du hast nichts zu deinem Alter geschrieben, ich vermute aber du näherst dich der 30 oder bist schon drüber. Die zu dir passenden Männer sind hart umkämpft, daher haben sie auch mal mehrere Affären gleichzeitig. Wer so ein Angebot auf dem Silbertablett serviert bekommt ist natürlich nochmal unwilliger den oben genannten, schlechten Tradeoff einzugehen.

Ich selbst würde mich nur binden, wenn die Dame folgendes erfüllt : schlank, nett anzusehen, gebildet, fürsorglich, kein ausschweifendes vergangenes Sexualleben (!), strahlt Treue aus, will nicht dauerhaft bespaßt werden.

Ansonsten stimmt der Preis für mich einfach nicht.

m28
 
  • #7
Naja wir lernen halt auch..

mal davon abgesehen, die "Normiereung", grade der Bevölkerung um die 30, ist erschreckend.. Dabei ist es dann nicht weiter verwunderlich das man uniformierte, austauschbare "Bürger" bekommt die sich allenfalls in der Farbe des Pullovers unterscheiden.. ( und selbst da hab ich bisweilen Probleme wenn ich abends in "normalen kneipen" unterwegs bin..) wie soll da irgendwas hängenbleiben?
 
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Gast

  • #8
Erstmal zwei grundlegende Fehler:

1. Ob es "tolle, attraktive" Frauen waren, wissen wir nicht, da diese Frauen sich selbst so wahrnehmen. Ob es tatsächlich so ist, müsste man den Mann fragen. Die allgemeinen, lifestyligen Powerfrau-mit-beiden-Beinen-fest-im-Leben-supper-attraktiv-wie-alle-Freundinnen-bestätigen Einleitungen sind doch mittlerweile Standard.

2. Es ist keine "Angst", und es war nie welche. Diese Legende von der Angst ist auch eine Ausgeburt des Frauen-können-alles-Besser Zeitgeistes. Wenn jemand vor mir Angst hat impliziert das meine Überlegenheit. Ergo: Ich bin so toll, dass der (unterlegene) Mann natürlich Angst haben muss. Das klingt für das Ego natürlich viel besser als "ich bin Abtörn für die Männer".

Häufig stimmt einfach das Preis/Leistungsverhältnis nicht. Wärend Männer seit Jahrzehnten damit bombardiert werden, wie viele Defizite sie haben, wie sie Frauen besser verstehen, verwöhnen und helfen können usw. usf., hat Frau häufig noch (tief im Inneren) die innere Einstellung "ich bin Frau, das muss doch reichen!".

Frauen brüsten sich dann damit wie toll sie sind, weil sie anspruchsvoller sind. Auch das ist eine Lebenslüge, ein schlechter Bluff. Die Meinung ist hier "Da ich anspruchsvoll bin, bin ich Elite"... dabei sollte man erst "Elite" sein und DANN Ansprüche stellen. Man erhöht sozusagen den Preis bei gleicher Leistung. Der Interessent soll sich dann denken "Stimmt, was nichts kostet, kann auch nichts sein". Leider klappt das nicht.

LG
M30
 
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Gast

  • #9
An der viel zu lang geratenen Fragestellung ist schon ablesbar, dass bei der SF offenabr vieles durcheinander geht.
Sie beklagt einerseits, dass es bei Männern vorgeblich "nur schwarz oder weiß" geben würde, andererseits, dass dieselben Männer eine Affäre und keine feste Bindung haben wollen.

Dabei ist doch genau die Einstellung: "es muss eine feste Bindung sein oder gar nichts" genau das schwarz-weiß-Denken! Und gerade das Verliebtsein ist ein ganz heftiges schwarz-weiß-Gefühl, weil es die von der FS geforderten "Graustufen" nicht kennt: Der andere wird zum ein-und-alles, wird vergöttert. Wer verliebt ist, kann nciht mehr objektiv denken.
Und wer es kennt, unglücklich verliebt zu sein, oder wer so sehr "gefühlsgefangen", dass er seinen tägliche (Arbeits)Aufgaben nicht mehr richtig nachgehen kann, der weiß auch, dass er dieses Gefühl gerne mal "ausknipsen" können würde, weil es ja noch andere wichtige Dinge im Leben neben der Liebe gibt. Das meinte wohl ein Mann mit "runterregeln".

Völlig wirr ist der letzte Absatz der FS. Sie fordert, dass man eine neue Liaison einfach auf sich zukommen lässt und nächstes Monat sieht, was draus wird.
Na das ist ja wohl das Gegenteil von einer exklusiven und verbindlichen und "festen Bindung", oder?

Was ich noch nie verstanden habe ist, dass viele Frauen in ein und demselben Satz sagen können, sie suchen ausschließlich was festes, wollen aber alles auf sich zukommen lassen und gucken, was im nächstes Monat kommt.
Also ich möchte nur mit jemandem eine Beziehung haben, die, wenn sie sich für mich entscheidet, NICHT guckt, ob im nächsten Monat noch sonstewas kommt.
Und ich möchte als festen Partner auch niemanden, der nur den nächsten Gefühlssturm sucht. Denn das ist die beste Voraussetzung für ein vorzeitiges Ende der Partnerschaft, weil der nächste Gefühlssturm nur aufkommt, wenn jemand Neues auftaucht. Dann heisst es: "Das musst du verstehen, ich bin halt neu verliebt, da kann man nichts machen. Bye, bye. Und es liegt nicht an dir." Wenn das nach drei Monaten oder drei Jahren passiert, aber es war bis dahin eine "feste Beziehung" und keine "Affäre", dann will die FS und doch nicht allen Ernstes erzählen, das es so besser sei als eine von vornherein angelegte Affäre, oder?

Im übrigen haben bestimmt nicht mehr Männer als mehr Frauen Angst vor einer festen Bindung, as dürfte sich vielmehr die Waage halten.
 
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Gast

  • #10
Die Überschrift ist doch schon wieder quatsch.
Wir haben genauso wenig Angst vor einer Beziehung, wie wir Angst vor vermeindlich hübschen Frauen haben.
Wir haben auch keine Angst, wenn die Frau selbst ihr Geld verdient und für sich selbst sorgen kann und das auch tut.

Wenn man eine Frau WRIKLICH attraktiv und WIRKLICH interessant findet, wird man auch eine Beziehung mit ihr führen wollen.
Ich habe hier noch nichts von Männern gelesen, welche so empfinden, wie von dir behauptet.
Nein ich lese hier ausschließlich von Frauen die immer einen Grund haben, warum sie wegen ihres tollen Aussehens, Ihrem beruflichen Erfolg oder was weiß ich Single sind.
Es sind immer ihre tollen Eigenschaften( eigenes Haus, Lebenserfahrung,Attraktivität,Beruf, Selbstbewusstsein etc), die sich wie von Zauberhand beim anderen Geschlecht auf unerklärliche Weiße in etwas negatives Verwandelt.
Die Begründung läuft immer darauf hinaus, dass es ja an anderen liegen MUSS.

Auch hier - Frau ist doch soooo toll, warum hat der Mann Angst davor.
Das Frau dann vielleicht einfach nicht so toll ist - nein das wäre ja völlig absurd und alles andere als naheliegend ^^

Ich finde das, um ehrlich zu sein, langsam etwas lächerlich.
 
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Gast

  • #11
ja mich erschreckt das aus, schade dass es so geworden ist. entweder hopp oder top. die zeit dass es sich entwickeln kann, die wird einem nicht gegeben.

w 42
 
  • #12
Warum, muss man(n) sich, denn, in jede Frau verlieben, mit der er schläft?
Wenn keine tieferen Gefühle entstehen, dann sind da keine. So ist es zumindest bei mir.

Es gibt sehr viele Frauen, die ich gern habe.
Viele, die sexuell attraktiv sind.
Sehr wenige, bei denen ich mir eine Beziehung vorstellen kann und die sich das mit mir vorstellen können.

Was meinst du denn, in wen man sich so verliebt? In jede X-beliebige, oder dann doch, in wenige Ausnahmen?
Und wen ich liebe, kann ich rational nicht bestimmen.
 
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Gast

  • #13
Tolle Frage - Ich bin auf die Antworten der Männer gespannt!

Ich habe damit kein Problem, dass ein Mann nein zu mir (einer festen Beziehung) sagt......ich habe aber damit ein Problem, dass er zunächst die nötige Nähe zwischen uns entstehen lässt um tollen und intensiven Sex abzugreifen und sich dann, mir-nix - dir-nix, wieder aus meinem Leben zu verabschieden...

Mit der nötigen Nähe meine ich: Verliebtheitsgetue, regelmäßig Anrufe (Tag & Nacht - auch stundenlang auch über mehrere Wochen, falls notwendig z.B. bei größerer Entfernung), Mails ect. wirklich großes Interesse an mir und meinem Leben vorgaukelt, Blumen und andere Aufmerksamkeiten auffährt.....quer durch Deutschland fährt um mich endlich zu treffen....

Ich will das alles nicht mehr......diese ganze verlogene "ich-suche-genau-dich-welt".


Früher oder später kommen die Menschen wieder zu echten und aufrichtig gemeinten Gefühlen zurück, diese Oberflächlichkeit hält doch keine Menschheit ewig aus!

Ich habe die Hoffnung darauf noch nicht ganz begraben.....


w/52
 
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Gast

  • #14
"Die Männer" haben keine Angst vor der Beziehung an sich, sondern davor, sich von einem miesen Angebot reinlegen zu lassen.
Offensichtlich haben sie ja schon alles, was sie sich aus dieser Situation wünschen können, warum also unnötig einen schlechten, langfristigen Deal abschließen?
Einen Mehrwert über den schon gelieferten Sex hinaus enthält das Angebot für sie offensichtlich nicht.
 
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Gast

  • #15
sie haben keine Angst vor einer festen Bindung. Aber es macht ihnen nichts aus, mit einer Frau zu schlafen, die ihnen wirklich nur zum Teil gefällt. Vielleicht nur optisch, aber ihre Art finden sie eigentlich nervig. Eigentlich nicht längere Zeit auszuhalten.
Mir ist das unverständlich. Ich habe bisher nur mit jemandem geschlafen, den ich wirklich insgesamt zu dem Zeitpunkt toll fand, in den ich schon vor dem Sex verknallt war und nur durch die rosarote Brille gesehen habe.
Es liegt auf der Hand, das frau mit der Herangehensweise nur wenige Bettgenossen "ansammeln" kann im Laufe ihres Lebens. Ich kann aber nicht anders! -- Vielleicht können die Männer auch nicht anders: Nämlich sich genau gegenteilig zu verhalten. Erstmal Hauptsache Sex, und ob der Rest auch passen könnte, das sieht man dann später oder aber man weiß eigentlich schon vorher, dass es nicht passt, aber man will halt unbedingt mal wieder drauf. Und anscheinend muss mann eine Frau eben nicht insgesamt als ganze Person toll finden.

Eine Relativierung möchte ich nachschieben: Dieses unterschiedliche Verhalten erscheint mir jeweils als "typisch Mann" versus "typisch Frau", aber wie immer wird es auch Ausnahmen geben. Hoffen wir es mal :)

W
 
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Gast

  • #16
Mit der nötigen Nähe meine ich: Verliebtheitsgetue, regelmäßig Anrufe (Tag & Nacht - auch stundenlang auch über mehrere Wochen, falls notwendig z.B. bei größerer Entfernung), Mails ect. wirklich großes Interesse an mir und meinem Leben vorgaukelt, Blumen und andere Aufmerksamkeiten auffährt.....quer durch Deutschland fährt um mich endlich zu treffen....
Das ist doch anererzogenes Verhalten. Ohne die von ihr typischerweise geforderte große Show wird ein er doch schon von Beginn an ausgesiebt. Also wird getäuscht, getrickst, geliefert und mann entscheidet sich nach näherem Kennenlernen, ob das für ihn dann was wird oder eben nicht.
 
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Gast

  • #17
Jetzt wird meine Frage einfach mal ins Lächerliche gezogen.
Ich habe nicht gesagt, dass man sich in jede Frau verlieben muss, mit der er Sex hat. Ich habe auch nicht gesagt, dass ein Mann jede Frau attraktiv findet - wobei: Wenn er sie öfter trifft, muss er schon etwas an ihr finden.

Aber ich beobachte es eben in meinem Bekanntenkreis:
Viele haben einfach nur noch Affären und es sind immer die Männer, die sich nicht binden wollen.
Wenn die Frau sich dann zurückziehen will, wird aber heftig protestiert, dann sind die Herren doch unglücklich, ziehen saufend um die Häuser oder rufen ihre beste Freundin (in dem Fall jetzt mal mich an) und fragen, was sie tun sollen.
Wenn ich dann frage, wie es denn mit etwas mehr Verbindlichkeit wäre, kommt gleich wieder ein ABER. Und es sei doch alles gut so gewesen wie es ist - allerdings eben wieder nur für den Mann.
Außerdem geht es doch nicht nur um Sex?

Ich rede doch von tieferen Gefühlen. Die kann man nicht entwickeln, wenn man sich nur alle 2 Wochen zum Sex verabredet. Ich rede von dem Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen, was sich langsam entwickeln muss. Und gibt es keine Männer, die gerne ein gemeinsames Heim hätten? Eine liebevolle Frau zuhause, ein WIR-Gefühl? Da geht nur noch ums Zahlen, um Risiko-Nutzen-Abwägung!? Und die Gefühlswelt? Runterreguliert!
Da gibt es aber kein hopp oder topp. Da gibt es sehr wohl Graustufen!
Und ich weiß am Anfang einer Beziehung nie (nein, wirklich nie!), ob es eine Affäre oder eine Beziehung wird. Ich weiß nicht, ob ich mich auf einen Mann einlassen will. Das kommt auf den Mann an: er macht einen Schritt, dann mache ich wieder einen und horche in mich hinein, ob mir das gefällt. Und so geht es weiter. Oder eben nicht.
Bei vielen Männern sehe ich nur noch ein : Die ist es und dann wird gegraben, bis der Arzt kommt, selbst wenn sie gar nicht will - oder ein: Die ist es doch nicht, aber zum Sex reichts! Wie schräg!

FS
 
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Gast

  • #18
Also laut meiner Lebenserfahrung (M41) würde ich die fehlenden Graustufen wohl eher der Damenwelt zuordnen. Bei euch gibt es ja nur "Affäre" und "Beziehung", kann man gerade in diesem Forum sehr gut nachlesen sobald eine Frau von einem Mann zunächst einmal eine Affäre in Aussicht gestellt bekommt, die Frau ihren Text hier postet, dann kommen gleich etliche andere Frauen die ihr raten ja nichts anzufangen, als ob es keine Vorstufe zu Beziehung geben würde. Mit 41 verliebe ich mich eben nicht mehr Hals über Kopf wie ein 17-jähriger, und die Anzahl der Trennungen und Scheidungen nehmen mitlerweile schon enorme Ausmasse an.

Ein Verhältnis mit einer Frau wie zu meinen besten Freunden erweitert um die Mann-Frau Komponenten Küssen, Streicheln, Sex, ... und in dieser Phase verharren und geniessen ist mir noch nicht gelungen, und etlichen Männern die ich kenne ebenso nicht.

Plötzlich kommen bei Beziehungen Pflichten hinzu, aus dem Nichts, das frühere komplikationslose Leben ist auf einmal weg. Auf der Gegenseite bekommen wir ... ja was eigentlich?
 
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Gast

  • #19
..aber ihre Art finden sie eigentlich nervig. Eigentlich nicht längere Zeit auszuhalten.
So isses. Möglicherweise ist meine Sicht einseitig, da ich nicht weiß, wie Männer in einer Beziehung sind. Mit Frauen habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß sie Grenzen stecken, lange bevor der Mann an die seine kommt. Sie sind schneller müde, sie frieren schneller, sie haben eher Hunger, und man ist für sie ständig auf der Suche nach der nächsten Toilette. Wenn es einem Mann gerade anfängt, Spaß zu machen, will die Frau umkehren.

Das wäre alles erträglich, würde die typische Frau sich nicht so konsequent ankletten, würde sie nicht immer und überall dabei sein wollen, nur um ihn dann ständig anzunörgeln. Der Mann hätte eigentlich durchaus seinen Spaß, aber halt nicht, wenn von ihr im Minutentakt kommt: "dauert das noch lange, was du da machst?".

Ich habe noch nie eine Frau getroffen, die mir ohne Beziehungskrise die Freiheit eingeräumt hätte, auch mal zwei oder drei Tage ohne sie unterwegs zu sein. Allein meine Mutter gönnt es meinem Vater. Die Ehe hält nun schon seit fast 60 Jahren.
 
  • #20
Viele Frauen machen es den Männern unnötig schwer. Bis diese Männer es satt haben.

Vieles was früher war, wenn man sich verliebte - wollen heute viele Frauen nicht.
Lieb, nett, aufmerksam, fürsorglich, kleine Geschenke, kleine Überraschungen - wollen sie nicht.
Besonders schlimm: Wenn man Blumen schenkt. ´(Und ja keine Pralinen) Scheinen heutzutage kitschige Abtörner zu sein ?
Selbst eine einzelne blühende Orchidee - scheint schon falsch gewesen zu sein.
Ich schenke nie wieder etwas einer Frau - ohne ihre Erlaubnis dazu. War sonst immer verkehrt.

Der Mann muß anfangs sehr aufpassen, was er sagt oder schreibt. Irgendeine Kleinigkeit, ggf. von der Frau falsch verstanden - schon macht sie Schluss.

Der Mann lernt also, was er alles nicht machen darf, um bei Frauen anzukommen.
Aber was er machen darf, und was Frauen gefällt - das lernt er nicht.

Als ich einer Frau via SB sinngemäs schrieb, nach mehreren Mails, daß ich auch für eine feste Beziehung bereit bin, brach sie darauf alles ab, und löschte ihr Profil. Also sind selbst solche Absichten bereits verkehrt geworden ?

Schließlich hat der Mann die Schnauze voll, von all diesen Spielchen. Und holt sich nur noch den Sex oder eine Affäre ?

Er wagt nicht mehr große Gefühle. Weil das Risiko dafür zu groß geworden ist. Denn er muß ja ständig mit seiner "Kündigung" rechnen. Irgendwas ist nicht recht -> sich die Frau von ihm trennt. Wozu also das Risiko eingehen, mit großen Gefühlen -> tiefen Verletzungen ?

Aufrichtige Liebe und echte Gefühle - scheint heute als sentimentale, peinliche Gefühlsduselei zu gelten ?

Und dann wundert sich der Mann, wenn die Frauen beklagen, daß es keine tiefe Liebe und Gefühle gäbe.
Nach dem die betreffenden Frauen es den Männern "abgewöhnt" haben.
 
G

Gast

  • #21
Es ist doch so. Es muß so vieles wirklich passen damit man sich auf eine Dauerhafte Beziehung einlässt. Und was glaubst Du wohl wie viele Frauen hier herum schwirren, die eigentlich Beziehungsunfähig sind bzw sich gar nicht mehr ehrlich einlassen wollen. Sicher weil diese hier auch schon oft enttäuscht wurden. Übrigens wurde ich gerade vor ein paar Tagen angeschrieben, nach Freischaltung der Fotos schrieb Sie mir. Kann ich Freitag zu Dir kommen, ich möchte Knutschen und tollen Sex !?! Die meint es ja auch ernst :)
 
G

Gast

  • #22
Ich kann nur für mich reden, aber ich suchte seit meiner Teenagerzeit nach einer festen Bindung, nach einer festen Beziehung; von Angst meinerseits davor kann absolut keine Rede sein. Einzig: ich fand keine Frau, die willens gewesen wäre, sich auf eine langfristige Bindung einzulassen, später vielleicht mal irgendwann, ja, aber doch nicht in jungen Jahren (bis 35/40), da will sie das Leben genießen (heißt meistens: serielle Monogamie ausleben).

Mittlerweile ist Bindungsvermeidung kein Thema mehr, das auf ein Geschlecht passen würde. Es hängt von der jeweilige Person ab.

Und Sex ist kaum geeignet, einer festen Beziehung eine Grundlage zu geben.

M
 
G

Gast

  • #23
sie haben keine Angst vor einer festen Bindung. Aber es macht ihnen nichts aus, mit einer Frau zu schlafen, die ihnen wirklich nur zum Teil gefällt. Vielleicht nur optisch, aber ihre Art finden sie eigentlich nervig. Eigentlich nicht längere Zeit auszuhalten.
Mir ist das unverständlich. ......

W
Also mir als Mann ist diese Art der Betthüpferei ohne Gefühle auch nie etwas gewesen, allerdings ist mir das nicht unverständlich daß es genügend derart Männer offenkundig gibt, zumindest deckt sich diese Empfindung mit angetragenen Erfahrungen mir bekannter Frauen.

Nun, zunächst mal braucht es für das "Lotterleben" mancher Kerle denn auch das jeweilige Gegenstück und schon ist das ganze ziemlich "Seitenneutral", sprich, nicht mehr nur eine Sache oberflächlicher Männer, das ist doch logisch.

Das sich viele Männer tatsächlich vor einer festen Bindung "fürchten", hat einfach mit dem derzeitigen Ungleichgewicht bei den Folgen einer Trennung zu tun, besonders natürlich dann, wenn Vermögen und/oder Nachwuchs im Spiel ist. Hier ist der eigentlich "gute" und/oder fleißige Mann merkwürdigerweise meistens der Dumme und das läßt natürlich insgesamt soetwas wie vorsichtig werden.

Eine "Angst" vor der jeweiligen Frau sollte sich hier keine Dame weismachen lassen, wir denken eher praktisch statt emotional und je mehr die Emanzipation fortschreitet, desto mehr "Angst" wird Mann wohl vor einer festen Bindung -und den Folgen deren Scheiterns- haben, keinesfalls ängstigt ihn jedoch die Frauenwelt an sich, dann würden wir ja auch GAR NICHT mehr als z.B. Sexpartner zur Verfügung stehen, das ist doch auch klar
 
G

Gast

  • #24
Ich (M35) bin ziemlich überrascht über diese Frage des FS. In meinem großen Freundeskreis suchen oder haben alle(!) nur eine Frau als Beziehungswunsch. Wer ausschließlich(!) auf Betthäschen absieht, tickt nicht richtig. Eine Affäre mit beidseitigem Einverständnis ist mMn völlig im Ordnung, solange keine Hoffnungen auf "mehr" aufkommt.

Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das der Großteil der Männer bindungsunwillig sei. Eher weckt mir der Eindruck, dass Ablehnungen, Körbe und Schlussmachen von Frauen kommt. Das ist die Regel und generell bekannt.

Möglicherweise sind hier einige frustrierte Damen, die in einer anderen Liga suchen. Wenn's passt, hätte der Mann die sowieso für immer geschnappt. Logisch!
 
  • #25
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es hier überhaupt keine Liebe und Verliebtheit mehr gibt
Den Eindruck habe ich inzwischen weitgehend auch, und wäre deswegen vielleicht auch mit einer Affäre zufrieden.

Persönliche Beziehungen scheinen nur noch Freizeitwert zu haben ?
Die Frau will unterhalten und beschäftigt werden. Weil ihr alleine langweilig ist ?
Der persönliche Freizeit-Animator sein ?

Man kann halt nicht Alles und nicht immer im Leben haben - z.B. Liebe.

Wenn ich dann bei so manchen Paaren sehe, welchen Typ von Mann sie angeblich lieben würden - nun, bitte sehr. (höflich ausgedrückt)

Mag sein, daß ich vielleicht eine "veraltete" Vorstellung von Liebe habe, vgl. wie in Liebesfilmen.
Aber was soll daran verkehrt sein ???

(m,52)
 
G

Gast

  • #26
ich habe aber damit ein Problem, dass er zunächst die nötige Nähe zwischen uns entstehen lässt um tollen und intensiven Sex abzugreifen und sich dann, mir-nix - dir-nix, wieder aus meinem Leben zu verabschieden...

Mit der nötigen Nähe meine ich: Verliebtheitsgetue, regelmäßig Anrufe (Tag & Nacht - auch stundenlang auch über mehrere Wochen, falls notwendig z.B. bei größerer Entfernung), Mails ect. wirklich großes Interesse an mir und meinem Leben vorgaukelt, Blumen und andere Aufmerksamkeiten auffährt.....quer durch Deutschland fährt um mich endlich zu treffen....

w/52
Dein Problem, ist auch das Problem der FS - ihr schafft euch Eure eigene Realität.
Männer haben keine Angst vor einer Beziehung mit einer tollen attraktiven Frau - die Frau ist dann nur einfach nicht so toll und nicht der Jackpot als den sie sich sieht.
Das ist alles.

Auch bei dir:

Es fährt kein Mann quer durch Deutschland, macht sich zum Affen und läuft ner Frau wie n Fifi nach nur um mit einer 54 Jährigen (soll keine Beleidigung sein!) "Sex abzugreifen" (Ich hoffe übrigens du warst beim Sex dabei, denn dann hat er nichts abgegrifen, sondern Ihr hattet diesen vermeindlich "tollen und intensiven"Sex ZUSAMMEN...).
Sex kann ein Mann heute weit weniger, zeitaufwändig, weniger nervig und weitaus kostengünstiger bekommen- und das ganze, ohne "Ich, das schutzlose und unschuldige Weibchen, habe dir den Heiligen Gral geschenkt" Getue- als den von dir beschriebenen Zirkus zu veranstalten.

Wenn dir das die ganze Zeit passiert, werfe doch zur Abwechslung mal den Scheinwerfer auf deine Person.
Ich meine du hast anscheinend immer dieselbe Geschichte, die schief geht und die einzigste Konstante darin bist du - KÖNNTE ja sein, das es an dir liegt...
 
G

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  • #27
#15
haha.... ich lach mich krank :) Was für Freundinnen hattest Du?
Gut, ich gebe ja zu, dass es Frauen gibt, die Grenzen stecken. Nicht jede ist so!!!
Wenn ich müde werde, gehe ich heim; meine Toilette suche ich mir selber; wenns lustig wird, und ich aber keine Lust mehr habe, gehe ich auch heim; meine Partner haben allesamt Urlaub mit ihren Kumpels machen dürfen (max. 1 Woche) - gleiches Recht galt auch für mich mit meinen Freundinnen.
Dafür friere ich schneller - aber es gibt Schlimmeres.
Die Beziehungen sind trotzdem gescheitert.

Dafür, hab ich immer nach Hause fahren müssen, wenn die Männer was getrunken haben. In meinen Körper passt ja nicht so viel Flüssigkeit wie in deren. Und wenn ich aber bei dem Saufgelage nicht bis zum Schluss dabei sein wollte - weils zugegeben für jeden nüchternen Menschen irgendwann unerträglich wird - bin ich heimgefahren und bin als Spielverderber bezeichnet worden. Ich mein, wozu gibt es Taxen??

w, 41
 
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Gast

  • #28
So isses. Möglicherweise ist meine Sicht einseitig, da ich nicht weiß, wie Männer in einer Beziehung sind. Mit Frauen habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß sie Grenzen stecken, lange bevor der Mann an die seine kommt. Sie sind schneller müde, sie frieren schneller, sie haben eher Hunger, und man ist für sie ständig auf der Suche nach der nächsten Toilette. Wenn es einem Mann gerade anfängt, Spaß zu machen, will die Frau umkehren.

Das wäre alles erträglich, würde die typische Frau sich nicht so konsequent ankletten, würde sie nicht immer und überall dabei sein wollen, nur um ihn dann ständig anzunörgeln. Der Mann hätte eigentlich durchaus seinen Spaß, aber halt nicht, wenn von ihr im Minutentakt kommt: "dauert das noch lange, was du da machst?".

Ich habe noch nie eine Frau getroffen, die mir ohne Beziehungskrise die Freiheit eingeräumt hätte, auch mal zwei oder drei Tage ohne sie unterwegs zu sein. Allein meine Mutter gönnt es meinem Vater. Die Ehe hält nun schon seit fast 60 Jahren.
hier nochmal die #14 an #15:
Leider kann ich das im Großen und Ganzen bestätigen aufgrund dessen, was ich so von meinen in Beziehung befindlichen Bekannten/ Freundinnen mitbekomme. Ich bin da anscheinend eine der Ausnahmen und kann deshalb auch verstehen, was die Männer da nervt.
Leider sieht einem kein Mann gleich zu Anfang an, dass/ob man eine solche Ausnahme ist. Denn wenn man frisch verliebt ist, ist man wohl automatisch erstmal nervig. Ich war nur am Anfang meiner Lebenspartnerschaft eifersüchtig und anhänglich. Mein Mann war so geduldig die Anfangszeit zu überstehen, in der wir öfter auch heftigen Streit hatten. Es dauerte aber nicht lange und ich fand wieder zu mir selbst, d.h., habe meine eigenen Hobbies u Interessen wieder vermehrt verfolgt, habe ihn mehr alleine = in Ruhe gelassen. Er "darf" auch schon seit langem alleine in den Urlaub fahren und oder sich mit Kumpels treffen. Beim Shoppen trennen wir uns immer phasenweise, damit er nicht mit mir in den Schuhladen muss z.B. --- Am Anfang der Beziehung hatte ich noch nicht so ein großes Vertrauen und deshalb konnte ich noch nicht so locker sein bei allen möglichen Dingen. Wir sind jetzt bald 20 Jahre zusammen und man kann sagen, viel besser hätte es nicht laufen können.
Die Männer sollten also nicht so schnell aufgeben und auch dann wenn sie sich vielleicht von einer neuen Partnerin genervt fühlen erst einmal mit Geduld weiter machen, denn es kann sein, dass die Frau sich nach der allerersten Beziehungsphase doch noch als lockerer, verträglicher und liberaler herausstellt als es anfangs aussah.
Man muss sich einfach aufeinander einstellen. Das gilt für alle. Und davor sollte man(n) auch wirklich keine Angst haben, denn es könnte sich lohnen.
w
 
G

Gast

  • #29
"Die Männer" haben keine Angst vor der Beziehung an sich, sondern davor, sich von einem miesen Angebot reinlegen zu lassen.
Offensichtlich haben sie ja schon alles, was sie sich aus dieser Situation wünschen können, warum also unnötig einen schlechten, langfristigen Deal abschließen?
Einen Mehrwert über den schon gelieferten Sex hinaus enthält das Angebot für sie offensichtlich nicht.
Also doch Angst?
Ich rede ja gar nicht von heiraten, Kinder kriegen usw. - da kann ich ehrlicherweise wirklich verstehen, wieso manche Männer kalte Füße bekommen - finanziell sieht das oft nicht sonderlich gut für einen Mann nach einer Ehe plus Kindern aus.
Ich rede aber von einer Beziehungsangst im Sinne von:
Ich könnte ja etwas verpassen.
Ich verliere meine Freiheit.
Ich will nicht verletzt werden.

Ich hab eher das Gefühl, dass einige Männer lieber nur etwas Oberflächliches anstreben, DAMIT es ihnen gar nicht passiert, dass sie sich verlieben.

Übrigens, Gast 14:
Ich gehe auch nur mit einem Mann ins Bett, wenn ich schon verliebt bin.
Und ich gehe davon aus, dass es dem Mann evtl. genauso geht.

Aber was ich hier so lese, erschreckt mich:
Da ist die Frau natürlich selber schuld, wenn der Mann nach schönen Abenden, x Telefonaten und mehreren schönen Nächten dann doch nicht will! Die dumme Gans hätte es ja anscheinend gleich wissen müssen - was hat sie auch Sex mit ihm haben müssen?
Und wieso kommt das dumme Ding überhaupt auf die Idee, dass der Mann in sie verliebt sein könnte, wo sie doch nur ein paar nette Abende hatten, sich getroffen haben, sich täglich gefühlte 20000 Nachrichten geschrieben und halbe Nächte lang geknutscht hatten und dann zusammen umschlungen eingeschlafen haben.
Da bekommt man als Frau dann zu hören:
Das gehört doch zum "Programm" der Affäre dazu.
Ach so?
Wusste ich z.B. nicht, wie naiv von mir!
Ich dachte, wenn 2 Menschen sich so nahe kommen, dann ist da etwas zwischen beiden.
Anscheinend ja nicht. Alles nur Sex.

Also ich habe ja vielleicht mal Sex mit nem Mann in meinem Leben gehabt, in den ich nicht verliebt war, aber das war nicht mein Ding und mit dem hätte ich weder stundenlang SMSen wollen, noch telefonieren und schon gar nicht die ganze Nacht eng umschlungen schlafen - Händchen halten erst recht nicht. Da wollte ich dann "danach" lieber weg.
Und wieso wird einem immer gleich unterstellt, dass das Angebot an Frauen nicht so doll sei?

Klar gibts nicht so dolle, nervige oder mittelmäßig aussehende - mit denen trifft aber doch auch ein Mann sich nicht ewig.

Ich hab das Gefühl, dass viele Männer einfach nach einigen Erfahrungen keinen Mut mehr zur Bindung haben und wenn, dann nur mit einer Frau, die eigentlich weder wirklich etwas von ihnen will noch zu ihnen passt.

Sehe ich in meinem Freundeskreis v.a an Midlife-Crisis-Männern, meinen guten Freunden.
Die suchen sich immer Frauen aus, bei denen man in der ersten Sekunde weiß, dass es nichts von Dauer sein wird.
 
  • #30
Die Kommentare sind wunderbar zu lesen und bestätigen auch meine Ansichten dazu. Der überwiegende Anteil der Männer hat keine Bindungsangst per se. Ein Problem ist die zunehmende Entrechtung der Männer geworden. Hier fand dann in gewisser Weise eine Emanzipation seitens der Männer statt, wo sich einige Damen jetzt wundern, daß sich ein Mann 10 x überlegt, ob er sich mit ihr dauerhaft einlassen sollte.

Weiterhin kommt hinzu, daß das Angbot durch die Lockerung der Konventionen erheblich größer geworden ist. Man ist somit nicht auf eine ganz bestimmte Frau angewiesen. Warum sollten man sich eine Frau "ans Bein binden", wenn man bereits vom Gesetz wegen nur mit Nachteilen und Folgeschäden zu rechnen hat.

Dann gibt es auch gelegentlich einige Eigenarten wie Klammern, Kletten etc.. Damit kann nicht jeder Mann auf Dauer umgehen. In der Verliebtheitsphase mag das noch schön sein, aber irgendwann holt einem der Alltag wieder ein und erst dann wird sich zeigen, was das alles wert ist.

Es ist beileibe nicht so, daß die Männer beziehungsunfähig seien, sondern sie achten schon genauer darauf, wer ihnen eine auf Dauer angelegte Beziehung wert ist. So würde ich mich bestimmt nicht mit einer Frau zusammentun, die berufsbedingt ständig unterwegs ist. Ansprüche oder Forderungen stellen sollte sie schon gar nicht. Ich bin nicht der Pausenclown oder Alleinunterhalter.

Es muß, um es kurz zu machen, sehr viel zusammenpassen. Es wäre vieles unkomplizierter, wenn Frauen sich nicht so wichtig nehmen würden. Ein liebender Mann nimmt sie schon wichtig genug.
 
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