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Gast

  • #1

Wieso gibt es soviele Dauersingles und Paare ohne Kinder?

Ich (m/ in ein paar Tagen 36) habe mir die Frage gestellt, wieso es heutzutage so viele Dauersingles und Paare ohne Kinder gibt.

Ich habe einen Bruder und 10 Cousinen/Cousins und nur 2 davon haben insgesamt 3 Kinder. Keiner von denen ist jünger als 33, also es wird auch nicht viel mehr Nachwuchs noch nachkommen.

Ich habe mich gefragt, woran liegt das. Erziehung kann es nicht sein. Unsere Eltern haben ihre Kinder teils früh, teils spät bekommen. Bildung kann es nicht sein. In meiner Verwandtschaft gibt es Alleinstehende mit sogar 2 akademischen Titeln und welche mit Hauptschlussabschluss+Ausbildung.
In meinem Freundeskreis sieht es ähnlich aus. Nur ein Pärchen hat 2 Kinder. Sonst nix.

Ich kam für mich zum Schluss, dass muss eine Mischung aus: Behalten wollen des eigenen Lebensstandards + hohe Priorisierung der Altersabsicherung (vielleicht gewisse Zukunftsangst) + zu wenig Risikofreude.

Ich persönlich bin derart familienorientiert, dass ich mir nicht vorstellen kann, alleine und ohne Kinder alt werden zu wollen.
Lieber verzichte auf anderes. So bin ich bspw. am Überlegen, ob ich meine derzeitigen monatlichen Altersvorsorgebeträge dauerhaft einfriere (Stoppen der Dynamisierung), zumal die Renditen fast aller Altersvorsorgeprodukte nahe null sind.

Wie sieht es bei Eurem Verwandten-/Freundeskreis aus? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
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  • #2
Ich kann nur für mich sprechen.
Wenn man spät eine feste Beziehung eingeht und man sich nicht reif für ein kind fühlt, dann wird es eben nichts.
Oder man hat nicht den richtigen Partner gefunden und ist nun zu alt?
 
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Gast

  • #3
Singles gibt es viele, weil im Bindungsalter um die 30 viele beruflich extrem eingespannt sind, berufsbedingt viel umziehen und viele sind auch wirklich entweder nur mit oberflächlichen Party - After-Work-Freunden zusammen und andere sind nach der Arbeit einfach zu k.o. um sich noch rauszuschleppen.
Außerdem scheuen v.a. Männer die Verantwortung Familie, fühlen sich sogar mit Ende 30 noch zu jung für eine eheähnliche Beziehung mit Kind. Die kriegen dann mit Anfang 40 ne Midlifekrise und Torschlusspanik, schielen nur noch nach 25jährigen, um sich selbst zu beweisen, wie "jung" sie noch sind und wieviel Zeit sie noch haben - mit denen klappen dann aber langfristige Beziehungen wieder nicht und für eine Familiengründung suchen sich junge Mädels dann doch wieder was Jüngeres - so beobachte ich es in meinem Freundeskreis zumindest.
Viele Männer haben Angst vor einer festen Beziehung. Schaut Euch doch mal die Beiträge an, wie viele Männer trotz angeblicher Verliebtheit hier einen auf Freundschaft plus machen oder auf "Affäre" und "ich will nichts Festes".
Dabei will dich jeder irgendwie was Festes, aber viele sind ja dauernd der Auffassung, dass ja vielleicht noch was BEsseres käme, anstatt sich erst einmal auf einen Menschen wirklich einzulassen.
Man kann erst lieben, wenn man einen Menschen wirklich bereit ist kennenzulernen und sich auf die Liebe einlässt.
Viele blocken das aber von vornherein ab - man könnte ja verletzt werden, man könnte ja was Besseres finden, man hat ja noch Zeit...
Der Lebensstandard ändert sich doch nicht durch eine feste Beziehung?? Er ändert sich nicht einmal sonderlich, wenn man Kinder hat.
Aber Verantwortung für Andere zu übernehmen mit all den Pflichten scheint vor allem für Männer ein großes Problem zu sein.
Das gabs früher nicht, dass ein Mann gesagt hätte, ich zahle doch nicht für Frau und Kind!
Früher hatten Männer auch nicht so große Angst um ihre "Freiheit".

Meines Erachtens liegt es nicht am Geld. Es liegt daran, dass alle egoistischer werden und sich nicht mehr auf einen anderen menschen einlassen wollen. Zudem muss ja jeder heutzutage perfekt sein - perfekt aussehen, perfekte Karriere machen - vor allem in etwas besseren Kreisen - sonst wird man ja nicht mal mehr mit der Kneifzange angefasst.

Ich habe viele Freundinnen, die gerne eine Familie hätten oder eine langfristige Beziehung und dauernd hört man von den Männern, dass die nichts Festes wollen.
 
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  • #4
Bis zu meinem 43. Lebensjahr habe ich immer in Beziehungen gelebt, auch in langen Beziehungen. Kein Mann hat sich Kinder gewünscht. Die meisten scheuen diese Verantwortung.

Nach meinem Studium hatte ich nur befristete Arbeitsverträge (erst vor 3 Jahren bekam ich den ersten entfristeten Vertrag). Ein Kind hätte für mich bedeutet, arbeitslos zu werden. Und gegen den Willen meines jeweiligen Partners wollte ich auch kein Kind bekommen.

Jetzt bin ich 44 und Single. Da ich gesundheitlich nicht ganz fit bin, wird das wohl auch so bleiben.
 
  • #5
Heutzutage gibt es keinen wirtschaftlichen Grundverheiratet zu sein.
Meine Oma hat damals mit 22 Jahren geheiratet und galt bereits als alte Jungfer. Heutzutage würde man der Braut womöglich noch eher abraten, da sie ja zu jung wäre.

Der Spaß steht im Vordergrund, es gibt immer noch mehr und es hat sich leider bei vielen verinnerlicht, dass Männer keinen Spass mehr haben, sobald sie in einer festen Beziehung sind. Dass der Spass trotzdem weitergehen kann und auch mit der Freundin sein kann, geht bei vielen vorbei.
 
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  • #6
Woran das liegt? Am Egoismus! Kompromisse werden nicht mehr gemacht. Der Mann will "frei" sein. Man sucht sich nur noch einen "Lebensabschnittsgefährten" für die "guten Zeiten", stehen schlechte Zeit an, steht man alleine dar. Männer wollen nicht heiraten, nur vergnügen, sich bloß nicht fest binden, sie könnten ja von der Frau ihrer Freiheit und ihres Geldes beraubt werden! Party und Suff, ein Familienleben ist nicht "IN", sondern "OUT". Eine Frau soll immer eine sexy Figur haben und auch halten, selbst wenn sie das 3. Kind zur Welt gebracht hat, alles muss perfekt, perfekt, perfekt sein.

EGOISMUS ist das Geheimnis von Dauersingles und Paaren ohne Kinder!
Niemand will nur ein Stück zurückweichen, etwas geben ohne insgheim zu hoffen dafür etwas zurückzukriegen, so leben Menschen als Paar zwar zusammen aber irgendwie leben sie dennoch getrennt.

w, 35
 
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  • #7
Unsere Gesellschaft ist eben nicht mehr familientauglich:
- jobbedingte Umzüge sowohl auf männlicher als auch auf weiblicher Seite
- im Berufsleben, vor allem in der "new economy" ist höchste Flexibiltät gefragt: zu Hause bleiben, weil das Kind die Masern hat? Nun ja, dann ist man eben nicht gut genug organisiert - so oder ähnlich wird es einem nachgesagt.....
- explodierende Mieten in beliebten Bundesländern und attraktiven Städten. Welche Familien kann sich das leisten?
- hohe Lebenshaltungskosten - viele sind froh, wenn sie sich als Paar einiges leisten können. Man schau sich nur mal an, wie viel ein Urlaub für eine vierköpfige Familie kostet - und was man dann dafür bekommt...
Ich lebe lieber ein bisschen Luxus zu zweit als ewig rumzuknapsen mit vier Personen.... Gar nicht mit eingerechnet, was Studium etc. kosten
 
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  • #8
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind alle verheiratet und haben 2-3 Kinder. Wir haben alle mit Anfang 30 angefangen, sind fast alle Akademiker, wohnen in der Single-Stadt München oder Umgebung. Ein einziges Paar hat keine Kinder, sind mittlererweile Mitte 40. Sie sagt, dass ihnen Ziele fehlen und jetzt leider zu spät ist.
 
  • #9
... weil Famillie und Kinder nicht mehr in die Erwerbsbiographie der Deutschen passt.. das müsste ab 65 kommen.. so als "Rentenhobby", davor bitte Produktives Mitglied der Konsumierenden Gesellschaft sein.
 
  • #10
Keine Kinder, weil:
- keine Zeit. Ich arbeite mehr als der Durchschnitt, werde aber sicherlich noch von einigen getoppt. Gleichzeitig brauche ich aber Ruhe als Ausgleich dafür. Vom Wesen her daher ungeeignet für Kinder zu sorgen.
- Geld. Ich leiste mir in manchen Bereichen exklusive Dinge, die mit Kindern nicht nur vom reinen Gegenwert nicht mehr möglich wären. Das möchte ich nicht aufgeben.
- Ich bin kein Egoist und Ellbogenmensch, ich könnte einer Frau niemals aufs Auge drücken, allein für Kinder zu sorgen und/oder dafür zu Hause zu bleiben. Tut Frau das freiwillig, kämen wir eh wieder beim Thema Geld an, wäre wieder zu wenig für meine Ansprüche ans Leben.
- Ich mag Kinder nicht besonders, eigentlich erst, wenn sie selbständiger werden. Ich möchte mich nicht mit Erziehung beschäftigen.
- Freiheit. Die meisten meiner Freunde verlieren Zeit und Optionen, spontan etwas zu tun. Frisch sehen die jungen Eltern auch nicht mehr aus.

Dementsprechend bin ich natürlich Single, weil nur wenige Frauen das Thema Kinder auch so sehen wie ich.
 
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  • #11
In meinem Freundeskreis sieht es ähnlich aus. Ich finde es aber nicht verwunderlich. Viele Männer haben Angst, dass eine Heirat mit Kindern schief geht. Die wirtschaftlichen Folgen sind z.T. sehr einschneidend bis zum Selbsterhalt des Mannes. Dazu kommen die Ungewissheit mit den Zeitverträgen im Beruf sowie die Mobilitätsanforderungen. Frauen sind häufig nach der Scheidung AE und armutgefährdet.

Andererseits finde ich es auch nicht schlimm, dass die Bevölkerung in Deutschland nicht wächst. Wir sind sowohl in Deutschland als auch auf der Welt viel zu viele Menschen und wenn wir hier etwas enthaltsamer sind, schadet es uns gewiss nicht. Das heißt aber nicht, dass ich irgend jemanden vorschreibe, wie er leben möchte.

Neben den oben genannten Punkten kommen auch noch einige gesellschaftliche Dinge dazu. Die Bevölkerung wandert immer mehr in die Großstädte, weil dort die Lebensqualität bzw. das Angebot größer ist und weil hier die interessanten Arbeitsstellen sind. Großstädte sind allerdings anonymer und es fällt den Menschen schwerer, Kontakte zu knüpfen. Was dabei auch mitschwingt sind die höheren Lebenskosten und die Bewahrung des erreichten Lebensstandard. Kinder bedeuten hohe Kosten und ein großes Risiko, die manchen davor abschrecken lässt. Und eines darf man nicht vergessen: Seitdem es die Pille gibt, sind die Geburten rückläufig.
 
  • #12
1. Ich möchte keine Schwangerschaft, Geburt und Stillen erleben;
2. Stelle ich mir das Leben mit Kindern hauptsächlich anstrengend und einschränkend vor (auch wenn ich sonst nichts gegen Kinder habe, sie meistens hübsch und nett finde und durchaus mit ihnen Zeit verbringen kann- nur eben nicht ständig und vor allem nicht mit eigenen!)
3. Ich will meinen Mann für mich und ihn nicht mit den Bedürfnissen von Kindern "teilen" müssen.

Das alles finde ich weder unmoralisch noch egoistisch, ich gönne jedem von Herzen einen anderen Lebensweg und wünsche mir auch staatlicherseits alle denkbare Unterstützung für Menschen mit Kindern (dafür zahle ich dann auch gern ein paar Steuern mehr :)
 
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  • #13
Ich wollte frei sein, keine Verantwortung haben, meine Figur nicht durch ein Baby versauen.
Männer hatte ich immer, und die wollten auch keine Kinder.
Jetzt bin ich mal Single und es gefällt mir, weil ich keine Verantwortung füe einen Mann habe. Stellte leider fest, dass viele nur einen Mama Ersatz und Köchin suchen.
Sorry, ohne mich.
Ich glaube ich bin eine Macho-Frau. W44
 
  • #14
In meinem Bekanntenkreis gibt verschiedene Formen:

- keine normale, ordentliche, unbefristete Arbeitsstelle mit halbwegs familientauglichen Arbeitszeiten
- überlange Arbeitszeiten in ausbeuterähnlichen Arbeitsverhältnissen
- schlicht keinen Partner gefunden trotz Suche
- Erbkrankheiten eines Partners (Morbus Crohn, Marfan-Syndrom)
- Kennenlernen des Partners >35, Schwangerschaft hat nicht mehr geklappt; künstliche Befruchtung oder Adoption wird abgelehnt
- mit Mitte Dreißig (wo geplant wurde, Kinder anzusetzen) wurden die beide Eltern zu Pflegefällen
- Mann will keine Kinder, meint dann mit 45 aber, das es eigentlich schade ist, keine Kinder zu haben
Frau will Mann deswegen nicht aufgeben
- Frau hat Endometriose ab Mitte/Ende Dreißig

Eigentlich alles nette Menschen, die sich gern Kinder gewünscht haben. Irgendwie schade.
 
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  • #15
Bis auf einen Cousin, der sein Leben weniger im Griff hat, haben ALLE mindestens 1 Kind in meiner Familie, meistens mehr. Es sind Akademiker dabei, Arbeiter, Angestellte, Frührentner, alle also mit mehr oder weniger Geld, es ist nicht die Frage. Alle sind Franzosen. Ich lebe in Deutschland seit dem ich 20 bin. Ich habe keine Kinder.

W50
 
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  • #16
An M: Du meinst:
- bin kein Egoist, ich könnte einer Frau niemals aufs Auge drücken, allein für Kinder zu sorgen

- Freiheit. Die meisten meiner Freunde verlieren Zeit und Optionen, spontan etwas zu tun. Frisch sehen die jungen Eltern auch nicht mehr aus.

Single, weil nur wenige Frauen das Thema Kinder auch so sehen wie ich

Antwort: doch ich (w) sehe das genauso. Mit jedem Jahr verfestigt sich meine Überzeugung dass ich durchaus das Richtige tue. Gerade geht schon wieder eine Ehe im Freundeskreis ins die Brüche und die fetzen sich nur noch wo einst die grosse Liebe gewesen sein soll.
Ich möchte einfach mit einem Mann der zu mir gehören will glücklich sein. Von miraus kann er jedes Jahr ein neues Hobby anfangen. Aber ich will kein Reihenhaus, kein Normalo-Leben in der Vorstadt und meinen Beruf mag ich auch nicht an den Nagel hängen. Trotzdem mag ich nicht lebenslang singlen und suche Freundschaft, Liebe und Freiheit in einer Person.
 
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  • #17
Ich hatte bis ich 44 war immer Männer, die auch bereit waren Verantwortung zu tragen. Deswegen habe ich auch jetzt einen wunderbaren Sohn.
Die letzten 7 Jahre bin ich zunächst ungern, nun aber gewollt Single. Mit der Einstellung, Egoismus,
Geiz und auch dem Aussehen der Herrn Ü 50 komme ich nicht klar.
Da hat man doch die Wahl Pest oder Cholera .
 
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  • #18
Auch mit Kindern kann man als Eltern im Alter alleine sein. Ist weit verbreitet.
Da werden die Eltern ins Altenheim abgeschoben. Viele Kinder gehen in eine andere Stadt/Land.
Man sieht sich nur zu Weihnachten. 3 Telefonate im Jahr und das wars. Wie hat man nich davon. Die Haben dann ihr eigene Familie und die Großeltern werden dann eher zur Last und es gibt die gehaßten Pflichtbesuche. Von finazieller Unterstützung können viele im Alter nur träumen.
Also wenn du im Alter garantiert nicht alleine sein willst, dann kaufe dir einen Hund.
Frauen haben immer das Bild der heilen Familie, kommt aber selten bis sehr selten vor.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind führen Eltern-Paare meist ein ziemlich trostloses Leben.
Singles und kinderlose Paare sind da deutlich fitter was ihre Aktivitäten angehen.

Ich persönlich habe auf Kinder verzichtet, weil ich keine Lust auf Familien Brim Bram Borium habe. Als Mutter wäre ich totunglücklich geworden. Im Freundeskreis gibt es keine Frau mit der ich auch nur einen Tag tauschen möchte. Single bin ich auch. Einen Teilzeit-Partner könnte ich mir vorstellen, aber nur mit getrennten Wänden. Es geht mir saugut und ich bin zufrieden.
Ich lebe sozusagen Sorgenfrei!
w48
 
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  • #19
Oh, Kinder sind anstrengend, Kosten Geld, quengeln nur rum, der Lebensstandard soll beibehalten werden, im Luxus schwelgen, die sexy Figur nicht vermasseln, nicht Hausfrau sein wollen, Luxusurlaub machen, in teurer Citylage wohnen, außerhalb der eigenen 4 Wände oft Essen gehen, tja, wenn DAS kein Egoismus ist, dann weiß ich auch nicht! Alle waren wir mal Kleinkinder und antrengend, viele sogar bis ins Erwachsenenalter. Ich könnte mir ein Leben ohne eigene Kinder nie vorstellen. Ich möchte nicht nur einen Partner an meiner Seite haben, die kommen und gehen, Kinder bleiben! Für mich ist ein Leben nicht Lebenswert, wenn man nur für den Konsum gelebt hat. Sich alles selber nur in den Allerwehrtesten geschoben hat. Ist das nicht egoistisch????

Mich gruselst förmlich vor solchen Menschen die so eine Meinung vertreten und sie auch ausleben.
 
  • #20
Sich alles selber nur in den Allerwehrtesten geschoben hat. Ist das nicht egoistisch????
Ja und? Selbst wenn es ausschließlich egoistische Gründe sind (was ich bezweifele), hat nicht jeder Mensch seine egoistischen/ egozentrischen Seiten? Du etwa nicht? Bist Du altruistisch und opferst Dich für alles und jeden? Es ist nun mal eine zutiefst persönliche Entscheidung Kinder zu wollen oder nicht. In einer offenen und toleranten Gesellschaft sollte man dafür niemanden so verbrämen! Was willst Du staatliche Inseminationsprogramme für konsumgeile Karrieristinnen?
 
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  • #21
Ja, ich bin nicht egoistisch und lebe für meine Familie. Solche Menschen gibt es in der Tat!
Menschen, die nur an sich denken, sehr materiell fixiert sind, sind schlichtweg egoistisch, die sind mir suspekt. Natürlich kann jeder lassen und tun was er will aber die Meinung darf gesagt werden!
Ist vielleicht auch eine Mentalitätsfrage. Die Sache mit Eltern ins Altenheim abschieben, 3 x im Jahr anrufen und sich nur zu Weihnachten besuchen, dass ist meiner Meinung und Beobachtung nach typisch Deutsch! "Gehaßte Pflichtbesuche" bei den Eltern? Hallo? Wenn man ein inniges und liebevolles Verhältnis zu seinen Eltern hat, dann gibt es keine "gehaßten Pflichtbesuche"! Und Kinder bereiten viel Freude und Familie ist der eigentliche Sinn und die Stütze im Leben. Der Konsum ist nichts, befriedigt für eine Weile, aber Konsumgüter reden nicht mit einem!

Viele Menschen wollen auch keine Kompromisse mehr eingehen. Der Mann hat Angst, wenn er heiratet und Kinder kreigt, dass er seiner Freiheit beraut wird und die Frau ihn finanziell runieren wird, die Frau hat Angst, sich durch die Schwangerschaft die Figur zu ruinieren. Luxusurlaube müssen sein und und und. Das ist EGOISTISCH, dazu sollen dann die Leute auch stehen.
 
  • #22
Das ist EGOISTISCH, dazu sollen dann die Leute auch stehen.
Ich stehe zu meinem Verhalten und es ist nicht egoistisch. Vielmehr ist es Selbstverwirklichung. Dem Egoismus haftet stets eine Komponente des Verletzens Anderer an. Wen verletze ich denn anders damit, dass ich als Single so lebe, wie ich es tue? Niemanden.
Es gibt Menschen, für die ist Selbstverwirklichung (also die Erfüllung der eigenen Wünsche) gleich mit Kinder bekommen. Kein Problem für mich. Nur in die andere Richtung wird man gerne mit falschen Begriffen beleidigt.
 
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  • #23
Globalisierung... früher blieb man an einem Ort und gründete eine Familie, heute ist das gar nicht mehr möglich, weil das neue Berufsnomadentum es gar nicht mehr vorsieht, an einem Platz zu bleiben, Flexibilität ist gefragt, und (fast) alle machen mit, wählen immer wieder die gleichen Parteien und wundern sich, wenn Familiengründung ohne Personal (Putzfrau und Kindermädchen) gar nicht oder kaum noch möglich ist. Die ersten 3 Jahre beim Kind bleiben? Geht nicht, Mama hat Angst, von ihren Freundinnen als (faule Hausfrau) gedisst zu werden oder arbeitet an ihrer "Karriere" (im Supermarkt...) Weil jeder auf jeden schielt, jeder gegen jeden ist, wird das auch nix mehr. Davon abgesehen: Wir haben heute knapp 9 Milliarden Menschen, da braucht man eigentlich keine Familien mehr zu gründen, da es von "energiehungrigen", meerleerfischenden und mammonanbetenden Umweltverschmutzern genug gibt...
 
  • #24
Ich stehe zu meinem Verhalten und es ist nicht egoistisch. Vielmehr ist es Selbstverwirklichung. Dem Egoismus haftet stets eine Komponente des Verletzens Anderer an. Wen verletze ich denn anders damit, dass ich als Single so lebe, wie ich es tue? Niemanden.
Es gibt Menschen, für die ist Selbstverwirklichung (also die Erfüllung der eigenen Wünsche) gleich mit Kinder bekommen. .

Prinzipiell ist das erstmal sachlich falsch.. Selbstverwirklichung hat eine starke Egoismuskomponente wenn diese Selbstverwirklichung nicht explizit mit dem einbinden anderer einhergeht.. Egoismus dagegen hat primär nichts mit dem aktiven oder willfährig passiven (fahrlässigen) Verletzen Anderer zu tun.. das wäre eine eher sadistische Komponente und die haben glücklicherweise die wenigsten.. Wenn man als Single oder Paar Kinderlos lebt, dann setzt man die eigene Bequemlichkeit und Komfortzone über die Notwendigkeit des Fortpflanzens was DAS Kernmerkmal des Lebens an sich ist.. man kann es wohl am ehesten mit "Reichtum verpflichtet" übersetzen, im Sinne von "Leben verpflichtet" .. auch anderen diese Chance zukommen zu lassen.. tut man dies nicht ist dies prinzipiell erstmal egoistisch da man selbst erst einmal etwas in Anspruch genommen hat, was man anderen nicht zugesteht.. nämlich Leben..
 
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  • #25
als Frau habe ich große Angst davor, was mir mit Kindern drohen könnte. der Vater verlässt mich für eine jüngere, weil ich nicht schnell genug wieder abnehme, weil ich nicht mehr oft genug
Sex will, weil ich zu oft gestresst bin, weil ich nicht in Strümpfen und rock zu hause rumhüpfe. ich hätte Nachteile im Job, müsste mich als Rabenmutter oder Hausmütterchen beschimpfen lassen, müsste mich selbst vernachlässigen, wäre vom Partner zu abhängig. Hausarbeit und Kinderbetreuung wäre hauptsächlich meine Aufgabe ( in der Realität ist das meistens so). da wäre ich ja verrückt Kinder und Familie zu haben.
 
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  • #26
Wieso gibt es soviele Dauersingles und Paare ohne Kinder?

So lässt es sich teilweise angenehmer und leichter leben.
 
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  • #27
Wenn ich das hier lese, fröstele ich ein wenig emotional gesehen!
Die Männer suchen auch keine Mama und Köchin, aber vielleicht irgendwann eine Art "Nest", ein Heim, einen Platz, an dem sie angekommen sind... vielleicht auch ein bisschen etwas Häusliches...
Ich bin nun keine Hausfrau, sondern Ärztin und Mutter 2er Kinder.
Schade ist nur, dass "kinder" dann wieder für alle Singlemänner ab 40 ein NoGo sind, dabei könnten sie es echt wesentlich netter haben, als mit so mancher 25jährigen, die sowieso noch keine feste Bindung fürs Leben will und auch in einer anderen Lebensphase ist.
Aber die Männer wollen lieber eine möglichst JUNGE Frau, wenn sie selber gut aussehen und erfolgreich sind (was ich auch tue) und wenn sie eine in ihrem Alter suchen, dann darf die BITTESCHÖN keine Kinder haben... aber dann haben sie wieder keinen wirklichen Punkt, an dem sie ankommen und jammern dann mir wieder die Ohren voll, dass sie das Party- und Ausgehleben irgendwie nicht ausfüllt...
Übrigens noch an die Männer: In der regel haben Frauen heutzutage auch eine Karriere, ein Studium oder ein gehobenes Leben vor der festen partnerschaft - da muss Mann dann eben auch mit anpacken, falls er Kinder will - das passiert aber doch eher selten - und ein Mann würde ja auch niemals seinen Job reduzieren, will aber auch keine Nanny bezahlen (teuer!) und nicht mehrfach nachts aufstehen (ich arbeite ja!)... da muss man(n) sich nicht wundern, wenn Frauen erst gar keine Kinder wollen. Meine Karriere ist durch meinen Egomann auch völlig den Berg runter - meine Kinder sind trotzdem das beste, was ich habe! Und mein Lebensstandard ist nun nicht sooo schlecht! Ich hab ne 150qm-Wohnung in einer Großstadt in Top-Lage, mache urlaube, hab Designerklamotten und leiste mir durchaus noch alleinerziehend Babysitter und teure Restaurants.
Trotzdem fehlt mir ein netter Mann auf Augenhöhe sehr!
w,40
 
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  • #28
Es ist so oder so "egoistisch": Denn wer sich entscheidet ein Kind oder kein Kind zu bekommen, tut es, weil die Person es selbst so möchte. Um sich seinen eigenen und damit "egoistischen" Wunsch von Kind oder Kinderlosigkeit zu erfüllen.
1.) Kein Kind wurde nämlich vorher gefragt ob es auf die Welt kommen will.
2.) Die Menschheit steht nicht gerade vor dem Aussterben.
 
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  • #29
Wenn ich das hier lese, fröstele ich ein wenig emotional gesehen!
Die Männer suchen auch keine Mama und Köchin, aber vielleicht irgendwann eine Art "Nest", ein Heim, einen Platz, an dem sie angekommen sind... vielleicht auch ein bisschen etwas Häusliches...
Ich bin nun keine Hausfrau, sondern Ärztin und Mutter 2er Kinder.
Schade ist nur, dass "kinder" dann wieder für alle Singlemänner ab 40 ein NoGo sind, dabei könnten sie es echt wesentlich netter haben, als mit so mancher 25jährigen, ...
Das strotzt ja vor Werbung in eigerener Sache. Nest klar, aber nicht wenn da schon fremde Brut drinnen sitzt. Wer tut sich das als Mann ü40 bitteschön freiwillig an. Besonders wenn die AE stressig rüberkommt. Nö! Das Thema sind ja die Kinderlosen und das WARUM. Weil es einfach entspannter und ruhiger ist. Weil ich Zeit für mich und meine Hobbys habe. Ich kann spontan wegfahren. Ich habe viel Geld und kann mir leisten was ich will. Für mich kommt nur eine Frau in Frage die auch kinderlos ist. Mal ein gutes Buch liest und sich beschäftigt. Einen schönen Abendspaziergang. Und abends, bei einem schönen Glas Rotwein, reden über Gott und die Welt. Es ist die Ruhe und die Zweisamkeit ... oder eben Nest ... was ich mir wünsche. Und ich kenne diese Frau auch schon. Ich denke jeder darf es für sich entscheiden. Ob das kaltherzig ist keine Kinder zu haben ist stark zu bezweifeln. Bei uns knistert der Kamin und leise dudelt die Musik ... saugemütlich.

M46
 
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  • #30
Ich kam für mich zum Schluss, dass muss eine Mischung aus: Behalten wollen des eigenen Lebensstandards + hohe Priorisierung der Altersabsicherung (vielleicht gewisse Zukunftsangst) + zu wenig Risikofreude.
Ja, das sind doch meistens die Gründe. Kinder verlangen Verantwortung und schränken den finanziellen Spielraum ein; ebenso die Freizeit.
Lies doch nur mal hier im Forum. Da werden Kinder (keine eigenen) als Ausschlusskriterium gesehen.
Unsere Familie gehört zum Glück nicht dazu. Wir 3 Geschwister haben jeweils 2 Kinder. Ich wollte eigentlich mind. 3 oder 4, leider klappt es manchmal nicht.