• #31
Nach sagen wir sechs Monaten des miteinanders, sich verstehen, respektieren, Freiräume zugestehen, folgt dann eines Abends im Bett liegend.
Es ist und bleibt mir unverständlich, warum die allermeisten Frauen in der westlichen Welt erst sehr schnell Sex haben und dann im Nachhinein mal schauen, welche Leichen im Keller des gerade aktuellen Kurzzeitpartners begraben liegen. Allerdings reagierten sie auch immer selbst höchst aggressiv, wenn ich eruieren wollte, wenn ich vorsichtig nach deren Hintergrund/Vergangenheit fragte. Das beste Problemlösen besteht im vorzeitigen Vermeiden.
 
  • #32
Ich habe keine Probleme mit Altlasten im Sinne von Schiffbrüchen und deren Narben, Kindern, Häusern, etc. Ich habe aber ein Riesen Problem damit wenn diese Themen verdrängt und nicht bearbeitet wurden. Wenn immer noch Schuldfragen gewälzt werden oder der ehemalige Partner noch eine ungesunde Omnipräsenz bedeutet. Ich sehe um mich herum Menschen, die händeringend jemanden suchen, von dem sie ihr Glück abhängig machen können. Eigentlich bedeutet es im Umkehrschluss nur, das sie jemanden suchen, der für ihr Unglück verantwortlich ist. Meistens Menschen, die sich selber und ihren Schiffbrüchen in keiner Weise in Klausur gegangen sind. Lauter Potentiale, die sich als Opfer ihrer Umstände sehen. Menschen die glauben mit einem warmen Wechsel oder überhaupt einer neuen Partnerschaft würde alles besser....Daran glaube ich nicht und an dieser Form von Altlasten habe ich kein Interesse. Ich suche jemanden, der gestärkt aus belastenden Lebenssituationen hervor gegangen ist, der selbstkritisch an seinen Perspektiven arbeitet und der irgendwann gelernt hat, das man von Herzen los lassen muss, was man ohne hin nicht halten kann. Ich glaube dann sind Altlasten ein wahrer Segen. Dann kann aus der Asche sehr guter Dünger werden, der den Boden für alles was danach kommt nährt und bereichert. Wir leben und lieben um uns zu entwickeln. Verweigern wir uns dieser Tatsache, wird es toxisch.
 
  • #33
Doch was geschieht wenn die Vergangenheit des Partners ziemlich hart war, seine Kindheit bescheiden.
Niemand ist vor Krisen und Schicksalen gefeit. Entscheidend ist daher m.E. deren Bewältigung und Verarbeitung und ob tatkräftig nach vorne geschaut wurde/wird. Schließlich ist man erwachsen und für das eigene Leben verantwortlich. Unabhängig von Kindheit und Ursprungsfamilie.

6 Monate wie in deinem Beispiel ist m.E. ein Zeitraum, in dem man schon einige Verhaltensweisen (Worte und Taten) beobachten und dementsprechend über eine Fortführung der Anbahnung entscheiden kann.

Hinzu kommt ja auch noch der Zeitpunkt des Kennenlernens. Sind noch zu viele Baustellen offen, muss ein potentieller neuer Partner oftmals zu stark zurückstecken.
 
  • #34
Ich habe am Wochenende zwei sehr hochwertige Sektkelche abgestaubt. Sie sollten in den Müll. Ungefragt wurde mir gesagt, dass es sich um ein vor einiger Zeit zurück gegebenes Geschenk handelt. Ich wollte dann Details wissen. Bekam sie aber nur bedingt.

Was ist jetzt die Altlast? Die Sektkelche oder die Story dazu? Welche der vielen Partnerschaften dahintersteckt? Oder, dass ich bisher ein sowertvolles Geschenk nur Second Hand von einem unbekannten Vorgänger bekomme?
 
  • #35
Klar, aber das ist nicht "in einer Altlast stecken". Altlast ist Unverarbeitetes, ansonsten ist es ja keine Last mehr.
@void,
ja da stimme ich dir zu, keine Frage damit hast du auf jeden Fall recht, was ich aber meinte und es leider falsch ausgedrückt habe. Das Zb. in einer frischen Beziehung wo es noch so richtig knistert und die Schmetterlinge nicht mehr im Bauch bleiben können sondern freigelassen werden wollen, was dann ? Wenn Frau die bekanntlich von Natur aus sehr neugierig ist anfängt zu fragen, egal welches Thema aber es geht um Erlebnisse des Mannes. Ok, ich als Mann denke da nicht darüber nach, da ich das bereits getan habe und zu dem Entschluss gekommen bin, das ich nichts von meiner Vergangenheit erzählen werde, da ich persönlich die Erfahrung gemacht habe das man nie mit Altlasten wirklich abschließen kann. Man kann lernen wie man sich verhaltet, dazu ist ja eine Verhaltenstherapie da, um genau das zu vermeiden, das wir Altlasten nennen. Doch dann frage ich mich, wie würde dann Frau reagieren wenn ich ihr sage, das ich ihr lieber nichts davon erzählen möchte ?
Würde es die Frau kränken, wäre sie damit einverstanden, kann sie das akzeptieren ohne das sie weiterbohrt oder nachhakt ? Ist schwer darauf eine Antwort zu finden, vor allem dann weil man sich ja in einer Beziehung alles erzählt oder alles teilt oder irre ich mich da ?
Schriftrolle
 
  • #36
Wenn Frau die bekanntlich von Natur aus sehr neugierig ist anfängt zu fragen, egal welches Thema aber es geht um Erlebnisse des Mannes.
Ja, SIE macht in dem Fall den Fehler und bohrt rum, und ich kenne die Situationen, wo man sich dooferweise auf Aushorchgespräche arglos eingelassen hat und dann ins Schwimmen kommt, weil man Bestimmtes nicht erzählen will. Was soll man sagen, um nicht verdächtig zu sein? Wenn du sagst "das triggert mich jetzt und verdirbt die Stimmung", dann ist die geneigte Zuhörerin gleich hellhörig, dass es unverarbeitete Dinge geben muss, z.B. dass die Ex noch geliebt wird. Also muss man locker sagen wie bei anderen Alltagsthemen auch "ach den alten Scheiß, ich hab keine gute Erinnerung daran, lass uns lieber über UNS und JETZT reden, wohin wollen wir in den Urlaub fahren".
Aber man kann jedem einen Strick aus irgendwas drehen, das liegt am Zuhörer, wenn er unbedingt was finden will.

Würde es die Frau kränken, wäre sie damit einverstanden, kann sie das akzeptieren ohne das sie weiterbohrt oder nachhakt ?
Das hängt von ihrer inneren Reife ab. Ich bin sicher, ne Menge Frauen, auch Ältere, sind unsicher und halten sich für gute Psychologinnen. Leider rennen auch einige mit dem Thema rum, dass sie den Mann dann trösten können und dadurch mehr seelische Nähe entsteht.

Ich wollte damals auch hören, was über die Ex zu sagen war. Ich dachte eine Zeitlang auch, weil sie meinem Partner so zugesetzt hatte, dass er sie noch total liebt oder sowas. Das war nur Unreife und Unsicherheit. Mein Ex hat mir immer das Gefühl gegeben, ich sei die tollste Frau der Welt für ihn. Aber wenn man selbst unsicher ist, überzeugt einen das noch nicht sofort. Das kam erst nach und nach, als ich ihn richtig kennenlernte und wusste, wie besch* er fand, was sie getan hatte.

Heute wäre ich mehr die Beobachterin, ob es solche Altlasten im Gefühlsleben gibt. Ich würde auch mal was fragen, aber ich sehe heute nicht mehr in jedem "ich will nicht drüber reden" einen Hinterhalt.

vor allem dann weil man sich ja in einer Beziehung alles erzählt oder alles teilt oder irre ich mich da ?
Ich würde sagen bzgl Irren - ja. Zumindest in den ersten Monaten, wenn man sich noch nicht richtig kennt, weil man eben den anderen auch nicht richtig kennt und nicht weiß, wie er mit der Info umgeht. Man muss nur das Bsp. sex. Gewalt gegen Frauen nehmen. Es gibt Männer, die ein Problem kriegen, wenn sie wissen, dass ihre Partnerin mal vergewaltigt wurde. Wenn sie selbst nicht wie so ein Vertreter ihres Geschlechtes rüberkommen wollen, halten sie sich sexuell vielleicht zurück, sind vorsichtiger, werden passiv und lassen immer die Frau den Anfang machen, um ganz sicher zu sein, dass hier keine missverständliche Situation entsteht. Das will sie aber nicht, wenn sie es längt verarbeitet hat. Ohne genaue Nachfrage fänd ich das gänzlich unerzählenswert, auch wenn man sich schon lange kennt.
 
  • #37
Es ist und bleibt mir unverständlich, warum die allermeisten Frauen in der westlichen Welt erst sehr schnell Sex haben und dann im Nachhinein mal schauen, welche Leichen im Keller des gerade aktuellen Kurzzeitpartners begraben liegen. Allerdings reagierten sie auch immer selbst höchst aggressiv, wenn ich eruieren wollte, wenn ich vorsichtig nach deren Hintergrund/Vergangenheit fragte. Das beste Problemlösen besteht im vorzeitigen Vermeiden.
Beim Kennenlernen ist es doch normal auch über die Vergangenheit zu reden und auch kurz über die Gründe von Scheitern zu sprechen. Hier schildern doch ganz viele Foristen in ihrem Initialpost kurz ihre Beziehungvergangenheit z.B. drei längere Beziehungen mit 25. Detailliertes nachbohren kann aber in Ärger enden. Außerdem was bringen solche Details dem der fragt?

Die meisten Menschen reden nicht gern über unangenehme Teile ihrer Vergangenheit, insbesondere wenn sie selbst Eigenverschulden erkennen.

In der Onlinedating Szene gibt es sicher einige Aufreisser und Wanderpokale die auf Grund ihrer Bindungsprobleme herum taumeln und überdurchschnittlich viele Sexpartner haben.

In der Regel steckt da aber nicht so krasse Promiskuität hinter wie du sie im anderen Thread beschreibst. So etwas ist doch eher selten und meist an psychische Probleme gekoppelt. Sex dient dann der Selbstverletzung (daher auch gerne ohne Kondom) und Betäubung. Oder dem Gelderwerb.
 
  • #38
Es ist und bleibt mir unverständlich, warum die allermeisten Frauen in der westlichen Welt erst sehr schnell Sex haben
Wie soll es denn sonst laufen ?
Wenn eine Frau nach dem 3 oder 4. Date nicht zu Sex bereit ist, denn denke ich (aufgrund schlechter Erfahrungen) dass sie ein Problem mit Sexualität hat.

Und bis dahin habe ich ihr garantiert nicht meine Lebensgeschichte erzählt; und sie mir auch nicht.
 
  • #39
Ist schwer darauf eine Antwort zu finden, vor allem dann weil man sich ja in einer Beziehung alles erzählt oder alles teilt oder irre ich mich da ?
Schriftrolle
Hmm... ALLES muss man m.E. nicht erzählen, bzw. ich will auch nicht alles wissen, schon allein aus Respekt vor der Privatsphäre des Partners. Dennoch hatte ich nachgefragt, weshalb seine früheren Partnerschaften auseinandergegangen und was die Streitpunkte waren.

Für mich ist es ein großer Unterschied, ob er "nicht über die Sache reden will" (wirft Fragen auf) oder ob er sagt
"ach den alten Scheiß, ich hab keine gute Erinnerung daran, lass uns lieber
Weil Letzteres darauf hindeutet, dass das nicht relevant für die neue Beziehung und für einen selbst ist. Dann ist das für mich ok und es wird dann auch nicht mehr daran gerührt. Wenn er von sich aus darüber reden will, habe ich hingegen ein offenes Ohr.

Leider kann ich mich davon nicht ausnehmen, vermutlich, da ich "nur" zwei Partnerschaften hatte/habe:
Am Anfang unserer Beziehung wollte mein Mann auch noch Kontakt zu meiner Vorvorgängerin (Fernbeziehung, keine gemeinsamen Kinder) halten. Ich, die ja immer klare Verhältnisse will und keine Lust auf Drama habe, war damals tatsächlich verunsichert und irgendwie auch baff. Hier hakte ich schon nach, wobei ich eher mal mit einem bloßen "ich möchte nicht darüber reden" beschieden wurde. Die große Freiheit, bzw. den Vortritt, den ich seiner Ex ließ, fand er dann doch nicht so spannend, so dass dieses Thema immer mehr in den Hintergrund getreten war.
 
  • #40
würde es ja in Bezug auf das Kind heißen, es sei eine Last wie Schulden, eine unverarbeitete Scheidung oder ein verseuchtes Grundstück z.B..
Wer ein Kind als Altlast bezeichnet, sieht das wohl so und kommt daher zu der viel kritisierten persönlichen Entscheidung: der Mann mit unterhaltspflichtigen/kleinen/... Kindern ist keine Option.
Ich sehe auch das neutral, denn es muss ja jeder selber wissen, wie er leben will und was dazu passt. Kinder sind nunmal unveränderliche Parameter.

Und nichts zurückgibt an Positivem, so dass man die Last am liebsten ganz aus dem Leben tilgen würde. Das heißt im Fall des Kindes: Man wünscht sich, es würde nicht existieren.
Die Frage ist, wer das wünscht:
- die Frau, die den Mann gern hätte, aber nicht nimmt weil er Kinder hat. Ich finde, das kann man nicht kritisieren.
- der Mann, der die Kinder hat und glaubt, aus diesem Grund keine neue Frau zu finden? Ich habe den Eindruck, das ist ziemlich oft der fall, dass Männern ihre Kinder nicht so wichtig sind, wie eine neue Frau im Bett. Das wiederum finde ich verwerflich, denn das sollte Mann sich überlegen, bevor Mann auf Verhütungsmitttel verzichtet.

Schulden kann man tilgen (wenn man sich bemüht), verseuchten Boden abtragen lassen (wenn man Geld hat). Für Kinder gibt es keine Reset-Taste.

Ich hoffe dann nur, dass Kind und der Mensch, der es als Last empfindet und sachlich so bezeichnet, sehr schnell getrennte Wege gehen können, weil sich sowas ja nicht verbergen lässt.
Mein Eindruck ist, dass genau das passiert (kritiserte der FS) und daher beschweren sich die betroffenen Männer ja auch - sie glauben zu wenig neue Beziehungschancen zu haben.
 
  • #41
Wie soll es denn sonst laufen ?
Wenn eine Frau nach dem 3 oder 4. Date nicht zu Sex bereit ist, denn denke ich (aufgrund schlechter Erfahrungen) dass sie ein Problem mit Sexualität hat.
Tja. Ich brauche grundsätzlich deutlich mehr als 4 Dates um Sex zu bekommen. @Martina698 hat in einem anderen Thread geschrieben, dass man es einem Mann an der Nasenspitze ansieht, dass er ein Beziehungsmann ist. Diese Männer kann man länger zappeln lassen. Die anderen Herren wechseln lieber als zu zappeln Nach dem Sex machen sie es aber oft ebenso.

Ich war mir sicher, dass sich die Frauen die ich näher kennen gelernt habe sich bei anderen Herren nicht so lange geziert haben. Dies wurde mir letztens bestätigt und auch begründet. Ich hätte sie auch ohne Sex in den Arm genommen, getröstet usw. Na super.

Ich habe auch schon meine Nasenspitze erfolgreich versteckt und den Macker simuliert. Aber ich fühle mich dabei auch nach der Zielerreichung unwohl.

Ich kann @Weltwanderer 's Unbehagen in modifizierter Form nachvollziehen. Meine Schwelle liegt sogar niedriger als die von ihm. Nicht nur extreme Promiskuität sondern die Instrumentalisierung bzw. Entemotialisierung des verschmelzen von Menschen (Sex) stößt mich ab.

Gleichzeitig ärgere ich mich über sexuelle Zurücksetzung im Vergleich zu Aufreissern. Und dies auch noch durch Frauen die sich bitter darüber beklagen, dass ihre Erwartungen schon wieder enttäuscht wurden.

Aber vielleicht brauche ich ja genau dieses Gefühl so wie die benannten Frauen es immer wieder brauchen, dass sie enttäuscht werden. Wir sonnen uns in unserem Unwohlsein. Da hat es der Aufreisser einfacher. Der denkt nicht, er macht.
 
  • #42
Die Frage ist, wer das wünscht:
- die Frau, die den Mann gern hätte, aber nicht nimmt weil er Kinder hat. Ich finde, das kann man nicht kritisieren.
Mach ich ja nicht. Sie sollte sich einen Mann ohne Kinder suchen. Der Mann selbst mit den Kindern, der das so sieht, tja, der macht es seinen Kindern schwer. Finde ich wie Du verwerflich. Er sollte sich wegen seiner Verantwortung, die er nunmal hat, aber ablehnt, eher in therapeutische Hilfe begeben. Aber es gibt auch die Bewegung "Regretting motherhood". Die Kinder tun mir wirklich leid und ich glaube nicht, dass diese Frauen ihr Kind lieben, auch wenn sie das immer dazusagen. Die Kinder werden das spüren und selbst dann in Therapie landen.
Ich denke zwar, die können es dann auch nicht ändern, wenn sie ihr Kind nur als Last empfinden, aber vorher hirnlos ne Familie gründen wollten. Aber sich Mühe geben, wenigstens nicht zu großen Schaden anzurichten und ohne emotional positive Gefühle das Kind bestens versorgen. Das traue ich den RM-Müttern zu, weil sie es wenigstens zugeben, statt sich vorzumachen, sie seien ne gute Mutter, und dann unbewusst das Kind dafür zu bestrafen, dass es auf der Welt ist.

Mein Eindruck ist, dass genau das passiert (kritiserte der FS) und daher beschweren sich die betroffenen Männer ja auch - sie glauben zu wenig neue Beziehungschancen zu haben.
Ich denke, sie haben zumindest in Partnerbörsen weniger Chancen, weil ich den Eindruck habe, dass viele denken, darauf nun den Traumpartner, der sich komplett auf sie und ihr Leben einstellt und hundertpro passt, zu finden. Ich meine hier die Frauen, die meinen, sie müssten nur lange suchen, dann fänden sie den Mann ihrer Träume, der sich nur auf sie konzentriert, keine Probleme mit sich bringt, ... Und die Männer denken das auch, dass sie das finden, egal, was sie an Grundvoraussetzungen mitbringen in die Partnerschaft.
Jeder will ja als Mensch gesehen werden - allein und ohne das, was man an Umständen mitbringt. Und ich glaube, es schwingen noch sehr viele Illusionen mit bei dem, wie viele sich eine Beziehung vorstellen. M.E. klappt das nur, dass man deren Platzen aushält, wenn man sich total verliebt und die Probleme dann unbedingt meistern will. Aber wenn man sich gezielt mit einer Bez.absicht kennenlernt, können sich halt auch viele nicht gleich verlieben. Bzw. man kann bei Bedarf ja gleich sagen: "Er hat Kinder - dann will ich gar nicht erst gucken, ob ich mich in ihn verlieben könnte." Im RL funktioniert das ja meist nicht so. Dann WIRD sich verliebt.
 
  • #43
2015 meintest du ja.... aber vielleicht hast du dich auch weiter entwickelt.:) oder wolltest nur provozieren.....
Ich finde gerade das Wort Altlast sehr, sehr negativ.
Du hast mich falsch verstanden - überraschend nach einem Yale-Studium.
An meiner Meinung hat sich nichts geändert. 2015 passten Kinder nicht in mein Leben (falsche Lebensphase), heute erst Recht nicht. Darum habe ich einen Mann ohne Kinder.

Meine neutrale Einstellung bezieht sich auf den Begriff. Er ist für mich ein Alias für ansonsten langatmig zu erlauternde Sachverhalte bezogen auf verschiedene Inhalte - abhängig davon was jemand für eine Altlast hält.
Selbst die Inhalte sehe ich erstmal neutral - passt oder passt nicht. Relevant wird es erst, wenn ich mit der Sache in Kontakt komme - Partnerschaftskandidat. Auch da akzeptiere ich vollkommen neutral verschiedene Meinungen: polyamouroes, bisexuell.... - alles ok, aber nicht mit mir.

Ich habe auch einige Altlasten - so what, sind doch nur Altlast für einen bestimmten Männertyp. Also ist es das Beste, wenn diese Männer mich meiden und ich sie, statt dass ich versuche sie zu belabern, dass sie sich politisch inkorrekt verhalten und sie mich mit meinen Altlasten akzeptieren müssen.
Ehrlich gesagt: für wen meine Altlasten was Negatives sind, der passt nicht zu mir, weil ich diese nunmal nicht ändern kann.
Mein Mann meint nicht, dass ich irgendwelche Altlasten habe, weil er ein anderer Typ in einem anderen Lebenskontext ist - passt super und kann ich nur jedem raten, so den Partner zu suchen.
 
M

moobesa

  • #44
Es gibt einige Arten von "Altlasten", die verschwinden auch nicht komplett, wenn man sich ihnen stellt. Chronische Depressionen z.B. lassen sich behandeln, was aber nicht gleichbedeutend ist mit heilen. Auch körperliche Gebrechen wie Impotenz, sofern sie nicht Folge ungesunden Lebenswandels sind, sondern andere Ursachen haben, lassen sich nicht durch Besuche beim Urologen wegzaubern. Auch mit Psychotherapien verschwinden Probleme nicht komplett.
 
  • #45
Ich habe den Eindruck, das ist ziemlich oft der fall, dass Männern ihre Kinder nicht so wichtig sind, wie eine neue Frau im Bett.
Das glaube ich nicht, denn das kann man ja nun wirklich nicht vergleichen. Ich denke es geht nicht um ein "Entweder-oder" sondern um ein "sowohl-als-auch". Aber da sind wir wieder beim Problem dass (kleinere) Kinder halt von so mancher Frau als "Altlast" angesehen werden.
 
  • #46
Aber da sind wir wieder beim Problem dass (kleinere) Kinder halt von so mancher Frau als "Altlast" angesehen werden.
Würde ich gar nicht als "Problem" sehen, sondern als persönliche Ansicht, wenn jemand keinen Partner will, der kleine Kinder hat. Ich beziehe mich hier nicht auf die Bezeichnung "Altlast" für ein Kind, die ich daneben finde, sondern auf den Fakt, dass jemand einen Partner nicht will, wenn der ein Kind hat. Das ist ja seine Sache und nicht irgendwo falsch oder pathologisch. Es heißt auch nicht, dass er Kinder nicht leiden kann. Es heißt einfach, dass er sich sein Leben und sein Beziehungsleben anders vorstellt als "mit Kind". Für das Kind ist es auf jeden Fall besser, wenn es nicht so ein "Stiefelternteil" bekommt, das es gar nicht leiden kann, einfach nur, weil es existiert.

Ich finde auch, dass für ein Elternteil das Kind immer zuerst kommen sollte. Das stellen sich halt manche Partneranwärter/innen anders vor. Man kann, wenn man ein Kind hat, nicht so daherkommen, als sei man wie ein Partner "ohne Kind". Es gibt eine ganz andere Zeiteinteilung, es gibt weniger Freiheiten, es ist zumeist der Kontakt mit der Mutter, also der Ex, noch vorhanden usw.. Dasselbe gilt auch für bestimmte Berufe, die Probleme mit sich bringen können. Für mich sind das keine Altlasten, sondern Besonderheiten, die einer mögen muss oder auch nicht mögen darf.
 
  • #47
Ich vermisse in dieser Diskussion einen (für mich) sehr wichtigen Aspekt:
Viele dieser "Altlasten" sind doch neutral formuliert Lebenserfahrung. Lernprozesse, angeschlossen oder auch nicht.
Jeder von uns hat gelernt, mit einem Ball zu spielen, mit Messer und Gabel zu essen, Fahrrad zu fahren ......
Mit Krankheit oder einer Lebenskrise umgehen zu können kann ein wichtiger Baustein der Entwicklung sein. Nun kommt es drauf an - jede Person wertet unseren Erfahrungsschatz anders. Die eine Frau freut sich, wenn er auch Kinder hat - weil sie selbst auch welche hat. Die andere fühlt sich durch Kinder gestört.
Man muss sich nur den Menschen suchen, dessen Erfahrungen man nicht als Altlast sieht. Theoretisch einfach ......
 
  • #48
Ich vermisse in dieser Diskussion einen (für mich) sehr wichtigen Aspekt:
Viele dieser "Altlasten" sind doch neutral formuliert Lebenserfahrung. Lernprozesse, angeschlossen oder auch nicht.
Jeder von uns hat gelernt, mit einem Ball zu spielen, mit Messer und Gabel zu essen, Fahrrad zu fahren ......
Mit Krankheit oder einer Lebenskrise umgehen zu können kann ein wichtiger Baustein der Entwicklung sein. Nun kommt es drauf an - jede Person wertet unseren Erfahrungsschatz anders. Die eine Frau freut sich, wenn er auch Kinder hat - weil sie selbst auch welche hat. Die andere fühlt sich durch Kinder gestört.
Man muss sich nur den Menschen suchen, dessen Erfahrungen man nicht als Altlast sieht. Theoretisch einfach ......
Als Altlasten würde ich eine Störung definieren die in uns selbst liegt, die auch durch Lernen nicht zu neutralisieren ist (z.B. eine Persönlichkeitsstörumg) oder ein Lernen scheitert bzw. verweigert wird (z.B. Sucht und/oder ausser Kontrolle geratene Schulden).

Kinder sind allenfalls Altlasten wenn sie z.B. als Junkie immer wieder toxischen Einfluss auf das Elternleben nehmen oder aktiv gegen jede neue Beziehung agitieren bzw. von dritter Seite instrumentalisiert werden.

In ihrer Entwicklung ganz normale Kinder sind aus der Sicht der Eltern keine Altlast denn ihnen fehlen die negativen Eigenschaften die etwas zu einer Altlast machen.

Wenn man jetzt bei der Partnersuche an jemanden gerät, der Kinder hat und man selbst aber auf keinen Fall etwas mit (fremden) Kindern zu tun haben will, macht, dass diese Kinder auch nicht zu Altlasten, schließlich habe ich mir selbst den falschen Kandidaten (einen mit Kindern) ausgesucht. Nicht die Kinder sind eine Last sondern ich habe schlicht falsch gewählt.

Das alles lässt sich noch weiter spinnen und zu Ungunsten desjenigen umdrehen der fremde Kinder (eines potentiellen Partners) grundsätzlich und nicht auf Grund toxischer Eigenschaften dieser Kinder als Störung empfindet. Welche Altlasten dieses Menschen führen dazu, dass dieser Menschen mit Kindern, genau deswegen als Partner ausschließt?

Man kann aber solche Spekulationen auch sein lassen und seinen Weg ohne so einen belasteten Menschen aber mit den eigenen Kindern weiter gehen.
 
  • #49
Du bettelst um Mitleid und Bestätigung! Einen Partner mit Kind würde ich aus meinen gemachten Erfahrungen auch nicht mehr bevorzugen, einfach weil ich die negative Erfahrung durchlebt habe und dann meidet man sie. Ich hatte 10 Jahre einen Partner mit Kind. Einmal reicht.
Vielleicht haben andere Menschen auch so ihre Erfahrungen gemacht. Vielleicht täte es gut, nicht alle Leute von vornerein als schwache, dumme Persönlichkeiten ohne Erfahrung abzustempeln?! Was weißt du schon über andere?
 
  • #50
Das glaube ich nicht, denn das kann man ja nun wirklich nicht vergleichen. Ich denke es geht nicht um ein "Entweder-oder" sondern um ein "sowohl-als-auch".
Kannst Du glauben oder auch nicht - erlebst Du als Mann ja nicht. Du datest keine Männer, die ihre Kinder nicht mehr haben wollen, wenn das in der. Zukunft negative Konsequenzen auf ihre Chancen bei Frauen hat.
Du selber hast geäußert, dass Du keine Kinder hättest haben wollen, wenn Du die Folgen nach der Trennung geahnt hättest. Lies Deine alten Statement nach.
Wenn die meisten Frauen "sowohl-als-auch" nicht wollen, geht es nicht darum, weil männliche Fiktion.

Kinder sind allenfalls Altlasten wenn sie z.B. als Junkie immer wieder toxischen Einfluss auf das Elternleben nehmen.... In ihrer Entwicklung ganz normale Kinder sind aus der Sicht der Eltern keine Altlast....
Das ist Deine individuelle Interpretation von Altlast. Andere Menschen kommen zu anderen Ergebnissen.
Ich finde es auch wünschenswert, dass Eltern ihre Kinder nicht als Altlast empfinden, passiert aber durchaus, wenn sie sich um neue Lebenschancen betrogen fühlen, weil sie als Partner wegen der Kinder keine Option sind.


Wenn man jetzt bei der Partnersuche an jemanden gerät, der Kinder hat und man selbst aber auf keinen Fall etwas mit (fremden) Kindern zu tun haben will, macht, dass diese Kinder auch nicht zu Altlasten...
Auch das ist nur Deine Meinung ohne weitere Relevanz. Altlasten sind die Kinder für denjenigen, der sie als solche empfindet in der jeweiligen Konstellation.
Man stellt üblicherweise im Zuge des Kennenlernens fest, was geht und was nicht feht, denn es gibt jeweils viele Ausprägungen, die für die Vielzahl an Menschen unterschiedlich passen.

Ich hätte damals bei einem Mann in den späten 40ern Kinder auch nicht als Altlast gesehen, wenn er keinen Kontakt zu den Kinder hat und ein 5-stelliges Monatsgehalt, sodass Unterhaltszahlungen finanziell irrelevant gewesen wären - die Konstellation ist extrem selten.

Altlast waren Kinder, wenn der Mann wegen Unterhaltszahlungen am Selbstbehalt rumkrebste, die Kinder regelmäßig zu Besuch in einer kleinen Wohnung gewesen wären und ich mit ihnen in der Hochsaison hätte in Urlaub fahren sollen - alles das Gegenteil von dem, was ich will. In der recht häufigen Konstellation gab es kein Auswahlverschulden sondern es passierte frühzeitig, was der FS kritisiert: wegen der "Altlasten" war es zuende, bevor es begann.

Welche Altlasten dieses Menschen führen dazu, dass dieser Menschen mit Kindern, genau deswegen als Partner ausschließt?
Es müssen nicht zwingend eigene Altlasten vorliegen, wenn man die des Partners nicht mittragen will - lediglich ein gewisses (gesundes?) Mass an Egoismus.
 
  • #51
Altlasten sind nicht verarbeitete Geschichten aus der Vergangenheit.
Kinder an sich sind kein Problem aber es muss einfach alles geklärt sein.
Dies ist leider selten der Fall.
Entweder hüpfte man zurück wenn der oder die Ex mit dem Finger schnippt, Geld ist ein konstantes Problem bei unterhaltszahlenden Männern (in einem anderen Beitrag bezahlte die FS sogar den Unterhalt seiner Kinder), die Kinder lehnen einen ab, Schulden und dergleichen - leider sind viele Sachen Probleme in einer neuen Beziehung obwohl der neue Partner nichts damit zu tun hat.
Ich reagiere allergisch wenn ich solche Geschichten höre, das stimmt. Ich habe mein Leben im Griff und will nicht seine Sachen lösen.
Wenn er aber Kinder usw. hat und alles einigermaßen geregelt ist, habe ich kein Problem damit.
 
  • #52
Manche hier scheinen nahezu allergisch auf sogenannte Altlasten zu reagieren. Kind aus früherer Beziehung? Schicksalschlag erlebt? Krankheit? Berufliche Neuorientierung? Weiche von mir!

Ich konnte diese Altlasten-Allergie ehrlich gesagt noch nie so wirklich nachvollziehen. Starke Persönlichkeiten werden im Feuer geschmiedet. Reife kommt durch Erfahrung und Erfahrungen haben es nun mal an sich nicht immer positiv zu sein.

Also wieso die Altlasten-Allergie? Wäre es nicht sogar sicherer sich jemanden zu suchen, der Altlasten hat und damit umgehen kann, als jemand der keine Altlasten hat und man entsprechend nicht wissen kann wie diese Person reagiert, wenn das Schicksal doch mal zuschlägt?
Es geht darum, wie Menschen mit einschneidenden Erfahrungen in ihrem Leben umgehen.

Viele laufen mit ziemlich viel unverarbeiteten "Seelen-Müll" durchs Leben, der alles darauffolgende unnötig belastet.

Kinder und Ex sind kein Problem - sofern die Beziehung zu ihnen stimmt und da keine noch immer andauernde Konflikte existieren.

Genauso mit beruflicher Neuorientierung...

Man sollte erst wieder etwas Neues beginnen, wenn man mit seiner Vergangenheit Frieden geschlossen hat.