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Gast

  • #1

Wie würdet ihr damit umgehen, wenn die Kinder Euren neuen Partner nicht mögen?

 
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Gast

  • #2
Trennung
 
  • #3
Ich glaube, daß fast alle Kinder erst einmal einen neuen Partner als Konkurrenz um die Gunst und Aufmerksamkeit der Mutter erleben und ihm daher nicht besonders wohlgesonnen sind. Ein unbekannter Mann, der plötzlich zur Intimsphäre gehört und alles sehen und wissen darf, ist halt auch sehr schwierig zu verarbeiten und widerspricht dem sonst gewohnten Alltag, wie man mit Fremden umgeht -- und nur weil die Mutter sich verliebt hat, heißt das ja nicht, dass die Gefühle der Kinder da automatisch synchron gehen. Insofern kann "nicht mögen" alles sein zwischen Störenfried/Konkurrenz und echter Antipathie.

Prinzipiell sollte die Mutter eine freie, eigene Entscheidung treffen. Wenn sie wirklich verliebt ist, dann ist das doch toll und sie sollte sich nicht durch die Meinung ihrer Kinder, die durchaus von "instinktiv ablehnend" bis "durchdacht intrigierend" gehen kann, davon abbringen lassen. Kinder müssen auf auf manchen Gebieten eben die Entscheidung der Eltern akzeptieren lernen. Man muß den Kindern schon klarmachen, daß man ihre Lage versteht, sie aber umgekehrt auch die eigene Lage als Single verstehen müssen.

Auf der anderen Seite ist es sicherlich nicht verkehrt, genau zu beobachten, ob der neue Mann denn für seine Rolle in der Patchworkfamilie geeignet wäre und ob er sich Mühe mit den Kindern gibt. Soll heißen: Gibt es vielleicht wirklich sachliche Gründe für die Ablehnung der Kinder oder eben nicht? Dazu gehört auch, eine sehr vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern zu haben, damit die auch wagen, die Wahrheit zu sagen und ihre Beweggründe zu offenbaren.
 
G

Gast

  • #4
Jeder muss das ja für sich selbst entscheiden. Ich würde sehr auf meinen Kleinen hören, denn das Patchwork soll ja funktionieren und von allen Seiten aus belastbar sein. Wenn mein Kind den neuen Partner nicht mag, dann würde ich das positiv hinterfragen. Nur einfach Konkurrenz zur Mutter-/Vaterliebe kann ich mir nicht vorstellen, denn die Kinder wollen ja auch, dass die Eltern glücklich sind.
 
  • #5
@#3: "...die Kinder wollen ja auch, daß die Eltern glücklich sind" -- aha, welch sonnige Einstellung. Da kenne ich aber genug Satansbraten im Bekanntenkreis, die durchaus an sich und nicht an die Eltern denken. Neue Personen in der Intimsphäre sind fast immer erstmal störend.

Und denk nur daran, wie eiferspüchtig häufig ältere Kinder zwischen 6 und 16 auf neue Geschwisterchen reagieren? Die leiden zum Teil sogar richtig selbst! Wollen die da auch nur das beste für die Eltern? Solche Reaktionen sind völlig natürlich und man darf ganz bestimmt nicht annehmen, dass Kinder völlig neutral an neue Lebensgefährten herangehen!

Und mal ganz nüchtern betrachtet, ist das sogar eine vernünftige Reaktion: Welches 12-jährige Mädchen profitiert von einem neuen Lebenspartner ihrer Mutter mehr als es von der ungeteilten Aufmerksamkeit profitieren würde? Sicherlich gibt es solche und solche Fälle, aber dass ein Mädchen in so einem schwierigen Alter auf neue Männer im Haus nicht gerade begeistert reagiert, ist doch völlig klar, oder?