• #31
Ich hätte gerne Kinder und eine klassische, liebevolle Familie mit Zusammenhalt. Viele hier versuchen hier verbissen zu vermitteln, wie toll das Leben als Einzelkämpfer mit ein paar Freunden und einem etwas überdurchschnittlichem Einkommen ist. Aber da liest man schon zwischen den Zeilen die nagenden Zweifel was diesen Lebensentwurf angeht. "Karriere" ist für mich nur Mittel zum Zweck. Ich habe gerne schöne Sachen, aber Konsum macht auf Dauer nicht glücklich. Das Gefühl der Unabhängigkeit und des Zusammenhaltes einer eng verknüpften Familie ist nicht käuflich.
 
  • #32
Ich gehe auf die Mitte 30 zu und hätte auch gerne noch Kinder. Aber nicht um der Kinder selbst Willen. Es müssten schon Kinder mit der richtigen Partnerin sein und diese habe ich derzeit (immer) noch nicht gefunden. Aber selbst wenn ich noch die Richtige finden sollte, kann es dann ja auch trotzdem nicht mit den eigenen Kindern klappen, warum auch immer.
Kinder haben bei mir also quasi erst die zweit-höchste Priorität.
Sollte es dann doch gar nicht mit den eigenen Kindern klappen, dann fände ich dies schon traurig. Aber ich glaube auch, dass wir durchaus auf einer sehr begrenzten Erde leben und dass es Sinn macht, wenn nicht alle Menschen ständig Kinder in die Welt setzen.
... Es gibt da auch ein schönes Zitat, welches mir zu dem Thema einfällt: "Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich, sind wir alle nur sterblich" ...
 
  • #33
Sokrates sagte: "Heirate, oder heirate nicht, Du wirst beides bereuen". So könnte es vielleicht auch mit Kindern sein. Immer dann, wenn wir innehalten und feststellen, dass wir nicht ganz glücklich sind, dann glauben wir, wir wären vielleicht glücklicher, wenn wir es ganz anders gemacht hätten.

Und genau das ist vielleicht ein Trugschluss. Ich kenne viele Menschen, einschließlich meiner Mutter, die niemals mehr Kinder wollen würden.

Während Du da vielleicht auf der Bank sitzt, gut gekleidet scheinbar ein ruhiges unabhängiges Leben führst, könnten doch auch genervte und finanziell strapazierte Eltern auf Dich neidisch sein. Immer nur eine Frage der Sichtweise.

Besteht die Kunst im Leben nicht auch darin, mit dem Istzustand nicht zu handern und schon gar nicht mit der Vergangenheit? Auch Dein Leben bietet Dir Vorteile, die Du geniessen kannst.

Deine Überschrift lautet: Geld oder Glück. Es scheint fast so, als würde sich beides ausschliessen. Ist das vielleicht ein hinderlicher Glaubenssatz in Dir? Entweder Oder? Die wahre Kunst im Leben bestet darin, sein Glück in jeder Lebenssituation zu finden. Ansonsten, wie heißt es so schön: love it, change it or leave it.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #34
Mein Kind, treibt mich an meine absoluten Grenzen! Jeden Tag wachse ich durch Sie. Ihre Ehrlichkeit, ihre Selbstverständlichkeit und ihre bedingungslose und grenzenlose Liebe.

Dieses Gefühl der Fürsorge und der Verantwortung ist nicht käuflich und ohne sich auf ein Kind einzulassen nicht zu erlangen. Es ist im wahrsten Sinne es Wortes ein Wunder!

Hätte ich sie nicht, wüsste ich nicht wie ehrliche Augen aussehen. Es würde mir an Geduld, Ausdauer, Weiblichkeit, Ehrlichkeit, Kindlichkeit, Selbstbewusstsein, ... fehlen. Die Art wie sie ihre Liebsten empfängt, wie sie kreischend lacht, wie sie trotzt, ihre Persönlichkeit entwickelt und manchmal mein (erschreckendes) Verhalten spiegelt. Dafür gebe ich alles!

Kinder haben heißt in erster Linie geben! Es ist nicht einfach Kinder zu haben. Und wäre es einfach, so wäre es nichts besonderes.

Auch an s e h r anstrengenden Tagen schleiche ich mich Abends heimlich an ihr Bett, beobachte ihren friedlichen Schlaf und denke mir, was ich doch für ein "Glückspilz" bin!

Ich würde keinen Partner haben wollen, mit dem ich derartiges Glück nicht teilen dürfte. Das "Kinderglück" ist insbesondere von denjenigen umstritten, die selber keine haben/ wollen.

Ich bin alleinerziehend und beruflich sehr eingespannt - trotzdem finde ich immer, immer, immer Zeit für sie!
 
  • #35
Zum Glück gehört aus meiner Sicht unter anderem ein gesundes Maß an Freiheit und gleichzeitig sozial integriert /anerkannt zu sein.

Ich finde wichtig, dass Beruf und Einkommen zu beidem beitragen. Ich möchte meiner Tochter und mir das leisten können, was sich unser Freundeskreis auch leisten kann und fände es schade, wenn sie beispielsweise an einer Klassenfahrt nicht teilnehmen oder nicht studieren könnte, weil das Geld nicht reicht. Dafür verdiene ich genug (ca. 30.000 Jahresnetto), würde auch mit etwas weniger auskommen, mehr Geld würde mich nicht wirklich glücklicher machen.

Glücklich macht es mich, wenn ich mit Freunden zusammen bin und es in der Partnerschaft gut läuft.

Meine Tochter war und ist mir sehr wichtig, ohne sie hätte ich das Gefühl, etwas Wesentliches verpasst zu haben. Es war oft nicht leicht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Aber ein Kind gibt viel zurück, hält einen up to date, macht das Leben lustiger, bunter und ist ein tolles Alibi, selbst nochmal Kind zu sein (Schneemann bauen, an der Affenschaukel in den See springen etc.)

Das könnte ich mir aber auch mit nicht leiblichen Kindern vorstellen, bsp. in einem Ehrenamt als Trainerin, Hausaufgabenbetreuung etc. Auf die Idee, dass meine Tochter etwas von mir übergeben bekommen/weitergeben soll, bin ich nie gekommen. Außerdem ist sie jetzt 16, oberzickig und hat schon angekündigt, mit 18 unbedingt in eine kleine Studentenbude ziehen zu wollen. Genauso ungewohnt, wie es war, in die Rolle als Mutter reinzuwachsen, war die "Rolle rückwärts". Inzwischen genieße ich es, wieder das machen zu können, worauf ich jahrelang verzichtet habe. Ohne Ende wegzugehen, Sport zu machen, die Alpen zu Fuß überqueren. Mir hat durch die Doppelbelastung Kind und Beruf tatsächlich ein Stück Freiheit gefehlt.

Dir kann ich nur raten, dich von unnötigen Zwängen zu befreien. Welche das sind, weißt du selbst am Besten, ich denke ein Jahresgehalt von 250.000 kriegst du nicht geschenkt. Mit 50 zum ersten Mal Vater zu werden, halte ich für bedenklich. Es gibt genügend Kinder in Deutschland, die sich riesig freuen würden, einen Mentor zu haben, der ihnen Aufmerksamkeit, Wissen/Können weitergibt und Spaß abseits von Fernseher und Computer mit ihnen teilt. Geld haben wir in Deutschland eigentlich genug.
 
  • #36
Lieber Aniliner. Ich verdiene heute deutlich weniger als noch vor ein paar Jahren. Soviel wie bei Dir war es nie, aber dank extrem druckorientiertem Bonussystem auch mal 6 - stellig. Heute kann ich davon nur träumen. Aber ich wollte es so. Ich mach die Tür hinter mir zu und muss an nichts mehr denken. Kinder habe ich auch keine. Meine Eltern hatten genügend Geld - nicht wirklich viel und waren leistungs- und anerkennungsorientiert unterwegs. Zeit für uns blieb wenig. Ich hatte eine eher schlechte Kindheit und habe jahrelang gezweifelt, ob ich Kinder will oder nicht. Letztendlich schwanke ich bis heute, aber ich komme gut ohne klar und meistens auch ohne das Geld und die Anerkennung. Manchmal zweifele ich dennoch. Das entscheidende bei dem ganzen ist, dass ich zufrieden bin. Von glücklich sein bin ich zu weit entfernt. Dazu fehlt mir die passenden Partnerin, das passende Umfeld (es fehlen die Freunde, die durch rel. häufige Umzüge weniger wurden, bzw. heute sehr weit weg wohnen und neue gibt es noch nicht).
Was mir aber nicht wirklich gravierend fehlt ist Geld. Mein Haus kann ich als Single vermutlich halten und kann auch noch ab und an verreisen und schön Essen gehen. Hätte ich Dein Verdienst würde ich das Haus umgehend abzahlen und wäre dadurch meine kleinste Sorge los.
Wenn du mutig bist, und bei der Summe ordentlich gespart hast, dann wage was neues. Was auch immer. So glaube ich wirst du noch länger mit dem Gedanken schwanger gehen: "war´s das?"

Alles Gute

Cho Oyu

Der, der in den Bergen, in der Ruhe glücklich ist
 
  • #37

Was ist Glück?
Ich bin glücklich, wenn es mir gut geht. Es gab Zeiten, da hatten wir sehr wenig Geld, waren aber trotzdem glücklich. Geld hat wenig mit glücklich sein zu tun, es trägt aber dazu bei, sich gewisse materielle Wünsche zu erfüllen bzw. um zu Leben. In meiner frühen Ehe mit 2 Kindern war ich glücklich, trotz finanzieller Hindernisse, Kinderkrankheiten, ect.. Es befriedigte mich und ich will meine kinder nicht mehr missen. Jetzt sind beide erwachsen, das habe ich gut gemacht. Meine Ehe ist Vergangenheit, weil ich unglücklich war, lange Zeit. Hatte nix mit Geld zu tun, nix mit Beruf. Das größte Glück nach meinen gesunden Kindern wäre es, wenn mich ein neuer Partner so lieben würde, dass ich wieder lachen, leben und geniessen kann. Egal, ob mit viel Geld oder mit wenig.
Mein Ex wollte die Scheidung nicht, warum? Weil er die Annehmlichkeiten schätzte, mein höheres Einkommen und weil ich alles gemanagt habe. Für ihn war Geld wichtiger als Glück. Er wollte weiter so bequem leben und sich zusätzlich außerhalb der Ehe den Kick holen. Jetzt nach Trennung springen seine Gespielinnen ab... warum wohl.
 
  • #38
Ich habe nicht den Wunsch, dass irgend etwas mich "überdauert" und möchte keine Kinder. Ein toller Partner und ein guter Verdienst, damit man schöne Sachen gemeinsam unternehmen und sich ein gutes Leben leisten kann, wären schön (das zweite habe ich, das erste leider nicht). Mein Motto: Geld allein macht nicht glücklich, "an die Nachwelt denken" aber auch nicht, sondern dass mein sein Leben in der Gegenwart gut leben und mit geliebten Menschen teilen kann.
 
  • #39
Ich kann Deine Frage sehr gut verstehen. Ich bin Mitte 40 und kinderlos geblieben. Ich war sehr lange in einer Beziehung und Ehe, und es hat einfach aufgrund widriger Gesamtumstände nicht geklappt. Sozusagen dumm gelaufen. Ich habe mich irgendwann getrennt, weil die Ehe gegen die Wand gelaufen war. Dann habe ich noch ein paar Versuche von Nachwuchs unternommen, aber es war letztlich schon zu spät.

Ich haben eine guten und interessanten Job, verdiene sehr gut und war seit der Trennung von meinem Exmann auch wieder liiert. Ich bin jetzt seit fast einem Jahr in einer Beziehung mit einem lieben, gut aussehenden und zuverlässigen Mann. Trotzdem fühle ich mich manchmal sehr einsam und "entwurzelt". Wenn ich nach Hause komme und dort alleine bin, kommt mir alles so leer und kalt vor. Hinzukommt, dass ich für Job und Exmann in eine andere Stadt als die gezogen bin, wo meine Familie und meine Freunde sind. Ich bin dort nach der Trennung geblieben.

Die Kinder meines Exmannes treffe ich noch ab und zu. Vor allem zu seiner Tochter habe ich ein gutes Verhältnis. Sie ist aber mittlerweile Studentin und führt ihr eigenes Leben. So müssen auch viele Eltern ihre Kinder "ziehen sehen". Sie meldet sich bei ihrem Vater, wenn sie etwas braucht. Vor allem Geld und Hilfe im Studium. Sein Sohn ist kaum mehr zu greifen.

Es klingt vielleicht lächerlich, aber was mir zwischendurch sehr geholfen hat, waren meine beiden Katzen. Ich kam nach Hause, und da war jemand, der sich auf mich gefreut hat und mir Wärme und Zuneigung gezeigt hat. Katzen und Hunde sind wundervolle Lebewesen. Nachdem sie gestorben sind, habe ich jedoch beschlossen, kein weiteres Haustier anzuschaffen, weil ich ewig ein schlechtes Gewissen hatte und man doch durch Haustiere sehr in seiner Freiheit beschränkt wird - auch in der Beziehungsanbahnung übrigens. Hast Du ein Haustier?

Was ein bisschen hilft, ist mein Patenkind, sind meine Geschwister und Eltern. Mir graut es aber bei dem Gedanken, dass sie irgendwann auch gehen werden. Im Moment wünsche ich mir sehr, demnächst mit meinem Freund zusammenzuziehen.

Wie sieht es denn mit Dir an der Partnerinnenfront aus? Bist Du liiert? Auf der Suche? Kinder können die Bildung von Partnerschaften ab einem bestimmten Alter erschweren. Ich habe das bei meinen eigenen Partnern gesehen, die alle Kinder hatten. Sie waren nie so 100%ig frei und hatten in alle Richtungen ein schlechtes Gewissen. Sportvereine und Gruppenreisen sind super. Aber niemals werden sie das leere kalte Haus füllen, was Du übrigens genauso hättest und noch viel schlimmer, wenn Du Kinder hättest, die ausziehen.
 
  • #40
Lieber FS
Glück ist für jeden etwas anderes. Und Kinder sind kein Garant dafür. Ich weiss, manche Menschen gehen so sehr in der Elternrolle auf, dass sie sagen, wenn sie keine Kinder gehabt hätten, wären sie nie vollständig gewesen etc. Ich sehe auch die Kehrseite: Menschen, die aus falscher Motivation Kinder in die Welt gesetzt haben und es bereuen. Kinder, die ohne wirkliche, tiefe Liebe aufwachsen oder die Liebe dann nur über Umwege erhalten, durch Leistung/Gefälligsein. Oder die keine wirkliche Fürsorge erhalten, sondern nur gedankenlos materiell verwöhnt werden. Oder wunderbare Eltern, deren Kind krank ist und die daran jeden Tag leiden. Wirklich nicht jeder Mensch ist dazu berufen, Vater/Mutter zu werden und dabei auch noch glücklich zu sein. Klar, wenn man sich mit anderen vergleicht, während man alleine auf einer Parkbank sitzt, dann kommt einem manch einer viel glücklicher vor. Aber du weisst nicht, wie es diesen Menschen geht, wenn sie nach dem Ausflug zurück in ihre Wohnungen gehen. Du vergleichst letztlich dein Leben nur mit der Idee, die du vom Leben der anderen hast.
 
  • #41
Wenn du was haben willst, dass dich überlebt, ist eine Immobilien wohl die bessere Wahl. Ich glaube nicht, dass man mit 48 jetzt nochmal neu anfangen sollte. Irgendwann muss man dann Verantwortung für sein tun übenrehmen und eben auf Zahlen, Fakten, Geld und Steinen vertrauen. Die sind dein bester Freund und du wolltest das so. Jetzt musst du das beste draus machen und für manche Leute ist es im Alter wirklich besser, sie bleiben bei ihrem Materialismus und bekommen keine Kinder mehr. Die Kinder wachsen nur in diesem Elend auf.

Manche vergessen, dass Kinder kein Eigentum sind und ihr eigenes Leben leben wollen und nicht wenige Kinder wenden sich von ihren Eltern ab. Gerade wenn du ohnehin schon 48 bist, tust du einem Kind keinen Gefallen mehr, dich zum Papa zu machen. Da liegen unterschiedliche Werte und moralische Einstellungen dazwischen von einem halben Jahrhundert. Bist du dann noch eine Frau kennenlernst und es soweit kommt, dass sie schwanger wird, würden nochmal ein paar Jahre vergehen.
Andererseits dürfte jede Frau, die du kennenlernst, ohnehin ein paar Kinder im erwachsenen Alter in die Beziehung mitbringen.
Ich sehe keinen Grund, alleine und vergessen zu sein. Du kannst spenden, dich engagieren, dich um Kinder kümmern.

Ich sehe das Problem woanders. Du sitzt Forest-Gump-mäßig auf der Bank. Das sagt viel über deinen Zustand aus. Was treibst du dich überhaupt auf Spielplätzen herum, wo dir keiner helfen kann?
Das klingt alles seltsam uns antisozial.
Ich würde lieber in eine Bar gehen, Leute kennenlernen, als auf einer Bank zu sitzen. Das tut man als Paar, nicht alleine.
 
  • #42
Das Gefühl der Unabhängigkeit und des Zusammenhaltes einer eng verknüpften Familie ist nicht käuflich.

Man ist niemals so abhängig wie wenn man Familie hat und Kinder. Als Frau noch eher, da in der Regel die Frau beruflich zurücksteckt, im Falle einer Trennung aber dann auch noch die Kinder mit durchbringen muss und DD-Tabelle reicht für nix.

Lieber Chemiker - Geld macht nicht so glücklich wie KEIN Geld unglücklich macht - und Kinder machen einen definitiv dann und wann glücklich, eine Familie ist oft anstrengend und chaotisch, es ist laut, hektisch, improvisiert, aber schön.
Man erfährt mit Kindern wesentlich mehr Liebe, die einem kein Partner der Welt geben kann und man kann auch für einen Partner nicht das empfinden, was man für Kinder empfindet.

Trotzdem liegt es oft an einem selbst, ob man einsam ist oder nicht. Wird man selten eingeladen, liegt es daran, dass man selber nie einlädt, hat man weniger Freunde, liegt es daran, dass man nicht so auf die Menschen zugeht, nicht selbst in die Wege leitet.
Hat man keinen Partner, liegt der Schlüssel auch oft in einem selber vergraben.
Man kann keine anderen Menschen dafür verantwortlich machen, ob man glücklich ist und kein Mensch kann dich glücklich machen, wenn es nicht in dir ist.

Ich habe 2 tolle Kinder und bin froh, dass ich sie habe, aber glücklich machen sie nicht. Sie haben 1000 Bedürfnisse, die gestillt werden wollen, ich bin abends oft fix und fertig, selbst an den Tagen, an denen ich nicht arbeite.

MIT Partner hat man auch oft irgendwelche Problemchen und Krisen zu meistern. Kein Mensch macht dich glücklich.
Mit Geld kann man sich zumindest Sicherheit und ein wenig Luxus erkaufen - das macht das Leben schon mal angenehmer - und dann liegt es an dir:
Lade Leute zu DIR ein, geh mit Freunden in den Urlaub (ja auch paare machen mal getrennt Urlaub), such dir Singlefreunde und schau dir die Welt an.

Mit deinem Einkommen ist die Partnersuche in der Regel auch einfacher - denn wo Geld ist, kann auch Liebe sein ;-)

Ein Leben ohne Kinder hätte ich mir nicht vorstellen können.
Aber glücklich macht einen nur das, was man selber auf die Beine stellt. Kein Anderer macht das für dich.
 
  • #43
Lieber FS,
wie heißt es so schön - man kann nicht alles haben im Leben.
Leider bleibt in unserer heutigen Gesellschaft immer irgendwas auf der Strecke.
Ich habe zwei wunderbare Kinder, und ich bin stolz darauf, was aus ihnen geworden ist. Sie sind mittlerweile beide über 30 und meistern ihr Leben. Aber es war auch oft ein harter Kampf. Ich hatte zwei Partnerschaften, aber was diese Männer nicht hatten, war Zeit, denn sie waren beruflich erfolgreich. Beide Beziehungen gingen deshalb auseinander, weil es an gemeinsamer Zeit mangelte, bzw. sich die Interessen deshalb veränderten.
Mit einem Partner kaufte ich ein Haus und muss es nun seit mehreren Jahren allein "am Laufen halten". Ich dachte immer, das ist es, was ich unbedingt will, und es würde mich glücklich machen. Doch heute bin ich an dem Punkt angekommen, wo ich mich davon trennen werde. Materielle Dinge machen einfach nicht glücklich. Doch auch auf meinen Kindern kann ich mein Glück nicht aufbauen. Klar sind sie mir wichtig, und sie machen auch glücklich. Aber sie leben auch ihr eigenes Leben. Für mein Glück bin ich selbst zuständig. Ich bin zufrieden, aber nicht restlos glücklich. Dafür fehlt einfach ein Partner, mit dem man die schönen und natürlich auch nicht so schönen Momente teilen kann. Geteilte Freude ist doppelte Freude - geteiltes Leid ist halbes Leid.
Doch ist es sehr verpönt, zu sagen, dass man nicht besonders gern allein ist. Dann wird man sofort als bedürftig abgestempelt. Der Umgang unter uns Menschen ist es, der uns ganz oft das Glück vermiest. Dieses ewige Statusdenken, wer ist besser, hat mehr usw usw
Wenn ich du wäre, mit diesen Mitteln, die dir zur Verfügung stehen, und mit dieser Erkenntnis, da so auf der Bank sitzend, ich würde alles hinschmeissen und mein Leben komplett auf den Kopf stellen. Job kündigen, oder nur noch Teilzeit arbeiten, und beginnen zu leben...
 
  • #44
Ich habe Kinder und ich habe einen Partner. Er ist zwar nicht der Vater der Kinder, aber er ist ein guter Freund für sie.
Ich verdiene nur 1/4 deines Jahreseinkommens. Und niemals, niemals stelle ich mir die Fragen, die du dir stellst. Meine Kinder machen mich glücklich, sie sind gut geraten, weil ich sie entspannt erziehe. Mein Partner und ich lieben eine große Liebe - mit keinem Geld der Welt kann man dieses Glück kaufen. Er verdient weit weniger als ich, vermutlich nur 1/8 von dir (selbstständig). Aber es spielt keine Rolle bei uns. Das Glück liegt für uns im Beisammensein, im Kleinen, im Kurztrip nach Berlin anstatt nach New York, im Urlaub in einem Ferienhaus anstatt in einem 5-Sterne-Hotel, im gemeinsamen Joggen im Wald anstatt im Golfen am See, am Cabriofahren in einem alten Golf anstatt im SLK, am gemeinsamen Kochen in der heimischen Küche anstatt im Nobelrestaurant - um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Um deine letzte Frage zu beantworten: Glück ist mir viel, viel, viel wichtiger als Geld. Wenn man beides haben kann, super! Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann Glück.
 
  • #45
Es kommt immer darauf an, sich so zu positionieren, dass man sein Glück auch sieht!

Ich lebe mit meinen zwei Söhnen von einem Betrag, der hier schon mal als Verdienst für eine Person als lächerlich bezeichnet wurde.
Vor meinen Kindern sah mein Leben nicht "reich" aus aber definitiv sorgenfreier und mit ein paar schönen Extras oben drauf.
Wenn also wie gerade meine Heizungsanlage kaputt geht, die Rechnung für 2x Skifreizeit mit der Schule reinflattert und mein Auto nach einem neuen Zahnriemen schreit....streiche ich mal wieder einen Urlaub für mich und erhöhe um Sorgen= ich bin in dem Moment definitiv nicht glücklich trotz Kinder.
Umgekehrt erlebe ich viele Dinge nicht als materiellen Verlust...
Keine Fernreisen mehr zu machen dafür völlig glücklich Camping mit meinen Söhnen. Lachende dreckige Kinder die irgendwann halb auf einem einschliefen.
Diese Momente als Glück zu sehen...bei Regen in einer Strandmuschel sitzen und die Natur genießen, weil man allein ist.
Zu wissen dass einem nie eine Guccihandtasche geklaut werden kann oder man nie bei einem Börsencrash Verluste machen wird.
Wenn bei kaputter Heizung, 17 jährige mit unter der Decke kuscheln, die Eltern mit dem Heizöfchen vor der Tür stehen und Freundinnen einem sofort Hilfe und Asyl anbieten...bin ich gerührt und glücklich.
Das würde mich auch glücklich machen wenn ich keine Kinder hätte.
Aber ich habe auch mehr zu verlieren als Geld...
Jetzt in der Pubertät zeigt sich, dass Kinder nicht immer glücklich sind....Das ist schlimm.
Und seit ihrer Geburt ist klar: es gäbe nichts schlimmeres als sie zu verlieren.
 
  • #46
Glück hat für mich immer damit zu tun, im Einklang mit dem eigenen Schicksal zu sein.
Das ist auch für mich eigentlich die Antwort auf die Frage, was Glück bedeutet.
Es ist schwer genug, diesen Einklang mit dem Schicksal zu finden, weil es immer die Freiheiten einschränkt. Und man muss mit Nachwirkungen von Ereignissen leben, die es nicht gebraucht hätte. Dinge, die einigen passieren, passieren anderen nicht, und sie leben leichter. Sie können einen Betroffenen nicht verstehen, aber wozu auch. Ich meine jetzt nicht die, die Erkenntnisse vermeiden und in ihrem Leiden steckenbleiben, weil sie Angst haben, das Leben ändern zu müssen, sondern die, die einfach weniger Probleme haben. Ich denke zwar, irgendwas hat jeder zu bearbeiten, aber ich glaube nicht, dass es immer die gleiche Menge ist.

Im Leiden einen Sinn gesucht habe ich auch früher. Mittlerweile ist mir klar geworden, dass das ein ganz starker Glaube ist, der sagt, am Ende steht immer Sinnsuche und Fortschritt und Erkenntnis. Manches hat aber keinen Sinn, sondern ist nur eine Last. Ich bin mittlerweile auch der Meinung, in manchen Fällen ist das Reden von Sinnsuche auch einfach zynisch, wenn z.B. menschengemachte Katastrophen über eine Familie hereinbrechen und es sich nicht um eine persönliche Krise aufgrund eigener Vergangenheit handelt, die man auflösen kann, da es am Schluss einen Erkenntnisgewinn gibt. Man wird zäh, wenn man mit Lasten umgehen muss. Aber manche brauchen das nicht und für die ist es auch kein Gewinn, es zu lernen. Soll heißen, man muss es lernen, weil man die Lasten hat, der andere braucht eben nicht.

Das Leben ist ungerecht und teilweise unberechenbares und sinnloses Chaos und nur, wenn man den Augenblick empfinden kann, statt irgendwelchen Glücksgespinsten nachzujagen oder sich vom Leid erdrücken zu lassen, hat man die Chance, Glück auch mal zu empfinden.

Doch ist es sehr verpönt, zu sagen, dass man nicht besonders gern allein ist. Dann wird man sofort als bedürftig abgestempelt.
Seh ich nicht so. Ich finde es normal, dass man sich jemanden wünscht. Bedürftig ist dagegen, einen x-Beliebigen ins eigene Leben pressen zu wollen, nur, damit man nicht mehr allein ist. Verpönt würde ich das aber nicht nennen, weil das klingt, als würde man eine Sache verachten. Es funktioniert einfach normalerweise nicht, sich IRGENDWEN ins Leben zu holen, um nicht mehr allein zu sein, wenn man wirklich glücklich sein will.
 
T

Toi et moi

  • #47
Lieber FS, erstens wenn Du ein Chemiker in der leitenden Position bei der größten Chemie Unternehmen der Welt bist, hast Du mit Sicherheit viel gemacht, was dich überdauert. Bestimmt hast Du wissenschaftliche Studien geschrieben, geleitet, mitgewirkt oder Menschen geführt, Anlagen gebaut, betreut etc. Es ist schade, dass Du diese enorme Leistung nicht siehst. Das habe ich sehr oft bei sehr leistungsstarken Menschen gesehen und bin selbst auch ein wenig so veranlagt....und hey, das Leben ist wie eine Schachtel Praline, man weiß nie, was man kriegt ;-).. sehr oft erkennen wir das Glück nicht, erst wenn es weg ist und wir haben nicht immer alles was wir als Glück definieren. Wie Rilke in einem Gedicht sagte, einmal haben wir das Haus aber die Frau nicht, dann haben wir die Frau aber kein Geld ist vorhanden. Man kann jedenfalls nicht alles haben im Leben nur schritt für schritt.
Ich hoffe, dass Du deine Jenny findest und zu deinem kleinen Forrest gelangst, denn darum geht es hauptsächlich im Leben und es ist noch nicht zu Spät, Du kannst es noch schaffen.
Alles Gute für dich.
 
  • #48
Sie können einen Betroffenen nicht verstehen, aber wozu auch. Ich meine jetzt nicht die, die Erkenntnisse vermeiden und in ihrem Leiden steckenbleiben, weil sie Angst haben, das Leben ändern zu müssen, sondern die, die einfach weniger Probleme haben. Ich denke zwar, irgendwas hat jeder zu bearbeiten, aber ich glaube nicht, dass es immer die gleiche Menge ist.

Manche hatten einen besseren Start und haben ein stabiles Urvertrauen und von klein auf konstruktive Problemlösungsansätze gelernt. Dann sind sie vielleicht von der Natur begünstigt und haben auch noch weniger materielle Sorgen, ein stabiles unterstützendes Umfeld, Beziehungen für den beruflichen Erfolg, usw...

Aber ob diese Leute wirklich langfristig glücklicher sind, das kann man schwer sagen. Denn man kann nur sein Inneres mit dem wahrgenommenen Äußeren eines anderen Menschen vergleichen.

Ich denke z.B., wenn ich nicht im Einklang mit der Welt bin, dass Menschen die weniger intelligent sind, es einfacher haben, glücklich zu sein, weil sie sich viele Fragen gar nicht stellen und Entscheidungen nicht bewußt treffen.

Aber man kann es nun nicht ändern. Auf der anderen Seite mach Intelligenz häufig einen Mordsspaß und hilft mir z.B. fehlenden Fleiß zu kompensieren.

Ich war immer von den Stoikern angetan. In viele neueren Esoterikbüchern spiegelt sich die Idee, des im Inneren das Glück finden, bei maßvollem Lebenswandel auch in ähnlicher Form wieder.

Eine der Kurzformeln war da: "Lebe den Moment so, als wenn Du ihn Dir selbst so gewünscht hättest..."
 
  • #49
Ich saß neulich Forrest-Gump-mäßig auf einer Bank...
Ich ..... verdiene über 250000 Euro im Jahr. .... Was habe ich davon?

Lieber FS,
was Du davon hast, dass Du Chemiker mit gutem Job bist? > 250.000 p.a. - schreibst Du doch selber. Warum Dir das nicht reicht, verstehe ich nicht.
Wenn Dir was anderes fehlt, mach' Dir Gedanken was es ist und wie Du das in Dein Leben bekommst - die besten Vorraussetzungen hast Du. Es wird aber nichts wenn Du "Forrest-Gump-mäßig auf einer Bank" sitzt und Dich selber bemitleidest.
Warum hast Du keine Partnerin und kein Kind, wenn Du Dich so sehr danach sehnst? Was kann sonst noch Dein Leben mit Inhalt füllen, wenn es nun mit Partnerin und Kind nichts mehr wird?

Aber im Endeffekt: Was habe ich davon? Ich habe mein Leben lang geackert (bin jetzt 48) und habe eigentlich nichts, was mich "überdauert".

Das nenne ich mal Jammern auf ganz hohem Niveau oder auch: akute Midlifecrisis.
Was glaubst Du für ein einzigartiger Mensch zu sein, dass irgendwas Dich überdauern muss und warum müssen das Kinder ausgerechnet sein? Kinder mit der Aufgabe zu belasten Dein Ego zu pimpen, weil Du so ein unsagbar toller Typ bist, von dem was bleiben muss, empfinde ich als unzumutbare Hypothek für das Leben des Kindes. Da ist es gut, dass Du kinderlos bist.

Die Eltern, die ich kenne haben niemals gedacht, dass die Kinder sie überdauern müssen und sie deswegen bekommen. Die wollten einfach eine ganz normale Familie, mit Familienleben, Kindern, gemeinsamen Ferien und mittlerweile gern auch Enkelkinder.

Wenn Du willst, dass was von Dir bleibt, schau' auf deine Rücklagen (sollten in deinem Alter und bei Deinem Einkommen vorhanden sein), kauf' ein Kunstwerk im Rahmen Deiner finanziellen Möglichkeiten, such' Dir ein Museum für welches dieses Kunstwerk eine Attraktion ist und leih' es diesem dauerhaft aus. Dann wird ein kleines Messingschild mit Deinem Namen neben das Bild gehängt - das bleibt Dir für immer, über Deinen Tod hinaus.

Ein Mann mit Deinem Einkommen sollte über Fähigkeiten verfügen die Stiftungen und sonstige Einrichtungen brauchen. Hör' auf Dich selber zu bemitleiden - fang' an.
Kinder und eigene Familie hast Du verpasst und das hat einen Grund - der Job war Dir wichtiger. Nun nutz' was der Job Dir an Möglichkeiten in die Hände (Geld, Fähigkeiten) gespielt hat, um daraus was zu machen was Dich erfreut auf das Leben gucken lässt.

Ich habe keine Kinder, war lange Single. Weder Geld noch Kinder haben in meinem Leben was mit Glück zu tun. Geld schafft lediglich angenehme Sorglosigkeit und gibt mir Optionen. Die Schlußfolgerung Kind = Glück ist ebenfalls trügerisch. Wenn Kinder Dich glücklich machen sollen musst Du viel dazu beitragen.
 
  • #50
Geld macht nicht Glücklich? Mich schon! Aber schon Richtig das man Geld und Glück nicht in einem Atemzug zusammenfügen kann. Es gab eine Zeit in der ich nicht nur gar kein Geld hatte, sondern obendrein noch den Ar.... voller Schulden. Ich hatte eine Bruchlandung vom feinsten hingelegt. In dieser Zeit war ich sehr viel mehr als Unglücklich.Ich dachte oft, dass ist mein Ende, bin ganz unten angekommen. Ich hab es versaut. Doch ich wollte einfach nicht aufgeben. Neue Ideen und neue Möglichkeiten haben mich bewegt zu kämpfen. Das habe ich dann getan und zwar über Zwanzig Jahre. Mit ein wenig Glück und noch mehr Risiko gelang es mir nicht nur aus den Schulden zu kommen, sondern mir ein kleines Vermögen zu erarbeiten.Das Gefühl dieser Finanziellen Sicherheit die ich heute habe macht mich sogar sehr Glücklich. Ich gehe heute mit viel Geld in meinen Depots in meine Garten und bemerke wie an Pflanzen neue Knospen wachsen. Ich schaue in den Himmel und sehe ein völlig anderes Blau. Ich sitze mit lieben Menschen zusammen und höre ihre Worte und denke darüber nach. Ich bemerke wenn ich die falsche Jacke anziehe, welche nicht zu meinen Schuhen passt. Ich bemerke den Friseurbesuch meiner Frau, oder dass mein Sohn Wunderschöne Zähne hat. Ich im Wald laufe und stehen bleibe wenn ein Eichhörnchen wie Wild durch die Bäume jagt. Ich wieder Zeit für mich habe. Einfach da zu sitzen auf einer Bank und meine Umwelt bemerke und erlebe.Das alles habe ich in dieser schlimmen Zeit überhaupt nicht Wahr genommen. Es war dunkel, trüb und meine Welt war voller Angst. Ich habe nur noch reagiert. Dachte oft ich verliere den Verstand. Mich hat Geld und die damit verbundene finanzielle Sorglosigkeit sehr Glücklich gemacht. Aber mir ist klar das man sich das Glück nicht kaufen kann, ebenso wenig wie Gesundheit und Liebe. Und dieses Glück dann noch mit jemandem Teilen zu dürfen ist das Sahnehäubchen. Geld regiert die Welt, dass ist unantastbar. Und die Menschen die bestimmte Ziele haben, müssen auf diesen Zug aufsteigen um Vielleicht ans Ziel zu gelangen. Andere haben andere oder kleinere Ziele, was ich absolut respektiere und sind mit wenig ihr ganzes Leben zufrieden. Aber jeder mit oder ohne Geld hat Träume.Ich wollte meine verwirklichen, denn ich habe vermutlich nur ein Leben. Menschen mit viel Geld haben soviel mehr Möglichkeiten in ihrem Leben glückliche Momente zu erleben als die, welche immer nur mit dem Minimum zurecht kommen müssen. Zur Zeit arbeite ich mit meinen Anwälten an einem Konzept, eine Art Stiftung zu Gründen. Einen Teil meines Kapitals und das von anderen Menschen dort einzubringen, um Familien welche hart arbeiten aber auch auf die Schnauze gefallen sind aus diesem Sog heraus zu helfen.Alle meine Geschäftlichen Kontakte sind begeistert von der Idee und haben bereits verbindliche Zusagen erteilt.Ich bleibe dabei völlig Anonym.Denn ich weiß wie es sich anfühlt wenn diese Last bewältigt wird. Es ist ein unheimliches Gefühl von GLÜCK.
m45
 
P

proudwoman

  • #51
....und andere ebenso...
Neverever, ich denke, das ist so, weil Du das Gegenteil davon kennengelernt hast, nämlich Kein Geld, Schulden und riesige Existenzängste. Das kann ich nachempfinden, da ich am am Rande dieses Zustandes stand. Du bist ein echter "Hans im Glück", weil Du nicht abhebst und noch die kleinen und schönen Dinge im Leben siehst. Du kannst geben und ich denke, das ist das Geheimnis des Glücks! Ich wünsche Dir mit Deinem Projekt alles erdenklich Gute, tolle Idee. Guter Tipp für den FS..:)
 
P

proudwoman

  • #52
Da fällt mir noch ein, für mich persönlich wäre es das reinste Glück wenn ich vom Arzt käme und der mir eine gute und stabile Gesundheit attestieren würde. Ich bin keine Arztgängerin, weil ich Angst vor unentdeckten Krankheiten habe. Ich weiß, hoffe, dass ich gesund bin. Meine große Hoffnung ist auch bis ins hohe Alter geistig fit zu bleiben. Aber das liegt in meiner Familie und das tröstet mich. Ein glücklicher und lebenstüchtiger Sohn aber an allererster Stelle! Ja, das ist Glück für mich...ich denke, die kleinen Dinge sind es..es wird schon alles gut werden :)
 
  • #53
Ich finde es komisch, dass man Kinder als Glück definiert.
Ich finde es auch immer komischer, wie Eltern auf die Erfolge und Abschlüsse der Kinder stolz sind, es sind ja nicht ihre, sondern die Verdienste der Kinder allein - meistens ohne Hilfe der Eltern, sondern lediglich aus eigenem Eifer erreicht. Schlimm wird es dann, wenn man diese Kinder nur zum Zweck hat, damit sie ihr Erbe antreten und die eigenen Aufgaben fortsetzen. Denn damit versaut man gleich deren Leben mit.

Ich definiere Glück dass ich die Freiheit habe, tun und lassen zu dürfen, was ich will, dass ich meinen Träumen folgen kann und das geht oftmals mit weniger Geld und Verpflichtungen besser. Wenn du so viel Geld verdienst, hast du im Gegensatz zu mir nicht so viel Freizeit, kannst deinen Tag nicht frei planen, aufstehen wann du willst oder dir spontan Urlaub nehmen. Ich kann das alles. Du musst dich an deine Vorschreibungen halten, wie du dein Leben und deine Zeit aufzuopfern hast. Dein Plan ist von Montag bis Sonntag wahrscheinlich immer gleich und organisiert. Ich kann meine Rollos dagegen runterziehen und fertig. Ich scheine wahres Glück zu haben, denn mir geht's gut und ich denke an solche Fragen nicht.

Ich meine, bei deinem Geld würde ich mich sofort zur Ruhe setzen und diesen beknackten Job kündigen, der dich in deinem Hamsterrad leben lässt. Geld hast du ja genug, ich würd meinen Luxus stark einschränken, damit es bis zum Lebensende reicht. Ich würde jobmäßig ziemlich runterfahren und nie wieder im Leben an Geld denken.
 
  • #54
Ich finde es komisch, dass man Kinder als Glück definiert.

Ich mag diese Beweihräucherungen auch nicht mehr hören. Es gibt Menschen, die haben Kinder, es gibt welche, die haben keine. Bei beiden gibt es (freiwillige oder unfreiwillige) Gründe dafür. Ich betone auch nicht den ganzen Tag, welche Freiheiten ich doch habe, weil ich keine Kinder habe und was für ein Glück es ist, das Geschrei nicht ertragen zu müssen. Ich hätte gerne Kinder gehabt, aber ich habe keine. Das eigene Lebensglück zum großen Teil über Kinder zu definieren, finde ich sehr engstirnig und dumm.
Auch die Betonung, wie glücklich es sich doch mit wenig Geld lebt, ist unsinnig. Würde irgendjemand eine Gehaltsverdoppelung ausschlagen? Dass ich vielleicht einen Beruf wähle, der mir Freiheiten lässt, ist eine ganz andere Sache. Aber Armut als "Glück" zu definieren, finde ich völlig schwachsinnig.

Der FS hat offensichtlich eine grundlegende Krise. Die Frage, ob Geld oder Glück wichtiger ist, ist unsinnig. Es gibt keine Auswahl "Geld oder Glück". Ich kann mit Geld glücklich sein oder ohne. Geld zu haben macht auch nicht automatisch glücklich oder unglücklich.
Wenn der FS unglücklich ist, sollte er sich fragen, was seine Ziele im Leben sind und was für ihn Glück ist. Dann kann er sein Geld auch nutzen, manche dieser Ziele umzusetzen.

Wenn ihn glücklich machen würde, dass er Kinder hat und diese aufwachsen sieht, dann sollte er das angehen. Wenn 20 andere Foristen schreiben, dass Kinder oder Armut ihr größtes Glück im Leben sind, nützt ihn das wenig.
 
  • #55
Ich meine, bei deinem Geld würde ich mich sofort zur Ruhe setzen und diesen beknackten Job kündigen, der dich in deinem Hamsterrad leben lässt. Geld hast du ja genug, ich würd meinen Luxus stark einschränken, damit es bis zum Lebensende reicht. Ich würde jobmäßig ziemlich runterfahren und nie wieder im Leben an Geld denken.
Die geschätzt zehn Prozent Leistungsträger in unserer Gesellschaft(ein elitärer Club, dem ich nicht angehöre) beziehen ihren Lebenssinn zumeist aus ihrer beruflichen Tätigkeit, egal ob in der eigenen Firma oder im höheren Management als Angestellter. Der Ratschlag, sich (im übertragenen Sinne) jetzt dauerhaft auf einer Parkbank niederzulassen, wird den FS nicht glücklich machen, da der Gestaltungswille diesem Personenkreis zu tief in den Genen sitzt.

Mir scheint, dass er sich eher in die Idee von Elternschaft verliebt hat, als dass er wirklich seine Kinder im Geiste vermisst. Und wenn sie dann da wären, würden ihn erneut tiefe Zweifel befallen, er sich von liebloser Ehe und Kinder, die ihre eigenen Wege gehen, wie gefesselt fühlen. Und wenn es ihn tröstet: eine Mehrheit aller Männer würde gerne seine Probleme haben und im besten Mannesalter traurig beim Geldzählen auf einer Bank sitzen.
 
  • #56
Aniliner,

Du hast etliches an Ansichten bekommen, sehr individuell, sehr unterschiedlich.

Die Sinnfrage stellen wir uns meistens irgendwann, manchmal öfters.
Manchmal auch, wenn es äußere Einflüsse gibt, die eine Reflektion und Neuorientierung erfordern, erzwingen.

Bei Dir kommen die Fragen aus Dir selbst heraus.
Du bist bis heute einen, Deinen Weg gegangen. Du hast Deine Entscheidungen getroffen, manches hat sich so gefügt, vieles sicher hart erarbeitet.
Das ist erstmal ein Moment zum Innehalten, Dir selbst Anerkennung auszusprechen, Wertschätzung, und vielleicht auch ein Maß an Dankbarkeit.

Andere Leute sind andere Wege gegangen, haben diese gewählt, gestaltet... DEN richtigen Weg gibt es nicht.

Was Du jetzt tun kannst -
prüfen, was Du verändern möchtest, was Du für Träume, Wünsche hast, Ziele entwickeln und Dir überlegen, willst Du diesen Weg so weitergehen, oder etwas anderes machen.

Denn eines hast Du ganz sicher, die Freiheit und die Optionen, Dein Leben so zu gestalten, wie Du willst - und wenn Du Dir ein Sabbatical nimmst, mit dem Rucksack los ziehst. Oder was auch immer.
Dabei Eindrücke, Ideen sammelst, ...

Mal ein paar Seitenwege ausprobieren, Umwege, und vielleicht öffnen sich ganz andere Wege - oder Du merkst, dass der jetzige richtig gut ist.

Manchmal braucht es diese Forrest Gump Momente.
 
  • #57
Was ist Glück ?
Neverever beschreibt es sehr gut, Frei und Lionne auch .....
... zunächst die Abwesenheit von Sorgen. Das ist das Fundament.
.... Freude, Leidenschaft, Zufriedenheit und die Fähigkeit, auch mal zu kämpfen, aufzustehen und über sich selbst lachen zu können.
.... die einzelnen Glücksmomente zu erkennen und zu geniessen.
.... Gesundheit
.... Menschen, die einem nahestehen. Egal ob Freunde oder Familie
.... Freiheit
Ich persönlich habe keine eigenen Kinder und wollte das so. Dafür habe ich einen Beruf, den ich mit Freude ausüben kann. Finanziell ... naja, ich müsste nicht mehr, könnte zum Jahreswechsel aufhören. Dennoch .... 2 Jahre will ich noch. Und ja, ich bin stolz auf einige Erfolge. Die Niederlagen waren wohl auch nötig - sie haben mich stärker und härter gemacht.
Glück ... hatte und habe ich. Nicht immer - aber fast immer. Tolle Eltern, eine klasse Kindheit, gute Freunde, ein Abitur ohne grosse Anstrengungen, ein Studium, das mich schon ein wenig das Arbeiten gelehrt hat, die Kraft, mich in einem interessanten Beruf durchzubeissen, erfüllende Hobbies ... ein geiles Leben.
Heute geniesse ich mein geschenktes Glück genauso wie das erarbeitete Glück. Und Geld ? Geld ist Anerkennung. Geld ist Möglichkeiten zu haben. Geld hilft, Freiheit zu geniessen. Und bei meinem Hobby braucht man auch mal den einen oder anderen Euro.
Der Ausblick: Ich werde wohl "Senior der Wirtschaft" und helfe mit meinem Wissen und Können dann Gründern.
Und irgendwann ist der letzte Whiskey getrunken, die letzte Ziggy geraucht ....
Man sollte schätzen, was man hat. Und nicht Sinn suchen. Das Gras auf dem anderen Golfplatz ist nämlich fast immer gar nicht grüner ......
 
  • #58
Ich habe zum Glück keine Kinder, sodass ich frei und ungestört in meiner Wohnung wohnen kann.
Mein verdientes Geld gebe ich nur für mich aus.

Ich hatte keine Lust mein Leben als Sklavin zu verbringen, und begriff schon mit ungef. 12 oder 13 Jahren, daß ich mich schützen muss und sorgte mein Leben lang dann später für die Verhütung.
Das habe ich jetzt davon: Ruhe. Geld. Keine Schulden. Keine Insolvenz. Keinen Ballast. Keine nervenden Menschen. Keine Abtreibungen, keine Ehen, keine Scheidungen.

Die anderen haben keine Ruhe, sie leben zusammen mit Partnern, wo seit Jahren oder Jahrzehnten kein GV mehr stattfindet, der Mann Pornos schaut heimlich abends im Wohnzimmer, sich es nichts zu sagen gibt, die erwachsenen Kinder ankommen und die Enkel mitbringen, die auch noch versorgt, finanziert werden wollen, auf die die Frauen in meinem Alter dann aufpassen müssen.
Kein eigenes Leben, keine eigene Wohnung, keine Ruhe, nur tötender ewig laufender TV und der Dödel davor hockend.

Nein danke.
 
  • #59
Glück hat für mich etwas damit zu tun, sein Leben so leben zu können, wie man möchte und wie man damit zufrieden ist. Wenn der FS also mit seiner Situation zufrieden ist, dann ist das sein subjektives Glück. Der eine ist mit wenig Geld glücklich, der andere mit viel Geld. Ich sehe da keinen zwingenden Zusammenhang.
Für mich ist jeder "seines Glückes Schmied" und dafür zuständig, das Leben so zu gestalten, dass es schön ist. Dass dann ein paar Zufallsparameter wie Gesundheit oder z. B. der richtige Partner dazukommen müssen, kann man etwas mit beeinflussen, muss aber letztlich damit umgehen.
 
  • #60
Ich habe zum Glück Kinder, die meine große Liebe und mein großes Glück sind.
Zwei von den dreien leben noch bei mir, was ein großes Glück für mich bedeutet.
Alleine leben will ich niemals, ich brauche Menschen um mich herum die ich liebe.
Ich verdiene nicht viel Geld, aber das war mir nie wichtig.
Glück in der Liebe und tolle Kinder und eine gute Gesundheit waren mir immer das Wichtigste.
Da ich mein Leben lang schon an einer Lungenerkrankung leide weiß ich, dass Gesundheit das Wichtigste ist und ohne Gesundheit alles Nichts ist.
Ich wertschätze jeden Tag den ich ohne Atemnot und Husten erlebe.
Ich liebe und wertschätze jeden Tag an dem ich sehe, wie toll sich meine schon großen Kinder entwickelt haben.

Ruhe kann ich noch genug im Alter und im Grab haben.
Kinder und Familie sind Leben in Fülle.
 
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