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Gast

  • #1

Wie werde ich meinen Kummer los ?

Hallo Gemeinde,

seit meiner Trennung kränkele ich herum. Hatte mehrere langwierige Erkrankungen. Der Arzt meint das Immunsystem sei vorübergehend zu schwach und fragte ob ich eventuell Stress hätte. Ich habe ihm verschwiegen, aus Scham, dass mir die abrupte Trennung vor 4 Monaten schwer zu schaffen macht. Körperlich und seelisch. Ich habe auch abgenommen und fühle mich schwunglos. Im Alltag funktioniere ich mechanisch, aber Freude habe ich seit langer Zeit keine mehr empfunden. Was kann ich tun um aus dem Tief heraus zu kommen ? Habt ihr ähnliche Erfahrungen, dass sich Trennschmerz sogar körperlich bemerkbar macht ?
 
  • #2
Die Erfahrung habe ich auch gemacht, zudem war ich noch schwanger. Geh raus an die frische Luft, triff Freunde, geh aus. Tu dir selbst was Gutes oder probier neue Sachen aus. Um die Beziehung zu trauern ist ok, aber gib dich dem nicht zu lang hin.
 
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Gast

  • #3
Ja, ich bin nach einer Trennung heftig erkrankt. Erst im Nachhinein hat sich der Zusammenhang herausgestellt. Hat Jahre gedauert bis das wieder ausgebügelt war. Mein Tipp: nimm Dir die Zeit um wieder heile zu werden. Mach entspannende Sachen bei denen Du Deine Gefühle zulassen und verarbeiten kannst (ich bin echt keine Eso-Tante, musste auf die harte Tour lernen dass die Psyche halt mächtig ist) zB Yoga und autogenes Training. Tu Dir selbst was gutes, gönn Dir was und mach einen schönen langen Urlaub wenn das möglich ist. Für Trennungsschmerz musst Du Dich nicht schämen!
 
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Gast

  • #4
Ja, natürlich kenne ich das. Ein starker Trennungschmerz kann wie jede andere Art von Stress:
- im Nacken sitzen
- auf den Magen schlagen
- dir den Boden unter den Füssen wegziehen (Schwindel)
- an die Nieren gehen
- dir in den Knochen sitzen
- etc.etc.
Bei mir persönlich hatten sich nach einer Trennung massiv die Migränenanfälle gehäuft, meine Freundin bekam Hautekzeme...
 
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Gast

  • #5
Liebe/r FS, ich kann dir bestaetigen, dass es zu körperlichen Schmerzen nach einer Trennung kommen kann. Das passiert dann, wenn deine Seele/Psyche durch die Trennung verwundet wurde. Körper und Geist sind dann nicht mehr im Einklang. Deine Seele kann es nicht verarbeiten, sucht nach Erklärungen, nach Lösungen, um aus der Situation heraus zu kommen und schafft es nicht. Dann sucht die Psyche Fehler in deinem Verhalten, die die Trennung verursachten. Du hinterfragst einzelne Situationen des erlebten und findest keine Antwort, das äussert sich dann in körperlichen Schmerzen z.B. Magenprobleme, Hautprobleme bis hinzu psychosomatischen Herzbeschwerden. So war und ist es bei mir seit einem Jahr, zum Anfang gab es hohe hormonelle Schwankungen, mein Arzt ist fast umgekippt als er die Werte sah, jenseits von gut und böse, nach sechs Wochen war alles wieder normal (HormonHaushalt). Was geblieben ist, sind die psychosomatischen Herzbeschwerden, alle Untersuchungen zum trotze, mein Herz ist die i.o. Was mir hilft ist einfach nur Ruhe, ich mag keine anstrengenden Gespräche führen, mich nicht mehr über die Dummheit anderer ärgern, keine weisen Ratschläge mehr hören, ich kann für mich sagen, diese Enttäuschung vor einem Jahr hat mich zu einem anderen Menschen gemacht. Die Hilfsbereitschaft, meine Zuverlässigkeit ist nicht mehr so einfach für alle und jeden mehr abrufbar (war früher immer zur Stelle und hab geholfen). Manch einer wird jetzt denken, klassischer Fall von Burnout, Nein ist es nicht, ich habe nur bewusst Grenzen gezogen. Dir alles gute und denk daran, wer dich nicht möchte, hat dich nicht verdient. Lg
 
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  • #6
Liebe/r FS, ich kann dir bestaetigen, dass es zu körperlichen Schmerzen nach einer Trennung kommen kann. Das passiert dann, wenn deine Seele/Psyche durch die Trennung verwundet wurde. Körper und Geist sind dann nicht mehr im Einklang. Deine Seele kann es nicht verarbeiten, sucht nach Erklärungen, nach Lösungen, um aus der Situation heraus zu kommen und schafft es nicht. Dann sucht die Psyche Fehler in deinem Verhalten, die die Trennung verursachten. Du hinterfragst einzelne Situationen des erlebten und findest keine Antwort, das äussert sich dann in körperlichen Schmerzen z.B. Magenprobleme, Hautprobleme bis hinzu psychosomatischen Herzbeschwerden.

Das ist wirklich treffend beschrieben. Bei mir ist es genauso. Ich glaube es hängt wirklich sehr von der Art und Weise der Trennung ab, wie es einem danach geht. Bei der Trennung hat mir mein ehemaliger Partner die ganze Schuld zu gewiesen. Ich habe es nicht verstanden, weil ich nicht gesehen habe, wo ich mich falsch verhalten haben soll. Als ich um Erklärung bat, wurde ich komplett ignoriert und es wurde einfach aufgelegt am Telefon. Das hat mich also so sehr mitgenommen, das ich Bulimie bekommen habe, weil ich mich dafür gehasst habe und dachte es wäre alles meine Schuld (obwohl ich gar nicht weiß warum). Der ganze Stress hat auch mein Immunsystem angegriffen, sodass ich überall Warzen bekommen habe (hatte vorher nie welche), die operativ entfernt werden mussten. Auch jetzt geht es mir seelisch nicht wirklich besser, da die ganze Sache nie aufgeklärt worden ist. Die psychosomatischen Herzbeschwerden, Depression und die Appetitlosigkeit habe ich immer noch und die Trennung ist schon fast zwei Jahre her. Ich halte es auch nicht mehr aus unter Leuten zu sein und bin sehr misstrauisch, weil ich glaube, dass mich jeder anlügt. Das macht einem das Leben nicht gerade leichter.
Du solltest an die frische Luft gehen, Sonne tanken (solange es noch warm ist) und dich gesund ernähren. Vielleicht ein bisschen Sport machen, falls du dich dazu in der Lage fühlst oder unter Menschen gehen, wenn dir Gesellschaft hilft. Ich wünsch dir viel Glück und wie schon gesagt, für Trennungsschmerz musst du dich nicht schämen. Das zeigt, dass du ein einfühlsamer Mensch bist und das ist etwas sehr Positives!!
 
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Gast

  • #7
Es soll angeblich helfen, wenn man jemand neune kennenlernt und eine neue "Beziehung" eingeht. Mir wurde mal währen einer Therapie gesagt, dass manche Schmerzen erst heilen würden, wenn man wieder jemanden liebt bzw. geliebt wird. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, weil irgendwie macht man sich ja so immer von anderen abhängig.
Ich denke eher, dass man manche Dinge nicht verarbeiten kann und man sie versuchen muss zu verdrängen, damit sie dir nicht alles im Leben nehmen, auch wenn das schwer ist. Man kämpft damit und versucht so zu tun, als wäre es nie passiert.
 
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Gast

  • #8
Ich bin die FS

Danke, da bin ich ja froh dass es anderen ähnlich erging.
Ich bin seit März unentwegt beim Arzt. Mir ist das schon peinlich weil ich vorher selten da war.
Die Werte sind verändert. Der Kreislauf ist im Keller. Herzbeschwerden
ohne feststellbares organisches Leiden habe ich auch seither. Ich kann mich schlecht
konzentrieren und habe oft Migräne. Nachts plötzlich Nachtschweiß. Ich kann oft nicht durchschlafen. Das hatte ich vor dieser Beziehung alles nicht !
Dazu habe ich ständig Infektionen aufgegabelt. Neulich wieder 10 Tage Mit Antibiotikum.
Irgendwie fühle ich mich wie ein verwundetes Tier. Mein Arzt schickte mich zur Burn-Out-Prävention. Aber ich glaube nicht dass es was mit Arbeitsüberlastung zu tun hat. Ich liebe meinen Job und bin froh dass ich wenigstens da Ablenkung finde.
 
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  • #9
Liebe FS,
Ich kann dich nur zu gut verstehen. Ich hab plòtzlich Schmerzen in den Knien. Der Orthopäde fragte mich auch ob ich evt. eine Trennung hinter mir habe - hab mich auch nicht getraut die Wahrheit zu sagen. Inzwischen betrifft es auch andere Gelenke. Trotzdem ist es mir inzwischen gelungen, wieder Freude zu empfinden, mich überhaupt wieder zu mögen. Das macht sich auch gesundheitlich bemerkbar.
Ich drùcke dir ganz fest die Daumen!
 
  • #10
An FS: ich wünsche Dir, dass Du Dich traust, gerade dem Arzt zu sagen, was Dich so traurig macht. Auch wenn Du es so beschämend findest - das Eingestehen tut gut. Es bringt Klarheit, auch in die Arzt-Patient-Beziehung. Und für Klarheit sorgen lohnt sich immer - das kannst Du beim Arzt üben und künftig auch in jeder anderen Beziehung brauchen. Vor jemand, der Dir helfen möchte, womöglich sogar zu weinen, das befreit - mehr als wenn Du`s im stillen Kämmerlein tust. Hab also keine Angst davor, sondern trau Dich und vertrau Dich an.
Ich hab mal eine junge Liebe nach kurzer Zeit verloren, habe ihm gegenüber cool getan und still gelitten. Binnen 8 Wochen bin ich dann viermal an Angina erkrankt! Endlich hab ichs eingesehen, dass ich mich zeigen muss. Ich hab den Ex-Freund angerufen und ihm einfach gesagt, dass es sehr weh tut und dass ich einfach nur möchte, dass er das weiß. Das hat mir geholfen, ich konnte wieder gesund werden, und von da an ganz langsam auch den Seelenschmerz verdauen.
Wie schön, dass es Dir im Job gut geht! Aber nimm den privaten Schmerz ernst genug, dass auch der Arzt darüber Bescheid wissen darf. Das ist SEIN Job, und er hat auch Erfolg verdient.
 
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Gast

  • #11
Es soll angeblich helfen, wenn man jemand neune kennenlernt und eine neue "Beziehung" eingeht. Mir wurde mal währen einer Therapie gesagt, dass manche Schmerzen erst heilen würden, wenn man wieder jemanden liebt bzw. geliebt wird.
Vor allen Dingen missbraucht man den anderen Menschen zu eigenen Heilung. Meine letzte Bekanntschaft hat auch von dieser Empfehlung erzählt. Da war bei mir sofort der Ofen aus. Letztendlich geht es ja dann nicht mehr darum, mich als Individuum zu sehen, sondern als Frau zum Heilen zu nutzen und darauf habe ich keine Lust. Was ist, wenn Mann dann geheilt ist? Dann sieht er mich mit neuen Augen und ich bin nicht mehr für ihn als Partnerin, denn das will ich ja sein bzw. werden, interessant?

Ich glaube, dass nur zwei Geheilte eine gute und gesunde Beziehung eingehen können, die sich dann stabil zu einer Partnerschaft entwickeln kann.

w 50
 
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Gast

  • #12
Ich kann allen Betroffenen den Weg zu einem Heilpraktiker der auf Psychosomatik spezialisiert ist empfehlen. Die seelische Balance ist aus dem Gleichgewicht, oft helfen Akkupunktur, oder darüber reden, vielleicht auch mal eine Psycho-Kurzzeit-Therapie bei der KK beantragen.

Mir hat dazu immer Sport geholfen, gesunde Ernährung, Bücher zum Thema lesen, mit Freunden reden und Zeit heilt alle Wunden.

Wenn der Körper allerdings so heftig reagiert, dass man fast nicht mehr arbeitsfähig ist, dann muss noch was anderes vorhanden sein, vielleicht schon vorherige seelische Probleme, die durch den Liebeskummer, Trennung usw. erst ans Tageslicht gebracht wurde.

Also die Seele mal richtig aufräumen, dann verschwinden auch die körperlichen Symptome wieder.

w 50
 
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Gast

  • #13
Hallo, FS,
Du sitzt zurzeit in einem schwarzen Loch und weißt nicht, wie Du dort wieder herauskommst. Ich kann es Dir gut nachempfinden. Mir hat geholfen (Trennung nach 27 Jahren Ehe - ich wurde gegen ein "jüngeres Modell" eingetauscht - das tut weh und kratzt am Ego):

Allein sein und nachdenken, sich ruhig einmal dem Schmerz, der Trauer ergeben. Ja, es ist Trauer, die einen fast zerreißt.

Gut und viel schlafen. Am Abend, wenn Du schlafen willst, und der Kummer dich besetzt, ihn in einen "gedanklichen " Sack stecken und bildlich neben das Bett stellen und Dir sagen: "Hier in meinem Bett hast Du nichts zu suchen, ich will jetzt gut und tief schlafen".

Reden, mit einer guten Freundin einem Freund und wenn man keinen hat mit der Telefonseelsorge.

Stell Dir Deinen Kummer vor, wie sieht er aus? Rede mit "ihm". Frag ihn mal: "Was willst Du von mir? Was willst Du bezwecken ..." Schreib es auf, wenn Du magst.

Sich körperlich aktiv betätigen. Richtig auspowern, damit die Energie im Körper wieder fließen kann und das Negative abfließen kann.

Ein lautes "STOPP" an Dich selbst richten, wenn Du an zu Grübeln fängst.

Dann kommst Du letztendlich zum Schluss: WILL ICH DAS? Krank sein, mich schlecht fühlen? Will ich wegen einer Trennung einen Teil meiner Lebenszeit vergeuden? Eine Zeit, die nie wieder kommt. Ist ER / ES das wert? Nein, sicherlich nicht.

Wie hier bereits von vielen anderen geschrieben: Ernähre Dich gut, geh an die frische Luft und ja, es tut weh, dort turtelnde, verliebte Paare zu sehen und ja, man fragt sich, was machen die richtig und was mache ich falsch....
Aber das vergeht. Auch Du kommst da raus, glaub mir. Du musst an Dich und das Leben glauben, jeden Tag geht wieder die Sonne auf und die scheint auch für Dich.

Geh zur Arbeit und freue dich daran, dass Du eine hast, eine die Dir auch noch Spaß macht und Dir Erfüllung gibt und Deine Existenz sichert.

Du hast abgenommen - toll, die neue Herbstmode ist da, gönn Dir was Schönes zum Anziehen.

Du wirst wieder gesund und Dein Immunsystem wird dann auch wieder in der Balance sein.

Die Kraft dazu kommt aus uns selbst - Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute.
 
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Gast

  • #14
Liebe FS

Lasse dir bitte professionell helfen durch einen GUTEN Psychotherapeuten oder entsprechend ausgebildeten Arzt.

Ich hatte nach dem Tod meiner Frau ähnliche Symptome, die ich aber ignorierte. Ich habe mich in die Arbeit geflüchtet, war aber ein total anderer Mensch, was mir aber selbst nicht auffiel und als es mir mein Umfeld sagte, wollte ich es nicht wahrhaben. Viele Menschen haben sich von mir zurückgezogen, da ich unausstehlich war, wie ich heute weiss. Es war ein sehr langer Prozess das zu erkennen...der damit verbundene Stress im Job, der mir auch sehr gefiel, hat zum totalen Burnout geführt. Es hat sich langsam aufgeschaukelt. Durch eine leichte Verletzung bin ich dann zusammengeklappt und konnte mich nicht mehr aufrappeln. Bis dann die richtige Diagnose gestellt wurde, vergingen vier Monate, in denen ich zu nichts fähig war und ich mich immer mehr nervte. Nun bin ich acht Monate in Behandlung gegen das Burnout und spüre so langsam, was alles dazu führte. Nach nun einem Jahr seit dem Breakdown kann ich langsam wieder ans Arbeiten denken und nun fangen die Verhandlungen mit dem Arzt an, ob ich wenigstens wieder teilarbeitsfähig bin. Eine frühzeitige Behandlung hätte mir und meinem Umfeld das Ganze erspart oder es wenigstens abgemildert. So habe ich ein Jahr meines Arbeitslebens verloren..

Ich rate dir dringend, lasse dich so schnell wie möglich behandeln und sprech offen mit deinem Arzt. Dafür ist er da!!

m45
 
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Gast

  • #15
Schuld sind immer die anderen, wie einfach, das kennen wir doch alle!
Menschen, die sich selbst idealisieren und für besser halten als den Rest der Welt, haben oft auch kein Schuldbewusstsein, können keine Fehler eingestehen. Erhalten sie aber Hilfe, sind viele immens erleichtert. Ich glaube es hat viel mehr mit Selbstbetrug zu tun. Die Lüge verstehen die meisten Menschen einfach viel besser als die Wahrheit.

Selbstbetrüger gibt es sehr viele unter uns, mehr als man allgemein glauben möchte. „Es ist wahrlich erstaunlich, wie viele Menschen sich falsch einschätzen, wie häufig Fremd- und Eigenwahrnehmung auseinanderklaffen. Ich rede jetzt in erster Linie von Menschen, die sich selbst idealisieren, die sich stets überschätzen und lange nicht so gut sind, wie sie selbst von sich annehmen“,

Selbstbetrüger rutschen auch viel leichter ins Burn-out. „Ist ja auch kein Wunder, denn sie fühlen sich als Opfer, das immer die Arbeit der anderen zugeschanzt bekommt, das immer alles ausbaden muss. In diesem Fall hat Burn-out nichts mit Arbeitsüberlastung zu tun, die Betroffenen schätzen sich einfach falsch ein und sind unglücklich. Stets erhalten die Lebensumstände die Schuld für das eigene Schicksal.“ Das ist im Moment immer einfacher, als selbst Verantwortung zu übernehmen.
Da hilft nur eines: Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung! m/55
 
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Gast

  • #16
Trennung ist schmerzvoll und belastet den Körper wie eine Krankheit ....

Mir gings ähnlich und mir hat geholfen :

a) wenns mir schlecht ging bin ich an die frische Luft gegangen und beim spazieren gehen habe ich häufig tief durchgeatmet ( häufig auch mal nachts ) denn Sauerstoff befreit den Kopf und der zusätzliche Sauerstoff regt den Kreislauf an

b) dann habe ich durch Zufall das Buche : Liebeskummer für Männer gefunden und es gelesen , da es von einer Psychologin aus Hamburg geschrieben wurde die sich auf Liebeskummer für Männer spezialisiert hat ..... das Buch zeigte mir anhand der unterschiedl. Geschichten , dass ich nicht der einzige im Leben bin den es passierte

c) Die Erkenntnis : ich vermisse nicht meinen Partner - sondern ich bin auf Entzugserscheinung , weil ich plötzlich alleine und verlassen bin und vorher mit meiner EX 15 Jahre zusammen war . Dieser Entzug ist wie Alkohol- oder Drogenentzug und muß auch behandelt werden ... durch Psychologen ( suche vor allem einen Spezialisten für Trennungsschmerz ) ....

d) zum Schluß hat mir Sport geholfen

und ganz wichtig :

e) ich habe mir jeden Tag die drei Highlights des Tages aufgeschrieben und dies jeden Tag in einem Notizblock notiert .... wenns mal wieder schlimm wurde habe ich es durchgeblättert und es ging mir besser. Ich lernte dadurch , dass es jeden Tag auch positive Ereignisse gibt und diese übersieht man zu schnell , weil sich das negative in den Vordergrund stellt.

Probier es aus ... ich war auch sehr skeptisch - aber es hat funktioniert .

Fazit : such Dir einen Psychologen der auf Trennung spezialisiert ist ... mache Sport - mache 3 positive des Tages und schreib Sie auf .....

Viel Erfolg und glaube mir es wird klappen

m-45 aus Köln
 
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Gast

  • #17
Liebe Fragestellerin, wahrscheinlich hilft dir dein Job. ABER du musst deinem Arzt sagen, dass du ihm bisher nicht gesagt hast, dass du eine schwere Trennung erlebt hast. ( Dann versteht er schon, warum du so krank bist und wenn er ein guter Arzt ist versteht er dann auch, warum du ihm das bisher nicht sagen konntest - und ich denke er ist ein guter Arzt wenn er bei unerklärlichen Beschwerden Richtung Psychosomatik / burn-out-Prävention geht) Ich hatte einmal ein einer Mobbin-Situation gelebt. Frag mich nicht, wie oft ich in dieser Zeit wegen Schnupfen - Erkältung-Grippe arbeitsunfähig wurde. Mobbing kam von Arbeitskollegen. Gemerkt habe ich den Zusammenhang erst nachdem ich die Arbeit gewechselt habe. Seitdem habe ich - egal ob nasse Socken oder nasse Haare -keine dieser Krankheiten mehr. Wie ein Schalter, der umgelegt wurde.
Vieleicht wäre in deinem Fall eine psychosomatische Kur hilfreich - dann bist du aus den normallleben raus, hast eine vorgegebene Struktur, hast relativ viel Bewegung und mit dem Abstand von einigen Wochen kann die Trennung dann soweit zurücktreten, dass du ohne körperliche Erkrankungen weiterleben kannst. Dein Ziel sollte nicht sein, den Kummer loszuwerde, sondern dir klarmachen, dass du derzeit Kummer hast, der Folgen hat und dass du damit derzeit verpflichtet bist, das für dich Gute zu tun. Kann auch weiterarbeiten mit erhöhtem Arbeitseinsatz sein.W (57
 
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Gast

  • #18
Mir hat Sport geholfen, das geht natürlich nur, wenn du gesund bist. Entspannungs-CDs nach der Arbeit hören, Sauna, gut essen, keine schnellen Gerichte, guten Tee trinken, auf sich achten. Kein Freizeitstress. Nur nette Filme gucken, nur sanfte Musik hören. Falls es das in deiner Stadt gibt, tibetisches Heilyoga lernen.
w44
 
  • #19
Ich würd mich in eine Therapie begeben, was anderes hilft da glaub nicht mehr. Viel Glück
 
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Gast

  • #20
Liebes Trennungsopfer,

versuche dich aus dem Loch zu ziehen. Wenn mit dem /der Ex eine Aussprache möglich sein sollte erwäge ob dir das helfen kann alles anders zu bewerten, in ein neues Licht zu rücken.

1. Was steckt hinter deinem Gewichtsverlust ? Du musst unbedingt dein Normalgewicht halten.
Vielleicht hat dein(e) Ex dir eine Krankheit hinterlassen ? Deine Symptome klingen nach einer Infektion. Besonders die Schweißausbrüche könnten auf eine Inkubationszeit hindeuten.

2. Du hast ein starkes Verlustempfinden das sich körperlich äussert. Du musst nun mehr Gesellschaft haben anstatt allein vor dich hin zu trauern. Überlege wie du vor deiner Zweisamkeit mit dem Alleinleben zurecht gekommen warst ? Was hast du getan ? Wie hast du dich dabei gefühlt ? Probiere ob es wieder so geht oder du ständig auf das Verlorene schaust.

3. Schreib dir auf was dir wirklich am Dringlichsten fehlt.
Kannst du es ersetzen ?
z.B. Frösteln > Wärmequellen, Wärmflasche im Bett, warme Massagen/Packungen, Sauna
z.B. Stille > Musik, Klänge, andere Menschen, Stimmen (Radio), Yoga/Gym, Tanzen.
z.B. Gespräche: mit wem kannst du sprechen und lachen ?
z.B. etwas Erleben: was kannst du tun um Neues zu erleben ?
z.B. Angst vor dem Singleleben: kannst du deine Wohnsituation zur Not auch ändern ? Ich bin auf einen umgebauten Bauernhof gezogen. So habe ich meine Wohnung und bin doch nie ganz allein.
 
  • #21
Ablenkung suchen, mit Freunden Party machen... das Leben genießen ;)