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  • #1

Wie weit darf Emanzipation gehen? Grenzen der Emanzipation?

Wie weit darf die Emanzipation der Geschlechter gehen und gibt es Grenzen der Emanzipation? Wie ist eure Meinung dazu?

Hallo,
mich würde interessieren, wo ihr die Grenzen der Emanzipation seht und wie weit eurer Meinung die Emanzipation gehen darf bzw. soll. Gibt es eine (mehrere) Linie(n) für euch, bei deren Überschreitung ihr euch sagt "So, nun ist aber genug mit Emanzipation. Bis hierhin und nicht weiter. Man/frau muss es ja nicht übertreiben mit dem Emanzipationsstreben, der Gleichstellung, der Gleichberechtigungs-Toleranz..." oder gibt es für euch prinzipiell keine Grenzen hinsichtlich weitergehender Emanzipation der Geschlechter? Gibt es einzelne Lebensbereiche, in denen Emanzipation eurer Meinung nach nichts verloren hat?

Mir ist klar, dass der Begriff Emanzipation für jeden etwas anderes bedeutet, daher überlasse ich die Definition und Interpretationen dieser Begriffe jedem selbst. Das ist eine sehr subjektive Angelegenheit und ich bin mir nicht sicher, inwieweit man das ganze objektivieren kann!?

Mich würden sehr eure Meinungen interessieren. Hier ein paar fragende Anregungen:
  • Was ist Emanzipation / Gleichstellung / Toleranz für euch?
  • Haben wir genug Emanzipation?
  • Wie weit darf Emanzipation gehen?
  • Gibt es Grenzen der Emanzipation?
  • In welchen Lebensbereichen bloß keine Emanzipation?
  • Was ist eure Meinung zu dem Thema? (gerne ausführlicher)
Schreibt einfach frei heraus was ihr zu dieser ganzen Thematik denkt. Ich bin auch gerade am Überlegen und Formulieren meiner Gedanken :)

Vielen Dank im Voraus an Alle für die Teilnahme an der Diskussion.
 
  • #2
Ich finde die Emanzipation des Mannes darf noch sehr weit gehen.

Tatsächlich ist ein Mann zwar nach dem Gesetz aber nicht im wirklichen Leben frei in seiner Entscheidung, ob er als Familienvater einer Erwerbsarbeit nachgeht, Teilzeit arbeitet oder zu Hause bleibt. Auch nach einer Scheidung wird in der Tendenz eher davon ausgegangen, dass die Frau die Kinder weiterversorgt, der Mann den Unterhalt überweist. Hier besteht ein großer Bedarf an Emanzipation für den Mann.

Wenn es um typisch weibliche Hobbys und Berufstätigkeiten geht, sind Jungs im Vergleich zu Mädchen noch benachteiligt. Mädchen können ohne große Probleme typische Jungs- Hobbys haben, sie werden ermutigt technische Berufe in Männer-Domänen zu ergreifen. Bei Jungs wird es skeptisch gesehen, wenn sie mit rosa-glitzer Mädchen-Spielzeug spielen und einen Frauenberuf erlernen wollen. Das tut mir ein wenig leid für die Jungs.

In der Mode kann sich eine Frau sehr maskulin kleiden mit Männer-Hose und Kurzhaar-Frisur. Das ist vollständig akzeptiert. Lass dagegen einen Mann mit Kleid und langem seidigen Haar durch die Straßen laufen. Das wäre für mich okay, fände ich aber nicht sexy. Die Mode der Männer ist viel eintöniger und grau. Hier könnte sich noch mehr tun.
 
  • #3
Für mich ist Emanzipation, wenn eine Frau für sich selber entscheiden kann, was sie will oder nicht will - sei es in der Partnerschaft oder in der Berufswahl und - ausführung.
Eine völlige Gleichstellung wird es nie geben, denn Mann und Frau sind einfach unterschiedlich und das ist auch gut so.
Wenn ein Mann nicht mehr Mann sein darf und eine Frau nicht mehr Frau, dann ist es genug der Emanzipation, aber die Grenzen sind sicher individuell und so muss jeder seine eigene Mitte finden.
Ich finde es schade, wenn das Wort negativ behaftet ist und so etwas Verkrampftes Missionarisches Rechthaberisches bekommt. Eine emanzipierte Frau ist eine selbstbestimmte Frau, sie ihr Leben so lebt, wie es ihr gefällt, aber keine Emanze, die jedem Wesen ihre Lebensvorstellung aufdrücken muss und sich vom Patriarchat unterdrückt fühlt.
Sie kann sich auch durchaus schick ausführen lassen, in den mantel helfen lassen, einladen lassen, beschenken lassen oder was auch immer, denn das hat nichts mit Emanzipation zu tun.
Ich finde Männer schlimm, die so ein 50:50-Ding fahren wollen und Dinge sagen wie:
Wenn ich im Haushalt helfen soll, dann kann sie auch ihr Essen selber zahlen? Sehr oft hier bei EP anzutreffen, im Real Life Gott sei Dank nicht!
 
  • #4
Hallo!

Ich als Mann finde die Emanzipation sehr wichtig, da zumindest bei uns die Zeiten mit Herr im Haus und Haushaltssklavin längst vorbei sein sollten. Auch die Diskriminierung bezüglich Entlohnungsunterschiede u. a. sollten rasch beendet werden.

Die Grenzen der Emanzipation liegen für mich an jenem Punkt wo es über die Gleichberechtigung hinausgeht und das Gefühl aufkommt, dass die Bewegung in Männerhass bzw. "jetzt kriegt ihr es zurück" umschlägt. - Ich denke hier an manche Forderungen des Frauenvolksbegehrens in Österreich in den 90iger Jahren, das aus diesen Gründen ja auch von vielen Frauen abgelehnt worden ist.

Eine weitere Grenze ist für mich, die massiven Anfeindungen von Clubs, Vereinen etc. die nur für Männer gedacht sind. Es gibt Fitness Studios, Geschäfte wo nur Frauen zutritt haben oder gibt es (gab es) in manchen Ämtern Frauentage (ÖH!), wo nur Frauen Hilfe bekommen haben und Männer rausgeworfen werden/wurden. warum darf das eine sein und das andere nicht?

LG
 
  • #5
  • Wie weit darf Emanzipation gehen?
  • Gibt es Grenzen der Emanzipation?
  • In welchen Lebensbereichen bloß keine Emanzipation?
Das sind die essenziellen Fragestellungen des Patriarchats/ patriarchaler Strukturen: Wie können wir den Irrsinn der Geschlechterberechtigung rückgängig machen? Da es gerade nicht so opportun ist, sich antifeministisch oder gar misogyn zu zeigen, schwadroniert man von "Grenzen der Emanzipation".
Die Zigarettenlobby fährt dieselbe Strategie. Sie können heute nicht mehr behaupten, dass Rauchen toll sei, da spricht der Zeitgeist einfach zu stark dagegen. Sie können aber (ebenfalls) schwadronieren von Autonomie und individuellen Entscheidungen des Konsumenten- das passt wieder zum Zeitgeist.
Was ich Dir damit sagen will: komm aus Deiner Maskulinisten-Ecke. Begreife die Chancen der Emanzipation auch für Dich! Wie lautet ein (leider nicht mehr häufig zu hörender) kluger Satz: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden!
 
  • #6
Das erinnert mich an die Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Da waren (oder sind) ja auch manche der Meinung "Reicht es nicht, dass die N*** keine Sklaven mehr sind? Jetzt wollen die auch noch das Wahlrecht! Was kommt als Nächstes? Sollen die auf die gleichen Schulen wie unsere weißen Kinder gehen dürfen oder qualifizierte Berufe ausüben dürfen?"

Mein lieber Femanzipiert, sehnst du dich etwa nach den guten alten Zeiten, als uneheliche Kinder noch diskriminiert wurden und Frauen nur die Berufswege "Ehefrau" oder "Kloster" offen standen?
Damals hättest du bestimmt leichter eine Frau gefunden, weil jede den Status "verheiratet" haben wollte. Aber dann wärst du (um aus deiner anderen Frage zu zitieren) trotzdem der "Zahlarsch" bzw. der Verheiratet-Status-Arsch.

Erzähl doch mal, welche feministischen Gesetze du wieder abschaffen würdest?
Das aktive und/ oder passive Wahlrecht?
Das Recht, auch nach der Hochzeit das eigene Vermögen zu verwalten?
Die Möglichkeit eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren und einen Beruf auszuüben?
Dass nach einer Scheidung nicht mehr automatisch der Vater das alleinige Sorgerecht hat?
Die Möglichkeit Empfängnisverhütungsmittel benutzen zu dürfen?
Oder wie wäre es mit Tarifverträgen mit höheren Löhnen für Männer, weil Männer ja ihre Familie ernähren müssen?
 
  • #7
Man kann den Begriff ja eigentlich nicht nach eigenem Gusto interpretieren, wenn man verstanden werden will. Ich meine, wenn man von Tisch redet, meint man ja auch nicht Stuhl, auch wenn man sich auf den Tisch setzen kann. Für Emanzipation gibt es auch eine Definition.

Aber da ich weiß, dass solche Begriffe schwammig interpretiert werden, sag ich mal dazu, dass es für mich eben Befreiung aus Abhängigkeiten bedeutet. Damit ist es weder ein Frauen- noch ein Männerding, sondern eine allgemeine Sache: Wie abhängig ist man, finanziell, emotional, gesellschaftlich.
Was ist Emanzipation / Gleichstellung / Toleranz für euch?
Unabhängigkeit und Eigenverantwortung (das letzte wird gern vergessen, scheint mir.)

Nein, aber ich glaube, das ist ein Fass ohne Boden. Zumindest gesellschaftlich könnte man sich aber weiter bemühen. Z.B. wenn es darum geht, Arbeit anzuerkennen. (Egal, welches Geschlecht sie erledigt)

  • Wie weit darf Emanzipation gehen?
  • Gibt es Grenzen der Emanzipation?
Die Frage stellt sich für mich nicht nach meiner Definition. Unabhängigkeit ist für mich das Ideal, weil man in Beziehungen dann frei wählen kann, weil man nicht mehr auf Sicherheit gucken muss oder will, sowohl emotional nicht als auch finanziell nicht.

Ich finde Männer mit Beschützerverhalten sehr anziehend, wenn daran nicht gekoppelt ist, dass sie die Frau als unbedarftes Kind sehen, dass auch sonst nicht so kann wie sie und sich unterordnen muss. Für mich muss unterschieden werden zwischen "Macht das, weil er es einfach besser kann oder mehr hat" (da stärker, geschickter usw., also allgemein geschlechtsunabhängig, sondern nur als Fähigkeit gesehen) oder weil es eine gesellschaftliche Konvention für das jeweilige Geschlecht ist (dh. eigentlich ein Vorurteil) und eine Erwartung der anderen Person ist.
 
  • #8
Die Emanzipation ist abgeschlossen, wenn wir das Wort nicht mehr brauchen. Wobei ich wenig mehr verabscheue als die männerhassenden schwarzen Schafe unter den Streitern.
 
  • #9
Gleichstellung ist für mich die Beseitigung aller sozialen Nachteile, die bestimmte Personengruppen haben. Es werden also niemandem aufgrund von Alter, Behinderung, ... Chancen nicht gegeben oder Lebensweisen nicht erlaubt, die anderen möglich sind.
Toleranz ist, anderen die Freiheit zu lassen so zu leben, wie sie möchten. Toleranz stößt da an Grenzen, wo mehr oder weniger objektiv (Gesellschaft) oder auch etwas subjektiv (Individuum) die Grenzen anderer wirklich überschritten werden.
Emanzipation ist für mich negativ besetzt. Emanzipation kämpft darum, soziale Nachteile zu beseitigen und ein anderes (Frauenbild) zu schaffen. Aus meiner Perspektive ohne die Toleranz, auch andere Wege zu eröffnen.

Emanzipation überschreitet damit nach meiner Definition ständig Grenzen und geht zu weit. Emanzipation ist in weiten Teilen intolerant, weil sie eine "richtige" Sichtweise vorgibt und gesellschaftlich durchsetzt.

Damit wird dann z. B. gesellschaftlich vorgegeben und durchgesetzt (durch entsprechende Gesetzgebung und Rahmenbedingungen), dass Frauen arbeiten gehen sollten.
Die Möglichkeit, eine "traditionelle" Ehe zu leben, wird nicht gegeben, die, dass die Frau arbeitet und der Mann zu Hause bleibt, auch nicht wirklich gefördert. Emanzipation will keine echte Gleichstellung.
 
  • #10
Wenn ich im Haushalt helfen soll, dann kann sie auch ihr Essen selber zahlen? Sehr oft hier bei EP anzutreffen, im Real Life Gott sei Dank nicht!
Wie viele Männer hast Du denn via EP getroffen und kennengelernt, da Du dies so genau weiß?
20 oder 30 oder noch mehr.

Zu dem Thema Emanzipation fällt mir nur Frau Silvana Koch-Mehrin ein:

Die Emanzipation ist nur solange gut wie ich selber einen Nutzen daraus ziehe.


Solange man dieses Gedankengut der Politikerin in den Köpfen hat, solange wird es auch keine vollendete Emanzipation geben. Eventuell erst im Jahre 2100 bei der Geschwindigkeit der Veränderungen in unserer Gesellschaft.
 
  • #11
Hier mal ein Gedanke: Kann es überhaupt eine Grenze der Emanzipation geben? Entweder es besteht (soziale) Emanzipation oder nicht, richtig? Biologisch können die Geschlechter natürlich nie gleich sein, aber gesellschaftlich durchaus. Das ist dann der Fall, wenn man nicht mehr in erster Linie Menschen automatisch nach ihrem Geschlecht beurteilt, was die Mehrheit leider (unbewusst) macht. Solange das noch der Fall ist, haben wir keine echte Emanzipation. Diese bezieht sich übrigens auf beide Geschlechter - der Vorteil des einen Geschlechts ist meist spiegelbildlich ja gerade die Diskriminierung des anderen. Politisch geht es meistens nur leider in Richtung einseitiger Frauenförderung, was gedanklich und wie gerade aufgezeigt tatsächlich auch total fehl geht. So würde man zB der Berufstätigkeit der Frau mehr helfen können, wenn man gleichzeitig Väter fördert (und umgekehrt).
 
  • #12
...Patriarchats/ patriarchaler Strukturen...Geschlechterberechtigung.. .antifeministisch...misogyn ... schwadroniert man... Maskulinisten-Ecke...Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden!
Viele Schlagworte, wenig Inhalt. Der FS hat ein paar Beispielfragen zu seiner pauschalen Frage genannt. Schreib doch einfach mal, wie Deine Sicht zu dem Thema aussieht. Wie sieht denn aus, die menschliche Gesellschaft?
Ich finde es schade, wenn mit Plattitüden um sich geworfen wird, so trägt das Forum wenig bei...
 
  • #13
Ich finde Männer schlimm, die so ein 50:50-Ding fahren wollen und Dinge sagen wie:
Wenn ich im Haushalt helfen soll, dann kann sie auch ihr Essen selber zahlen? Sehr oft hier bei EP anzutreffen, im Real Life Gott sei Dank nicht!
Genau das ist das Paradebeispiel für fehlende Emanzipation. Das Haussklaventum ist automatisch weiblich konnotiert, das Zahleseltum männlich. Ich hab zum Glück in meiner Beziehung nicht solche Probleme, weil einfach jeder das leistet, was er kann. Ich hasse Fenster putzen, also macht er das. Fenster putzen ist nicht qua XX-Chromosomen meine Domäne, da gab es nie Erwartungen. Dafür übernehme ich das Kochen. Finanziell halten wir uns die Waage bei gleichem Abschluss und gleichem beruflichen Ehrgeiz. Wenn (in anderen Beziehungen) eine Frau gerne alleine den Haushalt macht und der Mann die Frau gern materiell versorgt, ist das für mich ok. Nur zur Erwartung an ein Geschlecht, insbesondere aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive, darf es für mich nicht kommen. Von daher kann es auch kein hier sicherlich noch öfter fallendes "eine Frau soll eine Frau bleiben und ein Mann soll ein Mann bleiben dürfen" geben, sondern nur individuelle Erwartungen an den Partner.
 
  • #14
Wie können wir den Irrsinn der Geschlechterberechtigung rückgängig machen?
Was ich Dir damit sagen will: komm aus Deiner Maskulinisten-Ecke. Begreife die Chancen der Emanzipation auch für Dich! Wie lautet ein (leider nicht mehr häufig zu hörender) kluger Satz: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden!
Ach Gottchen. Ich kenne ehrlich gesagt kaum einen Mann, der den von dir genannten "Irrsinn" wieder rückgängig machen will. Auch das mit den angeblichen Maskulinisten ist so eine Sache. Ich denke, dass es sich nur bei einer verschwindend geringen Minderheit männlicher Feminismuskritiker um Maskulinisten handelt, sondern eher um Maskulisten. Das ist ein himmelweiter Unterschied!
Und den von dir zitierten angeblich so klugen Satz, der übrigens im Parteiprogramm der SPD steht, finde ich saublöd. Einerseits wertet er nämlich Männlichkeit ab, anstatt sie positiv zu besetzen, andererseits postuliert er, wir würden in einer männlichen (=patriarchalen) Gesellschaft leben. Nun, wenn Männer die Welt beherrschen sollten, was ich bezweifle, tun sie das nicht in ihrem eigenen Interesse, denn sie profitieren davon erstaunlich wenig. Könnte aber auch sein, dass die Kategorie "Geschlecht" hier einfach keine brauchbaren Erklärungen liefert.

Was die Frage nach den Grenzen der Emanzipation angeht halte ich es übrigens mit @Brittain, die sich, wenn ich mich richtig erinnere, selbst als Feministin bezeichnet. Ich denke was Frauen in unserem Land am dringendsten bräuchten, wäre Emanzipation und Gleichstellung des Mannes. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten in wirklich allen Bereichen. Wir sind noch sehr weit davon entfernt. Das erfordert von Frauen natürlich eine gewisse Größe, würde sie aber so sehr voranbringen. Leider wollen das zu viele Feministinnen einfach nicht verstehen und kämpfen dagegen an, anstatt es zu unterstützen, wie es ihre eigenen Ideale eigentlich von ihnen verlangen würden.
 
  • #15
Und den von dir zitierten angeblich so klugen Satz, der übrigens im Parteiprogramm der SPD steht, finde ich saublöd. Einerseits wertet er nämlich Männlichkeit ab, anstatt sie positiv zu besetzen, andererseits postuliert er, wir würden in einer männlichen (=patriarchalen) Gesellschaft leben. Nun, wenn Männer die Welt beherrschen sollten, was ich bezweifle, tun sie das nicht in ihrem eigenen Interesse, denn sie profitieren davon erstaunlich wenig.
Ja, ich bin Mitglied dieser Partei und weiß dies (habe dafür gestritten, dass er drin bleibt im Grundsatzprogramm beim Bundesparteitag!) und muss darüber sicherlich nicht mit "übrigens" belehrt werden. Wenn ich einen Satz als "klug" kennzeichne, dann nur, wenn ich darüber eingehend nachgedacht habe (und ihn nicht nur wie Zitierende meines posts bei google gesucht habe!)
Auch dies ist typisch männliche Hegemonie. Und wenn Du begreifst, dass Männer selbstverständlich nicht allesamt vom Patriarchat "profitieren", dann verstehst Du doch den Satz.
 
  • #16
Content liefern weder der Fs noch Du. Ich habe, eigentlich ziemlich deutlich, darauf hin gewiesen, dass die Fragestellung aus meiner Sicht Mumpitz ist: sie verschleiert lediglich (und dies sehr dürftig) das Bedürfnis des Fragestellers sich (mal wieder) antifeministisch/misogyn zu positionieren. Warum rückt er denn nicht raus damit, wo ihn der Schuh drückt? Hab ich auch beantwortet: der Zeitgeist lässt es nicht zu, deswegen schwurbelt er. @Nigiri stellt dazu gute Fragen. Ich kann bei Bedarf gern welche nachliefern.
 
  • #17
Für mich bedeutet Emanzipation eigentlich nur dass eine Frau die gleichen Rechte hat, wie ein Mann. Dass sie sich zum Beispiel jeder Zeit eine Wohnung mieten kann und keine Erlaubnis dafür braucht, dass ihr Wort vor Gericht genauso viel zählt wie das eines Mannes, dass sie natürlich bei gleicher Ausbildung und gleicher Position dasselbe verdient, wie ein Mann.

Die Grenze der Emanzipation ist für mich im Persönlichen. Eine Frau muss sich nicht wie ein Mann verhalten, und umgekehrt natürlich auch nicht. Hier im Forum wird das aber meiner Meinung nach oft zusammengewürfelt, nach dem Motto: "Die Frau will ja so emanzipiert sein, verlangt aber, dass der Mann ihr den Kaffee zahlt." Ich finde das hat für mich überhaupt nichts mit Emanzipation zu tun, sondern da geht es einfach um die nette Geste. Der Mann tut es gerne, oder auch eben nicht.

Wenn unzufriedene Frauen bei jeder Gelegenheit die Emanzipations-Karte ziehen, muss ich auch die Augen verdrehen. Aber auch, wenn Ausländer bei jedem Kleinkram die "Race-Card" benutzen. Da geht es im Kern um Unzufriedenheit.

Aber ich persönlich spüre für mich in diesem Land keine Benachteiligung, ich finde sogar, dass die Frauen hierzulande viel Macht haben. Oft werden die Männer sogar etwas untergebuttert.

w(28)
 
  • #18
Geht es um die Emanzipation der Frau oder um die Gleichstellung der Geschlechter?
Letzteres gibt es erst dann, wenn beide Geschlechter sich gleichermaßen umeinander bemühen. So lange es so ist, dass das Anbandeln Männersache ist und Männer die aktiven sind und Körbe hinnehmen müssen, so lange es bei diesem wichtigen Mann-Frau-Thema so ist, dass Männer sich anstrengen und Frauen abwarten, so lange gibt es keine Gleichstellung.
Es gibt einen enormen medialen Hype über übergriffige Männer und gleichzeitig jede Menge Männer die völlig verunsichert sind. Im Ergebnis ist es so, dass im Nachtleben Frauen alles dürfen und online sowieso. Als Frau wirst du niemals Probleme bekommen, wenn du einen Mann in den Po kneifst, umgekehrt evtl. schon.

Nehmen wir die mediale Ebene wie z.B. dieses "10 hours walking in NYC as a woman". Wo ist da die Frauenverachtung? Oder diese Aufschrei-Debatte wegen einem unerwünschten Kompliment von einem Politiker.

Die Feministinnen der dritten Generation haben einfach Bock auf Verarschung und Provokation. Z.B. mit entblößter Brust zu protestieren, dass frau im Kölner Dom nicht mit entblößter Brust herumlaufen darf.

Vergleichbares soll Mann sich ´mal erlauben...
 
  • #19
Moin,

Dinge wie Haussklavinnentum habe ich weit hinter mir gelassen, es lohnt nicht, darüber zu diskutieren.

Emanzipation würde für mich heute bedeuten, Werten, die einstmals als "typisch weiblich" galten - Emotionalität, Pazifismus, Kooperation statt Konkurrenz, Verständnis statt Druck usw. - einen festen Platz in der Gesellschaft einzuräumen.

Ein konkretes (Negativ-)Beispiel wäre mein Chef: als "Pseudoemanzipierter" würde er es peinlich finden, wenn eine weibliche Mitarbeiterin wegen seiner Schofligkeiten in Tränen ausbräche und fasst daher die Damen mit Samthandschuhen an, bis zu einem Punkt, an dem sie komplette Narrenfreiheit genießen.
Gleichzeitig meint er, seine A....haftigkeit bei den Herren der Schöpfung so richtig nach Gusto und narzisstischer Störung ausleben zu können.

manchmal
 
  • #20
Ich sehe übrigens auch, dass Männer sich noch emanzipieren müssen.
Wenn man dieses Wort überhaupt benutzen sollte.
Denn ich komme in diese Form der Kampfansage nur, wenn jemand unterschiedliche Werte zugrunde legt.

In meiner Generation hieß es für mich und den meisten um mich herum, dass ich mehr leisten musste. Gerade die Mütter förderten da ihre Töchter, damit diese nicht in die Abhängigkeit geraten.
Dass wir Töchter dann andere Frauen werden und andere Partnerinnen, haben viele aber bei der Erziehung der Söhne vergessen.
Blöder Vergleich: Ich lernte mit 9 Jahren kochen und Fahrrad flicken, mein Cousin nur flicken. Ich musste bügeln und die erste Beule in Mutterns Auto spachteln.
Er lernte Reifen wechseln. Ich wurde zum Abitur, Ausbildung und Studium gepuscht und der Jung sollte früh arbeiten gehen.
Er kommt heute mit den Frauen nicht zurecht, weil seine Erziehung nicht " modernisiert " wurde.
Und richtig schade ist....er liebt Kinder und wäre gerne Erzieher geworden.
Aber die ältere Generation hat ihn nicht gelassen.

Heute ist es für Jungs umgekehrt schwer, man muss nur mal in die Grundschule gucken. Da sind die Mädels Kings.
Ist aber auch kein Mann weit und breit da, alles Frauen.
Und dann Zuhause auch noch, wenn die Eltern getrennt sind.

Ansonsten stehen gerade Männer, doch vielen Dingen im Weg.
Schwule Fussballer Horror
Hausmänner haben bei ihren Artgenossen fast keine Lobby
Und der Langhaarige im Schottenrock ist den anderen Männern peinlich.

Ich habe aber im meinem Umkreis noch keine Frau erlebt, die diese Punkte ablehnt.

Müssen sich Männer dann nicht von Männer emanzipieren?
 
  • #21
Auf Wikipedia wird "Emanzipation" definiert als:
1) Befreiung aus einer vorherigen Abhängigkeit
2) Gesellschaftliche Gleichstellung und Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Beidem muss man meiner Meinung nach keine Grenzen setzen, es geht ja schon per Definition nicht darum, dass Frauen auf einmal in irgend einer Form alles dominieren, oder dass Frauen und Männer sich völlig gleich verhalten müssen.
An dieser Stelle möchte ich gesellschaftskritisch anmerken, dass ich überzeugt bin, die Emanzipation der Frau hätte nie stattgefunden, wenn die Wirtschaftsheinis nicht gemerkt hätten, wieviel mehr Arbeitskräfte das ergibt. Unsere Konsumgesellschaft brauchte es, dass Frauen für die Industrie und Dienstleistungen arbeiteten und Geld ausgeben konnten, denn wenn sie nur für die Familie da waren, erzielte das keinen ökonomischen Gewinn. Darum ging es im Wesentlichen und letztlich sind weder Frau noch Mann noch jedes andere denkbare Geschlecht emanzipiert, weil wir abhängig von einem wirtschaftlichen System sind, das nicht nachhaltig, volatil und auch wenig mitfühlend seinen Mitgliedern gegenüber ist. Wir sind fremdbestimmt, zutiefst und die nächste Emanzipation sollte sich darum drehen.
 
  • #22
Ich (m) habe leider schlechte Erfahrungen gemacht.
Die meisten Frauen wollen keine emanzipierten Männer. Das scheint für sie "unmännlich" zu sein. Na, dann halt eben nicht !

Ich kann mich nicht ändern, und z.B. auf "Pascha" umschalten. Also habe ich die Partnersuche und -beziehung aufgegeben.

Jetzt darf ich als emanzipierter Mann alles machen, auch selber kochen. Keine redet mir drein, Keine verbietet mir etwas, Keine hält mich für "unmännlich. Denn wo keine Frau = keine solchen Probleme mehr.

Naja, dafür habe ich ja kochen, Hauswirtschaft etc. bereits in der Schule gelernt. Damit ich unabhängig von einer Frau bin.
Nun, das klappt ja jetzt. Und bin wieder Single.

Sollen die Frauen doch weiter unter ihrer Doppel- und Dreifachbelastung berechtigt stöhnen. (Haushalt, Kinder, ggf. Job) Wer dabei trotzdem keine Hilfe möchte - bitte sehr.

Erlebe ich auch beim einkaufen. Die fremde Frau ist voll bepackt mit Ware auf beiden Armen. Aber Hilfe von einem Mann ? Wird meistens von ihnen abgelehnt. Lieber will sie so weiter schleppen und weiter einkaufen, bis zur Kasse - bitte sehr. Soll das die "Emanzipation" der Frau sein ?

Das Perverse ist dann, wenn die Frauen Kochsendungen im Fernsehen anschauen. Und wie dort auch Männer kochen.
Aber zuhause ist Küche und Waschmaschine für den Mann tabu. Weil er dafür als zu blöde gehalten wird. Höchstens noch der Abwasch, oder die Wäsche aufhängen wird ihm gestattet. (Alles schon in versch. Beziehungen erlebt.)

Beim einkaufen sei der Mann auch zu dumm dafür.
Er soll den Einkaufswagen schieben - die Frau kauft ein.
Und will der Mann dabei (für sich) einkaufen, dann wird die Frau ggf. "unpässlich" und "muß" sofort den Markt verlassen. Natürlich zusammen mit dem Mann. Seitdem kaufe ich lieber alleine ein. Und wenn ich dafür nochmal zum selben Supermarkt fahren muß. Und die Frau darf auch alleine einkaufen = schone ich meine Nerven.

Der Frau die Türe aufhalten - das wird von ihnen noch angenommen. Aber wenn die Frau ihren Kaffee o.a. selber zahlen will - bloss nicht widersprechen ! Und ihr ja nicht in den Mantel helfen. Sonst glaubt sie, man würde sie zu ungeschickt halten, es selber zu tun ?
 
  • #23
Wenn die Frage ernst gemeint wäre, dann könnte man diese zum Anlass nehmen, ausgiebig zu diskutieren.
Vielleicht manche (Denk-) Impulse zu bekommen und zu geben.

Aber wie @Nigiri und @Terzia schon feststellten., es geht um Provokation und ein weiter nicht sehr gut versteckter Versuch, ein äußerst abwertendes Frauenbild zu propagieren.

Wenn man sich jetzt über dieses Frauenbild - die bösen, berechnenden, eiskalten Frauen - weiter auslässt und dieses als allgemein gültig postuliert, dann entwerfen wir doch mal ein ebenso pauschales Männerbild.
Den coolen, souveränen Macker, der Sex hat, wo und wann er will, Kinder zeugt, sich dann nicht kümmert und nicht zahlt, weil er ja schließlich kein Zahla***, ggf. sich die willfährige Frau aus dem Ausland holt, je nach Finanzkraft. Der FS nimmt da als Vorbild ja seinen Lieutenant Dino.

Übrigens genau zu diesem Typus Mann passt das Klischeebild Kampf- Emanze, wer als Frau öfters diesem Typus begegnet, kann sich durchaus in diese Richtung bewegen.

Glücklicherweise sind das alles nur Extreme an Rand.
Es gibt soviele unterschiedliche Männer und Frauen mit unterschiedlichsten Stärken und Fehlern, Neigungen, Persönlichkeiten.
Das macht das Leben und die vielen Begegnungen mit Menschen für mich reich und spannend.
Es gibt Menschen (m/w), die sich in meinen Augen als A*** deklassieren, die kann ich ja meiden.

Emanzipation im Sinn der Definition - der Befreiung von Abhängigkeiten, von Unterdrückung, Übernahme von Selbstverantwortlichkeiten, innerer Freiheit, das ist kein Frauenthema, sondern ein Thema für alle Menschen.Das kann individuelle Emanzipation sein, genauso wie die Emanzipation einer Gruppe (auch bei weitem nicht auf Frau konzentriert).
Ein ganz wichtiges Thema, für die ganz persönliche Entwicklung und die Entwicklung einer Gesellschaft. Chance und Aufgabe.
 
  • #24
Emanzipation verbinde ich vor allem mit den Bereichen Job und gesellschaftliches Leben. Das Ziel der Emanzipation ist für mich dann erreicht, wenn sich die Einschränkungen und Möglichkeiten in diesen Bereichen nur noch aufgrund des einzelnen Individuums ergeben und nicht aufgrund des Geschlechts. Ich also z.B. ein Job nicht bekomme, weil ich nicht qualifiziert genug bin und nicht deshalb, weil ich "nur" ne Frau bin.
Die gute Idee der Emanzipation ist für mich dann verfehlt, wenn es im Rahmen der Gleichstellung zu einer Diskriminierung des anderen Geschlechts kommt, so wie z.B. durch eine Frauenquote bei Stellenbesetzungen.
Wichtig finde ich, dass Emanzipation Möglichkeiten schafft, aber keine Verpflichtungen.

Ich bin ein großer Fan des Individualismus, insofern sehe ich im privaten/ persönlichen Bereich keinen Bedarf, aber auch keine Grenzen der Emanzipation. Hier bin ich dafür, dass jede(r) tun und lassen darf, was immer sie/er will. Egal, ob frau lieber Hausfrau ist und ihren Mann um Taschengeld bittet oder CEO mit Haushaltssklave und Lover nebenbei. Jede/r wie sie/er mag.
Ach ja, ich habe mich noch nie aufgrund meines Geschlechts benachteiligt gefühlt.
 
  • #25
Du meinst, wir haben genug Emanzipation? Wo denn? In diesem frauenfeindlichen Land wie Deutschland? Wo Frauen sogar von anderen Frauen regelrecht nieder gemacht werdern? Frauen unterbezahlt und unterdrückt sind? Denk mal stark nach!

Es bringt nichts, darüber zu diskutieren, weil der "Mainstream" immer falsch denkt und dir was falsches vermittelt und einredet.
 
  • #26
Emanzipation für mich? Ganz Einfach. Frauen und Männer sollen alles das machen aus und ihrem Leben, wonach sie Körperlich, Geistig und Seelig in der Lage sind. Über Rechte muss nicht gesprochen werden, denn die sind im Grundgesetz Artike 1 geregelt. Ende Emanzipation. Nächstes Thema.
m45
 
  • #27
Wir haben zuviel Emanzipation.

Schon zum reinen Selbsterhalt einer Gesellschaft braucht es Kinder und es braucht Familien, welche diese in die Welt setzen. Das scheint aber nicht zu funktionieren, wenn Männer und Frauen in gleichem Umfang die Rolle des Versorgers (mit vorheriger jahrelanger Ausbildung und Berufseinstieg) einnehmen.

Ich sehe das oft bei Akademikerinnen. Studium bis 27, dann Berufseinstieg, und dann so ab 31 ein kurzes Zeitfenster für Nachwuchs, der dann in die Kita soll, damit die Karriere nicht zu lange unterbrochen wird.

Daher: Weniger Emanzipation wäre besser.
 
  • #28
Guten Morgen,

Emanzipation kann nur stattfinden, wenn beide Seiten, Mann und Frau, ohne Machtkämpfe und in friedlicher Absicht, aufeinander zugehen. Dann bedarf es auch nicht mehr der Frage eines zu viel, oder zu wenig und der Begriff *Emanzipation* würde aus dem Wortschatz verschwinden.
Wenn jeder das in seinem kleinen Universum hinbekommen würde, dann hätten wir die Ungleichgewichte und Ungerechtigkeiten auf dieser Welt nicht.
Emanzipierte Frauen haben nicht nur den Kampf gegen Männer aufgenommen, sondern auch gegen ihr eigenes Geschlecht. Frauen, die sich als Frau begriffen haben und als Mutter ihre Kinder mit Liebe, Sorgfalt großgezogen haben, wurden als Glucke, Hausmütterchen und unemanzipiert dargestellt. Die fortschrittlich emanzipierten Frauen haben nicht selten ihre Kinder im Stich gelassen, um sich selbst zu verwirklichen und waren nicht müde der Welt mitzuteilen, wie sehr auch die Kinder davon profitieren würden. Wie sehr, das sehen wir ja heute........Die Emanzipation hat uns nicht nur Gutes eingebracht, das wird schnell übersehen. Ich sehe aktuell keine Weiterentwicklung. Der Kampf geht weiter, er hat sich nur anders verlagert.
Wirklich emanzipierte Menschen erkennt man am Handeln und Tun, sie bedürfen nicht der Zurschaustellung und Bühnenauftritte.
 
  • #29
Wie können wir den Irrsinn der Geschlechterberechtigung rückgängig machen?
Zurück zu was? Zur Amöbe?

Praktisch alle Spezies, die sich zweigeschlechtlich entwickelt haben, haben parallel zur physiologischen Entwicklung auch abweichende Verhaltensweisen entwicklet. Gründe doch mal einen gleichberechtigungs Gesprächskreis für Elefanten, oder für Löwen!

Deine Einlassung, dass es in der Entwicklungsgeschichte des Menschen einen Punkt gegeben habe, an dem die zweigeschlechtliche Physiologie abgeschlossen war, aber die Verhaltensweise noch gleich, zu dem wir zurück könnten, ist wissenschaftlich absurd!

V.m46
 
  • #30
Ich (m) habe leider schlechte Erfahrungen gemacht.
Die meisten Frauen wollen keine emanzipierten Männer.
Lieber Bernd,

ich weiß wirklich nicht, in welcher Welt Du lebst.

In meinem Freundeskreis ist es völlig normal, dass die (Ehe-) Partner sich die Arbeit teilen. Die Schwerpunkte sind unterschiedlich, das Bügeln bleibt meist an den Frauen hängen (bei uns nicht, juhu) - aber Putzen, Waschen, Kochen - für die meisten Männer Alltagsarbeit. Nicht jeden Tag, aber schon sehr häufig.

Natürlich gibt es auch ziemlich asymmetrische Beziehungen, von denen manche erstaunlich langlebig sind - das ist für mich aber kein Maßstab und interessiert mich wenig.

Weshalb die Damen Deines Umfeldes so wenig Interesse an einem partnerschaftlich denkenden und handelnden (aus meinem Blickwinkel wohlverstanden emanzipierten) Mann haben, ist mir ein Rätsel. Ich fürchte, der Hase liegt in einem anderen Pfeffer bzw es gibt einen anderen Grund für das weibliche Desinteresse - einen Grund, den Du selbst einfach nicht sehen kannst. Leider.
 
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