• #1

Wie viel darf eine Hochzeit kosten?

Hallo,
ich hatte diese Frage mit meiner Ex-Freundin damals ausgiebig diskutiert und wir sind da auf keinen grünen Nenner gekommen (nicht der Grund für die Trennung), vielleicht auch ganz gut dass es am ende nichts geworden ist ;P.

Also es geht um das Thema der Kosten einer Hochzeit. Ich persönlich habe mir meine Trauung immer so vorgestellt, dass ich mit meiner Braut, meinem besten Kumpel und ihrer besten Freundin irgendwo hinreise und wir es in deisem Rahmen, in ganz kleinem Kreis machen.

Sie hatte seit sie klein ist die Vorstellung dass man eine riesige Hochzeit auf einem Schloss braucht. Ich habe in einem anderen Forum jetzt eine Übersicht entdeckt:
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Und in dem anderen Forum wird angegeben dass 25.000 Euro nicht reichen! Also ich kann das gar nicht nachvollziehen für einen einzigen Tag. Ich bin echt kein Knauser. Wenn es ihr Lebenstraum ist, dann würde ich das auch sogar machen, aber wie seht ihr das?

Ein cooler, moderner gemeinsamer Urlaub mit einer Zeremonie im engsten Kreis ist doch viel romantischer als das ganze andere "seht her ich heirate gerade"-Gedöns.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Also meine Hochzeit wird die Gebühr beim Standesamt kosten, angemessene Kleidung sowie Blumen, ein Fotograf aus der Bekanntschaft und das wars. Sie wird mitten in der Woche stattfinden.
Später, am Wochenende, werden ein paar wenige Freunde, Verwandte und Bekannte eingeladen und es wird eine Riesensause mit guter Musik gemacht. Niemand muss sich verkleiden, die Gäste dürfen auch gerne im Wollpulli kommen, so wie sie sich wohlfühlen.

Ich stelle mir das extrem entspannt vor, und zwar nicht, weil ich geizig bin, sondern weil ich von diesem völlig überdimensionierten Fest absolut nichts halte. Ich möchte keine Prinzessin sein, und will auch keinen Prinzen. Ich will schlicht und ergreifend eine Familie gründen, mit Herz und Verstand, und solange alle meine lieben mit dabei sind und nette Musik gespielt wird, bin ich glücklich.

Habe schon auf 10000€+ Hochzeiten getanzt, aber das Brautpaar hatte die ganze Zeit Stress und ich fand vieles davon auch albern. Am Ende ist es wohl eine Geschmackssache.
 
  • #3
Rechnen wir mal zusammen :
50 Gäste (Verwandtschaft und Freunde) x 50 Euro Essen und Getränke im Mittelklasserestaurant = 2.500
Brautkleid ca 1.500 (selbst ein schlichtes Kleid kostet knapp 1.000)
und noch Ringe, Anzug für den Bräutigam, Gebühren auf dem Standesamt, Fotograf, Friseur, Deko, Sektempfang vor dem Rathaus...

25.000 Euro erscheinen mir etwas zu viel. Habt ihr schon eine Gästeliste? Wieviel kostet denn die Miete im Schloß? Wollt ihr die Blumenstreumädchen in aufwendige (=brautkleidteure) Kleider stecken? Soll die Tanzmusik von DJ, Alleinunterhalter oder Band stammen?
 
  • #4
Kenne mich nicht mit den Kosten für eine Heirat aus, weiß daher nicht was realistisch ist, ich würde aber auch lieber im kleinen Kreis feiern.

Ich war vor Kurzem auf einer Hochzeit mit 250 Personen eingeladen und die Brautleute haben mir einfach nur Leid getan. Sie sind von einem zum Anderen gehetzt, mussten ständig ihr Lächeln anknipsen und sahen völlig erschossen aus.

Nur mit dem jeweils besten Freund der Partnerin/des Partners wäre bei mir aber familiär nicht drin und fände ich persönlich auch sehr spartanisch.
Sowohl mein Freund als auch ich hätten Eltern und die Geschwister gerne dabei, ein, zwei beste Freunde, Großeltern und Paten.

(Hm, vielleicht kommt das "über 25.000" auch durch die Miteinberechnung von Verlobungsring, Trauringen, Kleid, Anzug, Fotograf, Hochzeitsreise? Viele haben auch separate Outfits für Standesamt und Kirche, falls sie kirchlich o.Ä. heiraten. Obwohl das für das klassische Rundum-Programm vielleicht sogar schon wieder zu knapp ist, wenn die Flitterwochen z.B. in etwas entlegenere Orte gehen? Ich rätsele auch gerade.)
 
G

Ga_ui

  • #5
Wenn du etwas nicht nachvollziehen kannst, bist du vielleicht noch nicht reif für eine Beziehung mit einer Frau, weil du kein Taktgefühl hast. Wenn man einen Partner hat, muss man auch auf seine Bedürfnisse achten, auch wenn es für dich "nur ein Tag" ist, kann es für jemand anderen eine ganze Welt bedeuten, die du mit deiner Aussage zerstörst. Man muss eine große Hochzeit nicht gut finden, aber wenn man etwas nicht mag, ist man generell besser ruhig. Wieso, warum, weshalb jemand so viel Geld ausgeben liegt klar auf der Hand: wir sind alles Individualisten und deswegen sieht es auch jeder verschieden.

Ehrlich? Ich brauch als Frau keine teure Hochzeit oder Essen. Nach meiner Vorstellung ist es der Tag des Paares. Ich würde 1-2 gute Kumpels dulden, wenn überhaupt, keine Eltern und Freunde, weil die regen einem gerne rein und das würde mich stressen, dass es mir den Tag versaut, keine Verwandtschaft, keine Kirche, kein Kleid, aber irgendwo abseits in der Natur, das reicht mir. So hat jeder eben seine eigenen Vorstellungen.
 
  • #6
zunächst: cool und modern ist an sich schon ein Widerspruch zu romantisch....ich glaube da haben Männer und Frauen grundsätzlich schonmal unterschiedliche Definitionen und Wünsche.
Was eine Hochzeit kosten darf, hängt in erster Linie davon ab, wie gut das Brautpaar situiert ist.
Ich versteh auch jetzt nicht, wo das Problem ist, da ihr inzwischen getrennt seid und diese Frage laut Dir nicht der Grund dafür war ?
 
B

BigRed

  • #7
Au Backe, schon in deinem letzten Satz liegt dein Kardinalsfehler. DU hast also für dich beschlossen, was die einzig wahre Art ist, eine Hochzeit zu feiern (möglichst schön billig, praktisch und angenehm-für DICH) und sie soll das gefälligst einsehen. Du bist nicht reif, eine Beziehung zu führen, geschweige denn bereit zum Heiraten.
Heirat ganz ohne jede Familie, sogar ohne Eltern finde ich eher ungewöhnlich. Ansonsten-Hochzeit ist, was beide glücklich macht, möglichst nicht übertrieben teuer und nicht zu groß.
 
  • #8
Ich war auf Hochzeiten, die mehr als eine halbe Million gekostet haben und auf welchen, die wahrscheinlich auf keine zwanzigtausend kommen. Is doch vollkommen egal, wie teuer - Hauptsache es gefällt dem Paar, das es betrifft.
 
  • #9
Ich würde als Mann trocken antworten:"Ca. 30,- Euro Gebühr auf dem Standesamt"

Es geht den meisten Bräuten nicht darum, mit einer großen Show Andere zu beeindrucken. Sondern auf welche Art und Weise sie ihren Hochzeitstag verbringen möchten.

Dabei übersehen sie leicht, dass "zuviel des Guten" der Tag dann zum Stress ausarten kann. Und Beide in der Hochzeitsnacht froh sind, sich ausruhen und ausschlafen zu dürfen.

25.000 Euro für den Hochzeitstag - kostet längst nicht überall, und kann oder will sich nicht Jeder leisten. Sondern beide Brautleute sollten sich aussprechen und beraten (lassen) was sie an diesem Tag wirklich machen wollen.

Meine Vorschläge:
Gefragt sind originelle Ideen - nicht "teuer" - auch aus Sicht der Hochzeitsgäste.
Der Polterabend muß nicht zwingend am Vortag der Hochzeit sein.
Die Braut soll am Hochzeitstag nach der Trauung auf bequeme Schuhe umsteigen. Weniger anstrengend, und man ermüdet nicht so schnell.
Vorsicht mit dem Alkohol. z.B. den eigenen Sekt mit Apfelsaft verdünnen - fällt nicht auf. Es kommt viel zusammen, wenn man oft oder gar jedem Hochzeitsgast zuprostet.
Nicht soviel Geld in den Hochzeitstag stecken, sondern eher in die gemeinsame Flitterwochen-Reise oder ein gemeinsames Hobby, das Beiden zusagt. (zusammenlegen mit dem Jahresurlaub)
(m,53)
 
  • #10
Wieviele Leute willst du denn einladen? Wenn Du jedem ein Essen in einer schönen Kneipe ausgeben willst, dazu ein paar Drinks, eine Band vielleicht oder einen DJ, die Einladungeskarten etcpp, dann bist du schnell bei mindestens 100,- pro Person. Lad 250 Leute ein und schon bist du bei 25 Mille. Lad deinen Kumpel ein und seine Freundin, dann reichen 400. Iss selber nix, dann kriegst du es für 300... Aber dann hast du noch keine Trauzeugen, oder? Und keine Omas und Opas. Und sonst auch nichts. Und das für den teuersten Tag in deinem Leben? Das wäre doch billig, oder?
 
  • #11
Hi SensibleSeven,

muß jeder selbst wissen, wie er es haben will... :) oder? Du bist hier ja im Elite Forum, und ich denke, die Elite knausert nicht.

Die Hochzeit meiner besten Freundin hat keine 200 Euro gekostet (ihr Mann und sie sind alleine mit dem Moped zum Standesamt gefahren) und die Hochzeit meines Bruders hat beinahe 100 000 Euro gekostet...

Du hast die Wahl! :)
 
  • #12
Kommt drauf an, in welcher Einkommensklasse ihr spielt. Für manche sind die 25.000 ein Monats- bei anderen ein Jahreseinkommen...

Das andere Thema ist, dass du keine Gäste haben möchtest. Nicht mal deine Familie. Warum nicht?

Die meisten Hochzeiten, auf denen ich bisher war, waren mittelgroß, so Ca 30-50 Leute. Das kommt schnell zusammen, wenn man beide Familien und den engsten Freundeskreis zusammenrechnet. Und es war auch immer eine schöne Kirche/Location und ein schönes Restaurant. Irgendwie gehört das schon dazu.

Dass man dabei auf den Putz haut als gäbe es kein Morgen ist das andere Extrem... Vielleicht findet ihr euch ja in der Mitte zusammen?
 
A

ak18

  • #13
Ob die Hochzeit in der Mittagspause zwischendurch erledigt wird, oder man eine Burg in den Schweizer Alpen mietet... (beides habe ich im Umfeld schon erlebt) ist grad egal.
Die Hauptsache ist doch, dass sich beide einig über die Gestalltung dieses denkwürdigen Tages sind. Wenn das hier extrem auseinanderläuft, würde ich mir eher Gedanken machen, ob es überhaupt passt.

In der Gegend aus der ich stamme ist es klassicherweise so, dass der Brautvater die Getränke organisiert und zahlt, und der Bräutigamvater kümmert sich um das Essen... Oder einer zahlt den Polterabend und der andere die Hochzeit... das machen die vorher ab - ganz ohne das Brautpaar.
Selbst bei (Halb)waisen im Freundeskreis wurde ein Teil von der (Verwandt-)Patenschaft übernommen....

Das galt natürlich nur bei der ersten Hochzeit! ;-)

Wir sind damals um die Feier mit einer stabilen 3stelligen Gästezahl auch nicht rumgekommen...obwohl oder vielleicht grade, weil wir schon jahrelang zusammen gelebt hatten... und erinnere mich, dass es richtig Stress war!!!
Wir sind anschließend für ein paar Wochen in den Krüger geflüchtet... seit dem weiß ich, dass die sogenannten Flitterwochen der Erholung von der Hochzeit dienen. :)
 
A

Ares

  • #14
Ich persönlich habe mir meine Trauung immer so vorgestellt, ...Sie hatte seit sie klein ist die Vorstellung ...
Da liegt der Kern der Antwort. Die Hochzeit sollte natürlich beiden gefallen und darf das kosten, was beide dafür auszugeben bereit sind. Wenn das 200.000 Euro sind, ist es auch ok, da im Forum eine "Obergrenze" ermitteln zu lassen, halte ich für aussichtslos...
 
  • #15
Eine Hochzeit darf soviel kosten, wie das künftige Ehepaar es sich leisten kann, ganz einfach. Und ob man nun im kleinen Kreis feiert, oder ein pompöses Fest daraus macht ist wohl Geschmackssache. Es ist natürlich schwierig, wenn die Vorstellungen diesbezüglich weit auseinandergehen.

Mein Mann und ich waren uns schnell darüber einig, lieber "klein aber fein" zu feiern, als ein großes trara zu veranstalten. Unsere Hochzeit hat letztendlich "nur" 18.000,-€ gekostet und war dennoch traumhaft schön. Nach dem Standesamt gab es einen Sektempfang bei unserem Lieblingsitaliener, nach der Kirche haben wir in einem schlossähnlichen 5 Sterne Restaurant (mit Hotelbetrieb) gefeiert, das wir an diesem Tag nur für uns gebucht hatten. Bei "nur" 25 Gästen liess sich das ganze auch bezahlen. Ringe und Hochzeitsreise waren bei den 18.000,- übrigens auch mit drin. Wenn ich bedenke, dass manche diese Summe schon fast in ihr Brautkleid investieren... man kann es auch echt übertreiben, das wäre mir das einmalige tragen auch nicht wert gewesen! Und mein Kleid war dennoch wunderschön, ebenso wie der ganze Tag.
 
  • #16
Darf? Also jeder heiratet so, wie er es möchte. Ich kenne Paare, die heimlich und nur zu Zweit waren und solche, die es ganz groß gefeiert haben. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich glaube, der Vorteil, von der kleinen Feier ist wirklich, dass es nicht so anstrengend ist und persönlicher. Das kann man dann luxuriöser gestalten, als wenn man die halbe Welt einlädt. Es muss aber auch gar nicht luxuriös sein; Hauptsache schön. Man muss auch kein Hochzeitskleid haben (ich hatte keins / wir haben im kleinen Kreis "individuell" geheiratet und das war sehr schön). Wie teuer das war, weiss ich nicht mehr….bei uns zählte die Idee, nicht die Höhe der Summe.
Manchmal wollen Eltern und Schwiegereltern das Ganze oder einen Teil bezahlen. Ja, es gibt alles mögliche.

Wichtig ist doch, dass du das so machst, wie es dir gefällt, bzw das Paar sollte sich einigen / beide sollten zufrieden sein.
 
  • #17
Ein cooler, moderner gemeinsamer Urlaub mit einer Zeremonie im engsten Kreis ist doch viel romantischer als das ganze andere "seht her ich heirate gerade"-Gedöns.
Naja für dich vielleicht? Vielleicht möchte sie wie viele andere Frauen einfach den Tag mit ihrer Familie und ihren Freunden teilen und findet genau das romantisch?

Ich sehe das zwar im Grunde ähnlich wie du, aber mein Freund möchte mit seiner Familie feiern und daher würden wir quasi 2 Feiern machen. Einmal wie du es gesagt hast, einmal für die Familie. Und wie ich mich kenne würde diese zweite auch nicht ganz billig sein, da ich in diese Richtung sehr perfektionistisch veranlagt bin.
so what, wenn man nicht ein Jahr lang nur Brote schmieren muss um auf den benötigten Betrag zu kommen?

Der beste Freund meines Freundes hat übrigens letztes Jahr geheiratet. Mit 200 Personen für 20.000€ Gesamtbudget.. und im Endeffekt ist er durch sämtliche Geldgeschenke wieder auf 0 rausgekommen.

Wie die Feier auszusehen hat muss jedes Paar für sich selbst rausfinden. Dabei sollte keine Ansicht besser sein als die andere, so wie du es in deinem Posting dargestellt hast, sondern versucht werden sich auf etwas zu einigen mit dem beide glücklich sind.

Wäre schließlich schade wenn der Streit um die Hochzeitsfeier schon die Trennung einläutet ;)
 
  • #18
25.000 Euro ... Wenn es ihr Lebenstraum ist, dann würde ich das auch sogar machen, aber wie seht ihr das?
50.000 Euro. Du hast ja schließlich das Recht auf einen gleichwertigen Lebenstraum. Also zuerst Hochzeit mit allen Schikanen und anschließend 6 Wochen Hochzeitsreise im Wohnmobil durch Kanada und die USA. Das wird insgesamt zu teuer? Gut, dann kratzt Euer Budget zusammen und teilt es durch zwei. Ein Teil für die Hochzeit, der andere für die Reise.

So kann man nicht rechnen? Stimmt. Hochzeit ist in erster Linie das Fest der Braut. Brautvater, Brautmutter, Bräutigam, merkst Du was? Alles Wörter mit Braut. Du darfst teilhaben, aber der Mittelpunkt ist SIE.
 
  • #19
Du bist nicht reif, eine Beziehung zu führen, geschweige denn bereit zum Heiraten.
Hmm... Wie sieht es denn in dem umgekehrten Fall aus:

SIE (Frau) möchte möglichst schön billig, praktisch und angenehm,
ER (Mann) verlangt eine Mammutveranstaltung

hat dann logischerweise die Frau gefälligst "einzusehen" und ist unreif Beziehungen zu führen?

Ansonsten - da wir in einer Welt der gleichberechtigten Geschlechter leben - liegt doch der Gedanke nahe:
Wer "mehr" Musik will, soll sie auch bezahlen,
oder wie soll "Emanzipation" verstanden werden?
 
  • #20
Das ist abhängig von persönlicher gen Geschmack, was die Art der Trauung angeht und vom eigen Budget.
Ich wollte mit meinem Mann, völlig allein in der Karibik heiraten. Hätte mit Ringen und Kleidung etwa 10.000 DM gekostet.

Beide Eltern waren traurig bis entsetzt und wir wollten ihneb letztlich nicht weh tun. Also 50 Gäste, Feier, Zubehör, Flitterwochen in Irland. Insgesamt knapp 20.000 DM.
Pi mal Daumen fände ich 2 - 4 Monatsgehälter für angemessen.
 
  • #21
Wir haben relativ spontan geheiratet, die Hochzeit innerhalb 9 Wochen geplant und hatten keine zeit Angebote einzuholen.
Wir waren 46 Gäste + 30 Leute vom verein. Große Ausgaben waren:
2000€ Musik
2000€ Fotograf
700€ Musik in der Kirche
1800€ agape und essen für die Vereinskollegen
1000€ für Wein
500€ für die Blumen
900€ für die Papeterie
500€ für Gastgeschenke
500€ für Brautkleid+ Schuhe
100€ für Friseur, Make-up und Schuhe braut
100€ fürs Kind
300€ für den Mann
200€ gebühren, neue Dokumente etc
700€ für Torte und Co
5600€ für die Tafel
200€ für das Auto
1000€ für die Ringe

Dann kamen noch so Kleinkram zusammen wie Körbchen da, Kerze dort, Papierchen und Dekoration hier und da...

Ich bilde mir ein, dass wir auf ca 22000 € gekommen sind.

Geldgeschenke wollten wir explizit nicht, haben dafür aber ganz viele andere ganz tolle Sachen bekommen :) würde alles wieder gleich machen, außer beim Fotografen vorher besser recherchieren.
 
F

Fiona72

  • #22
@Gemüsesuppe:
Man gibt doppelt so viel für die Musik aus, wie für die Ringe. Von dem Ring habe ich auch noch Jahre später etwas und von der Musik dann eher weniger. Trotz Scheidung habe ich meinen Ring immer noch in irgendeiner Truhe.:)

Als ich vor über 15 J. geheiratet habe, wurde dies in absoluten kleinen Kreis abgehalten. Mein damaliger Ehemann und ich. Anschließend ging es vom Standesamt gleich zum Airport, wo wir 4 Wochen in Australien verbrachten. Monate später haben sich noch unsere Freunde darüber aufgeregt, dass man so etwas nicht machen kann. Warum nicht?

Sollte ich nochmals heiraten, dann würde ich es genauso machen und wenn dann Freunde und Verwandte eine große Hochzeitsfeier wollen, dann sollen Sie die Kosten dafür übernehmen und dann spiele ich auch mit.:)
 
  • #23
Unterstellen wir mal, dass der Mann sich seit seiner Jugend ein Traumauto wünscht, was die Frau nicht nachvollzieht, dann würde wohl kaum eine Frau bereit sein, sich zur Hälfte oder gar vollständig an der Fahrzeugfinanzierung zu beteiligen. Der Mann kann vielmehr froh sein, wenn die Frau keinen Terror veranstaltet, wenn er das Fahrzeug selber bezahlt.

Übertragen auf den Wunsch der Frau nach einer Traumhochzeit bedeutet das: Wenn nur die Frau sich seit der Jugend eine teure Hochzeit wünscht, kann sie diese dann bekommen, wenn sie diese selber bezahlt.

In Zeiten der Emanzipation ist es ohnehin altbacken, sexistisch und dreist, zu erwarten, dass der Partner einem seine Wünsche mitzufinanzieren habe. In den früheren Zeiten, in denen sich Partner noch gegenseitig dienten, mag das ja noch zu rechtfertigen sein. Aber in den heutigen Zeiten der Gleichberechtigung müssen sich Männer nur noch soweit um die Wünsche der Frauen bemühen, wie diese sich auch umgekehrt um die Wünsche der Männer bemühen.

Das bedeutet: Wenn Frauen nur noch das machen, was sie auch selber gut finden, müssen Männer auch nur noch das machen, was diese ebenfalls selber gut finden. Wenn die Frau sich finanziell an den Wünschen beteiligt, die nur der Mann sich wünscht (z.B. Traumwagen), dann beteiligt sich auch der Mann an den Wünschen, die nur die Frau sich wünscht (z.B. Traumhochzeit). Und, wenn die Frau meint, die Wünsche des Mannes z.B. als "völligen Schwachsinn" sprachlich abwerten zu dürfen, dann darf der Mann auch die Wünsche der Frau mit den gleichen Worten abwerten. Denn in Zeiten der Gleichberechtigung muss sich keiner mehr zum Affen machen und sich in einem anderen Umfang um den Partner bemühen, wie dieser es auch umgekehrt tut.

Und, wenn die Frau meint, vom Mann mehr Wertschätzungen beanspruchen zu dürfen, wie sie umgekehrt gibt, dann disqualifiziert sie sich ohnehin nachhaltig für eine partnerschaftliche Ehe auf Augenhöhe. Da ist dann jeder Euro in diese Frau rausgeschmissenes Geld. Wer solche Frauen trotzdem heiratet, der ist zwar zu bemitleiden, aber halt auch selber schuld. Denn Frauen mit so einem sexistischen Anspruchsdenken erklären es einem ja quasi unverblümt, dass sie den Partner schlachten werden und man schon lebensmüde sein muss, sich in die Abhängigkeit zu solchen Frauen zu begeben. Aber manche lernen es halt erst, wenn sie bluten.
 
  • #24
Lieber FS,
idealerweise sollte das Paar von solchen wichtigen Dingen eine gemeinsame Vorstellung haben - sonst wird es nichts mit der Ehe. Das Thema stellt sich nämlich bei jedem Weihnachtsfest, Geburtstagen usw. Wenn es in diesen Dingen eklatante Meinungsunterschiede gibt, ist das ein Dauerbrenner.
Und dann gibt man nie mehr Geld für etwas aus, als man sich leisten kann - das sind also ganz einfache Regeln.

Auf einen coolen modernen Urlaub als Hochzeitsevent (was immer das sein mag) mit dem besten Freund meines Ex und meiner besten Freundin hätte ich keine Lust gehabt und das wäre in der Besetzung auch nicht gut gegangen. Die Hochzeitsreise mache ich lieber nur mit dem Ehemann, sofern überhaupt.

Meine Hochzeit war nur standesamtlich und danach eine kleine aber feine Feier im engsten Familienkreis (40 Personen), also nicht viele Gäste, dafür etwas kostspieliger. Der Polterabend, der zur Hochzeit dazugehört war eine Party mit 180 Gästen. Das gibt es nunmal nicht zum Nulltarif. So viele Menschen kommen schnell zusammen, wenn zwei Menschen heiraten, die sozial aktiv sind.
Weder bei der Hochzeit noch beim Polterabend wurde ein großes aufgesetztes Brimborium gemacht, keine extrem teuren Ringe, Neueinkleidung war für die Feier nicht notwendig und entfiel.
Das war wohl eine Hochzeit im mittleren Preissegment und ein Kompromiss.

Grundsätzliche Übereinstimmung war: die Hochzeit wird gefeiert: ich wollte alle wichtigen Familienmitglieder beider Familien, denn ich kenne mich mit lebensgefährlichen Konfliktfeldern aus. Er hätte das schlanker gehalten. Dafür wollte er den großen Polterabend mit seinen Motorradfreunden und auch einigen Kollegen - ich hätte das lieber auf unter 100 Partygasten gehalten. Weil beide im Kern ein gemeinsames Wertesystem haben (Thema ist wichtig und hat eine gewisse Öffentlichkeit/Formerfordernis), hielt die Ehe auch über 20 Jahre und würde anständig geschieden.

Meine beste Freundin hat in Übereinstimmung mit ihrem Mann Kitsch-as-Kitsch-can veranstaltet. In der Vorbereitung sind wir nach NY geflogen und haben bei einem namhaften Designer das Hochzeitskleid gekauft, die Ringe sind von Tiffany, es gab einen Eisschwan auf dem Buffet, Flitterwochen auf die Malediven - keine Ahnung, was der Spass gekostet hat. Sie sind nach 35 Jahren immer noch glücklich verheiratet.

@ xyz74: Das von ihm ausgesuchte und von mir bezahlte Auto durfte er nach der Scheidung behalten. Es liegt an Dir, wenn Du so eine Frau nicht bekommst.
 
  • #25
Ein cooler, moderner gemeinsamer Urlaub mit einer Zeremonie im engsten Kreis ist doch viel romantischer als das ganze andere "seht her ich heirate gerade"-Gedöns.
Wenn einem "cool und modern" als Hochzeit vorschwebt, dann ist das halt so. Unter "romantisch" verstehe ich allerdings was ganz anderes als du :D.

Und kosten darf die Hochzeit so viel, wie man sich leisten kann und möchte - nach Absprache selbstverständlich.
 
  • #26
Tja.
Schweres Thema.
Im TV gibt es ja eine Serie auf Vox, wo man sieht, wofür das Geld bei einer Hochzeit rausgehauen wird und dass die kostenintensiven Feiern nicht immer die schönsten sind.
Soll jeder machen, wie er denkt.
In meinem Bekanntenkreis haben diejenigen, deren erste Hochzeit mit allem Brimborium gefeiert wurde, es bei den nachfolgenden Eheschließungen viel gemächlicher und gemütlicher angehen lassen.
Und ja, es ist leider so, dass all das, wo "Braut-", "Hochzeit-" oder "Trauer-" davor steht, erheblich mehr kostet.
Warum müssen es die völlig überteuerten "Braut"-Schuhe aus dem Hochzeitsmodeladen sein, wenn es das exakt gleiche Modell für viel viel weniger im grün-weißen Schuhmarkt zu kaufen gibt? Ich werde es nie verstehen....
Ein Hochzeits-Makeup ist seltsamerweise auch oft teurer als ein großes Abend-Makeup.
Aber ok, an der ganzen Hochzeitsmaschinerie hängen auch viele Arbeitsplätze dran, also kauft Leute, kauft....
 
  • #27
Und in dem anderen Forum wird angegeben dass 25.000 Euro nicht reichen! Also ich kann das gar nicht nachvollziehen für einen einzigen Tag. Ich bin echt kein Knauser. Wenn es ihr Lebenstraum ist, dann würde ich das auch sogar machen, aber wie seht ihr das?

Ein cooler, moderner gemeinsamer Urlaub mit einer Zeremonie im engsten Kreis ist doch viel romantischer als das ganze andere "seht her ich heirate gerade"-Gedöns.
Du hast da vollkommen recht, aber das steckt eben in den Köpfen vieler kleiner Mädchen drin, das Schloss-Kutsche-Prinzessinnen-Ding!
Wenn sie es traditionell will, dann sag ihr doch einfach, dass traditionellerweise aber auch die Eltern der Braut eine solche Hochzeit zahlen. Ich war auf Hochzeiten, die eher 50.000 und mehr gekostet haben und das zahlt in der Regel der Vater der Braut. Das ist auch heute noch so. Also wenn sie es so will, soll sie Papi fragen.

Wir haben damals auf Mauritius geheiratet - da wurde alles organisiert, Hochzeit gilt auch in D und es war unheimlich romantisch und es ging nur um uns beide und nicht um alle anderen. Hat 3000,- pro Person gekostet und wurde von einer Reiseagentur organisiert (Avantgarde Travel glaube ich).
Ich mag ja diese "Huthochzeiten" nicht und finde es kindisch, so heiraten zu wollen.
Wenn man gesellschaftliche Verpflichtungen hat oder adelig ist, muss man so heiraten, aber Lieschen Müller muss das nicht.
Bleib dabei, dass Du so nicht heiraten willst.
Erinnert mich ein bisschen an Mr. Big und Carrie: Sie inszenierte nur noch sich für die Hochzeit und war nur noch mit der "Party" an sich beschäftigt und er fiel ganz weit hinten raus... und kam dann nicht zu seiner eigenen Hochzeit. War ihm alles zu viel. Vielleicht
solltet ihr Euch die Folge mal anschauen.
An Geld lag es bei Mr Big ja nicht ;-)
Alles Gute trotzdem.
 
M

Mooseba

  • #28
Ich frage mich, woher die Leute das Geld für ihre Hochzeit nehmen. Ich habe als Ingenieur keine 10000 Euro zur Verfügung. Nehmen die einen Verbraucherkredit dafür auf? Das werde ich bestimmt nicht tun. Ein gemeinsames Essen im engsten Kreis nach dem Standesamt muss reichen.

(m,33)
 
  • #29
Ich frage mich, woher die Leute das Geld für ihre Hochzeit nehmen. Ich habe als Ingenieur keine 10000 Euro zur Verfügung. Nehmen die einen Verbraucherkredit dafür auf?
Nee, das denke ich nicht... aber die wenigsten Ehen werden ja sehr spontan geschlossen.Ich habe schon mehrfach gehört, dass sich viele Leutchen zwei, drei Jahre das Geld zurücklegen, bis sie heiraten, und dann hat man das ja locker flockig beisammen in so einer langen Zeit.Und auch heutzutage steuern viele Brauteltern noch etwas bei.Wenn man sich Geldgeschenke wünscht, bekommt man ja i.d.R. auch einen großen Teil des Geldes wieder rein oder hast sogar letztendlich die Hochzeit for free, wenn die Gäste großzügig sind.
 
  • #30
Als ich vor über 15 J. geheiratet habe, wurde dies in absoluten kleinen Kreis abgehalten. Mein damaliger Ehemann und ich. Anschließend ging es vom Standesamt gleich zum Airport, wo wir 4 Wochen in Australien verbrachten. Monate später haben sich noch unsere Freunde darüber aufgeregt, dass man so etwas nicht machen kann. Warum nicht?

Sollte ich nochmals heiraten, dann würde ich es genauso machen und wenn dann Freunde und Verwandte eine große Hochzeitsfeier wollen, dann sollen Sie die Kosten dafür übernehmen und dann spiele ich auch mit.:)
Ich musste beim Lesen deines Beitrags schmunzeln.
So ähnlich haben wir es damals auch gemacht.

Allerdings waren wir uns einig.
Beim FS siehts etwas anders aus. Die Frage wäre, ob man sich irgendwo in der Mitte treffen kann.
Ich finde diese überdimensionalen Hochzeiten absolut kitschig.
W46J