G

Gast

  • #1

Wie verändert sich die Liebe mit den Jahren?

Wie verändert sich die Liebe für euch im Laufe der Jahre?
Woran merkt ihr, dass die Liebe nicht zur Freundschaft geworden ist und welche Tipps habt ihr um das zu verhindern?
 
G

Gast

  • #2
Liebe fühlt sich nicht immer gleich an. Sie wechselt ständig ihr Gesicht.
Wenn Du Freundschaft fühlst, dann kann das eine Facette der Liebe sein.
Eine andere Facette ist die Leidenschaft.
Hast Du das Gefühl, dass Dir die Leidenschaft fehlt?
Da gibt es viele Möglichkeiten, sie wieder zu wecken.
Zum Beispiel zu zweit etwas erleben (Essen gehen gehört nicht dazu.) Ein Picknick am Waldrand, tanzen gehen, ein Romantikhotel am Wochenende.
Sich gemeinsam an die Anfangszeit erinnern: "Weißt Du noch.........."
Sich mit gegenseitiger Aufmerksamkeit begegnen.
Zärtlichkeiten über den ganzen Tag verteilen, dem anderen Komplimente machen.
w/45
 
G

Gast

  • #3
Echte, tiefe Freundschaft ist die Grundlage für eine glückliche langjährige Beziehung.
Dem anderen durch kleinen Gesten zeigen, dass er einem wichtig ist. Leidenschaft, Schmetterlinge u.s.w. das legt sich mit der Zeit immer.
 
G

Gast

  • #4
Da ich schon ein paar Jahre mit meinem Partner zusammen bin, und es bei anderen wohl nicht so klappt, habe ich mir oft Gedanken gemacht, woran das wohl liegt.

Liebe wird im Laufe der Zeit tiefsinniger, das stimmt, trotzdessen läßt sie einem alle Freiheiten, seine eigene Persönlichkeit zu entfalten. Das erfordert ein überhöhtes Maß an Toleranz und Weltoffenheit. Das sollte aber einfach sein, wenn man sich im Leben weiterbildet, für alles Interesse zeigt, sich auch gerne mal Dinge zeigen läßt.

Liebe ist nicht immer nur schön. Trotzdem bringt uns das nicht um, es bestärkt uns, wenn wir das Problem überstanden haben.

Meinen Partner habe ich vor 8 Jahren kennen und lieben gelernt, wobei ich ihn schon davor 10 Jahre kannte, und ich empfinde immer noch die selbe Zuneigung, genau wie am Anfang, sie hat sogar zugenommen und ich würde sagen, wir sind meistens immer noch wie frisch verliebt, wenn auch auf einem gehoberen Level.

Sexualität ist dabei ein gleichbleibender Bestand gewesen. Auf die richtige Dosis kommt es an. Und ein "ich habe heute kein Lust" gibt es nicht und gab es nicht. Jeder gibt seinen Teil dazu, um die Beziehung zu pflegen. Es ist ein Geben und Nehmen. Wenn man generell keine Lust auf Sex hat, ist es in Wirklichkeit doch eher ein "keine Lust auf den selben Partner". Denn generell sexuelle Unlust gibt es nicht, wenn man einen gesunden jungen Körper unter 60 hat. Jeder gesunde Mensch braucht in regelmäßigen Abständen Druckabbau. Hier müssen sich zwei gleiche Pole finden. Tendenz: besser sich nicht einen angeln, der 3x am Tag Sex will. Sondern wie einer selber, der eben nur 1x in der Woche oder 1x im Monat Sex will. Um zu garantieren, dass man sich lange wohlgesonnen bleibt.

Das Problem der meisten Menschen ist ja oft, dass sie schon zu Anfang der Beziehung mit irgend was unzufrieden und hoffen, dass sie das noch bessert - tut es aber nicht!

Der weitere wichtige Faktor ist, nie zu vergessen, wer man ist und woher man kommt! Wenn einer sich plötzlich ins bessere Licht stellt und den anderen permanent kleinreden, ist das der Tod einer zufriedenstellenden Bindung.

Wichtig: Fortschritt&Weiterentwicklung. Stillstand bedeutet Langeweile. Nur daheim sitzen bedeutet Langweile. Nichts neues zu machen bedeutet Langweile. Langeweile bedeutet auch, seine eigenen Marotten nicht rechtzeitig zu erkennen und zu verändern.
Man muß rechtzeitig erkennen, wann man den Partner nervt mit seiner Art, sonst ist er weg! Viele wollen das nicht erkennen. Sie halten sich sowieso für besser und toller als der Partner.

Was ich bei uns in der Beziehung festgestellt habe: wenn einer von uns beiden sich aufplustert, dann geht man dem anderen aus dem Weg, bis man sich wieder beruhigt hat. Gut ist es, sich als Team zu sehen, nicht zu bekämpfen. Kampf bedeutet auch: er: "ich will heute Fleisch essen", sie: "ich will heute nur salat essen". Sowas muss man gleich von Anfang an eliminieren.
 
G

Gast

  • #5
Ja, sie verändert sich. Ich kann das Resümee aus drei langen Beziehungen ziehen, in der dritten befinde ich mich gerade. 1. = 10 Jahre - Liebe wurde weniger, Respekt und Verständnis auch, keine gleichen Ziele mehr - jeder hat sich weiterentwickelt, nur leider nicht gemeinsam - auseinandergelebt, kein Sex mehr, dann Trennung. 2. = 11 Jahre - ich dachte, es muss doch funktionieren, andere schaffen dies auch. erst gemeinsame Ziele: Kind, Haus usw. erfüllt, und dann keine gemeinsame Weiterentwicklung mehr - doch Stillstand war nicht mein Leben. Obwohl mein Partner charakterlich einwandfrei war, es passte auf Dauer nicht. Wieder Trennung. Danach habe ich für mich genau analysiert, was ich NICHT will. Und siehe da, ich bin fündig geworden. Ok, wir haben natürlich beide unsere Erfahrungen und unsere Vorstellungen. Erwartungshaltungen haben in einer Beziehung wenig verloren, Verständnis, Toleranz und die täglich gezeigte Akzeptanz und die Liebe sind wohl das Geheimnis. Interessant für den anderen bleiben und neugierig auf den anderen bleiben. Wir haben es bis jetzt geschafft - immerhin auch schon wieder 6 Jahre! Meine Liebe ist - im Gegensatz zu den anderen Beziehungen - immer weiter gewachsen. Wir begegnen uns auf Augenhöhe, motivieren uns gegenseitig und stützen uns gegenseitig. Wir wachsen gemeinsam. Ja, ich bin irgendwie noch immer verliebt, ohne blauäugig und naiv zu sein. Denn Beziehung ist Arbeit - aber der Lohn ist einzigartig.