G

Gast

Gast
  • #1

Wie steht Ihr zum Status "dauernd getrennt" in Bezug auf Vor- und Nachteile?

 
G

Gast

Gast
  • #2
Da steht glaube ich "getrennt lebend" und nicht dauernd getrennt?

Ich als Frau sehe diesen Status mit großer Skepsis, da ich daraus schließe, daß

-es sich um das Trennungsjahr handelt, die Trennung also im schlechtesten Falle noch nicht sehr lange her ist
-ein Paar sich aus irgendwelchen Gründen zwar getrennt hat, aber sich nicht vor dem Gesetz scheiden lassen will

Beides wäre mir nicht so lieb, insbesondere, wenn die Trennung (=Auszug aus der Ehewohnung) erst kurz her ist. Wobei mir klar ist, daß Scheidungen sich ziemlich lange ziehen können, wenn es Uneinigkeit gibt. Ein Mann mit diesem Status müßte schon ein sehr tolles Profil haben, damit ich ihn anschreibe. Und eine meiner ersten Fragen wäre sicher, was er mit dem Status meint.

Ich weiß zwar nicht, wie die anderen Frauen das sehen, aber ich würde vielleicht in ein zwei Sätzen im IchÜberMich Genaueres erklären.

Wie ist Deine Situation denn, also wie lange getrennt, willst Du Dich scheiden lassen?
 
  • #3
Der EP-Status "getrennt lebend" ist für mich ein absolutes, uneingeschränktes Ausschlusskriterium. Das geht für mich gar nicht.

"Getrennt lebend" bedeutet:

+ Getrennt lebend bedeutet verheiratet! Der Mann ist formal noch vergeben. Ich bandele grundsätzlich nicht mit vergebenen Männern an.

+ Die Praxis und unzählige Erfahrungsberichte aus diesem Forum zeigen ganz eindeutig, dass SEHR VIELE Getrenntlebende eben doch noch nicht endgültig entschieden sind; viele dann doch noch ihrem Ehepartner eine zweite oder dritte Chance geben und so weiter. Viele Männer haben ihrer Frau auch noch gar nicht gesagt, dass sie "getrennt leben" und suchen nur einen Seitensprung!

+ Selbst wenn die Kandidaten wirklich in Scheidung leben, sind eben fast immer noch wahnsinnige Altlasten vorhanden: Ich möchte partout nicht den Scheidungskrieg eines neuen Partners mitkriegen; mich noch mitärgern über Rosenkrieg, Verhandlungen, Schreiben vom gegenerischen Anwalt, Gerichtsterminen und all den damit verbundenen emotionalen Belastungen, von den formalen, organisatorischen und finanziellen ganz zu schweigen!

+ Kandidaten, die sich wegen irgendwelcher sekundärer Vorteile freiwillig nicht scheiden lassen, sondern diesen grotesken Zustand des Getrenntlebens absichtlich aufrechterhalten, verachte ich zutiefst. Wer auf Rentenansprüche oder Sozialleistung spekuliert, missbraucht das System, und setzt nüchternen Nutzen über emotionale Aufarbeitung.

Für mich ist ein Kandidat erst dann wirklich wieder ein potentieller Partner, wenn er alle Altlasten vollständig aufgearbeitet hat. Dazu gehören:

* emotionale Altlasten, also man darf nicht mehr Wut, Ärger, Hass, Sehnsucht, Begehren und andere starke Gefühle empfinden, wenn man an den Ex denkt. Diese Phase muss vorüber sein und die Gefühlswelt wieder ausgeglichen sein.

* formale, finanzielle und organisatorische Altlasten, also Vermögensgüter und Eigentum muss sowohl vertraglich als auch faktisch-physisch aufgeteilt sein, der Umzug/Auszug uneingeschränkt abgeschlossen, die Scheidung juristisch erledigt, Formalitäten komplett abgehakt, und sämtliche anderen Ansprüche geklärt und formal fixiert sein.

* faktische Distanz, also es darf keinen Grund mehr geben, den Expartner zu treffen, mit ihm zu verhandeln oder sonst was zu machen. Man muss diese Distanz erfolgreich für etliche Monate gelebt und auch innerlich akzeptiert und verarbeitet haben.

Getrenntlebende erfüllen keines dieser Kriterien, sondern schleppen jede Menge emotionaler, finanzieller, formaler und organisatorischer Altlasten mit sich herum. Im schlechtesten Falle betrügen sie einfach und sind noch gar nicht wirklich im vollen Umfang getrenntlebend.

Abschließend sei noch erwähnt, dass je nach Altersgruppe die Quote Getrenntlebender nur 5-10% beträgt, also der kategorische Ausschluß dieser Gruppe die eigene Zielgruppe nicht wesentlich verkleinert. Statistisch ist der Verzicht auf diese gefährliche und belastete Gruppe also unbedeutend, insbesondere angesichts des enorm hohen Risikos, von solchen Personen betrogen oder in emotionales Dilemma involviert zu werden.

Mein Rat: Ignoriert Getrenntlebende einfach komplett!
 
G

Gast

Gast
  • #4
An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich in diesem Falle Deinen Rat, liebe Frederika, ignoriere. Natürlich sind meine persönlichen Erfahrungen nicht statistikrelevant, aber der Status "getrennt lebend" hat sich bei meiner bisherigen Suche wirklich noch nie als hinderlich erwiesen.
Dahingegen konnte ich bereits in der Mail- und Telefon- Phase drei ledige Männer als für mich nicht geeignet herausfiltern.
Mag Zufall sein, oder an der Altersklasse liegen, w 52
 
G

Gast

Gast
  • #5
@#3
Jetzt sind wir schon 2 in der Statistik!
Kein einziges Argument von #1 trifft auf meinen Partner zu!
Hups, ich muß "traf" sagen, da er mittlerweile nach 6 Jahren Getrenntleben jetzt geschieden ist.
Und die Ledigen, unsere Singles?
Die waren nicht nur nicht geeignet, sondern taugten überhaupt nicht in der Suppe!
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich stimme auch hier Frederike zu.
Ich selbst habe bisher auch nur negative Erlebnisse mit Getrenntlebenden gehabt.
Ich kann nur raten: Hände weg von ihnen. Es erspart einen Liebeskummer weniger.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Ich stimme #3 + #4 zu, ich habe noch nie schlechte Erfahrungen mit getrennt Lebenden gemacht. Im Gegenteil, die schnell geschiedenen Männer, die meinen damit ist die Sache erledigt, sind viel negativer zu beurteilen, denn verarbeitet haben die in der kurzen Zeit bis zur Scheidung nichts und danach arbeiten sie auch nicht dran.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Lieber FS

bei mir ist auch getrennt lebend drin. Aber ich habe mit meinem Ex-Mann definitiv abgeschlossen. Die Scheidung wurde noch nicht durchgeführt, weil zuerst das gemeinsame Haus verkauft werden sollte. Nun reichen wir die Scheidung im Juli ein.

Was noch dazu kommt, falls man sich noch nicht geschieden ist und die zwei Trennungsjahre abwartet, ist der finanzielle Aspekt für die Frau eben massgebend. Also fragt lieber bei jedem Einzelnen nach, was Sache ist! Ich trenne mich nun vor den üblichen zwei Trennungsjahren (bei uns in der CH).

w/34
 
G

Gast

Gast
  • #9
"getrennt lebend" ist kein Familienstand, finde ich.
Für mich ist es akzeptabel, wenn jemand getrennt lebt, weil die Scheidung noch nicht rechtskräftig ist. Das ist dann ein vorübergehender Zustand.

Auf die Dauer "getrennt lebend" zu sein finde ich gräßlich. Was soll das ? Was sind die Gründe, dass man sich nicht endgültig trennen kann ?
Geld ? Das Haus ? Die Kinder ? Der alte Opa ? Die teure Scheidung ?

Irgendein Vorwand findet sich immer, um keinen Schlussstrich ziehen zu müssen.
Nein, das wäre für mich kein geeigneter Partner !

W, 48
 
G

Gast

Gast
  • #10
Man könnte den Zustand "getrennt lebend" natürlich noch aufsplitten in
- in Scheidung lebend
- in Trennung lebend (weil nicht verheiratet gewesen)
- getrennt wohnend
- in reiner Vernunftehe lebend

Aber ich denke, der Zustand ist schon so ganz gut abgegrenzt zu den "klaren" Verhältnissen.
Entscheidend ist, dass man ehrlich damit umgeht, also beizeiten erläutert, wie das getrennte Leben aussieht und warum das so ist. Umgekehrt sollte gegebenfalls beizeiten gefragt werden. Das ist doch legitim. Und dann muss man vielleicht die so gekennzeichneten Interessenten nicht so ausgrenzen.

M51
 
G

Gast

Gast
  • #11
Hallo,
Status "dauernd getrennt leben" ist meiner Meinung nach eine Verarschung...
Man kann auch nicht sagen z.b. " ein bisschen schwanger "
Fast 2 Jahre hat es gedauert bis ich (W46J) endlich geschieden wurde. Es war ein Befreiungsschlag für mich.

Man muss sich als Betroffener einfach ehrlich die Frage stellen:
Ein ENDE mit Schrecken - oder ein SCHRECKEN ohne Ende!!!

Ich war auf einer Plattform auch mit getrennt lebend ...aber da gabs für mich auch kein zurück mehr...trotz einer harten bevorstehenden Zeit für mich. (Ich habe 3 Kinder).
Bin seit 3 Jahren glücklich in einer Fernbeziehung über 500 km...mein Süsser kommt mind. alle 2 Wochen für 3 Tage und incl. 2-4 Wochen gem. Urlaub zu mir.
 
G

Gast

Gast
  • #12
Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Umstände des Einzelfalles abzuchecken. Es gibt 1000 Gründe für ein Getrennleben und ebenso viele Abstufungen davon.
Es kommt aber auch auf das Forum an, in welchem man sich kennenlernt. Ich denke, die die sich bei EP o.ä. anmelden, suchen eher eine ernsthafte Beziehung als als die in Flirtforen.

Ich (w 60) habe hier vor einigen Jahren einen wunderbaren Mann kennengelernt, der getrennt im Haus lebte, weil er sich neben seinem Beruf um seine 3 Kinder kümmern musste, da seine alkoholkranke Frau dazu nicht in der Lage war und das Geld nicht reichte, die Haushalte auseinander zu dividieren.(Er hatte sich deswegen schon einige Abfuhren von Frauen eingehandelt)

Ich fand das sehr verantwortungsbewußt von ihm.(Endlich mal einer, der sich nicht vom Acker macht und die Kinder im Stich lässt wenn´s schwierig wird) Von seiner Frau hatte er sich schon vor vielen Jahren abgewandt.

Wir hatten eine sehr schöne Fernbeziehung (mit Wochenendbesuchen und Urlauben) und wollten uns bis zum Zusammenziehen die Zeit geben, bis bei ihm die Kinder flügge geworden sind und bei mir sich beruflich alles geklärt hätte.Wenn es für´s Leben sein soll, muss man sich gegenseitig auch Gelegenheit geben, die jeweiligen Altlasten aufzuarbeiten.

Dann wurde er von einem Tag auf den anderen sehr krank (Gehirntumor) und nach einem weiteren Jahr musste ich ihn zu seiner Familie zurück gehen lassen,....um seinetwillen konnte ich ihn nicht weiter begleiten. Ich bin dennoch dankbar, ihn kennengelernt zu haben und möchte die wenigen Jahre mit ihm nicht missen.

<MOD: Signaturen sind nicht mehr gestattet. Bitte registrieren Sie sich!>
 
G

Gast

Gast
  • #13
Ich gebe Frederika in allen Punkten grundsätzlich Recht, abgesehen von dem "kategorischen" Ausschluss: Ich würde die Gründe und den Status-quo schon wissen wollen, denn oft verbirgt sich hinter einer Trennung eine plausible Erklärung (zu früh und unreif geheiratet und auseinandergelebt wäre für mich z.B. ok., vorausgesetzt, das Warten auf die Scheidungswirksamkeit ist nur noch Formalität, die emotionalen und finanzielle Seiten sind geklärt.).

Ein No-Go sind mehrfach Verheiratet-und-wider-getrenn-Lebende: Sie haben zu viele nicht ablegbare Altlasten und Verstrickungen, und ich befürchte bei ihnen eine niedrigere Trennungs-Hemmschwelle.

Komplexere Umstände entstehen immer dann, wenn Kinder im Spiel sind. Aber auch das wäre für mich (selbst kinderlos) kein Ausschlusskriterium an sich. Ich finde es toll und richtig, wenn Eltern sich nicht durch Scheidung und reinen Unterhalt aus der Verantwortung ziehen. Man kann die meist sehr intensiven Bindungen zwischen Eltern und Kindern ja nicht auflösen, selbst wenn die Kinder erwachsen sind. Wer sich für einen Partner mit Kindern (auch erwachsenen) interessiert, akzeptiert seine Bindungen an sie und dass sie an erster Stelle stehen. Da bin ich vielleicht etwas kompromissbereiter als manche andere, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Aber.... wenn ich das Gefühl habe - und da reicht auch nur eine leise Ahnung -, dass der getrennt Lebende potenzielle Partner innerlich noch nicht mit der Trennung abgeschlossen hat, dass noch innere Konflikte hochkochen, dass er mich mit der Ex vergleicht und ihr hinterhertrauert (alles natürliche und verständliche Prozesse, wohlgemerkt!), bin ich nicht bereit mich einzulassen, denn abgesehen von der emotionalen Achterbahn muss ich damit rechnen, dass meine neu sich anbahnende Beziehung sich wieder in Luft auflöst. Das ist keine Grundlage für eine zukunftsträchtige Partnerschaft!

w45
 
  • #14
Eine Scheidung im Verbund mit Zugewinn und Hausrat kann sich jahrelang hinziegen. Ich würde immer nachfragen, was getrenntlebend in diesem Fall bedeutet. Mann kann schon lange eine Partnerschaft verarbeitet haben und ist noch nicht geschieden.
 
Top