• #1

Wie sollte man mit dem dominanten Sohn umgehen?

Hallo, liebe Leute, ich, m 57, hab mal ne Frage und bitte um Ratschläge: ich bin seit über einem Jahr mit ner Frau zusammen, die sowohl beruflich als auch kirchlich (neuapostolisch) sehr engagiert ist. Wir verstehen uns super, doch ihr Sohn (27), der noch in dem Haus wohnt, bereitet Probleme. Er studiert noch, hat ne 120qm Wohnung und ein protziges Auto. Das zahlt alles meine Freundin, ebenso wie das Essen und die Pflegekosten für die Mutter. Der Sohn ist in der Kirche aktiv, bringt sich aber finanziell null ein, obwohl meine Freundin kaum finanziell zurechtkommt, weil auch das Haus noch abbezahlt wird. Ich habe dem Sohn mal vorgeworfen, dass er seine Mutter ja nicht unterstützt, daraufhin hat er meiner Freundin (also seiner Mutter) verboten, dass ich an den Tisch der Familie darf oder sie beim Kirchenbesuch begleiten darf. Meine Freundin ist - wie gesagt - beruflich ausgelastet und hat noch Aufgaben in der Kirche übernommen. Sie will aber um des lieben Friedens Willen nicht mit ihm reden. Was soll ich tun?
 
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  • #2
Das ist ein heikles Thema. Ich denke, du solltest dich da raushalten. Deine Freundin ist erwachsen, sie sollte schon wissen, was sie tut. Wenn du etwas gegen ihren Sohn sagst, auch wenn es stimmen sollte, wird sie sich trotzdem ihm gegenüber solidarisch fühlen. Du kannst da nur verlieren.

Versuche ihn neutral zu sehen. Für dich ist die Frau wichtig. Wie der Sohn sein Leben lebt, braucht dich nicht zu kümmern. Wenn deine Freundin selbst das Gespräch auf dieses Thema lenkt, kannst du ihr ja deine Meinung in halbwegs neutraler Weise sagen. Vermutlich würde sich deine Freundin schon dadurch, dass du bei/hinter ihr stehst, gestärkt fühlen und würde ihrem Sohn vielleicht etwas anders begegnen.
 
  • #3
Dich nicht in die Mutter-Sohn-Beziehung mit Sprüchen wie "Du unterstützt Deine Mutter finanziell nicht!"einmischen! Das ist einzig und allein deren Angelegenheit, nicht Deine. Ich frage mich, ob Du Kinder hast. Wahrscheinlich nicht, denn dann wüsstest Du, dass auch im Studium einiges dumm laufen kann, sodass es sich verzögert (?) etc. und die heutigen Bachelor-/Masterstudiengänge kein umfangreiches Jobben wie vielleicht damals zulassen, sofern man einen guten Abschluss will (habe es bei Freunden gesehen). Also alles ganz normal, was Deine Freundin für ihren Sohn tut, würde ich genauso machen. Die Einzige, die was dran drehen soll, WENN sie Änderungsbedarf sieht, ist Deine Freundin.

w30
 
  • #4
Hallo Columbo1060,


suche Dir eine andere Frau!! Andere Mütter haben brauchbarere Töchter...

Am besten suchst Du Dir eine ohne Kinder oder wo die Kinder bereits aus dem Haus sind und nicht ständig der Mutter auf der Pelle hängen, und vor allem keine, deren Kinder der Mutter sagen (!) was sie zu tun und zu lassen hat... ! Wo bitte gibt es so was? Da ist ja mal in der Erziehung was GEWALTIG schief gelaufen!

So würde ich das jedenfalls im umgekehrten Falle machen, wenn ich (w) einen Mann mit (solchem) Sohn kennenlernen würde...

Ich finde es zwar auch nicht okay, dass Du Dich in familieninterne Angelegenheiten eingemischt hast, denn Du bist NICHT Teil dieser Familie und wirst es auch niemals sein, und was die Mutter mit ihrem Sohn zu regeln hat, geht Dich nichts an. Wenn ihr was nicht paßt, muß sie das mit ihm klären oder sie läßt es bleiben. Aber dann hörst DU Dir auch kein Gejammer von der Madam an, aus die Maus. Aber wenn der Sohn quasi ein Beziehungskiller ist und die Mutter hat zum einen nichts zu melden und will zum anderen nichts ändern, kannst Du nichts machen. Der Sohn wird ihr immer näher stehen als Du!

Für mich käme generell NIEMALS ein Vater als Partner in Frage, und ich kann jeden Mann verstehen, der keine AE möchte. So was braucht kein Mensch, tu' Dir das nicht weiter an. Just my few cents...
 
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  • #5
Ich habe dem Sohn mal vorgeworfen, dass er seine Mutter ja nicht unterstützt
Warum wirfst du dem Sohn das vor?
Es ist der Sohn und nicht der Mann deiner Freundin. Sondern ihr Kind.
Der Sohn studiert.
Er verdient also derzeit kein Geld, oder nicht so viel, dass er jemanden finanziell unterstützen könnte. Er hat auch kein 120 qm Wohnung, das wäre ein falsche Darstellung, sondern er wohnt zuhause, im Haus der Mutter.
Auto und Wohnung (also das abzuzahlende Haus) zahlt die Mutter freiwillig mit ihrem Geld.
Sie ermöglicht ihrem Sohn das Studium. Das ist ihr sicher auch wichtig.
Wenn sie ihr Geld so ausgibt, ist das ihre Sache. Denn es ist ihr Geld.
Worüber soll die Mutter nun deiner Meinung nach mit dem Sohn reden?
Dass er auszieht, während des Studiums?
Weil dich die Anwesenheit des Sohnes stört?
Ist es für dich ein Problem, dass er noch studiert?
Das ist nicht ungewöhnlich in dem Alter.
Ganz normal.
Du sollst also gar nichts tun, sondern die Situation akzeptieren, so wie du sie gegebener Weise vorgefunden hast.
Halt Stop! Du solltest versuchen, gut mit dem Sohn deiner Freundin auszukommen.
 
  • #6
Wenn deine Freundin ihren Sohn, der mit 27 ein erwachsener Mann ist, so massiv finanziell unterstützen will, kannst du das ihr nicht ausreden. Finanziell kann sie es stemmen.

Sie will auch nicht mit ihm darüber reden.
Warum stört dich das so? Wofür sie ihr Geld ausgibt, ist ihre Sache. Oder möchtest du lieber von ihr finanziell unterstützt werden?
 
  • #7
Bis auf Beitrag Nr. 3 kann ich nicht eine einzige Antwort nachvollziehen. Lieber fs, diese Gemeinschaft zwischen Mutter und Sohn würde ich verlassen. Du hättest dich wirklich nicht einmischen sollen, wir wissen allerdings nicht, wie es dazu kam und wie es sonst so läuft. Hat der Bub tatsächlich eine eigene 120qm Wohnung und Muttern zahlt das???
Beim Lesen deiner Frage kam mir fast der Kaffee wieder hoch vor Zorn. Dieser Sohn hat gar nichts zu melden, bzw der Mutter irgendwelche Vorschriften zu machen.
Drum, darüber zu diskutieren ist sinnlos. Ich würde ausziehen.
 
  • #8
Tja, du hast einen Krieg mit dem Sohn begonnen, den du nie im Leben gewinnst.
Der junge Mann hat dich ordentlich abgewatscht - das ist auch richtig so, denn wer sich in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen, bekommt seine Quittung.
Und sich zwischen Mutter und Sohn drängen zu wollen ist so ziemlich das Dümmste, was du hast tun können.
 
  • #9
Ich nehme an, die Dame ist Ü40 und ihr kennt euch erst seit einem Jahr. Wenn du da ein Fass aufmachst, bist du bald wieder Single.
 
  • #10
Lieber FS,

ich stimme dem Tenor hier durchwegs zu - es ist nicht dein Bier oder doch?

Unterstützt DU denn deine Freundin? Zahlst du Lebensmittel, Urlaube oder Ausgehen? Oder stört es dich deshalb weil sie für eure Unternehmungen nicht genug Geld hat oder ausgeben möchte?
Im Klartext, die Kinder sind nicht dazu geboren die Eltern zu unterstützen sondern umgekehrt, dafür ist ein Partner da!

Du solltest in Dich gehen, warum stört es Dich so? Bin mir nicht sicher ob Du eigene Kinder hast. Da ich gerade selber ein Partner-Geiz-Thema habe, würde ich dir fast Geiz unterstellen, kann mich natürlich auch irren!

Es gibt sogar Stiefväter wie auch -mütter die die Kinder des Partners untersützen, da kannst Du deiner Partnerin auch was abnehmen.

w45, AE, studierender Sohn
 
  • #11
m Klartext, die Kinder sind nicht dazu geboren die Eltern zu unterstützen sondern umgekehrt, dafür ist ein Partner da!
Die Eltern sind aber auch nicht dazu da, den Kindern Puderzucker in den Allerwertesten zu pusten, so wie es hier passiert. Und dann haben sich die Kinder auch nicht in das Privatleben der Eltern einzumischen, geschweige denn ihnen Vorschriftem zu machen. Der Sohn könnte sich ja auch eine eigene Bude suchen. Dass sich der Fragesteller hier einmischt, war unklug. Er hat uns aber bis hierher noch keine näheren Informationen nachgereicht, auch nicht dazu, was genau er finanziell beisteuert. Was mich wütend macht ist, dass dieser Sohn seiner Mutter Vorschriften macht. Aber okay...sie lässt es ja zu. Ich wäre stillschweigend ausgezogen.
 
  • #12
Dieser Sohn hat gar nichts zu melden, bzw der Mutter irgendwelche Vorschriften zu machen.
Irrtum. Der Sohn hat genau so lange etwas zu sagen, wie die Mutter sich was sagen lässt. Dazu gehören immer zwei Personen.

Fakt ist jedoch, das Columbo gehen kann, wenn es ihm nicht passt.
Es ist nicht seine Angelegenheit.
Wenn es seine Freundin stören sollte, muss sie es auch ändern und niemand sonst.
 
L

Lionne69

Gast
  • #13
Würdest Du Deiner Freundin auf Grund der finanziellen Lage empfehlen, aus der Kirche auszutreten - das ist bei dem abzutretendem 10ten auch ein Betrag...
Nein?
Die Unterstützung für die Mutter kürzen? Auch nein?

Da bliebe tatsächlich nur der Sohn, aber auch das ist temporär.
Er studiert, wohnt im Haus, sie zahlt Versicherung, Benzin für ein Auto. Ob ein in Deinen Augen angemessenes Auto günstiger wäre?
Ein Studium lässt heute kaum mehr einen Nebenjob zu - ich habe 2006-09 studiert, der Permanenthinweis der Professoren, und es war wirklich kaum realisierbar. Das Auto wird er auch benötigen.
Sie hat sich für diese Unterstützung entschieden.

Ein Einmischen von außen würde ich mir als Mutter auch verbitten.
Ich würde aber auch meinen Sohn zurecht stutzen, wem er einem potentiellen Partner etwas verbieten wolle.

So wie Du schreibst, klingt Du auch nicht diplomatisch, sondern bist auf dem Kriegspfad. Du magst ihn nicht.
Damit bringst Du die Mutter in Loyalitätsproblene, ich als Mutter wüsste, wie ich sie lösen würde. Ich liebe meine Söhne.

Du hast eine Freundin, die bestimmte Werte lebt, Kirche (neuapostolisch bedingt Engagement und eine gewisse Wertewelt ), die Familie liebt, ihre Verantwortungen trägt.
Das macht sie freiwillig.
Du hast Dich auch in sie verliebt, weil sie ist, wie sie ist.

Macht es ihr etwas aus, dass sie finanziell knapp steht?
Oder stört es nur Dich?
Bist Du betroffen - möchtest Du mehr mit ihr unternehmen, was sie sich nicht leisten kann, und Du kannst / willst sie nicht einladen?

Oder ist es nur der Sohn an sich, der Dich stört. Eifersucht? Er war zuerst da? Das Kind eines anderen - ein Argument, dass hier dauernd von Männern fällt, wenn es um AE Frauen geht?
Nun, er gehört dazu. Das wirst Du nicht ändern.

Einen Kampf verlierst Du.

Meine Söhne sind erwachsen, einer wohnt bei mir, das wird er können, solange er möchte. Es ist genug Platz da.
Sein Auto, auch kein Kleinwagen, finanziere momentan noch ich, nutze es auch öfters mal, es war ein gemeinsamer Traum, ein anderes wäre nicht billiger gewesen, würde nur weniger Spaß machen. Wenn er nun sein duales Studium macht, zahlt er es, aber mehr möchte ich nicht von ihm. So hoch ist das Einkommen nicht. Seinen Arbeitsanteil am Haushalt, den verlange ich, den leistet er, es ist eine WG.
Sollte sich ein potentieller Partner mit ihm nicht vertragen, wird nicht mein Sohn aus meinem Leben verschwinden.

Wenn ich heute einen Mann kennen lerne, der Kind(er) hat, mag ich auch seine Kinder kennen lernen.
Wenn ich merke, dass es da nicht passt, dann lasse ich es.
Ein Elternteil ist immer erst Elternteil, dann Partner. Das kann allerhöchstens gleichwertig werden.

W,48
 
  • #14
Danke bisher für die Antworten. Zu #9 möchte ich noch sagen, dass ich sehr viel reinbuttere, weil die Freundin ja für Haus, Lebensmittel, Mutter, Auto des Sohnes etc. aufkommt. Aber es ist schwer nachzuvollziehen, warum ein 27jähriger, der so um die 1200€ im Monat als Werksstudent dazuverdient, zwar dauernd Urlaub macht (die sich seine Mutter nie leisten konnte, sie musste sich als Alleinerziehende stets durchbeißen), aber noch nicht mal nen Einkauf für die Familie.
 
  • #15
Die Eltern sind aber auch nicht dazu da, den Kindern Puderzucker in den Allerwertesten zu pusten, so wie es hier passiert. U

Ich bin zwar grundsätzlich Deiner Meinung, denke aber, das ist ein Problem zwischen Mutter und Sohn und geht ihren Partner relativ wenig an. Natürlich sollte sie nicht erwarten, dass er finanziell kompensiert, was sie sich nicht leisten kann.

In dem Sinne sollte der FS nicht:
... ich sehr viel reinbuttere, weil die Freundin ja für Haus, Lebensmittel, Mutter, Auto des Sohnes etc. aufkommt. ...
sondern sich eben so an den Kosten beteiligen, wie er es auch ohne Sohn tuen würde.
 
  • #16
Er studiert noch, hat ne 120qm Wohnung und ein protziges Auto. Das zahlt alles meine Freundin,

Guten Morgen,

...uiii, das ist eine verzwackte Situation, ich kann mir vorstellen, dass du alles, als sehr ungerecht empfindest und dich von daher nicht wohl fühlst, kann ich verstehen.

Ich finde es nicht tragisch, wenn du als Partner dieser Frau, auch mal ein Tönchen von dir gibst. Es ist so eine Sache, zu beobachten, dass die Liebste am Rande ihrer Kräfte ist und mit Guckindieluft, die Klappe zu halten. Es wäre sicher besser gewesen, du hättest dich direkt an deine Partnerin gewandt. Auf der anderen Seite finde ich, dass der Sohn ruhig auch mal durch einen Außenstehenden Gegenwind spüren darf und wissen, da ist jemand, der sich um die seelischen Belange seiner Mutter kümmert. Diese Gehtmichnixangesellschaft, die gezüchtet wurde, hat schon genug Schaden angerichtet. Das Ausmaß darf man immer wieder mal beobachten.

Sie will aber um des lieben Friedens Willen nicht mit ihm reden. Was soll ich tun?

....mit ihr in Ruhe mal das Gespräch suchen, denn das, was ich lese, ist eine komplette Überbelastung deiner Liebsten. Da hat sich als AE etwas verfestigt, was sie alleine nicht lösen kann. Ich finde, du zeigst Verantwortung. Dein Beistand wird ihr gut tun.

Eine 120qm ???? große Wohnung in diesem Haus?
 
  • #17
@Columbo1960
Unglaublich Dein Post! Natürlich zahlt die Mutter für den Lebensunterhalt ihres Sohnes. Er studiert ja noch. Das ist ihre Aufgabe als Elternteil. Gibt es keinen Vater mehr oder bekommt der Sohn noch finanzielle Unterstützung vom Vater? Der Sohn studiert und investiert in seine berufliche Zukunft! Wie soll er da bitteschön die Mutter unterstützen? So ein Schmarrn. Ich nehme an, du hast selbst kein Studium absolviert? Sicher bereitet er sich zurzeit auf die Abschlussprüfung vor und ist im Stress. Bist du neidisch auf sein cooles Auto? Ich hatte selbst 15 Jahre ein klasse MG Cabriolet, meinen Traumwagen, und meine Umgebung reagierte überwiegend mit Neid und Agressionen. Es ist nur ein Auto! Das nervt total. Vielleicht hat der Junge seinen Vater verloren und einen kleinen Trost bekommen... Bei mir war es so. Meine Mama war verstorben, mein Verlobter hat mich betrogen. Mein Papa sass nach einem Schlaganfall gelähmt im Rollstuhl und war auf Pflege angewiesen. Mein Bruder meinte dann, kauf' dir doch ein hübsches Single-Spass-Auto für die City. Von alleine wäre ich nie im Leben auf die Idee gekommen mir so ein teures Auto zu leisten... Dazu bin ich viel zu vernünftig. Also, das Auto hat mich wirklich getröstet und war mir 15 Jahre lang ein treuer Lebensbegleiter. Es bringt einfach Fahrspass. Kannst du mal etwas an deiner Empathie arbeiten bitte? Wenn du den Vorschlag machen würdest, der Sohn solle ein Praktikum machen und du organisierst ihm einen Platz dafür. Ok! Mir kommt es vor, wie wenn du es auf das Geld der Mutter abgesehen hast. Sorry! Wieso unterstützt DU denn nicht deine Partnerin? Das wäre deine Aufgabe, wenn sie es möchte. Du stehst im Berufsleben und verdienst gut. Du könntest deine Freundin einmal in einen Wochenendurlaub, in den Urlaub oder zu einem Event ihrer Wahl einladen. Aber dafür reicht es wohl nicht... Ich bekomme den Eindruck, dass deine Freundin ihr Leben sehr gut allein Im Griff hat. Einen Besserwisser, der Neid und Missgunst in ihrer Familie säht, braucht sie sicher nicht in ihrem Leben. Wo stehst du als Partner in der Familie? Wie bringst du dich mit ein? Ich denke, du störst in dieser Familie nur.
 
  • #18
Die hier einhellig propagierte Meinung, sich nicht in familiäre Angelegenheiten zwischen Mutter und Sohn eimischen zu dürfen ist doch völlig absurd. Eine Situation in der ein offensichtliches Ungleichgewicht herrscht, weil eine Person die andere ausnutzt –und genauso stellt es sich laut Schilderung des FS dar- sollte, erst recht, wenn man emotional involviert ist, den Gerechtigkeitssinn einschalten und wenigstens den Versuch starten lassen, der Frau zu helfen. Warum sollte man nicht zwischen Mutter und Sohn intervenieren dürfen? Weil man den kürzeren ziehen wird und es bereits im Vorfeld lieber als umsonst-Investition verbucht? Das ist eine Maxime, mit der ich nichts anfangen kann und ein super Anwärter, es zum schlechtesten Argument aller Zeiten zu schaffen, um Ungerechtigkeit zu rechtfertigen.

Ab wann wäre die Grenze denn überschritten, dass man sich einmischen „darf“? Ich muss als außenstehender Beobachter zusehen, weil es mich nichts „angeht“? Hallo, was ist denn dies für eine fehlerhafte Moral?

Ein weiterer Punkt, der bislang völlig außer Acht gelassen wurde: Freundin + Sohn sind Mitglieder der Neuapostolischen Kirche, die von nicht wenigen als Sekte mit autoritären Führungsstrukturen angesehen wird. Die Rolle der Frau ist untergeordnet bis hin zur totalen Selbstaufgabe, während die Kirche einen Absolutheitsanspruch ausübt. Möglicherweise traut sich die Freundin des FS aufgrund totalen Gehorsams also nicht, sich zur Wehr zu setzen. Der Gedanke, so spekulativ er auch ist, scheint mir wahrscheinlicher, als jeder Ansatz, den ich hier bislang zu diesem Thema gelesen habe.

Ich bin sehr erstaunt von der epischen Wahl empathieloser Antworten, die nichts weiter als verbale Ohrfeigen für jemanden sind, der versucht, der Frau, die er liebt, zu helfen.
 
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  • #19
Ich kann dich verstehen aber lass es sein. Es ist etwas zwischen Mutter und Sohn. Er ist bald (hoffentlich) fertig mit dem Studium und geht seine eigene Wege. Als Werkstudent arbeitet man nicht permanent. Oder? Das sind ein paar Wochen und Monate zwischen den Semestern und das Geld hat er eingesetzt um Urlaub zu machen oder das Auto zu finanzieren und ähnliches. Sonst müsste die Mutter diese Kosten auch alle bezahlen. Also er bringt sich doch ein nur du spürst nichts davon. Lass es einfach sein. Sie wird sich im Endeffekt wie jede andere Mutter auf dieser Erde für ihren Sohn entscheiden.
 
  • #20
Zu #9 möchte ich noch sagen, dass ich sehr viel reinbuttere, weil die Freundin ja für Haus, Lebensmittel, Mutter, Auto des Sohnes etc. aufkommt.

Ich habe Dich zwar schon gefragt, aber keine Antwort bekommen - hast Du das Gefühl zu kurz zu kommen? Die Wortwahl "reinbuttern" zeigt auch dass Du es nicht gerne tust. Dann lass es bitte. Gib nur was du gerne gibst!

Dass sie jetzt den Forderungen ihres Sohnes nachkommt, und dich ausschliesst finde ich nicht fair. Da müsste die Mutter schon ein Machtwort sprechen.
 
  • #21
.....
möchte ich noch sagen, dass ich sehr viel reinbuttere,

...das dachte ich mir schon.
Du bist ein Teil dieser Gemeinschaft und es steh dir zu, dass auch du deine Meinung äußern darfst und deinen Platz hast, der dir zusteht.

Fakt ist jedoch, das Columbo gehen kann, wenn es ihm nicht passt.
Es ist nicht seine Angelegenheit.

...das ist es schon, denn er nimmt aktiv an dieser Gemeinschaft teil und bringt sich ein. Somit stehen ihm auch Rechte zu, sich darüber äußern zu dürfen, was ihm missfällt z.B. Kinder, bzw. junge Erwachsene dürfen auch lernen, mit Kritik von Außenstehenden umzugehen, ohne diese gleich zwanghaft ausgrenzen zu müssen.
Denn hat er nicht auch Nutzen dadurch, dass der FS seine Mutter entlastet, in welcher Form auch immer?
Wo ist denn schon wieder das viel zitierte Geben und Nehmen geblieben. Ich wundere mich sehr!
 
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  • #22
Hi,

in gewisser Weise kann ich Dein Unbehagen verstehen. Mir krempeln sich auch oft die Zehennaegel auf wenn ich sehe dass Frauen ihre Söhne zu Paschas erziehen.
Ich hatte so einige Paschas als Exfreunde..und wenn ich die Mütter kennengelernt habe war klar was schief gelaufen war und warum die entsprechenden im Erwachsenenalter noch glaubten, allseitigen Anspruch auf emotionale, finanzielle und sexuelle "Versorgung" quasi durch die Nabelschnur einseitig zu haben.

Aber dass Du Dich einmischst..ich weiss nicht.
Vielleicht passt es generell nicht?
Oder Du musst es einfach nicht zu Deinem Problem machen.
Es gibt halt Frauen..grad im religiösen Bereich..die für ihren Selbstwert immer n Mann brauchen der sie ausnutzt..das kann n Partner sein oder eben ein Sohn. Das nennt sich dann "christliche Demut" oder "Nächstenliebe".
 
  • #23
Ich bin sehr erstaunt von der epischen Wahl empathieloser Antworten, die nichts weiter als verbale Ohrfeigen für jemanden sind, der versucht, der Frau, die er liebt, zu helfen.

...vielen Dank für deinen Post, du hast es besser formuliert und auf den Punkt gebracht als ich.

Dieser Post wühlt auf und mich wundert nicht, dass man heute zusieht, wenn Menschen verletzt auf dem Boden liegen und noch über sie hinwegstelzt. Ich sehe noch die Füße über mir, als ich vor einem Jahr einen Unfall hatte, auf dem Boden lag und anhand meiner Verletzung, nicht mehr fähig war. Es ging eben Niemanden etwas an.... ich bin da sicher kein Einzelfall. Diese Art der Verrohungen, die wir tagtäglich sehen und hören, wundern mich nicht mehr, wenn hochintelligente, reflektierte und empathische Menschen hier im *Eliteportal*, so derart draufhauen.
Erziehung fängt im Elternhaus an und setzt sich fort in der Gemeinschaft. Wir alle befinden uns in einer Gemeinschaft und haben respektvoll miteinander umzugehen. Schwächeren beizustehen und zu stärken und auf Misstände aufmerksam zu machen, die schädigen.
 
  • #24
möchte ich noch sagen, dass ich sehr viel reinbuttere, weil die Freundin ja für Haus, Lebensmittel, Mutter, Auto des Sohnes etc. aufkommt.
Was heisst denn bei dir, du butterst SEHR VIEL rein?
Du hast kein einziges Beispiel geschrieben.
daraufhin hat er meiner Freundin (also seiner Mutter) verboten, dass ich an den Tisch der Familie darf oder sie beim Kirchenbesuch begleiten darf
Du wohnst offensichtlich nicht in dem Haus, sondern warst dort bisher Gast am Tisch, schreibst aber auch, deine Freundin bezahlt die Lebensmittel. Es scheint dich zu treffen, dass du nicht mehr an ihren Tisch darfst.
Warum lädtst du sie nicht permanent an deinen Tisch ein?
Oder gefällt dir ihr Haus so gut?

Du scheinst auch getroffen zu sein, dass du sie nicht mehr in die Kirche begleiten DARFST, du benutzt "darfst". Aber die Kirche hat doch mit dem Geldthema nichts zu tun oder hast du dich da auch mit Nörgeln eingemischt?

Irgendwie bleibt mein erster Eindruck, da ist ein Mann, der eine anziehende Frau gefunden hat, anziehend für ihn mit grossem Haus, kocht immer gut (das Tisch-Thema, das dich so traf) und bezahlt "natürlich" die Lebensmittel, Kirchgängerin, was auf Treue und Unterordnung dem Mann gegenüber spricht.

Dass du diese Unterordnung toll findest, zeigt auch, du akzeptierst ihre Entscheidung nicht, dass sie nicht (mehr?) darüber reden will, sondern fragst wie du mit dem Sohn umgehen sollst.
 
  • #25
Ich habe dem Sohn mal vorgeworfen, dass er seine Mutter ja nicht unterstützt, daraufhin hat er meiner Freundin (also seiner Mutter) verboten, dass ich an den Tisch der Familie darf oder sie beim Kirchenbesuch begleiten darf.
Es wäre sicher besser gewesen, dass mit der Mutter zu besprechen. Die Reaktion des Sohnes zeigt allerdings auch, dass er sich als Herr im Haus sieht und sich sogar noch über die Mutter stellt.
Von Respekt der Mutter gegenüber seh ich hier gar nichts.
Die Mutter schafft es offensichtlich nicht, für klare Regeln zu sorgen und dem Sohn die Grenzen zu weisen.
D.h. für den FS bleibt der Platz des "geduldeten Zaungastes".
 
  • #26
@Columbo1960
Ich erkläre dir die dahinterliegende Pädagogik gerne einmal, da ich selbst aus einer vermögenden bayerischen, konservativen, katholischen Familie komme: Der Sohn soll motiviert werden sein Studium zügig und mit guten Noten abzuschließen. Da kein Vater präsent ist, hat er es schwerer als andere Jungs! Er ist benachteiligt. Das versucht die Mutter mit einer Belohnung und Förderung wettzumachen. Der Junge arbeitet noch im Werkstudium nebenher, das ist doppelt anstrengend! Da er also fleißig studiert und arbeitet und sozial benachteiligt ist, bekommt er eine Belohnung, das ist das Auto. Die Mutter ist klug und investiert in die Zukunft ihres Kindes. Und sie gönnt ihm Freizeitausgleich und Taschengeld. Daher muss er nichts abgeben. Die Familie scheint keine arme Familie zu sein. Da gelten andere Regeln. Der Sohn wird gefördert! Natürlich sollte er anderweitig zuhause unterstützen und mithelfen. Aber davon schreibst du ja nichts. Man kann nur anhand eines neuen Autos nicht darauf schließen, dass der Junge automatisch verwöhnt wird. Er muss ja auch sehr viel Leistung erbringen. Wie hilft er denn sonst mit? Ach ja, was "butterst" du rein? Mal 50 oder 60 Euro für Lebensmittel? Wohnst du dort? Was genau zahlst du wofür bitte??! Kann es sein, dass du gratis Logis erwartest im Haus deiner Freundin?
 
L

Lionne69

Gast
  • #27
Sachlich
Natürlich wenn er Geld verdient, sollte / könnte er auch etwas abgeben.

Mein Sohn und ich haben dieses Gespräch jetzt vor (!) Studienantritt geführt - und eine Regelung getroffen, die fair ist. Ihm war diese Regelung wichtig. Ich finde es einen sehr positiven Schritt seinerseits, Verantwortung zu übernehmen.
Er wollte von vornherein seinen Beitrag leisten, er verdient etwa das Gleiche wie hier in der Frage im dualen Studium, und - was er nicht weiß, einen Teil davon werde ich zurück legen, und wenn er mal auszieht, bekommt er es.
Er hat allerdings auch Kosten durch das Studium, alleine 60km Fahrt einfach, nur mit Auto möglich. Da muss man einiges relativieren.

Was gab /gibt es für Absprachen zwischen den Beiden?

Dass Du Dir Gedanken machst, ist legitim.
Aber das, was Du beiträgst, ist Deine Entscheidung, wenn es Dir zuviel ist, dann finde für Dich eine Lösung, wieviel Du beiträgst, beitragen möchtest.
Wenn Du "hineinbutterst" - mit diesem Gefühl, dass diese Formulierung ausdrückt, solltest Du es lassen.

Und immer noch - es gibt andere Stellschrauben bei ihrer Situation, die sie sich selbst gestaltet hat.
Ist sie wirklich überlastet? Finanziell, mental?
Oder ist sie einfach eine engagierte Frau?
Und Du hast zunehmend das Gefühl, insgesamt zu kurz zu kommen?
 
  • #28
Irrtum. Der Sohn hat genau so lange etwas zu sagen, wie die Mutter sich was sagen lässt. Dazu gehören immer zwei Personen.
Da schreibst Du im Prinzip nichts anderes als ich.
Was mich wütend macht ist, dass dieser Sohn seiner Mutter Vorschriften macht. Aber okay...sie lässt es ja zu
Auch schrieb ich, dass er, der Fragesteller ausziehen sollte. Logisch ist das die Angelegenheit der Mutter, ihren Sohn zurechtzuweisen. Ich finde, sie hat sich da einen verwöhnten Egoisten herangezogen. Aber das ist wahrscheinlich ein eigenes Thema.
Ich würde mir DAS von meinem Sohn verbitten. Nicht mehr und nicht weniger. Wir haben noch keine näheren Angaben von Columbus, deshalb kann ich mehr dazu nicht schreiben. Mich würde zu dem ganzen mal die Reaktion der Mutter interessieren. Aber das fehlt ja hier.
Jetzt erst sehe ich Columbus letzten Beitrag! Das macht die Sache ja noch schlimmer. Allerdings würde mich mal interessieren, was er unter Zubuttern versteht!
 
  • #29
Ab wann wäre die Grenze denn überschritten, dass man sich einmischen „darf“? Ich muss als außenstehender Beobachter zusehen, weil es mich nichts „angeht“? Hallo, was ist denn dies für eine fehlerhafte Moral?

Ein weiterer Punkt, der bislang völlig außer Acht gelassen wurde: Freundin + Sohn sind Mitglieder der Neuapostolischen Kirche, die von nicht wenigen als Sekte mit autoritären Führungsstrukturen angesehen wird. Die Rolle der Frau ist untergeordnet bis hin zur totalen Selbstaufgabe, während die Kirche einen Absolutheitsanspruch ausübt. Möglicherweise traut sich die Freundin des FS aufgrund totalen Gehorsams also nicht, sich zur Wehr zu setzen. Der Gedanke, so spekulativ er auch ist, scheint mir wahrscheinlicher, als jeder Ansatz, den ich hier bislang zu diesem Thema gelesen habe.

Ich bin sehr erstaunt von der epischen Wahl empathieloser Antworten, die nichts weiter als verbale Ohrfeigen für jemanden sind, der versucht, der Frau, die er liebt, zu helfen.
Genauso sehe ich das auch. Ich wundere mich hier im Forum gelegentlich, wie Kinder in Watte gepackt werden. Dieser Student, der in seine Zukunft investiert liebe @Elfe11 mit seinem Luxusauto, meinst Du das? Dieser Student verdient ja was. Warum zieht er nicht in seine eigene Bude, wie es andere auch tun? Falls er nun wirklich noch bei Muttern wohnen bleiben will und sie das weiterhin möchte, bitte sehr. Aber Ihr Vorschriften machen, ihr sogar etwas verbieten, das finde ich krank. Aber sie lässt es ja zu. Dann wird das eine wundervolle Mutter-Sohn-Beziehung sein. Ich bin beeindruckt. Ironie off.
 
  • #30
Sollte sich ein potentieller Partner mit ihm nicht vertragen, wird nicht mein Sohn aus meinem Leben verschwinden.

...aber dein Partner dann eventuell?

In einer Gemeinschaft muss und darf jeder zu seinem Recht kommen, auch hier gilt, ICH, DU , ER = WIR. Unverträglichkeiten entstehen durch Ungleichgewichtigkeiten. Auch Kinder, bzw. junge Erwachsenen dürfen, müssen lernen, wie Gemeinschaft geht und ihren Teil dazu beitragen. Dazu gehört, Kritik des Lebenspartners annehmen und akzeptieren zu können, sowie das Ertragen der liebenden Mutter, dass Sohnemann vom Partner auch mal kritisiert wird. Dem Partner zuzugestehen, sich mit in die Beziehung *rein zu mischen*, in das Wir. Ein Wir kann niemals entstehen, wenn er das nicht darf.
Ein WIR funktioniert nur, wenn jeder gleichberechtigt seinen Platz hat und der Sohn nicht seinen Kinderhochsitz dauerhaft und immer einnehmen darf. Dann erübrigen sich Unverträglichkeiten und unliebsame Trennungen.
 
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