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Gast

  • #1

Wie schnell stellt Ihr einen neu/en Partner/in Freunden/Kollegen/Familie vor?

In den letzten Jahren hatte ich leider immer wieder Beziehungen, die nicht länger als max. 1 Jahr gehalten haben. Es ist einfach frustrierend, immer wieder im Umfeld sagen zu müssen, nein wir sind nicht mehr zusammen, es hat nicht geklappt. Meist fängt man dann an, automatisch Erklärungen und Rechtfertigungen abzugeben. Um gleich einigen Postern hier vorzugreifen: Bei allen Beziehungen ging eine längere Kennenlernphase voraus, über Themen wie Altlasten, Exklusivität etc. war gesprochen worden. Es geht auch nicht um die Gründe der Trennung, sondern um die Tatsache an sich. w/44
 
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Gast

  • #2
Dann lass es einfach auf dich zukommen und genieß die Zeit mit einen neuen Partner. Meine Eltern haben meinen Partner über ein Jahr lang nicht gekannt - warum auch. Wir, mein Partner und ich sahen darin keine Notwendigkeit. Auch viele Freunde lernten ihn erst danach kennen. Jetzt kommen zwar wieder die Ewignörgler auf den Plan - es sei wohl eher eine Affäre. Doch nein, wir sind heute, nach über drei Jahren noch glücklich zusammen, wollten unser Glück jedoch für uns genießen. Wenn es gerade gepasst hat mit dem Kennenlernen, ok, wenn nicht, dann nicht! Wir sind doch alle keine 18 mehr. In unserem Alter sollte man sich das Recht herausnehmen, die Familie /Freunde nicht in alle Belange hinein zu ziehen. Und sorry, du schreibst Kollegen - was bitteschön haben deine Kollegen mit deinem Partner zu tun? Sie sind wohl die Letzten, die meinen Partner kennenlernen würden. Überleg dir, was du tust und was tu willst.
 
  • #3
Vor meiner aktuellen Beziehung hatte ich auch fliegenden Wechsel, einfach um den Richtigen zu finden. Wozu auch lange am Falschen aufhalten?
Vorgestellt habe ich den jeweiligen Partner bei der nächsten Gelegenheit. Es ist mir egal gewesen, was andere dazu denken. Als ich es beendet habe, habe ich einfach nur gesagt, dass es von meiner Seite aus nicht gepasst hat.
Ich weiss nicht was du ausstrahlst, aber mich hat noch niemand nach den Gründen gefragt. Vll erlaube ich es nicht und signalisiere schon, dass der andere sich sofort mal was zur indiskreten Frage anhören könnte? Jedenfalls habe ich mich nie gerechtfertigt. Falls ich gefragt worden wäre, hätte ich je nach fragender Person entweder gesagt, dass das meine Privatsache ist, oder ich hätte gesagt, dass ich keine Lust habe über Vergangenes zu reden, die Zukunft verdiene mein Augenmerk. Fertig, aus, Ende.
 
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Gast

  • #4
Hier FS @1: Es geht nicht darum, ob ich mir das Recht herausnehmen kann, ihn nicht vorzustellen, klar kann ich das. Ich "arrangiere" solche Treffen ja auch nicht. Aber ich habe nun mal einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, mit denen ich sonst viel unternehme. Entweder müsste ich dann meine Freunde immer abweisen (Einladungen/Treffen absagen), was im Falle einer Trennung dann wieder nach hinten losgeht.
Oder ohne meinen Partner gehen, was ich auch nicht möchte, schliesslich will ich ja möglichst viel Zeit mit ihm verbringen.
Das mit den Kollegen war nur als Oberbegriff gemeint.
 
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Gast

  • #5
Das Problem ist mir bestens bekannt und ich komme zunehmend davon ab, den neuen Partner im Umfeld vorzustellen. Schade ist dabei, dass ich somit zu vielen Einladungen oder Veranstaltungen wieder alleine erscheine. Du schreibst, es sei frustrierend, immer mal wiede vom Ende einer Beziehung berichten zu müssen- mir ist das irgendwann auch peinlich geworden, indem Sinne, "na, die ist ja nicht in der Lage, eine Beziehung zu gestalten" oder "die wechselt ihre Männer aber rasch". Zudem kommt noch dazu, dass ich mit jeder Trennungserfahrung kritischer werde und enrgegen meiner geheimen Sehnsucht vom Partner bis zum Ende, nun manchmal selbst schon von der Endlichkeit einer neuen Beziehung ausgehe, was für den jeweiligen Mann sicher spürbar wird und nicht gerade fürderlich für die Partnerschaft ist.
Aber letztere Punkte können wir ja mit uns im Stillen oder mit auserwählten Vertrauten regulieren. die "Öffentlichkeitsarbeit" erspare ich mir jednefalls zunehmend länger, stets hoffend, dass der nächst der richtige ist und den werde ich dann stolz und voller Überzeugung präsentieren, was ich Dir, liebe FS auch sehr wünsche.
w 52
 
  • #6
1. Ich finde es schon wichtig, den neuen Partner im Freundeskreis einzuführen. Gerade wenn man einen gemeinsamen Freundeskreis pflegen und viel gemeinsam unternehmen möchte, kommt man ja auch nicht darum, es so zu halten. In der Tatsache des Vorstellens ds neues Partners liegt also nicht die Wurzel des Problems.

2. Wie Du wohl schon selbst erkannt hast, ist das eigentliche Problem der häufige Beziehungswechsel. Das betrifft ja nicht nur die Komponente "im Freundeskreis vorstellen", sondern viel wichtiger ja auch Dein eigenes Erleben wie Trennungen, Verarbeiten, Verlieben mit all den dazugehörigen emotionalen und organisatorischen Belastungen. Mir scheint, Du stürzt Dich vorschnell in neue Beziehungen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man sich verlieben, genießen, entlieben, trennen, vollständig verarbeiten und wieder wirklich frei sein kann -- und das im Jahresrhythmus. Das stimmt was nicht! Das ist nicht förderlich und in Wirklichkeit nicht zu leisten!

Mein Rat: Du solltest Dir mehr Zeit lassen mit dem Verarbeiten und zur Ruhe kommen nach einer gescheiterten Beziehung und Du solltest auch die Gründe für das Scheitern genauer analysieren und die wahren Ursachen erkennen, so dass Du bei der nächsten Beziehungsanbahnung darauf achten kannst. Außerdem solltest Du in der Kennenlernphase kritischer und wacher sein undn nicht vorschnell von einer Beziehung sprechen, sondern erst einmal genau prüfen, ob wirklich alle notwendigen Bedingungen erfüllt sein, z.B. Ansichten und Wertvorstellungen (wäre albern, wenn es daran nach 12 Monaten scheitert, denn solche Dinge ändern sich kaum!), ebenso Lebensziele (Kinderwunsch ja/nein; Wohnort etc. kann man vorher wissen), Interessen und Freizeitverhalten sollten zumindest grob passen, aber das muss man tatsächlich ausprobieren.

Alles in allem:
+ besser verarbeiten, reflektieren und daraus lernen
+ genauer und intensiver kennenlernen, bevor man eine Partnerschaft beginnt.

In einem so schnellen Rhythmus sollte man keine Partner verschleißen, sonst macht man einen Fehler.

Aber wenn alles erfüllt scheint, dann es ist dennoch richtig, den Partner im Freundeskreis vorzustellen -- selbst wenn es wieder scheitern sollte. Aber ein gemeinsamer Freundeskreis und viel gemeinsame Unternehmungen sind einfach essentiell. Das machst Du also richtig.
 
  • #7
Na ja, "aus einem verzagten A... kömmet niemalen ein fröhlicher F... "(Martin Luther)

Wenn Ihr schon von vorneherein davon ausgeht daß es wieder nix wird wirds auch nix. Im Falle von Liebe sollte es jeden völlig egal sein was das Umfeld wieder denekn möge. Auch wenn Du liebe FS dann den Reflex haben solltest das Ende zu begründen, tus einfach nicht. Und wenn wer fragt, na ja, ist doch privat. Du muss ja nicht antworten.

Ich habe meine neue Partnerin nicht förmlich vorgestellt oder wurde vorgestellt. Wir sind einfach zusammen bei den entsprechenden Anlässen zusammen aufgeschlagen und gut is.

@4 Ich würde das als Dein neuer Partner nicht akzeptieren, nicht mitkommen zu dürfen weil DU im Falle eines scheiterns dann Erklärungen abgeben würdest. Das erzeugt so eine "Probezeit" Situation. Den Partner zu verstecken find ich einer Partnerschaft nicht zuträglich.

@ FS und 4: wenns so schnell geht und nie was wird wäre es vielleicht gut mal an der Auswahl und auch an Eurer Beziehungsfähigkeit zu arbeiten. In wie weit seid Ihr bereit auch das Ich für ein Wir zum Teil aufzugeben? Das genau macht eine Partnerschft nämlich aus, daß es eben auch Breiche gibt die ein Wir erfordern. Sonst lebt man nebeneinander her und keine Partnerschaft. Natürlich ohne dabei sich selbst zu verlieren.
 
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Gast

  • #8
Liebe FS, ich kann dich verstehen. Mir geht es gerade genauso: Seit 3 Monaten ein neuer Freund, fast alle guten Freunde und sogar die Kollegen (sehr enger Kontakt) wissen es, aber meine komplette Verwandtschaft nicht (ich wohne aber auch weit weg von denen). Einfach weil ich nicht so schnell wieder die Situation haben will, sagen zu müssen, dass es mal wieder nicht geklappt hat. Das hat weniger mit dem Stempel "Männerverschleiß" zu tun, als vielmehr damit, dass man für beziehungsunfähig gehalten wird.
Letztendlich ist es doch aber so, dass es sich irgendwann zB zu Familienfeiern ergibt und man stellt vor und wird vorgestellt. Absichtlich geheimhalten würde ich es nicht, wenn man mich fragt.

Ich glaube, man sollte viel mehr das JETZT genießen statt darüber nachzudenken, was die Leute von einem in 1 Jahr denken könnten.