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  • #31
Gerade habe ich hier gelesen, dass das alte Modell (Frau=Haus und Kind; Mann= Arbeiten) das beste sei. W, AE

Es gibt leider noch viel zu viele Vertreter dieser "Ideologie", die aber meistens schief geht bzw. neurotische Kinder hervorbringt, die von Hubschrauber-Mütter erzogen wurden, oder von Müttern, die total unglücklich in einer unglücklichen Ehe leben, weil sie sich nicht trennen können, weil sie ansonsten vor dem Nichts stehen, weil sie kaum berufstätig waren und zurück in den Job nicht können.

Ich habe so eine Kollegin, die es nach langer langer Zeit mit Hilfe der Arge geschafft hat, sich wirklich hochgearbeitet hat, aber viel zu lieb ist. Nachdem ich sie fragte, warum sie immer noch ihrem geschiedenen Ex, der sie sehr mies behandelt hat, in der ganzen Ehe lang, den A.... immer noch hinter her trägt, anstelle ihn seiner neuen Freundin zu überlassen, die sich nicht um ihn kümmert, aber von ihm heiß verehrt wird, schaute sie mich nur mit großen Augen an und sagte, so klar hat noch nie mit ihr jemand gesprochen. Sie weiss mit 55 viele Sachen einfach nicht und ist ein Teil Haschl geblieben.

Also Frauen, aufwachen, Teilzeit ist fast überall möglich und Qualität setzt sich über kurz oder lang durch. Habe ich ja als ehem. Ossi-Frau selber im Westen bei den Arbeitgebern immer wieder erlebt.

w
 
  • #32
FS, man schafft alles was man schaffen will. Du kommst mir so vor als hättest Du keine Lust zu arbeiten und möchtest es hier gerne bestätigt haben. Ich habe immer Vollzeit gearbeitet als AE mit zwei Kindern , Haus , Hund und Garten. w52
 
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  • #33
Liebe FS, das ist überhaupt kein Problem, wenn Sie es wie meine Mutter und meine Großmutter machen. Für diese Damen ist Brutpflege ganz selbstverständlich Männersache. Suchen Sie sich einen familiär eingestellten ,gebildeten, aber ehrgeizlosen Partner, am besten einen Lehrer, und überlassen Sie ihm das Gros der Haus- und Familienarbeit.

Männer, die Kinder und Karriere verbinden, tun nichts anderes. Das ist eine männliche Eigenschaft, die Frau unbedingt kopieren sollte. Das zur Diskussion gestellte Problem stellt sich dann gar nicht erst!
 
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  • #34
Unglaublich, wieviel Häme und Bosheit hier regieren... Klar, ist ja alles schön anonym, da braucht man auch keinen Respekt vor den Lebensentwürfen der anderen haben und kann seinen eigenen Narzissmus wunderbar zur Schau stellen, nach dem Motto: Alle, die anders denken und die Dinge nicht so machen wie ich, sind blöd oder arbeitsscheu...

Ich schäme mich für meine Mitmenschen.
 
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  • #35
Sich das Leben um den Job herum bestmöglich organisieren.

Haushaltshelfer die Zeit sparen, wie Spülmaschine, Wäschetrockner, großer Gefrierschrank (spart häufiges Einkaufen) sollte man sich unbedingt gönnen.
Sind die Kinder noch klein sich evtl. stundenweise eine Tagesmutter nehmen (vermittelt das Jugendamt - ist gar nicht so teuer wie manche denken), um Abweichungen zwischen Kindergartenzeiten und Arbeitszeiten zuverlässig überbrücken zu können.
1-2 Stunden mehr Tagesmutter die Woche schafft Zeit zum Einkaufen. Oder gelegentlich den Lieferservice großer Supermärkte nutzen - kostet 2,50 - 3,- €, Benzin verfahren ist auch nicht günstiger.

Sind die Kinder schon größer können sie selbstverständlich auch ein wenig mithelfen, je nach Alter.
Den Kindern z.B. schon früh beibringen ihren Kram / Spielzeug wieder weg zu räumen, wenn es nicht mehr gebraucht wird, im eigenen Zimmer genauso wie im Wohnzimmer. Das ist kein "arbeiten" sondern ganz normale Erziehung. Mütter die ihren Kindern alles hinterher räumen tun diesen keinen Gefallen, im Gegenteil.

Was kinderunabhängige Hausarbeiten (z.B. Fensterputzen, Einkaufen, Kochen, Küche danach wieder sauber machen, Staub wischen, Blumen gießen/pflegen...) angeht, die haben Vollzeitbeschäftigte ohne Kinder genauso in ihrer Freizeit zu erledigen, somit kann man da nicht von "Doppelbelastung" durch Kinder reden.

Einige Haushaltstätigkeiten werden mit Kindern mehr, z.B. öfters Saugen/Feudeln, öfters Bad putzen, mehr Waschen/Bügeln als es ohne Kinder notwendig wäre. Nur da kann man tatsächlich von einer zusätzlichen Belastung durch zusätzliche Hausarbeit sprechen.
Wenn man mal nur die ZUSÄTZLICHE Zeit rechnet, die der Haushalt wegen der Kindern in Anspruch nimmt, dann kommen da gar nicht sooo viele Stunden zusammen in der Woche.
Übrigens gibt es auch Singles, die trotz Vollzeitbeschäftigung täglich saugen, feudeln, ihr Bad putzen nach dem morgendlichen Duschen. Da ändert es nichts am Aufwand, ob vorher eine oder vier Personen das Waschbecken benutzt haben.

Wie gesagt, ältere Kinder können auch mal helfen, Waschmaschine und Trockner laufen von alleine, man muss nicht jede Jeans bügeln, Blusen kann man auch mal Bügeln lassen, bieten die meisten großen Supermärkte in der hauseigenen Reinigung an - ganz praktisch während man einkauft.

Die finanzielle Mehrbelastung für die ganzen "Hilfen" wird durch die Vollzeittätigkeit möglich.

Was an echter täglicher "Mehrbelastung" bleibt im Vergleich mit Kinderlosen ist die Erziehung der Kinder, Familienausflüge, Betreuung und Förderung der Kinder...
Aber hat man nicht gerade dafür die Kinder bekommen, weil man das mit ihnen erleben möchte in seiner Freizeit? Wieso also ist das dann Mehrbelastung?
Die Zeit ist doch die Belohnung / der Ausgleich für das bißchen Zusatzstress im Haushalt, das wofür man diesen gerne in Kauf nimmt.
Wer das allerdings dann auch noch als "Arbeit" und "Belastung" sieht sollte sich mal Fragen warum er überhaupt Kinder wollte.
 
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  • #36
Mit so einem vollgestopften Zeitplan von morgens 5:30 - abends 22 Uhr, ohne meine eigene Seele leben zu lassen... das ist kein Leben mehr, das ist nur noch Funktionieren.
Das dann auch noch als "normal" oder als okay anzusehen ist fernab von aller Kreativität, von allem Leben. Wer so lebt, wird irgendwann krank werden - oder versucht unterbewußt jetzt schon, sich auf diese Art aus dem Leben zu stehlen, sorry.
Arbeiten bis zum Umfallen?

Ich wundere mich auch immer wieder, warum Teilzeit in DE nicht gesellschaftlich akzeptiert wird. Holland fördert aus "Gendergründen" Teilzeit für MANN UND FRAU! Das dort propagierte Modell sieht vor, dass Beide ruhig Teilzeit arbeiten sollen! Die Rente wurde vom Vollzeitzwang durch eine Basisrente sinnvoll entkoppelt, dann kommt noch Extra Betriebsrente und ähnliches oben drauf.

in Holland arbeiten bereits fast 30% der Männer und 76% der Frauen Teilzeit, meist so um die 30 bis 32 Std ist das Modell der Männer . Die Politik dort fördert das Modell, lange war die Arbeitslosigkeit niedriger als hier deswegen, da hat man sogar Studenten Studiengebühren erlassen, wenn sie als Gegenleistung in Geschäften oder Tourismus arbeiten.

ich kenne einen Informatiker, der nur deshalb in Holland arbeitet, weil er als Mann dort ohn Probleme Teilzeit arbeiten kann, wird akzeptiert! In DE akzeptiert das doch bei Männern kein Arbeitgeber!

Schweden startet nun Versuche zur 30 Std-Woche in den Behörden Göteborgs. Bei Erfolg (geringere Krankenstände, etc) will man das auf die gesamten Stadtverwaltungen ausdehnen.

Wir können es uns leisten, gerade in DE ist das Arbeitsvolumen, obwohl immer mehr Frauen mitarbeiten bei nur noch 1397 Std pro Person p.a. --- 1991 waren es noch 1500 Std. -- das ist sogar mit Holland der Negativrekord, nur die Verteilung ist hier eben schlechter. Minijobber nur 10 Std, andere über 40.
 
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  • #37
Millionen von Frauen und Männern in der DDR haben das hinbekommen.Wenn man will, eine robuste Konstitution hat, Freunde/Familie, die helfen sowie passende gesellschaftliche Rahmenbedingungen, dann klappt das.
.

DDR ist kein gutes Beispiel! Dort gab es keine Arbeitslosigkeit. Das heißt aber auch, die leute hatten auf Arbeit oft nichts zu tun. Da waren dann 10 Schrauber, einer schraubte und 6 guckten zu, die anderen waren währenddessen stundenlang in der Schlange beim Konsum, weil es mal Bananen gab.

Damals gab es dort weniger Stress. Allein im Braunkohletagebau Cottbus waren damals über 70 000 Personen Scheinbeschäftigt, zu tun gab es für so viele Leute nichts. Anwesenheit war alles. Nebenbei hatte man oft Zeit bei sich den Garten zu machen und ähnliches.

Die DDR kann man mit ihrer Art von Beschäftigung nicht mit Heute vergleichen. Z.B. war ein Bekannter von mir "Heizer in der Grundschule! Der hatte von Frühjahr bis Herbst kaum was zu tun, denn Hausmeister gab es auch noch!
 
  • #38
ich kenne einen Informatiker, der nur deshalb in Holland arbeitet, weil er als Mann dort ohn Probleme Teilzeit arbeiten kann, wird akzeptiert! In DE akzeptiert das doch bei Männern kein Arbeitgeber!

Grundsätzlich ist das ein wichtiger Punkt. Die Gute Nachricht aber ist- auch in der Deutschen Wirtschaft hat ein umdenken begonnen. So ganz ohne Politischen Druck. Ganz einfach aus dem Grund dass man für Fachkräfte mittlerweile einen Bewerbermarkt hat. Und den begehrten Leuten reicht es Heute nicht mehr aus einen möglichst dicken Scheck nach hause zu tragen. Familienfrendliche Arbeitszeitmodelle für BEIDE Geschlechter sind Zukunftssicherung.

Zumindest in unserer Region bieten dass inzwischen alle Grossen und ein guter Teil des Mittelstandes an. Plus die Heutzutage sehr guten Möglichkeiten zur Kinderberteuung machen es gut möglich.
 
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  • #39
Zumindest in unserer Region bieten dass inzwischen alle Grossen und ein guter Teil des Mittelstandes an. Plus die Heutzutage sehr guten Möglichkeiten zur Kinderberteuung machen es gut möglich.

Fachkräfte-Mangel, Zukunftssicherung? Vielleicht bei Altenpflegern und gewissen Ingenieur-Bereichen, aber nicht für alle anderen Berufe. In meinem Bürobereich gibt es z.B. keinen Fachkräfte-Mangel, in Berlin, wo viele junge Leute hinwollen schon gar nicht. Da werden ältere Arbeitnehmer gerne entlassen, wie z.B. der Verlag Springer, der vor nicht langer Zeit ganz viele AN über 45 entlassen konnte und Prozesse vor dem Arbeitsgericht nichts halfen. Wurde natürlich in der Presse nicht bekannt gegeben. Dafür wurden/werden wieder viele junge und wesentlich preiswerte Nicht-Berliner eingestellt.
 
  • #40
Vielleicht bei Altenpflegern und gewissen Ingenieur-Bereichen, aber nicht für alle anderen Berufe. In meinem Bürobereich gibt es z.B. keinen Fachkräfte-Mangel, in Berlin, wo viele junge Leute hinwollen schon gar nicht.

Hab ja auch nur von meiner Gegend gesprochen. Natürlich hats was mit der Branche, dem Ort und der Quali an sich zu tun. Wie immer Angebot und Nachfrage. Aber in Gegenden die so strukturiert sind stellt sich die Eingangsfrage oft auch nicht. Genauso mit wenig gefragten Ausbildungen, wer seine Berufswahl nicht auch von seinen Zukunftschancen abhängig macht ist selbst verantwortlich.

Da die FS davon redet wie man Familie und Job unter einen Hut bekommt dürfte ein guter Arbeitsplatz nicht Ihr Problem sein. Wir sind froh um jeden der nach der Babypause wieder kommt, und sehr flexibel bei den Zeitwünschen. Nur so können wir weiter wachsen. Auch junge Leute bekommen wir nur noch wenn wir entsprechende Modelle anbieten.
 
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  • #41
Erst mal stellt sich die Frage, ob man überhaupt Vollzeit arbeiten muß. Etwas Verzicht auf die Dinge, die man ohnehin nicht braucht, beide Partner arbeiten 80% und teilen sich fair die Familienarbeit und sind einigermaßen gut organisiert schon hat man ein ganz normales Familienleben. Meistens scheitert die Normalität an den hysterischen Helikopter-Müttern, die sich nicht organisieren können und aufgrunddessen aufraspeln.

- Kinder können nach ein paar Wochen schon als Erstklässler allein in die Schule - konnten wir doch auch.
- Kinder können schon in jungen Jahren ihren Krempel selber wegräumen, wenn nicht, haben sie zuviel. Haben wir doch auch gemacht und sind nicht daran zugrunde gegangen, sondern haben uns von vornherein überlegt, ob wir rummuellen, wenn wir es selber wieder wegschaffen müssen.
- Kinder können ab einem gewissen Alter einfache Arbeiten im Haushalt übernehmen. Das gibt ihnen Selbstbewusstsein und hilft selbstständig zu werden.

Frau kann sich auch einreden, überfordert zu sein und darauf viel Energie verschwenden. Meistens scheitert die partnerschaftliche Aufteilung an dem Perfektionismusanspruch der Frauen, die meinen alles muss nach ihrem Kopf gehen und nur an dem rumnoergeln, was die Männer machen, bis diese nichts mehr tun, weil keine Lustbauf den Nervkram.
 
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  • #42
In dem man bereits bei der Partnerwahl einen Partner findet,

- der ebenso Kinder liebt, und für sie da ist.
- der auch im Haushalt mitarbeiten kann
- der auch kochen kann
- der auch alleine und gut einkaufen kann.
- der auch organisieren kann, ohne durchzudrehen.
... auch wenn das für Manche "unmännlich" erscheinen mag.

Vorschlag: Die ersten zwei Jahre noch ohne Kinder zusammen wohnen.
Und dort den gemeinsamen Alltag üben und testen. z.B. abwechselnd fürs Abendessen zuständig sein.

Beiden sollte vorher klar sein, was Alles auf sie zukommt, für die nächsten 20 Jahre, wenn sie Kinder bekommen.
Aber z.B. wenn die Mutter trotzdem auch in ihrem Beruf arbeiten möchte.

Es genügt als Mann nicht, nur das Geld zu verdienen. Sondern er muß sich auch aktiv an der Familie
und deren Arbeiten beteiligen. Auch wenn er nach seiner Arbeit mal keine Lust darauf hat.
Egal ob mit oder ohne Kinder.

Wenn man geübt und erfahren ist, geht die Arbeit leichter von der Hand.
Waschmaschine und Spülmaschine etc. sind sehr nützliche Helfer.
Im Auto stets Taschen oder Boxen und Kühltaschen dabei = stets bereit zum einkaufen.

Seine Kinder gut erziehen, dann hat man weniger Mühe mit ihnen.

Als Eltern hat man ab 20 Uhr i.d.R. "Feierabend" = Zeit für sich oder die Zweisamkeit.
Als AE vielleicht nicht so oft, aber man kann sich auch da eigene Freiräume schaffen.

Wichtig: Sich organisieren, und den Anderen Regeln und Richtlinien aufstellen, damit gewisse Ordnung und Disziplin herrscht, auf die man sich stützen kann, und dadurch weniger Arbeit und Mühe.
Wer z.B. seinem Kind hinterher putzt, während es munter weiter kleckert - hat zuviel Arbeit und Mühe, die er vermeiden könnte.

Anfangs vielleicht besser keinen Hund, sondern erst mal mit den Kindern zurecht kommen.
Wer k.o. auf der Couch liegt, oder von der Arbeit nach Hause kommt, mag ungern noch mit dem Hund Gassi gehen.
 
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  • #43
Meine Mama hat das wunderbar geschafft und sie ist für mich ein Vorbild. Woher sie die Energie nahm, weiss ich auch nicht. Allerdings gab es feste Regeln, ich musste zeitig ins Bett usw ich denke sowas hilft ungemein. Ich hoffe ich mache es genauso gut wie sie :)
W(33)
 
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  • #44
Ich (noch kinderlos) kann mir echt nicht vorstellen, dass das funktionieren kann. Also wenn eine Frau VOLLZEIT arbeitet und dann behauptet, dass sie Hausarbeit und Kindererziehung "nebenbei" bzw. "nach Feierabend" erledigt. Kippt man da nicht irgendwann um? Es würde mich echt interessieren, wie die Frauen, die in dieser Situation sind, das machen. Ich meine diejenigen, die keine Nanny und Putzfrau haben. Oder braucht man das dann automatisch?
Es geht. Wobei der Haushalt "nebenbei" läuft, das Kind nicht. Das Kind ist nach Arbeitsschluss Hauptperson. Allerdings ist es anstrengend und wie man das dauerhaft mit einem Job schafft, den man nicht wirklich liebt, ist mir auch nicht klar.

Mein Arbeitgeber ist familienfreundlich und hat sehr flexible Zeiten, ich kann auch hin und wieder von zu Hause arbeiten.

Haushaltshilfe/Nanny haben wir bisher nicht, wenigstens eine Haushaltshilfe sollten wir uns aber mal langsam zulegen… Prinzipiell geht Haushalt mit Kind sehr gut, aber die Energie ist begrenzt und Haushalt, v.a. Putzen, ist nun das letzte, wofür wir knappe Energien aufwenden möchten. Achja, ohne Mann, der sich ebenbürtig engagiert um Kind und Haushalt zeigt, wird es wirklich anstrengend.

Achso: Mein Kind muss nicht zeitig ins Bett, sondern ich genieße die Abende mit ihm, es geht glücklicherweise eher spät schlafen, weil es Mittagsschlaf macht und insgesamt wenig Schlaf braucht.
 
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  • #45
Ich bin in der Ex-UdSSR aufgewachsen, somit musste meine Mutter auch in Vollzeit arbeiten gehen. Dort reichte es niemals aus, wenn nur einer der Geldverdiener ist. Nein, damit waren viele Mütter in der Generation meiner Mutter nicht wirklich zufrieden, aber sie konnten es sich nicht anders leisten und kannten es auch nicht anders. Die Frau dort hatte nie die Wahl zwischen Hausfrau, Teilzeitbeschäftigung o.ä. Es hat natürlich auch so mit dem Ganztagskindergarten funktioniert. Mittlerweile bin ich Mutter von 2 Kindern, arbeite nur in Teilzeit (mein Mann in Vollzeit)-wir leben in DE und hier ist das gut möglich. Meine Mutter kommt oft zu Besuch und sie sagt immer, dass sie es wunderschön findet, wenn ich mehr Zeit für meine Kleinen haben kann als sie damals haben konnte.
Sie hat es geschafft, in VZ zwei Kinder großzuziehen, ohne dass mein Vater dabei (außer mit Geld) mitgeholfen hat.
Aus der Sicht meiner Mutter war dies jedoch ein sehr anstrengendes Leben, wo sie zu wenig Mutter, dafür zu viel Arbeitskraft gewesen ist. Meine Mutter ist echt froh, dass ich so ein Leben VZ-Arbeiten und Kinder erziehen nicht führen muss. Sie sagt mir immer, wenn sie die Wahl gehabt haben durfte, würde sie niemals in VZ als Mutter von zwei kleinen Kindern arbeiten gehen, evtl. erst später. Viele meiner russischen Freundinnen, die hier verheiratet sind, finden das Modell Mutter und TZ-Job viel besser als Mutter und VZ-Job. Wir haben natürlich das Glück, dass unsere Männer dementsprechend genug verdienen, damit das überhaupt möglich ist. In den ex-sozialistischen Staaten haben selbst Akademiker viel zu wenig verdient, so mussten die Frauen in VZ arbeiten, egal ob sie es wollen oder nicht. VZ oder TZ stand dort überhaupt nicht zu Debatte.
Ich finde, jedes Paar soll es so entscheiden, wie es möchte. Wir sind mit unserer Situation mehr als zufrieden. Wenn ich hier lese, wie eine AE-Mutter mit einem VZ-Job lebt, finde ich diesen Alltag nur pures Funktionieren, nur eine Arbeitskraft sein, zu wenig Zeit für Entspannung und Innehalten. Ob so ein stark arbeitsreiches Leben jedem zusagt, musst jeder selber wissen.
Wir sind in der glücklichen Lage, nicht auf meinen Verdienst angewiesen zu sein. Lieber verzichten wir sogar auf großen materiellen Luxus als dass ich dafür auch in VZ arbeiten gehen muss. Zum Glück kann man in DE vernünftig, sogar gut auch mit relativ wenig Geld auskommen. Uns ist es wichtiger, mehr Zeit mit unseren Kindern zu haben anstatt mehr Geld auf dem Sparbuch. Ich koche jeden Tag frisch für unsere Kinder und betreue sie nachmittags-dafür verzichte ich gerne auf große Reisen und teuere Kleidung, weil ich eben keine VZ-Stelle haben möchte, die uns dies ermöglichen könnte. Dafür aber habe viel Zeit für unsere Kinder-das fühlt sich toll an.
Übrigens mag mein Mann genau das, dass ich viel mehr Mutter sein möchte und weniger ein Arbeitstier. Meinen Kindern tut das auch gut.
 
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  • #46
Wer sagt, dass frau das ALLEINE schafft?
In der Regel macht der Mann die Hälfte, man hat Putzfrau, Kita und Zusatznanny und arbeitet dann Teilzeit.
Wer Vollzeit arbeitet mit kleinen Kindern, verpasst eben seine Kinder. Alles geht eben nicht, aber mit dem richtigen Partner kann man trotzdem irgendwie alles unter einen Hut bekommen. ;-)
 
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  • #47
Die Kinder sind doch abends um 20 Uhr im Bett. Wo ist da das Problem?
Da bleiben sogar noch 2-3 Stunden Freizeit.
Sind die Kinder in einem Alter wo sie schon länger wach bleiben, dann sollte das Wichtigste in der Erziehung auch schon lange geschafft sein (hoffentlich).

Haushalt is auch easy. Is ja nich so, als müßte heutzutage noch jemand im kalten Winter jedes Wäschestück mit der Hand am eiskalten Bach durchschrubben. 1 mal die Woche den Staubsauger/Wischmob rotieren lassen und Staub-wischen und 1 mal im Monat Fenster putzen.
Wenn Frau Holz zum Kochen sammeln müsste und Trinkwasser vom Brunnen holen müsste, sowas würde ich als Arbeit betrachten aber doch nicht was hier und heute in Deutschland erforderlich ist.
Zeitraubend und lästig vlt., aber alles andere als anstrengend.
 
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