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Gast

  • #1

wie reagiert ihr auf Witwen?

 
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Gast

  • #2
Ja, was meinst Du denn? Schreiend davon rennen? In tiefer Beileidspose mit ständig gesenktem Kopf? Immer in der Angst, Du könntest was falsches sagen? Oder in Sorge, ihr verstorbener Mann ist noch lange der dritte im Bunde?

Witwen - so banal das jetzt klingen mag - sind Frauen. Und wenn sie dieses Forum als Plattform nutzen, dann sind sie an Kontakten und Umgang interessiert. Natürlich wird vieles - solange sie ihre gewohnte Umgebung beibehält - an ihren Mann erinnern. Er war bis dahin ein Teil ihres Lebens.
Bleibt dennoch die Frage: Was unterscheidet einen Verstorbenen von einem Ex, einem Verflossenen?

Deshalb wäre meine Vorgehensweise in keinem Fall anders, als bei einer getrennt lebenden oder einer Geschiedenen. (Schließlich heißt es ja: "Bis daß der Tod Euch scheidet")

Gedanken würde ich mir nur bei "schwarzen Witwen" machen ;-)
 
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Gast

  • #3
Vielleicht wäre ein Hinweis auf die bestehende Dauer des Alleinseins und die Motivation, sich bei EP anzumelden sinnvoll.
Wenn jemand erst seit kurzer Zeit verwitwet ist, wäre ich mir nicht sicher, ob derjenige wirklich schon für eine neue Beziehung bereit ist ...
 
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Gast

  • #4
Also die Situation hatte ich noch nicht... aber ich denke ich hätte da erst mal keine Berührungsängste. Wie #1 schon sagt: Wenn Sie bei EP ist sollte man davon ausgehen, dass Sie zumindest davon ausgeht, bereit für was Neues zu sein. Und um es mal bildhaft auszudrücken - mit seinem Bild auf dem Kaminsims werde ich auch kein Problem haben, aber auf dem Nachttisch sollte dann später mal meines stehen.

Zu Geschiedenen und getrennt Lebenden sehe ich schon deutliche Unterschiede: Verwitwet ist in meinen Augen fast Single, Geschieden ist ein (wenn auch nur kleines) Warnzeichen, Getrennt geht gar nicht - erst mal ein Kapitel sauber schliessen, dann das nächste aufschlagen.
 
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Gast

  • #5
Also das wäre mit Sicherheit sehr... merkwürdig. Schließlich hat sich die Witwe ja normalerweise nicht gewollt "getrennt". Außerdem wird der Verstorbene doch immer irgendwie da sein.
 
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Gast

  • #6
ich denke auch, ich hätte da eher keine berührungsängste. wenn frau ihre trauer verarbeitet hat und sich einen neuen partner suchen möchte, sehe ich da für mich kein problem.
ich wäre vorsichtiger bei getrennt lebenden, aus sorge, das da etwas vielleicht noch nicht abgeschlossen ist. auf keinen fall möchte ich "trennungshelfer" sein. denn damit wäre ich teil der alten beziehung...
 
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Gast

  • #7
Ich hatte mal so eine Frau kennengelernt. Autounfall er tod, sie schwer verletzt und suchte genau so einen Traum Mann wie ihren damaligen, das ging nicht.
Ich würde daher keine pauschale Aussage machen, da jeder Fall sich anders darstellt. In Summe gesehen wäre es aber ein kleiner Nachteil, den ich genaustens hinterfragen würde.
 
G

Gast

  • #8
Umgekehrt habe ich auch keine Probleme mit Wittwern. Es kann ja wohl keiner etwas dafür, das das Leben einem einen solchen Verlust beschert.

Ich kann hier aus eigener Erfahrung beitragen, denn mein langjähriger Lebenspartner ist vor 6 Jahren verstorben. Ich hatte zwischenzeitlich wieder eine Beziehung und bin jetzt Single. Ich habe keine Fotos herumstehen und würde nie auch nur versuchen, eine "Kopie" dieses Mannes zu finden oder gar nur haben zu wollen oder sonst ihrendeinen "Fetisch" betreiben. Dass es Tage im Jahr gibt, wie Todestag, Geburtstag etc., an denen ich wieder etwas der alten Trauer fühle ist, denke ich, normal. Das wäre auch so, wenn ich ein Kind oder einen anderen geliebten Menschen verloren hätte und hat mit einer neuen Partnerschaft gar nichts zu tun.

Wir haben alle mehr oder weniger unsere "fragilen" Punkte, einfach durch unseren Lebensweg und unsere Erfahrungen, die wir machen. Ein anderer hat vielleicht erlebt, dass er betrogen wurde und ist auf diesem Punkt anfälliger oder misstrauischer.
Ute
 
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Finnley

  • #9
Das hängt in erster Linie von der Dauer seit dem Abschiedszeitpunkt ab.
 
  • #10
naja ich bin da eher optimist, es gibt sicher keinen ärger mit dem ex.
 
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Finnley

  • #11
@#9: Punktabzug für Taktlosigkeit.
 
  • #12
@#9: *lach* Ja, das ist ein positiver Aspekt.
@#10: Nun lass mal sein mit deiner politischen Korrektheit! Ist doch toll, wenn hier jeder sagt, was er wirklich denkt und nicht was von ihm erwartet wird!
 
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Gast

  • #13
Bei Witwen hätte ich ein schelchtes Gefühl. Die trauern wohl auch Jahre später noch ihrer Liebe des Lebens hinterher. Je länger tot, desto besser war er. Ne, das wäre nichts für mich. Ist hart, aber ehrlich. Und schließlich soll man doch ehrlich und nicht politisch korrekt antworten, oder?
 
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Gast

  • #14
ist schon witzig bei Witwen bekommen manche Menschen Ausschlag, aber wenn andere Menschen sich getrennt haben und auch noch heute darüber trauern, bekommt keiner/ keine bei Kontakten etwas mit. Also weshalb hier die Frage. Geschieden ist auch eine Frage, wenn es wichtig ist.
 
G

Gast

  • #15
Hallo, mein Mann ist im Oktober 08 gestorben. Natürlich, bin ich traurig, aber das bringt Nichts. Die Frage Warum? werde ich nie beantwortet bekommen. Ich errinere mich auf schöne gemeinsame Momente und verdaue dass er nicht mehr da ist. Leben geht weiter! Ich muss auf mich denken, wenn ich mich für das Leben entschieden habe (sonst bekommt man ganz schnell Krebs oder sowas). Alltag zu meistern ist dabei am schwerste. Eine Person für gemeinsamen Alltag wäre Rettung! Ablenkung erst mal! Und dann wenn Alles gut läuft, auch mehr! Man verliebt sich oder nicht!
Es hängt von Frau zu Frau, wie sie das verarbeitet und ob sie den Tod losmachen möchte oder nicht!
LG