• #1

Wie Partnerin mit Kind zu einer friedlichen Trennung bewegen

Hallo,

ich bin 43 Jahre und wurde quasi über Nacht von meiner Partnerin mit unserer gemeinsamen Tochter verlassen. Meine Partnerin ist ein schwieriger Typ, die Geburt unseres Kindes war auch für mich eine große Umstellung und Fehler sind sicher von beiden Seiten passiert. Von meiner Seite ist aber trotz der sexuellen Flaute und den ständigen Vorwürfen von ihr noch nicht alles vorbei. Hab selbstständig Lösungsvorschläge gemacht und eine Beratung mit Mediation in den Raum gebracht, meine Mutter hat meiner Partnerin Hilfe im Haushalt und mit dem Kind angeboten und meine Partnerin hat den ganzen Angeboten auch zugestimmt.

Und dann komm ich vorletzte Woche von der Arbeit nach Hause und ein Teil der Möbel und meine Partnerin mit dem Kind sind einfach so weg. Bis ich wieder von ihr gehört habe, hat es Tage gedauert und jetzt kommuniziert sie nur mit einem Anwalt mit mir, der mir mitteilt, dass meine Partnerin einen Job hunderte Kilometer von unserem Lebensmittelpunkt entfernt anzunehmen gedenkt.

Habe eigentlich keine Lust mich auf dieses Niveau einzulassen und finde es überflüssig, dass es so enden soll. Statt um das alleinige Sorgerecht zu kämpfen, von dem sie meint, dass es ihr als unverheirateter Frau zusteht, sollte sie doch besser mithelfen, damit wir als Familie gemeinsam funktionieren. Unserer Tochter zuliebe und die bekommt ja auch schon einiges mit mit ihren knapp 2. Spätestens an ihrem 3. Geburtstag kann und muss meine Partnerin auch als Alleinerziehende wieder voll arbeiten und anstatt mit dem Kind an den Hintern der Welt zu ziehen, nur um mir was zu beweisen, würde es doch viel mehr Sinn machen, wenn wir als Familie und Paar unsere Ressourcen gemeinsam bündeln.

Mit Worten komme ich aber einfach nicht an sie heran. War jemand schon mal in einer ähnlichen Situation oder hat Erfahrung, wie man mit einem Partner umgeht, der sich derart unberechenbar benimmt?
 
  • #2
Auf zum Jugendamt... Sowas ist deren tägliches Brot.
Umgangsrecht für Dich durchsetzen. Auch die Großeltern haben ein Umgangsrecht.

Falls Du willst, dann auch beraten lassen wegen gemeinsamen Sorgerecht. Das geht dann aber zum Familiengericht.

In aller Regel wird dann den Leuten erstmal Mediation bei einer Familienberatungsstelle vorgeschlagen. Wer das ablehnt, hat dann sozusagen schlechte Argumente, wenn es vors Familiengericht z.B. ums alleinige Sorgerecht geht, weil die Möglichkeiten vorher nicht ausgeschöpft wurden.

Ich frage mich nur, warum die Frau Dich so gezielt verletzt und das Kind in einer Nacht- und Nebelaktion mitnimmt. Gab es häusliche Gewalt, Alkohol- oder Drogenprobleme?
 
  • #3
Mr. Niceguy (aussagekräftige Namenswahl), wo soll ich anfangen?
Spätestens an ihrem 3. Geburtstag kann und muss meine Partnerin auch als Alleinerziehende wieder voll arbeiten
Das weiß sie, deshalb hat sie sich eine Arbeitsstelle gesucht
einem Anwalt mit mir, der mir mitteilt, dass meine Partnerin einen Job hunderte Kilometer von unserem Lebensmittelpunkt entfernt anzunehmen anzunehmen gedenkt.
Du verschweigst uns doch irgendwas!
Warum ist dieser Job hunderte Kilometer entfernt? Ist sie in ihrem Beruf so spezialisiert, dass es nur sehr wenige Arbeitsstellen gibt? Wohnt ihre Familie an ihrem neuen Wohnort?

Was würdest du ihr denn anbieten, damit sie nicht umzieht? z.B. einen Notarvertrag, in dem du ihr bis zum 18. Geburtstag eures Kindes Betreuungsunterhalt zusicherst, damit sie nicht auf eigene Berufstätigkeit angewiesen ist?
Von meiner Seite ist aber trotz der sexuellen Flaute und den ständigen Vorwürfen von ihr noch nicht alles vorbei. Hab selbstständig Lösungsvorschläge gemacht und eine Beratung mit Mediation in den Raum gebracht, meine Mutter hat meiner Partnerin Hilfe im Haushalt und mit dem Kind angeboten und meine Partnerin hat den ganzen Angeboten auch zugestimmt.
"ständige Vorwürfe" = sie hatte also Kritikpunkte, die du bis zur Trennung nicht ernst genommen hast?
Was hat der Mediator denn gesagt? Hat er vorgeschlagen, dass deine Mutter, deinen Teil der familiären Pflichten (beinahe hätte ich "ehelichen Pflichten" geschrieben) übernimmt?

Woraus bestand eure gemeinsame Beziehung eigentlich noch? Sex hattet ihr keinen mehr, deinen Anteil an Haushalt und Kinderbetreuung hat deine Mutter übernommen und gemeinsame Gespräche wurden als Vorwürfe abgetan. Und als den einzigen Grund, die Beziehung fortzusetzen nennst du Synergieeffekte durch einen gemeinsamen Haushalt?
Mit Worten komme ich aber einfach nicht an sie heran. War jemand schon mal in einer ähnlichen Situation oder hat Erfahrung, wie man mit einem Partner umgeht, der sich derart unberechenbar benimmt?
Sie verhält sich nicht unberechenbar. Sie verhält sich wie jemand, der die Beziehung als endgültig gescheitert ansieht und sich jetzt gut für den Rosenkrieg positioniert.
 
  • #4
Hallo FS,

"um des Kindes willen" zusammenzubleiben, wenn die Eltern als Paar nicht glücklich sind (und offenbar auch nicht mit Hilfe und Mediation von außen zueinander finden), kann vor allem für das Kind (!) der schlechteste aller Wege sein.
Sagt dir übrigens eine, deren Eltern "wegen der Kinder" zusammengeblieben sind....

Als möglichen Weg würde ich ansehen, elterliche Ressourcen in der Form zu bündeln, dass man nach der Trennung in erreichbarer Nähe bleibt, um gemeinsam für das Kind da sein zu können. Deine Bemühungen in diese Richtung zu lenken könnte ein fruchtbringenderes Ziel sein, als eine unerfüllte, schwierige Paarbeziehung zu erzwingen.

Grüße von FrauF
 
  • #5
Wieder ein Thread, bei dem der Mann aus allen Wolken fällt.
ich...wurde quasi über Nacht von meiner Partnerin...verlassen.
...sexuellen Flaute und den ständigen Vorwürfen von ihr
Merkst du was ?
Überraschend kam es also nicht.
Wie in allen anderen der ungefähr 1.000 Threads zu diesem Thema hat die Frau lange gekämpft und dann aufgegeben.

Ok, offenbar bist du eine Ausnahme, denn du hast ihr Lösungsvorschlage gemacht.
Waren die von gleicher fragwürdiger Art wie dieser ?
meine Mutter hat meiner Partnerin Hilfe im Haushalt und mit dem Kind angeboten
Hast du ihr deine Hilfe angeboten ? Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr das lieber gewesen wäre.
Ok, es geht auch um die reine Arbeit, aber es gibt noch etwas jenseits der Dienstleistung, nämlich deine Wertschätzung. Und die drückst du nicht damit aus, dass du deine Familienaufgaben delegierst.

Ich glaube aus deinem Text zu lesen, dass du dich als Opfer siehst, dass deine Freundin
ein schwieriger Typ.... der sich derart unberechenbar benimmt?
ist. Kannst du dir vorstellen, dass sie das anders sieht ?
Vielleicht völlig konträr ? Und dass die Wahrheit in der Mitte liegt ?

Sie ist weg und so wie sie es gemacht hat, könnte ich mir vorstellen, dass die Trennung irreversibel ist.
Einige Frauen, ich gehöre dazu, machen die Trauer in der Beziehung ab. Wenn sie es final aussprechen sind sie am point of no return.

Falls es so ist, das wirst du schnell herausfinden, solltest du, wenn du dein Kind nicht verlieren willst, sehr kleine Brötchen backen.
Ob das gerecht und legitim ist oder nicht.
Fakt ist, sie sitzt am längeren Hebel. Und noch viel mehr, wenn sie auf Unterhalt verzichtet, bzw. wenn du keinen bezahlst.
Statt um das alleinige Sorgerecht zu kämpfen, von dem sie meint, dass es ihr als unverheirateter Frau zusteht, sollte sie doch besser mithelfen, damit wir als Familie gemeinsam funktionieren.
Bitte komme von deinem hohen Ross runter, denn sonst galoppierst du an deiner Tochter vorbei.
Deine Freundin muß nicht um das alleinige Sorgerecht kämpfen, sie HAT es. Sie muß nichts tun, es ist von allein so.
Ich tippe, sie hat seit knappen zwei Jahren, vielleicht auch schon in der Schwangerschaft ( wenn ich boshaft wäre, könnte ich fragen, ob deine Mutter beim Hechel-Kurs dabei war ) um das Funktionieren der Familie gekämpft. Nun hat sie eine minimal kleine Familie, sie und das Kind und sie wird künftig darum kämpfen, dass das funktioniert.

Mein Tip, wenn du eine Chance haben willst, friedlich mit ihr auszukommen: begibt dich vom Fordermodus in den Bittmodus.
Und sage nun nicht völlig empört, du müssest um nichts bitten und dir stehe ein Umgang zu. Richtig, aber ich denke, du willst keinen Krieg, denn den kannst du nur verlieren.

w 49
 
  • #6
Lieber FS,

ich selber habe diese Erfahrung nicht gemacht, aber sehr oft schon beobachten dürfen. Aktuell direkt das Verhalten meiner Nachbarn, beide unverheiratet, zwei Kinder. Es herrscht Dauerkrieg von Seiten der Frau, der es nicht recht zu machen ist. Viele Frauen haben einen Problem, sich der Mutterschaft zu stellen und machen unbewusst den Mann für die Geburtsschmerzen und/oder die Einschränkungen, die ein Kind mit sich bringt, verantwortlich, fühlen sich überfordert und grundsätzlich benachteiligt. Den meisten Müttern ist dies leider nicht bewusst und sie entziehen sich mit stillem Vorwurf bis hin zum Ausbruch und Abbruch der Beziehung. Diese Mauern zu durchbrechen, wirst du nicht schaffen können. Dazu bedarf es professioneller Hilfe und der Wille deiner Frau, die Gründe für ihr Verhalten zu hinterfragen.
Ich wünsche dir viel Glück und Kraft.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #7
Es ist sehr schwierig dir einen Tipp zu geben. Ich denke, dass du immer noch nicht verstanden hast, dass sie keine Beziehung mehr mit dir möchte. Sie möchte auch keine Familie mit dir sondern möchte einfach die Trennung. Auch wenn sie das alleinige Sorgerecht haben möchte, kann sie dir dein Umgangsrecht sehr schwer entziehen. Wenn du dich vernünftig verhältst, wirst du dein Kind sehen können aber deine Partnerin hat sich von dir getrennt. Ich denke, dass es auch nicht heute auf morgen kam. Auch wenn es dir so plötzlich erscheint. Viele, die hier im Forum sind, haben eine bittere Trennung hinter sich. Es ist nicht einfach und sehr schmerzhaft. Deshalb verstehe ich dich gut aber wie wir alle, bleibt dir nichts anderes übrig als die Trennung zu akzeptieren und versuchen in Rahmen der gegebenen Möglichkeiten das Beste für dich und für dein Kind rauszuholen. Mehr kannst du nicht machen.
 
  • #8
Sie hat entschieden und will offenbar nicht. Wenn sie nicht will, kannst Du Wände einrennen, Du wirst nichts erreichen. Erst einmal musst Du das akzeptieren, auch wenn ihr Verhalten ziemlich stil- und rücksichtslos ist.

Kümmere Dich jetzt erst einmal um Dein eigenes Seelenwohl. Du hast offenbar zur Rettung Deiner Beziehung und Familie einiges geopfert. Sie will nicht, also bist DU jetzt dran. Nutze die Gelegenheit. Was hast Du gerne gemacht, bevor Du Deine Partnerin kennengelernt hast? Mach, was Dir Spaß macht und worauf Du verzichten musstest. Alles weitere findet sich später, wenn Du Abstand gewonnen hast. Krieg erstmal Deinen Kopf frei.
 
  • #9
Wieder ein Thread, bei dem der Mann aus allen Wolken fällt.

Merkst du was ?
Überraschend kam es also nicht.
Wie in allen anderen der ungefähr 1.000 Threads zu diesem Thema hat die Frau lange gekämpft und dann aufgegeben.

Ok, offenbar bist du eine Ausnahme, denn du hast ihr Lösungsvorschlage gemacht.
Waren die von gleicher fragwürdiger Art wie dieser ?
Liebe, geschätzte frei! :) Es gibt da draußen leider eine Menge schlimmer Psychofrauen und nicht nur binde, taube oder fiese Männer. Deshalb würde ich dem FS nicht gleich unterstellen, dass er Sachen nicht gecheckt hat oder Fehler gemacht hat. Das bringt ihn an dieser Stelle ohnehin nicht weiter. Er musst erst einmal loslassen.
 
  • #10
Hier Niceguy, zur Mediation und Hilfe durch meine Mutter kams ja erst gar nicht. Das waren die Vorschläge, mit denen ich die Dinge zu ihren Gunsten ändern wollte. Beim Jugendamt muss ich wohl vorstellig werden. Noch haben wir gemeinsames Sorgerecht, war aber bei einer günstigen Erstberatung und die meinte, so wie ihr Anwalt schreibt, will sie einen unbedingten Rosenkrieg. Gut möglich, dass er aber nur ein bisschen dramatisiert, er will ja immerhin Geld verdienen.

Wieso sie so weit wegzieht? Natürlich gibt es dafür keinen beruflichen Grund! Sie will mich einfach nur von meinem Kind fernhalten und die Familie ein für alle Mal zu Kleinholz machen. Es wirkt fast so als wolle sie sich an mir rächen, dabei habe ich nach der Geburt doch auch mein Bestes getan, aber auch ich bin nur ein Mensch und nicht Superman! Wenn ichs nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, dass ihre Schwangerschaftshormone noch eine Rolle spielen. Es ist doch selbstverständlich, dass eine Frau mit Kind nicht den ganzen Tag faul zuhause rumsitzen, den Haushalt vernachlässigen und Prinzessin auf der Erbse spielen kann, während der Mann nach einem langen und harten Arbeitstag nach Hause kommt, nur um damm um sie zu werben, ihr nonstop Aufmerksamkeit zu schenken, immer charmant und eloquent ist und sie von vorne bis hinten verwöhnt. Sowas gibt es vielleicht in Fil!men, aber es hat nichts, aber auch gar nichts mit dem wirklichen Leben zu tun! Sowas Wie finde ich einen Weg, ihr die Wichtigkeit einer friedlichen Trennung klarzumachen? Ich habe und hoffe ehrlich gesagt immer noch, wir beide raufen uns wieder als Familie zusammen.
 
  • #11
Spätestens an ihrem 3. Geburtstag kann und muss meine Partnerin auch als Alleinerziehende wieder voll arbeiten und anstatt mit dem Kind an den Hintern der Welt zu ziehen, nur um mir was zu beweisen, würde es doch viel mehr Sinn machen, wenn wir als Familie und Paar unsere Ressourcen gemeinsam bündeln.

Also erstens mal stimmt das heutzutage nicht mehr so, dass deine Frau demnächst voll arbeiten muss.
Es liegt im ermessen des Richters, wieviel deine Exfreundin arbeiten muss, denn es wird immer zum Wohle des Kindes entschieden und 40 Stunden die Woche wird sie nicht arbeiten müssen, evt. 30, wenn überhaupt.
Zweitens kann sie hinziehen wo sie will, wenn sie plausibel erklären kann, dass sie dort einen besseren Job gefunden hat oder dort die Kinderbetreuung besser ist (z.B: durch zusätzliche Familie, Oma usw.).
Ja, es wäre schön, wenn ihr einen gemeinsamen Weg findet auch dem Kind zuliebe.
Sie scheint aber schon lange im Kopf mit dir abgeschlossen zu haben.
Was auf dich zukommt.
Du wirst ab dem Tag der offiziellen Trennung ja Trennungsunterhalt an deine Exfreundin zahlen müssen und den Kindesunterhalt fürs Kind.
Danach wird individuell entschieden und ich kenne in meinem Umfeld auch Fälle, bei denen der Mann auch Jahre nach dem 3. Lebensjahr noch Unterhalt an Kind UND Frau zahlen muss und die Frau nicht Vollzeit arbeiten muss.
Kommt eben drauf an, wie deine Ex verdient.
Ich kann dir nur aus Erfahrung raten:
Sei jetzt am Anfang möglichst großzügig in jeglicher Hinsicht.
Dann werden spätere Regelungen einfacher für Euch beide und sie wird auch wieder kooperativer.
Deiner Tochter zuliebe!
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  • #12
Es gibt da draußen leider eine Menge schlimmer Psychofrauen und nicht nur binde, taube oder fiese Männer.
Sicher gibt es die, denn es gibt nichts, was es nicht gibt.
Und es gibt die Männer, die aus den Wolken fallen.
Und es gibt viele Leute, die ein bißchen in die eine oder andere Richtung gehen.
Zu meiner Ehrenrettung kann ich ins Feld führen, dass ich das schon angenommen hatte.
Kannst du dir vorstellen, dass sie das anders sieht ?
Vielleicht völlig konträr ? Und dass die Wahrheit in der Mitte liegt ?

Ich gebe aber zu, dass ich bei diesem Thema nicht ruhig und gelassen sein kann, weil ich eine der Frauen war, die mit kleinem Kind von dessen Erzeuger erheblich ausgenutzt worden sind.
Ich habe mich dank eurer Argumente aber wieder beruhigt und gebe zu, dass ich nicht weiß, wie der FS als Vater und Partner bislang war.
Ich lese nur seine Posts und finde, dass auch er sehr einseitig und wenig wohlwollend über die Frau redet, was aber in seiner Situation genauso verständlich ist, wie ich in meiner ( die viele Jahre zurück liegt ).
Der Mensch ist per se ein Egoist. Es ist schwer, dagegen anzugehen.
Wir müssen es aber, sonst ist ein Miteinander nicht möglich.

w 49
 
  • #13
Also erst mal muss ich dir ein großes Kompliment aussprechen, denn ich hätte mir gewünscht mein Vater wäre so kompromissbereit bei der Scheidung gewesen. Er verhielt sich noch 10x schlimmer als deine Ex-Frau, zerstörte absichtlich Gegenstände meiner Mutter als diese auszog oder rückte sie nicht heraus und ließ meinen Bruder und mich Drohungen an unsere Mutter ausrichten. Das alles hat nicht nur dazu geführt, dass wir als Kinder immer ein schlechtes Gewissen gegenüber einem Elternteil hatten. Wir haben uns auch als wir älter waren von unserem Vater distanziert. Er altert jetzt einsam vor sich hin, weil er mit seinen Aktionen alle vergrault hat.
Vielleicht ist deiner Ex nicht bewusst, was sie da macht. Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass es für Kinder ganz und gar nicht gut ist, so etwas zu erleben. Ich weiß auch nicht, was sie damit bezwecken will so viel Unruhe in die Scheidung zu bringen, die ja scheinbar gar nicht nötig ist.
An deiner Stelle würde ich ihr einen Brief schreiben. Das klingt vielleicht erst mal blöd, aber reden will sie ja nicht. Ich würde ihr all das schreiben, was du uns hier auch mitgeteilt hast. Dass du eurem Kind zuliebe keine Dramen willst und alles friedlich abschließen möchtest. Das hat für alle Beteiligten nur Vorteile. Sie kann sich diesen Brief dann mehrmals durchlesen und über alles in Ruhe nachdenken. Vielleicht bewirkt es etwas in ihr und ihr findet eine Lösung.
 
  • #14
...und täglich grüßt das Murmeltier. Wieder ein Mann der angeblich ganz spontan verlassen wurde. Du widersprichst Dir aber, denn Streitpunkte und Unzufriedenheiten gab es schon länger. Nun hat sie die Konsequenzen gezogen. Du suchst die Schuld nur bei ihr. Sie ist ein "schwieriger Mensch"? Und Du? Jede Medaille hat zwei Seiten und wir lesen hier nur Deinen Teil der Geschichte. Das sie hunderte Kilometer weit weg zieht, nur um Dir eins "reinzuwürgen", kann ich mir nicht vorstellen. Sie zieht weit weg, hat einen Anwalt eingeschaltet und kommuniziert nur noch über ihn mit Dir. Bei Euch haben schwerwiegende Dinge stattgefunden, die Du hier unter den Teppich kehrst. Da bin ich sicher. Ihr "rauft" Euch nicht mehr zusammen. Sie will nicht mehr. Hast Du mal daran gedacht, dass sie Hilfe von DIR und nicht von Deiner Mutter erwartet hat? Und ja, Haushalt und Kleinkind machen Arbeit. Du siehst das offenbar anders. Siehe: "Prinzessin auf der Erbse". Für Euch als Familie ist es zu spät. Finde Dich damit ab und zahle Unterhalt für Dein Kind, ohne einen Rosenkrieg auszulösen. Das Kind kann am Wenigsten für die Trennung.
 
  • #15
Es ist doch selbstverständlich, dass eine Frau mit Kind nicht den ganzen Tag faul zuhause rumsitzen, den Haushalt vernachlässigen und Prinzessin auf der Erbse spielen kann, während der Mann nach einem langen und harten Arbeitstag nach Hause kommt, nur um damm um sie zu werben, ihr nonstop Aufmerksamkeit zu schenken, immer charmant und eloquent ist .

Hast du denn in den letzten 2 Jahren auch mal ein paar Tage am Stück faul auf der Couch gehangen und den Haushalt vernachlässigt, während deine Ex frei hatte? Wahrscheinlich nicht, sonst würdest du wissen wie anstrengend so ein Alltag mit Baby/Kleinkind sein kann und würdest ihre Leistung nicht so abwerten. Wahrscheinlich wünschte sie sich vor allem Anerkennung und Unterstützung von dir, das ist jedenfalls für die meisten Frauen wichtiger als charmantes Verhalten, wie auch immer das ausgesehen haben mag.

Ich stimme dir aber zu, dass es im Interesse des Kindes liegen sollte, beide Eltern in seiner Nähe zu haben. Suche das Gespräch mit ihr, versuche zu ergründen warum sie das nicht möchte und biete ihr deine Unterstützung bei der Kindererziehung an.
 
  • #16
Gemeinsames Sorgerecht habt ihr beantragt..Also: Geh sofort zum Anwalt. Natürlich darf die Mutter nicht einfach ohne Zustimmung wegziehen, wenn beiden gemeinsam die Sorge zusteht. Nicht lange warten, denn wenn sich das Kind schon in die neue Umgebung eingewöhnt hat, wird es schwierig.
 
  • #17
... Es ist doch selbstverständlich, dass eine Frau mit Kind nicht den ganzen Tag faul zuhause rumsitzen, den Haushalt vernachlässigen und Prinzessin auf der Erbse spielen kann, während der Mann nach einem langen und harten Arbeitstag nach Hause kommt, nur um damm um sie zu werben, ihr nonstop Aufmerksamkeit zu schenken, immer charmant und eloquent ist und sie von vorne bis hinten verwöhnt..

Vielleicht doch nicht immer Mr. Nice Guy gewesen?
Das auf jeden Fall klingt ziemlich abwertend, wenig empathisch.

Mich macht schon stutzig, warum eine Frau so weit weg zieht, wenn es nicht einen konkreten Grund gibt.
Wenn es keinen offensichtlichen Grund wie Familie, Beruf, Freunde gibt, verändert man sich doch nur derartig, wenn man einen absoluten Schlussstrich ziehen möchte und diese Distanz zum Ex möchte und emotional benötigt.
Und eine Nacht- und Nebelaktion ist auch nicht die gängige Methode.
Dies haben wir hier Frauen in akuten Bedrohungssituationen empfohlen.

Vielleicht mal Anlass zum Reflektieren, wie Eure Beziehung war? Das soll keine Spekulation sein.
Aber irgendwie entstehen deutliche Fragezeichen.
Auf jeden Fall liest sich das, was Du über Deine ehemalige Freundin schreibst, ziemlich geringschätzig.

Wenn Du tatsächlich zumindest eine Rolle als Papa spielen möchtest, und eine friedliche Trennung, dann braucht es versöhnliche Töne, evtl. mehr.
 
  • #18
Du wirst ja demnächst Besuchsvater, jedenfalls drücke ich dir sehr die Daumen, dass das klappt. Schon im Interesse des Kinds.
Mach dir doch dann einfach mal den Spaß, das Kind 24/7 oder meinetwegen auch erst mal 24/2 ganz allein zu betreuen, ohne die Hilfe deiner Mutter in Anspruch zu nehmen.
Das kannst du ja später noch machen, deine Mutter macht das sicher gerne und das Kind geht wahrscheinlich auch gerne zu ihr.
Aber um zu verstehen, was es bedeutet, für ein Kind da zu sein, um ein bißchen Verständnis für deine Ex zu bekommen, solltest du dieses Experiment mal wagen.
Wenn du dir das zutraust, kannst du auch versuchen, den Haushalt in Schuß zu halten, während das Kind da ist.
Gib der Ex nicht die schmutzige Wäsche mit, sondern die frisch gewaschene.
Und putze nicht die Wohnung, wenn das Kind wieder weg ist, sondern solange es da ist.

Und wenn du dir dann noch weiteres zutraust, könntest du sogar versuchen, in dieser Zeit selbst zu duschen und dich zu rasieren.
Hm...naja, das ist wahrscheinlich ein bißchen zu viel.
Kannst du ja versuchen, wenn du ein bißchen im Training bist.
Nach ein paar Kinderwochenenden meine ich.
Du lernst dann, innerhalb von 5 Minuten mit Duschen, Haarewaschen und Abtrocknen fertig zu sein, davon profitiere ich heute noch.

Ahhh, noch was.
Stell dir an diesen Wochenenden vor, wie es wäre, wenn das Kind immer bei dir wäre, also 24/365 und du nicht am Montag wieder richtig durchschlafen könntest.
Falls es dir gelingt, dir das vorzustellen, bist du so weit, du kannst deinen Post #9 nochmal lesen.
Vor allem diese Stelle
Es ist doch selbstverständlich, dass eine Frau mit Kind nicht den ganzen Tag faul zuhause rumsitzen, den Haushalt vernachlässigen und Prinzessin auf der Erbse spielen kann, während der Mann nach einem langen und harten Arbeitstag nach Hause kommt
wird dir dann möglicherweise die Schamesröte ins Gesicht treiben.

Ich kann für mich sagen, dass ich am Montag immer froh war, wieder ins Büro gehen zu können.
Das war ein Spaziergang im Vergleich zu einem sehr fordernden Kind zuhause.
Ich tippe, du wirst das in einigen Wochen allein mit Kind ( bitte nicht schummeln und die Mutter anrufen ) ebenso sehen.

Kannst uns ja später mal berichten, wie es klappt.
Wie gesagt, ich hoffe, du schaffst es und hältst länger durch, auch wenn es anstrengend wird.
Soweit ich weiß, haben 50% aller Väter ein Jahr nach der Trennung keinen regelmäßigen Kontakt mehr zu ihren Kindern.
Bitte gib nicht so schnell auf, wenn es anstrengend wird oder keinen Spaß macht.

w 49
 
  • #19
Wieso wird immer per se auf dem Mann rumgehackt, das nevt mich im Forum. Und sicher lesen wir immer nur die eine Seite, doch die sucht hier auch um Rat oder will einfach mal gehört werden. Alles menschlich.
Der FS macht für mich einen reflektierten Eindruck und will seine Familie retten. Seine Partnerin ist berechnend und sucht sich eine Stelle weit weg. Super, wie sie auch an das Kind denkt. Wäre es umgekehrt, na, das Forum möchte ich dann hören.
Und, wenn ein Paar vereinbart, dass die Mutter nach der Geburt des Kindes zuhause bleibt und sich um Kind und Haus kümmert, ehrlich dann habe ich schon ein Problem damit, wenn der Mann nach mindestens 8 Stunden Arbeitstag nach Hause kommt und sich dann auch noch im Haushalt und allem was sonst noch so anfällt , einbringen soll.
Der FS hat sich gekümmert auch mit Hilfe seiner Mutter. Das machen viele und ist völlig normal und ok. Wieviele Omas übernehmen die Kinderbetreuung , weil beide arbeiten..
 
  • #20
...akzeptiere erstmal vollständig, daß sie nicht mehr will,nie
Mehr mit dir will, das Projekt Familie mit ihr gestorben ist.
Und dann gib dein Bestes zum Wohl des Kindes.....w50plus
 
  • #21
Benmerkenswert (oder doch wieder typisch für eine bestimmte Klientel?): Frei, nigiri, Kaktus und Sonnenhut "wissen" besser als "Mr.NiceGuy", was passiert ist und was er so alles auf dem Kerbholz hat. Manchmal wünsche ich mir auch so ein holzschnittartiges Weltbild - ich denke dann immer, einfache "Wahrheiten" machen das Leben halt einfacher.
- Lieber FS, in einem Punkt stimme ich den meisten VorschreiberInnen hier zu: sie hat entschieden. Also handele Du auch entsprechend und wahre Deine Interessen. Schritt 1: blitzsaubere Situationsanalyse unter Hinzuziehung eines guten Anwalts, sonst wirst Du ganz fürchterlich abgekocht. Erst wenn Du Deine Rechte (inklusive der Implikationen, sie ggf. im Streit zur Geltung bringen zu müssen) kennst, bist Du in der Lage, kalkuliert (!) großzügig zu sein.
Alles Gute in einer schwierigen Lebenssituation!
 
  • #22
Ihr rauft euch nicht mehr zusammen.
Deswegen ist sie wohl auch ausgezogen, heimlich.
Damit du sie nicht aufhalten kannst.
Die "Schuldfrage" können wir hier nicht klären.
Sie lieber zu, dass du das Sorgerecht mitbehälst und ich denke sie darf nicht einfach so wegziehen.
 
  • #23
Lieber FS,

dass alles so "plötzlich" kommt und sie "ohne Grund" so extrem reagiert, glaube ich nicht. Aber auch Frauen unterliegen dieser "gestörten Wahrnehmung" immer wieder, wie hier im Forum regelmäßig nachzulesen.
Daher finde ich es auch schwierig, etwas zu raten. Das Jugendamt ist sicher ein Ansatzpunkt, ggf. auch ein Anwalt.

Mir scheint grundsätzlich wichtig, das Kind herauszuhalten.
 
  • #24
Sie ist nicht ganz zuhause geblieben, wollte sie schon, aber nach ein paar Monaten musste sie halt auch wieder ein bisschen mit anpacken und was zum Familieneinkommen beisteuern. Im Moment ist sie bei knapp 60, sobald die kleine 2,5 wird, waren 70-80 Prozent geplant. Hätte unserer kleinen Familie ja auch gut getan. Stattdessen streichtt sie jetzt einfach die Segel.

Und klar hätte meine Mutter ihr ab und an im Haushalt geholfen, wenn sie rechtzeitig, klar und deutlich den Mund aufgemacht hätte. Hat sie aber nicht, stattdessen hat sie wohl alles in sich reingefressen, den Sex verweigert, gegiftet und rumgezickt. Ich war und bins sogar immer noch absolut bereit für einen Neuanfang.
Sie will mehr Hilfe im Haushalt- die kann sie haben. Meine Mutter wäre 1 oder 2 Mal die Woche vorbei gekommen, hätte ihr am Wochenende auch mal die Kleine abgenommen, damit sie in ihren Sport oder mit mir auf ein Rendevouz gehen kann. Hab ihr Blumen mitgebracht und sie schön in ein teures Restaurant eingeladen, auch um die Kleine hätt ich mich in Zukunft meh gekümmert. Madame wollte nicht! Stattdessen packt sie einfach die Sachen und verschwindet mit Kind aus meinem Leben. Ehrlich gesagt hätte ich ihr so viel Skrupellosigkeit niemals zugetraut und bin einfach nur fassungslos!
Benmerkenswert (oder doch wieder typisch für eine bestimmte Klientel?): Frei, nigiri, Kaktus und Sonnenhut "wissen" besser als "Mr.NiceGuy", was passiert ist und was er so alles auf dem Kerbholz hat. Manchmal wünsche ich mir auch so ein holzschnittartiges Weltbild - ich denke dann immer, einfache "Wahrheiten" machen das Leben halt einfacher.
- Lieber FS, in einem Punkt stimme ich den meisten VorschreiberInnen hier zu: sie hat entschieden. Also handele Du auch entsprechend und wahre Deine Interessen. Schritt 1: blitzsaubere Situationsanalyse unter Hinzuziehung eines guten Anwalts, sonst wirst Du ganz fürchterlich abgekocht. Erst wenn Du Deine Rechte (inklusive der Implikationen, sie ggf. im Streit zur Geltung bringen zu müssen) kennst, bist Du in der Lage, kalkuliert (!) großzügig zu sein.
Alles Gute in einer schwierigen Lebenssituation!
Danke, endlich ein vernünftiger und wirklich brauchbarer Rat. Mein Interesse ist, dass sie mit meinem Kind wieder zurück hierher zieht, sich einkriegt und wir bezüglich der Kleinen eine vernünftige Regelung treffen. Will sie im Moment aber wohl alles nicht. Lieber ist sie wohl bereit auf Unterhalt für die Kleine zu verzichten, als dass sie sich das Sorgerecht mit mir teilen oder sich mit mir an einen Tisch setzen will. Dass ich als unverheirateter Vater vor dem Gesetz benachteiligt bin, hat mir vorher ja auch keiner gesagt!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #25
Lieber FS,

ich stimme dem Post von einem Menschen mit gesundem Menschenverstand, @Hannes zu. Wenn ein *Rosenkrieg* schon angedeutet wurde, dann sei auf der Hut. Hoffnung auf eine einvernehmliche Einigung, oder Fortführung einer vernünftigen Lebensgemeinschaft sehe ich nicht.
 
  • #26
Ich kann dir nur aus Erfahrung raten:
Sei jetzt am Anfang möglichst großzügig in jeglicher Hinsicht.
Dann werden spätere Regelungen einfacher für Euch beide und sie wird auch wieder kooperativer.
Deiner Tochter zuliebe!
Mod: Bitte halten Sie sich an die Zeichenbegrenzung. Mehrteiler werden nicht veröffentlicht.
Auch da kann ich sagen: Gilt nicht durchweg! Es gibt Männer, die von ihren Exen systematisch abgezogen werden und denen dann noch die Kinder vorenthalten werden. Großzügigkeit kann da regelrecht in Selbstvernichtung enden. Männer sind auch heute noch in gar keiner tollen Position. Ein Vater kann teilzeit arbeiten, um sich ums Kind zu kümmern und der Frau eine Karriere zu ermöglichen. Wenn es zur Trennung kommt, sieht er das Kind nur noch mit Hilfe von Jugendamt und Gericht. Es gibt Frauen, die ihren Kindern irrsinnige Geschichten erzählen, damit das Kind nicht einmal Interesse daran hat, den Vater wiederzusehen. Urlaube werden willkürlich verschoben, Weihnachten findet absprachewidrig nicht statt usw. Es gibt Mittel und Wege für Väter, sich durchzusetzen. Inwieweit der Vater und Expartner kämpft oder die Sachen laufen lassen sollte, kann man nicht pauschal beantworten. Ich denke nur, dass der FS im Moment nichts ausrichten kann. Da muss erstmal Zeit ins Land gehen, und wenn er Gelassenheit übt, ist es sehr gut möglich, dass sich der schlimmste Stress alsbald legt und es Löungen gibt. Als Schaf verkaufen lassen sollte er sich trotzdem nicht.
 
  • #27
Ich wundere mich, ehrlich gesagt, dass niemand hier zu bemerken scheint, wie aggressiv, selbstgerecht und ausgesprochen unsympathisch der "Mrniceguy" ist. So abwertend und von oben herab, wie er über seine Freundin schreibt, wundere ich mich überhaupt nicht, dass sie weg ist und sie wird auch nicht, nie mehr, mit dem FS mehr Kontakt als unbedingt nötig haben. Alleine wegen seiner Art, wie er hier rüberkommt würde ich mit ihm unter gar keinen Umständen zusammen sein wollen. Ich mag mich irren und kann nur das bewerten, was ich hier von ihm lese und da ist rein gar nichts "nice". Wenn ein Partner so bei Nacht und Nebel verschwindet muss er wirklich gute Gründe haben. Alles zu organisieren trotz Kleinkind und 60% Arbeiten - die Not war groß. Und wenn der FS seiner Freundin auf alles, was sie je an Problemen angesprochen hat, auch so über den Mund gefahren ist wie er es hier tut, dann muss er sich nicht wundern über das Ergebnis. Sie muss arbeiten, das Kleinkind versorgen, den Haushalt alleine schmeißen und auch noch hübsch sein, um dem FS schöne Rendezvous zu bescheren... Und er unterstützt sie, indem er Blumen mitbringt und die Mutter für 2 Tage oder so anbietet, damit die Partnerin sich in der vielen freien Zeit dann um ihn kümmern kann statt Zeit für sich zu haben.
Männern wie FS begegnet man gerade bei der Online Suche zuhauf - selbstgerecht, null reflektierend, sie haben ALLES richtig gemacht und die Partnerin war schlecht, das erzählen sie einem schon im ersten Telefonat - absoluter Horror.
Ich weiß nicht, ob sich die Freundin des FS auf friedliche Lösung einigt ohne Rosenkrieg, das kommt darauf an, wie sie für sich die Situation empfindet, was sie glaubt, dass ihr angetan wurde. Wenn sie nur einen Bruchteil so drauf ist wie der FS selbst dann können sich beide schon mal warm anziehen. Ihre Art der Trennung verspricht nichts Gutes.
Ich hoffe es für das Kind, dass BEIDE ihre eigenen Befindlichkeiten beiseite lassen und endlich vernünftig miteinander reden. Glaube ich aber nicht.
Zurück kommen wird sie nie wieder, das sollte der FS abhaken.
 
  • #29
Lieber FS,
lass Dich von dem üblichen bashing ohne Faktenkenntnis auf der Basis der "keine Frau verlässt einen guten Mann" Mythologie nicht beeinflussen. Du bist noch unter Schock und das würde diesen nur verstärken und dich weiter lähmen. Das kannst Du Dir im Interesse Deines Kindes nicht leisten.
Du musst umgehend einen guten Familienanwalt finden und beauftragen zu handeln. Der muss dem Anwalt der Gegenseite ohne Verzug den Zahn (umgehender) Wegzug mit Kind ziehen.
Da ihr zur Zeit gemeinsames Sorgerecht habt, das Du auch keinesfalls aufgeben darfst, darf die Mutter ohne Deine Zustimmung Das Kind nicht vom jetzigen Wohnort und Kindergarten entfernen und es Dir entziehen. Deinen Einspruch musst Du aber sofort rechtssicher erheben - wo kein Kläger kein Richter. Wenn sie länger von Dir getrennt lebt bzw. schon weggezogen ist bevor die Sache vor Gericht landet wird es viel schwieriger bzw. unmöglich Dein gutes Recht umzusetzen. Z.b. kann die Mutter dann behaupten Du hättest mündlich zugestimmt. Richter glauben Frauen diese Lügen dann -gerne weil sie bei erfolgtem Wegzug eine polizeiliche Rückführung des Kindes anordnen müssten und das tun sie nur wenn Du kein alleiniges Sorgerecht hättest. Was heisst das in einem Satz: Du brauchst so schnell wie möglich einen vorläufigen gerichtlichen Beschluss der es der Mutter untersagt bis zur Klärung der Sorgerechtsfrage von Deinem Wohnort wegzuziehen. Als Vorlauf am Montag ein Schreiben Deines Anwalts an ndie Gegenseite der Deinen Widerspruch zum Wegzug und KIndesentzug kommuniziert. Das ist beides kein Problem und geht schnell. Handelt die Mutter nach einem solchen Avis trotzdem wie angekündigt begeht sie nämlich nachweislich eine Straftat.
Deine Ex kennt die Rechtslage, deshalb hat sie auch sofort angekündigt das alleinige Sorgerecht einzuklagen. Das war also keine Übersprungshandlung sondern wie meist in solchen Fällen von der Frau von langer Hand vorbereitet und Dich zu überrumpeln und Ihre Forderungen durchzusetzen solange Du noch an ein (teilweises) happy end glaubst. Auch wenn sie das alleinige Sorgerecht nur vorläufig erhielte wäre das Kind für Dich für immer verloren - dann kann Sie nämlich sofort wegziehen und wäre sicherlich am Tag nach dem Urteil weg (siehe oben).
Weitere Info: Die Frau muss im gerichtlichen Hauptverfahren nachweisen warum sie keine adäquate Stelle vor Ort finden kann. Tut sie das nicht kann sie nicht mit Kind weg.

Hier handelt es sich bei den Antworten jeweils um eine Laienmeinung und ersetzt keinen juristischen Rat vom Fachmann. Ihr Moderationsteam.
 
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  • #30
Was ich mich auch noch frage - was verspricht sich der FS davon, wenn man sich "zusammenrauft"? Wie soll die Beziehung aussehen und weiter laufen? Und denkt er, dass nach allem, was passiert ist, noch Liebe und grenzenloses Vertrauen mit erfüllendem Sex und allem sonstigen Drum und Dran möglich ist? Was würde er dafür tun, was erwartet er von seiner Partnerin? Was für einen Sinn macht es, etwas retten zu wollen wenn man keinen Plan hat und keine ernsthafte, aus vollem Herzen kommende Bereitschaft, etwas zu ändern. Dazu gehört auch, den anderen ernst zu nehmen statt ihn als Vollhonk hinzustellen und nur Erwartungen an denjenigen und dessen Verhalten zu haben.
Nichts davon sehe ich beim FS.
 
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