• #1

Wie mit Vorurteile/Klischees umgehen?

Die Köpfe von fast allen Meschen sind voll mit Vorurteilen. Die, die sich trotzdem nicht abbringen lassen, werden erstmal regelrecht bombandiert mit Aussagen, dass kann doch nicht gut gehen, dass ist IMMER schief gelaufen ........
An euch die diese Vorurteile stark im Köpfchen angeankert haben. Habt Ihr so schlechte Erfahrungen gemacht, gibt Ihr ganzen Gruppen Frauen/Männer keine Chance mehr wegen Schlechte Erfahrung oder sogar wegen Gerede von anderen?
Das nächste was mich beschäftigt sind die Klischees. Wir lachen immer mit meinem Partner, da wir sehr viele Klischees "erfüllen". Es war aber auch auch anstrengend von Anfang der Beziehung, da wir von allen Seiten attackiert waren. "wach auf Mensch, Sie nimmt dich aus wie eine Weinachtsganz", "Sie ist nur wegen deinem Geld mit dir zusammen", Ich habe nur gehört: "du bist seiner Trophäe", "er will sich nur was beweisen"
Ich möchte nicht wissen wieviele Paare diesen Anfangsdruck nicht statt gehalten haben und sind wieleicht auseinander gegangen obwohl sie zusammen gepasst haben.

Ich möchte die Frage ins Raum werfen: geben sie wegen Vorurteilen/Klischees bestimmten Personengruppen gar keine Chance?
 
  • #2
Ja. Ich finde das auch hilfreich. Klischees sind ein guter Weg, Entscheidungen treffen zu können und ohne geht es praktisch nicht. Ja, im einen oder anderen Fall ist das unfair, aber eben unkompliziert und pragmatisch.
Ich übernehme nicht alles, was ich irgendwo an Klischees und Pauschalurteilen finde, aber wenn ich immer wieder über die gleichen Erfahrungen mit bestimmten Personengruppen lese, dann ziehe ich meine Schlüsse. Was ist aber dann genau ein Vorurteil? Wenn ich Frauen ausschließe, die 500 km weg wohnen und eine Fernbeziehung suchen, ist es dann ein "Vorurteil", wenn ich glaube, dass das für mich nicht funktioniert?

Ich finde aber, das hängt auch vom Kontext ab. Bei Onlinesuche muss ich ja irgendwie sortieren, im RL könnte es durchaus sein, dass ich eine Frau kennenlerne, die ich dann doch trotz Klischee interessant finde.

Gibt es hier irgendjemanden, der das nicht tut? Würde mich wundern...
 
  • #3
Meine Lebenserfahrung ist: Vorurteile /Klischees haben sich letztlich immer wieder bewahrheitet.

Kann man hier ja auch immer wieder schön nachlesen.

zB. dass sich der verheiratete Mann eben in 99 % der Fälle nicht für die Affäre trennt trotz aller Liebesschwüre oder dass Frauen, die einen Betrug einmal verzeihen immer wieder betrogen werden, etc, pp.

Lässt sich auch rein psychologisch nachvollziehen.

Und dass immer alle denken, dass es gerade bei ihnen anders ist, weil sie das für jeden Fremden offensichtlich sichtbare nicht wahrhaben wollen.

Und BTW: würdest du es öffentlich zugeben, wenn in deinem Köpfchen der Hintergedanke lauert, dir finanzielle Vorteile verschaffen zu wollen? Genausowenig wie dein Liebster dir immer schwören würde, deinen Charakter besonders zu lieben, statt ggf zuzugeben, dass es ihm nur ums Ego geht...

Klar bekamen (zu Singlezeiten) bestimmte Personengruppen bei mir keine Chance, weil mir meine Lebenszeit zu kostbar ist, um herauszufinden, ob jemand dann doch ganz klischeehaft tickt und nicht die eine Ausnahme von 100 ist.

Verpasste ich dann eben genau den einen, Pech gehabt. Es gab genug andere, die ich ohne dieses Risiko kennenlernen konnte.

Wenn du dir so sicher bist, entgegen jeglichen Klischees zu leben, was juckt es dich dann, was andere denken?
 
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  • #4
Wie entstehen den Vorurteile? Wenn ich hier in meinem Büro einen Neuantrag von einem Vertreter einer bestimmten Nationalität auf den Tisch bekomme und schon riechen kann, dass er bescheisst und sich das dann auch noch bestätigt, dann bin ich böse, weil ich Vorurteile habe.....

Du erwartest von anderen, dass sie bei der Beurteilung Deiner Beziehung von ihren Klischees abweichen. Dann bist Du doch auch nicht frei von Klischees, sonst würde es Dich nicht kratzen, was andere von Euch halten.

Merke: das menschliche Gehirn sucht ständig nach Erfahrungswerten und Regeln, um bestimmte Situationen im Leben einschätzen zu können. Prinzipiell war / ist diese Sache lebenswichtig. Wenn es am Himmel dunkel wurde, dann konnte ein Unwetter hereinbrechen und meine Höhle überfluten. So ein Säbelzahntiger ist gefährlich, also bin ich vorsichtig.

Und so haben eben manche Pech, die als Säbelzahntiger eingeschätzt werden, es aber gar nicht sind. Man behandelt sie wie welche. Ungerecht, aber ein Nebeneffekt.

Es macht gar keinen Sinn, anderen ihre Klischees ausreden zu wollen. Lebe Dein bestes Leben und schau mal nach, welche Vorurteile Du so hast in Deinem Leben.
 
  • #5
Es gibt Vorurteile, es gibt persönliche Erfahrungen und aufgrund deren gefällte Urteile.
Klischees gibt es auch - die Frage ist, inwieweit all das berechtigt oder unberechtigt ist.
Wir haben teilweise ähnliche Aussagen zu hören bekommen wie ihr - die Schöne und das Biest mit ein paar Mark auf der Naht. Ich nehme das mit Stolz - Neid muss man sich verdienen. V ist über solche Aussagen eher traurig.
Ich bin prinzipiell offen - aber eben nicht gegenüber jeder Torheit. Und nicht gegenüber allem und jedem. Und ich wage zu behaupten, dass die meisten Menschen so vorgehen. In versch. Schattierungen ....
Meine Erfahrung ist immer die: Wer am lautesten nach Toleranz ruft ist selbst am intolerantesten.
 
  • #6
@Joggerin mich interessiert nicht was man über meine Beziehung denkt. Mit der bin ich mir sicher. Und ich bin wie @INSPIRATIONMASTER in meiner Beziehung.
Mich hat nur interessiert wie die allgemeine Ansichten sind an diese Thema.
Mein Partner hat es offen gesagt, dass es schön ist jungere Frau zu haben. Es ist nicht verwerfliches, nur für viele direckt so, dass man NUR wegen dem Alter mit einem zusammen ist.
Sein Geld ist in so fern angenehm, dass wir für uns selbst sorgen und der eine muss sich nicht finanziele Gedanken über den anderen machen.
Ich habe durch seine Lage auch Vorteile, die wir ganz klar gestellt und besprochen haben. Und auch er hat seine Vorteile durch mich.
Mit Pech gehabt stimmt es. Aber wenn man es nicht weiß, dass man "verpasst" hat, denk man auch nicht nach.
Ich denke sowieso viel zu viel.

@Lebens_Lust ja manschmal kann es hilfreicht sein, bei Gegebenheiten wo man auf Erfahrungen zurückgreifen kann. Ich denke oft, dass es sehr viele Menschen gibt dir Verurteilen wegen Klischees ohne überhaupt jemandem zu kennen dem so gegangen ist, nur weil sie es wo auch immer gehört haben.

Meine Interesse an diesem Thema ist da, weil ich in in sehr viel Klischees passen werde (Herkunft, Aussehen, Alter, Karriere ...) ich erfülle aber keine von den Erwartungen da draußen, dass ich doch so sein muss, weil das Klischee sagt es doch.
 
  • #7
An euch die diese Vorurteile stark im Köpfchen angeankert haben. Habt Ihr so schlechte Erfahrungen gemacht, gibt Ihr ganzen Gruppen Frauen/Männer keine Chance mehr wegen Schlechte Erfahrung.....
Liebe FS,
Du musst erstmal Vorurteile von Erfahrungen untersscheiden. Vorurteile haben in der Regel keine zugrunde liegenden Erfahrungen, sondern sind eher eine emotionale Angelegenheit oder etwas was sehr unsichere und schlecht informierte Menschen von anderen übernehmen, um sich so etwas Sicherheit zu schaffen.

Ich bin nicht so ein offener Mensch anderen gegenüber und habe daher nicht das Bedürfnis Erfahrungen mit jeder Personengruppe zu sammeln und das muss/will ich auch nicht.
Ich darf verabscheuen und von mir fern halten, was mir zu laut und zu temperamentvoll ist, denn ich bin alt genug zu wissen, dass mir das nicht guttut/mich unnötig stresst
Ja, das trifft bestimmte Personengruppen, aber ich lasse davon Einzelpersonen durchaus in mein Leben und mache gute Erfahrungen mit ihnen.

Hängt davon ab, wer die anderen sind. Das Gerede der meisten Menschen ist mir weitgehend egal, da informiere ich mich lieber selber und bilde mir eine eigene Meinung.
Zu meinen eigenen Lebensthemen ihnen gegenüber: ich gebe wenig Privates gegenüber anderen preis, die das nichts angeht und habe daher naturgemäß diese Einmischerei garnicht.

Anders ist das bei sehr guten Freunden, die mich gut kennen und denen ich meine Gedanken anvertraue. Denen vertraue ich auch insoweit, dass sie mir nichts Schlechtes wollen. Darüber hinaus umgebe ich mich nicht mit dummen Menschen.
Also höre ich auf das, was sie mir sagen, weil ich weiß: bis ich persönlich stark involviert, kann ich blinde Flecken haben, die andere aufdecken. Ich tu nicht, was sie mir sagen (machen sie selten), sondern beziehe in meine Entscheidungen ein, was sie mir zurückmelden.

geben sie wegen Vorurteilen/Klischees bestimmten Personengruppen gar keine Chance?
Diese Frage kannn ich mit einem klaren "ja" beantworten, s.o: genug Wissen um die eigene Persönlichkeit, um zu wissen was passt und was nicht sowie sehr viel Lebenserfahrung obendrauf.
Das erspart einen böse Irrtümer und nur ganz selten könnte man eine Chance verpassen. So what? Nicht jede Gelegenheit muss genutzt werden und die nächste Chance kommt bestimmt.
 
  • #8
Ich behaupte, jeder Mensch hat Vorurteile. Die Welt ist so voller Eindrücke, dass es einfach den Alltag leichter macht, automatisch in Schubladen einzusortieren, eben weil man nicht immer stundenlang über jeden Einzelfall nachdenken kann. Vorurteile und Klischees basieren auf eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen anderer und haben meistens einen wahren Kern. Ich denke, solange man sich seiner Vorurteile bewusst ist und im Zweifelsfall auch mal bereit ist, sie zu revidieren, ist doch alles in Ordnung. Wenn ihr beide glücklich zusammen seid und eine normale, glückliche Beziehung führt, kann euch doch der Rest egal sein. Meine Freunde haben meine Partnerwahl übrigens nie kritisiert und erst recht nicht so unhöfliche Sprüche gebracht. Was ist das denn bitte für ein Umgang? Wenn ihr zueinander steht und euch gegenseitig als neuen Freund/Freundin vorstellt, wie kommen eure Bekannten dann dazu, so was zu sagen? Das würde ich mich fragen. Meine Freunde/Familie (und auch umgekehrt die meines Partners) kennen mich und wissen, dass ich guten Geschmack habe und demzufolge nur Beziehungen mit "guten" Menschen eingehe, die würden sich immer nur für mich freuen und niemals so doofe Sprüche bringen.
 
  • #9
Vorurteile, Klischees, Erfahrungen - du schmeißt da alles durcheinander.
Es ist durchaus so, dass auch Klischees irgendwo herkommen. Sonst gäbe es sie nicht. Wenn im Ausland Leute immer sagen, Deutsche sind so pünktlich, aber eher verschlossen und humorlos, dann kommt das von Beobachtungen, die häufiger gemacht wurden. Man muss dann unterscheiden, dass das nicht zwangsläufig auf ALLE deutschen Personen zutrifft, aber im Durchschnitt und im Vergleich zu anderen Nationalitäten stimmt das. Seit ich im Ausland gelebt hab, stimme ich dem zu. Gleiches gilt auch für Beziehungen älterer Mann mit Geld und jüngere Frau. Da ist das Klischee eben häufiger zutreffend, sonst gäbe es das Klischee ja nicht. Wenn ihr da nicht reinpasst, müsst ihr eben einfach weghören, wenn jemand wieder so etwas zu euch sagt.
Menschen müssen in Schubladen denken, das hat biologische Hintergründe. Wenn der Säbelzahntiger meist tödlich ist, lohnt es sich nicht, bei jedem auftauchenden Exemplar erstmal abzuwarten und zu schauen. Wer das tat, war dann eben schneller tot, als er piep sagen konnte. Es steckt also ein Überlebensinstinkt dahinter. Wenn dann noch persönliche Erfahrungen hinzukommen, die das gehörte Klischee bestätigen, ist es kein Vorurteil mehr. Man sollte sich natürlich immer hinterfragen und versuchen, offen zu bleiben. Auch wenn etwas 99%ig immer zutrifft, bleibt noch 1% übrig und der Fall, der einem unterkommt, könnte ja dann das 1% betreffen. Heißt aber dann auch nicht, dass es für die anderen Fälle nie stimmt.

w, 36
 
  • #10
Ich habe Vorurteile und ich werde den Teufel tun, 657 mal zu testen ob ich richtig liege weil vielleicht der 658 Mensch anders ist. Dafür habe ich weder Zeit noch Lust.
Dazu gehören ganz klar:
- verheiratete die über ihre Ehe jammern und den Ar""" nicht bewegen
- Männer die Kinder haben und sich nicht drum kümmern, Abschaum für mich
- manche Berufsgruppen da ich zB keinen Musiker will der Abends, am WE und Feiertage arbeitet oder einen Gynäkologen (aus Erfahrung) , einen Metzger (keine Beziehung gehabt aber genug kennengelernt da in der Familie).
- keine Raucher, geht einfach nicht, es würgt mich
- keinen, der aktiv eine Religion auslebt, egal welche
Nur mal als Beispiel....

Dafür bin ich sehr tolerant was andere Sachen angeht. Und das ist doch gut so, wäre doch langweilig wenn alle gleich wären.
Wenn er Geld hat und du jung bist und ihr euch prima versteht, dann passt das doch. Ich kenne mehrere Ehen und es sind nicht die schlechtesten. Ihr bringt ja beide etwas Positives mit und wenn ihr euch ergänzt, dann ist doch egal was andere denken.
 
  • #12
@Jatta1978 ich habe das Glück, das ich glücklich vergeben bin. Suchen tue ich nicht.
Mich hat eifach interesiert, die Meinug der sich hier befindlichen Foristen.

@Schnuppe78 ja erwachsene ;) ich habe nur ein Beispiel aus meiner Erfahrung gebracht. Die Person war verletzt und deswegen so reagiert auch wenn ich es unreif finde.


Ich denke auch das sehr viel mit Neid zu tuen hat. Bis du auf etwas neidisch, hast du von etwas Angst, dann rede es schlecht. So kommt mir es vor. Beleidigungen solcher Art in dem man Klischeehaft/Vorurteilhaft alle Gruppen über einen Kamm schert finde ich unreif. Beleidigungen jeglicher Art sind bei mir no go.

Vorurteile, Klischees, Erfahrungen - du schmeißt da alles durcheinander.
Es ist durchaus so, dass auch Klischees irgendwo herkommen
@mokuyobi ich habe es in einem geschrieben ohne es groß zu unterscheiden das stimmt.
 
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  • #13
Ich möchte die Frage ins Raum werfen: geben sie wegen Vorurteilen/Klischees bestimmten Personengruppen gar keine Chance?
Es gibt bestimmte Warnsignale, die mich Abstand nehmen lassen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit; nur was mir gerade in den Sinn kommt:

1. Virtue Signaling
Das Zurschaustellen der mutmaßlich eigenen hohen Moralität. Das kann alles mögliche betreffen. Beispiele: Personen, die sich als "weltoffen" anpreisen. Denen geht es letztendlich nur um Selbsterhöhung im Lichte der momentan hegemonialen Moral.

2. "sapiosexuell"
Dahinter verbirgt sich die Anmaßung, Intellekt sexy zu finden, was eine Unmöglichkeit ist, da das kein Sexualreiz ist. Die Betreffende bildet sich nur auf ihre mentalen Fähigkeiten soviel ein, potentielle Bewerber schon grosso modo auf ihre intellektuelle Selbstanmaßung einstimmen zu müssen. Besonders intelligent ist ein solches Vorgehen nicht. Ich habe schon die eine oder andere aus diesem Lager gedatet und sie tatsächlich als eher beschränkt erlebt. Diese Sorte zieht auch schnell den Schwanz ein, wenn sie merkt einen echtes intellektuelles Kaliber vor sich zu haben. Dann fühlen sie sich schnell eingeschüchtert. Es handelt sich letzten Endes also nur um einen peinlichen Selbstaufwertungsversuch.

3. Säuernis
Damit ist die Kategorie gemeint, die schon im Profil die Gegenseite bepöbelt. Beispiel: "Mich daten heißt, über mehr Reden zu können als über Ich und den Beruf". "Ich will keine großen Jungen, sondern einen Mann, der weiß, was er will!" Sie hätten gerne einen Mann, der immer will, was sie will. Bei dieser Gruppe ist aufgesammelte Frustration handlungsleitend.

4. Die zu Heiratende
Das ist die Gruppe, die schon imn Profil eifersüchtig ist: "Mir ist egal, wie sehr Du dauernd getrennt bist ..." "Ich suche Dich, genau Dich" "Lass uns so schnell wie möglich hier wieder abmelden" etc. pp. Dieser Typus hat schon konkrete Vorstellungen zum Brautkleid.

5. keine Bilder
Blumenfotos, Landschaftsbilder, nur ein Auge in Großaufnahme, im Skianzug mit Helm aus 20 Meter Entfernung, Hinterkopf in Großaufnahme. Bei dieser Gruppe sollen ihre inneren Werte zählen. Wo gibt es die zu sehen?
 
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  • #14
Allgemein finde ich, dass sich andere Menschen mit der Beurteilung von Beziehungen anderer zumindest verbal zurückhalten sollten. Denken kann man sich alles und vielleicht sollte man es ÜBERdenken, bevor man sich sicher ist. Aber sagen, ist was anderes. Das überschreitet eine Grenze, wenn man nicht nach seiner Meinung gefragt wurde.

Und ich schließe mich @Vikky und @mokuyobi und anderen an, die das meinten: Begriffe genau auseinanderhalten.
Vorurteile sind immer bescheuert. Du begegnest einem konkreten Menschen und siehst ihn gleich in einer bestimmten Art und Weise, ohne dass du ihn kennst.
Klischees: Sie verbinden sich mit Erfahrung: Wer 100 mal dieselbe Erfahrung mit irgendeiner Sache oder einem Menschen mit bestimmten Anzeichen gemacht hat und feststellte, dass es nicht passt oder unentwickelt ist, muss das nicht ein 101. Mal machen.
Ergo Erfahrung: Wenn was quakt wie eine Ente und geht wie eine Ente, kann man davon ausgehen, dass es eine ist und muss das nicht noch weiter testen oder rausfinden.
Aber: Nur in Klischees ohne Vorbehalt zu denken und damit nicht mehr hinzugucken und das ganze ergebnisoffen zu betrachten, macht Vorurteile, siehe oben.

Ich möchte nicht wissen wieviele Paare diesen Anfangsdruck nicht statt gehalten haben und sind wieleicht auseinander gegangen obwohl sie zusammen gepasst haben.
Ich hoffe, kein einziges, denn dann wären sie dämlich. Und falls doch, würde ich sie fragen wollen, wie sie "Freunde" definieren.

Zu Dir, obwohl Du allgemein fragst: SELBST WENN Du seine Trophäe WÄRST und er Dich mit Geld überhäufte und Du nur deswegen bleiben WÜRDEST - es ist EURE alleinige Sache. Ihr könnt das so machen und die anderen können im Kreis springen, weil sie recht haben. Na und?
Seid ihr glücklich? Wenn ja, ist es richtig. Vielleicht nur ERSTMAL, aber na und? Ihr wollt gerade diese Erfahrung, also können andere euch nicht reinquatschen, sie nicht zu machen. Und falls es alles nicht so ist - auch das müsst ihr niemandem beweisen. Sortiert einfach eure Bekannten und Freunde. Wer nicht damit klarkommt, hat Pech gehabt. Wer seine Meinung für die Wahrheit hält, dem kann man nicht beikommen, weil er es so BRAUCHT, um weiter mit sich und seinem Selbstbild zu existieren.

Gehst Du hin und bewertest deren Beziehungen? Ich denke, nicht. Geht Dich auch nichts an, solange Dich niemand nach Deiner Meinung fragt. Ebenso vice versa.

DENKEN zu viel geht nicht. Aber vielleicht befasst Du Dich zu viel damit, was andere von Dir denken und halten oder von Deiner Beziehung.
Aber Du schreibst ja auch:
mich interessiert nicht was man über meine Beziehung denkt.
Was genau denkst Du dann zu viel?
 
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  • #15
Ich denke oft, dass es sehr viele Menschen gibt dir Verurteilen wegen Klischees ohne überhaupt jemandem zu kennen dem so gegangen ist, nur weil sie es wo auch immer gehört haben.
Man muss ja nicht alle Fehler selbst machen. Das Beispiel mit den Affärenfrauen (#4) passt gut dazu.

Und ganz ehrlich: wenn ich eine Partnerin suche, lebe ich diese Klischees auch voll aus. Bei einer Arbeitskollegin natürlich nicht. Die Toleranzkeule ist da unangebracht - wer in seiner unendlichen Toleranz gar keine Grenzen zieht, wird vermutlich damit nie wirklich glücklich.

Meine Interesse an diesem Thema ist da, weil ich in in sehr viel Klischees passen werde (Herkunft, Aussehen, Alter, Karriere ...) ich erfülle aber keine von den Erwartungen da draußen, dass ich doch so sein muss, weil das Klischee sagt es doch.
Ich denke, wir passen alle in sehr viele Klischees. Die Kunst ist, dass die Klischees sich so überlappen, dass ein Freiraum ohne Klischee für einen übrig bleibt.

Natürlich habe ich bei Herkunft, Alter, Aussehen, Karriere Vorstellungen dazu, wie eine Partnerin sein könnte, damit sie zu mir passt. Bisher bleibt aber noch so viel Auswahl, dass das kein Problem ist.
Es mag aber umgekehrt sein, dass die klischeehafte farbige, ältere, übergewichtige, ungebildete Frau bei vielen durchfällt. Aber letztlich muss man sich Klischees ja auch leisten können oder eben alleine bleiben.

Ich bin überzeugt, wir haben alle unsere Klischees. Auch diejenigen, die sich für sehr tolerant halten, haben ja Vorurteile gegenüber Intoleranten :)
 
  • #16
Nun, Du hattest hier einen Thread erstellt, und Reaktionen bekommen, die Du nicht wolltest.
Das waren vor allem Meinungen und persönliche Erfahrungen.

Warmwechsel, sehr schnelles Zusammenziehen sind nach Erfahrung vieler nicht unbedingt toll. Warmwechsel ist ein Euphemismus, dahinter steckt Betrug, da die wenigsten eine offene Partnerschaft leben.

Nun, und weil Du Dich geärgert hast über die Antworten, willst Du jetzt zurück schlagen

, werden erstmal regelrecht bombandiert mit Aussagen, dass kann doch nicht gut gehen, dass ist IMMER schief gelaufen ........
An euch die diese Vorurteile stark im Köpfchen angeankert haben
Also Du fragtest.
Deine Reaktion sagt was über Dich, ebenso wie die Wahl Deiner Freunde.
Freunde sind loyal.

Und es ist so, dass man aufgrund persönlicher Erfahrungen bestimmte Schlüsse und Analogien zieht - und manches in Zukunft meidet. Das macht auch Sinn, man prüft nicht immer wieder, ob eine Herdplatte wirklich heiß ist.

Du bist mit Wahrheiten konfrontiert worden, merkst, dass einiges nicht stimmig in der Partnerschaft ist.
Daran sind aber nicht Klischees, Vorurteile oder wir Forist*innen schuld, sondern es liegt an Euch, Deinem Partner, und Dir.
Da kannst Du die Denkanstöße nutzen, verändern..

Übrigens, eine klassische Reaktion hier, wenn Antworten nicht passen.
Klischee? Erfahrung?
Beides.

W, 50
 
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  • #17
@Lionne69 ich kenne dich nicht und du kennst mich nicht. Ich habe gedacht normale Diskussion mit erwachsenen Menschen zu führen, aber ich merke das viele von euch hier so perfekt seid und soooo schlau und Lebenserfahren, da kann ich die die Wahrheit nicht ertragen kann nicht mit halten. Möchte ich auch nicht.
 
  • #18
An euch die diese Vorurteile stark im Köpfchen angeankert haben. Habt Ihr so schlechte Erfahrungen gemacht, gibt Ihr ganzen Gruppen Frauen/Männer keine Chance mehr wegen Schlechte Erfahrung oder sogar wegen Gerede von anderen?
Ein Beispiel:
Wenn meine Erfahrung nunmal lautet, dass sich Frauen beim Kennenlernen gerne unklar verhalten weil sie bewusst oder unbewusst ein Rollenmodell umsetzen,
dann geben ich Männern welche hier als FS in dieser Richtung fragen regelmäßig den Tip, genau darauf zu achten, was die Frauen sagen und ggf. Klarheit, bzw. eine hälftigen Anteil beim Kennenlernen von ihnen zu fordern.

Ja ich bediene hiermit eine Klischee, (in diesem Falle sogar eines, für welches ich hier im Forum relativ isoliert stehe),
Dieses entspricht meiner Lebenserfahrung
Doch durch meinen Tip mache ich auch nicht viel kaputt. Ich sorge dafür, dass vermeidbare Fehler durch etwas Aufmerksamkeit an der richtigen Stelle eher mal vermieden werden. Wie kann man dagegen sein ?

h merke das viele von euch hier so perfekt seid und soooo schlau und Lebenserfahren, da kann ich die die Wahrheit nicht ertragen kann nicht mit halten. Möchte ich auch nicht.
Finde ich toll, dass Du diese Foristinnen wie z.B. @Lionne69, @Joggerin oder @void hier so "adelst". Das haben sie sich auch ohne Ironie durchaus verdient.

Sie sind auch tatsächlich meist ziemlich kompetent und ich habe gar den Eindruck, sehr viel kompetenter als Du .
Und die "Wahrheit" kann kaum einer gut vertragen, vor allem aber meist auch gar nicht erfassen. Ich übrigens auch nicht.

Willst Du also lieber recht gute Ratschläge nicht annehmen und zusäzliche Krisen im Leben erleben ?
Wir hindern Dich daran nicht .....

Erinnert mich eine bisschen an den Song "Ich bin dagegen,... egal warum ..." Du beharrst auf Deinem Recht, Fehler zu machen.... na schön dann mache sie doch ....
 
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  • #19
gibt Ihr ganzen Gruppen Frauen/Männer keine Chance mehr wegen Schlechte Erfahrung oder sogar wegen Gerede von anderen?
1. Ja, ich gebe allen Menschen keine Chance, die anders sind als ich. Religion/Politik/Interessen/Musik/Stilgeschmack. Dafür habe ich zu viel Lebenserfahrung gesammelt. Manche Leute checken schnell, dass der nächste genauso wie der Alte ist (z.b. wenn man sich immer wieder in einen Betrüger oder Gewalttätigen verliebt), andere brauchen dazu ein paar Jahrzehnte. Ja ich weiß, das will die Gesellschaft nicht hören und du jetzt auch nicht.

2. Ich finde generell die Antitypen interessiert, die andere abstoßend finden, davon kann ich was lernen, sie sind herausfordernd.
Das Gerede von anderen verstärkt nur mein Interesse.

Man muss es ja nicht an die große Glocke hängen, wen man alles gut findet.

Diese Menschen mit diesem Gerede sind meistens unsouveräne Saufkumpels, fast immer mit einer Bierflasche in der Hand. Stimmts?


Ich möchte nicht wissen wieviele Paare diesen Anfangsdruck nicht statt gehalten haben und sind wieleicht auseinander gegangen obwohl sie zusammen gepasst haben.
Bezweifle ich, wenige Menschen sind so unmündig, dass sie sich was sagen lassen. Selbst die Schüchternsten nicht. Ich war auch nie der Mutigste im Leben, aber ich habe trotzdem immer noch das gemacht, was ich wollte. Dann eben ohne Gesellschaft dieser Freunde und hintenrum.

Also Fazit: Ich suche mir meine Partner selber, niemals nach dem Gerede der anderen. Ich bin doch kein Mitläufer! Trotzdem bin ich klever genug, manche Menschen auszuschließen. Z.b. Menschen die gar nichts arbeiten oder zu viel arbeiten oder mein Geld wollen oder mit fanatischem Religionshintergrund oder esoterische Radikale die was von "höherem Bewusstein" schwafeln, womit ich nichts anfangen kann.
Das sind meine Maßstäbe, die nicht andere für mich gemacht haben, sondern die ich durch eigene Erfahrungen gelernt habe.
 
  • #20
FS,

Deine Beispiele nimmst Du als Vorurteile und Klischee wahr. Ich nicht. Weil ich zu mir stehe, meine Welt akzeptiere, meine Fehler und Schwächen kenne und dazu (meistens) stehe. Keine Angriffsfläche und -gefühl. Ich sage dazu:"Ja! Und nun?". Andere dürfen gerne erst mal vor ihrer Tür kehren.

Mein größtes Vorurteil habe ich gegenüber Menschen zu denen ich keinen Zugang bekomme. Meistens solche, die empathiebefreit meine Grenzen nicht erkennen und achten sowie denen, den alles was ihnen nichts nutzt oder anderen schaden könnte, am Allerwertesten vorbeigeht. Diesen brauche ich keine Chance geben. Sie sind für mich nicht existent. Das mache ich nicht an Personengruppen fest.

Ich bin sehr viel im öffentlichen Raum unterwegs und was ich da an Menschen und dem wie und was sie hinterlassen erlebe, lässt mich sehr an deren Vernunftbegabung zweifeln.

Mir ist es sehr unangenehm, wenn ich mich dabei erwische andere und anderes nicht wahrzunehmen, die und das es verdient haben oder brauchen. Da bitte ich um Verzeihung und entschuldige mich.

Deine Reaktion auf andere Meinungen finde ich bezeichnend. Womit sich der Kreis für mich schließt.

M51
 
  • #21
Ich wohne in Berlin. Wer hier keine Vorurteile hat, die dann auch keine mehr sind, war seit Jahren nicht mehr draußen. Das hört sich vermutlich brutal an, aber glaubt mir, es ist wahr.
 
  • #22
Mir kommt der Stil des FS irgendwie bekannt vor...

Was ggf ein Vorurteil ist, obwohl nein, dann hätte ich Anstoß zb schon am Nick genommen.
Also sorgt die Erfahrung für ein "Bing" und wie oben nett beschrieben: seh ich eine beige große Tatze und weiter oben einen langen Eckzahn....dann reichen die zwei Punkte um das Bild: Sven...Nein Säbelzahntiger, in den Kopf zu schliessen und zu gucken das man wegkommt.

In Älter, wo man Erfahrungen gemacht hat, die einem nicht guttaten...geht man auch den gefährlichen Tieren aus dem Weg.
Sollte ich mich mal geirrt haben, hab ich vielleicht einen netten Kater nicht kennengelernt aber eindeutig überlebt.
 
  • #23
die klischeehafte farbige, ältere, übergewichtige, ungebildete Frau bei vielen durchfällt.
Interessant, ich habe da ein ganz anderes Bild im Kopf. Das einer herzerfrischenden Mama, die jeden in ihrem Radius fantastisch bekochen kann und für fast alle Lebenslagen einen guten Ratschlag oder einen flotten Spruch hat. Nicht die Attraktivste im Sinne von klassischer Schönheit, dafür aber mit inneren Werten. Wahrscheinlich suche ich in den Medien und im Leben immer wieder nach Bestätigung für meine Lieblingsklischees zu diesem Typus. Klischees müssen nicht negativ besetzt sein.

Bei der Partnersuche bin ich zynischer eingestellt, versuche aber dort mit weniger Vorurteilen auszukommen, da ich mir zu viele eigene Vorurteile nicht leisten kann, weil ich selbst jemand bin, der Vorurteile auf sich ziehen kann. Ich gebe mir dann Mühe, besonders freundlich zu sein oder diejenige zu sein, die am Anfang unvoreingenommen ist, in der Hoffnung dass sich das Blatt wendet und etwas Offenheit zurückkommt. Das funktioniert aus Selbstschutz logischerweise nicht überall, und Menschen, die das auf ihre Weise umdeuten und versuchen, Offenheit für eigene Zwecke zu mißbrauchen, haben bei mir keine Chance.

Klischees sind auch nur in bestimmten Situationen nützlich im Sinne von Rettung aus einer bedrohlichen Lage. Manchmal ist unvoreingenommenes Analysieren besser als einem Bauchgefühl oder Klischee zu folgen, was am Ende emotional besetzt ist.