• #31
Hmm - ihr seid nun also beide übergewichtig. Wäre es eine Idee, wenn ihr beide gemeinsam versuchen möchtet, ein paar Kilos runterzubekommen? Gesunde Ernährung, Sport ... alles gemeinsam. Niemand wäre brüskiert nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Wäre doch einen Versuch wert ...
 
  • #32
Sie meinte jetzt nämlich, dass sie auch zugenommen, hat um mir näher zu sein.... Zur Erklärung: Ich habe auch 100KG wie sie jetzt.
Meine Güte, hat sie hohle Argumente und wie geht ihr bloss miteinander um. Das kann sie doch wohl selber nicht ernst meinen.

Die Wahrheit ist wohl eher: Du lässt Dich gehen und sie sieht keinen Grund mehr, sich um ihr Aussehen zu bemühen, nur um Dir zu gefallen. So eine Heimzahlerei nach der Art: Du bist nicht attraktiv für mich, also muss ich auch für Dich nicht attraktiv sein - ganz normale Abnutzungserscheinungen in einer längeren Beziehung, die von beiden nicht gepflegt wird. Dumm von beiden, weil ungesundes Übergewicht jedem selber schadet, nciht dem Partner.

Ja, sehr dünn war ich auch nie. .... Hatte ich dieses Gewicht schon, als wir uns kennenlernten.....
Das sind auch keine brauchbaren Argumente von Dir. Wenn Du selber dick bist und das Abnehmen nicht hinkriegst, kannst Du einer Frau, die an Deiner Seite (ungesundes Essverhalten) an Gewicht zulegt keinen Vorwurf machen.
Sie hat sich jahrelang diszipliniert, was schwer ist an der Seite von jemandem, der genüsslich die Sachen in sich reinschaufelt. Entweder macht frau es nichts aus, wenig und gesund zu essen weil es ihrem Naturell entspricht oder sie sieht irgendwann nicht mehr ein, gegen die ungesunden Versuchungen anzukämpfen und langt auch zu.

Auch hier wieder: die ganz normalen Abnutzungserscheinungen einer längeren Beziehung. Man lernt den anderen über die Zeit besser kennen und das verändert die Sicht auf ihn. Erst hat sie Dein Gewicht übersehen, weil sie andere Dinge an Dir toll fand. Die scheinen doch nicht so schwer zu wiegen, sodass sie Dein Gewicht nicht mehr übersehen kann, genausowenig wie Du ihres - Dinge ändern sich, wie Du ja selber grad feststellst.

Auf mich wirkt es eben auch wieder ein bisschen wie eine "Ausrede", und das es heißen soll dass ich kein Recht habe, mich zu beschweren.
So ist es. Wer selber übergewichtig ist, soll von anderen nicht verlangen, dass sie schlank sind. Du bis ja ein Experte: für Dich gibt es Ausreden, für sie soll es diese nicht geben. Sie nimmt sich das gleiche Recht raus wie Du: für Dich so unattraktiv sein, wie du es für sie bist.
 
  • #33
Ich bin seit bald 5 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Ich habe diese Beziehung sehr lange Zeit als "Traumbeziehung" wahrgenommen.
Sie hat im Laufe des letzten Jahres stark zugenommen. Am Anfang habe ich das nicht wirklich bemerkt, aber es … ging so weit, dass … sie für mich auch absolut nicht mehr attraktiv ist (insgesamt hat sie 40 kg zugenommen, von 60 auf 100).
Du hast zwar schöne Erinnerungen, doch die liegen in der Vergangenheit. Wesentlich für eure Beziehung ist aber die Gegenwart und da scheint etwas im Argen zu sein.

Als ich in meiner Ehe nicht mehr glücklich war, habe ich auch ziemlich zugenommen, um für meinen Mann unattraktiv zu werden. Nach der Scheidung purzelten die Pfunde dann von selber wieder.

40 Kilo in einem Jahr zuzunehmen, ist schon heftig.
Du hättest schon bei 10 Kilo aufmerksam werden und reagieren können oder bei 20, denn schon 5 Kilo mehr ist eine Kleidergröße mehr. Hast du sie denn da nicht angesehen?

Jetzt willst du die schlanke Frau zurück, die du kennengelernt hast.
Zu vermuten, dass die irgendwo in der jetzigen dicken Frau steckt, wird dir nicht helfen. Sie scheint ebenfalls nicht glücklich zu sein, sonst hätte sie nicht so zugenommen.

Überdenkt mal gemeinsam eure Beziehung und werdet euch darüber klar, ob eine Trennung nicht die bessere Lösung wäre, statt sich gegeneinander aufzureiben und sich Vorwürfe zu machen. So wie es jetzt ist, scheint es nicht mehr zu passen. Manchmal muss man sich eben dem Unvermeidlichen stellen, ob man will oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #34
Ist es Kritik an meinen Körper? Die Jahre über hat sie schon ab und zu so Andeutungen gemacht, dass ich abnehmen könnte und das gesünder wäre usw.
Sie tut mir ehrlich gesagt sehr leid. Hat sich sinnlos ihre Figur ruiniert, die sie nach so einer Zunahme nie wieder zurückbekommen wird, nur um Dir eins auszuwischen. Das kann auch nur eine Frau machen.

Mit so einer Argumentation wie Ihr sie führt könnte ich gar nichts anfangen. Das ist sowas wie wenn zwei Jungs sich gesprügelt haben, sagt der eine: der Kalle ist schuld, der hat zuerst zurückgeschlagen.

Ich bleibe dabei Eure Beziehung ist Geschichte.
 
  • #35
Naja, die Frau war nie deine Traumbeziehung und du nie ihr Traummann. Durch gute und schlechte Zeiten passt für euch nicht. Nach der Optik hört es auf. Ihr werdet auch mal beide 70, dann sind 40 kg das geringste Problem. Alte Haut, Falten, Haarausfall.
Hake es einfach ab, dass das keine richtige Liebe ist.
 
  • #36
Eine Frau, die ihren Mann liebt und von ihm begwehrt werden möchte, macht so was nicht. Das Problem fing bei ihr an. Ihr ist aus irgendeinem Grund alles egal geworden, nur essen und essen... Sprich mit ihr darüber und dann bekommst du die Antwort auf deine Frage...
 
  • #37
Wenn ihr beide jetzt 100 KG habt und sie "Dir näher sein will", habt Ihr beide ja jetzt ein gemeinsames Ziel. Findet beide zu einer gesünderen Lebensweise, baggert Euch nicht mehr die KH rein und lasst das Backen sein. Ein gesünderes Hobby und seine freie Zeit anders und bewegter zu verbringen, sollte Euer gemeinsames Ziel sein. Dann muss sie nicht mehr übermäßig essen und Du Dich nicht trennen.
Wenn ihr zusammen bleiben wollt, werdet Ihr Euch mental und körperlich auf neue Wegen begeben müssen und auch wollen.
 
  • #38
Ist es Kritik an meinen Körper? Die Jahre über hat sie schon ab und zu so Andeutungen gemacht, dass ich abnehmen könnte und das gesünder wäre usw. Da stimme ich ihr auch zu. Es gab da meinerseits auch ein paar Versuche, aber die Erfolge in der Richtung haben halt auch nicht angehalten. Mein größter Erfolg war höchstens, dass wenn ich mal bisschen zugenommen habe, das dann auch wieder losgeworden bin
Wie ich schon in meinem vorherigen Post angedeutet habe, war für deine Freundin eure Beziehung keineswegs traumhaft. Ja, sie hat dich so kennengelernt, aber erstens bedeutet es nicht, dass man statisch bleiben soll und keine Verbesserung an sich vornehmen, sei es körperlich oder charakterlich. Zweitens hast du durch deine Einstellung gezeigt, dass dir die Gefühle deiner Freundin egal waren. Drittens, die wenigsten Frauen sind von Natur schlank und können essen, was sie wollen, für die meisten ist es eine dauerhafte Diät oder Aufpassen, was man isst und regelmäßiger Sport. Ich meine jetzt nicht, ein bisschen Bewegung und weniger Kekse, sondern wirklich harte Arbeit. Schon aufgrund der hormonallen Veränderungen ist es extrem schwer, das Gewicht zu halten. Frauen sind oft zickig, weil sie unter anderem auch dauernd hungrig sind. Und da kommen noch Männer dazu, die immer wieder Bemerkungen zu ihrer Figur machen.
Und hier sehen wir ein gutes Beispiel. Natürlich , 100 kg bei dir ist was anderes, als bei ihr und es ist kein Grund für sie, sich gehen zu lassen, zeigt aber grundsätzliche Einstellung, dass Mann sich für Adonis hält, egal, wie er aussieht, aber an der Frau wird rumgemeckert . Hast du daran gedacht, dass du beim Sex zu schwer sein könntest und schnaufst und schwitzst wie ein Wallross? Und dass sie eines Tages zu dir gesagt hätte, sie überlegt, sich zu trennen, weil du zu schwer bist?
Deiner Freundin bist du egal geworden, sie ist sich selber egal geworden. Überleg, ob es tatsächlich nur an ihr liegt. Du nimmst nicht ab und willst dich auch nicht gesünder ernähren, aber gedenkst sie zu verlassen, obwohl sie dasselbe tut. Interessant.
 
  • #39
Wenn ihr beide jetzt 100 KG habt und sie "Dir näher sein will", habt Ihr beide ja jetzt ein gemeinsames Ziel.
Welches? 120 kg? Wenn mir eine Frau ernsthaft so eine Argumentation vorbringt, würde ich mir Gedanken darum machen, was sie geraucht hat.

Ja, natürlich könnte sich der FS auch Gedanken um sein Gewicht machen. Natürlich kann er auch keinen "Anspruch" auf eine schlanke Frau erheben. aber Tatsache ist doch, dass sie sich wohl extrem verändert hat. 100 kg bei einem Mann und bei einer Frau sind auch vom Körperbau her oft etwas völlig anderes.
Mir fehlt hier der ernsthafte Dialog in einer Beziehung. Durchaus auch mit gemeinsamen Zielen, wenn denn Abnehmen überhaupt ein Ziel von ihr ist. Und der FS muss sich halt überlegen, ob diese Frau so, wie sie ist, die richtige Partnerin für seine Zukunftspläne ist.
 
  • #40
Ich finde, es macht schon einen Unterschied, ob du selbst übergewichtig bist oder schlank. Das hättest du gleich dazusagen können. Wenn sie eine Frau ist, die vorher immer aufs Essen schauen musste, um nicht zuzunehmen (das gibt's ja wirklich) und du neben ihr sehr viel isst und dich eben um dein Aussehen nicht bemüht hast, dann versteh ich ein wenig, dass sie da auch den Antrieb verloren hat. Natürlich hat sie dich so kennengelernt, aber wenn man selbst dick ist, kann man das dem anderen dennoch weniger vorwerfen, so mein Gefühl.
Das wäre doch wirklich ein guter Ansatz, um jetzt gemeinsam zu sagen, wir ändern was, ernähren uns gesund und machen Sport? Wenn sie jetzt allein eine Diät machen soll oder so, wäre das schon irgendwie unfair. Vielleicht brächte euch das auch näher, wenn ihr so ein Ziel verfolgt.
Ob das jetzt der wirkliche und einzige Grund ist.. keine Ahnung. Kann ich mir nicht so ganz vorstellen, ich würde trotzdem denken, da steckt noch was anderes dahinter; Unzufriedenheit mit ihrem Leben oder auch der Beziehung, oder doch was körperliches.
 
  • #41
Zu nächst mal, solltest du dich aufrichtig fragen, was du an deiner Frau wirklich aufrichtig am meisten liebst?! Du widersprichst dir nämlich selber.
Du stellst in Frage, ob sie noch die selbe ist. Nur um dann fest zu stellen, das in ihrem Körper noch der selber Mensch steckt, den du eigentlich lieben willst. IST DAS SO?!
Du selber bist mit deiner Figur nicht zufrieden. Nimmst aber für dich in Anspruch, das sei Ok, weil ihr euch so kennen gelernt hättet?! Blödsinn! Ich kenne so viele übergewichtige Männer, die so denken. Einen Mords Anspruch an ihre Frauen haben und selber diesem Anspruch nicht gerecht werden.
Ich finde diese Form von Doppelmoral fragwürdig. Denn sind wir mal ehrlich! Du bist und bleibst der selber Mensch, auch wenn du jetzt nochmals zulegst oder eben abnimmst. Du weißt das abnehmen nicht so leicht ist, das es nicht nur etwas mit Disziplin zu tun hat und selbst wenn es so wäre, nicht jeder Mensch so diszipliniert ist.
Übrigens: "Was man im Spiegel sieht, ist oft näher als man wahrhaben möchte" :)
Diesen Umstand mache dir bitte mal klar, wenn du sie jetzt so be- oder verurteilst.
KEINE Frau mit der ich je gesprochen habe, ist mit ihren zusätzlichen Kilos zufrieden. ABER, es gibt Gott sei dank eine immer größere werdende Gruppe von Frauen, die anfangen trotzdem Selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Entgegen der Landläufigen Meinung ist Übergewicht nicht immer nur ein Zeichen davon, dass Mensch sich gehen lässt. Für mich hat Übergewicht eine sehr starke Psychische Komponente.
Ihr beide "kloppt" euch Argumente um die Ohren, die für mich als Außenstehende keine sind. Sie treffen nicht den Kern eurer Probleme. In meiner Wahrnehmung hat sie zugenommen, weil sie Unglücklich ist. Es ist ihre Art auf sich aufmerksam zu machen. Das läuft aber unbewusst und zeigt eigentlich nur, dass sie vermutlich nicht in Worte fassen kann, was nicht passt. Ihr ist nicht wirklich bewusst, was los ist. Darum sind ihre Argumente auch nicht Schlagkräftig und einleuchtend. Es ist aber ein Punkt, an dem so viele Paare irgendwann landen. Sie reden nicht über ihre Wünsche und Bedürfnisse, versuchen im Außen fest zu machen, wo es im inneren krankt. Statt bei sich selber zu gucken, ist der Partner Schuld weil er sich nicht richtig verhält, weil er sich gehen lässt, etc.
Du kannst nur eines tun......schau dir deine Anteile an. Schlag ihr vor, ehrlich darüber zu reden, was ihr euch wünscht. Macht ggf. eine Paartherapie. Wenn es wirklich nur das Gewicht ist und das für dich tatsächlich so einen hohen Stellenwert hat, dann übernimm die Verantwortung. Ziehe eine Trennung in Erwägung. Du wirst sie nämlich nicht ändern können, nur weil du ihr sagst, dass es dich stört. Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Frau die sie mal war, ist sie nicht mehr und zwar mit oder ohne Kilos. Sie wird und hat sich verändert und zwar nicht nur äußerlich.
 
  • #42
Ich finde deine Ansicht nicht oberflächlich und ihre Aussagen ja auch durchaus als Ausreden.

Es ist auch nicht deine Schuld. Wohl ein geänderter Lebenswandel durch die Beziehung an sich.

Vielleicht kann man sie dahingehend verstehen, dass deine Freundin kocht und bäckt, um etwas Schönes für euch beide zu zaubern? Gemeinsam etwas Leckeres essen ist ja auch eine gemeinsame Beschäftigung. Da du selbst nicht ganz schlank bist, bist du von leckerem Essen sicher nicht abgeneigt?

Wie gesagt, ich denke nicht, dass es hier um Schuld gehen sollte, nur um Ursachen der Zunahme.

Sie hat sich zu Singlezeiten sicher anders ernährt, sicher mehr Sport getrieben. Nun ist die Versuchung vor ihrer Nase und der Sport fällt weg, weil sie die Zeit lieber mit dir verbringt?

Sie wird sicher nicht glücklich über ihr Gewicht sein, es sind nur Schutzbehauptungen.

Da du selbst gern schlanker wärst, geht das Thema doch gemeinsam an. Gemeinsam gesund kochen, gemeinsam mehr Bewegung und Sport. Gemeinsam auf die Bratwurst zwischendurch verzichten, statt den anderen zum Essen zu animieren.

Gemeinsam ist es leichter, als wenn sie nur am Salatblatt knabbern soll, während du die Pommes isst.
 
  • #43
Ah, ich merke erst jetzt, dass Du auch übergewichtig bist. Dann ist alles klar...
Ich habe mal mit einem übergewichtigen Mann Beziehung angefangen, weil ich ihn nicht auf sein Aussehen reduzieren wollte und ihn sonst cool fand. Er versprach, ein gesundes Leben zu führen und wieder sportlich zu werden. Wir machten am Anfang regelmässig Sport. In wenigen Monaten hat er wieder nachgelassen und wollte keinen Sport mehr. Er hat angefangen, noch mehr zuzunehmen. Nein, ich wurde nicht auch dick wie deine Freundin. Aber auf Dauer macht es depressiv, wenn du die Gesundheit und Ernährung ganz anders wahrnimmst als Dein Partner. Deine Partnerin hat den extremen und falschen Weg gewählt. Ps.: Wir haben uns getrennt, aber nicht aus diesem Grund.
 
  • #44
Naja, 100 kg und 100 kg können durchaus unterschiedlich bewertet werden.
Mit Keksen gibts keinen Muskelaufbau - wenn er deutlich grösser ist, darf er ebenfalls mehr wiegen. Generell sind Männer etwas schwerer - alleine vom Körperbau her gesehen.
Dazu kommt - ER hat sein Gewicht langsam aufgebaut - SIE nicht.
Ist sie völlig apathisch ? Ständig krank ? Lustlos ?
Schleif sie zum Doc ..... entweder stimmen deine Angaben gar nicht oder ihre Gesundheit ist ziemlich im Eimer.
 
  • #45
Mir fehlt hier der ernsthafte Dialog in einer Beziehung. Durchaus auch mit gemeinsamen Zielen, wenn denn Abnehmen überhaupt ein Ziel von ihr ist. Und der FS muss sich halt überlegen, ob diese Frau so, wie sie ist, die richtige Partnerin für seine Zukunftspläne ist.
Sehe ich ganz genauso.

Ich lese, dass Dir das Mehr an Körper nicht gefällt

Ich lese nicht, dass Du Dich um sie sorgst... und das nicht nur, weil der Doktor sagt, Übergewicht ist ungesund, sondern auch weil sich für Deine Freundin ihr Leben verändert hat (Stichwort: Kleidung, körperliche Belastbarkeit, Reaktion der Umwelt...). Das ist für Dich scheinbar kein Thema.

Du setzt Dich nicht damit auseinander, ob sie sich wirklich so wohlfühlt. Nein, Du beharrst auf dem Standpunkt, dass Du als schon länger übergewichtige Person und Mann Dein Übergewicht behalten darfst.
 
  • #46
Ich könnte mir einen Partner vorstellen, der einige Kilos zuviel drauf hat, aber Ausstrahlung und Lebendigkeit. Ein Mann mit 100 KG müsst dann aber ein richtiger "Riesen-Pranken-Bär" sein, damit es für mich vom Gewicht her passen würde. Frauen sind meist kleiner, da käme das nicht gut hin.
Jeder hat natürlich das Recht, so zu leben, wie er will.
Aber ich würde mich nicht angezogen fühlen, weil das, was man da an Zeit und Energie aufwenden muss, um diese diversen Backwaren zu produzieren und zu essen.... Da kommt man ja kaum zu was anderem. Stelle ich mir als einsames, eindimensionales Leben vor.
Wenn ihr euch nahe sein wollt, und du sie als Mensch magst, könntest Du ihr vorschlagen, gemeinsam neu kochen zu lernen? Mit guten Ölen, schönen Zutaten. Wäre es Dein Weg, Dein Herz in den Arm zu nehmen und ihr vorzuschlagen, gemeinsam etwas zu ändern.?
Möchtest Du etwas ändern? Eigentlich? ...und sie mitnehmen???

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Jede Veränderung, mit der Einsicht, etwas nicht mehr haben zu wollen, dafür aber etwas anderes. Etwas nicht mehr sein zu wollen, dafür jemand anderes. So nicht leben zu wollen, dafür aber anders.
 
  • #47
Also:
Du bist übergewichtig, warst du schon immer.
Es hat sie offenbar gestört, sie hat mehrfach versucht, mit dir darüber zu reden. Dich nicht, du hast auf Durchzug geschaltet, weil "sie dich ja so kennen gelernt hat".
Jetzt ist sie adipös und findet die absurdesten Erklärungen dafür (Rebellion gegen geschlechtsspezifischen Druck, dir "näher sein wollen" usw). Das stört nun dich.
Ich finde das verständlich, auch ich finde übergewichtige Menschen, egal welchen Geschlechts, kaum jemals attraktiv.

Was euch bleibt, ist ein gemeinsames Projekt zu starten. Eure Essgewohnheiten zu ändern, Bewegung zu machen.

Es wäre schade, wenn ihr euch bei der ersten Krise trennt.
Man kann diesen Weg durchaus gemeinsam gehen.

w, 53
 
  • #48
Ihre Freundin hat in jedem Fall eine massive Essstörung, da sie Gefühle über Essen ausdrückt und an ihren Bedürfnissen/ Hunger "vorbei-isst". Ich tippe auf Adipositas, und, ja, auch Sie als ihr Partner und damit ihr direktes soziales Umfeld haben etwas damit zu tun. Wie waren denn Ihre eigenen Lebens-, Ernährungs- und Sportgewohnheiten? Warum haben Sie sich denn nicht früher darum gekümmert? Ich denke, Ihre Freundin sollte schnellstens einen kompetenten Verhaltenstherapeuten aufsuchen, um das Problem anzugehen. Und, ja: Ich halte es für eine Doppelmoral, wenn Sie als Übergewichtiger ihr ihr Gewicht vorhalten. Außerdem ist es nicht unmöglich, dass sie wieder abnimmt. Ich selbst habe während meiner Schwangerschaft 20 kg zugenommen und völlig mühelos danach 25 kg abgenommen. Gerade wenn das Umfeld stimmt, Bewegung, Ernährung und Sozialleben ausgeglichen sind, geht das gut. Aber Ihre Freundin sollte das für sich tun. Nicht für Sie. Und noch eins: Ich esse immer noch Kekse. Davon nimmt man doch keine 40 kg zu... Da stimmt am gesamten Kontext was nicht. Und Sie haben da ganz sicher was damit zu tun. Wie schon einige fragten - warum haben Sie sie nicht früher darauf angesprochen oder mal gekocht? Zum Sport mitgenommen? Sie bei Ihrem Stress mal abends mit einer schönen Massage entlastet oder einfach auf andere Gedanken gebracht? Ich würde auch mal in meine Partnerschaft ganz tief hineinhorchen... und nicht jede Verantwortung für einen essgestörten Partner ablehnen.
 
  • #49
40 kg in einem Jahr. Das muß man erst einmal schaffen. Aber wie schafft man das?

War sie schon einmal sehr dick, vielleicht früher vor Eurer Zeit? Das Wieder-Zunehmen ist um einiges leichter, wie wir alle wissen.

Dann erinnere ich mich an eine Userin hier, die sich selbst als normalerweise sehr sehr schlank bezeichnet. Als sie eine Scheidung erleben musste, hat auch sie sehr schnell 30 kg zugenommen. Ihre Psychiaterin hat eine Blutuntersuchung gemacht und herausgefunden, dass sie sehr viel Streßhormone im Blut hat. Und das würde eine Gewichtszunahme sehr begünstigen und auch das Essverhalten beeinflussen. Sie schrieb, dass sich ihr Gewicht wieder normalisiert hätte, als Ruhe in ihrem Leben eingekehrt sei.

Wie auch immer lieber FS. Keine Ahnung, ob Dir das hilft. Da Du ja auch 100 kg wiegst (wie groß bist Du eigentlich), dann schlage ihr doch gemeinsames Abnehmen vor, gemeinsames Einkaufen und Kochen, die Weight Watchers oder was auch immer.

Das wird natürlich nur dann funktionieren, wenn sie das auch will, denn noch niemand hat seine Lebensgewohnheiten nachhaltig geändert, wenn er es nicht selbst wollte. Und dazu brauchts auch einen gewissen Leidensdruck, einen starken Willen und viel Motivation. Viel Glück.
 
  • #50
Ich lese nicht, dass Du Dich um sie sorgst... und das nicht nur, weil der Doktor sagt, Übergewicht ist ungesund, sondern auch weil sich für Deine Freundin ihr Leben verändert hat (Stichwort: Kleidung, körperliche Belastbarkeit, Reaktion der Umwelt...). Das ist für Dich scheinbar kein Thema.
Leute!
Sollen die Fragesteller hier immer estmal alle möglichen Liebesbekundungen vorausschicken, bevor sich irgendjemand mal mit den angefragten Problemen befasst ?
Dies gilt vor allem dem IM und seinem allumfassenden Liebesbegriff.
Liebt sie ihn denn ,wenn sie sich gehen lässt, und merkt, dass er nicht darauf steht ?
Wenn er sie nicht lieben würde oder ihm als Lebenspartnerin ausgedient erscheint, würde er diese Frage doch wohl hier nicht stellen, sondern sich getrennt haben.
Ihm scheint es eben doch darum zu gehen, dass die Beziehung fortbesteht. Er sorgt sich im Sinne der Fragestellung wirklich genug um sie. Das können wir also ausschließen.

Mir fehlt beim allerdings eine Aussage, ob die sexuelle Komponente noch passt und funktioniert.
Ich finde, wenn ein Frau den Weg geht, wie die Partnerin des FS, dann muss sie sich auch im Klaren darüber sein, dass diese sexuelle Attraktivität bald nicht mehr vorhanden ist. Mit allen Konsequenzen.

Ich finde, wir können den FS nicht dafür kritisieren, welche Art von Frauenkörper ihn anmacht. Und umgekehrt auch nicht. Aber scheinbar gab es ja in der Gegenrichtung mit den 100 kg des FS wenig Probleme damit.
 
  • #51
Dieser Thread hätte jetzt leicht ein Bashing-Thread für dickere Menschen in Partnerschaften werden können, aber nein, alle haben sich sehr respektvoll verhalten, finde ich.

Ich hatte Dir auch noch mal geschrieben, aber es ist irgendwie verloren gegangen, daher möchte ich auch noch mal versuchen, Dich FS, aufzurütteln.

Man muss doch auch sagen, ihr beide, DU und SIE, ihr seid beide erwachsen und keine unerfahrenen Teenies mehr. Da muss man ja eigentlich keine Ernährungstipps mehr geben, oder? Haben wir trotzdem gemacht.

Aber ihr seid eigenverantwortlich für Euer Leben. Wenn Deine Freundin also meint, auf diese Art gegen die Gesellschaft protestieren zu wollen- mir wäre das zu kindisch.

Wenn mein Partner meint, er müsste sich so bunt wie eine Echse tätowieren, um gegen etwas zu protestieren, nein, es gibt eben Dinge, die muss ich nicht akzeptieren.

Wenn er sich seine seelischen Probleme nicht ansehen möchte, ist das auch seine Entscheidung. Aber ich muss das nicht mitmachen.

Wenn Du, FS, also nicht einfach zugesehen hast, wie sie immer dicker wurde, und mit ihr gesprochen hast, und sie Veränderung oder überhaupt klärende Gespräche ablehnt, dann bleibt ja nicht mehr viel.

Oder hast Du einfach geschwiegen, bis der jetzige Zustand erreicht war? Glaube ich nicht. Dann hättet ihr eine Beziehung, die Euch beiden nicht gut tut.
 
  • #52
Ich finde, wenn ein Frau den Weg geht, wie die Partnerin des FS, dann muss sie sich auch im Klaren darüber sein, dass diese sexuelle Attraktivität bald nicht mehr vorhanden ist. Mit allen Konsequenzen.
Vielleicht will sie ja keinen Sex mehr mit ihm, weil er ihr nach dem Honeymoon immer schon zu dick war - hat sie ihm ja auch x-mal gesagt undihm war es egal. Er meint, weil er immer schon zu dick war, hat er ein recht darauf, es zu bleiben und sie muss schlank bleiben, weil sie es war, als sie sich kennenlernten - gekauft wie besehen.
Er hat es nicht geschafft trotz mehrfacher Versuche abzunehmen. Ihm wars egal - ihr ist es jetzt auch egal. Statt Sex zu haben backt sie lieber.

Ihre Argumente für ihr Gewicht finde ich infantil trotzig - keine Frage, denn sie schadet damit ihrer Gesundheit, also sich nicht ihm. Vermutlich ist es aber schwer, an der Seite eeines übergewichtigen Menschen schlank zu bleiben und das hat sie aufgegeben.
 
  • #53
OK, da kann nur noch eine Ernährungsberaterin, ein Arzt und ein Personal Trainer Euch beiden helfen! Ohne externe Unterstützung und Kontrolle wird es nicht gehen.

Meine Einschätzung ist pessimistisch. Sie wird die 40 Kilo (!) NIE mehr im Leben loswerden. Tendenziell wird sie eher weiter zunehmen und auf die 120 oder 130 Kilo zusteuern. Du hättest tatsächlich viel früher was sagen müssen... Soviel Gewicht kann Frau nicht mehr einfach so mit einer Brigitte Diät verlieren.

Und ja, meine Schulfreunden ist in ihrer Ehe auch so ein Rundling geworden. Sie braucht das, ist ihre Ausrede 1. Der ehemals schlanke Mann hat mit zugenommen. Sex gibt es seit 15 Jahren nicht mehr. Sie sei zu müde abends. Ausrede 2. Es ist tatsächlich eine Frage des Charakters und der Ernährung.

Mit dem Alter warten natürlich so einige Veränderungen auf ein Paar. Da lauern Krankheiten und Schicksalsschläge, die man zusammen meistern soll.

Zu einer Trennung raten werde ich dir nicht, denn Ihr habt beide ein Adipositas Problem. Ihr steckt Euch gegenseitig an. Für mich ist es kein Trennungsgrund, wenn ich liebe.

Meinen Ex habe ich mit Adipositas kennengelernt und mich trotzdem Knall auf Fall verliebt. Ich mit Größe 32/34. Beim ersten Sex ließ er aus Scham sein cooles Poloshirt an. Es schwitzt am Rücken wie wenn er einen Marathon gelaufen wäre!! Rate mal, wer am Gewicht und Körper des anderen rumkritisiert hat?! Er an mir!! "Po schmaler und bitte Solarium" lautete ein WhatsApp Spruch, den Mr Fatboy mir nach einer romantischen Nacht schickte. Es war Winter! Und ich war soo verliebt. Nun, heute hat er mit Ü50 bereits die erste Hüft OP hinter sich. Auf meine Ernährungstipps und Motivation ging er leider nicht ein. Auch auf Alkohol verzichten wollte er nicht. Mittlerweile hat er es aber selbst gecheckt und die Physiotherapeutinen und Ärzte scheinen ihm ins Gewissen geredet zu haben. Ausserdem will er seine neue junge Frau halten. Er hat etwas abgenommen und sieht fit und gesund aus.
 
  • #54
Seit ich in einer Partnerschaft bin, koche ich anders, damit mein Partner satt wird. Fleisch in Soße mit Nudeln / Kartoffeln etc. kommt regelmäßig auf den Teller. Seit wir zusammensind, fällt es mir zwar meist leicht, auf Chips, Gummibärchen und anderes Zeug zu verzichten, dass er täglich futtert, aber beim warmen Essen kann ich, die ich früher fast nie Soßen oder Fleisch gegessen habe, darauf nicht verzichten. U. a. auch deshalb wiege ich schon 2 Kilo mehr, als vor der Beziehung, und das, obwohl ich täglich 100 g Schokolade gegessen habe, was ich reduziert habe.

Nicht alle Frauen sind stark genug, dem Partner beim Essen von Kalorienbomben zuzusehen und selbst stundenlang auf einem Salatblatt rumzukauen oder intensiv Sport zu treiben, um die Kalorien loszuwerden.

40 kg innerhalb eines Jahres an Gewichtszunahme sind dennoch extrem viel. Entweder war sie vor fünf Jahren bereits übergewichtig und konnte das Gewicht dank eiserner Disziplin reduzieren, ehe sie Dich und Deine Essgewohnheit kennengelernt hat, oder sie hat gesundheitliche Probleme. Ich würde an ihrer Stelle mal u.a. die Schilddrüse checken lassen.

Übrigens, viele Frauen behaupten, sie könnten essen, was sie wollen, und würden nicht zunehmen. Aber wenn man sich mal ansieht, was sie essen, wird schnell klar, wie sie ihr Gewicht halten: sehr kleine Portionen, abends nur noch Wasser oder Magerfleisch mit viel Gemüse, Verzicht auf Hochverarbeitetes, Schokolade und Gebackenes. Das sind die Beobachtungen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis.
Vielleicht hat Deine Partnerin im Laufe der Zeit einfach aufgehört, zu verzichten. Dennoch frage ich mich, wie das in 12 Monaten so schnell gehen kann …

P.S. Nach allem, was ich hier bisher von anderen Usern gelesen habe, würde es mich nicht wundern, wenn sie stark abnimmt, sobald Ihr Euch getrennt habt.

w, 34
 
  • #55
Seit ich in einer Partnerschaft bin, koche ich anders, damit mein Partner satt wird. Fleisch in Soße mit Nudeln / Kartoffeln etc. kommt regelmäßig auf den Teller. Seit wir zusammensind, fällt es mir zwar meist leicht, auf Chips, Gummibärchen und anderes Zeug zu verzichten, dass er täglich futtert, aber beim warmen Essen kann ich, die ich früher fast nie Soßen oder Fleisch gegessen habe, darauf nicht verzichten. U. a. auch deshalb wiege ich schon 2 Kilo mehr, als vor der Beziehung, und das, obwohl ich täglich 100 g Schokolade gegessen habe, was ich reduziert habe.

Nicht alle Frauen sind stark genug, dem Partner beim Essen von Kalorienbomben zuzusehen und selbst stundenlang auf einem Salatblatt rumzukauen oder intensiv Sport zu treiben, um die Kalorien loszuwerden.

40 kg innerhalb eines Jahres an Gewichtszunahme sind dennoch extrem viel. Entweder war sie vor fünf Jahren bereits übergewichtig und konnte das Gewicht dank eiserner Disziplin reduzieren, ehe sie Dich und Deine Essgewohnheit kennengelernt hat, oder sie hat gesundheitliche Probleme. Ich würde an ihrer Stelle mal u.a. die Schilddrüse checken lassen.

Übrigens, viele Frauen behaupten, sie könnten essen, was sie wollen, und würden nicht zunehmen. Aber wenn man sich mal ansieht, was sie essen, wird schnell klar, wie sie ihr Gewicht halten: sehr kleine Portionen, abends nur noch Wasser oder Magerfleisch mit viel Gemüse, Verzicht auf Hochverarbeitetes, Schokolade ...

w, 34
Das ist doch Unsinn. Keiner, der sein Gewicht halbwegs halten will, muss auf irgendetwas "verzichten" oder "auf einem Salatblatt herumkauen".
Wenn man ein bisschen Bewegung macht, geht das ganz von alleine, Muskulatur verbraucht weit mehr Energie als Fettgewebe und natürlich kann es dann auch immer wieder sehr deftig und üppig sein. Salat im Sommer gerne, im Winter niemals, da muss es fettig sein.
Auf das Gewicht achten, müssen nur Couchpotatoes, sorry.

Und man muss dafür keineswegs Hochleistungssport treiben.

w, 53
 
  • #56
Das ist doch Unsinn. Keiner, der sein Gewicht halbwegs halten will, muss auf irgendetwas "verzichten" oder "auf einem Salatblatt herumkauen".
Wenn man ein bisschen Bewegung macht, geht das ganz von alleine, Muskulatur verbraucht weit mehr Energie als Fettgewebe und natürlich kann es dann auch immer wieder sehr deftig und üppig sein. Salat im Sommer gerne, im Winter niemals, da muss es fettig sein.
Auf das Gewicht achten, müssen nur Couchpotatoes, sorry.

Und man muss dafür keineswegs Hochleistungssport treiben.

w, 53
Wenn man ein Spargeltarzan ist, kann man tatsächlich mit " ein bisschen Bewegung" sein Gewicht halten. Es gibt Menschen, wie mich, die schon vom Wassertrinken zunehmen. Wenn ich Sport mache, dann entwickele ich Heißhunger, ich bin nie richtig satt, auch wenn ich voll bin. Ausserdem lege ich sehr schnell an Muskelmasse zu. Um bedenkenlos Tafel Schokolade zu Essen, muss ich drei Mal in der Woche joggen. Ich bin ein sehr guter Verwerter. Meine Schwester hat zwanzig Kilo weniger als ich, aber sie ist Vegetarierin, hat komplett auf Mehl und Zucker verzichtet und treibt jeden Tag Sport - Yoga, Karate, Box, Radfahren . Ein mal in der Woche Sauna. Die passt höllisch auf. Ist aber andererseits permanent unruhig und gereizt. Ich vermute, sie hat dauernd Hunger.
 
  • #57
@FemmedeVienne:

Ach, ist es das?

Eben nicht. Bei Ich-kann-alles-essen-Behauptenden schaue ich aus Neugier genauer hin. Und ich kenne keine schlanke Frau, die mehr als ein Mal pro Woche z.B. Geschnetzeltes in Soße mit Nudeln oder Kartoffeln isst. Mehrmals pro Woche Deftiges und Kalorienhaltiges sieht man den Essern einfach an.

Eine sehr schlanke Kollegin von mir z.B. ernährt sich den ganzen Tag über von einer Dose Cola, einer Breze und zwei Salaten. Ab sechs gibt es nichts außer Wasser. So hält sie ihr Gewicht. Eine andere rührt grundsätzlich keine Schokolade oder Chips an (auch, weil sie ihr nicht schmecken), isst Hähnchen statt Rind oder Schwein, selten mit Soßen und viel Gemüse zu einer kleinen Portion Kartoffeln oder Reis. Beide treiben regelmäßig Sport.

Mein liebstes Beispiel zum Thema Deftiges und Sport habe ich auch parat. Verzeiht vorab meine Schadenfreude … Es geht um eine Männerclique. In ihren Zwanzigern zogen sie über mollige und übergewichtige Frauen her. Mit einem von ihnen lag ich besonders oft in den Haaren. Obwohl ich immer normalgewichtig war und es trotz leichter Gewichtzunahme bin, hasse ich Bashing von Übergewichtigen, weil ich ein paar solcher Freundinnen habe.
Na ja, auf jeden Fall waren alle vier immer stolz, Energy-Drinks, Pommes mit Currywurst, Steaks in einem Meer aus Soße, Chips, Pizza etc. in sich hineinzustopfen und trotzdem nicht zuzunehmen. Mit 30 wendete sich das Blatt: Sie trieben weiterhin ca. 3 Mal pro Woche Sport und behielten ihre Essgewohnheiten bei, und plötzlich ging einer nach dem anderen wie ein Hefeteig auf. Dumme Sprüche über Übergewichtige fielen nicht mehr, denn sie selbst hatten Kilos zugelegt, die man ihnen einfach ansah.

Einer von ihnen geht jetzt noch öfter ins Fitnessstudio und verzichtet weitgehend auf Dickmacher, der andere lässt sich gehen, der dritte schafft es trotz Sport nicht, das Übergewicht von ca. 10 Kilo loszuwerden, und der Letzte sieht aus wie eine Kiwi auf vier Zahnstochern (nur ohne die Kiwibehaarung, vor allem nicht auf dem Kopf). Übrigens, alle vier erwarten aber immer noch, dass ihre Partnerin schlank wie ein Model sein soll.
Nun ja …

Sport ist super und sinnvoll, doch ab einem gewissen Alter muss man auch die Ernährung umstellen, will man nicht zu sehr zunehmen. Denn überflüssige Kalorien aufzunehmen ist leichter, als sie abzubauen. Als Teen und Twen habe ich täglich eine Tafel Schokolade gegessen. Viele staunten. „Echt?! Du lügst. Du müsstest doch mollig sein!“ War ich aber nicht, sondern normalgewichtig.
Mittlerweile habe ich die Menge reduziert.

W, 34
 
  • #58
Das ist doch Unsinn. Keiner, der sein Gewicht halbwegs halten will, muss auf irgendetwas "verzichten" oder "auf einem Salatblatt herumkauen".
Wenn man ein bisschen Bewegung macht, geht das ganz von alleine, Muskulatur verbraucht weit mehr Energie als Fettgewebe und natürlich kann es dann auch immer wieder sehr deftig und üppig sein. Salat im Sommer gerne, im Winter niemals, da muss es fettig sein.
Auf das Gewicht achten, müssen nur Couchpotatoes, sorry.

Und man muss dafür keineswegs Hochleistungssport treiben.

w, 53
Ich kenne durchaus Leute, die essen recht viel, nehmen aber nicht so schnell zu, und andersrum. Leute, die z.B. viele Diäten gemacht haben, neigen häufig zum schnell zunehmen, weil der Körper sich gemerkt hat, es kommen Hungerzeiten, dafür muss man speichern. Dann ändern sich Stoffwechselvorgänge im Körper sowieso mit dem Alter. Junge Männer sind z.B. oft sehr spargelig, aber essen wie die Scheuendrescher. Essen sie weiterhin mit über 30 so, nehmen sie schnell zu. Auch ich merke definitiv einen Unterschied zu vor zehn Jahren, ich nehme leichter zu, trotz mehr Sport.
Mein Freund beschäftigt sich viel mit Sport und jeder kann dir sagen: Sport allein reicht nicht. Man muss auch das Essverhalten umstellen, wenn man abnehmen will, manche mehr, manche weniger.
 
  • #59
Naja, 100 kg und 100 kg können durchaus unterschiedlich bewertet werden.
Mit Keksen gibts keinen Muskelaufbau - wenn er deutlich grösser ist, darf er ebenfalls mehr wiegen. Generell sind Männer etwas schwerer - alleine vom Körperbau her gesehen.
Das ist Dein männliches Wunschdenken, halt der Realität aber nicht stand. Das kannst Du unterschiedlich bewerten, ust aber egal, weil Männer von Frauen bewertet werden. Der Fs hat das Gewicht nicht in Form von Muskeln, sondern als Fett, schreibt er selber:
Ja, sehr dünn war ich nie.... Ist es Kritik an meinen Körper? Die Jahre über hat sie schon ab und zu so Andeutungen gemacht, dass ich abnehmen könnte und das gesünder wäre usw. Da stimme ich ihr auch zu.
Ich weiß nun nicht,
- was an männlichem Fett attraktiver sein soll als an weiblichem. Die Wirklichkeit ist doch: viele Männer finden übergewichtige Frauen sexuell nicht attraktiv und viele Frauen finden übergewichtige Männer nicht attraktiv, so wie die Freundin es dem Fs ja auch gesagt hat.
- was soll an Keksfett anders sein, als an durch Alkohol und billiges Fleisch entstandenem Fett? Das ist doch Unfug.
- was ist an kurzfristig angefressenem Fett schlechter als an langsam entstandenen? Darüber hinaus sagt der Fs nicht, ob er damals schnell oder langsam zugenommen hat. Jedenfalls hat sein Gewebe das zuviel an Gewicht seit Jahren zu tragen und ist dementsprechend ausgeleiert und die Gesundheit insgesamt geschädigter als bei seiner Freundin.
- was am Körperbau soll Männer denn soviel schwerer machen als Frauen? 250 Gramm Knochenmasse?

Einen übergewichtigen Mann, mit Speckschwarte auf dem oberem Rücken, Fassbauch getragen von Spaghettibeinchen und mit ausgeleierten Hängebrüstchen (weil er keinen BH trägt) finde ich genauso wenig attraktiv wie eine entsprechend übergewichtige Frau. Männer sind sich und ihren Artgenossen gegenüber gnadiger alsin ihrem Blick auf Frauen. Und Frauen gucken zunehmend genauso gnadenlos auf Männer, wie diese auf sie.
 
  • #60
Also zum Thema, ich halte mein Gewicht und es ist mir wichtig. Ich bin schlank.

Aber - liebe FemmedeVienne - ganz so einfach ist es nicht.
Ich gehöre auch zu den besseren Verwertern, mein LG isst mind. das Doppelte, und ist auch richtig schlank. Ich nehme es aber nicht als Entschuldigung um ungeniert rund zu werden..

Bewusst essen, nicht nur Salat... Ich esse gerne, lade ein, koche gerne, aber achte auf Ausgewogenheit. Keine Naschereien zwischendurch, kein Stressmümpfeln - und ich esse nur Kalorien, die mir schmecken. Genuss, kein Stress. Dann ist auch MacD oder das Eis mit Sahne kein Thema. Im Urlaub nehme ich auch nicht zu

Aber - ich bin Bewegungsjunkie. Walken, Radfahren in der Regel täglich, mal mehr mal weniger - auch mit Genuss. Bergtour, Schwimmen,...
So funktioniert esfür mich. Selbst kasteien tue ich mich nicht. Nach einem Schlemmertag ist halt am nächsten Tag weniger dran...

Aber abnehmen ist etwas anderes, ohne Umstellung der Ernährung, der Gewohnheiten, und ohne Sport funktioniert es nicht.

Mein Großer würde gerne zunehmen, keine Chance - 65kg/1,96m trotz körperlicher Arbeit. Aber er ist eine Ausnahme.

Und prinzipiell gilt bei Übergewicht - zuviel Essen, zu wenig Verbrauch. Ganz einfach, auch wenn man es nicht wahrhaben mag.
Wir gehen nicht mehr auf die Jagd, oder sind Schwerarbeiter auf dem Bauernhof, futtern aber so.
1.Frühstück, 2.Frühstück, Mittag, Kaffee, Abendessen. Dazwischen der Prosecco, die Schokolade, das Feierabendbier, der Croissant auf dem Weg...

W,50