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  • #61
Mit Parterinnen, Ehe und Kindern hat es nicht geklappt. Jetzt stellt sich die Frage, was da in der Welt schief geht.
Möchte mal wissen, wie wenige Mitt-Dreißiger-Männer wirklich so ein Problem haben.

Also wenn, dann dürfte für Männer in dem Alter wohl eher grundsätzlich ein Problem sein, gar keine Freundin für Sex gefunden zu haben, eine "fehlende Ehe" ist da wohl eher nachrangig.

Aber ich bin diesebzüglich auch nach wie vor der Meinung, dass Jungs und Mädchen eigentlich in der Schule hinsichtlich der unterschiedlichen biologischen Vorprägungen und ihres zugehörigen Genderverhaltens unterrichtet werden müssten, damit die jeweils andere Seite sich darauf einstellen kann, wie die andere Seite grundsätzlich tickt.

Das Leben wäre mit einmal soooo viel einfacher.

Ich glaube insgesamt eher, @Elizabetha würde den meisten Männern so ein Problem gerne andichten, weil ihr das am Besten in ihr Weltbild passt. Der bedürftige, gescheiterte, Mann .....
 
  • #62
Ein Mann muss ein Mann bleiben, und das bedeutet nun einmal, dass er stark sein muss, körperlich wie seelisch. Leider ist dies halt auch das Erfolgsgeheimnis der üblen Machos und "Bad Boys": sie erwecken durch äußere Merkmale den Eindruck von Stärke, aber diese Fassade ist in vielen Fällen nicht im Einklang mit der Wirklichkeit.
Warum muss ein Mann 'stark' sein? Leben wir im Mittelalter? Ich habe schon des öfteren geschrieben, wie diese Erwartung junge Männer irritiert. Da ich beruflich aus dem Biotec-Bereich komme, weiss ich, wie sehr diese Junx der Versuchung anaboler Steroide erliegen, obwohl sie die Gefahren kennen.Das ist nur eine Seite der Verunsicherung, die ich auch durch den Sport jedoch sehr gut kenne.
Ich persönlich finde Männer, die 'stark' herüberkommen oftmals als eher lächerlich. Sie versuchen verkrampft, die ihnen nicht leigende Fassade auftrecht zu halten.
Ist nicht im 21. Jahrhundert Intelligenz die wahre Stärke? Und diese können Männer und Frauen haben, wenn sie sich etwas anstrengen.
Die gefahr, die ich in der Forderung nach seelischer Stärke sehe, ist die Verwechselung mit Härte.
 
  • #63
Leber FS
Ich verstehe deine Frage und um noch eins drauf zu setzen ich kann mich gut in dich rein fühlen (obwohl ich eine Frau bin). Die meisten hier haben relativ ablehnend auf deine Beiträge reagiert aber nun gut damit muss man leben können ich krieg hier auch nicht immer Applaus. Jedenfalls geht mir die Gleichmacherei auch ganz gewaltig auf die Nerven. Der Gender Wahnsinn nimmt kein Ende und ich fühle mich nicht wohl damit. Ich bin gerne eine Frau, fühle mich absolut nicht benachteiligt sondern eher hofiert. Muss aber dazu sagen das ich im Berufsleben nicht speziell gegen Männer konkurrieren muss - selbstverständlich würde es mir auch gegen den Strich gehen für gleiche Arbeit weniger Geld zu bekommen. Ich bin beruflich selbstständig und muss mich gegen Männer wie Frauen gleichermaßen durchsetzen. Ich erlebe eigentlich nur die Vorteile eine Frau zu sein - hab aber evtl auch ein konservativeres Umfeld. Kleine Beispiele .. mir wird die Tür aufgehalten, in den Mantel geholfen, ich werd zu Hause abgeholt, werde sehr oft eingeladen, es wird aus meiner Sicht auf Frauen viel Rücksicht genommen (wer fragt einen Mann „ist Ihnen kalt? Dürfen wir Ihnen eine Decke bringen?“ usw.) es wird mal was beim tragen geholfen und und und. Ich möchte nur mal sagen, dass man auch die andere Seite einmal sieht: ich erlebe das Frau sein als klare Bevorzugung. Ich darf nämlich gesellschaftlich alles von beruflich durch starten über Hausfrau sein bis hin zu ehrenamtlichen Tätigkeiten ausführen ... es wird nie gelästert oder blöd geredet. Ein Mann der nicht erwerbstätig ist wird viel komischer angesehen als die Gattin vom Notar oder Professor die es sich leisten kann zu Hause zu bleiben.
Ich finde es unfair immer zu sagen wie schlecht Frauen dran sind. In meinem persönlichen und beruflichen Umfeld haben die Ladys das schönere Leben. Viel mehr Freizeit, Entgegenkommen der Umwelt, Lob für berufliche Leistung usw. Männer müssen doch nur noch. Beruflich erfolgreich sein ist eh klar aber bitte auch noch guter Vater, bester Freund, stets Potent, immer Kavalier, im Haushalt bemüht .. um Gottes Willen ich möchte in unserer Zeit nicht in der Haut eines Mannes stecken.
Ich hoffe das wird jetzt frei geschaltet, auch wenn es nicht zur einhelligen Meinung hier passt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #64
@greenforest

ich finde das Thema echt spannend und möchte deshalb noch etwas ausladender dazu schreiben.
Erst einmal lese ich aus deinen Beiträgen Verunsicherung heraus. Du und ich (34) sind glaube ich noch in dem Alter, dass wir dieses klassische Rollenbild von unseren Eltern mitbekommen haben (war zumindest bei mir so).

Um dein Kita-Beispiel da nochmal anzuführen: Kinder denken nicht in solchen Kategorien a la : "ich bin ein Junge, ich darf nur mit Autos spielen" oder "ich bin ein Mädchen, ich darf nur mit Puppen spielen". Es sind die Erwachsenen die es so deklarieren. Und diese Diskrepanz zwischen dem was zu Hause gelebt wird und das was in der Kita gelebt wird, sorgt doch für die eigentliche Verwirrung.

Ich denke für Männer ist es heute ungleich schwerer ihre Rolle in der Gesellschaft zu finden, weil sie allmählich aufweicht. Frauen haben Zugang zu Bildung, Frauen haben Zugang zum eigenen Verdienst, Frauen haben die Freiheit zu sagen, dass sie keinen Nachwuchs haben wollen.

Kann es sein, dass du diese Sinnlosigkeit eher in deinem Leben siehst, als in dem Leben der Damen, die kein Kind zur Welt bringen? Ist nur so eine Vermutung. Eben weil du nicht mehr weißt, wie du als Mann zu sein hast? Weil du nicht mehr weißt, was deine Rolle sein könnte?

Ich kann dir nur raten, aufzuhören in diesen Kategorien zu denken und einfach nur du selbst zu sein. Das darf Man(n) heute. Es gibt keine festgeschriebenen Rollen. Man(n) darf sein was und wer man ist. Punkt. Mehr gibt es doch nicht zu sagen.
 
  • #65
Was an einer Einladung in ein Restaurant einfallslos sein soll, verstehe ich nicht. Aber egal, das kann ja jeder für sich entscheiden.

Wenn ich den ein oder anderen Beitrag von den Männern hier lese, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier um das Phänomen "Beischlafbettler" handelt. Das eigentliche Thema, das ich versuchte, anzusprechen, wurde nur von wenigen behandelt.
 
  • #66
@Marcel32
Du hast Recht, dass mich das persönlich nicht weiterbringt, aber mich interessiert das Thema, und ich sehe das nicht als Zeitverschwendung.
Ich hätte ja auch etwas in die Richtung geschrieben, dass und wie du dich distanzieren könntest. Aber das scheint ja nicht gewollt zu sein. Ich schätze, Hintergrund ist ein gewisser Idealismus, der auch in das hippe Lokal führt. Aber der Idealismus soll natürlich gar nicht die beschriebenen Ausprägungen haben.

Wenn man das Umfeld anziehend findet, zu den Inhalten aber konträr ist - ich denke, da kann man nichts zusammenführen. Das passt nicht. Ich denke, es macht nur Sinn, das Umfeld zu verlassen und die damit verbundenen eigenen Ideen zu modifizieren oder auszutauschen.
 
  • #67
Ich glaube insgesamt eher, @Elizabetha würde den meisten Männern so ein Problem gerne andichten, weil ihr das am Besten in ihr Weltbild passt. Der bedürftige, gescheiterte, Mann .....
Das muss sie nicht, leider entsprechen sehr viele Männer in Deutschland diesem Stereotyp. Da wird gejammert und dem bösen Feminismus die Schuld an allem gegeben. Einige gehen sehr weit und fangen an, Frauen zu hassen. Und aus der Frustration fließender Hass ist wohl das abstoßendste, was es gibt. Da muss sich niemand wundern, dass er keine Frau hat.

Ich sage mal ganz politisch inkorrekt: Der gescheiterte Mann ist nicht das Produkt einer feministischen Gesellschaft, sondern der Wohlstandsverwahrlosung, die ihn weich und bequem gemacht hat.
 
  • #68
Genau ! Also ich bekomme nicht 30% weniger als Männer in vergleichbarer Situation.

Lieber FS, höre auf zu jammern und beharre nicht darauf, es nicht zu tun.
Du jammerst, ja du jammerst und dann jammerst du auch noch.
Und sagst 'menno'.
Ja, das ist unattraktiv, genauso wie dein Beharren und erst recht, vorgeben zu wollen, was die Leute hier sagen möchten.
Lies, was Herr @neverever schreibt und nimm dir ein Beispiel.
Das ist souveräne Entspanntheit, das ist attraktiv.

Und sag bitte vor allem nicht, oh Gott, ist das alt und vor allem jämmrig, dass 'heutzutage', 'immer mehr' usw...., die Frauen irgendwie sind oder irgendwas sagen.
Kennst du 'Annabelle' von Reinhard Mey ? Genau dein Thema, aber das Lied ist älter als du, fast sogar älter als ich.
Hier hat er übrigens den wunderbaren Begriff 'Nonkonformistenuniform' eingeführt.
Der Mann ist einfach toll.

w 52
Ich auch nicht da ich es mir aufgrund sehr guter Qualifikation leisten kann zu kündigen und sofort was neues finde.
Die Geschäftsführung hatte die Angestellten belogen was Gehaltsdifferenzen anging, erst auf meine Nachforschungen stellte sich heraus, es zog sich durch den ganzen Betrieb ein gewaltiger Gender gap.

Zu leugnen, dass es sowas gibt nuetzt niemand. Und auch diese "selbst schuld" Mentalität ist nicht zielfuehrend. Nicht jede Frau kann sich Kündigung oder knallharte Verhandlungen leisten, wenn sie zB AE ist oder familiär bedingt oertlich gebunden.
Da ist viel Arroganz in solcher Aussage. So wie es auch Frauen gibt, die behaupten, sie waeren kein "Opfer" etc. Jeder kann in ungute Positionen geraten. Durch Geburt, Gewalt Pech oder whatever.
Diejenigen zu diffamieren ist unmenschlich.
Entscheidend ist doch, dass ich wieder aus dem Dreck herauskomme und was lerne.
Das ist eine große Leistung.

Ich rede auch über sowas wie den Gender gap, der Fakt ist!, mit meinem Freund und erwarte Loyalität.
So wie ich ihm den Rücken staerke, weil ich es wiederum nicht in Ordnung finde, dass unser Rechtssystem nach Scheidung eher die Mütter denn die Väter als Betreuende der Kinder bestärkt während Männer v.a. blechen sollen.

Das Ziel muss doch sein, dass sich beide Geschlechter irgendwann gegenseitig hoch helfen statt sich eins reinzuwuergen und sich auszubooten oder in Konkurrenz zu setzen.

Darum geht s meines Erachtens in Beziehungen. Und nicht um "Rollen".
Dafür brauchts Respekt und Fairness. Mehr nicht.
Und die Fähigkeit, sich einfühlen zu können ins Gegenüber.
 
  • #69
Sie versuchen verkrampft, die ihnen nichtliegende Fassade auftrecht zu halten.
Diese (für uns Männer leicht durchschaubare) Fassade sieht aber in den Augen einer Frau aus wie ein massives Gebäude, vor allem wenn diese Fassade auch noch mit einem (sagen wir mal "service-orientierten") Portier ausgestattet wird.
Du must verstehen, dass Frauen diese Konstruktionen einfach anders wahrnehmen. Hier zählen nicht nur Fakten und Äußeres ...
Erfahrene Frauen sprechen dann von einem "Blender", müssen diese Erfahrung aber auch ein paar Mal gemacht haben.

Übrigens nennt man eine Klinkerstein auch einen "Verblender" .
 
  • #70
Da ist viel Arroganz in solcher Aussage. ...Jeder kann in ungute Positionen geraten. Durch Geburt, Gewalt Pech oder whatever.
Diejenigen zu diffamieren ist unmenschlich.
Hm, das ist jetzt schon das zweite mal, dass mir hier jemand sagt, ich sei arrogant. Und sogar unmenschlich...krass, starker Tobak.

Mal überlegen...ich denke, ich lasse jeden nach seiner Facon selig werden. Und ich würde sogar sagen, dass ich Verständnis für jeden habe, der irgendetwas empfindet und sei es auch noch so absurd.
Was ich aber in der Tat null leiden kann, ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich derlei verachte, ist, wenn jemand die Ursachen seines eigenen Unvermögens und vielleicht sogar seines Scheiterns nicht bei sich selbst sucht sondern im Außen.
Es von sich weist, selbst die Verantwortung für getroffene Entscheidungen zu tragen.

Du sagst, AE-Frauen können es sich nicht leisten, hart um ihr Gehalt zu verhandeln, weil sie froh sein müssen, dass sie überhaupt jemand nimmt.
Kann sein, aber das haben sie sich ausgesucht.
Jemand, der beruflich erfolgreich sein will, hat eben kein Kind. Denn er muss ja immer wieder Überstunden machen, auch mal auf Dienstreisen gehen, kann nicht zuhause bleiben, wenn das Kind krank ist usw. Oder er schafft das alles doch, trotz Kind, weil er, wie ich das Glück einer Gerne-Oma hat. Oder einer Ehefrau wie die meisten Männer. Aber hier vergleicht man doch Äpfel mit Birnen. Wenn diese Männer Witwer wären oder sonstwie AE-Väter an allen Tagen der Woche und des Jahrs würden sie doch im gleichen Boot sitzen mit den AE-Müttern. Und auch kein gutes Gehalt bekommen.

Ok, ich kürze mal ab und lasse es auch mal so stehen, dass du meine Haltung arrogant findest.
Hier mein Statement und das betrifft den Kern der Fragestellung des FS: ich finde dieses Gender-Geschwafel doof.
Wer mit seinem Leben zufrieden ist, hat das nicht nötig und ich würde dem FS erneut raten, eine zufriedene, fröhliche, nette Frau zu suchen. Die gibt es doch massenhaft.
Solche Frauen, wie die Schwangere im Hip-Lokal kenne ich nur aus meinem beruflichen Umfeld, in dem ich oft mit Sozialpädagogen und Soziologen zusammentreffe und von denen halte ich mich privat fern, aber sowas von !

w 52
 
  • #71
Wenn ich den ein oder anderen Beitrag von den Männern hier lese, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier um das Phänomen "Beischlafbettler" handelt. Das eigentliche Thema, das ich versuchte, anzusprechen, wurde nur von wenigen behandelt.
Anstatt nur mit jedem erneuten Post irgendwas von Thema interessiere dich zu reden, beleidigend zu werden, artikulier Dich doch mal, um was es Dir genau geht.

Wer hat denn hier dein Thema behandelt? Vielleicht werden wir dann etwas weniger im Nebel stochern. Und welche Männer hier siehst Du als "Beischlafbettler"? Wenn schon so beleidigend, dann hilf uns doch zu verstehen, wen Du hier angreifst und weshalb.
 
  • #72
Wie Du darauf kommst, dass ich gefrustet bin, weiß ich nicht; die Annahme ist aber falsch. Mir geht es die Auswirkungen der Genderthematik auf die Partnersuche von Akademikerfrauen. Bitte zum Thema schreiben. Danke.
Weshalb interessieren dich die Auswirkungen für Akademikerinnen? Ich habe doch eher den Eindruck, dass es hier mehr um dich geht. Um die Auswirkungen für dich und inwieweit du eine Chance hast eine Dame in dem Umfeld für dich zu gewinnen.

Hinzu kommt, dass ich auch den Eindruck habe, dass du hier etwas Bestimmtes lesen willst. Etwas, das hier noch nicht benannt wurde. Vielleicht geht es dir auch nur um Bestätigung, dass Gender-Theorien die Partnersuche immens beeinflussen.

Und sorry, aber was ist denn bitte ein "Beischlafbettler"? Nur weil andere Männer dir nicht nach dem Mund reden, sind sie gleich in sexueller Hinsicht bedürftig? Ist es das, was du damit ausdrücken möchtest?
MMn scheinst eher du derjenige zu sein, der bedürftig ist. Der denkt, er bekäme keine (wie du es nennst) Akademiker-Frau, weil die alle von Gendertheorien und Feminismus beeinflusst sind.

Mein Rat an dich:
Gehe in dich und denke mal nach, ob es am so genannten "Gender-Wahnsinn" liegt, dass offenbar keine Frau dich "auswählt" oder ob es vielleicht nicht doch an dir selbst liegen könnte.

Ich kann mir tatsächlich bildhaft vorstellen, wie du im Lokal sitzt und zu der Dame sagst: "Nee, nee, also dass ich jetzt bezahle sehe ich gar nicht ein, du willst doch keinen" echten" Kerl. Denn nur echte Kerle bezahlen die Rechnung."
 
  • #73
Leber FS
In meinem persönlichen und beruflichen Umfeld haben die Ladys das schönere Leben. Viel mehr Freizeit, Entgegenkommen der Umwelt, Lob für berufliche Leistung usw. Männer müssen doch nur noch. Beruflich erfolgreich sein ist eh klar aber bitte auch noch guter Vater, bester Freund, stets Potent, immer Kavalier, im Haushalt bemüht .. um Gottes Willen ich möchte in unserer Zeit nicht in der Haut eines Mannes stecken.
Ich hoffe das wird jetzt frei geschaltet, auch wenn es nicht zur einhelligen Meinung hier passt.
Auch ich rede im Beruf zu Männern und Frauen ab und an unterschiedlich. Wenn z. b. jemand eine mir logisch und einfach erscheinende Sache nicht versteht, so kann es sein (muss nicht), dass ich einem Mann mit 'Schalt doch mal deinen Bregen ein und versuch zu denken...' komme, einer Frau jedoch sage: 'Erkennst Du, dass die Sache relativ logisch ist...?' Aber es gibt bei beiden Sorten Erdling natürlich Abstufungen.

Die unterschiedliche Wahrnehmung von Männern und Frauen scheint normal zu sein. Wenn ich z. B. eine Kollegin in Schutz nehme, heisst es z. B. 'Bist du verliebt?', würde ich einen Mann in gleicher Art und Weise verteidigen, würde es als Kameradschaft gewertet werden. Das hat aber nichts mit Gleichberechtigung und Gender zu tun, sondern ist irgendwie nachvollziehbar.

Ist nicht das ganze Männer-Frauen-Thema eine künstliche Diskussion? Sollten wir unser Gegenüber nicht nach dem Charakter einschätzen?
 
  • #74
Das muss sie nicht, leider entsprechen sehr viele Männer in Deutschland diesem Stereotyp. Da wird gejammert und dem bösen Feminismus die Schuld an allem gegeben.
Aha, welcher Mann Mitte 30 jammert denn schon herum, dass Ehe und Kinder an ihm vorbeigegangen sind ?
Ich kenne niemanden, auf den das zutrifft und auch keine Statistik, aus er sowas herausgelesen werden könnte.

Gut vielleicht meine tder FS auch , keine attraktive Frau "abbekommen" zu haben, sowas könnte ich mir vorstellen.
Aber das gab es immer schon, hier findet natürlicherweise eine gewisse Selektion statt und irgendwer ist dann immer derjenige, welcher nicht bedient wird.

Außerdem:
Wer ist denn schon darauf festgelegt, dass er nur eine Akademikerin haben will ? Ich kenne keinen.

Das eigentliche Thema, das ich versuchte, anzusprechen, wurde nur von wenigen behandelt.
Ja was denn nun ? Die bist hier in einem Forum einer Partnerbörse. Wir behandeln Deine Fragestellung vor dem Hintergrund des Kennenlernens und der Gestaltung von Beziehungen zwischen Frauen und Männern.

Was meintest DU denn , und bist Du sicher, das dies hier das richtige Forum dafür ist ?

Im Übrigen gibt es viele Gleichstellungstheman in der Gesellschaft und der Wirtschaft. Die meisten davon haben mit Genderproblemen zwischne Männern und Frauen nichts zu tun, dafür aber etwas mit beruflicher Gleichstellung z.B. bestimmte Berufsgruppen zueinander.
 
  • #75
Meine Frage resultiert aus Erfahrungen, die ich mit gebildeten Frauen um die 30 gemacht habe. Im Durchschnitt beklagen diese Frauen die aus ihrer Sicht immer noch nicht vorhandende Gleichstellung und sind voll überzeugt von der sog. Genderthematik. Auf der anderen Seite erwarten dieselben Frauen, dass der Mann die Rechnung im Lokal bezahlt, stets die Initiative ergreift und schnell die Entscheidungen trifft.
Aus meiner Sicht passt hier etwas nicht zusammen. Ich hab das natürlich zunächst nicht so Ernst genommen, aber mittlerweile habe ich auf diese Art der "Kultur" keine Lust. Der Mann ist letztlich der Depp, der zwar maskulin und alpha sein soll, diese Eigenschaften aber offiziell verleugnen soll.
Meinungen dazu?
Ich weiß nicht so recht... bin selbst m33 und habe bis jetzt eigentlich nich nie irgendwelche Probleme in Sachen Gleichstellung mit Frauen gehabt. Worum geht es denn genau? Nenne doch mal ein konkretes Beispiel...

Grundsätzlich würde ich dir einfach raten dich nicht aufzuregen und so zu sein wie du halt bist. Weder du solltest dich verändern, noch solltest du versuchen eine Frau zu ändern. Man kann halt nie mit allen einer Meinung sein aber ich bin sicher es gibt auch genügend Frauen die deine Meinung und deine Sicht in Sachen Gleichstellung etc. teilen.
 
  • #76
Aus meiner Sicht passt hier etwas nicht zusammen. Ich hab das natürlich zunächst nicht so Ernst genommen, aber mittlerweile habe ich auf diese Art der "Kultur" keine Lust. Der Mann ist letztlich der Depp, der zwar maskulin und alpha sein soll, diese Eigenschaften aber offiziell verleugnen soll.
Du findest es also doof, dass Frauen doch tatsächlich überall gleichgestellt sein wollen, aber der Mann soll den Kaffee beim Date bezahlen.
Wahrscheinlich willst du auch, dass die Frau, die du dir aussuchst, sich selbst unterhalten kann und die Hälfte zu einem eventuellen Familieneinkommen beisteuert?
Dann krieg doch du eure Kinder und stille sie.

Jetzt kann man zurecht fragen, was denn das für Eigenschaften sind, aber es wird ja niemand ernsthaft bestreiten, dass es einfach Unterschiede gibt.
Ja, genau. Man fragt das zu Recht. Und du windest sich um die Antwort herum.
Ich bin weiblich, über 50 und kenne eine ganze Reihe Männer, denen ich rein von der Wesensart her ähnlicher bin als den meisten Frauen, die ich kenne. Trotzdem habe ich geheiratet und Kinder bekommen und es geliebt, sie zu begleiten und aufwachsen zu sehen.

Der "Antinatalismus" (ich komme gerade aus dem Staunen nicht heraus, was für Konstrukte es gibt) kommt nicht zustande, weil Frauen nicht mehr Frauen sein wollen, sondern weil sie heutzutage ihre beruflichen Möglichkeiten genauso hoch schätzen wie Männer. Und da die Männer dummerweise immer noch keine Kinder bekommen können, bekommt sie dann eben niemand - schließlich ist die Aussicht auf Karriere für die meisten futsch, wenn sie erst einmal in der Kindererziehungsfalle stecken.

Das führt in der Praxis dazu, dass Jungen im Kindergarten ermuntert werden, mit Puppen zu spielen und Mädchen mit Autos
Entschuldige, aber was für ein Schwachsinn. Meine Kinder durften mit allem spielen - sie wurden nicht dazu gezwungen.
Der Unterschied zwischen den Geschlechtern liegt nicht in der Wahl des Spielzeugs. Er liegt im Umgang mit demselben. Auch wenn Jungs im Durchschnitt eher technisches Spielzeug und Mädchen eher Puppen bevorzugen, heißt das nicht, dass sie das automatisch müssen.
(Mein Sohn hatte eine Babypuppe. Die wurde eine Minute lang im Arm gehalten und geknuddelt und dann ... flog sie im hohen Bogen über seine Schulter, während er sich wieder für seine Legosteine interessierte ...)

Sei ein Mann, der Frauen als gleichberechtigte und - befähigte Menschen wertschätzt. Und wenn du an einer Frau Interesse hast, dann lade diesen gleichberechtigten und - befähigten Menschen zum Kaffee ein. Das ist nunmal Werben um das Weibchen.

Und wenn dir das zu doof ist, hast du halt gelitten, wie meine Kinder sagen würden ...
 
  • #77
an kann halt nie mit allen einer Meinung sein aber ich bin sicher es gibt auch genügend Frauen die deine Meinung und deine Sicht in Sachen Gleichstellung etc. teilen.
Naja, das glaube ich eher nicht.
Der FS macht die Erfahrung ja auch nicht willentlich, sondern muss damit klarkommen, was sich eben gerade ergibt.
Er kann ja schlecht vorher wissen, wie die Frau gerade tickt.
 
  • #78
Solche Konflikte sind aber nicht zwingend ein Beziehungshindernis und wenn man es nicht übertreibt ein interessantes Diskussionsthema.
Seh ich auch so. Man kann doch bei einem netten Abendessen darüber diskutieren, ob die Kids unterschiedliche genetische Vorprägungen(a la @Kirovets) haben, oder ob ihnen die Prägungen sozial aufoktroyiert werden. Wo ist das Problem? Dafür muss ich nicht Soziologie studiert haben. Ich finde das Thema weder Mainstream noch blöd. Ich kann auch über die Klimakatastrophe diskutieren ohne Klimaforscher zu sein oder über den Brexit obgleich ich keine britische Staatsangehörigkeit habe. Okay, Einstein‘s Relativitätstheorie würde mich persönlich überfordern und mit Rechtsaußen würde ich gar nicht diskutieren, aber sonst? Müsste doch in diesen Breitengraden möglich sein, selbst bei unterschiedlichen Meinungen. Solange man nicht fanatisch ist, sollte es auch möglich sein mit unterschiedlichen Meinungen eine Beziehung zu führen.
Gut, bei dem Gendergedöns kann es halt passieren, dass man bei gemeinsamen Kindern darüber diskutiert, ob die Tochter die Barbie oder das Spielzeugauto als Weihnachtsgeschenk bekommt oder, ob der Sohn zum Ballett oder zum Fechtunterricht angemeldet werden soll. Da habe ich hier im Forum aber auch schon über schlimmere Vorkommnisse gelesen.
W,54
 
  • #79
Meine Frage resultiert aus Erfahrungen, die ich mit gebildeten Frauen um die 30 gemacht habe. Im Durchschnitt beklagen diese Frauen die aus ihrer Sicht immer noch nicht vorhandende Gleichstellung und sind voll überzeugt von der sog. Genderthematik.
Hmmm, wo bewegst Du Dich? Die gebildeten Frauen, die ich kenne interessieren sich für diese Thematik annähernd überhaupt nicht, kriegen eher einen Anfall, wenn man von ihnen gendergerechte Texte erwartet, statt die Inhalte zu würdigen.

Gleichstellung wird erst dann ein Thema
- wenn es um Jobaufstieg geht. Dann gucken die Frauen hin, ob sie echte Chancengleichheit haben und wenn nicht, dann lamentieren sie nicht lange sondern wechseln den Arbeitgeber, denn wie Du schon sagst: sie sind gebildet und gut - und wir haben für solche Fachkräfte einen Arbeitnehmermarkt, d.h. Oft beim Wechsel vessere Bedingungen als beim Verharren.
- wenn es um faire Aufgabenteilung in der Familue geht und in dem Zusammenhang um faire Chancen zur Berufstätigkeit.

Auf der anderen Seite erwarten dieselben Frauen, dass der Mann die Rechnung im Lokal bezahlt, stets die Initiative ergreift und schnell die Entscheidungen trifft.
Aus meiner Sicht passt hier was nicht zusammen.
Das liegt wohl an Deiner merkwürdigen Perspektive. Das ist doch ein ganz anderes Thema. Was hat denn eine theoretische gesellschaftspolitische Debatte mit Datingverhalten zu tun? Hast Du schonmal was von "situationsgerechtem Verhalten gehört"?

Wie gesagt, es geht hauptsächlich um akademisch (ver)/gebildete Frauen.
Aus meiner Sicht liegt hier eine geistige Krise vor, die zur Verunsicherung der Männer führt.
Wie gesagt: such Dir ungebildete Frauen, wenn es mit denen für Dich besser läuft.
Für ihre geistigen Krisen und Verunsicherungen sind die Männer selber verantwortlich, da müssen sie sich Sicherheiten selber suchen - finden diese Frauen halt unsexy.
Sie sind nicht die Mamas, die die Bubis aus der Krise führen wollen sondern sie suchen Männer, die im Leben klarkommen. Das sind die falschen Frauen für Männer wie Dich.
Warum wehklagen? Gibt doch genug andere.
 
  • #80
Die Gesellschaft (von Männern regiert) hat einen Begriff der Emanzipation geschaffen, der MÄNNERN mehr dient als FRAUEN. Frauen fahren heute eine Triple Shift (Begriff aus der Soziologie, kann man googlen). Die "Gleichstellung" sieht dann ungefähr so aus:

Frau
- arbeitet 40h pro Woche
- zahlt 50 % der Rechnungen
- ihr obliegt 90 % des Haushaltes
- ist für die Kindererziehung zuständig
- ist für die Gesundheit der Familie zuständig (wird ein Kind bspw. krank obliegt es ihr allein, Arzttermine zu vereinbaren und ihre Arbeit mit Kollegen abzusprechen, damit das Kind versorgt ist)
- ihr obliegt sämtliche emotionale Arbeit der Familie (Trost, Fürsorge) und die damit verbundene Last

Mann
- arbeitet 40h pro Woche
- zahlt 50% der Rechnungen
- Relaxt zuhause

Beziehungen welche mit dem 50/50 Modell starten gehen spätestens dann in die Brüche wenn die Frau das erste Kind bekommen hat und bitter lernen muss, dass diese Sorte Mann sie in der Situation, in der sie aufgrund ihrer Biologie schwächer ist als er, nicht adäquat unterstützt. Ausgebrannte Frauen atmen auf, wenn sie sich endlich getrennt haben.

Kluge Frauen haben kapiert dass die Leidtragenden in 50/50 Familien immer die Kinder sind. JEDES Kind bevorzugt es, wenn seine Mutter präsent ist, und nicht völlig ausgebrannt alles zusammen hält während der Mann denkt, seine Pflicht wäre mit arbeiten gehen getan.

Männer wie der FS kommen für Frauen wie mich nicht in Frage. Sie wollen die Weiblichkeit und die Fürsorge einer Frau für umsonst, während sie selbst nichts zu bieten haben was ein Mann zu bieten haben sollte. Es ist seine Aufgabe als MANN die Familie zu versorgen, zu beschützen und zu leiten. Ein Mann der nur arbeiten geht (und damit das tut, was Frauen auch tun), 50% der Rechnungen zahlt und ansonsten vor der Glotze relaxt ist kein geeigneter Familien-Leader.

Den FS interessiert doch nicht im Mindesten was Emanzipation für Frauen bedeutet, und es interessiert ihn auch nicht. Für ihn und all die anderen Männer, die bei Frauen scheitern, heißt Emanzipation doch bloß dass sie arbeitet wie ein Mann und er nicht mehr wie früher 100% der Rechnungen zahlen muss. Er pickt sich die Rosinen raus aber schimpft auf die Frauen. Macht nichts, andere Männer haben nicht wie der FS verpennt was ihre Rolle als MANN bedeutet.
 
  • #81
Grundsätzlich würde ich dir einfach raten dich nicht aufzuregen und so zu sein wie du halt bist. Weder du solltest dich verändern, noch solltest du versuchen eine Frau zu ändern.
Da muss ich ein wenig widersprechen. Gerade in dieser "Be yourself"-Mentalität liegt eines der Probleme der partnerlosen Männer. Natürlich sollte jeder er/sie selbst sein, etwas anderes ist ja völlig unmöglich, da man sich nicht verwandeln kann.

Ich sehe aber oft, dass viele (insbesondere junge) Männer "be yourself" gleichsetzen mit "sei faul" und "arbeite nicht an Dir". Ich sage immer: sei Du selbst, aber sei die beste Version von Dir selbst, und präsentiere Dich von Deiner guten Seite!

Jemand, der nur "er selbst" ist und sich damit zufrieden gibt, ist (bis auf einige Glückspilze mit Top-Genetik) schwach, fett, schlecht gekleidet, wenig gebildet und obendrein noch eine Heulsuse. Warum kann jemand nicht "er selbst" bleiben und dabei Sport treiben, sich gut ernähren, gescheite Bücher lesen, etwas über Mode und Stil lernen und sich mal zusammenreissen, anstatt zu jammern?
 
  • #82
Hi @greenforest,
kann mich deiner Meinung nur anschließen, ganz im Sinne von "geteiltes Leid ist halbes Leid". Daraus resultierend bin ich der Auffassung, dass du schon sehr viel verstanden hast. Demnach wird es für dich auch ein leichtes sein, diese Sache in der Schublade "Nicht persönlich nehmen" einzuordnen. Außerdem machen wir uns ja auch ein Stück weit unabhängig, eben weil wir genau so darüber denken. Hat mir jedenfalls ganz gut für mein Seelenleben geholfen, auch wenn ich noch keine Partnerin an der Seite habe. LG Robin
 
  • #84
Ohne eine geistige Wende als Gegenreformation zu 1968 wird die Zukunft nicht rosig sein.
Ich bin da ganz bei Ihnen. So etwas wie die 50er Jahre als die Rollen noch klar verteilt waren und so etwas wie Anstand und Respekt herrschte- ist ja nun heute leider von dieser unsäglichen Political Correctness abgelöst, die systematisch unsere traditionellen Werte unterhöhlt und wir dadurch den moralischen Kompass aus den Augen verlieren.

Damals war es für die Frau ja auch viel leichter, daheim zu bleiben um sich um die Kinder zu kümmern. Der Mann schaffte schließlich allein das Geld heran, um für die Familie, Haus und Auto zu sorgen. So war jeder zufrieden.

Ich denke auch, dieses Land braucht eine dringend geistige-moralische Erneuerung, man sieht schließlich, wo es hinführt, wenn schon Kinder die Weltpolitik bestimmen wollen.

Wir sollten uns wieder auf unser historisch gewachsenes Wertefundament besinnen und auf unsere Wurzeln und Identität. Keimzelle der Gesellschaft ist immer noch unsere Familie. Doch die Familie braucht eine gesunde Gesellschaft, damit sie wachsen und gedeihen kann. Die Kinder sollen wieder Regeln und Respekt lernen.

Die Auflösung aller Grenzen und der Versuch, unsere geschlechtliche Identität und unsere naturgegebenen Rollen aufzulösen, kann nur ins Chaos führen-eine Gesellschaft am Abgrund, wen wir nicht rechtzeitig gegensteuern.
 
  • #85
Ganz ehrlich...Ich hatte noch nie einen Partner der mich alleine den Haushalt machen liess.
Auch keinen Exmann der nie nachts aufstand, wenn Babys weinten...
Ich konnte auch mal samstags feiern gehen und die Flasche(n) um 0h und 6h übernahm er.
Und als mir nach 6mon nur zuhause die Decke auf den Kopf fiel, gab es den Deal: ich geh stundenweise arbeiten wenn er heimkommt und die Kohle bekommt eine Putzfrau. ..was witziger Weise ein Putzmann wurde.
Das er öfters aus war als ich lag leider eher daran, dass keine Frau spontan wegging.

Die Breitseite war eher mit der Trennung:
Trotz besserer Ausbildungen blieb ich ohne Karriere ( ob ich ganz nach oben gekommen wäre, glaub ich allerdings nicht) bei Teilzeit.
Mit 80% Job und Zeit auf der Autobahn war ich gerade pünktlich bei der Kita.
Rentenpunkte, Unterhalt für mich oder die Kids. ..nix.
Kinderzeit war heilig, also Haushalt wenn sie im Bett waren.
7 Maschinen Wäsche nur mal nebenbei

Heute übernehmen Väter die Kinder schon mal komplett oder 50:50.
Aber um mich herum hat nicht ein Vater mehr als 14tägig haben wollen.
Und jemanden die Kids geben, der nicht will, dass tut man nicht.
Eigentlich möchte man vorallem das sie eine glückliche Kindheit haben.

Und man lernt fast alles alleine zu reparieren!

Aber jemand mit einem dicken Auto bekommt mehr Anerkennung, als das was gerade "Zuhause " geleistet wird.

Ich kann also verstehen, wenn junge Frauen keine Kinder wollen und lieber genauso Leben möchten wie die Herren, die ja wohl auch keine mehr wollen.

Spätestens in der Rente gehen die meisten AEs dann in gar kein Kaffee mehr weil sie nicht mal mehr alleine den Kaffee bezahlen können.

Und das ist nicht gender emanze und Co...
Das trifft auf die Mehrheit zu.

Wir hier sind nicht die Mehrheit
Und auch ich nicht, nur weil ich gegenüber einigen hier mit unter 2000 zu 3 gelebt habe.
Ich habe ein trockenes Häuschen, Rente sicher und fahre in Urlaub.
Nein
Weil das ein Friseur(in), Arbeiter, Mechaniker ( bitte alles mit/in) ...einfach weil viele das nicht mal Vollzeit mit nach Hause bringen.
Kinderbetreuung kann sich da kaum einer leisten.

Wir sind viel mehr Augenhöhe und haben andere Jobs.

Aber wenn ich überlege, dass einige Herren in dieser Elite vielleicht Chefs sind...
Und dabei in ihrem Teller nur bis zur nächsten Nudel sehen
Und wieviele Politiker/Manager etc einen solch geprägten EQ haben.
Bloss nichts verlieren und schon gar keine Macht.

Dann werden auf vielen Ebenen Diskussionen geführt....ohne Veränderung
 
  • #86
Wahrscheinlich willst du auch, dass die Frau, die du dir aussuchst, sich selbst unterhalten kann und die Hälfte zu einem eventuellen Familieneinkommen beisteuert?
Dann krieg doch du eure Kinder und stille sie.
Ein blödes Argument. Rein sachlich sind heute viele junge Frauen besser gebildet als die Männer ihrer Altersgruppe. Mindestens, bis die Schule endet, dann machen sie doch wieder eine Ausbildung zur Arzthelferin. Gleichstellung bedeutet in meinen Augen, beide Partner bringen sich ein, natürlich finanziell genauso wie mit Arbeitsanteilen in Haushalt etc.

Für mich stellt sich die Frage nicht mehr, aber wenn ich heute nochmal jung wäre, dann wäre für mich ganz klar, dass ich eine Ausbildung und einen Job anstrebe, die mindestens gleichwertig sind mit dem, was ein potentieller Partner macht. In meinen Augen ist es dumm, schon bei der Berufswahl davon auszugehen, dass sich dann ein Mann findet, der das Geld bringt und dafür dann meint, es sei "sein Geld".
Für mich wäre klar, Hausarbeit wird geteilt, für mich wäre klar, Berufsarbeit wird geteilt. Auf einen Mann, der zwei Monate Alibierziehungsurlaub macht, würde ich mich nicht einlassen. Beruflich kürzer treten würden beide, wenn beide eine Familie wollen. Sonst ist sonnenklar: die Frau bleibt erstmal zu Hause und kümmert sich um den kompletten Haushalt und dann kann sich so früh wie möglich zusätzlich wieder arbeiten gehen. Das erleben wir doch oft genug. Wenn nicht klar ist: auch für den Mann ändert sich das Leben, sobald Kinder da sind, dann funktioniert Gleichberechtigung nur insoweit, als Frauen neben dem Haushalt auch noch arbeiten gehen dürfen. Und dann auch noch dankbar ertragen, dass die Kinder sich beklagen, wenn in ihren Zimmern nicht ordentlich Staub gewischt ist, wie parallel zu lesen.

Dass der Mann die Zeugung übernimmt und ich das Stillen, ist biologisch bedingt und daher nicht verhandelbar. Elternzeit lässt sich problemlos auch in Teilzeit von beiden übernehmen.
Gleichstellung bedeutet auch, beide Eltern sind für die Kinder verfügbar. Für mich jedenfalls.
 
  • #87
Ich kann also verstehen, wenn junge Frauen keine Kinder wollen.
Hm, ich denke, dass eben doch ganz viele Frauen Kinder wollen, hat die Natur halt so vorgesehen und da können wir wohl nie raus.
Man entscheidet sich dann eben für Kinder und damit gegen das dicke Geld und die spaßgeprägte Freizeit.
Das gute ich aber doch, DASS man sich entscheiden kann.
Die Frauen in den 50ern, deren Situation Frau @Pfauenauge weiter oben verklärt, konnten sich nicht entscheiden. Nicht völlig frei und unbelastet.

Ja, auch ich denke wie Pixi, dass Männer sich leider immer noch wenig für Haus-, Hof- und Kindarbeit zuständig fühlen, sie nennen es gerne 'ich helfe meiner Frau' und fühlen sich gut. DAS allerdings brauche ich auch nicht.
Wir sind aber heute so frei, und auch ich war es vor 25 Jahren schon, uns sogar für ein Kind ohne einen Mann zu entscheiden.
Das ist doch einfach wunderbar, dass das geht.
Ja, es geht. Mit gewissen Einbußen, das stimmt.

Ok, als AE hat man es schwerer.
Aber als AE hat man es auch leichter.
Es gibt wie immer zwei Seiten einer Medaille.
Ich war am Sonntag bei einem Fest in einer Riesenhalle.
Proppenvoll, Gedränge am Buffet und an den Tischen.
Ich beobachtete das junge Paar mit ca. 1-jährigem Kind an meinem Tisch. Ja, die wechselten sich ab. Erst zog sie sich aus und richtete ihren Sitzplatz ein, dann hielt sie das Kind, er zog sich aus, organisierte einen Kinderstuhl und machte es sich dann bequem.
Sie gingen abwechselnd zum Buffet usw.
Ja, an solche Tage erinnere ich mich gut und wie anstrengend das für mich mit kleinem Kind war, wenn ich alles allein machen musste.
Aber ich konnte allein entscheiden, z.B. ob wir da überhaupt hingingen, oder ich hätte beim Anblick der Halle und der Sitzsituation wieder nach Hause fahren können.
Ich konnte allein entscheiden, wo wir sitzen, was wir essen, was meine Tochter trinken darf, auch eine Cola oder noch das dritte Glas, was mein Vater niemals erlaubt hätte. Ich erinnere mich gut an diesbezügliche Diskussionen meiner Eltern. Meinem Vater war das zu teuer, meine Mutter, die mehr verdiente als er, wollte uns das bezahlen, mein Vater bockte dann rum, die Stimmung war versaut, also hielt meine Mutter künftig die Klappe.
Kleines Beispiel, richtig. Ich konnte aber einfach alles entscheiden, auch die ganz großen Sachen und das fand ich einfach toll.

AE zu sein, bedeutet nicht nur, mehr belastet zu sein, sondern auch, freier zu sein.
Mir ist Freiheit wichtiger als Geborgenheit oder Hilfe zu bekommen.
Ich denke, heute haben die Frauen die Wahl. Sie können wirklich jedes Leben führen, das sie wollen und das zu ihnen paßt.
Und das ist einfach wunderbar, wenn man es akzeptieren kann, dass nicht beides möglich ist, ein Kind zu haben UND viel Geld und viel Spaß zu haben.

w 52
 
  • #88
Das sehe ich nicht so. Nach dieser Haltung sind auch alle an ihrer Situation selbst schuld, egal, in welchen Verhältnissen diese leben.
Also mein Eindruck ist, dass Du eine Menge zusammenmischst, privat und gesellschaftlich. Denn ich sehe nicht, wie ALLE an ihrer Situation selbst schuld sein sollen, egal, in welchen Verhältnissen sie leben, nur weil der Mann seine Machtposition nicht halten konnte, die ihm nicht zustehen kann, weil nunmal Frauen gleichwertige Menschen sind (und die anderen Geschlechter auch). Erwachsener, mündiger Mensch ist erwachsener, mündiger Mensch. Man kann nicht sagen, dass ein Geschlecht die Vorherrschaft in dieser Welt haben soll, wo es nicht mehr darum geht, wer anderen am wirksamsten mit der Keule auf den Kopf hauen kann.

Die Frauen waren auch selbst verantwortlich dafür, sich aus dieser Unterlegenenposition zu befreien. Da ist auch kein Mann gekommen und bot an, die Macht zu teilen und sich darum zu kümmern, dass Frauen nicht sexuell belästigt werden sollten usw..

Doch, die Männer sind selbst dafür verantwortlich, ihre Verunsicherung und ihre Krise selbst zu benennen und Lösungen vorzuschlagen. Denn ja, es gibt Entwicklungen in der Gesellschaft, die auch ernsthaft Raum finden in Medien, die wie "absurde Emanzipation" aussehen. Und die Männer haben es, wie schon im vorigen Post angedeutet, vermutlich einfacher, weil die Sensibilität bei Frauen schon da ist, dass es nicht einfach um "Macht über den Mann bekommen" geht, sondern um ein Miteinander.
Ich finde es aber verständlich, dass es auch Auswüchse gibt. Es muss sich erst finden und einpegeln.

Ich finde auch diese Opferhaltung von Männern verständlich, die merken, dass ihre Vormachtstellung weggeht für das Miteinander der Geschlechter und für gleiche Chancen. Jeder, der denkt, er wird von einem anderen von seinem Platz gestoßen, jammert wohl erstmal und versucht, den anderen zurückzustuken, wo er meint, dass derjenige hingehört. Aber es ist genauso unsexy wie das Verhalten von Frauen, die nun denken, sich per Geschlecht an Machtpositionen setzen und Männer unterdrücken zu müssen. Beides hat noch nichts begriffen.

Ohne eine geistige Wende als Gegenreformation zu 1968 wird die Zukunft nicht rosig sein.
Starte sie, wenn Du meinst, es gäbe was zu tun. Ich glaube aber, es gibt schon Leute, die nicht zu den alten Verhältnissen zurückkehren wollen, sondern neue Ansätze haben, die gut sind und die Auswüchse auf beiden Seiten schlecht finden.
 
  • #89
Ohne eine geistige Wende als Gegenreformation zu 1968 wird die Zukunft nicht rosig sein.
"Gegenreformation" ist für Dich wohl ein verkapptes Wort für die "konservative Revolution", die Leute wie Du anstreben. Glaubst Du nicht, dass Du darüber eher in einem Forum der Nouvelle Droite oder in einer Gesellschaft der Freunde Viktor Orbans diskutieren solltest? Mir persönlich wird das alles zu politisch hier und geht in eine weltanschauliche Richtung, die mir überhaupt nicht gefällt.
 
  • #90
Nach dieser Haltung sind auch alle an ihrer Situation selbst schuld, egal, in welchen Verhältnissen diese leben. Ohne eine geistige Wende als Gegenreformation zu 1968 wird die Zukunft nicht rosig sein.
Es sind alle verantwortlich, sich so einzurichten, wie sie ihr Leben führen möchten. Die Gesellschaft sorgt letztlich nur für Rahmenbedingungen, die für alle nützlich sind. Du bekommst also Erziehungsurlaub als Anreiz für Kinder und nur begrenzt Rentenbeiträge dafür als Anreiz, wieder arbeiten zu gehen.

Privat bist Du völlig frei. Für die Einigung, die Frau den Haushalt komplett neben einem Fulltimejob machen zu lassen, musst Du nur eine Frau finden, die das auch so sieht.

Wohin soll diese "geistige Wende" gehen? Dahin, dass Du Verantwortung für Dein Leben übernimmst und die Freiheit hast, das dann umzusetzen? Das war doch letztlich Ziel der Emanzipation. Vorher musste ich als Frau eine Genehmigung des Ehemannes haben, um arbeiten zu gehen. Umgekehrt: Zwingt Dich jemand, eine Frau als Partnerin zu nehmen, die Dir zu "emanzipiert" ist? Du liest doch hier ständig, dass es Frauen gibt, die das noch "traditionell" sehen.

Sorry, aber für mich ist das Rumgejammer. Das macht nicht gerade attraktiv.
 
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