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  • #31
In einem hippen Lokal, in das ich während der Mittagspause während einer Dienstreise ging, unterhielten sich zwei junge Frauen über die Schwangerschaft einer Freundin. In dem Gespräch beklagte die eine, dass viele Kolleginnen ihrer Freundin sie fragten, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen werde. Das finde sie total übergriffig. Man wisse ja noch gar nicht, ob sich das Kind als Junge oder Mädchen fühle (!)
...
Solche "Diskurse" werden geführt und ich kann kaum noch zwischen Satire und Realität unterscheiden.
Egal wie ernst das Gespräch gemeint war, es wäre für mich als Zuhörer unterhaltsam weil es so schön absurd ist.

Aber die Beiden die das Gespräch geführt haben vertreten keine Mehrheitsmeinung es sei denn du fokussierst dich ausschließlich auf Sozialwissenschaftlerinnen o.ä.

Ohne Medienkonsum würde ich überhaupt nicht wissen was Genderstudies sind. Obwohl der Akademikeranteil in meinem beruflichen und privaten Umfeld über 50 % ist, ist Genderismus überhaupt kein reales Thema für mich.

Ok. Letztens war ich auf einem Seminar der einzige männliche Teilnehmer. Links von mir saß in meiner Arbeitsgruppe eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte. Rechts eine Diversity-Beauftragte. Abgesehen von den Titeln gab es nichts zu Gleichstellung oder Diversity.

Du theoretisierst hier herum um einen Grund zu finden der erklärt, dass du nicht selbst verantwortlich bist wenn es mit der Partnersuche o.ä. nicht klappt. Die Ursache liegt aber nicht im Genderismus sondern in jedem selbst also auch in dir.

Die Schwangere im belauschten Gespräch hat übrigens nicht wegen sondern trotz ihrer kruden Gedankengänge einen Vater für ihr Kind gefunden.
 
  • #33
Dass man das immer noch erklären muss... Die Gleichheit zwischen Mann und Frau im Sinne des Grundgesetzes betrifft Thematiken wie:
- Frauen und Männer müssen für dieselbe Arbeit gleiches Gehalt bekommen.
- ein Mann darf bei der Bewerberwahl bzw. Beförderung nicht vorgezogen werden, weil er ein Mann ist.
- Frauen dürfen keine beruflichen Nachteile erfahren, nur weil sie Kinder haben.
- Auch Männer müssen in Elternzeit gehen dürfen.
- Frauen und Männer muss das Wahlrecht zuerkannt werden.
- Die Wahl des Mannes darf kein höheres Stimmengewicht als das der Frau haben.
- Gläserne Decken im Job gehören abgeschafft.

usw usw...

Du siehst: Es geht um politische Forderungen. Bei dem, was Du schilderst, geht es um das Zusammenspiel, die Chemie und das Feuer zwischen Mann und Frau. Jede Frau springt instinktiv auf maskuline Männer an. Nicht auf Menschen, die ihrem Ebenbild also weiblichen Attributen entsprechen. Beobachte mal: Je weiblicher eine Frau, desto heftiger wird sie umschwärmt. Je männlicher ein Mann, desto mehr wird er begehrt. Und desto mehr sprühen infolgedessen auch die Funken. Du schilderst Balzverhalten. Natürlich erwarte ich, dass ein Mann, der mich will, meine Rechnung übernimmt. Das hat nix mit Gleichberechtigung zu tun. Da geht's um die Balz. Ein Mann, der sich Fragen stellt wie "Warum bitte soll ICH zahlen???" ist für mich der Abturner schlechthin und hat nichts von dem Feuer, der Balz zwischen Mann und Frau verstanden. Das killt die Lust sofort.

W31
 
  • #34
greenforest, auf was ich bei meinem Kommentar oben hinaus wollte:

Jetzt mal deutlich unter Männern:
Es ist im Zusammenhang mit erfolgreicher Partnersuche nicht zielführend, derartige von dir aufgeworfene Thesen in theoretisch-akademischer Art in elendslanger Bandbreite zu diskutieren. Kann man rational-logisch sicher machen, bringt dich auf der Straße, Club, OD oder sonstwo PRAKTISCH jedoch null weiter!
Du musst dich auf die praxistaugliche Ebene konzentrieren, die DU beeinflussen kannst, wie z.B. DEIN Beuteschema. Mache DEIN Ding und verschwende die Zeit nicht mit irgendwelchen Theorien, die noch dazu umstritten und verallgemeinernd sind.
 
  • #35
Das führt in der Praxis dazu, dass Jungen im Kindergarten ermuntert werden, mit Puppen zu spielen und Mädchen mit Auto
Mein bester Sandkastenkumpel hat sehr gerne Barbie mit mir gespielt, und ich super gerne mit Autos. Autos sind auch heute noch eine Leidenschaft von mir.
Das führt zur Verunsicherung der Jungs und vermutlich auch der Mädchen. Es geht hier um eine Art Umerziehung, nicht um gleiche Rechte
Sorry aber das ist Schmarrn! Wir haben damals die Freiheit von unseren Eltern bekommen mit allem spielen zu können was wir wollten und konnten uns frei entwickeln. Niemand von uns Kindern wurde wg dem "falschen" Spielzeug schwul oder lesbisch! Auch unsere Eltern machten sich wohl keine Gedanken diesbezüglich.
Viel bedenklicher finde ich es, Kinder in Klischees zwängen zu wollen. Warum muss ein Mädchen mit Puppen spielen, die sich wie echte Babies verhalten? Um sie schon mal auf ihre spätere Mutterrolle vorzubereiten? Oh bitte...
 
  • #36
en ihrer Freundin sie fragten, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen werde. Das finde sie total übergriffig. Man wisse ja noch gar nicht, ob sich das Kind als Junge oder Mädchen fühle (!)
Sicherlich nicht repräsentativ,
Ich denke auch nicht, dass es per se repräsentativ ist, dh, dass eine Mehrheit der Menschen aktuell so reagiert. Aber ich finde ehrlich gesagt, dass es ein guter Denkanstoss ist, diese Frage nach dem Geschlecht mal zu hinterfragen?
Warum fragt man das? Was bringt das? Ja, Standardfrage, aber ich habe schon öfter gehört: “Gott sei Dank ein Stammhalter” oder gegenteilig “leider ein Junge, ich wollte ein Mädchen, die sind nicht so wild”....Was es letztendlich tut, ist diese Kinder noch vor der Geburt bestimmten Stereotypen zuzuordnen, die sie auf Grund des Geschlechts zu erfüllen haben.
Dagegen geht der “Genderismus” nun an. Sie ermuntern Jungs mit Puppen zu spielen, damit sie sich dafür nicht schämen, sie ermuntern Frauen MINT-Berufe zu studieren etc.
und ich bin der Meinung, dass dieser Feminismus auch Männern hilft, toxische Männliche Stereotypen abzuschaffen. Zum Beispiel, dass der Mann auch Elternzeit nehmen darf...
 
  • #37
Ich finde, es wird zuviel über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Frauen und Männern philosophiert. Ist nicht jeder Mensch ein Unikat? Manche Forscher behaupten, dass die Unterschiede innerhalb eines Geschlecht grösser seien, als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Sicher gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen, aber auch viele Gemeinsamkeiten. Jemand sagte einmal, dass in einer Beziehung ein Grundstock von Gemeinsamkeiten und Einigkeit vorherrschen muss. Auf dieser Basis sollten dann aber auch Unterschiede sein. Ansonsten würde es keine Weiterentwicklung geben. Gerade das macht die Spannung aus, die zwischen zwei Menschen existiert. Wenn jedoch die gemeinsame Basis stark genug ist, haben Unterschiede selten das Potential, eine Beziehung kaputtzumachen.

Es stimmt, dass Menschen heute verunsichert sind, Männer noch mehr als Frauen. Die Gleichberechtigung der Frauen sollte heute eine Selbstverständlichkeit sein, im beruflichen Umfeld wie im Privatleben.
Häufig liest und hört man, dass Frauen auf 'bad boys' und harte Kerle stehen. Unabhängig davon kann ich als ehemaliger Leistungssportler über die harten Kerle nur müde und verächtlich lächeln... Viele 'Erklärbären' versuchen dieses 'Phänomen' biologisch zu erklären, vielleicht, weil diese dadurch den Anschein wissenschaftlicher Seriosität hoffen zu bekommen. Letztendlich ist dieses Dilemma wohl eher kulturell begründet. Gleichberechtigung und Definition der modernen Persönlichkeit eher über Intelligenz als über die Bereitschaft zu roher Gewalt sind noch relativ neu, wenn man die gesamte Geschichte der Menschen betrachtet. So werden viele Mädchen noch heute darin bestärkt, Männlichkeit und übertrieben-selbstbewusstes Auftreten miteinander in Verbindung zu bringen. Als Resultat dieser indirekten Einflussnahme auf deren Unterbewusstsein meinen junge Frauen, ein 'harter Kerl' sein erstrebenswert, obwohl die meisten Frauen, die meinen, eine Beziehung mit solch einem Mann führen zu können, schlimme Erfahrungen machen. Vielleicht korrelieren diese Präferenzen auch mit einem Mangel an kultureller und fachlicher Bildung.
Dass Männer, die ein sehr sicheres Auftreten zeigen oftmals die am meisten verunsicherten sind, wurde auch schon oft betont.
 
  • #38
@ChaosTheory,

ich bin kein Freund dieser von Dir Umerziehung genannten Erscheinung, allerdings sollte es jedem Jungen und jedem Mädchen überlassen werden, womit er/sie lieber spielt. Weder die althergebrachte Tradition, noch die 'Umerziehung' helfen den Heranwachsenden, ihren Platz im Leben zu finden. Wie so häufig existieren auch hier Extrema, die an den wirklichen Bedürfnissen der Menschen vorbeigehen.
 
  • #39
Ich möchte dich aufmuntern die Sache anders zu betrachten. Nämlich auch für dich die Chancen zu erkennen und versuchen dich mit deinem Vater oder deinem Großvater zu vergleichen und endlich verstehen dass du es durch die Gleichstellungsdebatte besser hast. Wenn ich an meinen Opa denke, erinnere ich mich an einen Mann, der sein ganzes Leben nur gearbeitet hat damit seine Frau und seine Kinder es gut haben. Meine Oma hatte ihre Küche und ihre Kinder und er war zuständig für das Geld. Bei denen gab es ganz klare Rollenaufteilung. Ich denke, dass mein Opa lieber gestorben wäre, als seine Kids und seine Frau zu verlassen um mit einer anderen Frau rumzureisen oder ähnliches. Er hatte enorme Verantwortung und diese Aufgabe hat er auch angenommen und mit Bravur zu Ende geführt. Seine Kinder sind alle sehr erfolgreich und mehrere von ihnen haben studiert und sind berufstätig. Heute ist die Sache anders. Der Mann von Heute muss nicht alles bezahlen und die Frauen packen mit und erledigen einen großen Teil der Aufgaben. Eigentlich profitieren die Männer durch die Emanzipation der Frau sehr. Das ist denen nur nicht bewusst. Erstens haben sie zuhause interessante Gesprächspartner, sie sind nicht mehr alleine für das Geldverdienten verantwortlich. Die Frau verdient mit und deshalb haben sie zusammen mehr Kaufkraft und können sich zum Beispiel schönere Reiseziele aussuchen, besseres Lebensmittel essen und schöneres Zuhause haben. Alles in Allem ist für euch Männer alles besser geworden. Also freut euch doch. Ihr habt weniger Verantwortung und mehr Geld in der Tasche.
 
  • #40
Ich finde den Moment der ersten Bezahlung zb mitlerweile nur noch stressig.
Ich zücke mein Portemonaie und harre der Reaktion, die da kommt.
Tja, dass stelle ich mir in der Tat anstrengend vor. Deshalb, wir du sicherlich weißt, ersticke ich dieses Thema immer im Keim. Aber genau so das Frau sich nicht unwohl dabei fühlt. Ich poche auf mein selbst erstelltes Recht, aber verpacke es einfach so, dass sie niemals nein sagen könnte. Und sie es immer gerne annimmt und das Gefühl hat, dass es genauso gut ist.
Ich kann das rumgeheule auch nicht mehr ertragen. Wenn eine Frau es mit dem Feminismus meint übertreiben zu müssen, nur um ihren Kampf zu führen, soll sie schnell weiterziehen. Bei mir muss Frau nicht ihre Rechte durchsetzen. Genauso wenig wie ich meine.
Aber ich treffe irgendwie auch nicht auf solche Frauen die meinen sie müssten einem direkt die Alice Bibel um die Ohren hauen. Irgendwie habe ich voll Glück mit Frauen. Ich darf bezahlen wann ich will, Ihnen die Tür aufhalten, in den Mantel helfen. Und trotzdem darf ich ein Kerl bleiben.
Ja ich weine fast vor Glück :)
M48
 
  • #41
Ist doch ein Schmarrn. Ein Mann will eine Frau, und eine Frau will einen Mann. Also in den meisten Fällen. Man kann ja den anderen trotz aller Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten als gleichwertig ansehen. Und das Kennenlernen bzw. Werben ist eben auch ein Spiel. Das Einladen beim ersten Date ist eben eine symbolische Geste. Das wird dich schon nicht arm machen. Eine emanzipierte Frau will sich spätestens beim zweiten oder dritten Date eh nicht mehr einladen lassen und würde danach trachten, dass sich alles halbwegs die Waage hält. So kompliziert ist das alles nun auch wieder nicht ..

In dem Gespräch beklagte die eine, dass viele Kolleginnen ihrer Freundin sie fragten, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen werde. Das finde sie total übergriffig. Man wisse ja noch gar nicht, ob sich das Kind als Junge oder Mädchen fühle (!)
Das hat doch nichts mit Gleichstellung/Gleichbehandlung/Feminismus oder sonstwas zu tun, die gute Frau hatte einfach einen Schatten.
 
  • #42
Bei der gendertheorie wird zwischen dem biologischen Geschlecht und der kulturellen und sozialen Prägung des Geschlechts unterschieden. Das ist übrigens nicht sooo neu. Simone de Beauvoir hat dies in ihrem Werk „Le deuxieme Sexe“ Ende der Vierziger Jahre genau beschrieben ( ich lass jetzt mal akademisch arrogant die Romanistin raushängen). „ Le deuxieme Sexe“ gilt bis heute als Ursprungswerk der Gender studies. Ich habe das Buch erstmalig in de 80igern gelesen und fand den Ansatz klasse.
Ich verstehe allerdings nicht, was das mit Deiner Jammerei über die akademischen Frauen im Allgemeinen zu tun hat. Triffst Du Dich nur mit Studentinnen der genderforschung oder wo begegnet Dir das alltäglich?
Noch weniger verstehe ich Deine diesbezüglichen Assoziationen beim Bezahlen eines Essens. Du musst doch nicht zahlen. Es wird ja keine Frau mit der Knarre vor Dir sitzen und Dich dazu nötigen. Es werden in Deinem Alter doch genügend Frauen existieren, die ihr Essen selbst zahlen. Und lass Dir gesagt sein, wenn eine Frau Dich toll findet, dann wird sie dies zumindest nicht in diesen Breitengraden davon abhängig machen, ob Du zahlst oder nicht. (Solange Du sie beim ersten Date nicht auf der kompletten Rechnung sitzen lässt).
Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass sich auch Frau de Beauvoir gerne von Herrn Sartre einladen ließ.
Ansonsten, wenn Dir die Frauen mit Studium generell zu „verbildet“ sind, musst Du halt woanders fischen.
W, 54
 
  • #43
Nun ja, wer darüber jammert, dass andere mehr Geld nach Hause tragen verdient selbst nicht genug. Die Unkultur des Jammerns bewirkt auch, dass Schuldige gesucht werden. Dazu gehört man selbst natürlich nie. Es sind immer "die Anderen". Frauen schimpfen darauf, dass Männer per se mehr verdienen - Männer darüber, dass Frauen ihnen die Jobs klauen. Es gibt andere - die machen was. Haben weder Zeit für dummes Geschwätz noch zum Jammern. Auch bei den Machern gibt es Frauen.
Reg dich nicht über die Jammertrinen auf. Höre ihnen weder zu noch lass es geschehen, dass deren Gift deine Gedanken beeinflusst. Lies mal hier - es gibt Frauen, die etwas erreicht haben. Ich habe noch nie gelesen, dass eine @frei, eine @Joggerin oder eine Frau Apfelbaum gejammert haben. Auch eine Amytan, eine Babar, eine FA04 haben ihr Leben selbst in die Hand genommen. Und noch ein paar mehr.

Sei genau der Mann, der du sein willst. Dann bist du für die Frauen attraktiv, die genau einen solchen Mann möchten. Was interessieren dich die Frauen, die du sowieso nicht willst ? Und eine solche Frau lädst du doch gerne mal ein ... oder ?
 
  • #44
Um mit den Worten meiner Katze zu antworten:"Du darfst mir Futter hinstellen, mich kraulen und mir ein warmes Plätzchen bereithalten. Wann ich komme und gehe bestimmte ich!". Wenn Du dieses Problem für Dich gelöst hast, sind Frauen ein Kinderspiel und Du ein Mann.

Von Menschen, die empathiebefreit und wahrnehmungsgestört durchs Leben trampeln und stets darauf achten auch ja nicht benachteiligt zu werden, halte ich mich fern. Ansonsten freue ich mich über jede und jeden, die oder der es schafft entsprechend eigenen Wünschen und Fähigkeiten ihr oder sein Glück zu finden ohne anderen selbiges zu stehlen. Damit fahre ich sehr gut und mache gar nicht (erst) Deine Erfahrungen, auch nicht mit akademischen Frauen.

Versuch es mal mit ein wenig Gelassenheit.
 
  • #45
Ich denke dieser Genderwahnsinn den du wohl vornehmlich bei den beschriebenen Frauen triffst, ist einfach nur eine Art Mainstream-Meinung. Deshalb begegnet es dir gehäuft.
Das denke ich auch, und will noch anfügen, dass, obwohl sich @greenforest hier vermeintlich sachlich diesem Thema äußern will, trotzdem eine gewisse Frustration herauszulesen ist und der eigentliche Sinn und Zweck des Gendern usw. hier überhaupt nicht erfasst worden ist, da das Diskussionsniveau des FS genauso Mainstreamig ist, wie das seiner weiblichen Zielgruppe. Ich kann mir vorstellen, dass der FS - wie viele andere, die sich zu diesem Thema ungefragt und undifferenziert äußern - keine Ahnung von Sozialwissenschaften hat, und deswegen kommt auch so ein Quatsch wie

Das führt in der Praxis dazu, dass Jungen im Kindergarten ermuntert werden, mit Puppen zu spielen und Mädchen mit Autos (so nachzulesen in einer vom Familienministerium herausgegebenen Broschüre). Das führt zur Verunsicherung der Jungs und vermutlich auch der Mädchen.
Und:

...in der ja letztlich die naturgegebene Geschlechtlichkeit geleugnet (es heißt dann: dekonstruiert) wird, zu einem Leben ohne Kinder und ohne Sinn...
...der z. B. zum Antinatalismus führt, dass Frauen sich immer mehr gegen Kinder entscheiden.
Herrlich! Mein Leben hat keinen Sinn, weil ich mich gegen Kinder entschieden habe. Bewusst! Obwohl ich noch nicht mal Akademikerin bin, zumindest noch nicht ganz.

Wenn du wirklich über Gender- Theorien diskutieren willst, solltest du dich vorher noch ein bisschen belesen und deine persönlichen Befindlichkeiten außen vor lassen. Dann wird es vielleicht auch was mit deinen Akademiker - Frauen.
 
  • #46
Also ich muss sagen bisher ist mir kaum eine Akademikerin begegnet, die voll von der Genderthematik überzeugt ist. Vielmehr scheinen mir normale Frauen von den teilweise ausufernden Zügen der Genderthematik genervt zu sein bzw. von der Tatsache, dass es es eine kleine, aber laute Minderheit ist, die sich anmaßt, ihnen ihr Leben vorschreiben zu wollen. Aus meiner Sicht sind diese zuweilen über das Ziel hinausschießende Genderdiskussion das Thema einer verhältnismäßig kleinen akademisch-urbanen Schicht und hat mit der Lebenswirklichkeit der meisten Frauen wenig zu tun. Dabei bin ich der Letzte, der etwas gegen Gleichberechtigung sagt, mich stört bei dieser Thematik nur die oft pauschale Verurteilung von Männer und die teils aggressive Proklamation eines Geschlechterkampfes, der in der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen nicht stattfindet.

Es gibt natürlich zweifellos ein wechselndes Rollenbild, auch wenn ich als Mann das Gefühl habe, gerade beim (Online)Dating herrschen größtenteils noch die alten Rollen, die dem Mann die Hauptinitiative zuschreiben. Dennoch ist das Dating heutzutage denke ich komplizierter geworden. Zum Beispiel bei der Bezahlung von Essen: Früher war klar, der Mann zahlt, das hat es natürlich für alle Beteiligten einfach gemacht. Heutzutage kann man es fast nur falsch machen. Besteht Mann auf getrennte Rechnung, kann er als Geizhals und uncharmant abgestempelt werden, lädt er die Frau bei der Rechnung ein, kann es als Bevormundung aufgefasst werden. Spricht man im Vorfeld über die Bezahlung, wirkt das Ganze unromantisch und verkopft. Umgekehrt ist es für die Frau auch nicht leichter, lässt sie sich einladen, wird sie als altmodisch und geldgeil abgestempelt, bezahlt sie selbst, könnte es als indirekte Abfuhr gewertet werden. Die Erkenntnis für mich persönlich ist, dass man aus solchen Verhaltensweisen wie mit dem Bezahlen nicht mehr wirklich klare Schlüsse ziehen kann, weder auf den Charakter einer Person noch auf ihr Interesse.
 
  • #47
Im Durchschnitt beklagen diese Frauen die aus ihrer Sicht immer noch nicht vorhandende Gleichstellung und sind voll überzeugt von der sog. Genderthematik. Auf der anderen Seite erwarten dieselben Frauen, dass der Mann die Rechnung im Lokal bezahlt, stets die Initiative ergreift und schnell die Entscheidungen trifft.
Wo ist genau Dein Problem mit gebildeten Frauen? Der Mann als Ernährer wird rechtlich immer mehr abgeschafft. Bei Euch weiter wie bei uns (anderes Land, Bananenrepublik sondergleichen, die im Glass Ceiling Index noch weiter hinten sind), bei uns ist es als Frau noch schwerer Kind und Beruf (ich red bewusst nicht von Karriere) zu vereinbaren und man hat als Frau massive Nachteile. Nur weil man damit als Frau nicht einverstanden ist - schliesslich wird man nicht von einem Mann versorgt, heisst das ja nicht, das man sich wie ein Mann in Beziehungsfragen verhalten will. Das sind nach wie vor zwei Paar Schuhe. Nur weil ich den gleichen Lohn wie mein Männlicher Kollege in gleicher Position will, heisst das nicht, das ich beim Balzverhalten propagiere, die Frauen sollen den ersten Schritt machen (wie das rauskommt, lesen wir hier zu Hauf).

Es geht also darum, als Frau im Berufsleben gleiche Rechte zu haben, dies auch wenn Kinder vorhanden sind, diese als Sache des Paars gesehen wird (ihr habt wenigstens Elternurlaub und könnt eine Beziehung einfacher egalitär gestalten), sie in einer Beziehung gleichberechtigt ist (lange brauchte es das ok des Mannes, ob Frau überhaupt arbeiten darf....) etc. Dies heisst aber noch lange nicht, dass man jegliche biologie in der Paardynamik aushebeln will/kann.

Und ehrlich: Das gleiche Verhalten (dominantes Auftreten, mehr Lohn fordern etc) wird bei Frauen anders (negativ) gewertet, wie bei Männern (positiv). Und hier ist viel einfach durch Erziehung geprägt, wo ein Ansetzen wichtig ist.

Also, wo genau liegt dein Problem?
 
  • #48
Wie kann man dir helfen? Was willst du hier von uns? Du stiehlst unsere Zeit mit Waschweiberthemen. Es interessiert wenige Menschen, warum Frauen so agieren wie sie agieren. Sie haben ihre Erfahrungen gemacht und die Erziehung und Gesellschaft hat ein Teil dazu beigetragen.

Ich hab gelernt, die Schnauze zu halten; egal, wie hart es; Verantwortung zu übernehmen und andere Leute zu daten. Kannst du auch machen.

Jahrtausende lang hatten Männer die Herrschaft und sie sind mit den Frauen nicht gut umgegangen. Heute dreht sich das Spiel eben um. Urache und Wirkung.


Warum datest du Akademikerinnen? In hippe Bars hat es mich bis 25 gezogen, dann war Schluss damit. Scheiß Musik, scheiß Leute, Rempeleien, zu viel Alkohol, dumme Männer, verbohrte Frauen, immer die gleichen Fragen und Gespräche. Nichts, was man gebrauchen kann, wenn man was im Leben erreichen will. Dir täte für dein Seelenheil besser, du suchst mal ein anderes Ambiente, lernst was dazu, gehst auf Menschen aktiv zu, wartest nicht nur auf Inititative wie ein Mädchen; schneidest dir von Männern, bei denen es besser klappt, eine Scheibe ab.

Deiner Andeutung nach bis du Anfang/Mitte 30. Schweres Alter, ich weiß. Da kommen Männer in die Krise, stecken ihr ganzes Engament aus Frust in den Job oder in Hobbys. Mit Parterinnen, Ehe und Kindern hat es nicht geklappt. Jetzt stellt sich die Frage, was da in der Welt schief geht.


Ich würde keine Zeit damit verschwenden, zu überlegen, warum andere Frauen und Männer so sind. Es interessiert mich nicht. Bohr nicht dran rum. Ist dir langweilig? Du vergeudest viel Zeit. Zu viel Zeit. Männer wie du suchen gerne Konflikte, können nichts runter schlucken, wollen das letzte Wort haben, bleiben Junggesellen aus Ego- und Stolzproblemen. Lass es gut sein und weiter.
98 % aller Frauen musst und wirst du niemals als Partnerin kennenlernen; du suchst DIE EINE. Das reicht.
Gefallen lassen muss man sich gar nix in der Welt. Auch nicht als Mann.

unterhielten sich zwei junge Frauen über die Schwangerschaft einer Freundin.
Interessiert nicht die Bohne die Geschichten von Dritten. Was ist deine eigene Geschichte?

Das kann man alles umgehen, indem man(n) sich auf sich konzentriert.
Wirst du aber müssen, wenn du zu was im Leben kommen willst. Da gibt einen Spruch: Bleibt man an jedem bellenden Hund hängen, erreicht man sein Ziel nicht.
 
  • #49
Mein Lieber, laste dich mehr aus! Wenn du voll ausgelastet wärst, hättest du keine Zeit für solche Konflikte, sondern wärst froh, überhaupt eine Frau zu haben.
 
  • #50
@Marcel32
Du hast Recht, dass mich das persönlich nicht weiterbringt, aber mich interessiert das Thema, und ich sehe das nicht als Zeitverschwendung.
 
  • #51
Laut den Dating-Ratgebern dient das Bezahlen der Rechnung nach dem ersten Date der Kommunikation. Wenn "sie" ihr Essen selbst bezahlen will heißt das "Ich möchte kein weiteres Treffen mit dir". Wenn "er" das Essen von "ihr" bezahlt, bedeutet das "du gefällst mir, ich möchte dich nochmal treffen".

Kann es sein, dass es deinen Partnerinnen gar nicht um die paar Euro ging, sondern sie dachten, du beendest die Beziehungsanbahnung?
 
  • #52
Du oder sie verwechseln "männlich" sein mit dominant sein.
Da gibt es keine scharfe Grenze , erste recht nicht bei einer ganzen Gruppe von Menschen, die ungewollte "Dominanz" des Einen ist gewünschte "Männlichkeit" des Anderen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich bei der Bundeswehr war und man sich da hat duchschleifen lassen.
Ja, ich auch, "durchschleifen" aber nicht. Das ist gerade bei der Bundeswehr eine reine Typfrage (nicht des Ausbilders, sondern Du selbst, aber auch Deiner Verwendung)
Bei Frauen kann man "Fehler" in der Wahl schlecht oder gar nicht korrigieren, dass ist nunmal die Natur der Sache (es sei denn, man ist sterilisiert)
 
  • #53
Klar gibt es Rosinenpickerei. Vertreter aller Geschlechter machen das, wenn sie noch ihre Eierschalen an sich kleben haben und denken, in einer Beziehung geht es nur darum, dass einer glücklich ist - sie selbst.
Dass das nun alle Akademikerinnen betreffen soll, würde ich stark bezweifeln, aber ich denke, dass Akademikerinnen deutlicher damit konfrontiert sein könnten, dass es Geschlechterungerechtigkeiten gibt. Schon, wenn sie irgendwas "Männliches" studieren, wird merkbar werden, dass es Lehrkräfte gibt, die Studenten mehr zutrauen als Studentinnen.

Was das gelauschte Gespräch bzgl. Übergriffigkeit betrifft - sowas klingt für mich, als hätten sie nicht begriffen, was mit der Übergriffigkeit gemeint ist. Eigentlich kam meines Wissens das Thema auf, weil junge Frauen, die nicht schwanger waren, von irgendwelchen Leuten, Verwandten, Bekannten bei jedem Treffen gefragt wurden, warum sie noch kein Kind hätten und wann es denn so weit wäre. DAS ist übergriffig. Ich finde es legitim zu fragen, ob man mal Kinder will. Und es dann mit "ja/nein" dabei zu belassen. Aber es wurde ja anscheinend dann nachgehakt und zu ergründen versucht, warum nicht. Dagegen wehrten sich junge Frauen. Und einige Frauen pflegen nun, ohne das Anliegen kapiert zu haben, ihre ... wie soll man das nennen, wenn schon eine höflich-interessierte Frage zu Übergriffig-Gekreisch führt? Empörtheitskultur?
Leider habe ich auch manchmal den Eindruck gehabt bei Metoo, dass es unter Frauen als schick galt, auch mal belästigt worden zu sein. Da war dann eine Kaffee-Einladung schon Belästigung. Das sind Trittbrettfahrerinnen, die sich interessant machen wollen, weil die echten Opfer so viel Aufmerksamkeit bekommen. Ist vielleicht was Menschliches, auch mal Beachtung bekommen zu wollen, weil es zu wenig in der Kindheit geschah. Muss man sich auch nicht drüber aufregen oder etwa noch Metoo deswegen insgesamt als "Blase" titulieren.

Ich glaube, viele Menschen regen sich gern künstlich auf, vielleicht, um andere zu stressen oder um Aufmerksamkeit zu bekommen oder um zu gucken, ob man andere mit auf seine Seite ziehen kann, um sich wohlzufühlen (das geht auch bei echten Aufregern, dass man gern Solidarität hätte). Wenn es um Probleme und ihre Lösung ginge, würde man mE weiterziehen und vielleicht mal über das Problem reden wollen, aber es nicht zu einem globalen Lebensthema machen.

Was Emanzipation und Genderthemen angeht, wird meiner Ansicht nach vieles zusammengeschmissen und gut-gewollt-aber-schlecht-gemacht. Es wird übertrieben, es werden Schlüsse gezogen, die ich absurd finde usw.. Allerdings finde ich es grundfalsch zu erwarten, dass das nun alles gleich richtig laufen muss. Nur weil was in der Vergangenheit total falsch lief und man es ändern wollte, muss man es ja nicht gleich richtig machen können.
 
  • #54
Für mich führt diese akademische Gendertheorie, in der ja letztlich die naturgegebene Geschlechtlichkeit geleugnet (es heißt dann: dekonstruiert) wird, zu einem Leben ohne Kinder und ohne Sinn.
Die Gründe, WARUM es diese Gendertheorien und -diskussionen gibt, sind mE schuld daran, dass weniger Kinder gewollt werden. Die Ungerechtigkeit ist es doch. Wenn eine Frau auch Geld verdienen will, einen guten Job, Rente, Entfaltungsmöglichkeiten für ihre Interessen haben will, die beruflich verwirklichbar sind, ist es gesellschaftlich immer noch so, dass Kinder FÜR SIE ein Nachteil sind. DAS ist ungerecht. Wenn Frauen sich ganz natürlich um ihre Kinder kümmern könnten und immer noch die gleichen Chancen hätten auf berufliche Verwirklichung, wäre Kinder oder nicht keine gesellschaftlich-begründbare Frage.

Mir sagte die letzte Frau, wir im Westen seien alle privilegiert und müssten der Welt etwas zurückgeben. Was ist das für ein Satz?
Ja, klingt gutmenschenhaft. Aber letztendlich baut sich der Wohlstand hier ja auch darauf auf, dass in anderen Ländern für Geringstlohn gearbeitet wird, nicht auf Naturschutz geachtet wird usw.. Also denke ich, es ist längst nicht mehr so, dass man nur gerechte Handelsbedingungen schaffen muss (und nicht immer nur drauf achtet, exportieren zu können), sondern die entstandenen Schäden mit behoben werden müssen in diesen Ländern. Also ja, man muss auch was zurückgeben.
Aber was das in einer Diskussion, wenn man datet, soll ... Das kann ja nur ein Minenfeld geben. Zumal nur ein Bruchteil der Menschen wirklich Ahnung davon hat, wie das politisch umzusetzen ist und welche Folgen das haben wird.

die a priori Voraussetzung, dass der weiße Mann (und die weiße Frau) Privilegien haben, führt zu einem Schuldkomplex, der z. B. zum Antinatalismus führt, dass Frauen sich immer mehr gegen Kinder entscheiden.
? Den Schluss versteh ich nicht.

Frauen entscheiden sich meines Wissens nach gegen Kinder, weil es sie persönlich betrifft, nicht, weil sie die Welt retten wollen. Vielleicht gibt es auch zwei, drei solche Frauen, aber dann, würde ich sagen, ist das Weltrettenwollen auch ein persönlicher Komplex, den die Frau für ihr Befinden auslebt.

mittlerweile habe ich auf diese Art der "Kultur" keine Lust. Der Mann ist letztlich der Depp, der zwar maskulin und alpha sein soll, diese Eigenschaften aber offiziell verleugnen soll.
Ich würde das so ähnlich sehen wie die Anfänge der Emanzipation der Frau. Sie hatten auch keine Lust mehr drauf, die Rolle erfüllen zu sollen, die "der Mann" ihnen zugedacht hatte. Soll heißen: Warte nicht drauf, dass die Frauen Dich befreien. Entweder finde eine Frau, die nicht so tickt (doch, die gibt es), oder starte die Emanzipation des Mannes.
 
  • #55
Meine Frage resultiert aus Erfahrungen, die ich mit gebildeten Frauen um die 30 gemacht habe. Im Durchschnitt beklagen diese Frauen die aus ihrer Sicht immer noch nicht vorhandende Gleichstellung und sind voll überzeugt von der sog. Genderthematik. Auf der anderen Seite erwarten dieselben Frauen, dass der Mann die Rechnung im Lokal bezahlt, stets die Initiative ergreift und schnell die Entscheidungen trifft.
Aus meiner Sicht passt hier etwas nicht zusammen. Ich hab das natürlich zunächst nicht so Ernst genommen, aber mittlerweile habe ich auf diese Art der "Kultur" keine Lust. Der Mann ist letztlich der Depp, der zwar maskulin und alpha sein soll, diese Eigenschaften aber offiziell verleugnen soll.
Meinungen dazu?
Ich möchte gerne noch einmal auf deinen Ausgangspost zu sprechen kommen.
Wo siehst du den Widerspruch zwischen der Befürwortung gendertheoretischer Ansätze und der Einladung in einem Lokal?

Ich meine: "gender" steht ja in erster Linie für die soziokulturelle Einordnung geschlechtsspezifischer Rollen.

In wie weit ist es nun "maskulin" und "alpha" die Rechnung im Lokal zu bezahlen, initiativ zu sein oder schnelle Entscheidungen zu treffen?
 
  • #56
Wie kann man dir helfen? Was willst du hier von uns? Du stiehlst unsere Zeit mit Waschweiberthemen.
Genau.
Ich wollte schon abbrechen, aber ich kann's doch nicht lassen, alles zu lesen, ist schon fast pathologisch bei mir, seufz.

Boah, lieber FS, entspanne dich doch mal.
Du wirst ja mit jedem Post schnippischer.
Man sieht förmlich den kleinen Jungen, der die Unterlippe vorschiebt, aufstampft und 'menno' sagt.
Triff dich doch einfach mit Frauen ( Akademikerinnen, oder auch nicht, sicher aber nicht mit Akademikerfrauen, denn das sind die Frauen von Akademikern, die haben also schon einen), die nicht so einen Blödsinn lallen wie die, die du massenweise erlebst.
Ich übrigens nie.
Ich schließe mich an: such halt woanders.

Triff Frauen, die, wie sicher die allermeisten, die halbwegs gebildet und geerdet und lebenspraktisch sind, sich freuen, wenn du sie einlädst ( klasse, da spare ich Geld ) oder ihren Wasserkasten trägst ( klasse, ich muss nicht schleppen ) oder sie abholst ( klasse, dann muss ich keinen Parkplatz suchen, du läßt mich vor dem Lokal raus und ich gehe schon mal rein ), die aber auch selbst einen tollen Job und deswegen am Abend ordentlich was zu erzählen haben.
Wenn ihr zusammen wohnt, sonnst du dich nicht in der Selbstgefälligkeit, ihr im Haushalt zu helfen, sondern empfindest es als selbstverständlich, dass du schlicht die Hälfte aller im Haushalt anfallenden Arbeiten erledigst und zwar unaufgefordert und ohne dafür Anerkennung zu erwarten.
Und die Frau wird die Hälfte aller Kosten tragen, da sie genauso viel verdient wie du, ebenso selbstverständlich, unaufgefordert und ohne Beifall zu heischen.
Und das wird sie, obwohl sie eine Frau ist, wenn sie einen Arsch in der Hose hat, mindestens Größe 44 ( ich bleibe im Bild ), denn dann verhandelt sie wie ein Mann.

Ich habe noch nie gelesen, dass eine @frei, eine @Joggerin oder eine Frau Apfelbaum gejammert haben.
Genau ! Also ich bekomme nicht 30% weniger als Männer in vergleichbarer Situation.

Lieber FS, höre auf zu jammern und beharre nicht darauf, es nicht zu tun.
Du jammerst, ja du jammerst und dann jammerst du auch noch.
Und sagst 'menno'.
Ja, das ist unattraktiv, genauso wie dein Beharren und erst recht, vorgeben zu wollen, was die Leute hier sagen möchten.
Lies, was Herr @neverever schreibt und nimm dir ein Beispiel.
Das ist souveräne Entspanntheit, das ist attraktiv.

Und sag bitte vor allem nicht, oh Gott, ist das alt und vor allem jämmrig, dass 'heutzutage', 'immer mehr' usw...., die Frauen irgendwie sind oder irgendwas sagen.
Kennst du 'Annabelle' von Reinhard Mey ? Genau dein Thema, aber das Lied ist älter als du, fast sogar älter als ich.
Hier hat er übrigens den wunderbaren Begriff 'Nonkonformistenuniform' eingeführt.
Der Mann ist einfach toll.

w 52
 
  • #57
Ich selbst musste meine Kindheit in einem Land verbringen, in dem sehr starke patriarchalische Strukturen herrschten und die Rollenbilder den Kindern den Hals runtergedrückt wurden. Ich kann sagen: die deutschen Männer sollten Virginia, Simone und Alice eigentlich auf Knien danken, da ihre Arbeit das Leben für beide Geschlechter einfacher gemacht hat. Ich musste selber sehen, wie die Regeln des "Patriarchats" bereits kleine Kinder ruiniert haben. Schon in der Grundschule die ätzenden "Männerhierarchien" mit dem Kampf um den Platz an der Spitze des Rudels. Die systematische Ausgrenzung und das Mobbing von Schwächeren. Die Brandmarkung als Schw...el als schlimmste Demütigung. Die andere Seite? Mädchen wird nicht zugehört, wenn sie sich in die Diskussion einbringen wollen. Von ihnen wird erwartet, dass sie "artig" sind und keine "Männerhobbies" (wie z.B. Fußball oder Gitarre spielen) haben. Und natürlich bloß nicht zu häufig die Sexpartner wechseln, weil man dann als "Schl...e" gilt.
Das Gleiche setzt sich dann später fort: Die Macho-Fassade mit allem, was dazugehört: harte Getränke, harte Musik und natürlich auch harte Sprüche, weil es die Gesellschaft so will. Selbstverständlich wird nicht darüber reflektiert, dass man durch sein eigenes Verhalten alles perpetuiert. Die Frauen nutzen die wenigen Mittel, die ihnen die Männer gelassen haben, um zu kämpfen. Natürlich bedeutet dies schmutzige Kriegsführung: Rumgezicke, Intrigen, Sexentzug, usw. Das ist für niemanden schön!!!
Hier in Deutschland ist es einfacher für alle. Hier kannst Du als Mann auch mal menschliche Regung zeigen, ohne als Witzfigur abgestempelt zu werden. Und als Frau mal guten Sex haben, ohne stigmatisiert zu werden. Ehrlich gesagt bin ich immer noch ab und zu überrascht, wie natürlich und leicht es hier oft funktioniert, Frauen kennenzulernen.
Natürlich ist nicht alles perfekt, aber daran sind eher die Männer Schuld. Viele glauben, dass die Überwindung der traditionellen Rollenklischees für sie gleichzeitig einen Freibrief bedeutet, Umgangsformen abzulegen. Und das ist unsexy. Ihr könnt nicht erwarten, dass eine Frau Euch respektiert, wenn Ihr die kompletten Waschlappen seid, ihr die Tür vor der Nase zuknallt und ihr dann beim "Date" nur von Eurem ach so schweren Leben und Eurer schrecklichen Kindheit erzählt. Ein Mann muss ein Mann bleiben, und das bedeutet nun einmal, dass er stark sein muss, körperlich wie seelisch. Leider ist dies halt auch das Erfolgsgeheimnis der üblen Machos und "Bad Boys": sie erwecken durch äußere Merkmale den Eindruck von Stärke, aber diese Fassade ist in vielen Fällen nicht im Einklang mit der Wirklichkeit.
Und das Bezahlen: wenn Ihr schon so borniert seid, dass Euch nichts besseres als "Restaurant" einfällt, solltet Ihr wenigstens nicht die Frau für Euer langweiliges "Programm" zahlen lassen. Und wenn Ihr nicht einmal bereit seid, ein Eis oder einen Espresso zu zahlen, dann solltet ihr mal darüber nachdenken, warum Geiz zu den Sieben Todsünden gehört.
 
  • #58
Hallo Ihr Lieben,
hallo lieber FS,

wisst Ihr, was ich schade finde? Dass wir Menschen immer wieder aufeinander losgehen, mir fehlt irgendwie die "wohlwollende Grundhaltung" - hier im Forum und auch draußen in der Wildnis ;-)

Der FS hat ein Problem beschrieben, das er nun einmal als solches empfindet. Warum muss man ihn angreifen? Könnte man nicht gelassener reagieren und erst einmal Fragen stellen, um zu sehen, ob man die Frage richtig interpretiert? Warum gleich diese Unterstellungen? Die Gelassenheit, die wir von ihm erwarten, sollten wir vielleicht erst einmal vorleben :)

Ich kann Unsicherheiten bei den Männern schon verstehen. Gleichzeitig aber weiß ich aus eigener, sehr lehrreicher Erfahrung, dass man seine innere Haltung ausstrahlt und entsprechenden Menschen begegnet. Es gibt keine Zufälle, daher geht es @neverever auch so gut mit uns Frauen (ich mag Dich immer mehr, zumindest virtuell!).

Lieber FS, ich kann mir vorstellen, dass Dich Deine Erlebnisse zum Nachdenken bringen. Je mehr Du allerdings auf dieser Ebene darüber nachdenkst, desto mehr solcher Erlebnisse wirst Du anziehen. Versuch doch mal, ein bisschen Leichtigkeit in Deine Gedankenwelt zu bringen! Die Dinge mit einer gewissen Heiterkeit zu betrachten kann so befreiend sein, probier es aus, wenn Du wirklich etwas ändern willst.

Es ist generell hilfreich, sein Gegenüber nicht als Gegner zu betrachten - egal ob beim Dating oder auf anderen Ebenen. Mir hat diese Haltung viel Frohsinn gebracht (unauffälliger Verweis auf meinen Nick - hüstel, hüstel).

w, 45
 
  • #59
Bei Themen wie Gender Mainstreaming / Gender-"Theorie" und deren Auswirkungen auf das Paarungsverhalten (...) der Menschen kann man zuverlässig mit vielem rechnen - aber kaum mehr mit einer rationalen Diskussion. Es gibt wenige Bereiche, in denen Theorie und Praxis, Selbstwahrnehmung und Realität stärker auseinanderfallen.
 
  • #60
Bei Themen wie Gender Mainstreaming / Gender-"Theorie" und deren Auswirkungen auf das Paarungsverhalten (...) der Menschen kann man zuverlässig mit vielem rechnen - aber kaum mehr mit einer rationalen Diskussion. Es gibt wenige Bereiche, in denen Theorie und Praxis, Selbstwahrnehmung und Realität stärker auseinanderfallen.
Spiritualität bzw. von ihren Anhängern als Spiritualität dargestellte Esoterik wäre noch so ein Thema.

Ebenso politische Themen in denen Moral und Ratio bzw. Finanzierbarkeit in einen Konflikt geraten oder Wertekonflikte.

Immer dann wenn Glauben mit Wissen konkurriert.

Solche Konflikte sind aber nicht zwingend ein Beziehungshindernis und wenn man es nicht übertreibt ein interessantes Diskussionsthema.
 
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