• #1

Wie mit den Enkelkinder umgehen?

Hallo, ich bin ziemlich bedrückt und traurig. Ich habe eine 2jährige Enkeltochter. Wir wohnen in einer Stadt. Auch die Schwiegereltern meines Sohnes wohnen hier im Ort. Es handelt sich bei der Familie meiner Schwiegertochter um eine recht große Familie. Sie hat mehrere Geschwister. Zwischen den Geschwister und ihren Eltern herrscht reger wöchentlicher Kontakt. Da bin ich auch nicht eifersüchtig (also nicht falsch verstehen). Dieser Kontakt ist für die kleinen Kinder (alle Geschwister haben in etwa gleichaltrige Kinder), auch sehr schön. Zumal bin ich berufstätig und hätte somit auch nicht täglich oder mehrmals in der Woche Zeit. Mich stört jetzt aber, dass mein Sohn telefonisch einen Besuch mit der Enkeltochter ankündigt: z.B. Nächstes Wochenende. Also etwas "ungenau offen gehalten". Und dann kommt niemand. Neulich war er allein da. Das Enkelkind wollte mit Mama zu ihren Eltern. Und warum er, warum nicht meine Schwiegertochter? Sie zieht sich sehr zu ihrer Familie. Das ist ja auch normal. Aber 1 bis 2 mal im Monat, damit das Enkelkind uns kennt, wäre sehr schön und auch normal, wie ich finde. Jetzt ist das zweite Kind unterwegs. Daher will ich jetzt nicht stressen und die beiden ansprechen, dass ich das nicht normal finde, wie es so läuft. Andererseits will ich meinen Sohn auch nicht in einen Zwiespalt manövrieren. Aber ich bin schon ganz depressiv. Ich denke eigentlich, dass ich kein Schwiegermonster bin. Ich mische mich nicht ein. Frage, ob ich helfen soll oder sage auch nur: Meldet euch, wenn ich was tun kann. Ich habe auch schon viel geholfen (finanziell). Das wurde auch gern angenommen. Gut, hin und wieder ist man mal lästig, z.B. als Corona aufkam und es keine Masken gab. Da habe ich welche genäht und auch da welche vorbeigebracht. Hab mir halt Sorgen gemacht. Schwiegertochter sagte nur: "Oh ha! Da mach ich mir gar nicht so viel Gedanken." Ich soll auch den Briefkasten leeren und den Garten gießen, wenn sie in Urlaub sind. Aber besucht wird nur die andere Oma (und Opa). Auch sonst wurde schon mal Hilfe angefragt (sporadisch): was nähen u.ä. Dann bin ich immer ganz glücklich. Habe das Gefühl, dazu zu gehören. Und dann schläft alles wieder ein und alle Freude ist dahin. Ich fühle mich wie ein Hund, der um einen Knochen bettelt. Habt ihr Vorschläge oder eigene Erfahrungen, wie man das Problem angehen soll? Ich möchte nicht den Eindruck hinterlassen, es einzufordern. Dann kommen sie vielleicht vorbei, ich hätte aber das Gefühl, dass sie es aus Pflicht tun und nicht, weil sie gerne kommen. Daran hätte ich keine Freude. Danke
 
  • #2
Ich kann verstehen, dass du mit der Situation nicht glücklich bist. Ich kann aber auch deine Schwiegertochter verstehen. Natürlich zieht es sie zu den eigenen Eltern und Geschwistern und deren Kindern. Das war bei mir genau so. Nur gab es deswegen keinen Stress, weil die Eltern meines Mannes im Ausland lebten und spontane Besuche daher nicht mögloich waren.
Wie sieht dein Sohn denn das Ganze? Stört es ihn nicht, immer nur bei der Familie seiner Frau zu sein. Oder ist sie da immer alleine mit dem Kind und er klinkt sich aus.
Lade deinen Sohn samt Familie doch einfach Sonntag zum Kaffee ein. Ganz verbindlich. Solche "halben" Verabredungen finde ich auch nicht gut. Und sich ankündigen und dann doch nicht kommen ist auch nicht ok. Das gäbe es in meiner Familie oder Schwiegerfamilie nicht. Das ist aber Sache deines Sohnes, dass er verbindlicher ist.
 
  • #3
Ich stelle mir das auch schlimm vor, allerdings ist es schwierig mit nur deiner Sichtweise. Man selbst schätzt sich ja oft ganz anders ein als der, mit dem man einen Konflikt hat. Die Mutter meines Freundes neigt auch dazu, ihm Vorwürfe zu machen, warum er so selten kommt. Sie spricht es nicht aus, aber immer so hintenrum. Das Verhältnis war aber noch nie das beste, weil sie schon seit der Kindheit Religion und andere Dinge aufgedrückt hat. Das würde sie nur selbst nie so sehen. Ich meine damit nicht, dass du das auch so machst.
Dazu kommt, dass die meisten meiner weiblichen Freunde mit ihren Eltern engen Kontakt pflegen (soweit die Beziehung gut ist), die Männer eher nicht. Keine Ahnung, ob das was mit dem Unterschied männlich-weiblich zu tun hat. Aber schon beim Studium sind meine männlichen Freunde (sofern ausgezogen!!) so gut wie nie daheim zu den Eltern gefahren, aber die weiblichen viel häufiger, weil die irgendwie da sozialer denken oder dem einfach mehr Raum einräumen. Nun hat dadurch die Schwiegertochter vielleicht schon immer so eine enge Verbindung zu ihren Eltern und dein Sohn zu euch vielleicht nicht sooo sehr im Sinne von oft sehen und sprechen? War es anders vor dem Kind oder bevor er verheiratet war? Wenn nicht, dann ist das vielleicht einfach die eingeschliffene Dynamik, die sich auch schwer ändern lässt. Dass deine Schwiegertochter lieber zu ihren als zu seinen Eltern fährt, versteh ich, ich fahr auch lieber zu meinen, einfach, weils meine Familie ist und ich mich da freier bewegen kann. Und mein Freund kommt dann auch mit und sagt seinen ab (weil er da aber eh nicht gern ist); aber er wär wohl auch so ein Mensch, der nicht so hinterher ist, denke ich. Ich lade auch seine Geschwister ein und erinnere ihn dran, seine Freunde anzurufen, worüber er sich dann freut, aber er selbst vergisst das einfach.
Nun betrifft es aber auch deine(n) Enkel, der ja auch ein Recht auf beide Großeltern hat. Vielleicht wäre es da wirklich mal gut, sich mit deinem Sohn und der Frau hinzusetzen und zu sagen, dass du so gern mehr Kontakt zu den Enkeln hättest, es sei dir sehr wichtig. Vielleicht haben die das einfach nicht so auf dem Schirm. Natürlich nicht mit Vorwürfen, aber du kannst doch genau wie du es hier geschrieben hast, sagen, dass du dir das so wünschen würdest und dass dir der Kontakt fehlt. Wenn die Mutter meines Freundes das bei einem noch nicht vorhandenen Enkelkind äußern würde, würde ich darauf in Zukunft auch mehr achten, einfach für das Kind (solange sie ihr Religionszeugs lässt...).
w, 36
 
  • #4
Da bin ich froh, keine Kinder zu haben, wenn ab dann die Anspruchshaltung besteht, monatlich bei irgendjemandem aufschlagen müsste und da auch noch zweimal, dann verzichte ich lieber auf Kinder. Heutige junge Leute und Eltern sind sehr beschäftigt und müssen für sich selber zehnmal mehr leisten als es noch zu deiner Zeit üblich war. Da ist man froh, wenn man an Wochenenden einfach nur noch ein Leben hat und seine Ruhe. Niemals würde ich zweimal im Monat zu Eltern/Schwiegereltern gehen.
Du solltest Dir Hobbys suchen, offenbar bist du schwer gelangweilt. Du musst auch die jungen Leute verstehen. Und du selbst bist einsam und hast offenbar keinen Partner. Damit machst du dich zur Last der Partnerschaft deines Sohnes, die du damit auf eine Belastungsprobe stellst. Nicht wenige Ehen gehen wegen der Mutter kaputt.

Dein Sohn hat wohl auch Angst vor dem Geld, wofür er dann irgendwelchen Nettigkeitspflichten nachkommen müssten.

Ich würde aufhören, Geld zu schicken, und dumme Masken zu nähen. Sowas kauft man sich heute für 10 läppische Euro (sag bloß nichts wegen dem Geld!) Du drängst dich auf! Hilfe ist selten gut in heutiger Zeit. Du musst verstehen, dass solche Gesten bei heutigen jungen Leuten als Schwäche und Belästigung gewertet wird und mit Verachtung bestraft wird. Zeiten haben sich geändert.

Sie kommen erst dann gerne, wenn du aufhörst, dich zu kümmern und mal wirklich einer Tätigkeit nachgehst, die dich auslastet.

Was dein Sohn heute macht, ist dein ganz eigener Erziehungsfehler.
 
  • #5
Also einerseits kann ich dich schon verstehen, andererseits finde ich deine Vorstellung von ein bis zwei Besuchen im Monat doch recht viel.

Wenn du den anderen Großeltern das gleiche Recht zugestehst bedeutet das, dass die jungen Leute in 4 Tagen im Monat Omabesuche abhalten müssen.

Wenn sie berufstätig sind dann bestenfalls noch am Wochenende, das heißt es bleibt überhaupt kein Wochenende mehr für sie selbst Zeit.


Man selbst schätzt sich ja oft ganz anders ein als der, mit dem man einen Konflikt hat. Die Mutter meines Freundes neigt auch dazu, ihm Vorwürfe zu machen, warum er so selten kommt. Sie spricht es nicht aus, aber immer so hintenrum. Das Verhältnis war aber noch nie das beste, weil sie schon seit der Kindheit Religion und andere Dinge aufgedrückt hat. Das würde sie nur selbst nie so sehen.
Genau dieses Problem kenne ich von meiner eigenen Mutter. Mein Kind ist auch oft lieber zu anderen Oma gegangen, weil sie einfach eine angenehme Art im Umgang hatte.

Meine Mutter hat auch viel mehr für mein Kind finanziell getan , aber das ist nicht das, was ein kleines Kind schätzt.

Auch heute noch macht meine Mutter meiner Tochter ständig Vorwürfe weil sie sie nur besuchen kommt. Gleichzeitig sagt sie dass sie selbst keine Lust hat zu meiner Tochter in die Stadt zu fahren. Hierzu sei angemerkt dass meine Mutter ein Auto hat und noch überall hinfährt und meine Tochter hatte kein Aut, hätte ungefähr zweieinhalb Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihr fahren müssen.

Weiter kommt hinzu, dass meine Mutter eine besserwisserische bestimmende Art an sich hat, man kann ihr nichts erzählen, ohne einen klugen Ratschlag bekommen, alles wird mit einer wertenden Bemerkung versehen und danach in ihrem gesamten Bekanntenkreis weiter getratscht.

Glaub mir, sie selbst sieht sich in einem völlig anderen Licht.

Ich kann dir auch nur raten sehr sehr kritisch dein eigenes Verhalten zu hinterfragen.

Du kannst Hilfe anbieten zur Betreuung... Aber fordere lieber nichts. Zuneigung kann man nicht einfordern.
 
  • #6
@Charline. Vielen Dank für die Antwort. Also: es handelt sich wie gesagt um eine recht große Familie. Mit Enkelkinder auf der Seite kann man davon aus gehen, dass jedes zweite Wochenende eine Geburtstagsfeier stattfindet. Da geht mein Sohn natürlich mit hin. Unter der Woche besucht meine Schwiegertochter ihre Eltern allein. Trifft sich dort mit ihren Schwestern, soweit diese auch in Elternzeit sind, lassen die Kinder zusammen spielen und haben eine schöne Zeit. Ich stelle mir halt vor, dass sie einmal die Woche oder alle zwei Wochen mal anrufen oder whatsappen könnte "Hallo, will spazieren gehen, kommst du mit den Hunden mit" oder so ähnlich. Wir wohnen ländlich, dass könnte man gleich vor unserer Haustür erledigen. Mehr erwarte ich nicht. Meinen Sohn habe ich einmal darauf angesprochen, dass man nur bis zur Haustür kommt, wenn man mal spontan zu Besuch kommt. Das habe ich aber nur in den ersten Monaten nach der Geburt unserer Enkeltochter drei-/viermal versucht, seither nicht mehr. Ich freute mich halt und wollte eine Kleinigkeit als Geschenk bringen. Er blaffte gleich los, seit wann ich denn an der Haustür abgefertigt würde. Naja, er war nicht dabei und ich wollte nicht wirken, als ob ich was schlechtes sagen wollte. Habe es also so stehen lassen.
Auch habe ich überlegt, die drei am Wochenende einzuladen zum Kaffee oder Grillen. Ich tue mich nur insoweit schwer, dass ich es nicht erzwingen will. Und das Gefühl habe ich, wenn ich mich "beschwere". Bin ich da zu empfindlich?
 
  • #7
Hallo mokuyobi: Ich mache ihm keine Vorwürfe. Vielleicht ist das auch der Fehler. Er weiß vermutlich gar nicht, dass es mich so trifft. Obwohl er sich schon bemüht (halbherzig?). z.B. besagte Ankündigung eines Besuchs am Wochenende; oder Anruf, was es neues gibt. Bei dieser Gelegenheit Lautsprecher, hör mal Oma ist dran. Kind natürlich verwirrt und sagt nichts. Aber das reicht doch nicht als Kontakt. Ich habe das Gefühl, dass er glaubt, Kontakt war da und jetzt ist wieder 1 Monat Zeit bis zum nächsten Mal. Ich kann ihn natürlich ansprechen, dass die Kontakte so nicht reichen. Will ihn aber nicht nötigen oder in eine Zwickmühle bringen. Ich denke, man sollte soviel Empathie haben, dass man von selber weiß, dass mehr Kontakte nötig sind, damit alle glücklich sind. Schwiegertochter will ich z, Zt. nicht stressen wegen der bestehenden Schwangerschaft und warten, bis das Kind geboren ist, dann ist es vielleicht selbstverständlich, weil wir es so lange hingenommen haben. Ich bin unsicher, was der bessere Weg ist. An wen von den beiden herantreten? An beide zusammen? Sagen das man traurig ist? Sieht das nach emotionaler Erpressung aus?
 
  • #8
@Zuhii: Naja, Langeweile habe ich nicht. Ich bin berufstätig und habe Hobbys, Haus und Garten. Mithin genug Arbeit. Und ständigen Besuch würde ich auch nicht wünschen, wäre mir zu viel. Nur kennen und die Chance, ihre Großeltern zu mögen, sollten die Enkel schon haben, wie ich finde. Es geht nicht um den Besuch als solches, sondern um den Aufbau einer Beziehung zu den Enkelkindern, die sonst die Großeltern nicht kennen. Auch behaupte ich nicht, meinen Sohn nicht vielleicht falsch erzogen zu haben. Das Kompliment kann ich deinen Eltern aber zurück geben. Aus dir spricht offensichtlich ein sehr egoistischer Mensch, der auch keine Empathie für die eigenen Eltern aufbringt.
 
  • #9
@Joggerin Hallo, nur mein Sohn ist berufstätig. Die Schwiegertochter ist in Elternzeit. Ihren Eltern werden wöchentlich 2x besucht. Wenn unser Sohn zur Arbeit ist. Am Wochenende finden häufig Famileinfeiern statt. Ich wäre ja mit einer halben Stunde spazieren gehen oder so zufrieden, nur damit das Kind weiß, dass es uns gibt. Sie ist 2 und muss uns doch erst einmal kennenlernen.
 
  • #10
Nimm es mir nicht übel, aber das kenn ich sogar, Tochter bringt rein, Sohn trägt raus. Ist egal wo hingucke, da kannste kaum was machen.

Hättest Du jetzt noch eine Tochter, die mit ihren Kinder Deine Nähe sucht, hättest Du kein Problem. Aber nur Söhne-Mutter werden das alle im Normalfall so erleben wie Du. Spätestens dann wenn das Thema Familie Gestalt annimmt.

Dann nimm das Drama daraus und akzeptiere Eure Rolle und ja hör auf gefällig zu sein, sei doch einfach Du selbst. Masken nähen, meine Herren hast Du nichts besseres zu tun? Ist ja eine Bevormundung von Deiner Seite, haste nicht so gesehen? Doch ist es.

Leb Dein eigenes Leben, Du wirst als Sohn-Mutter Deine Enkel-Kinder fast nie so häufig sehen wie die Tochter-Mutter. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich kenn bloß nur eine.
 
  • #11
Liebe Fragestellerin, ich finde Deine Beschreibung der Situation sehr empathisch und reflektiert und finde es toll, dass Du so genau überlegst, wie Du Dich nun verhalten sollst. Was die Masken betrifft, so waren die ja gerade in den ersten Wochen, als noch nicht jeder einen großen Vorrat hatte, sehr gefragt.
Zu Deiner Frage: Ich würde -wie auch schon vorgeschlagen- Deinen Sohn mit der Schwiegertochter (und natürlich dem Kind) zum Kaffee einladen und würde beiden zusammen bei der Gelegenheit sagen, dass es Dir fern liegt, irgendwelche Ansprüche zu stellen und Du den Stress der Schwangerschaft verstehst, Du Dich aber von ganzem Herzen freuen würdest, wenn es möglich wäre, Dein Enkelkind etwas öfter zu sehen. Damit bindest Du auch die Schwiegertochter ein, sodass gar nicht erst der Verdacht aufkommen kann, Du wolltest hinter ihrem Rücken reden. Vielleicht wirkst Du nach außen hin auch so unkompliziert, dass Dein Sohn denkt, es würde Dir nichts ausmachen, wenn das Verhältnis so spontan ist und die Kontakte unregelmäßig sind. Außerdem hast Du Deinen Wunsch damit einmal von der Seele geredet und grübelst dann weniger. Viel Erfolg! W, 39
 
  • #12
Hallo liebe FS!
mit dem zweiten Enkelkind wird einiges anders. Da wird bekanntlich der Vater sich um die Große kümmern und die Mutter das Neugeborene versorgen.
So kannst du an deinen Sohn herantreten und ihm klar machen dass seine Frau sich um ihre Familie sorgt und diese auch besucht, dass Du es schade findest und dachtest ihn besser erzogen zu haben. Er muss wissen wer zur Familie gehört und das sind seine Eltern auch dabei! Er ist jetzt der MITTELPUNKT der FAMILIE - Großeltern und Kinder sind das BEIWERK - Er muss es organisieren/zusammenhalten/leben!

So musste leider meine Mutter mit meinen Bruder auch sprechen - klar und deutlich - schliesslich kann seine Frau nicht die Sorge um seine Familie tragen.
Ich verstehe Dich sehr gut!!!! Wir wohne auch sehr ländlich, ca 2,5 km entfernt. Ich fahre so oft bei meine Eltern vorbei! Teilweise vier mal am Tag, aber um kurz "Hallo" zu sagen- keine Zeit. Wir sind Jung - aber auch ....
Unerfahren und müssen von der Mutter (Großmutter) mal gesagt bekommen, dass wir jetzt die Generation sind die das SAGEN hat. Wir müssen tuen.

Meine Mutter hat nur meinen Bruder angesprochen, dass er besser mit seiner Frau kommunizieren sollte und die Termine absprechen sollte. Ihm Beispiele genannt wann sie mit den Kinder was machen könnte.... und siehe da es klappt.
Es ist viel besser geworden, Einkauf wird geplant, die Kinder werden zur Oma gebracht und die Eltern fahren einkaufen .... sind nur 30 Min - aber alle glücklich.
Alle WEs-Erledigungen die so anfallen - Sa. können die Kids zur Oma inkl Mittagessen und die Eltern besorgen das neue Kinderzimmer für die Kleine.

Es ist kein STRESS oder VERPFLICHTUNG die Großeltern zu sehen.
Es ist was natürliches!
 
  • #13
Wir haben auch einen kleinen Sohn, sind beide berufstätig und sehen daher die Großeltern auch eher, wenn es spontan passt. Das kann zweimal im Monat sein oder auch mal drei Monate gar nicht, mal die eine, mal die andere Seite. Wir machen auch gern nur als Familie, mit Freunden oder auch mal jeder für sich was. Wenn es eng wird, geht mein Mann mit Kind auch ohne mich zu seinen Eltern u ich atme mal durch. Ich mag meine Schwiegereltern, aber was für sich machen eben noch mehr. Zeit ist echt rar mit Kleinkind u Job, das würde ich daher nicht persönlich nehmen, man hat viel zu viel um die Ohren. Lieber seltener treffen u die hohen Erwartungen reduzieren. Etwas tun, ohne was zu verlangen. Das Geld für dich selbst ausgeben. Sich entspannen. Die Gegebenheiten akzeptieren. Es nicht persönlich nehmen. Es ist für Eltern einfach eine anstrengende Zeit, Druck oder zusätzliche Erwartungen stressen bloß.
 
  • #14
Als Tochter musste ich miterleben, wie die Gattin meines Bruders einen Bock nach dem anderem in Richtung meiner Mutter schoss. Ich habe es lange verharmlost und ihr Spiel ebenso wenig erkannt wie das Leid meiner Mutter ob des Ungleichgewichts im Familienverband. Heute sind drei tolle Kinder erwachsen und mein Bruder steht unter dem berühmten Pantoffel, seine Freizeit verbringt er ausschließlich auf dem Flugplatz.

Als Tante bin ich glimpflich davon gekommen, weil ich den dreien ihrem Alter entsprechend begegnete und es war teilweise das absolute Chaos. Die damals Kleine hatte z.B. das Bedürfnis, sich mal als Sonnenblume zu bemalen. Allerdings hatte ich sie ohne Körperbemalung übernommen und daher ab in die Badewanne, bevor ich sie wieder nach Hause bringe. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, aus grün und gelb wurde eine Blauschattierung, was bei den Eltern nur ein Schmunzeln hervorrief und nicht weiter dramatisiert wurde.

Mein Tipp, keine problematischen Gespräche mit den Eltern, sondern Enkelkind als Großmama betüdeln.
 
  • #15
Unser Sohn liebt beide Großeltern übrigens abgöttisch. Richtig aufgebaut aber hat sich die Beziehung erst so ab 2,5 Jahren. Das wird schon noch.😊
 
  • #16
Die Masken habe ich auch nur am Anfang der Pandemie genäht. Als es keine gab und keiner wusste wie schlimm es wird. @Thanis Ich kenne diesen Spruch. Leider haben wir nur den einen Sohn und die Schwiegeroma nur Töchter. Ja, so ist das Leben wohl.
 
  • #17
Dein Enkel ist zwei, also ist dein Sohn seit mindestens drei Jahren mit der Frau zusammen. Wie gibt es, dass du keinen gescheiten Kontakt zu der Schwiegertochter hast und den Enkel kaum kennst und siehst??
 
  • #18
@Bachfrau ja, ich hoffe auch, dass sie, wenn sie älter ist, selbst mal sagt, dass sie zu uns möchte. Kommt das aber auch, wenn sie uns praktisch nicht kennt?
 
  • #19
Och Mensch, ich kann dich gut verstehen.
Es ist doch vollkommen normal und legitim, dass du Kontakt zu deiner einzigen Enkelin haben willst.
Und ich gehe erst mal davon aus, dass du ein einigermaßen korrektes Bild von dir hast.

Leider kannst du aber den Kontakt nicht erzwingen. Offenbar haben beide, dein Sohn und deine Schwiegertochter keine Lust auf Kontakt.
Dein Sohn verspricht dir immerhin halbherzig einen Besuch, aber ich fürchte, das geschieht vor allem aus Pflichtbewußtsein, nicht so sehr, weil er wirklich richtig Sehnsucht hat.
Na und seine Frau hat solche Gedanken erst recht nicht.

Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich mich fühlte, als meine Tochter klein und für mich sehr anstrengend war.
Für mich war es ganz schlimm, mit ihr allein zuhause zu sein, ich habe andauernd versucht, etwas zu unternehmen, und zwar etwas, das mich entlastet.
Ich war auch richtig gerne bei meiner leiblichen Mutter und meinen Eltern, weil die alle drei sich auf das Kind gestürzt haben und ein Feuerwerk an Kinderamusement abfeuerten, so dass ich am Küchentisch sitzen und die Zeitung lesen konnte.
DAS wollte ich, nicht spazierengehen und mich dabei mit ihnen unterhalten.
Auch ein kleines Kind langweilt sich beim spazierengehen.
Es möchte so schnell wie möglich zum Spielplatz oder ins Schwimmbad gehen und dort rumtoben.
Wenn es dann auch noch ein leckeres Picknick und ein Eis gibt, sieht die Sache vielleicht anders aus.
Am Anfang geht ihr zu dritt also ganz schnell irgendwo hin, wo das Kind Spaß hat. Schlage nichts vor, was vor allem dir Spaß macht.
Die Mutter sitzt die ganze Zeit friedlich auf der Bank, während du hinter dem Kind herturnst.
DAS dürfte der Mutter gefallen und das bekommt sie bei ihren Schwestern. Die Frauen trinken Kaffee und die Kinder spielen zusammen.

Lade sie nicht zu dir zum Kaffeetrinken ein. Das Kind wird sich langweilen.
Die junge Frau will sich nicht mit dir unterhalten, sondern einfach mal ihre Ruhe haben. Kein Kind betüteln, das andauernd 'Mamaaaa' ruft.
Wenn du es schaffst, dass das Kind wild darauf ist, zu dir zu kommen, wenn es allein zu dir kommt, bringt die Mutter es sicher sehr gerne, denn dann kann sie mal ein Nachmittagsschläfchen machen oder in der Stadt shoppen.

Übrigens: beim Feuerwerk abfeuern musst du dich unbedingt an die Regeln der Mutter halten und wenn du sie noch so beknackt findest, denn sonst lässt sie das Kind nie mit dir allein.

Ich fürchte, du sitzt an einem sehr kurzen Hebel. Vergiß alles, was du gut findest, was du gerne machen würdest. Deine einzige Chance ist, dass die Mutter es als Vorteil betrachtet, ihr Kind zu dir zu bringen.
Wenn du das nicht schaffst, erreichst du höchstens, dass sie ganz selten und nur aus Pflichtgefühl oder Mitleid zu dir kommen, und das kann ja nicht dein Ziel sein.

Ich drücke die Daumen !

w 53, die auch gerne ein Enkelchen hätte ( Tochter 25, also nicht ganz unwahrscheinlich )
 
  • #20
@ Inspiration Master ja, dass hatte ich mir auch schon überlegt, dass ich die Hilfe mal ablehne. Oder auch mal nur den Kopf aus der Tür strecke ☺
 
  • #21
@frei. Ja, du hast recht. Wenn die Kleine soweit ist, dass sie alleine bei uns bleibt, findet die Mama das bestimmt gut und ist dazu bereit. Das mit dem Spazierengehen war nur ein Beispiel dafür, dass mir so ein halbes Stündchen reichen würde. Danke für die guten Ansätze.
 
  • #22
Für mich klingst Du überhaupt nicht aufdringlich, sondern sehr reflektiert. Ich finde das super. Dass Du Masken genäht und gebracht hast, finde ich auch nicht schlimm. Meine Mutter hat auch welche für mich und meinen Freund genäht und wir fanden es toll. Allerdings hat sie sie uns locker mitgegeben bei einem Treffen und ist nicht aufgetaucht dafür.

Leider geht es dir wie vielen Müttern mit Söhnen.Ich würde vermutlich selbst Besuche bei der Schwiegermutter vorschlagen. Habe da einfach Mitgefühl, da die Mutter meines Freundes verwitwet ist und warum soll ich so ein Unmensch sein? Familie ist alles. Leider ist nicht jeder so.
Ich würde nochmal ein verbindliches Gespräch zu deinem Sohn suchen. Weiterer Tipp: Sowas spielerisch nahe legen. Meine Mutter hat eine verspielt-theatralische Art und sagt zB „Noch weiter weg solltet ihr aber nun wirklich nicht ziehen bitte“ mit einem dicken Augenzwinkern. Dadurch bringt sie ihre Message rüber, aber irgendwie auf eine verspielte Art, sodass man nicht genervt sein kann.

w32
 
  • #23
Liebe FS,

ich sehe da deinen Sohn in der Pflicht. Er ist dein Ansprechpartner wenn es darum geht, dich häufiger zu besuchen. Ich würde, um ehrlich zu sein, auch nicht von alleine vorschlagen, meine Schwiegereltern zu besuchen. Nicht, weil ich sie nicht mag, aber Familienbesuche sind anstrengend. Meine Eltern und meine Schwiegereltern wohnen je ca. 2 Autostunden von uns entfernt. Wir besuchen sie also nicht mal eben für einen Nachmittag, sondern über's Wochenende. Die Zeit, die dafür "draufgeht", fehlt uns zur Erholung von der anstrengenden Woche, zur Erledigung der organisatorischen Dinge, zum Wäschewaschen und Co.

Wenn ich die Familie besuchen möchte, denke ich daher eher an meine Eltern. Zu ihnen habe ich naturgemäß das engere Verhältnis. Daher ist mein Mann derjenige, der die Besuche bei seinen Eltern vorschlägt und abspricht.

Lade die Drei ein. Besprich das mit deinem Sohn und sag ihm, dass du deine Enkelin gerne wieder sehen willst. Bitte aber ohne Vorwürfe. Wenn deine Schwiegertochter sich angegriffen fühlt, wird sie erst Recht abblocken.

W35
 
  • #24
Liebe Fs!

Ich kann jetzt nur aus der eigenen Nähkiste plaudern, aber vielleicht ist etwas davon für dich von Interesse.

Wir haben gemeinsam ja eine große PW Familie u somit auch mehr Großelternpaare. Alle Großeltern in unserer Familie pflegen nur einen sehr oberflächlichen Kontakt mit den Enkelkindern. Es gibt vereinzelt Shoppingaktionen oder Besuche zu Kaffee u Kuchen, die die großen (15 bis 22) wahrnehmen. Oft werden diese Aktionen aber ganz komisch genützt (Da geh ich mit dir einkaufen, und sonst lässt du dich nie sehen. Ich bin so einsam, keiner kümmert sich um mich. Enkelkinder werden gegeneinander ausgespielt - Du bist viel höflicher als deine Schwester etc) Oder ein Großvater nützt Familienfeste für die öffentliche Beschämung der Enkelkinder (beleidigende Aussagen über Aussehen, absprechen von Kompetenz). Meine Kinder hätten also gerne Kontakt, bekommen aber regelmäßig "eins auf die Nase". Ich denke hätten die Großeltern keine Erwartungshaltungen, würden einfach den Moment genießen u wären mit sich im Reinen, gäbe es einen viel intensiveren Kontakt.
Unsere jüngste ist 9 Monate alt. Ich hätte gehofft, dass die beiden für sie "zuständigen" Omas (Opas gibt's keine mehr auf dieser Seite) sich für sie interessieren würden . Die Oma väterlicherseits zieht aber nach wie vor ihre Manipulationsmasche (über jedem wird bei anderen geschimpft, gepaart mit keiner will mich dabei haben obwohl ich so viel für die familie tue..), sie will bei Besuchen das Baby nicht halten, schleppt aber Spielzeug an, spielt aber dann nicht mit ihr. Gibt mir ungefragt Ratschläge zur Erziehung und beschwert sich, dass unsere Kids kein Benehmen haben. Die Besuche sind also entbehrlich.

Führt mich zum 2. Punkt: das Verhältnis der GM zu meinem Mann ist schlecht. Sie hat als Mutter ihre Aufgaben nicht wahrgenommen u versucht sich nun einzumischen. Ich kann diese Versuche leichter wegstecken (kein Trigger), mein Mann will seine Mutter gar nicht mehr besuchen. Wenn die Beziehung also vorher schon nicht optimal ist, sollte man versuchen, zuerst mit den Kindern eine Aussprache zu finden u wenn man richtig daneben gehaut hat als Elternteil, sich entschuldigen u nicht einmischen.

Ein letztes noch: Meine eigene Mutter kann gut mit Babys u Kleinkindern, mischt sich nicht ein, spielt . sowohl unsere Kleine, als auch die Großen sind am liebsten bei ihr zu Besuch. Aber: Meine Mama ist im Grunde ihres Herzens eine absolute Einzelgängerin. Mehr als einmal im Monat besuchen ist nicht drinnen weil sie ihre Ruhe braucht. Ich hätte gerne mehr Oma- Familienzeit, ein authentisches Verhältnis gibt's so nicht.

Wenn ich mal Oma bin, werde ich Hilfe anbieten, mich nicht aufdrängen, weil ich ja mein eigenes Leben habe . Und selbst wenn keines der 6 Kinder mit meinen erhofften 18 Enkelkindern zu Besuch kommt, werd ich mir ne Aktivität suchen. Leihoma sein, in der VS oder im Kiga vorlesen. Whatever.

Man kann nichts erzwingen.
 
  • #25
Liebe TE,

ich habe drei große Bonus-Söhne von meinem Mann und kann mir Deine Situation gut vorstellen.

Unter anderem die Foristin @frei hat Dir gute Tipps gegeben.

Nimm bitte nicht Deinen Sohn in die Mangel und rede von irgendwelchen Besuchspflichten bei Euch, die das junge Elternpaar hätte. Mach auch kein "ich kann jetzt aber nicht" wenn Du um Hilfe gebeten wirst.

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Prophet. Zeige Deiner Schwiegertochter, dass sie eine Erleichterung durch Dich hat. Dann klappt das schon, zwar mit Sicherheit nicht so intensiv wie mit den Großeltern mütterlicherseits. Du hast noch einen Trumpf zusätzlich in der Hand, es gibt bei Euch keine anderen Enkelkinder, Eure ganze Ausmerksamkeit gehört bei Euch ihrem Kind. Auch finanzielle Ressourcen müssen nicht geteilt werden. Voilà, das kannst Du ausspielen.

Warte bis Du um etwas gebeten wirst, kauf auch keine Kleidung oder Spielzeug, biete vielleicht mal eine Shoppingtour an.
 
  • #26
Ich denke, da spielt der Zufall keine geringe Rolle.

Die sehr langjährige Freundin meines Sohnes liegt ganz auf meiner Wellenlänge, wir teilen zwei Hobbies und führen schon einmal lange Diskussionen - meist am Telefon, da sie mehr als 400 km entfernt leben. Sollten die beiden Kinder bekommen, vermute ich, dass ich sie nicht sehr häufig sehen würde - aber wenn, hätten wir bestimmt eine Menge Spass.

Ich sehe das völlig entspannt. Mein Mann und ich haben ein sehr gutes eigenes Leben, wir brauchen definitiv keine Enkelkinder zum Glück. Sollten sie kommen und alle Beteiligten sich gut verstehen, ist es sicher eine Bereicherung - wenn nicht, dann nicht. Alles gut.
 
  • #27
Warum sprichst du deinen Sohn denn nicht einfach mal an und fragst ihn ob du nicht einmal Zeit mit deinem Enkelkind verbringen kannst. Etwas unternehmen Zoo oder so? Dann hätten die beiden auch mal Zeit für sich.

Ja junge Eltern haben sicherlich viel mehr Organisationskram als vor 50 Jahren. Ich habe selbst drei Kinder, aber es gibt nichts schöneres, als wenn Enkelkinder mit ihren Grosseltern aufwachsen und Zeit verbringen. Ich bin froh, dass unsere Kinder ein sehr gutes Verhältnis zu Omas und Opa haben. Mein Grosser fährt in den Ferien immer ein paar Tage zu meinen Eltern, genießt die Zeit und lässt sich verwöhnen. Genauso genießt er die Zeit wenn die Mutter meines Mannes da ist.
 
  • #28
Vielen Dank euch allen für die guten Ratschläge. Ich habe mir überlegt mit meinem Sohn zu sprechen. Es besteht ja durchaus die Möglichkeit, dass die sich nichts dabei gedacht haben, sich so selten zu melden. Eben weil wir keine Langeweile haben, da berufstätig, Hobbys und so. Ich würde für einen Besuch natürlich ein Hobby auch mal verschieben, da mir die Familie natürlich vorgeht. Darin besteht ja mein Problem. Die Ideen hier, z.B. die Eltern mal von dem Kind zu befreien, damit die sich mal entspannen können, ist super. Nur muss erst einmal geklärt werden, ob das überhaupt gewünscht würde und wie man das Kind dazu bringt, mit Oma und Opa mitzugehen. Kennt sie ja nicht, ohne Mama und Papa. Ist aber echt mal eine Perspektive, die den Eltern gefallen könnte. Darauf könnte man echt aufbauen. Das wird wohl noch dauern, macht mir aber Mut und Hoffnung für die Zukunft. Und ja, ich habe etwas Schönes, was ich ihr bieten kann ☺. Sie kann, wenn sie etwas älter ist und die Eltern einverstanden, mit Oma zum Reiten gehen. Gut das ich hier gefragt habe. Mir geht es heute schon viel besser. Ich muss mich wohl nur gedulden . Der richtige Zeitpunkt wird kommen. Bis dahin werde ich sicher noch den einen oder anderen Durchhänger haben, aber dagegen suche ich jetzt mal das Gespräch. Das hatte ich gescheut, um nicht als lästige Schwiegermutter da zu stehen und weil ich auf deren Initiative hoffte. Werde wohl zuviel vorausgesetzt haben was das betrifft. Ja, man will nicht lästig sein, erwartet aber was/Zuneigung/Aufmerksamkeit und mimt tatsächlich Friede, Freude, Eierkuchen 😏, wo der nicht ist. Dadurch potenziert sich die Unzufriedenheit und die Gedanken. Lieben Dank 🤗
 
  • #29
Nur muss erst einmal geklärt werden, ob das überhaupt gewünscht würde und wie man das Kind dazu bringt, mit Oma und Opa mitzugehen.
Nee, nicht so.
Die Kleine will wohl eher nicht bei dir 'Fremden' bleiben.
Deswegen meinte ich ja, dass ihr zu dritt gehen sollt. Inzwischen hast du angedeutet, dass du auch einen Mann hast, ok, dann geht ihr halt zu viert. Umso besser. Dann ist es für dich nicht so anstrengend, mit der Kleinen rumzurennen und durch's Gras zu robben, weil dein Mann auch robbt.
Robb ganz viel, damit das Kind so richtig Spaß und die Mutter ihre Ruhe hat.
Hinweis: das ist ein Beispiel. Du sollst etwas machen, was das Kind so richtig super findet, damit es Oma und Opa positiv verknüpft. Du kannst nicht dick genug auftragen und dich nicht genug anstrengen. Ausruhen kannst du dich danach.
Aber Achtung, nochmal: mache nichts, was die Mutter nicht möchte, denn dann geht der Schuss nach hinten los. Da fallen mir Süßigkeiten ein oder auch fernsehen oder später, wenn es bei euch bleiben darf, auch über Nacht, langes Aufbleiben oder nicht-die-Zähne-Putzen oder ohne-Jacke-im-Schnee-Toben. Alles Sachen, die Kinder gut und Mütter mies finden.

Ja, du hast einen richtig fetten Trumpf: Ein Pferd !!!
Frage die Mutter, ob ihr da zusammen hingehen wollt.
Das Kind kann das Pferd doch erst mal füttern und streicheln und wenn ihr oft da wart, kannst du es vielleicht mal auf ein Pony setzen, falls es auf dem Reiterhof welche gibt.
Vielleicht gibt's da auch andere Tiere, einen Hund ? Vielleicht kriegt die Hofkatze ja mal Junge. Mann, ungeahnte Möglichkeiten, ein Kind zu begeistern. Du musst doch nicht warten, bis es acht ist und selbst reiten lernen kann.
Das mit den Pferden kann euer Ding werden. Du kannst ihr Reitergeschichten vorlesen, Pferdesticker in rosa-glitzer kaufen ( auch wenn du die scheußlich findest ), sie bekommt bei dir Bettwäsche in rosa mit Pferden drauf usw.

Am Anfang ist die Mutter dabei.
Sie kann sich aber zunehmend zurückziehen.
Beim ersten Besuch sitzt das Kind die ganze Zeit auf ihrem Schoß, beim dritten kann sie auf der Bank an der Koppel die Zeitung lesen und beim fünften mal zuhause bleiben.
Bring das Kind dann nach einer Stunde zurück, unbedingt BEVOR es daran denkt, dass es jetzt lieber zuhause wäre.
Optimal ist auch, dass die Mutter nach dieser Stunde sich noch keine Gedanken macht, sondern es eher bedauert, dass ihr Stündchen schon zu Ende ist.
Beim zehnten mal übernachtet es bei euch.
Und auch da: kurz halten, von Abend, 18 Uhr bis Morgen, 10 Uhr.
Alle sollen finden, dass das doch viel zu kurz war.

Warte nicht, bis die Kleine groß ist, du verlierst Zeit, in der ihr zusammen wachsen könnt.
Gehe es an, aber behutsam.

Ich drücke die Daumen :)

w 53
 
  • #30
Vielen Dank euch allen für die guten Ratschläge. Ich habe mir überlegt mit meinem Sohn zu sprechen. Es besteht ja durchaus die Möglichkeit, dass die sich nichts dabei gedacht haben, sich so selten zu melden. Eben weil wir keine Langeweile haben, da berufstätig, Hobbys und so. Ich würde für einen Besuch natürlich ein Hobby auch mal verschieben, da mir die Familie natürlich vorgeht. Darin besteht ja mein Problem. Die Ideen hier, z.B. die Eltern mal von dem Kind zu befreien, damit die sich mal entspannen können, ist super. Nur muss erst einmal geklärt werden, ob das überhaupt gewünscht würde und wie man das Kind dazu bringt, mit Oma und Opa mitzugehen. Kennt sie ja nicht, ohne Mama und Papa. Ist aber echt mal eine Perspektive, die den Eltern gefallen könnte. Darauf könnte man echt aufbauen. Das wird wohl noch dauern, macht mir aber Mut und Hoffnung für die Zukunft. Und ja, ich habe etwas Schönes, was ich ihr bieten kann ☺. Sie kann, wenn sie etwas älter ist und die Eltern einverstanden, mit Oma zum Reiten gehen. Gut das ich hier gefragt habe. Mir geht es heute schon viel besser. Ich muss mich wohl nur gedulden . Der richtige Zeitpunkt wird kommen. Bis dahin werde ich sicher noch den einen oder anderen Durchhänger haben, aber dagegen suche ich jetzt mal das Gespräch. Das hatte ich gescheut, um nicht als lästige Schwiegermutter da zu stehen und weil ich auf deren Initiative hoffte. Werde wohl zuviel vorausgesetzt haben was das betrifft. Ja, man will nicht lästig sein, erwartet aber was/Zuneigung/Aufmerksamkeit und mimt tatsächlich Friede, Freude, Eierkuchen 😏, wo der nicht ist. Dadurch potenziert sich die Unzufriedenheit und die Gedanken. Lieben Dank 🤗
Ich wünsche dir, dass es gut klappt! Solange du es nicht als Angriff oder Jammern formulierst, kann es dir auch nicht negativ ausgelegt werden. Du machst einen sympathischen Eindruck. Ich hätte auch gern so eine Oma gehabt.