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Gast

  • #1

Wie kann man auf sexuelle Vergangenheit schließen?

Im Anschluss an die Frage, ob es schlimm ist, wenn der Partner schon mit vielen Sex hatte, stellt sich mir folgende Frage: Woher will man das wissen? Mal abgesehen davon, dass man aus einem Dorf kommt, wo jeder jeden kennt. In einer Großstadt oder wenn man auch noch die Stadt wechselt, ist es nicht zerückverfolgbar. Und wie ehrlich wird der neue Partner die Frage beantworten? Ich erzähle keinem detailliert von meiner sexuellen Vergangenheit und der potenzielle neue Partner bekommt nur die notwendigsten Infos über Beziehungen. Also woher weiß man auf wen man sich einlässt und welche Vergangenheit er hat? Könnt ihr sicher behaupte alles über eure Ex-Partner und Partner zu wissen? w
 
  • #2
Liebe Fragestellerin! Du rückst da einen sehr interessanten und wichtigen Aspekt ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Gut so!

1. Vorab gilt natürlich: Lügen ist immer möglich. Wer wirklich lügen, schummeln, verheimlichen möchte, dem wird es in einem gewissen Maße auch gelingen. Er geht aber die Gefahr ein, sich in seinem Lügengewebe selbst zu verheddern und wenn Lügen und Unwahrheiten erst einmal herauskommen, dann bricht mehr zusammen als nur die eine Lüge!

2. Bezüglich früherer Partnerschaften kann man nur sehr begrenzt lügen, wenn man eine neue, stabile, dauerhafte Partnerschaft plant, bei der sich die Freundeskreise mischen werden. Es passiert einfach immer wieder, dass man im Freundeskreis dann mal über Exbeziehungen erfährt, über frühere Eskapaden ganz normal oder scherzhaft erzählt wird. Auch man selbst kann ja nicht alles über seine Vergangenheit verheimlichen. Natürlich sind die Expartner Bestandteil der Vergangenheit und nicht komplett ausradiert.

3. Du hast aber recht, dass gerade beim Stadtwechsel, mit kleinem oder neuem Freundeskreis und vorallem eben auch im Rahmen des Online-Datings die sexuelle Vergangenheit viel schwerer in Erfahrung zu bringen ist als bei ganz normalem Kennenlernen. Wer im Verein, im Freundeskreis oder im Beruf einen neuen Partner findet, der erkundigt sich doch selbstverständlich und ganz natürlicherweise noch VOR der eigentlich Partnerschaft, ob der attraktive Mann überhaupt frei ist, mit wem er vorher zusammen war, wer was über ihn weiß. Schon damit man ihn überhaupt ansprechen und kennenlernen kann, fragt man doch im Umfeld; hinterher sowieso. Bei normalem Kennenlernen ist die sexuelle Vergangenheit daher nie wirklich unbekannt und auch nicht wirklich verheimlichbar.

4. Natürlich plaudere ich mit einem Kandidaten der engeren Wahl (und später auch mit meinem Partner) über anzügliche Themen und ermittle seine Meinung auch zu brisanteren Themen, genau wie zu allen anderen Ansichten und Wertvorstellungen auch. Dabei bekommt man schnell mit, wie er worüber denkt und wie er wohl in der Vergangenheit gelebt hat. Wer dabei gezielt verheimlicht oder mauert oder unehrlich oder verkrampft wirkt, der hat offensichtlich etwas zu verbergen. Ich traue mir da ein sehr gutes Gespür für solche Aspekte zu und rede auch gerne im Freundeskreis übe anzügliche Themen und weiß schon ziemlich genau, wie man die neutral und sauber, aber durchaus inhaltsstark und aussagekräftig ansteuert.

Zu Deiner letzten Frage: Nein, ich möchte auch gar nicht alles über die Expartner meines Partners wissen. Zuviele Details gehen niemanden etwas an und über Exe zu diskutieren ist eigentlich nur unangenehm. Das vermeide ich lieber.

Aber ja, bezüglich meiner früheren Partner traue ich mir durchaus zu, ziemlich genau zu wissen, wieviele Partner sie vorher hatten und was sie sexuell vorher erlebt hatten und was nicht. Vertrauen, Geborgenheit, Nähe, Aufrichtigkeit und Authentizität sind mir sehr wichtig und das spüre ich auch genau.

Wahrscheinlich lehne ich Kandidaten, die mir diesbezüglich windig oder ausweichend vorkommen, auch unbewusst oder bewusst sehr frühzeitig ab. Man merkt das doch ziemlich schnell, wenn jemand promiske oder zumindest nicht mehr gesunde freizügige Einstellungen zur Sexualität hat.
 
  • #3
Nachtrag: Natürlich darf man den Partner nicht ausfragen, nicht aushorchen, nich platt und direkt fragen. Es muss sich lässig und locker im Gespräch ergeben, dann sind die Antworten auch ehrlich und unvorbereitet. Außerdem muss man dabei natürlich genau hinhorchen und mitfühlen und halbwegs ein Talent haben, Lügen und Schummeleien zu erkennen und psychologisch geschickt nachzuhaken. Das mag nicht jeder können, aber ich kann es.
 
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Gast

  • #4
Nein, das kann man in der Regel nicht behaupten, dass man alles von seinem Partner weiß. Es sei es ist eine klassische Sandkastenliebe.
In keinem Bereich wird soviel gelogen wie bei Fragen über Sex, sexuelle Erfahrung etc. !
Viele Männer übertreiben ihre sexuellen Erfahrungen im Freundeskreis maßlos, einer Partnerin gegenüber neigen sie lieber dazu, das Eine oder das Andere zu verschweigen (Beispiel: Bordellkunden - wer erzählt schon einer neuen Partnerin, dass er regelmäßig zu Prostituierten geht oder gegangen ist. Wohl kaum einer.)
Bei Frauen verhält es sich etwas anders, im Freundinnenkreis wird nicht so sehr übertrieben. Aber ansonsten wird eine Frau einem potentiellen neuen Partner auch nicht gleich alle ihre Liebhaber aufzählen. Meistens werden nur längere Beziehungen/Partnerschaften erwähnt. ONS und Affären werden oft unter den Teppich gekehrt.

Wobei sexuelle Erfahrung allein noch nichts über die Menge der Partner aussagt. Menschen, die ihre Sexual-Partner nicht mehr zählen können, können im Bett dennoch grottenschlechte Liebhaber/innen sein.

Da bleibt also nichts weiter übrig, als bei jedem neuen Partner auf sein Bauchgefühl zu vertrauen.
 
  • #5
Also wer HobbyBeziehungsDetektiv mit Leib und Seele ist, kann natürlich dem Rat aus 1 und 2 folgen ...

Wer relaxed durchs Leben gehen will, sollte ein gewisses Grundvertrauen haben und sich am hier und jetzt erfreuen und nicht immer alles wissen wollen.

Die bisherige Leben hat den Menschen bis zu diesem Punkt geformt.. er ist was er ist.. und wenn der Mensch nicht gerade krankhafte Macken/Ängste oder Psychose hat, kann man ihn doch einfach annehmen wie er ist!
 
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Gast

  • #6
Ich sehe das ählich wie Frederika.

Man kann es nicht wirklich wissen. Deshalb ist ja auch das Vertrauen in den Partner so wichtig, das allerdings erst wachsen muss.

Je mehr man miteinander redet, über grundlegende Einstellungen zu verschiedenen Lebensbereichen erfährt, um so mehr kann man feststellen, wie ein Mensch eingestellt ist. Sein Sexualverhalten wird sich immer in das Gesamtbild einpassen.

Um die Titelfrage zu beantworten:
Je mehr Lebenserfahrung man hat, je besser kann man auch Lügner und Blender erkennen.

Selbstverständlich gibt es auch hier, wie für alles im Leben, keine Garantie. Schade, aber es ist doch auch genau das, was ein Leben wiederum abwechslungsreich und interessant macht. Es ist nicht zu 100% planbar.

Alles kann, Vieles darf und NICHTS muss sein!

Gute 7 Sinne für die Partnersuche wünsche ich.

w
 
  • #7
@#4: Nein, Designer, die Antwort ist einfach unfair. Natürlich interessiert mich, ob mein Partner mal im Ausland gelebt hat, wo er was studiert hat, ob er noch Sandkistenfreunde hat, was Lieblingsfächer ind er Schule waren und so weiter... alles für sich genommen eignetlich unwichtig, aber in der Gesamtheit schafft man sich so ein Bild von dem Menschen, mit dem man vielleicht den Rest seines Lebens verbringen möchte. Natürlich erzählt man sich alle möglichen Details aus Urlaubserlebnissen, Schreckenserlebnissen, klitzekleine Details zu Autokäufen oder kaputter Kleidung und so weiter. Nicht weil man Detektiv spielt, sondern weil man gerne zusammen ist und plaudert und vom Hundersten ins Tausendste kommt. Auch zu sexuellen Aspekten.

Warum sollte ausgerechnet Sexualität weniger interessant sein als all die anderen Dinge, die ich genannt habe? Das ergibt doch keinen Sinn. Sexualität gehört mindestens so sehr dazu wie Auslandsaufenthalte oder Wohnorte, Geschwister oder Großeltern, Lieblingsgerichte oder Schulfreunde.

Nenne mir einen Grund, warum Sexualität weniger wichtig sein sollte als die anderen Aspekte.

@#5: Genau das meine ich auch. Das Sexualverhalten aller meiner besseren Bekannten passt haargenau zu ihrem sonstigem Verhalten einschließlich Ansichten, Wertvorstellungen und Weltanschauung. Es kongruiert und harmoniert und fügt sich passend ein. Wirklich dauerhaft Lügen kann da kaum jemand!
 
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Gast

  • #8
Ist doch ganz einfach:
Bei einer geschickten Gesprächsführung und Redegewandheit kann man unauffällig zu diesem Thema abschweifen ohne großes Aufsehen und bevor Frau es merkt ist sie mitten drin. Wer blockiert hat etwas zu verbergen und kann gehen. Ansonsten kann man auch in folgenden Gesprächen bei dem vorhandenen Wissensstand aufbauen und schauen ob es wiedersprüchliche Angaben gibt. Wenn nicht, dann ist alles ok und man hat eine der wenigen Ausnahmen gefunden. Der Aufwand dafür lohnt sich. Aus der Historie heraus kann man zwar nicht zwingend eine Zahl erfahren aber sdafür schon einen ganz genauen und guten EIndruck bekommen. Allerding kann man im Gespräch auch locker mal nach einer Zahl fragen, sofern es sich ergibt und die Stimmung das zuläßt. Sicherlich wird es jetzt bestimmt Frauen geben, die lachen werden, allerdings haben sie dann eben noch keinen wirklich danach suchenden getroffen. Eine Nutte kann man kaufen (spart Lebens-/Zeit & Emotionen) und für eine Beziehung sucht man was richtiges.
 
  • #9
@6

Warum? Weil es, wie man ja sehen kann, so wahnsinnig viele Vorurteile und Verurteilungen gibt!
Sexualität ist nicht weniger wichtig, wenn es darum geht wie man sie miteinander lebt.. aber warum muss ich denn wissen mit wem und wie sie das blasen usw. gelernt hat?! Es interessiert mich einfach nicht, was diejenige mit anderen Menschen getan hat.
Wenn man über Sex redet dann reicht es über eine Praktik zu erzählen, aber da muss keine Info dazu: "Das habe ich mit meinem ersten festen udn einzigen Freund gemacht" Wozu?
 
  • #10
@#8: Richtig, derartige Details würde ich auch im Regelfall nicht erzählen und nicht erwarten. Andererseits wäre eine Erzählung wie "Ich hatte Fellatio bevor ich das erste mal richtigen Sex hatte" ja auch nichts im Ansatz verwerfliches oder zu vertrauliches, oder?

Bitte beachte, dass hier niemand vollständige Beziehungserzählungen erwartet. Ganz im Gegenteil habe ich hier schon oft dafür plädiert, eben nicht allzu viel über Expartner zu sprechen, weil dieses Wissen auch belasten kann.

Ich habe es aber auch schon erlebt, dass ein Mann freimütig erzählt, dass er sich vor zwei Jahren getrennt hat und seitdem keinen Sex hatte. Auch hier im Forum haben in dem Thread viele dazu gestanden. Wenn er das ehrlich und aufrichtig rüberbringt und auch erzählt, er könne sich ONS einfach nicht vorstellen, dann ist das doch OK. Keiner erwartet dann exakte Statistiken oder Beziehungs-Sex-Berichte. Ganz im Gegenteil!
 
  • #11
@#7: Exakt so läuft das. Bei passender Stimmung und Gelegenheit nachfragen, auf Widersprüche achten, aufmerksam sein. Und das ganze nicht nur, um über die Vergangenheit zu lernen, sondern auch um seinen Partner einfach kennenzulernen. Das gilt für alle Bereiche des Lebens.
 
  • #12
also mit meinem Partner über Sex zu reden finde ich ganz normal. Und dabei geht es nicht nur über Vorlieben oder was man nicht mag, sondern auch über Erfahrungen, die man gemacht hat. Ich wußte von meinen Partner immer, welche Vergangenheit sie im Bereich Beziehungen und Sex hatten. Und dabei geht es ja nicht darum ob es 4 oder 5 waren sondern eher ob es 5 oder 20 waren. Und ob auch ONS dabei waren oder nur Beziehungen oder auch Affären. Oder ob er mal fremd gegangen ist. So was entwickelt sich ja normal im Gespräch und gemeinsam mit den ganzen anderen Verhaltensweisen einer Person ergibt es dann ein Gesamtbild was stimmig ist.
 
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Gast

  • #13
Ich denke, die sexuelle Vergangenheit geht einen neuen Partner/eine neue Partnerin recht wenig an. Über Praktiken zu reden ist gut, aber nicht über die Menge der vergangenen Sexpartner/innen und was mit wem gemacht wurde.

Jedes Paar sollte seine eigene Sexualität entwickeln als Paar und die alten Geschichten und Erlebnisse sollten auch Geschichte sein und schlummern.
 
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Gast

  • #14
wow, einige haben ihren Beruf verfehlt, mit ihrem perfekt funktionierenden Bauchgefühl hätten sie bei der Kripo Karriere gemacht!!!!

Wie soll ich mit das praktisch vorstellen?
Ich lerne via Internet einen Mann kennen, man mailt miteinander (keine gute Möglichkeit um unauffällig zu befragen), man trifft sich auf einen Kaffee, man geht schön romantisch essen (keine gute Idee, dabei über sexuelle Themen zu sprechen, er könnte meinen, daß ich die Nacht mit ihm verbringen möchte), man macht einen Ausflug in den Zoo (und es ist dasselbe wie beim romantischen Abendessen....
Sexuellität ist zwischen zwei Verliebten KEIN unverfängliches Thema!
Wer bitte hat in verliebtem Zustand den Abstand und die Neutralität, daß er darüber ebenso locker sprechen kann, wie über den Urlaub im vergangenen Jahr? Ich nicht.

Deshalb erscheinen mir die ratschläge doch etwas sehr theoretisch zu sein....
 
  • #15
Liebe Fragestellerin,
man nur schwer darauf schließen, es sei man unterzieht seinen Partner einem Verhör mit Lügenedetektor. "... Ich erzähle keinem detailliert von meiner sexuellen Vergangenheit und der potenzielle neue Partner bekommt nur die notwendigsten Infos über Beziehungen ... "
Richtig, ich auch nicht, jedenfalls nicht in den ersten Wochen. Also kann ich es auch vom Partner nicht erwarten. Ich bin auch einfach dafür zu vertrauen, da habe ich bisher auch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Doch genau genommen geht mich das sexuelle Vorleben im Detail auch nichts an. Es sind seine wie meine INTIMEN Erfahrungen und Erlebnisse und das solllten sie auch bleiben.
 
  • #16
@#12: Die sexuelle Vergangenheit geht einen natürlich etwas an, sagt sie doch extrem viel (!) über das Sexualverhalten des eigenen Partners aus, über die eingegangenen gesundheitlichen Gefahren, über die sittliche Verrohung, über die potentielle Fähigkeit überhaupt noch ein geeigneter Sexualpartner zu sein. Wer Dutzende Frauen durchgezogen hat, ist als potentieller Partner für mich endgültig verbrannt und hat seinen diesbezüglichen Wert auf Null gesenkt.

@#14: Ich verstehe nicht, in welchem Zusammenhang hier Vertrauen und Vorerfahrung zueinanderstehen. Inwiefern vertraust Du ihm worin? Was hat das ganze mit Vertrauen zu tun? Er kann 24 Frauen oder 6 Frauen vor Dir gehabt haben -- was in aller Welt hat das mit vertrauen zu tun? Es hat mit Eignung für eine dauerhafte Partnerschaft und mit konkreten gesundheitlichen Gefahren zu tun. Es hat damit zu tun, ob man sich ekelt, sich benutzt fühlt oder nur eine weietre Kerbe im Bettgestell wird, ob er ein individueller Liebhaber sein kann oder Routine abziehen wird.
 
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Gast

  • #17
@15: eben wegen dieser Deiner Sichtweise bin ich der Meinung, es geht den neuen Partner nichts an, was in der Vergangenheit passiert ist. Den gesundheitlichen Part wirst Du Dir doch sicherlich per Gesundheitszeugnis belegen lassen, oder?
 
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Gast

  • #18
#15
ob man "eine weitere Kerbe im Bettgestell" ist, hängt nicht von der Anzahl der Vorgänger, sondern von der Art der Beziehung, die zwei Menschen miteinander haben, ab!
Ich habe mich noch nie benützt gefühlt (und ich habe noch nie benützt).

Tatsächlich habe ich so viel Vertrauen zu mir, daß ich auch Vertrauen zu meinem Partner haben kann - egal, ob er vor mir mit einer oder 25 Frauen zusammen war.
 
  • #20
Worauf noch immer keiner der "Gruppe der Nicht-drüber-reden" geantwortet hat, ist folgender zentraler Aspekt:

Frühere Partnerschaften und Sexualität prägen einen Menschen wie kaum etwas anderes. Gerade noch zu vergleichen mit Elternhaus, Familie und Beruf. Warum sollte ausgerechnet so ein wichtiger Aspekt nicht für den neuen Partner interessant sein?

Wir unterhalten uns doch auch über alles andere, von Schulgeschichten, Studienerlebnissen, Urlauben, Geschwistern -- von unbedeutenden Kleinigkeiten mit zu den großen Erlebnissen ist letztlich alles interessant und rundet das Bild vom Partner ab.
 
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Gast

  • #21
@19:

Vielleicht spielt das keine Rolle, weil ich einen Beziehung mit einem Menschen und nicht mit seinen/ihren Exen führen möchte. Ihn lerne ich kenne - gerne, bevor ich Sex mit ihm habe. Auf diesem Weg lerne ich die Auswirkungen seiner (oder Prägungen durch seine) Ex-Beziehungen kennen. Und das ist es doch, worum es hier geht.
 
  • #22
@#20: Nein, falsch, es geht nicht darum, seine Exen kennenzulernen, sondern den Mann. Das weißt Du auch ganz genau. Schade, dass Dir keine echte Antwort auf die zentrale Frage von #19 eingefallen ist.
 
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  • #23
@#19
Ich frage mich ständig, wie Du vorgehst, wenn Du einen potentiellen Partner kennen lernst.
Er erzählt Dir vermeintlich alles von vorherigen, längeren, für ihn wichtigen Beziehungen.
Alles andere Drumherum passt für Dich auch.
Du findest ihn also klasse, bemerkst aber nicht, dass er die für ihn unwichtigen sexuellen Ausschweifungen während der Beziehungspausen einfach nicht erwähnt .... eben weil sie in seinen Augen unwichtig sind. Auf Dein Nachbohren erzählt er Dir etwas von meinetwegen "Handbetrieb", um Dich nicht zu vergraulen, da ihm Deine Einstellung dazu mittlerweile bekannt sein sollte.
Du hast Dir dann einen promisken Lügner geangelt.
Und das geht ja gar nicht!
Wie kommst Du also dahinter, mit welcher Sicherheit kannst Du das bei Deinen Exfreunden ausschließen?
w
 
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Gast

  • #24
@19:
Ich schrieb nicht, dass ich seine Exen nicht kennenlernen will; nur, dass ich mit denen keine Beziehung führen will.
Ich schrieb, dass ich den Mensch kennenlerne - gerne, bevor ich Sex mit ihm habe.
Und dass ich im Kennenlernen des Menschen ja erfahre, WIE ihn seine Beziehungen (auch zu Eltern, Freunden, Arbeitskollegen) GEPRÄGT haben. GENAU DARUM geht es doch!
Bitte lies' gründlicher.
 
  • #25
@#22: Ich habe das weiter oben doch schon sehr exakt beschrieben. Das Gesamtbild muss stimmig sein, die Sexualität sich in die übrigen Ansichten und Wertvorstellungen einfügen, keine Widersprüche auftauchen.

Ja, ich bin mir bei meinen tatsächlichen Expartnern überaus sicher, die Wahrheit zu kennen. Dabei habe ich nicht nach exakten Zahlen gefragt. Es geht doch um die Grundeinstellung, nicht um das allerletzte Detail. Bei meinen Partnern kannich mir da tatsächlich sicher sein, bei vielen anderen Sozialkontakten bin ich es mir nicht. Man muss seine Grenzen kennen und ich bin mir durchaus bewusst, dass hier manche auch nicht immer die ganze Wahrheit sagen.

Informationen zum Sexualleben ergeben sich in lässigen, anzüglichen Gesprächen in passenden Situationen. Richtig gut Lügen und Schummeln können nur sehr wenige über längere Zeit. Wenn man sich besser kennenlernt, merkt man schnell, ob derjenige verheimlicht, schummelt oder schönt und wie er in diesen Momenten aussieht. Wer platt nach der Anzahl der Partner fragt, der bekommt selten die Antwort, die er sucht. Glaube mir, ich bin geschickter.
 
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Gast

  • #26
Lässige, anzügliche Gespräche ? Oh nein, lieber nicht !
Ich finde Verehrer, die mich in solche Gespräche verwickeln, um dann auch noch locker-anzügliche Fragen zu stellen, ganz schrecklich.
Ich mag keine Leute, die dauernd über Sex reden. Wenn ich den Verdacht hätte, dass meine neue Online-Bekanntschaft sich im Forum detailliert über sexuelle Praktiken auslässt, fände ich das peinlich und würde den Kontakt abbrechen.

Ich habe in meinem Leben nur ganz wenige Partner gehabt.
Als ich meinen Liebsten kennengelernt habe, war ich ziemlich aufgeregt, als wir uns näher gekommen sind. Das hat er gemerkt.
Eine Frau, die mit vielen Männern im Bett war, verhält sich sicher anders.

w,48
 
  • #27
@#24: Ja, und meine Frage war eine andere: Lies #19 genau durch. Warum interessieren wir uns zu recht für alle möglichen Kleinigkeiten und ausgerechnet Sexualität und Vorbeziehungen werden ausgeklammert?

@#25: Richtig, auch nonverbal kann man im Ernstfall viel erkennen. Ein "routinierter Liebhaber", der gar nicht aufgeregt oder begeistert ist, verrät sich von selbst. Ein wichtiger weiterer Punkt.
 
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Gast

  • #28
@26
Vielleicht ist der Unterschied zwischen unseren Ansichten:

Auch wenn der Mensch mich interessiert, muss ich nicht"'unbedeutende Kleinigkeiten" aus seiner Familie oder seinem Elternhaus wissen. Auch wenn diese das Bild abrunden.
Deshalb muss ich auch nicht über "unbedeutenden Kleinigkeiten" seiner Sexualität informiert werden.
Menschen verändern sich im Lauf ihres Lebens, lernen immer wieder Neues und entwickeln sich - zumindest habe ich das bei denen, die mich interessieren, so erlebt. Deshalb interessiert mich der Mensch, den ich kennenlerne. Auch ohne "lässige, anzügliche Gespräche" (die führe ich übrigens erst, wenn ich auch bereit wäre, dem Mensch körperlich näher zu kommen!) kann man mit ein bisschen Sensibilität herausfinden, ob die Wertvorstellungen so passend sind, dass man sich gemeinsame Sexualität vorstellen kann.
Ausserdem: Wenn das Vertrauen zueinander da ist, kann ich den Mann auch explizit das fragen, was mir auf der Seele brennt - und ihm genauso zugestehen, dass er diese Frage nicht beantworten muss! Dazu muss ich ihn nicht mit irgendwelchen Gesprächstaktiken übertölpeln - die ich im übrigen nicht als Zeichen eines ehrlichen und fairen Austauschs sehe; ich bleibe lieber authentisch.
 
  • #29
Für mich ist eben nicht die Vergangenheit der zentrale Punkt sondern der Mensch heute.
Wenn ich einen Mann kennenlernen will, dann rede ich mit ihm über das Hier und Jetzt und nicht über allen möglichen Kleinkram aus der Vergangenheit. Dann möchte ich wahrnehmen, wie er sich zu mir verhält, ob er mich mag, ob ich ihn mag.
Und dann mag ich ihn so wie er ist, ohne dass ich jedes Detail aus der Vergangheit kenne.
Für das aktuelle Kennenlernen ist meist nur die jüngste Vergangenheit, die letzte Beziehung noch von starkem Einfluss oder Eindruck, und darüber unterhält man sich meist auch schnell und ungezwungen. Dazu gehört auch schon eine große Portion Vertrauen, das man im Umgang miteinander gewinnt und nicht durch das Durchleuchten der Vergangenheit..
In "locker anzüglichen" Gesprächen, die "Wahrheit" ermitteln, das kann man doch nun überhaupt nicht ernst nehmen. Wenn ich die führe, dann wahrscheinlicn mit ihm im Bett.
Und wenn Dein Gegenüber genauso locker und anzüglich ist wie Du, was willst und kannst Du daraus schließen? Nichts.
Und er sagt sich möglicherweise, was ist denn das für ein Flittchen und ist auf und davon.
 
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Gast

  • #30
An Frederike:
Männer oder Frauen, die verliebt sind, sind selten routinierte Liebhaber, sondern total aufgeregt und erregt- egal wieviele Sexpartner(innen) sie hatten.
Ich kenne aber sogenannte "brave" Männer, die nach deiner sogenannten "Befragung" bei dir für eine Partnerschaft in Frage kämen, weil sie offiziell z.B.18 Jahre mit derselben Frau zusammen waren. Gerade diese Klientel geht dann komischerweise ( wenn einmal ü40) sehr routiniert vor, wenn es darum geht, eine Frau mal schnell ins Bett zu bekommen. Aber gerade sie müssten doch die Anständigen sein, wenn es nach deiner Meinung gehen würde !