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Gast

  • #1

Wie kann ich unabhängiger von den Launen meines Partners werden?

Ich bin von dem Mann, den ich liebe, emotional sehr abhängig. Wenn er schlecht gelaunt ist, ist das für mich, jetzt übertrieben gesagt, eine Katastrophe. Es geht mir dann auch nicht so gut, wenn er nicht gut drauf ist. Es geht mir erst wieder gut, wenn er sich auch wieder besser fühlt. Manchmal ist er ziemlich pampig zu mir, was ich nicht so gut wegstecken kann. Wenn er Scherze macht, ist bei mir meist wieder alles in Ordnung.
Alles in allem, er ist sehr launenhaft und lässt es bei mir aus. Das kostet immense Kraft.
Was kann ich tun, damit ich mich nicht immer so mitreinziehen lasse?
 
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Gast

  • #2
Trennen? Trotz der Liebe oder vielleicht wegen der Liebe? Was soll das? Er lässt es an dir aus und du bist dann Co-Traurig? Ne, rede mit ihm, sag er soll sich mal zusammenreißen und ansonsten gehst du. Oder schicke ihn dann einkaufen, Sport machen. Ich kann dir wohl nicht helfen, kann dir nur raten werde mutiger. Manchmal ist es besser Single zu sein.
 
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Gast

  • #3
Oh, das klingt wirklich sehr nach Abhängigkeit. Immerhin hast du das erkannt und bist dir dessen bewusst. Du solltest eventuell therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, denn dieses Muster wirst du wahrscheinlich auch bei allen möglichen zukünftigen Partnern zeigen. Vielleicht kennst du aber auch jemanden, dem du vertraust und der vernünftige Ansichten hat und dir Tipps geben kann, wie du dich unabhängiger machen kannst und dein Ego stärken kannst.
 
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Gast

  • #4
Ich kann persönlich mit launischen Menschen, egal ob männlich oder weiblich überhaupt nichts anfangen und finde es auch ein Unding, mich evtl. nach den Launen anderer Menschen zu richten.

Was kann man Dir da raten? Trennung.

w
 
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Gast

  • #5
Das ist ganz, ganz schlecht sich von einem Menschen emotional abhängig zu fühlen. Denn dann bist du ihm gleichzeitig hörig. Er kann mit dir machen was er will, dich schlecht behandeln und sich gleichzeitig sicher sein, dass er keine negative Konsequenzen deshalb befürchten muss. Du bist ihm ausgeliefert und es geht dir schlecht dabei. Er manipuliert dich, du bist seine Marionette.
Nur du kannst diesen Zustand ändern und beenden. Setze ihm Grenzen und drohe ihm Konsequenzen an, wenn er nicht aufhört seine Launen an dir auszulassen. Ein solches Verhalten zerstört auf Dauer jede Partnerschaft. Es zerstört dich und dein spärliches Selbstwertgefühl.
Wenn es mal wieder so weit ist, dass er beginnt dich mit seinen Launen herabzuwürdigen, dann drehe dich um und gehe! Und melde dich nicht mehr. Frage nicht nach, wie es ihm geht.
Er muss auf dich zukommen! Befreie dich aus dieser emotionalen Abhängigkeit, ansonsten wirst du permanent unglücklich sein und krank werden. Was du für diesen Menschen empfindest ist keine Liebe sondern pure Angst. Daran solltest du arbeiten.
 
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Gast

  • #6
Ob Du das alleine kannst weiß ich nicht. Aber der Weg ist ganz einfach: Unliebsames Verhalten durch Zuwendungsversagung versuchen "wegzuerziehen" (blödes Wort, man erzieht ja seinen Partner nicht), also wenn er pampig wird sagen: "Das Pampige ist mir nichts, ich gehe. Sag mir bescheid, wenn Du wieder anders sein kannst. Dann gerne wieder." Und "gutes" Verhalten mit besonderer Zuwendung befördern!
Simpel, oder?
 
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Gast

  • #7
Bei obigen Antworten wird mir ein bisserl aufrührig.
Mein Tipp: Such Dir professionelle Hilfe.
Vielleicht ein oder zwei Stunden bei einem guten Therapeuten Deiner Wahl, können Dir behilflich sein Deine Gedanken zu sortieren.
Was gehört zu mir?
Was gehört zu ihm?
Was macht das mit mir?
...sind positive Fragen, die gute Antworten erzeugen.
Und zum "wegerziehen" möchte ich anmerken, dass Dein Freund eben ist, wie er ist. ...und genau so darf er sein. ...und Du kannst für Dich entscheiden, ob er der Mann ist, mit dem Du Deine Zeit verbringen willst. Er hat auch die gleiche Entscheidungsfreiheit im Bezug auf die Beziehung mit Dir.
Verändern kann sich nur jeder Mensch selbst.

Alles Gute!
 
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Gast

  • #8
Kannst du nicht irgendwie versuchen, ihn aufzubauen, zu bespaßen oder ähnliches, statt dich selbst runterziehen zu lassen?
 
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Gast

  • #9
Der wohl klügste Weg: Trennung.
Ein Mann der so mit Dir umgeht und das auch noch ausnutzt, der hat Dich nicht verdient.
Soll er mit seiner Laune doch wen anders runtermachen.
Denk an Dich und suche Dir Menschen, die Dich so liebevoll behandeln, wie DU es auch tust.
 
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Gast

  • #10
Hier machen es sich viele leicht, einfach zu sagen, trennen!
Passt Dir was nicht? Trenne Dich oder nimm Dir einen Therapeuten.
Vielleicht findest Du ja selbst eine Möglichkeit?
Ich persönlich finde es erst einmal gut, dass Du ein sehr gutes Einfühlungsvermögen hast.
Du bist kein Egoist, liebst Deinen Partner, lachst mit ihm und weinst mit ihm.
Mein Rat an Dich ist als erstes, seine Launen zu akzeptieren.
Akzeptiere sie und rede mit ihm darüber.
Findet Möglichkeiten, wie Ihr damit umgeht.
Und arbeite an Dir selbst. Lass seine Launen nicht mehr an Dich ran, nimm innerlich Abstand dazu.
Zitat: Akzeptiere die Dinge wie sie sind. Wenn Du merkst, dass du sie nicht so akzeptieren kannst, dann akzeptierst du eben das.
w/45
 
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Gast

  • #11
Es so machen, wie ein Mann es machen würde. Rückzug und ihm sagen, er kann sich wieder melden, wenn er sich beruhigt hat. Und wenn er sich beruhigt hat, ihm sagen, wenn das noch öfters vor kommt, dass dann Ende Gelände ist.

Dass du am Ende deiner Kräfte bist, ist ein Alarmzeichen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und eigentlich an der Zeit wäre, über eine Trennung nachzudenken.

Frauen neigen dazu, zu wenig Egoismus an den Tag zu legen und zuviel Fürsorge, die schlichtweg nicht gefragt und nicht gewollt ist. Du bist als Frau nicht der Familienclown, der Beziehungen und Verhältnisse retten muss, die andere in den Boden treten, auch er muss was dafür tun, z.B. zum Sport gehen, wenn er Stress und Aggressionen hat und nicht an dir auslassen.

Bevor ich zur Therapie gehen würde, würde ich mich lieber trennen! Sonst wirst du jedes mal als die Kranke hingestellt, weil dein Freund irgendwas verkehrtes macht.

Er ist LAUNENHAFT, nicht du! Also soll er was dafür tun!
 
  • #12
Das ist leider Euer Beziehungsmuster, an dem sich wenig ändern lassen wird.
Um nicht mehr so empathisch auf seine Stimmungen einzugehen, müsstest Du Dich im Vergleich zu ihm etwas wichtiger nehmen, Dich selbst mehr lieben, Deine Bedürfnisse verteidigen: Dadurch, dass Du liebevoller zu Dir selbst wirst ("So eine Behandlung habe ich nicht verdient"), oder dadurch, dass Du anfängst, ihm die Schuld für sein eigenes Verhalten zu geben ("Armer Tropf, dass ihn seine Launen so schütteln - wie gut, dass er mich hat, weil ich das nicht auf mich beziehe").

In beiden Fällen wird er Dir verübeln, nicht mehr wegen ihm zu leiden: Falls Du einen Weg finden solltest, der Dir ermöglicht, auch dann ausbalanciert zu sein, wenn er schlechte Laune hat, wird er erst recht wütend werden, fehlt ihm doch die Spiegelung seines Einflusses. Und ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass ihm sein Einfluss auf Dich wichtiger ist als es Deine Bedürfnisse sind, sonst würde er anders mit Dir umgehen.

Was ist Dir wichtig im Leben? Was ist ihm wichtig? Habt ihr so deutliche Überschneidungen dabei, dass sich so ein aussichtsarmer Kampf um mehr echte Liebe von ihm lohnen würde?
 
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  • #13
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Lange ging es mir ähnlich. Um nicht sein emotionales Barometer zu sein, solltest Du den Fokus auf Dich richten. Such Dir Beschäftigung. Falls Du keinen Job hast, versuche einen zu finden, so ein paar Stunden reichen schon. Leg Dir ein Hobby zu, lesen, Sport, Handarbeiten... Geh raus, wenn Du keine oder wenige Bekannte hast, dann halt allein, ins Kino oder spazieren.Und dann pflege das Hobby - auch in Zeiten wo es gut läuft. So wirst Du unabhängiger- auch von seinen Launen. Es ist nicht mehr so wichtig wie er drauf ist, weil an den Dingen die Du dann machst Gefallen findest und Kraft tankst. Mach Dir das Leben so schön wie möglich und warte nicht darauf das er Dir ein Lächeln zeigt und es Dir dann gut geht. Es wird anfangs ungewohnt sein und vielleicht hast Du auch noch keinen Spaß an den Sachen die Du allein machst, aber halte durch es lohnt sich. Alles Gute
w 45
 
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Gast

  • #14
bis zu einem gewissen Grad ist das normal. Natürlich beeinflusst es einen, wie der Partner drauf ist. Aber Du musst ihm Grenzen zeigen. Motz zurück, sage ihm dass er seine schlechte Laune woanders abreagieren soll, es sei denn, er will dass Du ihn irgendwann nicht mehr magst und verlässt.

w
 
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Gast

  • #15
Trennung? Therapie? - Nein!
Erkläre ihm wie du dich fühlst. Dass du zwar verstehen kannst, dass es Gründe gibt warum er schlecht gelaunt ist. Du kannst aber nichts dafür. Sage ihm, dass dich das mit runter reißt und ihr das Problem - wie er sich verhält wenn er Probleme hat - lösen müßt. Zum Bsp. mit einem vereinbarten Zeichen welches du ihm gibt´s wenn er sich dir gegenüber falsch verhält. Dann gibt es auch kein Dauerzoff.

Zu klären wäre, warum er anscheinend so oft schlecht gelaunt ist. Und wie du dich von ihm unabhängiger machen kannst, vielleicht überfordert ihn das auch.
 
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  • #16
Was noch zu analysieren wäre. Ich bin ob des Verhaltens meiner Freundin auch immer wieder mal schlecht gelaunt, sie versteht aber die Ursache nicht und glaubt, es käme aus mir selbst heraus. Zum Beispiel, wenn ich ihr eine mißliebige Begebenheit schildere und sie sofort Partei für die andere Seite ergreift, so daß ich mich plötzlich gleich zwei Widersachern gegenüber sehe. Sie mag ja vielleicht recht haben, aber zuerst einmal hat sie bitteschön auf meiner Seite zu stehen.

Wenn ich dann grollend wieder abziehe, interpretiert sie es als schlechte Laune meinerseits.
 
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Gast

  • #17
Hä? Wieso sollte _sie_ eine Therapie machen, wenn er launisch ist?

Ich vermute, dass er einfach so ist wie er ist und dass man auch durch Reden hier nichts bewirken kann, vllt. hält eine etwaige Veränderung einige Wochen an und er verfällt dann wieder in sein altes Verhaltensmuster...Deshalb ist es besser, wenn sie sich trennt, weshalb sollte sie seine Launen akzeptieren?

w
 
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Gast

  • #18
Hallo,
gibts den sowas wie ein Ergebnis? Nun ist ja einige Zeit vergangen, wie hast Du Dich entschieden umd wie ist die Situation jetzt? Wie gehts Dir?
Das geschilderte Problem kenne ich 1:1 und es macht mir so fertig.......
Ich werde, so denke ich, versuchen etwas emotional Abstand zugewinnen, indem ich wenn er seine 5 Minuten hat, einfach weggehe, denn reden kann man nicht mit jeden Mann......
 
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  • #19
Lies mal etwas über Co-Abhängigkeit. Lass Dir helfen!
 
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  • #20
Hallo,

das Problem kenne ich auch,mein Partner ist depressiv,
kaum fähig, Probleme alleine zu lösen, will mich immer in seiner Nähe haben, ich muss schlafen, wenn er es auch tut und er jammert ständig über irgendwas, wird so gut wie jede Nacht wach, knabbert seine Fingernägel und war auch vorher in zwei sehr seltsamen, abhängigen Beziehungen (er von den Frauen, hat nicht lange funktioniert, denn die haben sich geweigert, seinenSpielchen mitzumachen).
Ist es gerade mal nicht die Arbeit oder ein Kollege, fällt ihm was anderes sein. Im Gegensatz zu mir geht es ihm finanziell und berufsmässig super, ich musste immer kämpfen und habe sehr wenig.
Ich versuche ihn abwechselnd aufzubauen, zu ermuntern, auch mal liebevol in den Hintern zu treten, mache alles Mögliche für ihn. Dabei wird mir immer mehr bewusst, dass es eigentlichbkaum etwas gibt, dass er für mich tun könnte, im Gegenteil- mein ganzes "Herauskämpfen" aus meinen eigenen Problemen und der Versuch, positiv zu bleiben (ich habe auch noch zwei Kinder aus meiner Ehe alleine grossgezogen), geht immer mehr den Bach runter, ich bin selber ständig depressiv und traurig.
Was man machen kann....tja, ich versuche, mich abzugrenzen und plane, Dinge alleine zu unternehmen, was auch schwierig ist, da dies nicht meine Vorstellung von Beziehung ist und es letztendlich ja auch nur eine kurze "Flucht" wäre.
Wie bereits jemand hier schrieb- es ist ein Beziehungsmuster und psychologisch gesehen, wird das Problem nicht besser, wenn sich eine Person darin ändert, es wird nur anders.

Alles Gute bei deiner Entscheidung.