• #1

Wie kann ich tiefgründige Menschen kennenlernen?

Liebes Forum,

ich fühle mich manchmal unter Menschen „einsam“, weil ich mit den oberflächlichen Gesprächen einfach zurecht komme. Wenn ich neue Menschen kennenlernen, dann reden sie sehr gerne über sich, stellen wenig Fragen, können nicht zuhören und ich habe das Gefühl, dass das Interesse an meiner Person nicht so groß ist.

Selbst bin ich tiefgründig, reflektiere viel, stelle viele Fragen und nehme Anteil an den Problemen und Sorgen der anderen. Ich bin weder extrem introvertiert noch extravertiert, also durchaus gesprächig und gesellig. Nur bei manchen Menschen verlaufen die Gespräche wie im Flug, aber das ist sehr selten.


Bei den Männern, die ich kennenlerne ist es ähnlich. Viele reden über sich selbst und eher über sachbezogene Themen, sie stellen kaum Fragen und ich empfinde diese Gespräche als nicht inspirierend und bereichernd. Es langweilt mich und ich möchte diese Männer auch nicht noch einmal treffen.

Kann hier jemand meine Gedanken teilen? Ist es so, dass es wirklich nur wenig tiefgründige Menschen gibt und es eine Suche wie die Nadel im Heuhaufen ist? Wo kann ich diese Menschen am ehesten treffen?
 
  • #2
Tja, das ist das menschliche Leben. Tiefgründigkeit wird bis zu einem gewissen Maß mit Einsamkeit bezahlt. Wenn man es genau nimmt, steht man auch allein in der Welt. Schau dieser Fratze ruhig ins Gesicht.

Wo kann ich diese Menschen am ehesten treffen?
Menschen oder Männer? Du musst eben genau schauen. Gehäuft treten sie auf weiblicher Seite hier in diesem Forum auf. Diese Frauen sind darüberhinaus noch extremst attraktiv und erfolgreich. Also für Männer auf der Suche das reinste Paradies.

Wo du solche Männer findest? Sorry. Willst du nicht lieber Lotto spielen? *flüstert* Wie groß sind deine Hu...?
 
  • #3
Nun ja, Amelie ....
was du dir genau vorstellst, weiss ich ja nicht. Aber was erwartest du von einem Menschen, den du gerade kennen lernst?
Was die sogenannten Intellektuellen, die sich selbst tiefgründig nennen gerne vergessen: Der Smalltalk hat durchaus seine Funktion. Nicht das WAS sondern das WIE ist interessant. Wie geht jemand auf mich zu, Körpersprache, Ausstrahlung, Fähigkeiten, sich zu artikulieren .. so etwas kann man beim Smalltalk einschätzen.
Und sorry - auf das ewige Gejammer von wegen Problemchen, die Welt ist so schlecht und alle sind so böse zu mir habe ich gar keine Lust. Ich lache lieber mit den Menschen....
Aber jedem das seine. Vielleicht habe ich dich auch komplett missverstanden.
 
  • #4
Liebe FS. Ich ticke genau wie du, deshalb kann ich dich sehr gut verstehen. Gleichgesinnte, tiefgründige Menschen habe ich nur an bestimmten Orten getroffen, die an sich selbst arbeiten und ein erfülltes Leben führen wollen, gute Selbstreflexion haben und sich für Seminare, Yoga, Spiritualität, NLP & Persönlichkeitsentwicklung interessieren. An solchen Orten weht ein anderer Wind. Probiere es aus auf inspirierende Seminare zu gehen. Alles Liebe. w33
 
  • #5
Ja, geht mir ähnlich. Ich kann und vor allem will keinen Small-Talk. Diese Oberflächlichkeit langweilt mich. Ich drifte da schnell in meine Phantasie weg. Es ist schwierig, solche Menschen zu finden, finde ich. Ich habe schon einige gefunden in meinem Leben. Aber man trifft sie eher selten.

Witzigerweise, wenn man darüber spricht - all die oberflächlichen Menschen - würden sich selbst niemals als oberflächlich einschätzen. Sie sind alle der Meinung, sehr tiefgründige Menschen zu sein.

Ob das so ist, weiß ich letztendlich nicht. Eventuell liegt man einfach auch mit sehr vielen Menschen eben nicht auf einer Wellenlänge und kann sie deswegen nicht tiefergehend kennenlernen.

LG
 
  • #6
Bei den Männern, die ich kennenlerne ist es ähnlich. Viele reden über sich selbst und eher über sachbezogene Themen, sie stellen kaum Fragen und ich empfinde diese Gespräche als nicht inspirierend und bereichernd. Es langweilt mich und ich möchte diese Männer auch nicht noch einmal treffen.
Genau was du hier schreibst, erlebe ich mit beiden Geschlechtern auch und gerade mit deinem Geschlecht, Oberflächlichkeit pur! Ich bin zwar nicht auf der Suche nach einer Partnerin, habe dennoch viele Kontakte mit Menschen, ich stelle genau dasselbe fest, wie du hier schreibst.
Kann hier jemand meine Gedanken teilen? Ist es so, dass es wirklich nur wenig tiefgründige Menschen gibt und es eine Suche wie die Nadel im Heuhaufen ist? Wo kann ich diese Menschen am ehesten treffen?
Für mich ist Partnerfindung genau wie die Nadelfindung im Heuhaufen! Oberflächliche Menschen hingegen, finden an jeder Ecke, möchte mit ihnen niemals tauschen. Guter Tipp von mir, bleib bei dir, bleibe dir selbst treu, habe Geduld und mache dich nicht notabhängig aufgrund sexuellen Bedürfnissen, das ist ein unglücklicher Teufelskreis ohne Ende, ich habe zu solchen Frauen keinen Respekt und niemals würde bei mir eine solche Frau eine Chance haben. In Nebenthreads kann man lesen, wie so manche Frauen so bedürftig sein können und deshalb ausschließlich immer, an die falschen Typen Männer geraten und wundern sich dabei noch, dass kein guter dabei ist, mein Kopfschüttel. Jede Frau jeder Mann der dazu noch gut zuredet, ist selber auf diesem oberflächlichen und bill*** Niveau und da gibt es genügend davon. Wer ganz bei sich ist, wer sich selbst treu, aufrichtig und loyal ist und Geduld hat, der findet den passenden Partner.
 
  • #7
Ich verstehe was Du meinst, ich würde schätzen dass ich da ein ähnlicher Typ bin wie Du. Ich glaube allerdings kaum dass es Orte oder Gelegenheiten gibt wo Du gleichgesinnte Menschen am ehesten triffst. Hilfreich wäre aus meiner Sicht eher im Vorfeld des ersten Treffens so gut es eben geht versuchen herauszufinden ob der Mann von seiner Art der Kommunikation zu Dir passen könnte. Ich bin der Meinung sowas merkt man auch schon beim Schreiben. Wenn er da schon kaum Interesse zeigt, keine Fragen stellt o.ä. wird das im persönlichen Umgang kaum anders sein.
 
  • #8
Naja, 'tiefgründig'...
Sind wir doch alle und sind wir auch alle nicht.
Jeder Mensch hat seine richtigen, wichtigen Anliegen, aber die lässt er doch nicht zwingend bei dir raus und auch nicht bei einer Party, einem Abendessen im Freundeskreis oder einem ersten Date.
Über Wichtiges spricht man mit den allerwenigsten Leuten und auch erst dann, wenn man sie gut kennt und ihnen vertraut.

Mit den anderen ist es small talk und der ist nicht per se schlecht, sondern in oben genannten Kontexten nicht nur akzeptabel, sondern richtig.

Was ich aber ebenso sehe wie du und was mir ebenso wenig gefällt, ist die Egozentrik vieler, ich würde sagen, der allermeisten Leute.
Ja, sie reden am liebsten von sich.
Wenn ich mal jemanden kennenlerne, der auch was von mir wissen will und nicht nur alibimäßig etwas fragt, um dann meine Erstantwort zum Anlass zu nehmen, Passendes aus dem eigenen Erleben wiederzugeben, bin ich angenehm überrascht.
Überrascht, weil es selten vorkommt.

Übrigens nutze ich diese Egozentrik bewusst, wenn ich Leute für mich einnehmen will, etwas erreichen will.
Führe mal ein längeres Gespräch mit jemanden, von dem du was willst, und rede dabei zu 95% über ihn. Frage nach, heuchele Interesse. Sage bei den Antworten mit erstauntem Lächeln 'Ach !'
Streue ab und an ein Wort der Bewunderung und der Anerkennung ein.
Am Ende das Abends findet derjenige, dass das ein sehr schöner Abend war und du eine sehr interessante, nette und intelligente Frau bist. Und er will dich gerne wiedersehen und lädt dich gleich für in zwei Wochen zum Grillen ein oder zur Werksbesichtigung, je nachdem.
Man kann da gar nicht platt genug sein, es scheint keine Grenze zu geben, bei der der andere denkt, er werde offenbar gerade verarscht.
Weil jeder sich für den Nabel der Welt hält, für unglaublich interessant und anziehend und denkt, du seist endlich mal jemand, der das checkt.

Das klappt in allen Zusammenhängen.
Bei Männern, bei potenziellen Freundinnen, aber auch bei Auftraggebern und beim Chef, den man schon seit Jahren kennt.
Hab's gerade wieder gemacht mit meinem Chef. Der ist glücklich rausgegangen und ich genieße weiter meine Freiheit. Das ist es, was ich von ihm will. Er findet, ich sei kompetent und lässt mich meine Arbeit machen, wie, wann und wo ich es will.
Am WE habe ich es auch gemacht mit Freunden meiner italienischen Freunde, die ich in Berlin getroffen und zum ersten mal gesehen habe.
Ich habe jetzt eine Einladung zu ihnen nach Padua, wenn ich in drei Wochen wieder nach Venedig fahre, das sind nur 30 km und ich habe einen neuen Kontakt.

Die Menschen sind so, du kannst das nicht ändern, nur das beste daraus machen.
Tiefe, gute Gespräche führst du nicht beim Erstkontakt, sondern nur mit ganz wenigen Menschen, wenn du sie lange kennst.
Das ist nicht problematisch, sondern gut und richtig.

w 51
 
  • #9
Hallo,
nach meiner Erfahrung ergeben sich tiefgründige Gespräche erst, wenn man sich eine Weile kennt und einiges zusammen erlebt hat, sowohl an Abenteuern als auch an Leid. Mit einem, den ich bei einem Drink an der Bar kennen lerne, teile ich doch nicht meine innersten Philosophien, die derjenige noch gar nicht in Bezug setzen kann, weil er mein gesamtes Weltbild überhaupt nicht kennt. Sowas wirkt dann nur verschroben.
Warum langweilen dich Sachthemen? Daran kann man viel lernen. Und warum sollte jemand dir immer nur zuhören, dann stockt das Gespräch selbst - es sei denn, du erzählst sehr viel von dir und entsprichst dann selbst nicht deinem Idealbild *zwinker*

Was genau sind tiefgründige Gespräche für dich?
Ich liebe es, wenn mein Partner z.B. über Kapitalismuskritik redet und gesamtgesellschaftiche Themen, aber das hat er auch nicht gleich im ersten halben Jahr mit mir durchgesprochen, das kommt immer mal wieder bröckchenweise seit 10 Jahren, und dazwischen entspannte Alltagsgespräche.
LG
w 34
 
  • #10
Deine grundsätzlichen Probleme spiegeln sich bereits in deinen bisherigen Threads. Immer wieder hast du Kommunikationsprobleme mit deinen Mitmenschen.

Ich interpretieren deinen aktuellen Beitrag jetzt so, dass du bereits beim ersten Kennenlernen anspruchsvolle Gespräche führen möchtest, das klassisches Small Talk oder das typische Trommeln werbender Männer dich langweilt. Du bist nicht die einzige Frau die sich bereits hier über solche Oberflächlichkeiten von Gesprächspartnern beklagt. Siehe z.B. @irina_85

Blöderweise ist Small Talk das Zugangstor zu tieferen Gesprächen. Wer diesen Test nicht besteht, wird als langweilig, schüchtern, überheblich oder was auch immer entweder ausgesondert oder nicht wahrgenommen. Er bleibt dann vor dem Tor draußen stehen und schiebt die Schuld dafür schnell auf die anderen.

Um in den Genuss von tieferen Gesprächen zu kommen, musst du dich selbst im Small Talk als interessanter Gesprächspartner präsentieren und dich über Small Talk an tiefere Themen herantasten. So erkundest du welche Art von Gesprächen du mit deinem Gegenüber führen kannst.

Desweiteren kommt es darauf an, wie du überhaupt tiefere Gespräche definierst und was für ein Wissen dafür notwendig ist. Wenn du dich z.B. selbst auf spirituelle Themen konzentrierst, Gespräche über andere Themen dich langweilen, bist du selbst viel zu beschränkt aufgestellt um eine breite Auswahl von Gesprächspartnern zu finden.
 
  • #11
Mir geht es ähnlich. Aber ich habe festgestellt, dass man nur über oberflächlichen Smalltalk zu tiefgründigeren Themen kommt. Menschen, die nur über sich reden und nicht zuhören können, meide ich wenn es geht. Das ist verlorene Zeit. Es gibt nur wenige Menschen, mit denen ich auf einer Wellenlänge liege, wo ein Wort das andere gibt und bei denen man ehrliches Interesse spürt, einfach, weil die Chemie stimmt.
 
  • #12
"Selten" ist richtig, "Nadel im Heuhaufen" auch.

Ich persönlich habe mich immer darauf verlassen, dass ich prima alleine zu Recht komme und völlig entspannt auf Gevatter Zufall vertraut. Das war natürlich in jüngeren Jahren einfacher.

Dafür halten meine Freunde und ich ausdauernd aneinander fest. Auch wenn der Kontakt einmal für eine gewisse Zeit selten ist, bleibt diese innere Verbundenheit bestehen. Wenn man sich seit Jahrzehnten sehr gut kennt, ist nach kürzester Zeit dieses vertraute Gefühl wieder da und man kann wirklich REDEN.

Ich halte es für sehr schwierig, nach solchen Menschen aktiv zu suchen - wahrscheinlich findet man genau dann absolut Niemanden. Ich bin schon unter den seltsamsten Umständen über sozusagen Seelenverwandte gestolpert, ich würde einfach auf das Leben vertrauen und einfach offen und aktiv sein. Viel Glück.
 
  • #13
weil ich mit den oberflächlichen Gesprächen einfach zurecht komme.
"nicht zurecht komme", meinst du.
Ist es so, dass es wirklich nur wenig tiefgründige Menschen gibt
Ja. Erinnere dich an deine Schulzeit- da war es doch auch schon so im Klassenverband. Auch wenn ich die Klassen meiner Kinder, teilweise rückblickend, analysiere: bei einer von fünf Klassen überwiegen die Kinder, die tiefer gehende Fragen stellen, altruistischer sind und insgesamt so intelligent, dass sie nicht nur "so gerade" das Gymnasium schaffen (werden)(auch wenn das letztgenannte keine Bedingung für Tiefgründigkeit ist).
Wo kann ich diese Menschen am ehesten treffen?
Überall: im Zug, im Museum, im Konzert, in der Straßenbahn, auf einer Demo, am Arbeitsplatz, in der Kirche, auf der Straße nach etwas fragend .... Halte die Augen und Ohren offen, achte auf dein Gefühl, wenn dir jemand über den Weg läuft (eine der Frauen, mit der ich am besten reden konnte, -beidseitig echtes aufrichtiges Interesse am Gegenüber-, hatte ich kennengelernt, als sie unbekannterweise bei mir klingelte und fragte, ob ich wüsste, ob es hier in der Gegend freie Wohnungen gäbe) und verplempere keine Lebenszeit mit Menschen, die dich langweilen. Nimm dankbar Einladungen von dir nahestehenden Menschen an, mit denen du dich richtig gut unterhalten kannst. Interessante Menschen kennen andere interessante.
 
  • #14
Mach Dir einfach klar, dass es Tiefgründigkeit nichts Objektives ist. Es keine Menschen, die für jeden und alle tiefgründig erscheinen.

Es gibt allerdings Menschen, die genau das gleiche bewegt wie einen selbst. Und mit denen sind dann oft tiefere Verbindungen und intensive Gespräche möglich.

Es kommt ja auch in Deinem Beitrag zum Ausdruck, dass die Männer viel reden und Dich und Deine Themen nicht treffen.

Es mag Menschen geben, die generell mehr zum philosophieren und nachdenken neigen und mit denen wird ein nachdenklicher Mensch vielleicht eher tiefgründige Gespräche führen. Ob ihr Euch aber dann wirklich auch auf einer Ebene trefft, ist aber keinesfalls gesagt.

Du hast allerdings die Möglichkeit, selbst Gespräche zu lenken, indem Du Fragen stellst und deutlich machst, über welche Themen Du reden willst.
 
  • #15
Liebe FS, ich kann dich sehr gut verstehen, mir ging es ebenso. Ich glaube nicht, dass man da einen Rat geben kann im Sinne von "Gehe dorthin!". Ich hatte einige Dates und irgendwann hat es halt eben immer gepasst mit den Gesprächen. Das war durch ganz unterschiedliche Zufälle; Leute, die Freunde kannten, über gemeinsame Hobbys (Japanisch-Stammtisch war es bei meinem jetzigen Partner), Leute, die neben mir im Zug saßen. Wahrscheinlich ist es häufiger so, dass man Menschen, die mit einem gesprächsmäßig auf einer Welle schwimmen, mehr bei "intellektuelleren" Zusammenkünften findet (Ausstellungen, Theater, Bibliothek, alternatives Festival) als beim 0815-Saufen im Club, aber insgesamt passt es dennoch selten, wenn man recht hohe Ansprüche an die Gespräche stellt. Da hilft nur, nicht den Mut verlieren und weiter auf Menschen/Männer zugehen.
Manchmal habe ich aber auch schon erlebt, dass Leute erst beim zweiten oder dritten Mal mehr auftauen und die Gespräche plötzlich tiefer gingen - auch von mir selbst aus. Es kann sich also lohnen, nicht nach dem ersten Date aufzugeben. Vielleicht muss nur der Zugang entstehen.

w, 34
 
  • #16
Hi Amelie

Da kann ich dir beipflichten. Deine Empfindungen kann ich nachvollziehen und zwar als Mann. Bei Dates habe ich oftmals die Erfahrung gemacht, dass die Frau bloss von sich redete oder einfach sehr an der Oberfläche blieb, so dass keine Lust auf ein zweites Treffen meinerseits entstand.

Ich mache aber auch im näheren Umfeld die Beobachtung, dass man bei mir liebend gerne ablädt, weil ich offensichtlich gut zuhöre und die (treffenden) Fragen stelle. Umgekehrt interessiert man sich eher wenig für mein Seelenleben.

Ich denke, dass die Mehrheit der Menschen nicht für tiefgründige Beziehungen (nicht nur Liebesbeziehungen) veranlagt ist. Die Gründe sind wohl mannigfaltig. Unsicherheit, mangelnde Empathie, bescheidene Intelligenz, Selbstbezogenheit oder schlicht Desinteresse können Ursachen sein.

Ich wünsche dir viel Glück und lass dich nicht frustrieren. Sei mit dir selbst im Reinen, damit kannst du einen Teil der Enttäuschung abfedern.
Canteras, m40
 
  • #17
Ist es so, dass es wirklich nur wenig tiefgründige Menschen gibt und es eine Suche wie die Nadel im Heuhaufen ist? Wo kann ich diese Menschen am ehesten treffen?

Nö, kann ich nicht so bestätigen. Klar gibt es diese unempathischen Langweiler, aber auch genug andere.

Beim Online Dating hat es geholfen, vorab viel zu schreiben. Da merkt man, ob man Themen auf einer Wellenlänge hat. Auch so: Männer, die vielseitige und vor allem ähnliche Interessen hatten wie ich, waren immer gute Gesprächspartner, einfach weil man gemeinsame Themen hat.

Letztlich darf man natürlich auch nicht erwarten, nur unterhalten zu werden. Muss man natürlich auch schon mal selbst aktiv werden und auch selbst die Mauern runterfahren und etwas von sich preisgeben, wenn man tiefgehende Gespräche führen möchte.
 
  • #18
Ändere Dein Kommunikationsverhalten. Erweitere einfach Dein Repertoire an Kommunikationsmitteln.
Eine Methode ist:
Überlege Dir, was Du Dir konkret in der Gesprächssituation wünschst und mache das selbst. Wenn Du Dir z.B. wünschst, dass Du eine bestimmte Frage gestellt bekommst (z.B. was ist Deine Meinung zum Thema XXX ?), dann stelle Du diese Frage.

Bei einer neuen Bekanntschaft sind im ersten Moment tiefsinnige und reflektierte Gespräche schwierig, weil diese nur möglich sind, wenn ihr beide Euch zufällig in diesem Bereich auskennt und über diesen Aspekt nachgedacht habt.
Philosophisches Gequatsche und Politisieren nach 2 Flaschen Rotwein mit vielen Allgemeinplätzen sehe ich heute nicht mehr als wertige Gespräche.

Andere Menschen sind nicht da, um Dich zu bereichern und zu inspirieren. Gespräche dienen häufig dem Informationsaustausch, dem gegenseitigen Kennenlernen.

Inspiration und Bereicherung haben viel mit Gefühl und wenig mit dem Thema zu tun. Dafür ist es gut, wenn Du wertschätzend und mit echtem Interesse Dinge ansprichst.
Da kann es passieren, dass Dein Gegenüber zwar objektiv von einem langweiligen Thema berichtet, aber es inspiriert Dich trotzdem. Z.B. Sein Geschichte von seiner Hobby-Hasenzucht kann super interessant sein, wenn Du merkst, mit welcher Leidenschaft er den Hasenzüchterverein gründete, mit welcher Hingabe und Fachkenntnis er seine Hasen versorgt und wie er für die Hasenthematik brennt.
 
  • #19
Nun ja, Amelie ....
was du dir genau vorstellst, weiss ich ja nicht. Aber was erwartest du von einem Menschen, den du gerade kennen lernst?
Was die sogenannten Intellektuellen, die sich selbst tiefgründig nennen gerne vergessen: Der Smalltalk hat durchaus seine Funktion. Nicht das WAS sondern das WIE ist interessant. Wie geht jemand auf mich zu, Körpersprache, Ausstrahlung, Fähigkeiten, sich zu artikulieren .. so etwas kann man beim Smalltalk einschätzen.
Und sorry - auf das ewige Gejammer von wegen Problemchen, die Welt ist so schlecht und alle sind so böse zu mir habe ich gar keine Lust. Ich lache lieber mit den Menschen....
Aber jedem das seine. Vielleicht habe ich dich auch komplett missverstanden.

Lieber Tom, da muss ich mal widersprechen. Tiefgründige Gespräche haben nicht unbedingt was mit Intellektuellen zu tun, wenn auch häufig eine Korrelation besteht. Es gibt Menschen, die denken einfach nicht über den Tellerrand hinaus. Ein sehr intelligenter (logisch veranlagter) Freund von mir, der hat gar keinen Sinn für Gespräche über die Entstehung des Universums, den Tod, Gibt es Gott?, tiefere Einsichten über sich selbst etc. Er ist in seinem Fach sehr gut, wird Professor. Aber das Interesse an mehr außerhalb seines Faches und seines Alltags ist nicht da. Und wenn man mit jemandem über tiefgründigere Dinge reden möchte als nur über die alltäglichen Dinge, Urlaubsplanung, Wetter oder oberflächliche Politik, dann ist einem das eben nicht genug. Egal, wie charmant der andere das rüberbringt. Außerdem mag ich als Introvertierte Smalltalk über Stunden nicht, das tut mir körperlich weh. Das ist angeboren und keine Arroganz. So mit den anderen in der Büroküche oder kurz im Zug mit dem Nachbarn mal 10 Minuten über oberflächlichere Dinge reden, ist auch schön und macht mich froh, wenn alle gute Lauen haben. Aber einen ganzen Abend mit jemanden verbringen, der sozusagen ausgedehnten Smalltalk führt, lustige Anekdoten erzählt, nur alle Klippen umschifft und nicht tiefer nachdenken will, das ist meine persönliche Hölle (und die meines Partners). Das sieht jeder anders. Der, dem tiefe Gespräche nicht wichtig sind, der hätte sicher auch keine Lust auf so einen Partner. Da gibt es auch kein richtig und kein falsch. Aber sehnt man sich nach dieser Art Verbundenheit in Gesprächen, dann ist das durchaus Jammern wert. Es ist nicht so einfach, jemanden zu finden, der da ähnlich tickt. Wenn ich jetzt am Wochenende mit einem meiner engsten Freunde abends ewig in der Bar saß und über Paralleluniversen und das Leben philosophiert habe, gehe ich danach so dermaßen glücklich nach Hause, wie andere nach einem lustigen Anekdoten-Witzelei-Abend, der mir nichts gibt.

w, 34
 
  • #20
Wenn ich neue Menschen kennenlernen, dann reden sie sehr gerne über sich, stellen wenig Fragen, können nicht zuhören und ich habe das Gefühl, dass das Interesse an meiner Person nicht so groß ist.

Ja, das ist so. Die meisten Menschen erzählen gern über sich selber. Auch so ein Forum würde gar nicht existieren, würden die Leute nicht gern von sich reden.
Selbst bin ich tiefgründig, reflektiere viel, stelle viele Fragen und nehme Anteil an den Problemen und Sorgen der anderen.
Du kannst sogar ruhig Deine Fragen weglassen und nur mitfühlend gucken, reicht für die meisten Menschen.

Die "tiefgründigen" die sich für Dich wirklich interessieren, mit denen Du Gespräche führen kannst, die nennt man Freunde.
 
  • #22
Manchmal habe ich aber auch schon erlebt, dass Leute erst beim zweiten oder dritten Mal mehr auftauen und die Gespräche plötzlich tiefer gingen - auch von mir selbst aus. Es kann sich also lohnen, nicht nach dem ersten Date aufzugeben. Vielleicht muss nur der Zugang entstehen.
Eine Oberflächlichkeit zu erkennen oder eine Tiefe zu erkennen, hat damit: “vielleicht muss nur der Zugang entstehen“ überhaupt nichts zu tun!
Eine Oberflächlichkeit ist sofort da oder auch nicht, eine tiefgründige Einstellung ist auch sofort da oder auch nicht!
Oberflächlichkeit bedeutet, sich zu häufig von Äußerlichkeiten beeinflussen zu lassen und ideelle Werte nicht zu schätzen zu wissen.
Tiefgründige Menschen lassen des Öfteren den Fernseher aus, ich habe z.B. keinen, brauch ich nicht, diese Massenhyp**seberiesel***und lese stattdessen lieber ein gutes Buch oder schreibe selbst an meinem Buch oder male oder lese eine Zeitschrift, die sich mit aktuellen politischen und sozialen Themen beschäftigen. So bekommt man ein Gespür dafür, was die Menschen auf der Welt wirklich bewegt. Mit sich selbst und seinen Gefühlen auseinandersetzen. Überlegen was einen glücklich macht und wo die Stärken und die Schwächen liegen. Tagebuch schreiben und festhalten, was einen bewegt und was man täglich so alles erlebt. Versuchen, sich in andere Menschen hineinzufühlen: Wer empathisch ist, ist in der Regel auch zu Tiefgründigkeit fähig. Bei den Menschen, die uns begegnen, hinter die Fassade zu schauen. Sich fragen, ob mein Gegenüber wirklich so ist, wie er sich gibt oder ob er eine Rolle (Smalltalk) spielt. Authentizität ist ein wichtiges Kriterium für Tiefgründigkeit.
 
  • #23
Wieso kommen hier so viele auf die Idee das es bei Männern öfter vertreten ist das sie rein oberflächlich sind als bei Frauen? Nur weil sie offener und direkter sind was meist Richtung Sexualität geht? Frauen sind im gleichen Maß betroffen, orientieren sich in Jungen Alter nur an Geld, Aussehen oder saufen/kiffen/spritzen sich halt das Hirn weg, mit zunehmenden Alter ändert sich das meistens auf Geld, Erfolg und auch nach wie vor Aussehen.

Die nächste Frage ist auch ob du einen tiefgründigen Mann kennen lernen willst oder doch einen der sein eigenes Verhalten und handeln selbst reflektiert oder doch einfach nur jemanden der dich genau "erkennen" kann.(oder am besten eine Combo aus allen 3?)
Ich habe schon Frauen kennen gelernt welche sehr tiefsinnig waren, doch als ich sie auf ihr Handeln und ihr inneres Ansprach und sie sich dem stellen musste, hat sie sofort dicht gemacht. Du siehst man kann auch "tiefgründig" sein und ja, das Gefühl anders zu sein und durchaus alleine, das kommt öfters vor aber auch das hat viele verschiedene Gesichter, wo nicht alle davon das sind was du suchst.

ich denke es gibt auch keine bestimmten Orte wo man suchen könnte, tiefgründige Menschen gehen auch ins Kino, in die Disco, Essen, Schwimmen usw genau wie es alle anderen tun. Du musst lernen es anhand ihrer Körpersprache zu erkennen, wie sie andere beobachten, ob sie es tun, wie sie reden und reagieren usw. Es gibt viele Dinge auf die man achten kann um zu sehen wie oberflächlich oder tiefgründig jemand ist.
 
  • #24
Naja, 'tiefgründig'...
Sind wir doch alle und sind wir auch alle nicht.
Jeder Mensch hat seine richtigen, wichtigen Anliegen, aber die lässt er doch nicht zwingend bei dir raus und auch nicht bei einer Party, einem Abendessen im Freundeskreis oder einem ersten Date.
Über Wichtiges spricht man mit den allerwenigsten Leuten und auch erst dann, wenn man sie gut kennt und ihnen vertraut.

Danke. Sorry das ich unterbreche und deine Frage kurz mitnehme.
Ich oute mich mal als Oberflächlich, damit ich mitreden darf.
Wollen die ganzen Tiefgründigen Menschen hier behaupten, dass sie 24/7 tiefgründig durchs Leben maschieren? Bedeutet das dann, dass die Menschen die ihr trefft und kennen lernt, out sind, wenn sie nicht sofort mit Euch aufs tiefergelegte Gleis aufspringen?
Wie wollt ihr dann alle in einem ersten Gespräch feststellen, ob ihr einen Tiefgründigen Menschen vor Euch habt, oder nicht?
Kann ich mir das so vorstellen, dass ihr bei Kontakt immer eine Hand an der Schublade habt?
Was ist für Euch überhaupt Tiefgründig? In Bezug auf welche Gesprächsthemen greift da die Tiefgründigkeit? Sind es alle Themen oder bestimmte? Wo beginnt die Ernsthaftigkeit? Wo bleibt der Spaß?
Darf man bei Euch auch mal Müll reden oder flaxen. Ich frage mich gerade, wie man Tiefsinnig auf jeden Menschen zugeht.
Echt. Mich interessiert das brennend.
Danke für auch nur eine verständliche Antwort.

m47
 
  • #25
Sorry, Amelie, ich nehme dich weder besonders tiefgründig noch tiefsinng wahr. Ehe als kleines, unzufriedenes Mädchen, dass seine Umgebung mit " keiner versteht mich" nervt. Ich habe noch deine andere Threads im Kopf. Tiefgründige Menschen ziehen keine oberflächliche an , falls doch, würden sie den Grund und den Sinn erkennen. Nutze deine Intelligenz, um dir deine Frage selbt beantworten zu können.
Andere Menschen sind nicht da, um Dich zu bereichern und zu inspirieren
Seltsam. Ich dachte immer , andere Menschen sind eben deswegen in meinem Leben da. Wozu den sonst, wenn sie weder bereichernd noch inspirierend sind?
 
  • #26
Guten Abend,

dass das Interesse an meiner Person nicht so groß ist.

....liebe FS, dann musst du Interesse wecken. Beobachte dich, *wie* du zuhörst und ob du wirklich auch mit Herz, dem Menschen zugewandt bist. Wenn dich ein Thema langweilt, zu sachbezogen ist, dann gib die Würze dazu. Humor z.B. und keine Reaktionen, die gelangweilt, öde und schnöde signalisieren.
Vielleicht solltest du eine andere Sichtweise einnehmen. Ein Mensch, der von sich sehr viel erzählt, schenkt dir Vertrauen, will dich beeindrucken, auf sich aufmerksam machen. Je weniger und sparsamer verbal und nonverbal dein Feedback, je mehr schnattert er. Natürlich bringt er die Themen auf den Tisch, die für ihn wichtig sind und wo er sich sicher fühlt.
Woher soll er wissen, dass du tiefgründig bist. Tiefgründigkeit ist etwas Intimes, Vertrauliches und nicht jeder mag und kann gleich so tief einsteigen, wild reflektieren und sorgenvoll die Kümmernisse der Welt sezieren. Smal Talk kann sehr tiefgründig und aufschlussreich sein, es ist sozusagen die Einladungskarte. Die sollte auch schön gestaltet sein, indem man eine Augenhöhe herstellt, wo sich beide wohlfühlen können. Humor lockert den Geist und die Zunge und ein Lächeln im Gesicht, stellt Intimität her. Lade ein, indem du nonverbal, authentisch, tiefgründig kommunizierst.
 
  • #27
Hm, ich glaube, mit den Leuten, mit denen du zu tun hattest, die sind nicht zwangsläufig nicht tiefsinnig, nur lassen tiefsinnigere oder intellektuellere Menschen einfach nicht jeden so tief in ihr Territorium, der da herumwursteln, schmarotzen, fragen, walten und schalten kann, wie er gerade lustig ist und einen damit aussaugt. Mit einigen Menschen möchte ich z. B. gar nicht tiefsinnig reden, egal wie toll, cool und lustig sie sind. Manchmal reicht einfach nur ein oberflächliches Gespräch und dann verabschiedet man sich wieder nett voneinander. Tiefgründige Menschen können auch schnell zu Energievampiren werden.

Ich sehe mich selbst als tiefsinnig, aber es kostet Energie, wenn jemand versucht, seine Einsamkeit an mir zu stillen und ich seine Defizite gerade bügeln muss, weil ich offenbar was habe, was andere möchten. Ich möchte kein Bespaßer für Leute sein, die einsam und traurig sind und alleine nicht zuerecht kommen. Oder auch kein Leute haben, die wiederum keine Freunde haben, bei denen sie sich nicht gut aufgehoben fühlen.

Ich glaube, du suchst eher Halt und Sicherheit und einen lieben Mann. Die Männer, die du datest, die passen gar nicht zu dir, weil sie Ich-bezogen sind. Das finde ich aber nicht schlimm. Es gibt viele "kühle" Ich-bezogene Frauen, die passen perfekt zu solchen Männern, um ihnen ein Schlagabtausch zu bieten.

Wir wissen nichts aus deinem Leben. Tiefgründigere Menschen trifft man eher bei ruhigeren Events und anspruchsvolleren Hobbys, aber sicher nicht in der Bar nebenan. Geh doch einfach mal zu gehobeneren Vorlesungen und Seminaren. Fang bei dir selber an. Kleide dich reifer, esse gehobener, beschäftige dich mit intellektuellen Themen und Bücher, suche nach was besserem, um ein Magnetpunkt für entsprechende Menschen zu werden. Das kann man jetzt alles doof finden, aber meistens verläuft es so, dass man bei sich anfangen muss und seine Umwelt um 180 Grad drehen muss.

Ich möchte z. B. keine Freunde haben, die Freunde haben, die sie wiederum einsam machen. Das stimmt das Förderungskonzept um die Person herum nicht und ich muss mich dann der schweren Mammutaufgabe annehmen und im schlimmsten Fall kriege ich diesen komischen Freundeskreis auch noch mit oben drauf, wenn ich die Person kennenlerne.
 
  • #28
Wir wissen nichts aus deinem Leben. Tiefgründigere Menschen trifft man eher bei ruhigeren Events und anspruchsvolleren Hobbys, aber sicher nicht in der Bar nebenan.
Ich bin der Mensch in der Bar nebenan. Ich kann genauso " blöd daherreden" wie tiefgründige Gespräche führen. Die Menschen aus Seminaren,Yoga und NLP ,wie schon jemand schrieb, fand ich auch oft ich- bezogen und recht oberflächlich. Also ist das auch nicht unbedingt ein Kriterium. Einen wichtigen Kriterium finde ich Ironie. Da bedarf es gewisser Intelligenz .
Ein sehr intelligenter (logisch veranlagter) Freund von mir, der hat gar keinen Sinn für Gespräche über die Entstehung des Universums, den Tod, Gibt es Gott?, tiefere Einsichten über sich selbst etc. Er ist in seinem Fach sehr gut, wird Professor. Aber das Interesse an mehr außerhalb seines Faches und seines Alltags ist nicht da. Un
Eine Intelligenz, ist eine Fähigkeit, erworbenes Wissen zu benutzen. Erworbenes Wissen zu besitzen nennt sich Klugheit. Dein Professor ist klug, aber definitiv nicht intelligent. Übrigens ist Intelligenz angeboren und kann nicht trainiert werden, sondern nur erweitert. Sofern ich weiss,wird Intelligenz von der Mutter vererbt, genauso wie der Sinn für Humor.
 
  • #29
Kann es sein, dass du diese Frage schon mal gestellt hast? Ich erinnere mich daran. Versuch doch über deine Hobbies und eigene Interessen Freunde zu finden.
 
  • #30
Liebe Amelie,

ich kenne das auch, wobei ich diese Menschen dann schnell aus meinem Leben verbanne. Seit ich mehr darauf achte, lerne ich auch viel mehr tiefgründige Menschen kennen. Tiefgründigkeit geht oft mit Reflektionsfähigkeit und Emapthie einher und damit sind nicht alle Menschen gesegnet. Du könntest auch mal online in Foren suchen oder selbst Kontaktanzeigen aufgeben, dass du eben tiefgründige Menschen suchst. Diejenigen die es sind, wissen das. Die anderen haben viele Fragezeichen, aber das sind dann eh die falschen. Ich bin auch so wie du. Ich bin emotional beteilgt, wenn ich mit Menschen rede, bin selbst authentisch und immer ehrlich, lasse auch hinter meine Fassade schauen. Das erfordert Mut, den leider nicht jeder hat. Klar ist erst einmal Smalltalk wichtig, aber dann darf es schon tiefgründig werden. Ich möchte mich eben über Gott und die Welt unterhalten, über den Sinn des Lebens, über Träume und Wünsche. Wir können froh sein, dass wir so sind, denn das macht tendenziell glücklicher. Und wie viele behaupten, dass man nur Probleme wälzt das stimmt einfach nicht. Ich bin z.B sehr humorvoll und bringe Menschen zum lachen, bin lebensfroh und nicht pessimistisch unterwegs.


Tiefgründige Menschen ziehen keine oberflächliche an , falls doch, würden sie den Grund und den Sinn erkennen.

dem kann ich absolut nicht zustimmen. Viele Leute lernt man ja auch zufällig kennen und dann können sie sich als oberflächlich entpuppen. Ehrlich gesagt merkt man das recht schnell an der Gesprächskultur. Es gibt Menschen da passt die Wellenlänge, da gibt es einen Dialog und man fühlt sich einfach beschwingt. Hast du noch nie gehört, dass ausgerechnet die altruistischen Menschen, die zuhören können eben diese Energievampire anziehen? Die brauchen ja jemanden, der zuhört. An die anderen egoistischen Menschen würden sie sich nicht anklammern.
 
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