• #31
Es ist eher das Gefühl, das ich mich ihr (nur wenn ich mich in sie verliebt habe, nicht bei jeder Frau!!) emotional völlig unterlegen fühle und die Nähe brauche, suche und kaum aushalte, weil sich für mich einfach alles nur um sie dreht.
Bist Du vielleicht auch ein Mensch, der meint, für alles hart arbeiten zu müssen, um dann den Erfolg einzufahren?
Diesem Irrtum, dass man alles, was man will, mit Stärke, Beharrlichkeit und Energie erreichen kann und dann die Belohnung kriegen, erliegen ja viele so als unbewusstes Programm (mussten sie in ihrer Kindheit für Liebe was leisten? Ich denke schon, aber ich glaube, jeder meint erstmal, "ich leiste xy, kriege dafür xz").

Für was arbeiten und sich abmühen kann man durchaus, wenn es um Ziele geht, die man für sich erreichen will ohne andere Menschen, was lernen, was erarbeiten usw.. Aber sobald man irgendwas macht, woran andere beteiligt sind, müssen die auch wollen. Das ist auch im Geschäftsleben so, ich kann mich ja nicht aufregen, wenn mein Zeug keine Kunden findet.

Es gibt ja ein Erfolgserlebnis, wenn man was geschafft hat. Aber im Liebesbereich ist das nur sehr bedingt relevant. Klar gibt es ein absolutes Hochgefühl, wenn der andere sich auch verliebt hat. Aber hier ist wichtig, auseinanderzupuzzeln, wo es um eine Trophäe geht, die man für sein Selbstwertgefühl erobern will, und wo es darum geht, einen sympathischen Menschen getroffen und sich verknallt zu haben.
Im Fall der Trophäe ist eine Aufwertung des Selbstwertgefühls dabei, das eigentlich bei Liebe null zu suchen hat. Eine Trophäe wird nur, wer aufgewertet wird durch ... naja, was schon, vermutlich optische Attribute. Die Frau sieht hammermäßig aus, also ist, ihr Mann zu sein, ein Plus für Dich. Wäre sie optisch nicht so dolle, könnte ja jeder sagen "urgs, um die beneide ich ihn nicht, er muss keine Bessere abgekriegt haben". Bei Frauen ist das ähnlich. Kann auch über Optik gehen, aber geht auch viel über sozialen Status, Reichtum UND! auch, ob er einen Heiratsantrag macht. Denn wenn er reich, statusreich und verwöhnend ist und dann noch heiraten will, hat die Frau in manchen Kreisen den totalen Jackpot gekriegt.

Was soll das mit der Trophäe also: Sich selbst besser vor anderen darstellen. Warum? Weil man meint, allein, so wie man ist, nichts reißen zu können. Man braucht einen Doktortitel, ein auffälliges Auto, einen schicken Klunker, einen Urlaub in einem absoluten Luxushotel in einer teuren Urlaubsregion, eine superhübsche, junge Partnerin, einen supertollen Partner - für den eigenen Selbstwertgefühlspush und daher FÜR ANDERE. Hat mit Liebe nichts zu tun.
Wenn was mit Liebe und Sympathie zu tun hat, kommt auch was vom anderen zurück. Wenn der das Pech hat, nicht so schick auszusehen/dazustehen, rennt der Depp oder die Deppin weiter, denn sie will sich ja aufwerten und mit Liebe klappt das nicht.
 
  • #32
Denn wenn er reich, statusreich und verwöhnend ist und dann noch heiraten will, hat die Frau in manchen Kreisen den totalen Jackpot gekriegt.
Die armen Männer die sich auf eine solche Frau einlassen!
Man braucht einen Doktortitel, ein auffälliges Auto, einen schicken Klunker, einen Urlaub in einem absoluten Luxushotel in einer teuren Urlaubsregion, eine superhübsche, junge Partnerin, einen supertollen Partner - für den eigenen Selbstwertgefühlspush und daher FÜR ANDERE. Hat mit Liebe nichts zu tun.
Genau so ist das, Arm im Geiste, denn sie wissen nicht, was sie tun!
Wenn was mit Liebe und Sympathie zu tun hat, kommt auch was vom anderen zurück. Wenn der das Pech hat, nicht so schick auszusehen/dazustehen, rennt der Depp oder die Deppin weiter, denn sie will sich ja aufwerten und mit Liebe klappt das nicht.
Frage mich ständig, warum so wenig Menschen dahinter kommen, nicht an sich arbeiten, um an sich selbst näher heranzukommen, zu wissen, was eine Beziehung sein soll, was sie ausmacht, wie sie stabil wird und auch hält!
 
  • #33
Ich würde auch mal schon geschehene Dinge bei mir analysieren. Wo bin ich hinterhergekrochen und warum, wo habe was falsch gesehen, nicht kapiert usw.. Wo ist mir jemand hinterhergerannt und warum wollte ich ihn nicht. Was finde ich persönlich unattraktiv an Verhalten bei anderen.
Ich spiegele die Situationen schon, wenn es sich manchmal verfahren hat. Wie aktuell auch gerade. Ich schaue schon die Position des Gegenüber an.

Ich schaue dann natürlich auch: Was macht das Verhalten anderer für mich unattraktiv und versuche dieses Verhalten bei mir zu vermeiden, wenn Gefühle ins Spiel kommen.

Ich war vor 3 Jahren in Berlin bei einem Konzert. Geiles Wetter, tolle Band, unfassbar geile Location, direkt an der Spree. War allein vor Ort. Hatte vorher beruflich zu tun. Location ist wirklich kultig.
Spricht mich draußen eine Frau an. Wie verstehen uns, entdecken Gemeinsamkeiten (läuft auch, Musik) und haben uns sooo gut verstanden. Wo ist der Eingang, nichts gefunden. Hinterrum rein, Backstagebereich. Kein Zutritt, egal. Nehme sie an die Hand. Wie kleine Kinder. Wir laufen der US-Rockband direkt in die Arme, die uns per Handschlag begrüsst. Sie: "Oh Gott, wenn ich das meiner Tochter erzähle. B.D. hat mir die Hand gegeben!"
Security sieht uns und schmeisst uns raus! Wir lachen nur noch. So geil. Andere Situationen folgen, wo man merkt, man versteht sich einfach. Konzert riesig!! Die Band steht fünf Meter von uns entfernt, entdeckt uns (V.I.P.???, Haha), grüßt uns vor den Leuten. Geiler geht einfach nicht. Ich nehme sie mit. Im Auto: Total taub, wir müssen uns anschreien, so laut war das Konzert. So geil. Danach in meinem Auto zum Bahnhof. Wir kommen beide nicht aus Berlin.
So toll es auch mit ihr war es hat für mich einfach nicht gereicht. Sie will nicht aussteigen. Will das ich nach der Nummer frage. Bietet mir ein ONS an. Will nicht, bin müde, ganzen Tag gearbeitet, lange Heimfahrt, schmeisse sie aus dem Wagen.
Scheiße Kimi, das hast Du schlecht gemacht.
 
  • #34
Du vermutest. Wie war die Situation konkret? Berichte bitte, vielleicht sagt das nur Dein Kopf. Oder gehe hin, rede mit ihr und entschuldige Dich. M, 54
Verrückt. Heute (!) hat sich die Situation geklärt.

Sie, jung, kalt, emphatielos, distanziert, Minuspol.
Ich, alt, warm, zu viel Empahtie, Nähe suchend, Pluspol.
Sie unnachbar, ich fasziniert. Was für eine Anziehung, eine Spannung. Midlife Crisis schlägt zu, voll der Hormoncocktail. Sage ihr viel zu viel, viel zu früh. Nerven verloren.

Sie abweisend (NEIN!) und erstaunlich cool. Ich irritiert (wie macht die das?). Wir halten die Nähe. Ich gehe langsam vor die Hunde. Kann nicht loslassen. Signale falsch verstanden. Sie ist so jung, weiß nicht, was sie tut. Hin-Her-Hin-Her. Situation eskaliert. Verliert die Nerven. Rennt davon. Distanz.

Noch nie erlebt. Fühlt sich schrecklich an. Viel schlimmer als der Korb. Wir sehen uns 2-4 i.M. Geht mir aus dem Weg. Knallhart. Kein Augenkontakt. Geht bei Beiden nicht. Ich will die Situation klären. Sie lässt es nicht zu. Können nicht reden. Gefühl wird immer schlimmer. Denke nur an Sie. Abweisung, Distanz verstärken alles.

Lassen uns in Ruhe. 2-3 Monate, nichts geht. Weihnachtsfeier Katastrophe, totale Blockade. Nur noch die Begrüßung bleibt uns. Nehmen uns immer noch in den Arm (!). Ansonsten sprachlos.

Neues Jahr. Sie kommt näher. Ich warte. Komm schon. Sie schafft es nicht. Sie ist gegangen, sie muss kommen. Erster Elfmeter für sie: verschossen. Zweiter Elfmeter: wieder verschossen.

Durch Corona sehen wir uns nicht mehr. Sie schreibt mich an. Nach 5 Monaten erstmals. Telefonieren geht immer noch nicht. Ich will es klären. Sie sich nur fachlich austauschen. Weicht immer wieder aus. Kalt und distanziert kommt sie rüber. War früher anders. Sie ist klug, verkopft, zielorientiert, bezahlt dies mit fehlender emotionaler Intelligenz.

Schreiben weiter fachlich. Kriegen nicht die Kurve ins Private. Ich provoziere sie. Endlich zeigt sie Emotionen. Rotzt mich an. Ich habe sie endlich da, wo ich sie haben will. Schreibe was ich fühle und denke. Beschreibe die Situation. Gut gemacht, Kimi. Fühle mich Klasse als ich es absende. Endlich habe ich die Möglichkeit es ihr zu sagen. Das musste ich loswerden. Verantwortung zu übernehmen. Kein Vorwurf an sie.

Bin durch, egal was sie antwortet. Das ist jetzt ihre Aufgabe.
Ihre Antwort: 100%. Mehr als ich erwartet habe. Gefühle, Selbstreflektion. Sie gibt eigene Fehler zu, spricht ihre emotionale Limittierung an. (ich vermute emotionale Nichtverfügbarkeit). Sie sagt, dass sie mit der Situation nicht klar gekommen ist, nicht wusste wie sie mit mir jetzt umzugehen hat. Sie verspricht (!) an sich zu arbeiten und es zu versuchen.

Ich hatte es immer geahnt und trotzdem fast sechs Monate gebraucht. Bei der nächsten Frau, die so ist, wechsel ich schnell die Strassenseite. Bin endlich raus.
Wenn wir uns nach Corona wiedersehen wird alles anders sein.
 
  • #35
Sie, jung, kalt, emphatielos, distanziert, Minuspol.
Ich, alt, warm, zu viel Empahtie, Nähe suchend, Pluspol.
Naja, deine Wahrnehmung.

Du bist ganz schön kompliziert, oder? Du stehst anscheinend nicht auf Frauen, die dich wollen.

Denkst du wirklich, dass du mit einer "Trophäenfrau" glücklich werden könntest?

Was heisst das übrigens genau? Dass du eine eroberst, die eigentlich zu schön oder sonstwie zu gut für deine "Liga" ist?
 
  • #36
Sie will nicht aussteigen. Will das ich nach der Nummer frage. Bietet mir ein ONS an. Will nicht, bin müde, ganzen Tag gearbeitet, lange Heimfahrt, schmeisse sie aus dem Wagen.
Scheiße Kimi, das hast Du schlecht gemacht.
Warum bekommst Du da die Kurve nicht?
Warum, wenn Du auch ihre Nummer hast, rufst Du nicht am nächsten Tag an?
Die Frau hat Dir den ONs angeboten, nicht weil sie Sex wollte, das vielleicht auch, sondern weil sie wollte, Du bleibst.

Schmeiße sie aus dem Wagen - hoffentlich war es nicht so... Man kann sich doch verabschieden und sagen, dass man sich am.nächsten Tag meldet?
Das wäre doch ganz selbstverständlich?

Du hast zuviele Blockaden im Kopf - und wenn ich das so lese - habe ich das Gefühl, dass Du, da gehe ich mit Aries, teils mangelnden Selbstwert, teils viele Ängste hast. Und dann orientierst Du Dich an unerreichbare Frauen "Trophäenfrauen", um Dein Muster zu bestätigen.

Ich finde es mutig und toll, dass Du die Situation mit der Frau geklärt hast - vielleicht könnt ihr dann in Zukunft anders, sachlich, miteinander umgehen. Beruflich, privat. Viel privater Kontakte wird es ja nicht sein, oder was willst Du nun konkret. Weißt Du das?

Coronazeit ist eine hervorragende Zeit, mal zur Ruhe zu kommen, nicht im Außen zu schauen, sondern mal ins Innen.

Ich bleibe dabei - lerne Dich kennen.

W,50
 
  • #37
Also das Erlebnis beim Konzertbesuch kann wirklich nicht schöner sein. Ja, ich finde schon, Du hast da was vermasselt. Das war doch sowas wie ein Flow.
Gut, vielleicht war sie wirklich nichts für Dich, ich meine, nur weil man was schönes Ungewöhnliches miteinander erlebt, heißt das ja nun auch noch nicht, dass man zusammenpasst. Aber: Das weißt Du ja nicht mal.

Ich finde, sowas ist Schicksal, es schmeißt Dich in eine Situation mit einem Menschen, mit dem sich vom Leben GESCHENKT ein Gemeinsamkeitsgefühl ergibt. Du bist nicht "auf Liebe" vorbereitet, und kannst also die Chance nicht sehen. Der andere Mensch ebnet Dir den Weg, aber Du willst nicht.
Ich kenne sowas durchaus auch, dass ich was nicht mitkriege, was mir vor die Füße geworfen wird. Beispiele habe ich gerade nicht, aber ich weiß, dass ich durchaus schon mal zu viele Bretter vorm Kopf hatte. Denn: Ich hatte es ja nicht bewusst gewählt, ich habe es ja nicht angestrebt, ich habe nicht mal den kleinen Finger dafür krumm gemacht. Das letzte ist, denke ich, für viele DAS Kriterium - haben sie sich für irgendwas sehr angestrengt oder nicht. Oder es ist die Haltung: Wollte ich das gerade unbedingt? Wenn nein, lehne ich gleich ab *).
Aber diese Sache mit der Anstrengung ... klar gibt eine erarbeitete Million ein anderes Gefühl als eine, die geschenkt wurde, aber das entwertet diese doch nicht. Kannst dich genauso glücklich oder unglücklich damit machen wie mit der erarbeiteten.
Warum muss Mühsal dabei sein, damit es für einen was wert ist?

*) Das ist eine Unfähigkeit zu "go with the flow", würde ich sagen. Alles, was man an sich ran lässt, muss erst durch ein Nadelöhr oder zumindest Tor, das man bewusst geöffnet hat. Ansonsten hat man die Kontrolle nicht drüber.
Dieses Vorgehen ist natürlich durchaus berechtigt. Wenn ich schon mal "go with the flow" gemacht habe, habe ich mich in Schlamassel gebracht, weil ich die Steuerung danach nicht mehr übernommen habe, sondern von anderen Menschen, die den Flow spielten, gesteuert wurde. Für gwtf muss man in der Lage sein, Chancen anzunehmen und dann aber doch zu steuern oder doch noch "nein" zu sagen.

Ich habe mal gelesen: "Wenn du liebst, ist alle Angst von dir genommen".
So habe ich das auch empfunden. Man weiß ganz sicher, der andere hat auch sein Herz geöffnet, man sieht sich an und sieht Liebe. Und es fühlt sich auch frei an, keine "was aber" oder "will haben" dabei. (Die können natürlich später kommen.)
Aber man kann es nur fühlen, wenn man nicht gefühlsblockiert ist mit "er/sie muss meinem Schönheitsideal entsprechen" oder "ich will Sex mit ihm/ihr" oder "ich fühle mich klein neben ihm/ihr, wenn ich diesen Menschen für mich gewinnen kann, bin ich endlich angekommen". Sobald irgendwelche Psychoprogramme ablaufen müssen, also die Motivation erst da sein muss, irgendwas von jemandem zu wollen, was man "Liebe" nennt, würde ich sagen, ist es keine mehr, sondern eben Programmerfüllung.
 
  • #38
Ich empfinde ihre Aussage abwertend, verletzend.
Tja, dann stimmt Dein innerer Kompass ja eben doch.

Mein Gott es ist doch nicht so schwer.
Klar will Dein Unterbewusstsein die attraktive Frau (muss ja nicht nur äußerlich so sein) für Dich und lässt dann auch nicht gerne los (obwohl Du schon begriffen hast, dass Deine Chance bei der ganz schlecht sind, und die Frau sogar auch erhebliche Nachteile für Dich hat).

Wir alle wollen nunmal die besten Sachen für uns. Ganz normal.

Vergiss das mit dem "Mindsetting". Setz doch an diesem Punkt mal an und stehe einfach vor Dir selbst zu Deinen Gefühlen.

Nimmt Deinen Mut zusammen und versuche es bei der (insgesamt) attraktiveren Frau (mir scheissegal, welche das nun gerade ist).

Dann siehst dann ja, was geht und was nicht.

Wenn Du (wahrscheinlich) abgewiesen oder sogar noch lächerlich gemacht wirst, hast Du eine viel bessere Chance von dieser Obsession wegzukommen, als mit disem "Mindsetting" - Gefasel.

Die Kunst im Leben besteht auch darin, mal ganz bewusst in ein Fettnäpfchen zu treten, um zu sehen, wie tief es ist.
Man muss sich auch mal trauen, einfach für sich selbst.
 
  • #39
Die Frau vom Konzert, mit der es locker war, unklompliziert,ihr richtig Spaß hattet, die wolltest du nicht.
Du stehst auf die Eisprinzessin,die dich warten lässt usw.
Selber Bindungsängste? Mit der Eisprinzessin wirst du ja nie richtig warm. Die kann dir nicht zu Nahe kommen.