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  • #1

Wie kann ich die Beziehung wieder in die richtige Richtung bringen?

Guten Tag,

Ich (28) bin mit meiner Freundin (35) seit 3 1/2 Jahren zusammen und wir haben eine Tochter die 1 Jahr alt ist.

Vor der Schwangerschaft war alles ok.

Dann war Sie immer zu müde für Zuneigung oder Sex. (Wie das halt so ist wenn man schwanger ist i guess) war für mich kein großes Problem und hatte Verständnis dafür. Nur besserte sich die Situation nicht. Wenn ich ich mit Ihr darüber sprach, hieß es immer: wenn das Kind erstmal da ist wirds besser, wenn ich abgestillt hab wirds bestimmt besser, wenn das Kind besser durchschläfts wirds bestimmt besser, wenn ich wieder arbeiten geh, wirds bestimmt besser.

Spoiler. Es wurde/wird nicht wirklich besser. Es gab/gibt immer mal ein aufflammen der Zuneigungen. Meist wenn wir uns ausgesprochen haben. Aber dann geht es wird es wieder weniger.

Zuneigungen kommen egal in welcher Form gehen zu 95% von mir aus. Durch die ständige Abweisung Ihrerseits merke ich das die Frustration auch meine Gefühle immer mehr beeinflusst und ich zynischer werde.

1-2 mal kam von Ihr halb im Scherz, wo ist der Mann hin in den ich mich verliebt hab?

Das tut schon ziemlich weh und ich kann nur vermuten das diese Aussage daher kommt, das ich aktuell wenig Sport mache(verletzungsbedingt 8 Monate ausser Gefecht) und allgemein wieder mehr mit meiner (mittleren) Depression zu kämpfen habe.

Hinzu kommt, das ich gerne Computer Spiele spiele mit Freunden. Was Sie als totale Zeitverschwendung empfindet.

Wir reden über unsere Beziehung Kommunikation ist nicht das Problem.

Ich habe das Gefühl, das Sie mich bzw Charaktereigenschaften von mir nicht oder nicht mehr anziehend findet. Sex ist für Sie eine Pflichtveranstaltung (alle 2-3 Wochen) So fühlt es sich zumindest an. Ich versuche an unserer Beziehung zu arbeiten und romantische Situationen entstehen zu lassen. Zu 90% funktioniert das nicht.

Gefühlt laufe ich durch ein Minenfeld. 3 Tage alles richtig machen und dann ein falscher Schritt und sämtliche mögliche Zuneigung ist dahin für den Tag/e.

Zusammengefasst. Wir distanzieren uns voneinder. Merken das. Reden drüber. Kriegen es aber nicht wirklich verbessert.

War jemand in einer ähnlichen Situation und hat es wieder geschafft „das Ruder rumzureissen“?

Denn aktuell sehe ich nicht, wie diese Beziehung lange halten soll.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Nun, vorab.
Du wirst hier nun heftigen Wind abbekommen.
Nicht hadern, nimm die ganzen Beiträge möglichst ernst und denke darüber nach.
Die Menschen hier wollen Dich nicht fertig machen, sondern Dir aufzeigen, welche Sichtweise, nämlich die deiner Frau noch Gewicht haben sollte.

Ich für meinen Teil frage Dich.
Wie gestaltest Du so Euer Zusammenleben mit?
Wie ist Dein Beitrag zum Kind?
Entlastest Du deine Frau dabei, oder bist Du ein fauler Homezocker?
Liegst Du wenn Du zuhause bist, oft blöd rum und glaubst, Haushalt und Famile ist für das Weibsvolk erfunden.
Zocker vor der Konsole sind, waren und werden nie Sexiest Man Alive sein.

Bevor Du mit dem Finger auf Deine Frau zeigst, frage Dich auch bitte selbst: Warum kann es sein, dass meine Frau nur noch lieber Mutter ist anstatt Mutter und meine Frau sein zu wollen. Bitte!
Sei ehrlich und dann können Dir hier die Leute was raten oder ihre Erfahrungen mit einspielen lassen, die dir vielleicht weiterhelfen werden.

Also wie gesagt, nicht angepisst sein was nun kommen könnte hier.
Tief Luft holen, schön aufpassen und viel Erfolg beim Umsetzen.

m50
 
  • #3
Vielleicht versteht ihr einander einfach nicht richtig. So ein kleines Lebewesen bringt erstmal alles etwas durcheinander, man hat sich das Eltern-sein anders vorgestellt, Schlafmangel und all solche Sachen, Hormone die Gaga machen 🤪 Das spielt sich alles mit der Zeit ein, man muss einfach ein gutes Team sein, einander helfen und verstehen.
Ich fänd es in Ordnung wenn mein Partner mal zockt (als seine Zeit für sich) aber nicht ständig und mich dann on top nicht unterstützen fänd ich total daneben, da wär ich wütend.

Vielleicht nimmst du deiner Partnerin mal das kleine ab, dass sie sich ausruhen kann, Zeit für sich hat (paar Stunden bis es wieder an die Milchbar muss).
In einer Partnerschaft sollte man Geben und Nehmen, dem anderen ein gutes Gefühl geben, ohne irgendwelche Zwänge (Pflichtveranstaltung Sex zB.) frag sie doch einfach mal was sie sich wünscht und wenn es was leckeres zu essen oder sonst was ist, einfach mal ein paar liebe Gesten in den Alltag zurück holen. Sag ihr, dass sie das toll mit dem Kind macht, da kommt bestimmt auch was zurück aber nicht immer nur fordern und meckern, das mag doch keiner gerne.

So ein kleines Würmchen stellt die Welt auf den Kopf🥰 ist doch aber das aller aller schönste und wertvollste im Leben. Die kleinen werden so schnell groß, man erschreckt sich denn plötzlich steht da schon ein kleiner Junge neben einem, spielt ganz alleine, erzählt fleißig, hat seinen eigene Kopf und weiß genau was es möchte und er macht mich unheimlich stolz, so ein Goldschatz. ❤
Genieß die Zeit mit deiner kleinen Familie, das kommt nicht nochmal zurück und komm deiner Freundin einen Schritt näher, unterstütz sie und vielleicht kommt die Intimität wieder von ganz alleine.
Man muss sich nach der Geburt auch erstmal mit seinem Körper wieder „anfreunden“ bis sich alles zurückgebildet hat.

Zocken finde ich nur ok, wenn man es nicht übertreibt, mal ist ok.. der Freund meiner Mutter mit fast 46 zockt auch, hab ihn gestern mal dazu befragt ob er nicht zu alt sei um W.O.W zu zocken 🤦‍♀️ er war seit nachts dabei, das ist doch krank.
Zeitverschwendung oder nicht, jeder hat da seine Meinung, man muss und kann auch nicht unbedingt jedes Hobby des Partners mögen, man sollte es aber einfach irgendwann akzeptieren, wenn man immer nur auf seine Sichtweise/ Standpunkt behaart dann wird es immer wieder Probleme geben.
Mein Mann zockt auch öfters... nervt mich schon manchmal, wenn wir einkaufen und er im Laden Pokemons fängt oder sonst was... anstatt mir zu helfen. Unser Sohn sitzt nicht gerne still und er ist da am Handy, ich hab mein bestes gegeben und bin nicht ausgerastet, aber das nächste mal lasse ich meinen Mann zuhause... 🤦‍♀️ manchmal hab ich so eine Vorahnung wie es mit zwei Kindern wäre und das ist mir zu viel.

Drücke euch die Daumen, dass ihr wieder zueinander findet. 🍀
Man muss eben zurück stecken wenn man Mama/Papa ist, die erste Zeit ist hart, das wird besser, mein Sohn ist 15 Monate ich weiß wovon ich spreche :)

W 26
 
  • #4
Hi. Danke für deine Rückmeldung.

Unser Zusammenleben gestaltet sich so gut wie möglich 50/50. wir arbeiten beide teilzeit aktuell, ich bringe das kind in die Kita Sie holt Sie ab. Nach der arbeit verbringen wir meist 1 stunde zusammen mit kind. Und dann teilen wir es auf bis zum Abendessen. Nachtschicht wird abgewechselt. Am Wochenende unternehmen wir dann meist ausflüge im Rahmen der Corona Möglichkeiten.

Da Ihr Gleichberechtigung, was Job, Kind Familie, Haushalt angeht sehr wichtig ist. Versuche ich immer dem gerecht zu werden.

Suche nicht nach bestätigung „meine frau ist schuld“ und versuche meine Situation so selbstreflektiert wie möglich darzustellen.
 
  • #5
Ganz oft frage ich mich hier: Warum suchen sich Menschen immer Partner, die eigentlich nicht zu ihnen passen?

Ich würde nie und nimmer einen Partner haben wollen, der meine Hobbys (ich betreibe Gaming ebenfalls und das schon viele Jahre) als Zeitverschwendung ansieht. Desweiteren auch keinen, für den Sex nur eine Pflichtübung darstellt. Und erzähl mir jetzt nicht, dass das vorher nicht absehbar war..
Klar sind Kinder und Schwangerschaften anstrengend und ja, wahrscheinlich machen die Hormone, die sich verändern, auch einiges aus. Aber absolute Grundbedürfnisse ändern sich nicht mal eben für immer.

Damit hast du dir im Grunde dein eigenes Grab geschaufelt. Wie du das änderst, bzw. in den Griff bekommst? Keine Ahnung, wahrscheinlich garnicht.
Ihr passt einfach nicht zusammen.

w32
 
  • #6
Da Ihr Gleichberechtigung, was Job, Kind Familie, Haushalt angeht sehr wichtig ist. Versuche ich immer dem gerecht zu werden.

Ihr habt da doch einen guten Plan 50/50 müsste dann ja schon so sein wie sie es mag und du sie in dem Maß entlastet wie sie sich das auch wünscht.
Ist sie einfach allgemein unglücklich?
Habt ihr schon mal die Karten auf den Tisch gelegt und ganz ehrlich und offen, ruhig miteinander besprochen was ihr voneinander erwartet/euch wünscht?

Wenn in der Woche die Intimität auf der Strecke bleibt könnte man doch am Wochenende, wenn das kleine im Bett ist oder aber direkt morgens Intimität miteinander genießen.

Habt ihr denn auch mal Zeit ganz alleine für euch? Kind zu den Großeltern und paar Stunden Zweisamkeit? Da muss man dann auch nicht unbedingt Sex miteinander haben, einfach die Zeit miteinander genießen, essen gehen etc. geht im Moment nicht.
Wie war denn euer Sexleben davor? Vielleicht fühlt sie sich jetzt in ihrer Haut nicht mehr wohl, nach der Schwangerschaft.
 
  • #7
Hallo @Blume94 . Danke für deine freundliche Nachricht.

Das was du beschreibst, das es eine Umstellung für alle ist und anstrengend und dabei die Beziehung erstmal hinten ansteht ist ja auch ok. Wenn es nur das wäre wär alles ok. Nur sagt mir mein Gefühl, das es schon mehr als das ist.
Ich möchte nicht in 5 Jahren zur Paartheraphie gehen um dann gesagt kriegen, vor 4 Jahren hätte man was machen können. Jetzt ists aber durch.

Allgemein möchte ich hier keine Diskussion eröffnen ob zocken Zeitverschwendung ist oder alle die zocken grundsätzlich faul rumhängen und nicht im Haushalt helfen.
 
  • #8
Ich würde nie und nimmer einen Partner haben wollen, der meine Hobbys (ich betreibe Gaming ebenfalls und das schon viele Jahre) als Zeitverschwendung ansieht. Desweiteren auch keinen, für den Sex nur eine Pflichtübung darstellt. Und erzähl mir jetzt nicht, dass das vorher nicht absehbar war..
Menschen und ihre Gewohnheiten ändern sich schon ;)

Ich habe früher auch ziemlich viel Zeit mit zocken verbracht. Mittlerweile fühlt es sich einfach nach verschwendeter Zeit an. Es macht in dem Moment Spaß, aber es ist nichts "Dauerhaftes", nur Pixel die sich anders färben. Wenn ich stattdessen etwas bastel (z.B. Hochbett für Sohn) dann steht das auch nach Jahren noch da und erzählt durch die Gebrauchsspuren eine Geschichte.
Aber einfach mal um den Kopf abzuschalten ist zocken schon ab und zu mal gut ;) Alles in Maßen natürlich.

So wie ich deinen Post lese, ist es nicht nur der Sex, sondern allgemein ein Alltagsfrust der sich mehr und mehr ausbreitet.

Zusammengefasst. Wir distanzieren uns voneinder. Merken das. Reden drüber. Kriegen es aber nicht wirklich verbessert.
Wenn ihr gut miteinander reden könnt (was sehr wertvoll ist!) aber trotzdem zu zweit nicht vorankommt, wäre es da nicht eine Idee, mit einer unbeteiligten dritten Person vom Fach zu reden?
Weil so, siehst du selber wohin es läuft. Und das wäre echt schade!

m,33
 
  • #9
Ich (28) bin mit meiner Freundin (35) seit 3 1/2 Jahren zusammen und wir haben eine Tochter die 1 Jahr alt ist.
Mit Blick auf euer Alter und die Dauer der Beziehung kann ich mir vorstellen das es eure Tochter bei deiner Freundin vielleicht eher aus Torschusspanik entstanden ist als aus der absoluten Gewissheit das du der richtige Mann bist.
Vielleicht passt es nicht?

Zudem ist sie sehr schnell schwanger geworden und so habt ihr euch schnell aus der Paar in die Elternebene begeben.
Wie sieht eure Paarzeit aus?
 
  • #10
Mit Ü 30 ist Deine Frau Mutter geworden. Vorbei sind also die Zeiten wo sie auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen musste. Nun ist alles anders. Vielleicht hat sie sich auch alles anders Vorgestellt. Das erste Jahr zu dritt, alles ist anders. Alles muss geplant sein, muss geplant werden um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Wo bleiben da die eigenen Träume, die auch Deine Frau haben wird. Die Rolle als Eltern, das ist eine Story, da müsst ihr reinwachsen. Das ist man nicht von jetzt auf gleich. Deswegen kommt ihr nicht um gemeinsame Gespräche drumherum. Ist es denn ein Wunschkind gewesen, wo ihr eingplant habt die nächsten zwei Jahrzente minimum, für euer Kind da zu sein.
 
  • #11
Nun, vorab.
Du wirst hier nun heftigen Wind abbekommen.
Nicht hadern, nimm die ganzen Beiträge möglichst ernst und denke darüber nach.
Die Menschen hier wollen Dich nicht fertig machen
Finde ich ehrlich toll, dass du diese Warnung hier einschiebst, das sollten wir regelmäßig bei neuen Beiträgen machen, denn manchmal können hier sehr kritische Kommentare kommen, damit muss man erstmal klarkommen. Ja, lieber FS, bitte nicht abschrecken lassen, sondern auf Beiträge antworten, manche berücksichtigen und andere nicht.
So:

Ich (28) bin mit meiner Freundin (35) seit 3 1/2 Jahren zusammen und wir haben eine Tochter die 1 Jahr alt ist.
Wenn eure Tochter schon 1 Jahr alt ist und wir die Schwangerschaft dazurechnen, dann habt ihr sehr schnell, also nach nur kurzer Beziehungsdauer, schon ein Kind bekommen. War das Kind geplant oder ungeplant? Wie schnell seid ihr zusammengezogen? Im Grunde kanntet ihr euch noch gar nicht wirklich gut und hattet noch kein festes Partnerschaftsfundament zusammen aufgebaut, als schon Schwangerschaft und Kind kamen und alles verändert haben. Ihr habt keine lange Paar-Zweisamkeit miteinander genießen können. Der Zug ist jetzt für immer abgefahren.
Da wart ihr ja auch noch in der Verliebtheitsphase, die 1-3 Jahre dauert. Danach nimmt man die rosarote Brille ab und sieht auch die Fehler und Macken des Partners. Da entscheidet sich, ob man sich wirklich mag oder nicht, zusammen bleibt oder sich trennt. In dieser Phase seid ihr jetzt. Deswegen würde ich normalerweise raten, erst nach mind. 3 Jahren Beziehung an Kinder zu denken.
1-2 mal kam von Ihr halb im Scherz, wo ist der Mann hin in den ich mich verliebt hab?
Bestätigt meine Aussage. Nach den ersten Jahren endet die Verliebtheitsphase und es entscheidet sich, ob aus Verliebtheit Liebe wird. Man sieht den Partner nun realistischer.
dass ich aktuell wenig Sport mache(verletzungsbedingt 8 Monate ausser Gefecht) und allgemein wieder mehr mit meiner (mittleren) Depression zu kämpfen habe.

Hinzu kommt, das ich gerne Computer Spiele spiele mit Freunden. Was Sie als totale Zeitverschwendung empfindet
Ich muss sagen, dass Depressionen und Zocken auch für mich sehr unattraktiv wären, Sport ist viel besser, aber für die Verletzung kannst du nichts. Zockst du nun mehr, weil du nicht mehr sporten kannst, oder zockst du allgemein gerne? Was tust du gegen die Depression? Wenn du denkst, dass dich diese Sachen unattraktiv machen -- vielleicht kannst du diesbezüglich was ändern?

Finde es jedenfalls toll, dass du dich bemühst! Du hörst dich vernünftig, nett und reflektiert an.
w25
 
  • #12
Es klingt schon sehr ausgeglichen bei euch, was die Aufteilung angeht - finde ich schon mal gut, also wenn ihr beide das auch so geplant hattet.

Ich bin wahrscheinlich wirklich sehr ängstlich oder negativ eingestellt, was Kinder bekommen angeht - aber ich würde nie erwarten, dass danach alles so ist wie vorher und ich kenn zwar Mütter, die hatten schnell wieder Lust auf Sex, aber auch andere, die hatten ein Schreikind und Probleme mit ihrem veränderten Körper und Stress und daher dann eben einfach selten Lust auf Sex, und wahrscheinlich kann man sich da selbst dann schwer zu "überreden", wenn einen das grad gar nicht reizt. Immerhin habt ihr ja alle 2-3 Wochen Sex, ich finde das in der Babyphase mit wenig Schlaf nicht mal sooo wenig (hab aber keine eigenen Erfahrungen). Also, ich weiß nicht, ob das nun Jammern auf hohem Niveau von dir ist, das können dir hier wahrscheinlich Eltern besser sagen. Mir erscheint es klar, dass sich mit Kind ALLES ändert, auch für länger, nicht nur für die ersten Wochen . Sollte einem vorher eben auch klar sein.
Die Frage ist aber auch: Hatte sie vorher wirklich Lust auf Sex, oder hattet ihr da häufiger, weil es eben für sie keinen Grund gab, um Nein zu sagen? Also, habt ihr da wirklich sexuell zueinander gepasst? Wenn ja, würde ich schon denken, dass sich das auf Dauer wieder einpendeln kann und das jetzt eben so eine Durststrecke ist. Ich hatte auch irgendwo gelesen, dass durch das Stillen und die Beschäftigung mit dem Kind das Nähebedürfnis der Mutter einfach oft gestillt ist und biologisch macht es ja vielleicht auch Sinn, dass man nicht ein Baby nach dem anderen zeugt (also Sex haben will), weil das einfach fürs Überleben sehr anstrengend wäre. Ist aber nur so eine Hypothese. Wir werden einfach viel durch Hormone und Instinkte gesteuert, es ist also nicht zwingend so, dass deine Frau dir da was schlechtes will, wenn sie sich eben einfach so fühlt.
Was ich noch denke: Ihr habt ja recht schnell ein Kind bekommen. Ich finde, ihr wart da eigentlich noch in der romantischen Anfangsphase und wie sich die Beziehung auch ohne Kind weiterentwickelt hätte, auch von der Lust, das kann man schlecht sagen. Ich hoffe, dass sie aber nicht unbedingt ein Kind aufgrund ihres Alters wollte und du eben grad "da" warst? Wenn eure Hobbies so auseinandergehen...?
Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass ihr das packt. Wenn ihr kommuniziert, ists ja gut. Vielleicht braucht es auch ein wenig Geduld mit dem Alter des Kindes. Und: Wenn sie dich kennengelernt hat mit dem Gaming-Hobby, dann muss sie das auch akzeptieren (wenn es nicht ausufert).
w, 37
 
  • #13
Lieber FS,

du schreibst, dass du an mittelschweren Depressionen leidest. Welche Auswirkungen hat das auf deine Laune, dein Verhalten, wie ist dein Antrieb?
Depressionen des Partners muss man erstmal ertragen können, wenn man dabei noch ein kleines Kind umsorgt, mit dem Hormonhaushalt kämpft etc, kann das schon überfordernd sein.
Wie geht es denn deiner Frau insgesamt?
Hat sie ggf Anzeichen einer postnatalen Depression?

Mir kommt so der Gedanke, dass sich für sie einfach zu viel verändert haben könnte. Ihre Welt steht Kopf und du hast dich zusätzlich verändert. Natürlich ist es andersherum genau so, es klingt nur so, als käme sie damit deutlich schlechter zurecht.
Du solltest dich aber auch fragen, ob es vorher wirklich so passte, wie du denkst. Vielleicht waren ihre Gefühle zuvor schon nicht so stark, sodass die Bindung von ihrer Seite aus leichter schwindet.
 
  • #14
Von Frauenseite wird jetzt das Thema Unterstützung Deinerseits kommen. Völlig berechtigt. Die Frage stellt sich natürlich , aber nach Deinen weiteren Beiträgen scheint sich das ja nicht das Problem zu sein.. Dein "Zocken" hält sich hoffentlich auch in erträglichen Grenzen, als Hobby sollte das in Ordnung sein (auch wenn ich persönlich nicht nachvollziehen kann). Insgesamt liest Du Dich eher reflektiert.

Ich würde das nochmal ziemlich direkt ansprechen. Auch mit dem konkreten Vorschlag, euch helfen zu lassen. Und natürlich würde ich ihr auch so viel Zeit geben, wie Du das für richtig hältst.

Danach würde ich mich ganz dann pragmatisch anderweitig umsehen. Treue setzt zufriedenstellende Sexualität voraus. Fair wäre sicher, wenn sich das nur auf Sex bezieht, Du es nicht an die große Glocke hängst und die Familie nicht im Stich lässt.
Wenn das auch nicht funktioniert (oder sie es merkt), wird Dir irgendwann nichts anderes übrigbleiben, als Dich zu trennen. Für eine Beziehung sind beide zuständig, ohne jegliche Ausreden. Es gibt auch Frauen, für die ist Sex nur interessant, solange sie noch keine Kinder haben...
 
  • #15
Gefühlt laufe ich durch ein Minenfeld. 3 Tage alles richtig machen und dann ein falscher Schritt und sämtliche mögliche Zuneigung ist dahin für den Tag/e.

Du versuchst, es ihr recht zu machen. Das ist der grundfalsche Ansatz. Du solltest von Deinen Bedürfnissen aus agieren und nicht auf ihre vermeintlichen hin. Das bist Du Dir zum einen selbst schuld. Zum anderen ist es ein Zeichen der Schwäche, durch Anpassung den Anderen Milde stimmen zu wollen. Mache Dich mal zu "Betaisierung" schlau!

Zum Grundproblem der mageren Sexualität lässt nur sagen, sie muss nicht mit Dir schlafen. Es ist ihr Körper, ihr Leben. Du musst aber keine Beziehung mit ihr führen. Es ist Dein Leben, Dein sexuelles Bedürfnis.

Ich an Deiner Stelle würde mich erstmal deutlich absetzen von ihr und mich sexuell anderen Frauen zuwenden. Auf Trennung läuft es unter den gegebenen Vorzeichen ohnehin hinaus. Warum die Konfrontation nicht gleich einleiten? Alles andere wäre verschwendete Zeit. Es wird dann zum Konflikt kommen und die Sache öffnet sich vielleicht noch einmal.

Du bist jedenfalls auch so schon auf hoher See. Auch wenn Du die Füße einstweilen noch still hältst. Mache Dir nichts vor. Ihr Verhalten ist eindeutig. Sie lehnt Dich ab. Das geht auch deutlich aus dem Spruch "Wo ist der Mann, in den ich mich verliebt hatte?" hervor. Da gibt es nichts mehr zu deuteln.
 
  • #16
Ich danke schon mal allen für die Beiträge. Bereits jetzt sehr ich ein paar Sichtweisen/Denkanstösse die mir eventuell weiter helfen.

Wie war denn euer Sexleben davor? Vielleicht fühlt sie sich jetzt in ihrer Haut nicht mehr wohl, nach der Schwangerschaft.

Unser Sexleben war vorher für uns beide sehr gut. Das mit dem Wohlfühlen in der Haut stimmt schon, aber inzwischen hat sie ihre alte Figur bis auf ein bischen mehr Haut am Bauch. Und sie weiß, das ich Sie genauso atraktiv finde wie vorher. Wir nehmen uns immer 1-3 abende die Woche für uns und eigentlich (aber Corona) einen wo meine Mutter nach der Kleinen guckt.

Sie ist nicht allgemein unglücklich. Ein Problem ist dass sie durch das Kind in einem ständigen „Work“-Modus ist. Der lange braucht um abzuklingen. Wenn Sie mal nicht in diesem Modus ist, komm ich emotional ganz gut an sie ran, doch der ist trotz der 50/50 Aufteilung sehr präsent.



Zudem ist sie sehr schnell schwanger geworden und so habt ihr euch schnell aus der Paar in die Elternebene begeben.

Wie sieht eure Paarzeit aus?

Um noch ein bischen Kontext zu geben:

Wir sind nach einem halben Jahr zusammen gezogen da ich ein Jobangebot bei Ihr in der Nähe hatte. Eigentlich wollten wir beide noch nicht zusammen ziehen. Aber es hat gut gepasst.

Dann haben wir 1 Jahr zusammen gelebt, bevor sie schwanger wurde (ungeplant) da haben wir viel drüber gesprochen und sind zu dem Schluss gekommen es zu behalten, da sie Sorge hat, das wenn sie es wegmacht, dass es dann zu nem späteren Zeitpunkt nicht mehr geht.

Dadurch dass unsere Kommunikation kn unserer Beziehung von anfang an sehr gut, offen und direkt waren, waren wir in unserem Beziehungsstadium gefühlt weiter als es normalerweise der Fall war mit anderen Partnern. Vllt war das eine Fehleinschätzung. Weiß ich nicht. Glaube immer noch daran, das wir eine erfüllende Beziehung führen können wenn wir daran arbeiten.
Unsere Paarzeit:

Verbringen wir sehr viel auf der Couch (Serien/Filme) mit Serien, gelegentlich Sport zusammen, ich bringe Ihr gerade Schach bei. Paarzeit leidet natüröich auch ein Stück unter Corona, aber das ist denke ich nicht das ärgste.

Auf der Couch liegt sie meistens in meinem Arm, dennoch spüre ich eine gewisse emptinale Distanz. Wenn ich versuche, intimer zu werden blockt Sie meist ab.

. Ist es denn ein Wunschkind gewesen, wo ihr eingplant habt die nächsten zwei Jahrzente minimum, für euer Kind da zu sein.

Wir haben über das Kind entschieden mit dem Wunsch und willen so lange zusammen zu sein, oder noch länger ;)
 
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  • #17
So ein kleines Würmchen stellt die Welt auf den Kopf🥰 ist doch aber das aller aller schönste und wertvollste im Leben. Die kleinen werden so schnell groß, man erschreckt sich denn plötzlich steht da schon ein kleiner Junge neben einem, spielt ganz alleine, erzählt fleißig, hat seinen eigene Kopf und weiß genau was es möchte und er macht mich unheimlich stolz, so ein Goldschatz.
Ach bitte @blume , nun übertreibe mal nicht. Ich habe ja auch noch recht kleine Kinder, und das Baby ist einfach keine Ausrede.
Erst recht nicht für den Mann.
Und es ist auch nicht immer hilfreich, sich gottweißwie um die Frau bemühen, das macht oft (unbewusst) noch unattraktiver.
Besser wäre es, wenn der FS sich deutlicher abgrenzt, ohne jedoch seine familiären Aufgaben zu vernachlässigen.

Meine Erfahrung:
Wenn sowas das ersteinmal eingerissen ist, kommt man das nur extrem schwer wieder heraus.
Und ja :
Je mehr sich der FS in diesem Anliegen bemüht umso weniger Erfolg wird er haben. Das merkt der FS ja gerade selbst schon und das wird leider eher schlimmer.
Also geht es nicht so, wie er es bisher versucht.

Die Beziehung zwischen den Partnern ist die Grundlage der Familie und da müssen beide etwas dafür tun.

Ich gebe dem FS den Tip, sich sexuellen Ersatz (natürlich keine Ersatzfrau) zu suchen und keine Druck mehr auf sie zu erzeugen.

Leider ist der eigene Ehemann in diesen Lebensphasen der Frau oft nicht mehr sexuell attraktiv , welche sich das aber selbst niemals eingestehen würde ! Das wird Deine Frau auch nicht tun. Es bringt also nichts, über diesen Punkt zu reden.

Hinter ihrer Aussage, wo ist der Mann hin, in den ich mich mal verliebt habe, steckt so einiges drin, was ich nicht auf mir sitzen lassen würde!
Genau. So drückt sie es aus, aber ohne das Problem zu begreifen.

Irgendwann kommt sie wieder und will Sex (so meine Erfahrung) , oder eben auch nicht, weil der mann nicht wieder sexuell attraktiv wird.

Also lieber FS:
Führe eine offenes Gespräch und schwenke um auf anderweitige sexuelle Aktivitäten (aber bitte: ohne Fremdgehen).
Evtl. kann man die Beziehung auch eine wenig öffnen (z.B. Swingerclubs oder andere gemiensame erotische Erlebnisse). Das muss aber zusammen besprochen werden.

PS
Ich glaube das Kind kam nur für den FS "ungeplant".
Das gibt die Frau nur niemals zu....
 
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  • #18
Das sollte es eben gerade nicht.
Beide Partner sollen sich klarmachen, dass es eine Aufgabe ist, die Beziehung in der vorigen Form soweit wie möglich zu erhalten und sich eben nicht im Strom der Hormone treiben zu lassen.
"Ich habe keine Lust" (auf Dich) ist genauso wenig gut,
wie "ich habe dauernd Lust"

Ich finde, man kann sich schon auch bemühen und zwar in jeder Richtung...
 
  • #19
@neverever ach menno, jetzt wollte ich gerade tief Luft holen und mich auslassen, aber du kommst mir zuvor. Das Thema triggert mich rückblickend immer noch.

@Robert123
nimm dir Bitte die Beiträge von @Blume94 zu Herzen.
Ich habe es leider genauso während meiner Ehe erlebt, nur eben aus der Position deiner Frau heraus.

Und ich fühle mich durch Dich und die Art und Weise wie du schreibst, doch recht getriggert und an diese Situation erinnert.

Ich hatte bei meinem Mann das Gefühl, es ging ihm gar nicht um mich, unsere Paarbeziehung, Sex mit mir, sondern um Sex zu seiner Befriedigung.
Jegliche Annäherung zielte darauf ab, Sex zu haben. Allein das hat es mir verdorben und jegliche Lust auf ihn geraubt. Auch obwohl er ein sehr gutaussehender und gepflegter Mann war. Die Ausstrahlung stimmte nicht mehr, sein Umgang mit mir war für mich unsexy.

So lese ich auch deine Postings, sie wirken sehr kalt, nichts nettes über Frau und Kind, einfach wie so eine Aufgabe, die zu erfüllen ist. Und auf dieser To-Do-Liste scheint für dich auch der Sex zu stehen.

Ich habe mich von diesem Mann auch aus diesem Grund einige Jahre später getrennt trotz Haus und Kind und allem.

In meiner jetzigen Beziehung erlebe ich das ganze Gegenteil: ein Mann der unheimlich lieb ist, fürsorglich, liebevoll, kuschelig ohne dass es jedes Mal zum Sex kommen muss. Dann fühlt sich Frau auch nicht so unter Druck gesetzt und hat Lust auf den Mann.

Wenn du etwas ändern willst, kannst du nur dein eigenes Verhalten kritisch hinterfragen und ändern.
 
  • #20
nimm dir Bitte die Beiträge von @Blume94 zu Herzen.
Also @Blume94 hat in ihrer Beziehung ein ganz anderes Problem. Ich zweifel an dieser Stelle mit ihren Voraussetzungen an der Kompetenz, sich in das Problem des FS einfühlen zu können.
Ihre Ratschläge werden beim FS dazu führen, das genau Folgendes passiert
Jegliche Annäherung zielte darauf ab, Sex zu haben. Allein das hat es mir verdorben und jegliche Lust auf ihn geraubt. Auch obwohl er ein sehr gutaussehender und gepflegter Mann war. Die Ausstrahlung stimmte nicht mehr, sein Umgang mit mir war für mich unsexy.

Genau, die Frau wird alle seine zusätzlichen Leistungen und Bemühungen genau so interpretieren (wahrscheinlich nicht mal bewusst).

Deswegen rate ich (und die andern Männer auch) dazu, sich als Mann selbst auch zu sehen und abzugrenzen. Er braucht sich mit 28 in keiner Weise für seine Triebe und Gefühle zu rechtfertigen. Er steht im vollen Saft. Das weiß die Frau ganz sicher auch und hätte sich das auch vorher überlegen können.

Ich rate ihm aber nicht dazu, fremdzugehen, aber eine gweisse Distanzierung muss sein, sonst kommt der FS niemals mehr in vernünftiges Fahrwasser.

Er soll seine familiären Pflichten wahrnehmen, sich aber auch nicht ausnutzen lassen denn ich habe den Verdacht, dass dies bereits in gewisser Hinsicht geschehen ist.

Eine Abend in der Woche soll er mindestens für sich alleine nutzen.
Aber auch die Frau soll mindestens eine Abend die Woche freimachen.

Man sehe sich alleine mal den Altersunterschied an. Das an sich finde ich jetzt nicht schlimm, aber die Frau wird mit 35 (biologische Uhr) wohl ganz genau gewusst haben, wie sie verhütet und wie nicht ...
leider sind wir Männer in dieser Hinsicht naiv und dumm und denken auch gerne mal mit den falschen Körperteilen...vor allem wenn man erst 28 ist.
 
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  • #21
Das sollte es eben gerade nicht.
Beide Partner sollen sich klarmachen, dass es eine Aufgabe ist, die Beziehung in der vorigen Form soweit wie möglich zu erhalten und sich eben nicht im Strom der Hormone[...]
Ich seh einfach bei Freundinnen, dass man sich vorher vornehmen kann, wir werden total coole Eltern, wir haben weiter unser Leben wie gehabt, genauso viel Sex und genauso das und das - und dann kommt alles anders als vorher geplant. Auch wenn die Väter viel übernehmen, müssen die Mütter nachts alle paar Stunden stillen und die Mütter sind häufig dann die, die das Kind trösten müssen, die Mütter hatten eine Geburt und Veränderungen am Körper usw. Ich weiß nicht, ob man sich da als Mann so gut reinversetzen kann, wenn ich das nicht mal als Frau ohne Kind kann. Wenn ich sehr müde war, hatte ich schon da kaum Lust auf Sex. Die Bandbreite ist eben groß und es gibt eben Frauen, die brauchen erstmal Entspannung, bevor sie Lust haben (während für Männer häufiger Sex die Entspannung bringt), und wenn man sich 24h ums Kind kümmert, dann kommt man da schwer rein. Wenn man dann merkt, dass der Partner immer drängelt, weil er eben den Sex für die Entspannung braucht und nicht weil er Paarzeit will, wie @Joggerin ja auch beschreibt, dann hilft das eventuell nicht. Also ich bin ja eher ein Mann was Sexbedarf angeht, aber mit dem ganzen Baby"gedöns" - kann sich das auch ändern, das weiß ich noch nicht. Wenn es bei deiner Frau anders ist, dann ist das doch schön, aber ob Frau sich eben in dieser Situation, wenn sie gar keine Lust auf Sex hat, dazu zwingen kann oder sollte... Und es ist eben nicht so, dass der FS gar keinen Sex mehr hat, sondern eben alle 2-3 Wochen, was ich für eine Zeit schon mal aushaltbar finde.
Vielen Frauen ist es wichtig die ein Kind wollen, dass sie ein Kind bekommen haben, danach läßt oft das Interesse an dem Partner nach!
Das gibt es natürlich auch, habe ich bei Bekannten schon vermutet, und gerade in dem Alter und wenn das Kind so schnell ganz zufällig kommt, ist das ehrlich auch immer mein erster Gedanke.. da war der Mann dann wirklich dauerhaft abgemeldet. Aber das hoffe ich für den FS jetzt mal nicht.
Auf der Couch liegt sie meistens in meinem Arm, dennoch spüre ich eine gewisse emptinale Distanz. Wenn ich versuche, intimer zu werden blockt Sie meist ab.
Ich würde auch eventuell vermuten, wie @Joggerin , dass deine Frau dann einfach keine Lust auf Sex hat, hormonell oder was weiß ich, du aber schon, du versuchst es dann halt immer wieder, sie blockt ab, wartet genervt innerlich schon immer drauf, dass du wieder drängelst - das ist so eine ziemliche Abwärtsspirale... Was heißt emotionale Distanz? Macht sich das noch anders bemerkbar oder immer dann, wenn es um Sex geht..?
 
  • #22
a war der Mann dann wirklich dauerhaft abgemeldet. Aber das hoffe ich für den FS jetzt mal nicht.
Doch, ich befürchte genau sowas.

Zwar kann es durchaus sein, dass ihre Libido in einigen Jahren massiv zurückkehrt und ihr plötzlich (leider meist bei einem andern Mann) wieder bewusst wird dass sie als Frau auch ein sexuelles Wesen ist, vielleicht aber auch nicht .

Aber der FS ist 28 und soll bitte mit so einer Aussicht sein Leben nicht wegschmeissen. Auch nicht für die Familie.

Sein Beziehungsproblem klingt eigentlich harmlos (Mann hat nicht genug Sex), aber es ist leider grundlegend und hat eine ganz üble Dynamik, die erfahrenen Foristen hier wissen das ...

Deswegen muss er nun innerhalb der Beziehung rasch und konsequent handeln. Die Frau muss unterbewusst erkennen, dass ihre (sicherlich bewusst so nicht aufgestellte) Rechnung einen Systemfehler hat
und anfangen sich um die Beziehung Sorgen zu machen. Er auch.

Ich weiß, das wird nicht leicht und oft geht es schief. Nicht selten geht irgendwann einer fremd. An dieser Stelle hat @Blume94 's Fall dann doch wieder Paralellen, auch wenn die wm,öglich noch in der Zukunft liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #23
Meine Vermutung ist auch, dass es von ihrer Seite nicht die große Liebe gewesen ist, sondern du vorrangig zur Zweckerfüllung (Kind) dientest. Keine Frau Mitte 30 wird versehentlich schwanger. Jetzt hat sie dieses Kind und du gehst ihr immer mehr auf die Nerven. Wahrscheinlich hängt dies auch mit deinem jungen Alter und deiner Interessen (Zocken) zusammen. Sie nimmt dich und deine Bedürfnisse nicht ernst. Die Sorge, du würdest abhauen, hat sie anscheinend noch nicht.

Pass auf, dass sie nicht plötzlich nochmal schwanger wird, dann ist eine Trennung noch schwieriger. Sondern kümmert euch erstmal um eure Probleme. Notfalls mit der Hilfe eines Paartherapeuten.
 
  • #24
Ihr seid beide nicht mehr ganz jung und habt bereits ein Jahr ohne Kind zusammengelebt. Das sollte für reifere Menschen genügen, um die Konsequenzen einer Familiengründung abzuschätzen.
Sie ist außerdem ein paar Jahre älter als du. Mit 35 steckt man durchwachte Nächte nicht mehr so ohne weiteres weg wie in den Zwanzigern. Insbesondere, wenn noch die körperlichen Anstrengungen von der Schwangerschaft und der Stillzeit neben der Säuglingspflege dazu kommen. Beim Sex wirst du jetzt Abstriche machen müssen. Derzeit ist das Familiending angesagt, also eher keine Zeiten für aufregenden Sex.
Wie war es denn vorher? War die Passung gut oder war es eher so naja.. Wie hat sie den Sex zwischen euch erlebt?
In Zeiten von hoher Belastung wird alles rausgekickt, was zusätzlich Energie und Kraft kostet und keine hohe Priorität hat. Naja-geht-so-Sex wird dann auf spätere Zeiten vertagt oder gleich ganz eingestellt. Wenn der Sex sie mit Energie versorgen würde, würde sie auch wollen. Dein Job. Sprich mit ihr darüber, ohne gleich beleidigt zu sein. Vielleicht könntet ihr da ansetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #25
Ich hatte bei meinem Mann das Gefühl, es ging ihm gar nicht um mich, unsere Paarbeziehung, Sex mit mir, sondern um Sex zu seiner Befriedigung.

Das ist vermutlich so. Ich befürchte aber, dass es auch vielen Frauen nicht mehr um die Paarbeziehung geht, sondern nur noch um das Kind. In einer Paarbeziehung ist Sex aus meiner Sicht ein Bestandteil. Nicht nur, aber eben doch auch. Und es ist eben auch der Bestandteil, der sehr einfach ausgelagert werden kann.

Hier auch auffällig: die "zufällige" Schwangerschaft...

@Blume94 kennt die Situation von der anderen Seite, ist aber deswegen nicht unbedingt eine gute Ratgeberin. Ich denke auch, dass sich so eine üble Dynamik entwickelt. Der FS sollte das schnellstens klar ansprechen und nicht nur verständnisvoll. Wir haben hier offenbar eine gleichberechtigte Beziehung, dann gilt die Begründung mit "ich bin zu erschöpft" nicht wirklich. Er ist ja auch nicht zu erschöpft...
 
  • #26
Lieber FS,
ich würde erst einmal gerne von dir wissen, wie lange du am Tag so am PC Computerspiele spielst? Wie organisiert Ihr den Tag und wie lange ist sie alleine mit dem Kind und ich würde gerne wissen, ob sie auch arbeiten geht?
Du sprichst über Sportverletzung, Depression, PC-Spiele und Schach, Serien schauen usw. Das ist viel zu viel Zeit, wo Ihr nicht zusammen kommuniziert, sondern jeder für sich irgendwie den Tag verbringt. Ihr lebt nebeneinander aber nicht miteinander.
Was ich dir vorschlage, ist folgendes: Komme aus der Erwartungsecke raus und agiere und gestalte mit. Werde erwachsen und nehme dein Leben selber in der Hand. Organisiere den Tag. Gehe mit deiner Familie Nachmittags eine Runde spazieren. Das tut euch Allen gut. Plant zusammen kleine Ausflüge. Komme in Bewegung. Blockiere für deine PC-Spiele in dem Kalender bestimmte Uhrzeiten. Es ist wichtig für dich selber herauszufinden, wie viel aktive Zeit du mit deiner Familie verbringst. Sie hat dich gefragt, wo der Mann geblieben ist, den sie liebte? Gehe auf die Spurensuche. Wo ist er🧐? Finde ihn und bringe ihn wieder zurück. Hoch mit dir, hopp hopp. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute
 
  • #27
Wir haben hier offenbar eine gleichberechtigte Beziehung, dann gilt die Begründung mit "ich bin zu erschöpft" nicht wirklich. Er ist ja auch nicht zu erschöpft...
Wie gesagt, da denke ich wenn ich mir Mütter so anschaue, dass im Babyalter der Mann einfach nicht alles übernehmen KANN, jedenfalls wenn die Frau stillt. Hatte ich grad am Wochenende ein Gespräch mit einer Freundin, Mann total bemüht, aber das Baby (auch ein Jahr) will zur Mama, lässt sich vom Papa seltener beruhigen, da Mama = Brust ist, auch nachts. Da kann der Mann dann vom Schlafmangel her und der ständigen Verfügbarkeit einfach nicht "mithalten", und dafür kann er nicht mal was. Bei Flaschenkindern (wie mir) ist das nochmal was anderes, bei mir ist mein Papa nachts immer aufgestanden. Generell find ich aber, dass es an sich ganz gut klingt mit dem Kümmern ums Kind.
In einer Paarbeziehung ist Sex aus meiner Sicht ein Bestandteil. Nicht nur, aber eben doch auch. Und es ist eben auch der Bestandteil, der sehr einfach ausgelagert werden kann.
Aber sie haben doch noch Sex? Also, es ist ja nicht so, als ob gar kein Sex oder einmal im Jahr stattfindet... Die Frage ist wirklich eher, wird sich das mit zunehmendem Alter des Kindes wieder ändern oder nicht; entweder sie wollte nur ein Kind und er geht ihr jetzt auf den Keks, oder sie ist einfach grad extrem vom Muttersein angestrengt (was ich auch verstehen kann; und sie ist ja auch nochmal älter als er, was Schlafmangel usw. betrifft), dann ist mehr Druck machen nicht so die beste Lösung.
Generell scheint sie aber auch nicht zufrieden zu sein, wenn sie den Mann vermisst, den sie vorher kannte. Dass der FS eine Depression hat, kann ja auch mit reinspielen und extrem anstrengend sein für die Partnerschaft und kommt ja noch on top aufs Kind vom Stresslevel. Beide scheinen unzufrieden zu sein und dann wahrscheinlich auch beide Teil des Problems. Die positive Herangehensweise von @Lavieestbelle find ich daher besser als ein die Partnerin vor nackte Tatsachen stellen, entweder mehr Sex oder Tschüss, wie hier manche vorschlagen.
 
  • #28
Genau, die Frau wird alle seine zusätzlichen Leistungen und Bemühungen genau so interpretieren (wahrscheinlich nicht mal bewusst).

In meinem Fall war da wenig Interpretationsspielraum. Oder wie würdest du es interpretieren wenn jegliche Berührungen wie Umarmen, Streicheln, Massieren immer mit eindeutig sexuellen Handlungen ergänzt werden mussten?


Deswegen rate ich (und die andern Männer auch) dazu, sich als Mann selbst auch zu sehen und abzugrenzen. Er braucht sich mit 28 in keiner Weise für seine Triebe und Gefühle zu rechtfertigen. Er steht im vollen Saft. Das weiß die Frau ganz sicher auch und hätte sich das auch vorher überlegen können.

Also abgrenzen, indem man sich zB um eigene Hobbys kümmert, finde ich richtig und gut. Aber ganz ehrlich... heute könnte ich es sicher auch akzeptieren wenn ein Mann gerne mal eine Runde zockt. Aber dass er da sitzt und zockt während andere wichtige Dinge zu tun wären, wenn ich keine oder nie Zeit für mich hab wg Kind, Haushalt, etc...das wäre für mich inakzeptabel.

Emotional abgrenzen ist hingegen fatal. Ich denke genau das war bei mir das Hauptproblem. Ein Mann der nicht mal wirklich nett zu mir war, wollte dann Sex ? Hallo? wer bin ich denn...

Aber zugegebenermaßen seine Frustration wegen mangelndem Sex war mir damals nur sehr wenig bewusst.

Es waren verschiedene Faktoren die meiner Meinung nach bei mir zu der Unlust führten. Zum einen seinen oben geschildertes Verhalten.

Ein wesentlicher Punkt war auch die dauernde Müdigkeit durch gestörten und zu wenig Schlaf. Nachts mehrmals Aufstehen weil das Kind nicht durchschläft, der Mann raubte mir durch Schnarchen den Schlaf, dazu noch der Stress, den man hat, wenn man voll arbeiten geht und ein kleines Kind hat.
Ich war wirklich sehr fertig und ausgelaugt bestimmt über 5 Jahre..

Vielleicht nützt dir @Robert123 mein Bericht etwas, um dich in deine Frau hineinversetzen zu können und vielleicht kannst du doch ein paar Stellschrauben an eurer Beziehung drehen.

Wenn du möchtest das andere ihre Reaktion ändern, musst du die Aktion zuvor ändern... nur so kannst du letztlich ein für dich positives Ergebnis erzielen
 
  • #29
So geht das niemals, sie macht sich diese Sache sehr einfach und sehr leicht, sucht einen Schuldigen, die Gründe warum sie keine Lust auf Sex hat, liegt daran, dass die beiden nicht passen, schnell zusammengezogen, schnell schwanger geworden da die Frau vermutlich das wollte, sie ist einige Jahre älter als er, die biologische Uhr hat laut getickt bei ihr, er hat es nicht bemerkt, nicht gehört und ist in die Negativspirale eben so reingeschlittert, da kommt er auch nicht mehr raus, außer er trennt sich, die Passung ist nicht gegeben, bei einem anderen Mann würde es vielleicht bei ihr wieder gehen, aber mit ihm nicht mehr!
Lass doch ihn erst einmal darüber nachdenken. Der FS möchte einen Weg zu seiner Partnerin finden und der Ofen ist auch, soweit ich es verstanden habe, nicht endgültig aus. Sie lässt ja die Nähe zu. Man kann solche Probleme nur im Dialog lösen und nicht mit Ultimatum und Drohungen. Ich meine, es würde sich lohnen darüber nachzudenken, ob er auch etwas tun kann. Sei es nur ein wenig mehr Bewegung. Letztendlich muss er vom Couch runter, wenn er Sex will, egal mit wem.
 
  • #30
Ein Problem ist dass sie durch das Kind in einem ständigen „Work“-Modus ist. Der lange braucht um abzuklingen. Wenn Sie mal nicht in diesem Modus ist, komm ich emotional ganz gut an sie ran, doch der ist trotz der 50/50 Aufteilung sehr präsent.
Wenn sie nicht im Work-Modus ist, muss sie doch nicht zwingend über Dich herfallen. Sie hat dann immer noch die Wahl zwischen Ruhe und Sex. Schön zu lesen, dass Du Dich hãlftig beteiligst, klingt für mich allerdings nach 'so, ich hab jetzt den Müll runter gebracht - jetzt aber'... 🙄
Sie darf mE auch bei gerechter Arbeitsaufteilung zwischendurch mal erschöpfter sein als Du. Jeder Jeck ist eben anders. Wobei ich weniger die Aufgaben für ermüdend halte als die Monotonie.
Ich sehe das Problem in Deiner Erwartungshaltung - 'jetzt hab ich soo viel gemacht (und bekomme leider trotzdem nix)'. Man(n) setzt dann täglich wiederkehrend sein Pännchen auf, und DAS ist ermüdend.
Corona mag die Kontakte einschränken, aber für meinen Geschmack verbringt Ihr viel zu viel Zeit miteinander. Was macht sie alleine?
Hat sie einen Ausgleich zur Arbeit und zu Dir? Ich glaube auch, dass Du viel zu präsent bist und Dich etwas zurückhalten solltest.

Mit welchen sinnvollen Dingen solltest Du Dich ihrer Meinung nach befassen, statt am PC zu zocken? Mich wundert es ein wenig. Damit hat sie Dich doch schon mal beschäftigt und könnte selbst etwas Ruhe haben.
Ihr hängt zu viel aufeinander!

W, 47
 
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