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  • #1

Wie kann ich den Kontakt zum Ex normalisieren?

Ich mache mir etwas Sorgen. Mein ex-Mann und ich sind seit über einem Jahr geschieden und er würdigt mich keines Blickes, wenn wir uns sehen z.B. wenn er unsere Tochter abholt.

Nach einem Jahr müsste man doch irgendwie normal miteinander umgehen, schon im Interesse des Kindes.

Stattdessen ist er wohl sauer wie die Scheidung abgelaufen ist. Wir hatten uns halt nach 10 Jahren Ehe auseinandergelebt und wollten beide die Trennung. Eine Freundin hat mir eine Anwältin empfohlen, bei der ich mich auch gut aufgehoben fühlte. Sie hat erreicht, dass mein Mann aus der Wohnung ausgezogen ist und unsere Tochter bei mir bleibt. Unterhalt bekomme ich zum Glück auch und ich habe das alles ganz gut verkraftet. Eine andere war auch nicht im Spiel.

Mir und meiner Tochter geht es ganz gut und sie ist gerne und oft bei ihm. Eigentlich viel öfter als vereinbart, aber sie möchte es halt so und ich habe da auch nichts dagegen.

Ich frage mich aber, was in dem Mann vorgeht, warum wir nicht normal miteinander umgehen können, warum er so stur ist? Ich traue mich ja kaum, den Unterhalt anpassen zu lassen wo er jetzt mehr verdient, weil er einen besseren Posten bekommen hat.

Wie habt ihr es geschafft, dass man als Eltern nach der Scheidung wieder normal kommuniziert?

w 36
 
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  • #2
Der Grund, weswegen dein Ex sauer auf dich ist, liegt doch auf der Hand: 1. Er musste aus der Wohnung ausziehen, 2. Du hast die Tochter behalten und 3. Er muss für dich blechen.

Ich frag mich ernsthaft, wie viel Männer eher eine Leihmutter als die eigene Frau bevorzugen würden, wenn Leihmutterschaft hier im Lande legal wäre.... ich denke, sehr sehr viele, denn als Mann ist man immer der Verlierer, was das Leben mit Kind nach der Trennung angeht!

w34
 
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  • #3
So wie sich das anhört, glaube ich nicht, dass er von sich die Scheidung wollte! Dahingehend kann ich den Mann voll und ganz verstehen. Warum sollte ich mit jemanden, die mir erst Liebe und Treue versprochen hat und dann mit Hilfe einer Anwältin aus die Wohnung wirft, noch groß Kontakt pflegen?

m.
 
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  • #4
"Wir wollten beide die Scheidung". Behauptet meine ex auch gerne in der Öffentlichkeit. So sagt Ihr niemand nach, Sie habe Schuld am Auseinanderreissen der Familie. Sein Schweigen deutet nicht darauf hin daß Deine Version stimmt.

"Meine Anwältin hat erreicht daß er aus der Wohnung ausgezogen ist und die Tochter bei mir bleibt." Kann es sein daß Du die Trennung gut und lange geplant hast und Deinen Mann eines Tages damit konfrontiert hast, daß Du die Scheidung einreichst? Wahrscheinlich fiel er aus allen Wolken, während Du gefühltechnisch schon lange abgeschlossen hattest. Was soll ein Mann einer solchen Frau noch sagen wollen? An Scheidung dachte er er wahrscheinlich nie, seitdem aber oft an Mord.

"Meine Tochter ist gerne bei ihm und ich habe da nichts dagegen" Er ist also ein guter Vater und d.h. auch daß er jeden Tag ohne sein Kind leidet. Hingegen bist Du froh ab und zu "Erziehungsurlaub" machen zu können. Du hast das Kind ja mehr als er und AE ist natürlich oft sehr anstrengend. Dafür soll er Dir jetzt dankbar sein und Dir freundschaftlich verbunden bleiben?

"Unterhalt bekomme ich zum Glück auch ... Ich traue mich ja kaum den Unterhalt anpassen zu lassen." Na da hat sich Deine gute anwaltschaftliche Vorbereitung doch wenigst gelohnt. Gratulation. Und Deine Skrupel in Sachen Erhöhung der Alimente scheinen ja dann doch nicht von Dauer gewesen zu sein. Das trägt natürlich alles zu einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Euch bei.

Ich fasse es einmal so zusammen. Du hast alles bekommen was Du möchtest, Du nimmst und er gibt. Für Dich ist die Beziehung abgeschlossen, er hat erst angefangen alles zu verarbeiten. "Wehe den Besiegten" sagten schon die alten Römer.

Wenn Du die Beziehung normalisieren möchtest folgender Vorschlag: Akzeptiere gemeinsames Sorgerecht (Tochter 1 Woche bei Dir, eine bei ihm), verzichte auf Unterhalt für Dich (für das Kind evtl Ergänzungsunterhalt) und Du wirst sehen es wird sich alles einrenken. Ansonsten akzeptiere sein Schweigen als kleinen Preis Deines totalen Sieges. Auch bei den römischen Feldherren fuhr beim Triumphzug immer ein Sklave auf dem Stretwagen mit der seinen Herrn (hier Frau) einzuflüstern hatte daß er sterblich sei. Oder ist es gerade daß was Dich stört? Daß er Dich still an Deine Sünden erinnert?
 
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  • #5
Juristen, deren täglich Brot solche Vorgänge sind, mögen mir verzeihen!

Jemand der mir als Normal-Mensch Anliegen oder Forderungen per Anwalt übermittelt, überschreitet eine Grenze, erklärt mir den Krieg und handelt sich einen Todfeind ein.
Noch viel schlimmer ist es, wenn es von einem Ex-Partner kommt, den man mal geliebt hat.

Ich sehe da keine Chance auf Verbesserung.

M
 
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  • #6
Juristen, deren täglich Brot solche Vorgänge sind, mögen mir verzeihen!

Jemand der mir als Normal-Mensch Anliegen oder Forderungen per Anwalt übermittelt, überschreitet eine Grenze, erklärt mir den Krieg und handelt sich einen Todfeind ein.
Noch viel schlimmer ist es, wenn es von einem Ex-Partner kommt, den man mal geliebt hat.
Man kann es doch auch nüchtern sehen: Reisende kann und soll man nicht aufhalten, die Beziehung ist vorbei und es geht hinterher nur noch darum, für das Kind eine akzeptable Lösung zu finden.
Dass und welche Rechte man im Falle einer Trennung hat, ist doch bekannt. Jeder kann Gesetzbücher lesen. Also weiß auch jeder im Voraus, auf welche Möglichkeiten er sich einstellen muss, wenn es schlecht läuft. Und wer glaubt denn noch an "bis der Tod uns scheidet". Solange die FS nichts Illegales oder Halblegales versucht hat, finde ich es leicht übertrieben, von Todfeindschaft zu reden. Auch scheint er kein armer Schlucker zu sein, der nun auf der Straße sitzen oder am Existenzminimum herumkrebsen würde.
 
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  • #7
Du fragst noch...?????

Du hast das ganz gut verkraftet? Glückwunsch!!! Tolle Leistung, er zahlt nicht nur fürs Kind, sondern für Dich auch noch mit und wird genötigt die Wohnung zu verlassen und Du machst Dir Gedanken, wie Du das verkraftet hast??? Ich glaub, ich spinn. Mach Dir mal einen Gedanken, wie er das verkraftet. Offensichtlich nicht so gut. Und Du Arme machst Dir jetzt Sorgen??? Na, hier auch scheinbar nur um Dich und weil er jetzt nicht locker und freundlich ist. Vielleicht kannst Du das ja per Anwalt auch noch einfordern....

Wenn Du willst, dass er entspannt ist, dann sorge für Dich und schiele nicht auf das, was er erarbeitet, denn Du hast an dieser Leistung null Anteil, gleichwohl hältst Du es für normal mitzukassieren - Du bist mir peinlich, als Frau.

w
 
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  • #8
Hast du dich mal dafür entschuldigt, dass du ihn mittels Anwalt auf die Straße gesetzt hast?

Sei lieber froh, dass das Vater-Tochter-Verhältnis noch geblieben ist.
Ich wäre wohl so sauer, dass ich nichtmal mehr mit dem Kind was zu tun haben wollte.
 
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  • #9
Nun, eure Scheidung ist zwar nach Recht und Gesetz abgelaufen, aber was (auch oft von Juristen) nicht gesehen wird, ist das die geltendere Rechtslage im "Normalfall" (Mann zieht aus, muss zahlen, Kind bei Mutter) für Männer extrem demütigend ist.
Du hast ihn also nach Recht und Gesetz gedemütigt und dabei IHN in seiner Person, seinen Bedürfnissen, und allem, was er in eure gemeinsame Zeit eingebarcht hat völlig missachtet.
Ihr seid in die familienrechtliche "Rechtsstaasfalle" getappt, so würde ich es nennen.

Ich glaube, wenn du eine Annäherung willst, dann musst Du ihm deutlich machen, dass du einen Teil davon verstanden hast.
 
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  • #10
Du scheinst mir ziemlich zufrieden zu sein, alles passt für dich. Er ist sehr beleidigt.

Es scheinen mir in deiner Geschichte einige Fakten zu fehlen. Sicher weißt du ganz genau, was dein Ex-Mann dir vorwirft und warum er jetzt nicht mir dir sprechen will. Wir können dir deshalb keinen sinnvollen Rat geben.
 
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  • #11
Ich frage mich aber, was in dem Mann vorgeht, warum wir nicht normal miteinander umgehen können, warum er so stur ist?
Du hast ihn mit Hilfe einer Anwältin über den Tisch gezogen. Er musste die Wohnung verlassen. Überlege doch mal, wie es umgekehrt wäre. Er hätte dich zum Verlassen der Wohnung per Gericht gezwungen und eure Tochter würde bei ihm leben. Du dürftest zahlen und würdest die Besuchszeiten zugeteilt bekommen. Wie würdest du reagieren?

Ich an Stelle deines Mannes würde ebenso reagieren. Gott sei Dank muss ich mit meiner Ex keinen Kontakt mehr pflegen. Meine Tochter hat sich für mich entschieden und hat den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen. Auch bei mir sind die Hintergründe sehr tiefgehend. Niemand reagiert so ohne tieferen Grund.
 
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  • #12
Bist Du Dir wirklich so sicher, dass die Scheidung Beide wollten? Deine Story hört sich so an im Sinne von "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen..." Kein Wunder, dass Dein Exmann nicht mehr mit Dir spricht und sauer auf Dich ist. "Die Anwältin hat erreicht, dass _er_ auszieht und das Kind bei Dir bleibt" Na "Herzlichen Glückwunsch"...Du hast ja nun alles bekommen, was Du wolltest, nebst Unterhaltszahlungen.

Ich kenne zwar Deine Story nicht genau, allerdings kann dieser Mann eigentlich froh sein, dass er Dich los hat.

Du hast ihn mittels Anwältin auf die Strasse gesetzt (wie hier ein User schrieb) Genau, dafür solltest Du Dich entschuldigen, aber so ganz nebenbei schielst Du schon auf höhere Unterhaltszahlungen, weil er anscheinend jetzt mehr verdient. Ich bin sprachlos.

Wahrscheinlich darf der arme Kerl Dir auch noch dankbar sein, dass er seine Tochter überhaupt noch sehen darf (ironiemodusoff)


w
 
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  • #13
Also den Schuh, dass ich die "Böse" sein soll, zieh ich mir nicht an. Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht. Und dass ich die Wohnung behalte ist ja wohl logisch, wenn das Kind bei mir bleibt.
 
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  • #14
Hi,

warum ist das logisch, dass du in der Wohnung bleibst? Wenn er die Wohnung schon hatte, bevor du da warst, ist das vieles aber nicht logisch.

Meine Ex-Frau hat auch ihr Bündel gepackt (wobei unser Sohn auch schon 15 ist) und durfte sich was anderes suchen. Ich hatte schon einen dicken Hals, dass danach die halbe Einrichtung weg war und die war vollständig als sie eingezogen ist.

Das kann hier wirklich 2 Seiten haben:

1. Er hatte die Wohnung und du bist zu ihm gezogen. Du hast alles geplant und er aus heiterem Himmel (ok - ihr hattet euch auseinander gelebt) einen Brief vom Anwalt bekommen als er gerade einen Termin mit der Eheberatung machen wollte.

2. Es war deine Wohnung und er ist zu dir gezogen. Das Kind ist noch zu klein, als dass du arbeiten gehen kannst und er hat den Brief gerade bekommen, als er sich eine neue Wohnung gesucht hat.

Von Recht und Gesetzt ist ein Unterschied zu Moral und Anstand. Hört sich blöde an, ist aber so.

Lass ihm einfach Zeit - vielleicht bekommt er sich ja wieder ein. Nach einem Jahr konnte ich auch wieder das nötigste mit Ihr reden.

m47
 
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  • #15
...was Dir rechtlich zusteht! Aber moralisch steht es dir nicht zu!!!

Du hast kein Recht, nur weil er jetzt mehr verdient, erneut über den Anwalt mehr zu verlangen. Ja, vor dem Gesetz schon, weil Männer bzw. Väter vor dem Gesetz nur Zahlesel sind. Aber ER verdient das Geld, nicht du. Du solltest dich schämen, aber da es genug Abzockerfrauen wie dich gibt, bist du dir deines Unrechts und deiner Schuld überhaupt nicht bewusst - noch schlimmer, du wirst von anderen Abzockerfrauen noch bestätigt: Ist nur, was dir zusteht.

Mein Vorschlag: Wechselmodell - kein Unterhalt für dich, keine gegenseitigen Unterhaltszahlungen für das Kind. Jeder betreut das Kind eine Woche, große Zahlungen wie Schulbücher oder Winterkleidung werden hälftig geteilt. So kann er fair leben und auch den Alltag mit Kind leben und DU kannst Vollzeit arbeiten gehen und selbst für dich sorgen. Dann könnte es sein, dass dein Ex dich auch wieder respektiert, derzeit kann er dich nur verachten, was ich zu 100 % verstehen kann. Und wage es besser nicht, noch mehr Geld zu verlangen - es könnte sein, dass dieser erneute Schuss nach hinten los geht. Fairness sieht eindeutig anders aus. Ich lebe es wie oben beschrieben - wir treffen Entscheidungen auf Augenhöhe und respektieren einander. Doch die wenigsten Frauen wollen dies wirklich, weil sie sich davor scheuen, keinen Unterhalt mehr zu erhalten - oh je, dann müssten sie ja arbeiten - für sich UND für das Kind. Wie schrecklich. w/44
 
A

Angie

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  • #17
Also den Schuh, dass ich die "Böse" sein soll, zieh ich mir nicht an. Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht. Und dass ich die Wohnung behalte ist ja wohl logisch, wenn das Kind bei mir bleibt.

Na, dann ist doch alles in Butter. Deine Anwältin hat dir wirklich einen Bärendienst erwiesen. Recht bekommen heißt nicht immer Recht haben. Was willst du eigentlich? Du hast doch alles. Kohle, Wohnung, Kind. Wobei ich mal davon ausgehe, dass der Unterhalt, den du für dich selbst erhältst, zeitlich befristet ist. Dass dein Mann dich jetzt mit dem A... nicht mehr anschaut ist halt der Preis, den du dafür zahlen musst, dass du all das aus ihm rausgepresst hast, was nur so raus ging.. Nichts ist umsonst, wie es so schön heißt.
Solltest du tatsächlich an einen etwas faireren Umgang interessiert sein, dann steht es dir ja absolut frei, auf eine weiteren Aufstockung deines Unterhalts zu verzichten. Aber ich nehme an, dass deine Anwältin dir auch in diesem Fall höchst eindringlich dazu raten wird, auf nichts, aber auch gar nichts zu verzichten. Steht dir ja alles rechtlich zu. Bis auf die netteren Umgangsformen deines Ex-Gatten. Die lassen sich nun auch von deiner Anwältin nicht einklagen. Mit dem mulmigen Gefühl musst du halt klarkommen. Und sollte sich dieses Unbehagen weiter verstärken, ruf einfach diese fähige Dame an, bei du dich ja eh so gut aufgehoben fühlst. Die hat bestimmt eine Idee, wie frau sich auch noch für das ignorante Benehmen ihres Exmannes zusätzlich finanziell schadlos halten könnte.

Hast du vielleicht auch nur einmal ansatzweise versucht, über deinen ich-nehme-mir-nur-was-mir-zusteht-Tellerrand zu gucken und dich in die Lage deines Mannes zu versetzen? Das, was du hier alles schreibst, klingt ziemlich selbstzufrieden und selbstgerecht. Ich stimme Gast 11 zu. Riecht irgendwie nach einem gut durchdachten Coup. Williges, gutverdienendes Arbeitstier und treuen Hucken geheiratet, Kind gemacht und so lange in der Ehe geblieben, bis es sich finanziell so richtig für dich auszahlt. Zehn Jahre Ehe schmeißt man nämlich nicht so einfach weg, weil man sich auseinandergelebt hat, schon gar nicht, wenn man ein gemeinsames Kind hat. Scheidung sorgfältig geplant, und nachdem alles in trockenen Tüchern war, den Gatten mit dieser Aktion überrascht und auf die Straße gesetzt. Das Verhalten deines Ex spiegelt auf alle Fälle so etwas wieder.
 
G

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  • #18
Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht. .

Eben, sie resp. du hast es gesetzlich durchgesetzt. Gibt es bei dir auch "menschliche" Komponenten bzw. Aspekte? Das Scheidungsrecht war schon jeher männerfeindlich (zumindest in der CH). Wie wäre es gewesen, wenn ihr gemeinsam eine passende Lösung gesucht hättet? Eine Lösung, beispielsweise mit gemeinsamen Sorgerecht, etc.? m45
 
G

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  • #19
Nochmal #3

Liebe FS,

Es geht nicht um Gut oder Böse, sondern um die Fähigkeit die Dinge aus der Warte Deines Ex zu sehen. Kommunikation funktiniert wenn Sender und Empfänger die gegenseitige Wellenlänge kennen und akzeptieren.
Aber jemand der dem Orwellschen "re-writing of history" nachhängt und sich selber am Wichtigsten nimmt kann so einen Sichtwechsel natürlich nur schwer vollziehen.Dazu müßtest Du Dein Verhalten ja kritisch hinterfragen. Und wo kämen wir den dahin? Du bist ja eine Jungfrau von Orleans. Nur ohne Selbstreflektion ist Dir in diesem Forum nicht zu helfen.
 
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  • #20
Also den Schuh, dass ich die "Böse" sein soll, zieh ich mir nicht an. Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht. Und dass ich die Wohnung behalte ist ja wohl logisch, wenn das Kind bei mir bleibt.

Bei allen Respekt ich glaube Du hast nicht verstanden worum es geht.
Mag sein das Du von Rechtswegen, alles bekommen hast was dir zu steht, aber dass ist nicht die Bewertung die hier zur Debatte steht.

Sondern dein Moralisches und Ethisches Verhalten ihm Gegenüber und wie Du ihn behandelt hast.

Wenn ich Richtig verstanden habe, gehst Du also davon aus, weil Du bekommen hast was dir "zusteht" müsse er doch das ganz rational von dir trennen können und die ganze Welt ist in Ordnung.

Deine Welt mag in Ordnung sein, seine Welt ist es noch lange nicht und Du tust so ziemlich alles das es so bleibt.
Was Du ausblendest ist seine komplette Emotionale Betroffenheit an der Situation und was das ganze für IHN bedeutet hat und wird.

Mir fehlen die Worte bei solchen Emotionslegastheniker... Tut mir leid!
 
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  • #21
Also den Schuh, dass ich die "Böse" sein soll, zieh ich mir nicht an. Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht. Und dass ich die Wohnung behalte ist ja wohl logisch, wenn das Kind bei mir bleibt.

Ich gehe jetzt mal stark davon aus, dass es die Antwort der FS ist.

Ja, Du hast ihn mit rechtlichem Segen über den Tisch gezogen, aber sonderlich fair ist es nicht, liebe FS. Bevor Du Dich jetzt empörst, als böse Frau abgestempelt zu werden, wäre es sehr hilfreich, wenn Du Deine Geschichte etwas detailierter beschreibst, habt Ihr Euch wirklich nur auseinandergelebt oder steckt da noch mehr dahinter? Natürlich hat er in die Scheidung eingewilligt, was hätte er auch tun sollen? Reisende soll man nicht aufhalten, wobei ich ganz stark davon ausgehe, dass die Iniative von Dir ausging, nicht wahr?

Also entweder bist Du total abgebrüht oder vollkommen naiv. Du hast alles bekommen, was Du wolltest: Wohnung, Unterhalt (willst sogar noch mehr) und das Kind, dass den Vater nur alle 14 Tage zu Gesicht bekommt. Wie würdest Du dich fühlen an seiner Stelle? Kannst Du Dich ein wenig in Deinen Expartner reinversetzen oder ist Dir das vollkommen Schnuppe? Tja und Deine einzige Sorge ist die Tatsache, dass er nicht mehr mit Dir spricht, Dein Wohlergehen stellst Du wohl gerne über das der Anderen.

Hoffentlich schweigt er noch eine ganze Weile...

w
 
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  • #22
Also den Schuh, dass ich die "Böse" sein soll, zieh ich mir nicht an. Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht. Und dass ich die Wohnung behalte ist ja wohl logisch, wenn das Kind bei mir bleibt.

Musst du ja auch nicht, dann brauchst du dich auch nicht wundern, dass dein Exmann keinen Bock mehr auf dich hat. So eine arrogante und Ich-bezogene Frau hab ich noch nie erlebt. Tu dir selber den Gefallen und schwing deinen Hintern in die Arbeit, dann rettest du vielleicht noch was.
Wär ich der Mann würd ich dich zum Teufel jagen.

w
 
  • #23
Also den Schuh, dass ich die "Böse" sein soll, zieh ich mir nicht an. Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht. Und dass ich die Wohnung behalte ist ja wohl logisch, wenn das Kind bei mir bleibt.
Was steht dir denn rechtlich zu? Warum muss das Kind bei dir wohnen? Dein Mann redet nicht mehr mit dir, obwohl alles angeblich friedlich abgelaufen ist?

Meine Ex war auch der Meinung, man müsste doch vernünftig miteinander umgehen können. Und dies, nachdem sie mich jahrelang belogen und betrogen hat. Nachdem sie im Nachhinein sich nicht um ein gutes Verhältnis bemüht hat. Bis heute hat sie sich weder erklärt noch entschuldigt. Sie hat sich nicht einmal gemeldet, als ich mit einer lebensgefährlichen Krankheit in der Klinik lag. Aber sie möchte, dass ich vernünftig mit ihr umgehe. Auch sie behauptet, die Trennung sei einvernehmlich gewesen. Zu meiner Tochter hingegen habe ich ein super Verhältnis. Auch das ist ihr ein Dorn im Auge.

Ok, du sagst, Lug und Betrug war bei euch nicht im Spiel. Aber irgendeinen Grund muss es doch geben weshalb er dich ignoriert. Das macht man nicht einfach so. Schon gar nicht, wenn alles einvernehmlich gelaufen ist. Sorry, wenn ich dir die Story so wie du sie erzählst nicht abnehme.
 
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  • #25
Das Verhältnis lässt sich nur normalisieren, wenn Vertrauen aufgebaut werden kann und man sich freundschaftlich begegnet. Da wäre es derzeit kontraproduktiv wegen einer Unterhalterhöhung anzuklopfen.

Dass deine Tochter öfter als vereinbart zu ihrem Vater geht ist sehr schön. Lass gegenüber deiner Tochter öfter mal gute Bemerkungen über deinen Ex fallen. Das entspannt das Kind und auch die Situation.

Lade deine Ex zum Essen bei euch ein. Ein entspannter Abend zwischen Eltern und Kind. Oder mal nur ein Abend zusammen mit deinem Ex. Wo ihr euch erzählt, wie es so läuft, wie sich die Tochter macht, wie man jetzt allein zurecht kommt. Lass ihn einfach mal erzählen. Vielleicht kann er ja aus sich herauskommen und erzählt, was ihn ärgert. Sei interessiert, höre es dir an. Bewerte es nicht. Rechtfertige dich nicht. Vermeide Streit. Jeder von euch muss mit der veränderten Situation klarkommen. Aber dennoch könnt ihr gute Eltern und befreundete Ex-Eheleute sein. Das braucht Zeit, aber es lässt sich für alle Beteiligten entspannter leben.
 
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  • #26
Liebe FS,

ich denke du hattest deine Gründe wegen der Trennung.
Keine Frau mit Kind trennt sich nie ohne Grund.

Meiner ist genau so, vergiss ihn. Du mußt dich für nichts entschuldigen.
Ich hoffe das du nicht vergessen hast die Ehebedingten Nachteile zu fordern.
Ich muß 5 jahre noch Weiterbildung und Studium nachholen+ 100% Arbeit und 2 Kinder.
Er wollte nicht das ich arbeite, hat mir früher wegen Paar Stunden Arbeit die Hölle heiß gemacht.
Mir geht seit der Trennung blendend, trotz Arbeit+Schule+ Kinder+Haushalt.

Du brauchst kein Kontakt zu ihm, soll er doch schmollen.
Es ist dein Leben, dein Zukunft und es soll eurer Tochter an nichts fehlen.
LG
 
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  • #27
Ich finde es schlimm, wie die FS hier niedergemacht wird.
Wie vielen anderen AE-Mütter hier im Forum wurde ganz offensichtlich auch das Kind, die Wohnung und Unterhalt zugesprochen? Vielen - eben - und da finden es alle normal.
Wir wissen im Grunde überhaupt nichts Genaueres.
Kann genauso gut sein, dass der Exmann ein unversöhnlicher Egozentriker ist, der die FS mit seinem Schweigen strafen will. Ich kenne ihn und seine Motive nicht und die FS erklärt uns leider nichts dazu. Soviel Bissigkeit wie hier ist aber dennoch nicht nötig.
 
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  • #28
Statement der FS
Also, ich habe meinen ex-Mann nicht reingelegt oder so. Die Trennung kam, weil er meinte, ich sollte mal erwachsen werden und nicht so passiv sein und ihn alles machen lassen.
Da hatte er ja auch irgendwie Recht und ich habe meine Probleme ja selbst gesehen.

Für mich war das aber trotzdem auch ein ganz schöner Schock.
Die Wohnung lief auf uns beide und trotzdem hatte ich mir eine neue Wohnung gesucht und mein ex wollte mir noch helfen mit der Einrichtung und so.

Meine Anwältin hat mir aber abgeraten auszuziehen oder wenn dann nur zusammen mit der Tochter, was mein ex aber nicht wollte.
Ich kann mir auch gar keine große Wohnung leisten, weil ich halbtags arbeite und wenig verdiene.

Da ich mich als Pädagogin mit Gesetzen und Geld nicht gut auskenne, war ich froh, dass meine Anwaltin das alles für mich geregelt hat.
Das Geld will ich ja gar nicht für mich, sondern für meine Tochter. Mit einem Halbtagsjob und der großen Wohnung ist es ja gar nicht so einfach über die Runden zu kommen. Da ist es schon gut, dass mein ex immer mit ihr zum Friseur geht und ihr neue Klamotten kauft.

Trotzdem finde ich, dass wir kein gutes Vorbild für die Tochter sind, wenn er so kühl mit mir umgeht. Ich hoffe, er sieht das irgendwann auch einmal ein.
 
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  • #29
Meine Anwältin hat nur durchgesetzt, was mir rein rechtlich zusteht.

Deine Wortwahl ist an dieser Stelle verräterisch. Du beabsichtigst den folgenden Eindruck zu erwecken: Die Anwältin hat nur das getan, was im Gesetzbuch steht. In Wahrheit versteckt sich folgender Sinn in deiner Aussage: die Anwältin tat, mit meiner Zustimmung und auf meinen Wunsch hin, mehr als nur nach Vorschrift zu agieren. Sie hat etwas "durchgesetzt" = siehe Duden online, u. a. "sich Geltung verschaffen", etwas "erringen", "erzwingen", "ertrotzen", "unter Überwindung von Hindernissen verwirklichen".

Du schreibst ausserdem "rein rechtlich". Ja, rein rechtlich steht es dir zu, aber dahinter existiert etwas nicht-rechtliches, was dagegen spricht?

Mit anderen Worten, hast du ihn über den Tisch gezogen. Ich glaube du hast nicht alle wesentlichen Fakten erzählt sondern was ausgelassen. Dann kann dir keiner beantworten, warum dein Ex Mann nicht mit dir spricht.

Und dass ich die Wohnung behalte ist ja wohl logisch, wenn das Kind bei mir bleibt.

Ich finde das wenig logisch, einen Umzug mit dem Kind in eine neue Wohnung halte ich nicht für unzumutbar. Du benutzt Scheinlogik, um die eigenen Ansichten durchzusetzen. Machst du das öfter?

Also mein Gesamteindruck, du willst mit deinem Mann nicht deshalb wieder reden, weil es "vernünftig" wäre für zwei Ex-Eheleute irgendwann wieder miteinander zu reden. Sondern um wieder Macht über ihn zu gewinnen, um ihn besser kontrollieren zu können. Dir geht es gegen den Strich und es ärgert dich, dass du rechtlich alles Erreichbare erreicht hast, und nun keine Macht in keiner Sache mehr über ihn gewinnen kannst. Würde er bloss wieder mit dir reden...
 
  • #30
Meine Anwältin hat mir aber abgeraten auszuziehen oder wenn dann nur zusammen mit der Tochter, was mein ex aber nicht wollte.
Ok, das hattest du ja bereits geschrieben. Dennoch klingt es für mich nicht nach einer einvernehmlichen Trennung. Einfach zu erwarten, dass sich nach Streitigkeiten alles von allein regelt, ist sehr naiv gedacht. Ich denke du weißt sehr genau, wo es Probleme gab die dann zu seiner Reaktion führten.
 
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