• #1

Wie kann ich den Hausrat oder das Geld dafür bekommen?

Hallo Forum.
Meine Frau und ich sind seit einem Jahr getrennt. Ich habe sie verlassen und bin vor einem Jahr ausgezogen. Seitdem lebt sie wie gewohnt im Komfort unseres Hauses und kümmert sich auch um unser Kind (9). Ich habe das Kind jedes zweite Wochenende. Ich lebe seit letztem Jahr in der kleinen Mietwohnung meiner Freundin und verzichte auf jede Annehmlichkeit, die ein Haus mit Garten und Garage bietet. Das möchte ich alsbald ändern. Ich habe vor einem Jahr alles zurückgelassen. Mitgenommen habe ich nur meine Kleidung, Koffer und Sportsachen.

Bis wir das Haus verkaufen oder meine Frau mir ihren Anteil verkauft, möchte ich schon mal einen Teil des Hausrats haben oder eine Art Abfindung, weil sie ja ganz alleine darüber verfügt. Das Haus gehört uns beiden und ist abbezahlt. Zur Aufteilung des Hausrats will ich meiner Frau drei Möglichkeiten vorschlagen. Dafür ist es erforderlich sämtliche bis zum Trennungszeitpunkt gemeinschaftlich genutzten Hausratgegenstände aufzulisten. Anschließend möchte ich schnell zu einer Einigung kommen.

1. Sie erstellt eine Gesamtauflistung alleine, notiert dazu ihre Wünsche, was sie behalten möchte und lässt mir diese Auflistung zukommen. Ich überlege dann, ob ich damit einverstanden bin.

2. Wir erstellen die Auflistung gemeinsam innerhalb der nächsten 14 Tage, an dem sie mir Zugang zum Haus gewährt.

3. Sie behält alle Hausratgegenstände. Dann soll sie mir ein Angebot für eine Ausgleichszahlung schicken.

Findet ihr das okay um die Hausrat-Teilung dann aktiv angehen zu können? Ich will das zügig durchziehen.

Vielen Dank für eure Rückmeldung.

Hier handelt es sich bei den Antworten jeweils um eine Laienmeinung und ersetzt keinen juristischen Rat vom Fachmann. Ihr Moderationsteam.
 
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  • #2
Lieber FS,

natürlich ist das in Ordnung. Rechtlich ist das auch geregelt - guck einmal in die Literatur zu § 1361a BGB. Du hast hier für eine rechtliche Bewertung zu wenig Informationen genannt, was aber auch gut ist. Hier sollte schließlich keine Rechtsberatung erfolgen. Lass dich am besten mal von einem Fachanwalt für Familienrecht über deine Rechte informieren und setze dich dann in Verbindung mit deiner Ex. Oder umgekehrt - je nachdem, wie deine Ex drauf ist.
 
  • #3
Du brauchst fundierten juristischen Rat.
Den bekommst du von einem Fachanwalt für Scheidungsrecht. Nach Durchsicht aller Unterlagen.
Ich kann dir nur abraten, irgendwelche Dinge in dem Bereich selber in die Hand zu nehmen. Denn die gemachten Fehler werden dir wenig später "um die Ohren gehauen" werden.
 
T

Toi et moi

  • #4
Ich lese sehr viel Neid, sorry dass ich das so schreiben muss. Das habe ich auch selbst so erlebt. Ich habe den Eindruck, dass Du deiner Ex und deiner Tochter nicht gönnst in einem Haus zu wohnen. Wenn ich deine Frau wäre, würde ich Nummer 1 nehmen oder sagen, du sollst kommen und mitnehmen, was du willst. Für das Haus würde ich an ihre Stelle dir für deinen Anteil eine Miete geben, Punkt und fertig. Wie kommst Du darauf, dass sie dir ihren Anteil verkaufen soll. Darf man jemanden dazu zwingen? Ich meine vielleicht möchte sie das Haus behalten und kauft deinen Anteil dir ab?
 
  • #5
Sag mal gehts noch!
Ich kann kaum glauben was ich da lese...
DU hast sie verlasse, bist freiwillig und aus eigenem Abtrieb gegangen und hast alles zurückgelassen und nach einem Jahr fällt dir plötzlich ein das du doch gerne das eine oder andere hättest und du gedenkst mit ihr wie mit einem Schwerverbrecher umzuspringen und schlägst einen Ton an der gelinde gesagt dem Fass den Boden ausschlägt.

Deine (Noch)Frau kümmert sich seit einem Jahr alleine um Pflege und Instandhaltung des Hauses etc. und allein um die Bedürfnisse und Erziehung eures Kindes!!
Eigentlich sollte sie DIR dafür eine Rechnung stellen und mit deinen drei großzügig zur Auswahl gestellten Optionen postwendend zum Anwalt gehen.

Lass es!
Im Rahmen eurer Scheidung wird doch eh eine Vermögensteilung vorgenommen und du wirst bekommen was dir rechtlich zusteht.
Du solltest wenigstens so viel Charakter haben bis dahin einen anständigen Umgabgton anzuschlagen.
Und vielleicht denkst du dabei auch mal euer Kind.
 
  • #6
Liest sich fair, aber ich würde es mit der Rechtsanwältin bzw. dem Rechtsanwalt nochmal absprechen. Es ist vielleicht empfehlenswert, wenn du vorher noch eine Familienberatung oder Mediation anstösst.

Wahrscheinlich wird es mit dem Startschuss Hausrataufteilung jetzt zu einer emotionalen Entladung kommen, die nicht auf dem Rücken des Kindes ausgetragen werden sollte.

Bis jetzt war ja alles noch wie gewohnt, aber wenn jetzt im Haus die Einrichtung dezimiert wird es täglich spürbar.

Vielleicht ist es geschickter zuerst die emotionale Ebene mit eurer Rolle als Eltern zu klären. Sonst kleben die Gefühle an jeder Gabel und jedem Messer, jedem Topf und jedem Bild.
 
  • #7
Ist das nicht eher eine juristische Frage? Ich denke, es kommt sehr darauf an, wie euer Verhältnis zueinander ist. 1 wäre wahrscheinlich das angenehmste, weil ihr dann verhandeln könnt und 2 nur möglich, wenn sie dich quasi in ihren inzwischen privaten Räumen duldet. 3 käme für mich persönlich nicht in Frage, da mein Hausrat auch Erinnerungen und Familienerbstücke enthält. Ich glaube nicht, dass eine Lösung besser oder schlechter ist, schlag ihr doch alle Ideen vor, wenn es dir egal ist.
 
  • #8
Ihr seid seit einem Jahr getrennt, du willst dich jetzt ja sicher scheiden lassen, nicht ?
Du wirst also nun ohnehin zu einem Anwalt gehen.
Dort kannst du dir alles erklären lassen, was die Teilung eures Vermögens ( Haus ), Unterhalt, Rentenausgleich, Umgangsrecht mit dem Kind usw. betrifft.
Das mit dem Hausrat, der ist möglicherweise erheblich weniger wert als du denkst, ist wohl das geringste Problem.
Wahrscheinlich werdet ihr das Haus verkaufen müssen, falls nicht einer den anderen auszahlen kann.
Deine Frau zieht dann mit dem Kind ebenfalls in eine kleine Mietwohnung und braucht daher ohnehin nicht den ganzen Kram.
Falls sie doch alles behalten will und dich daher auszahlen soll, wird das sehr wenig sein, denn da ist nicht der Neuanschaffungswert maßgeblich, sondern der Zeitwert.
Kannst ja mal bei ebay gucken, was ein gebrauchter Schrank oder Topf kosten. Von der gesamten Summe kannst du dir dann einen neuen Schrank kaufen.

Teilt den Hausrat also einfach auf, das ist sicher kein Problem, weil ihr ja beide künftig weniger braucht und weniger Platz habt.
Falls es mehrere Dinge gibt, die ihr beide haben wollt, könnt ihr ja losen oder immer abwechselnd etwas nehmen, wer anfängt, entscheidet das Los.

Übrigens werden nach dem Verkauf des Hauses auch deine Frau und deine Tochter auf die Annehmlichkeiten eines Hauses mit Garten und Garage verzichten, allerdings anders als du ohne ihr Zutun.
So ist das bei Scheidungen.
Du hast dir das ausgesucht, also jammere nicht herum.

w 49
 
P

proudwoman

  • #9
Wie steht denn Deine Ex dazu und was genau möchtest Du?
Ich finde Punkt 1 und 2 am besten!
Als mein geschiedener Mann und ich damals auseinander gezogen sind, gingen wir gemeinsam durch das Haus und einigten uns vollkommen unkompliziert über die Aufteilung des Inventars. Allerdings sind wir beide, also ich mit unserem Sohn, er alleine zu seiner neuen Partnerin, aus unserem Haus ausgezogen. Es war auch ein Haus zur Miete.
Unser Mehrfamilienhaus hatten wir rechtzeitig vorher verkauft.
 
  • #10
verzichte auf jede Annehmlichkeit, die ein Haus mit Garten und Garage bietet. Das möchte ich alsbald ändern. Ich habe vor einem Jahr alles zurückgelassen.
Das war dein Wille, dein Plan, also beschwere dich jetzt nicht.
Dass du ausziehst war der einzig richtige Weg. Wohin hätte deine Frau auch gesollt mit einem 9jährigen Kind? Schwer genug alles für die Beiden und dann noch eine neue Unterkunft suchen?

Gehe zum Anwalt, reiche die Scheidung ein und dann wird der Rest - die Aufteilung des Hausrats, des Zugewinns - automatisch eingeleitet und geregelt.

Immer dasselbe mit den Männern. Neue Frau und scheinbar neue Liebe und das alte Leben wird dann in null Komma nichts "entsorgt".
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #11
Alle 3 Varianten sind machbar.
Rein sachlich ist bei einer Ausgleichszahlungen zu bedenken, dass nach 10 Jahren der Wert bei 0 ist, und sich entsprechend der Wert jährlich verringert.
Gegenstände, die den Kindern zu zuordnen sind, bleiben außen vor.

Ich hoffe, dass ich mich irre, aber sehr friedlich war die Trennung nicht, und Du klingst, als ob Du Ihr die Situation nicht gönnst.
Bitte denke dann immer, dass DU gegangen bist,
Frau und Kinder, und zwar aus freiem Willen zu einer Freundin, warmgewechselt.
Damit hast Du Deine Frau tief verletzt, Vertrauen missbraucht, gelogen, betrogen.
Was erwartest Du nun von Deiner Expartnerin?
Und als AE ist für sie alles außer der Wohnsituation nicht einfacher.

Suche jetzt einen Kompromiss, friedlich, an besten wäre die Variante, dass sie die Liste alleine erstellt.
Bedenke, es ist auch das Zuhause Deiner Kinder.

Und ansonsten - Ihr seid Eltern, ggf. versuche über eine Mediation - Trennubgsgespräche - etwas an Spannung heraus zu nehmen.
 
P

proudwoman

  • #12
Ich hoffe, dass ich mich irre, aber sehr friedlich war die Trennung nicht, und Du klingst, als ob Du Ihr die Situation nicht gönnst.
Weißt Du liebe @Lionne69 , bei mir war das ähnlich. Mein Ex-Mann hat mich betrogen auf die dämlichste und auf die übelste Art und Weise. Aber ich war nur noch froh, dass das alles vorüber war. Trotzdem hatten wir uns schnell und unkompliziert darüber geeinigt.
Selbstverständlich ist ein Fachanwalt der beste Tipp.
Ob er ihr irgendetwas nicht gönnt, oder wie die genaueren Umstände der Trennung waren, hat uns ja der FS gar nicht geschrieben.
 
  • #13
Ich finde auch, dass Du ganz schön neidisch auf die Wohnsituation Deiner (Ex)-Frau schielst. Kannst Du es Deinem Kind so gar nicht gönnen?
ich schließe mich den Vorschreibern an, die bemerken, dass der Hausrat in der Regel offiziell nichts mehr wert ist.
Mir ging es zwar genauso wie Deiner Noch-Ehefrau aber wir haben nach einer gewissen Zeit (ein paar Monate später) die Sachen, ob es jetzt einzelne Möbel, der große Gas-Grill oder so was wie die sündhaft teure Saftmaschine waren, ich habe es ihm gegeben weil er mehr damit anfangen kann und ich mich ja nach Auszug aus dem Haus verkleinern musste.
Kläre das doch mit ihr im Rahmen der Scheidung und dem Hausverkauf, dann müssen ja das Mobiliar etc. wegen Auszug sowieso aufgeteilt werden.
Wann ist die Scheidung?
 
  • #14
Ich lebe seit letztem Jahr in der kleinen Mietwohnung meiner Freundin und verzichte auf jede Annehmlichkeit, die ein Haus mit Garten und Garage bietet.
Ist ja erstmal selber so ausgesucht, oder? Außerdem bietet ein Haus mit Garten und Garage nicht nur Annehmlichkeiten sondern auch reichliche viele Verpflichtungen. In einem Jahr laufen Kosten für das Haus auf, die kann sie ja dann dagegen rechnen. Unterm Strich wird da nicht viel über bleiben für Dich, wenn man den Wert von Hausrat dagegen rechnet.
Warum hast Du es auf einmal so eilig? Ein Jahr läßt Du alles so, wie es ist und jetzt soll alles schnell über die Bühne gehen?
Mußt Du selber einen neuen Haushalt gründen, weil Du bei Deiner Freundin nicht mehr wohnen kannst? Diese Eile macht doch sonst gar keinen Sinn. Jedenfalls nicht für ein paar ältere Haushaltsgegenstände, die an Wert verloren haben. Du könntest doch auch bis zur Scheidung warten,da wird doch eh alles rechtlich geregelt. Da wird dann gegenseitig aufgerechnet, Wohnkosten, Haushaltsgegenstände, etc., etc.
Für mich hat Deine Frage einen komischen Touch. Wenn ich mich trenne, dann rechne ich nicht auf bei solchen "Kleinigkeiten" wie Hausrat. Immerhin hat man Jahre zusammen gelebt, hat ein Kind zusammen. Dem wird ja auch die Hälfte vom Hausrat genommen.
Was geregelt werden muß , ist natürlich , wer an wen für das Haus zahlen muß,klar . Aber Hausrat? Kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich würde, wenn ich von Dir die Wahl bekommen würde, wie ich das handhaben möchte, nur schmunzeln und denken....der muß ja Not haben.
Aber im Grunde genommen wissen wir hier zu wenig, um da zu spekulieren.
Ich glaube, ich würde Dir alles geben. Mit einer angemessenen Frist, damit ich neue Dinge kaufen kann, schließlich ist ja ein Kind zu versorgen.
Ansonsten teile ich die Meinung von Lionne69 .
W
 
  • #15
Du hast sie verlassen. Wer seine Schiffe abbrennt, der hat nichts mehr. Geh zu ihr zurück, des Kindes wegen! Das würde ich dir raten. So ein kleiner Streit hat noch niemandem geschadet. Sage:" Pardon, ich war nicht ganz klar in der Birne. Ich übernehme ab sofort die Verantwortung für meine Vaterrolle und will dir ab sofort ein guter Ehemann sein." Das wäre eine reife Sache.
Das KInd ist 9 und braucht täglichen Vaterumgang.
 
  • #16
Sicherlich wird sie Dir einen Teil der Möbel und Sachen geben.

Aber gebrauchte Möbel sind grundsätzlich kaum noch etwas wert und praktisch unverkäuflich, weil die Leute, die evtl. gebrauchte Möbel kaufen würden meist nicht die Transportmöglichkeit haben.

Die realistische Ausgleichszahlung ist der Zeitwert. Und selbst bei Gegenständen, die verkauft werden können und noch Geld erzielen, muss man den Aufwand gegenrechnen.

Vielleicht würde es für alle am Ende besser sein, wenn ihr das Haus teilmöbliert oder möbliert verkauft. Weil der Käufer dann z.B. erstmal eine Küche oder ähnliches hat und ein gut eingerichtetes Haus einen höheren Preis erzielt als ein leeres. Das wäre wesentlich einfacher auseinander zu setzen als jeden Vermögensgegenstand einzeln aufzulisten und sich über dessen Wert zu streiten.

Ansonsten würde ich eher eine Liste von Dingen erstellen, die ich gerne haben möchte und fragen, ob ich die bekommen kann, wenn sie den Rest behält.

Übrigens ist es auch nicht unbedingt prickelnd, in einem Haus zu wohnen, wenn man weiß, dass man eh in absehbarer Zeit raus muss.
 
  • #17
Am besten und kostengünstigsten ist es, wenn ihr euch friedlich einigt. Man kann sich auch um jeden Löffel streiten. Die Anwälte freuen sich dann.
Theoretisch könntest ihr den gesamten Hausrat verkaufen und euch das Geld teilen. Macht aber praktisch keinen Sinn, weil man für gebrauchte Möbel und Haushaltsgegenstände nicht mehr viel bekommt. Überleg mal: für ein gebrauchtes Möbelstück bekommt man höchstens die Hälfte des Anschaffungspreises (wenn das Teil noch tiptop in Ordnung ist und so gut wie keine Gebrauchsspuren aufweist). Also teilt die Sachen vernünftig auf, Möbel eventuell zimmerweise (einer das Esszimmer, der andere dafür das Wohnzimmer etc. ).
Deine Freundin wird ja auch einige Dinge haben, die ihr nicht doppelt braucht. Die kannst du also deiner Frau und deinem Kind lassen. Dinge, die einer schon mit in die Ehe gebracht hat (Familienerbstücke oder so) behält derjenige sowieso. Gib deiner Frau doch eine Liste der Sachen, die du unbedingt haben willst. Vielleicht liegt ihr nichts an den Sachen und sie ist froh, sie los zu sein. Lass ihr genug Zeit für Ersatz zu sorgen, dann dürfte es kein Problem sein.
Will deine neue Freundin denn unbedingt die Sachen, die du mit deiner (Noch)Frau benutzt hast? Oder wäre dir der finanzielle Ausgleich lieber. Wenn ja, dann lass die Sachen schätzen. Deren Wert entspricht aber nicht mehr dem Neuwert, egal wie teuer sie vorher mal waren.
 
  • #18
Also was ich nicht verstehe ist, warum du so auf dem Hausrat bestehst? Warum ist dir der so wichtig? Du lebst ja jetzt schon mit deiner neuen Freundin zusammen, und ihr habt doch sicher Hausrat, oder? Die Frage ist, geht es hier wirklich um Töpfe, Teller, Besteck und Handtücher, oder geht es hier um mehr?

Ich habe auch schon mal jemanden verlassen und bin ausgezogen, aber den banalen Hausrat würde ich dort belassen wo er ist, und mir einfach neuen kaufen. Für mich klingt es ein bisschen komisch, dass man das so ganz genau hälftig ausrechnet, wer hier das Recht auf den Staubsauger hat, und wer das Recht auf die Kaffeemaschine. Na klar hat das ganze Zeug auch mal Geld gekostet, aber so what? Schwamm drüber, das Leben geht weiter! Wenn ich mit meinem alten Leben so schnell wie möglich abschließen wollen würde, dann wäre mir das alles sowas von wurscht...naja, vielleicht kennst und kannst du es nicht anders.

Ansonsten klingt das, was du sagst nüchtern und sachlich, und ich würde einfach die Ex fragen, wie es ihr am Liebsten ist. Schließlich hast du dich ja verkrümelt, also würde ich es ihr jetzt so leicht wie möglich machen.

Ich finde nicht, dass man aus deinen Zeilen unbedingt Neid und Missgunst rauslesen kann, wie das andere hier schreiben. Ich interpretiere aus deinen Zeilen, dass du so schnell wie möglich mit deiner Ex nix mehr zu tun haben willst (außer die gemeinsame Sorge ums Kind). Aber dann lass doch einfach alles hinter dir! Neuanfänge haben es nun mal in sich, dass man mit Nichts anfängt. Ist ja auch ne Chance, sich persönlich zu entwickeln. Aber muss ja jeder selber wissen.
 
  • #19
Ich würde den Anwalt nehmen. Für mich als Ausländerin ist unverständlich, warum die deutschen Frauen immer wieder den Mann bei der Trennung abzocken. Und dann am besten mehrere Kinder von mehreren Männer um nicht arbeiten zu müssen....Abgesehen vom Trennungsgrund steht Dir 50% gemeinsames Vermögens zu. Auch die Kindbesuche lassen sich regeln, wenn Du dein Kind öfter sehen möchtest. Bei Unterhaltskosten für das gemeinsame Kind brauchst Du ebenso einen Anwalt.
 
  • #20
Ich lebe seit letztem Jahr in der kleinen Mietwohnung meiner Freundin und verzichte auf jede Annehmlichkeit, die ein Haus mit Garten und Garage bietet. Das möchte ich alsbald ändern
Bis wir das Haus verkaufen oder meine Frau mir ihren Anteil verkauft, möchte ich schon mal einen Teil des Hausrats haben oder eine Art Abfindung, weil sie ja ganz alleine darüber verfügt.

Kann es sein, das die neue Freundin da mitmischt?
Für mich hört es sich nämlich so an, als würde der FS jeden Cent zusammenkratzen wollen, für ein neues Haus. In das alte Haus ziehen wäre auch ok, natürlich mit Freundin.
Ist schon ziemlich ***, sich eine neue Freundin suchen und dann die Frau und das Kind vor die Tür setzen, bzw. auswechseln.
 
  • #21
Sag mal gehts noch!
Ich kann kaum glauben was ich da lese...
DU hast sie verlasse, bist freiwillig und aus eigenem Abtrieb gegangen und hast alles zurückgelassen und nach einem Jahr fällt dir plötzlich ein das du doch gerne das eine oder andere hättest und du gedenkst mit ihr wie mit einem Schwerverbrecher umzuspringen und schlägst einen Ton an der gelinde gesagt dem Fass den Boden ausschlägt.

Zum Glück gilt ja in D. nicht mehr das Schuldprinzip und es ist ziemlich egal, ob er freiwillig und aus eigenem Antrieb gegangen ist. Der FS behandelt seine Frau auch nicht wie einen Schwerverbrecher, er hat drei faire Vorschläge gemacht. Er wird ihr sicherlich Trennungsunterhalt zahlen bzw. den Barunterhalt für das Kind. Sie wird im Gegenzug hoffentlich Miete für die Nutzung seiner Hälfte zahlen... Ich würde es machen wie hier schon vorgeschlagen: im Zuge der Scheidung wird ein Anwalt nötig sein, das würde ich mit diesem auch besprechen.
 
  • #22
Seitdem lebt sie wie gewohnt im Komfort unseres Hauses
Ich lebe seit letztem Jahr in der kleinen Mietwohnung meiner Freundin und verzichte auf jede Annehmlichkeit, die ein Haus mit Garten und Garage bietet
Ich finde tatsächlich auch, dass sich das irgendwie neidisch anhört und habe natürlich auch sofort gedacht: Er hat sie verlassen. Er wollte es doch so. Ich habe sogar kurz an ein Fake gedacht ...
Natürlich kann die einzig richtige Antwort nur sein, sich mit der Ex zusammenzusetzen und zu reden. Wird vermutlich möglich sein schon wegen des gemeinsamen Kindes.
 
P

proudwoman

  • #23
Ich würde den Anwalt nehmen. Für mich als Ausländerin ist unverständlich, warum die deutschen Frauen immer wieder den Mann bei der Trennung abzocken. Und dann am besten mehrere Kinder von mehreren Männer um nicht arbeiten zu müssen.
Was ist das denn für ein Quark? Es geht hier um gerechte Aufteilung. Und wo hast Du gelesen, dass Deutsche Frauen ihre Männer abzocken? Ich fasse es nicht. Soll die Ex-Frau des Fragestellers hier mit ihrem Sohn aus dem Haus ziehen, nur weil er (!) sich von ihr getrennt hat? Und arbeiten wollen die Frauen auch nicht? In welcher Welt lebst Du eigentlich? In diesem Thread geht es um die Aufteilung und die Vorgehensweise des Inventars. Man liest natürlich heraus, dass es den FS wurmt, dass er nun auf so einige Annehmlichkeiten verzichten muss. Das hat er aber vorher gewusst. Jetzt geht es darum, das ganze ziviel über die Bühne zu bringen. Schon im Interesse des Kindes.
 
  • #24
Den Hausrat würde ich vergessen. Ich hab den Eindruck, Du willst so schnell wie möglich ein neues Haus mit der neuen Frau (macht sie Dir Druck, weil Du Deiner Ex alles so überlassen hast?) und deswegen wird alles in Gedanken versilbert, was möglich ist.

Wenn das Haus euch beiden gehört, dann muss Deine Frau Dir natürlich Deine Hälfte abkaufen. Ich kenne auch so ein Fall, wo das Kind bei der Mutter geblieben ist und in Raten abbezahlt. Diese Möglichkeit hast Du ausgeschlossen, weil sie vermutlich nicht viel verdient. So, wie Du Deinen Beitrag geschrieben hast, scheint Dir Dein Kind egal zu sein in Hinsicht auf die Wohnsituation. Ich kenne einen Mann, der seine Ex und die Kinder im Haus weiter kostenfrei wohnen ließ, weil er Angst hatte, dass sie weit weg zieht und er das Kind nicht mehr sieht. Die Kosten für ihren Unterhalt und den Unterhalt der Kinder musste er auch bezahlen, die neue Freundin zahlte das alles mit, weil er kaum Geld übrig hatte, zahlte von ihrem nicht gerade üppigen Gehalt die Lebenskosten und übernahm sogar einen Teil der Scheidungskosten.

Also ich würde das in der Situation an Stelle Deiner Ex alles an Hausrat durchrechnen lassen von einem Fachmann oder ner Fachfrau, damit Du hinterher nicht denkst, Du seiest immer noch übervorteilt worden, weil Du nicht glauben kannst, wie wenig die Dinge wert sind. Ich finde es aber auch ... sehr kleingeistig, wenn Du, der sie verlassen hat wegen einer anderen Frau (wobei noch im Raum steht, ob Deine Frau nicht die schlimmste Ehefrau allerzeiten war), jetzt jeden Topf aufrechnest.
Der Wert des Hauses und des Grundstücks gehört euch beiden, da wäre wirklich angebracht, dass Du Deinen Anteil kriegst, aber da ihr anscheinend keine Möglichkeit gegeben ist, Dir Deinen Anteil auszuzahlen und Du vermutlich mit Raten nicht weit kommst bei Deinen neuen Plänen, würde ich aber hier trotzdem überlegen, ob Deine Forderung sanfter sein könnte, also doch Raten, aus Liebe für Dein erstes Kind.

Für mich als Ausländerin ist unverständlich, warum die deutschen Frauen immer wieder den Mann bei der Trennung abzocken.
Das hat doch mit Ausländerin oder nicht gar nichts zu tun. Es gibt auch Ausländerinnen, die deutsche Männer abziehen, schon während der Ehe.
 
  • #25
Meine Frau und ich sind seit einem Jahr getrennt. Ich habe sie verlassen und bin vor einem Jahr ausgezogen.

Letztlich eine juristische Frage. Du bist ein Jahr getrennt, die Scheidung müsste damit eingeleitet sein. Schlage ihr doch Deine Ideen vor und sie soll sich eine Lösung aussuchen. Eine friedliche Lösung ist sicher kostengünstiger als eine juristisch korrekte. Verzichte lieber auf zwei Backbleche und gib nach, das ist billiger als der Anwalt. Auch solltet ihr ja schon eine Lösung für das Haus haben, wenn die Scheidung ansteht.

Also was ich nicht verstehe ist, warum du so auf dem Hausrat bestehst? Warum ist dir der so wichtig? Du lebst ja jetzt schon mit deiner neuen Freundin zusammen, und ihr habt doch sicher Hausrat, oder?

Bei der Sichtweise und den Antworten mancher Frauen kann ich nur den Kopf schütteln. Wie würden die das wohl umgekehrt sehen? Mann räumt den kompletten Hausrat aus (oder lässt die Frau auch nicht noch ein Jahr lang im gemeinsamen Haus wohnen) und lässt sie neu anschaffen? Frau zieht aus zu ihrem Lover und ("Schiff abgebrannt" , #12, 13, 14) und verzichtet selbstverständlich auf alle Ansprüche, denn sie hat ja ein Dach über dem Kopf? Noch nie gehört. Die einzig "saubere" Lösung kann doch wohl nur sein, dass man sich einigermaßen friedlich einigt und ungefähr halbiert.

Sorry, liebe Damen. Auch wenn ihr hier mit beachtlicher Anzahl reagiert mit "wenn er die Frau verlässt, soll er halt verzichten": Der FS hat eine sachliche Frage gestellt. Wie die Trennung verlaufen ist, wissen wir nicht. Nur weil er bei seiner Freundin wohnt, muss man ja nicht gleich die Kampfemanze hervorkehren. Dann sollte doch auch eine sachliche Antwort möglich sein, die sicher nicht darauf beruhen kann, dass einer von beiden komplett verzichtet. Genau die Reaktionen, die hier kommen, zeigen das selbstverständliche "Anspruchsdenken", wegen dem es heute besser ist, erst gar nicht mehr zu heiraten.
 
  • #26
Lieber FS,

Hier im Forum schreiben sehr viele Frauen mit teilweise sehr schlechten Erfahrungen mit Männern, Ehe und Scheidung. Stell dich drauf ein, dass dir nicht viel Verständnis oder Neutralität entgegengebracht wird!
Ich habe den Eindruck, dass Du deiner Ex und deiner Tochter nicht gönnst in einem Haus zu wohnen.
Das ist doch Quatsch! Oft gegeben die Männer erstmal alles, aus Rücksicht auf die Kinder. Frau bleibt im Haus, Mann zahlt. Nur irgendwann sagen die Männer zurecht, es muss eine Lösung her, so kann es nicht ewig bleiben, nur will Frau dann ihren Luxus nicht mehr aufgehen.
Gut, im Falle des TS ist das Haus bereits bezahlt, trotzdem ist nichts geklärt! Und Frau lebt weiter im Luxus und macht sich keine Gedanken darüber.

Er hat völlig Recht, die Dinge nun endlich klären zu wollen. Ich lese nichts von Neid, eher von Wut, weil Frau es nicht eilig hat etwas zu klären. Warum auch, wenn es ihr doch du gut geht! Ich kann den TS sehr gut verstehen. Wahrscheinlich war sie schon beim Anwalt und hat genaue Infos was sie rechtlich für Möglichkeiten hat und wir sie sich verhalten soll. Fair geht es nach einer Trennung selten ab, erst recht wenn eine andere Frau im Spiel war.

Ich rate dem FS dringend, nichts ohne einen Anwalt anzustoßen, denn @Tom26 hat völlig recht, jeder falsche Schritt und noch so kleine Fehler, könnte schwere Folgen haben.
Man kann sich immer außergerichtlich einigen, aber nur mit Unterstützung eines Anwalts. Wenn man sich nicht auskennt, kann man ohne nur verlieren!
 
T

Toi et moi

  • #27
Ich denke schon, dass FS sich im Nachteil sieht. Er schreibt: während er in der Mietwohnung seiner Freundin lebt, leben seine Frau und das Kind im Haus mit Garten und Garage. Er sieht sich definitiv als Opfer und im Nachteil. Die Frage ist warum? Er wollte doch wegziehen und derjenige, der die Familie und das Haus verlässt, muss auch mit Konsequenzen rechnen. Er handelt emotional. Wenn er rational handeln würde, würde er feststellen können, dass die Situation für ihn im Moment am Besten läuft. Er hat keine Schulden. Sein Kind lebt in einem abbezahlten Haus und vertrauten Umgebung. Das Kind ist erst 9, er kann doch noch 10 Jahre warten und wenn das Kind aus dem Haus ist, können er und seine Exfrau nochmals über das Haus entscheiden. Bis dahin kann er für seine Hälfte eine Miete verlangen oder vom Unterhalt verzichten oder sonst was.....und über Töpfe und Einbauküche mit der Ex zu streiten, ist einfach nur kindisch.
Er ist wegen etwas sauer. Ich vermute, dass ein anderer Mann in das Leben seiner noch Ehefrau aufgetaucht ist und damit kann er nicht umgehen. Das ist zwar nur eine Vermutung aber die Männer handeln sehr ähnlich und so eine Reaktion ist typisch für jemanden, der seine Territorium beschützen will.....Die Frage ist nur, warum hat er dann alles stehen und liegen lassen und weggezogen, wenn ihm alles so wichtig war?
 
  • #28
Ich kenne einen Mann, der seine Ex und die Kinder im Haus weiter kostenfrei wohnen ließ, weil er Angst hatte, dass sie weit weg zieht und er das Kind nicht mehr sieht. Die Kosten für ihren Unterhalt und den Unterhalt der Kinder musste er auch bezahlen, die neue Freundin zahlte das alles mit, weil er kaum Geld übrig hatte, zahlte von ihrem nicht gerade üppigen Gehalt die Lebenskosten und übernahm sogar einen Teil der Scheidungskosten.
Das ist eine Art von Selbstaufopferung, die sicherlich nicht sehr gesund ist. Spricht auch nicht gerade für den Charakter der Exfrau, wenn sie diese mehr als großzügigen Zuwendungen in Anspruch nimmt - wäre für mich undenkbar, auch nicht unter dem Deckmänntelchen "ist doch alles fürs Kind". Auf mich wirkt so etwas abstoßend und vermittelt den Eindruck, als wenn die Ex ihrem Mann kein neues Leben gönnt. Ich wage zu bezweifeln, dass das irgendwann erwachsene Kind den Vater mit Respekt sieht oder nicht nur als "armes Würstchen", das sich alles hat gefallen lassen. Oder erkennt, dass die Mutter Druck ausgeübt hat und der Vater nicht stark genug war, da gegenzuhalten. Ganz egal wer die Ehe beenden wollte und warum, es haben doch alle Seiten ein Recht darauf, ihr weiteres Leben vernünftig zu führen. Und der FS hat ebenfalls ein Recht darauf, von dem gemeinsam Erwirtschaftetem und Angeschafftem seinen Anteil zu bekommen. Eine Scheidung ist tragisch, hat für beide Seiten oft nicht immer angenehme Auswirkungen (vor allem auch materiell), Kinder sind da irgendwie unfreiwillig immer involviert. Das ist indiskutabel unfair. Es ist toll, wenn Kinder in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, aber wenn nicht, werden sie auch nicht daran zerbrechen. Das passiert eher, wenn der Umgang zwischen den Eltern nicht stimmt... und bei einer Frau, die alles nimmt, weil der Mann aus schlechtem Gewissen/Schuldgefühlen/Druck alles gibt.
 
  • #29
Also bei meinem Stiefvater war es so, daß im Zuge des Scheidungsverfahrens alles geregelt wurde:

die gemeinsame Villa wurde verkauft und der Erlös zwischen den Eheleuten aufgeteilt (je nachdem wer zuvor mehr eingezahlt hatte) inklusive verschiedene Gegenstände/ Hausrat.

Alles was meinem Stiefvater alleine gehört hatte, konnte er behalten wie Familiensilber seiner Oma etc.

Die hatten nicht mal direkten Kontakt sondern alles ging über Anwälte.
 
  • #30
Ich muss hier mal was richtigstellen als Fragesteller. Meine neue Freundin spielt hier keine Rolle. Sie arbeitet in der gleichen Firma wie ich und wir verstehen uns gut. Wir machen uns natürlich Gedanken, wie wir in Zukunft wohnen wollen. Dadurch, dass ich alle 2 Wochenenden mein Kind habe, sind wir dann zu dritt in ihrer Wohnung und auf lange Sicht sollte da etwas größeres her. Auch dafür können wir die Möbel brauchen.

Meine Frau nutzt das Haus und alles was darin ist. Dafür erwarte ich auch, dass sie alles in Schuss hält . Scheidung kommt jetzt auch bald. Schließlich ist das Trennungsjahr rum. Meiner Frau passt das nicht. Sie war ziemlich sprachlos, als ich ihr das gegenüber erwähnte. Aber ich möchte alles schnell trennen. Den Hausrat am liebsten innerhalb der nächsten 4 Wochen damit ich weiß woran ich bin.

Meine Frau hat doch Zeit alles aufzuschreiben, was zum Hausrat gehört. Sie arbeitet nur Teilzeit. Sie hat nach der Geburt 2 Jahre nicht gearbeitet und danach in Teilzeit ihren alten Job weitergemacht. Unser Kind ist durch eine Krankheit gehandicapt und braucht etwas mehr Zuwendung. Aber dem Kind ist es doch egal wo es wohnt. Es muss doch kein Haus sein. Es ist ja auch glücklich in der Wohnung meiner Freundin, wenn ich das Vater-Wochenende habe. Ich bin froh mein Kind regelmäßig zu sehen. Wegen meines Berufs bin ich sehr eingespannt und kann es nicht öfter zu mir nehmen. Deshalb möchte ich auch bald eine neue angenehmere Wohnsituation für uns schaffen mit mehr Platz.
 
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