• #1

Wie kann ich das Minderwertigkeitsgefühl wegen Singledaseins überwinden?

Liebe Community,

ich versuche derzeit, an mir zu arbeiten und den Gründen meines Singledaseins auf die Spur zu kommen, aber es gelingt mir nicht ganz. Ich (31 F) hatte bisher noch keine Beziehung, nur ein paar Affären. Je älter ich werde, desto mehr macht mir das zu schaffen, weil erstens die Chancen sinken, dass es sich noch ändert und ich es zweitens als Beweis sehe, dass ich nicht gut genug bin, da das in meinem Alter ja abnormal ist. Es ist natürlich ein Teufelskreis, weil das mein Selbstbewusstsein verringert und das vermutlich Auswirkungen auf meine Ausstrahlung hat. Gibt es Frauen unter euch die in ähnlichen Situationen waren und einen Weg aus diesem Teufelskreis gefunden haben, also es geschafft haben, sich nicht mehr minderwertig zu fühlen und wenn ja wie?
 
  • #2
dass ich nicht gut genug bin, da das in meinem Alter ja abnormal ist.
Zunächst einmal solltest du die Worte "nicht gut genug", aber erst recht "abnormal" aus deinen Gedanken verbannen. Wie kommst du nur auf so was? Wir haben hier im Forum einige Kandidatinnen, die alle paar Monate hier schreiben und ähnlich drauf sind. Eine Beziehung zu "schaffen" wäre ihr größtes Glück. Wie das Happyend in einem Film.

Wie sind deine Affären zustande gekommen? Du willst Beziehung und gehst Affären ein mit Männern, die dich nicht lieben? Da kann doch gar nichts Brauchbares für dich herauskommen.

Bist du in der Lage, dich wenigstens ein klein wenig selbst zu lieben? Was machst du gern? Hast du schöne Hobbies? Es gibt Ratgeber-Bücher zu den Themen Glück, Zufriedenheit, mehr Selbstvertrauen (nein, ich meine keinesfalls diese Machwerke, wie Frau sich benehmen sollte, um einen Mann zu bekommen).
 
  • #3
Zunächst einmal ist es grundsätzlich problematisch wenn man sich selbst ohne Partnerschaft unvollständig empfindet. Das ist ein Hinweis auf ein grundsätzliches Selbstwertproblem an dem zu arbeiten ist.

Ein zweites Problem ist, wenn man trotz klaren Partnerschaftswunsch regelmäßig in Affären landet. So etwas liegt nach meiner Meinung am eigenen Beuteschema und unklarer Kommunikation. Hintergrund kann eine unbewusste Beziehungs-Vermeidungsstrategie in einem selbst sein.

Lösung kann nur eine konsequente Selbstanalyse sowie die Veränderung problematischer Verhaltensweisen sein. Hilfreich ist dabei externe Unterstützung möglicherweise via Psychotherapeutie.
 
  • #4
sich nicht mehr minderwertig zu fühlen und wenn ja wie?
Schau dir einfach die Beziehungen in deinem Freundeskreis/Familie an.
Bist du auf diese Beziehungen neidisch?

Bei mir war es so, dass ich mit keinem dieser Männer eine Beziehung hätte haben wollen.

Das scheiterte teils an simplen Sachen wie dem Rauchen. Nein, lieber kein Mann als einen Raucher küssen oder einen faulen, der sich wie ein Kind bedienen lässt. Oder viele andere Gründe. Schau sie dir genau an.

Das nicht zu wollen, höhere Ansprüche zu haben, zu wissen,was man will ist kein Minderwert, sondern ein Mehrwert.

Du bist nicht minderwertig, weil du keine Beziehung hast, sondern höherwertig, weil du nicht alles nimmst, nur um eine Beziehung zu haben.
Versuche es mal aus diesem Blickwinkel zu betrachten.
 
  • #6
Hallo @Carma20,
Ich habe 2 Leute in meinem Freundeskreis, die langjährig Single sind. Die beiden haben unterschiedliche Einsicht, was deren Singledasein betrifft. Der eine ist unglücklich damit aber die andere ist vollkommen zufrieden mit sich. Der Unglückliche hat sehr hohe Ansprüche, was Partnerschaft angeht, hatte komischerweise noch nie längere Beziehung. Er ist auch ziemlich wählerisch, optisch orientiert, obwohl er selber kein Adonis ist.
Vielleicht solltest du erstmal dich fragen, warum du bis jetzt nur Affäre hattest und keine Beziehung in Erwägung gezogen hast. Hast du Probleme mit Nähe, Kompromisse und Bindung?
Ob in deinem Alter "abnormal" ist, dass du noch nie Beziehung hast, würde ich auch jeden Fall schon komisch finden. Nicht weil ich Singles verachte, sondern mehr den Hintergrund dafür. Immerhin ist Beziehung nicht immer Sonnenschein und gutes Wetter. Frag dich mal ganz ehrlich, ob du doch eigentlich Beziehungen tatsächlich als anstrengend empfindest. Oder ob du vielleicht Verlustangst hast, dass es dir schwer fällt, dich zu binden?
Wie ist es denn dein Familienverhältnis?hast du gute Bindung zu deiner Familie?
Wenn du denkst, dass du eigentlich keine "Bindungsprobleme" hast, dann solltest du diese Einstellung sofort abstellen, dass man als Single weniger wert ist. Falls dein Freundeskreis dich als Single nicht hinnehmen kann, dann solltest du mal fragen, ob es tatsächlich wert ist, sie weiterhin als Freunde zu behalten. Und was die Gesellschaft von Single halten, könnte es dir egal sein. Das ist dein Leben und deine Entscheidung, sollte es gewollt sein.
 
  • #7
Liebe Carma. Niemand kommt verpartnert auf die Welt, also ist jeder mal Single. Das ist doch eigentlich ein ganz normaler Zustand, zumal jede Beziehung irgendwann einmal zu Ende geht.

Ich denke, Dein Problem ist ein ganz anderes: Du fühlst Dich unvollständig. Das ist das Problem. Und nun schreibe ich Dir das, was Du vielleicht am wenigsten wirst hören wollen, nämlich: Beziehungen können uns nicht retten. Bedürftiges Mangeldenken ist ist eine denkbar schlechte Voraussetzung für eine Beziehung.

Man kann tatsächlich auch als Single ein gutes Leben führen. Auch ich war Single. Und es hat mit meiner jetzigen Beziehung genau dann geklappt, als ich mein Leben so gut fand, dass ich es auch weiter gut hätte leben können.

Zuerst kommt die Akzeptanz und bei mir war es die Gewissheit, dass es für mich immer gut ausgehen würde, egal wohin die Reise führen würde. Ich nahm mein Leben an, freute mich und war dankbar für all die guten Dinge, die ich hatte.

Wenn es mal ganz schlecht ging, dann dachte ich immer an die Menschen in unserem hiesigen Hospiz, die vermutlich alle gerne mit mir getauscht hätten.

Wofür kannst Du dankbar sein im Leben? Du bist vermutlich gesund? Und jung sowieso. Schreib mal alles auf, was gut läuft in Deinem Leben. Lies Dir mal die Threads durch von der Rollstuhlfahrerin und dem Mann ohne Beine oder von der krebskranken Fragestellerin. So etwas relativiert den eigenen Kummer doch erheblich.

Singlesein ist immerhin die zweitbeste Lebensoption. Klar, eine gute Beziehung ist wohl kaum zu toppen. Aber da können auch viele Paare nicht mithalten. Die unglücklichsten Zeiten hatte ich immer, wenn ich in einer Beziehung war, die mir Kummer bereitet hat. Den Kummer, der uns ein Partner zufügen kann, den kann man als Single kaum erleben.

Niemand hat immer alles. Jeder von uns muß mit irgendeinem Umstand leben, der ihm nicht so gut reinläuft. Und am besten scheinen es diejenigen zu schaffen, die auch für das dankbar sein können, was sie haben und die, die annehmen können, was ist. Viel Glück.
 
  • #8
Für das Gefühl der Minderwertigkeit ist etwas anderes verantwortlich.

Arbeite an Deiner Einstellung zum Leben. Mit wem auch immer, Deine Beziehung ist zum scheitern verurteilt, solange Du die Beziehung brauchst um Glück und Vollkommenheit zu erlangen. Warum ziehen positive Menschen andere an? Weil jeder, seine Zeit lieber mit zufrieden Gesellen verbringt. Unzufriedene erträgt man, bis die rosa Wolken verschwinden.

W30
 
  • #9
Das nicht zu wollen, höhere Ansprüche zu haben, zu wissen,was man will ist kein Minderwert, sondern ein Mehrwert.
Das rate ich Dir nicht, liebe Fs. Überzogene Ansprüche beweisen lediglich, dass ein Problem mit der Bindungsfähigkeit besteht. Irgendwann wirkt es auch ziemlich albern bis peinlich, wenn ein Mensch immer nur darauf verweist, dass ihm alle anderen Mitmenschen nicht gut genug für eine Beziehung sind.

Schaue Dir mal Deine Glaubenssätze an. Vielleicht hast Du irgendeinen destruktiven Glaubenssatz verinnerlicht.
Ganz oft kommt etwas vor wie "ich bin zu dick/ zu dumm / zu hässlich für eine Beziehung". "ich bin eine Beziehung nicht wert." Oder auch etwas destruktives auf Männer bezogen wie "Männer sind alles Betrüger", "Männer machen nur Probleme".

Warum willst Du überhaupt eine Beziehung? Wie soll für Dich eine Beziehung aussehen, und wie soll der Mann dafür sein?
Lernst Du interessante Männer kennen?
Warum ist aus den Affären nichts geworden?

Fragen über Fragen...
 
  • #10
Guter Tipp, arbeite an deiner Einstellung korrigiere sie bzw. ändere sie, als Single kann man großen Selbstwert, Selbstbewusstsein, Freude, ICH Bewusstsein haben, Freiheit, Unabhängigkeit leben, mit sich selbst im Glück sein, als vielleicht in irgendeiner langweiligen, lieblosen, gewohnheitsmäßigen und abgestumpften Beziehung, lese einmal eine Woche lang, alle Beiträge hier und es fallen dir Schuppen vor die Augen, viele bleiben in der Beziehung, weil sie nicht alleine sein können und/oder weil sie andere zweckorientierte Vorteile sehen.
Affären sehe ich eher negativ, der Selbstwert wird meist dadurch kleiner, und weitere
Beziehungen werden meist dadurch nicht besser, man nimmt ja immer alles mit, was man so erlebt, an Enttäuschungen und Verletzungen!
Die größtmögliche Lebensqualität nach Glück und Zufriedenheit, findet man ausschließlich und wirklich nur bei dir selbst ganz tief innen, niemals im Außen oder in der oberflächlichen Ablenkung! Es sind fremdgesteuerte Konditionierungen, die uns oft das Leben schwer machen. Auf den ersten Blick scheint es schwierig bis unmöglich zu sein, die eigene Lebensqualität selbst in die Hand zu nehmen und etwas daran zu ändern oder sogar zu verbessern, jedoch ist es machbar, es gibt viele Beispiele dazu! Schließlich sind es eine Menge äußerer Einflüsse, die darüber entscheiden und auf die Faktoren der Lebensbedingungen in einer Gesellschaft Einfluss nehmen. Arbeite an deiner Selbstliebe und an deinem Selbstmitgefühl!
Es ist wichtig, dass du deine strenge Selbstkritik sofort abstellst, z.B.: ich bin nicht gut genug, für eine gute, stabile Liebes - Beziehung, auch nicht für einen Mann und zeige ausschließlich für dich alleine Selbstmitgefühl durch Selbstreflektion.
Mache dir nicht selbst und nicht ständig durch deine negativen Gedanken Angst. Habe Geduld mit dir, sage dir stets, du schaffst das. Lobe dich öfters. Habe Verständnis mit deinen Schwächen. Schenke dir selbst mehrmals am Tag ein aufrichtiges und authentisches Lächeln. Wünsche dir gute Eigenarbeit und alles Gute für dich!
 
  • #11
Ich hatte zwar eine "Beziehung" mit Anfang 20, aber so will ich das eigentlich nicht nennen. Es zeigte nur, dass man sich nicht in den Kopf setzen sollte, eine Beziehung haben zu wollen, und dann es einfach mal zu probieren.
In Deinem Alter hatte ich mich entschieden, als Single glücklich zu werden, da ich genug Einblick in andere Beziehungen hatte, um nicht zu denken, dass die so sind, wie ich mir das vorstelle. Dieses Festhalten aneinander, obwohl sich hier und da schon zeigte, dass Problemverdrängung bzw. -immer-wieder-Durchkauen stattfand und einige sogar schon woanders hin guckten in dem Denken "wenn was Besseres kommt, gehe ich, wenn nicht bleiben ich bei der jetzigen Person". Sowas wollte ich NIE.
Und dann traf ich - wie das Leben so spielt - meinen Expartner, mit dem sich viele Jahre eine nicht gerade einfache, aber für mich lehrreiche Beziehung ergab mit viel Liebe. Zwischen uns passte kein Blatt Papier, bis sich unsere Wege entzweiten, friedlich, ohne Hass und von beiden Seiten als "richtig" empfunden.


Ich kann Dich schon verstehen, dass Du Komplexe deswegen hast. Aber Du schreibst auch nichts, was Du falsch machen könntest. Vielleicht hast Du noch nicht den richtigen Mann getroffen, vielleicht versuchst Du es zu verzweifelt und schlägst alle in die Flucht. Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist die Haltung "ich bin mangelhaft, weil mich keiner will" ein Zeichen für so eine falsche Einstellung.
Warst Du je verliebt? Warum klappte es mit dem Zusammenkommen nicht? Hast Du Affären gehabt oder andere "Beziehungsversuche" Deinerseits, die nicht klappten?
 
  • #12
Überzogene Ansprüche beweisen lediglich, dass ein Problem mit der Bindungsfähigkeit besteht.
Überhaupt Ansprüche zu haben heisst ja nicht, dass diese überzogen sind. Natürlich sollten sie angemessen sein und ich denke, man sollte nichts vom Gegenüber erwarten, was man selbst nicht bieten kann.

Aber die eigenen Ansprüche herunter herunterschrauben, irgendjemanden zu nehmen, der einem eigentlich nicht wirklich gefällt, nur um eine Beziehung zu haben, das dürfte doch dann wirklich der falsche Rat sein und Ausdruck von Minderwertigkeitsgefühlen?

Der Fragestellerin ging es ja nicht nur darum, ihr Singlesein zu beenden, sondern vor allem darum, sich mit den daraus für sie ergebenden Minderwertigkeitsgefühlen auseinanderzusetzen.

Hier müsste sie meiner Meinung nach in erster Linie ansetzen, sich zu hinterfragen, warum sie sich nur mit einer Beziehung vollwertig fühlt.

Ich kenne so einige junge Damen, die lange Zeit Single waren, die weder bindungsgestört wirkten noch zu hohe Ansprüche hatten, sie sind einfach nicht dem Richtigen begegnet und den Falschen wollten sie halt nicht.

Letztlich klappte es dann auch ohne dass das Umfeld die Hände über dem Kopf zusammenschlug, was sie denn mit dem Typen wollte.

Ich denke dieses Phänomen mit den überzogenen Ansprüchen trifft man eher bei Männern als bei Frauen. Ich habe den Eindruck, dass es genau umgekehrt ist, das Frauen oftmals überhaupt keine Ansprüche stellen und alles mit sich machen lassen.
 
  • #13
Singledasein bedeutet nicht zwangsläufig, zu den Versagern zu gehören. Ich denke sogar, dass man, bei allem berechtigten Wunsch nach einer glücklichen Beziehung, auch als Single in der Lage sein muss, dem Leben schöne Seiten abgewinnen zu können.

In vielen Antworten geht es um Ansprüche. Die Online-Welt verführt natürlich dazu, seine eigenen Erwartungen zu steigern, da bei der grossen Teilnehmerzahl in SBs es logisch scheint, dass unter den vielen der/die eine ist, mit dem/der alles passt. Natürlich verleitet das Leben als Single dazu, in der Zeit nach Feierabend, in der man in eienr Beziehung zusammen etwas macht, sich Wunschvorstellungen hinzugeben, unabhängig, ob man diese durchdacht hat oder nicht.
Dennoch sollten wir realistisch bleiben, denn es gibt keine Menschen ohne Fehler.
Manche hier kommunizierten Erwartungshaltungen sind einfach unrealistisch. gerade diejenigen, die sich menschlich reife Partner wünschen sind ih ihrer Erwartungshaltung erschreckend unreif. Das resultat ist ein ungewolltes Single-Leben, in dem die Ansprüche fast unbemerkt immer höher gesetzt werden.
Ob Hollywood eine Mitschuld daran trägt, sei dahingestellt. Man muss bedenken, dass ein Film, ob er nun auf einer wirklichen Begebenheit fusst oder in einen realen historischen Rahmen eingebettet ist, auch immer die Fantasie des Drehbuchautors wiedergibt, der sich vielleicht selbst Wunschvorstellungen hingibt und diese in die Story einfliessen lässt. Weiterhin sind Schauspieler Darsteller von menschen, die ebenfalls dem Wunschdenken der Produzenten entsprechend gestylt werden. So entpuppt sich so mancher als Frauenheld stilisierte Star als in seinem Privatleben eher bieder.
Daher sollten wir nicht denken, dass in den Medien ein reales Bild des Menschen beschrieben wird.
 
  • #14
… ich versuche derzeit, an mir zu arbeiten und den Gründen meines Singledaseins auf die Spur zu kommen, aber es gelingt mir nicht ganz. …
Hallo @Carma20,

Dein Minderwertigkeitsgefühl hat nichts damit zu tun, dass du Single bist. Das hat mit Sicherheit tiefere Ursachen, denen du einmal auf den Grund gehen solltest. Inwieweit arbeitest du gerade daran? Machst du eine Therapie?

Es ist natürlich ein Teufelskreis, weil das mein Selbstbewusstsein verringert und das vermutlich Auswirkungen auf meine Ausstrahlung hat.
Wenn du deine Einstellung zum Leben änderst, wirst du auch eine andere Ausstrahlung bekommen.

Und ja, es ist richtig, dass Menschen mit einem starken Minderwertigkeitsgefühl nicht anziehend wirken und daher eher gemieden werden. Deshalb ist es wichtig für dich, dir zuerst eine andere Lebenseinstellung anzueignen, wenn nötig mit professioneller Hilfe, bevor du auf Partnersuche gehst, sonst wird das nix. Siehe deine Affären.
 
  • #15
Die Gesellschaft entwickelt sich momentan dahin, dass wir glauben, niemanden und schon gar keine Beziehung zu brauchen. Menschen sind austauschbar und wir leben unsere Freiheit, Egoismus & Unabhängigkeit. Warum sich mit einem anderen Menschen beschäftigen? Seine Probleme, seine Meinungen, seine Bedürfnisse beeinflussen & beschränken negativ unser schönes Leben? Männer, wie Frauen werden zunehmend unverbindlich, mittlerweile ist es ein ist ein ganz langes schönes Bäumchen-wechsel-Dich bis man sich irgendwann für einen Menschen im Leben entscheidet, meist erst wenn das Umfeld auch gebunden ist, die Umwelt es erwarten oder weil man selbst Kinder will. (Ausgenommen diejenigen welche sich schon aus Kindheitstagen, Schulzeit, Studium kennengelernt und verliebt haben, da sind noch die 1. & 2. Beziehung ernsthafter.)
Dir fehlt diese Erfahrung noch. Erst mit eigener Erfahrung, erkennst Du selbst, dass eine Beziehung selten das non-plus-Ultra und alle Beteiligten super happy und zufrieden sind. Es ist harte Arbeit. Viele sind in ihren Beziehungen müde, enttäuscht, frustriert, weil der Partner sich nicht so verhält wie man es gerne hätte oder sogar sich bewusst unpartnerschaftlich verhält. Viele verbiegen sich, lassen sich verletzen, klein machen. Trennen, wieso? Man ist doch irgendwie froh nach langer Zeit und "Suche" sich endlich für jemanden entschieden zu haben und dann soll wieder auf den Partnermarkt? Wenn irgendwann das Unvermeidliche eintritt und man sich nach dauerhaften Verletzungen und gegenseitigen Abweisungen trennt, dann will man sich erst recht nicht mehr binden, meist hat man eine Ehe geführt und Kinder in die Welt gesetzt, die Erfahrungen damit gesammelt und will so etwas meist nicht mehr erneut. Umso älter umso schwieriger wird die Partnersuche, anhand seiner Lebenserfahrungen meint man so vieles nicht mehr haben zu wollen, dass man dem neuen Partner nahezu kein Grundvertrauen mehr schenkt.
Ganz sicher hast Du deine Verehrer, welche liebend gern in einer Beziehung mit Dir zusammen wären, diejenigen hatte ich auch. Doch ich wollte diese keinesfalls, wäre auch nicht richtig, den Mann hätte ich das Spüren lassen.
Ansonsten braucht man einen langen Atem, Geduld, ein dickes Fell und das Quäntchen Glück, bis man auf einen Mann trifft, der gleiches Interesse an einem hegt, wie man selbst; wo dann im nächsten Schritt es dann auch noch in der Anfangszeit passt und man sich dann whmgl. bindet.
Es gibt kein Patentrezept und Du bist mit deinem Problem nicht allein. Manche Frauen bekommen laufend Beziehungsangebote und Männer laufen ihnen nach, andere tun sich schwerer damit und gehen längere Zeit leer aus. Das Leben ist nicht gerecht.
Es ist wie bei der Job- oder Wohnungssuche, es ist selten das erste Angebot das Richtige und es dauert seine Zeit bis man etwas findet was passt & gefällt, mal früher, mal später; oder man ist überhaupt nicht wählerisch und geht auf jedes Angebot ein; damit muss man sich dann auch mitunter jahrelang arrangieren können.
 
  • #16
Die FS ist kein Einzelfall, die meisten Menschen können nicht alleine sein, weil sie einfach null Selbstwert haben. Ein Mensch mit viel llekt, Selbstwert und Selbstbewusst sein kann sehr wohl alleine sein, denn er fühlt eben keinerlei Minderwert als Einzelperson. Auch ist ein Mensch der gut und gerne alleine leben kann für eine eventuelle Beziehung wesentlich besser geeignet als jemand der wirklich ständig auf Partnersuche ist, will sagen, von einer Bez. in die nächste.
Menschen die auch alleine sein können werden niemals zu Kletten, sie machen einem keine Vorwürfe wenn es mal später wird oder man mit Freunden klüngelt, sie können die Zeit ohne Partner für sich nutzen und auch genießen. Das sind die echten Beziehungsfähigen, welche auch länger mal Single gelebt haben ohne darüber zu jammern.
 
  • #17
Als Vorteil beim Alleinsein habe ich erlebt, mal wirklich allein zu sein. Also, alle wesentlichen, fremden Einflüsse abschütteln zu können und zu mir selbst vorzudringen, mich selbst zu spüren und zu bemerken, was eigentlich in dem ganzen Alltagstrott mein Wunsch war und wo ich nur dem aufgedrückten Wohlverhalten des sozialen Menschen gefolgt bin. Es ist ein verdammter Unterschied zwischen dem Wohlgefühl, das sich einstellt, weil man alles tut, was richtig ist, also von den anderen verlangt, und dem Glück, das sich einstellt, wenn man das tut, was einem selber wichtig ist.
 
  • #18
Ich bin die "Karrierefrau" von einem Hausmann, der nun die klassischen Unterforderungs- aber auch Belastungssymptome einer Hausfrau zeigt - Anerkennung gibt es im Haushalt mit drei Kindern u grossem Garten leider nur von mir.
Das ist nicht das Gleiche wie die berufliche Herausforderung zu meistern und von vielen Erwachsenen positiv beurteilt zu werden. Mach Dir klar, dass Du eine besondere Leistung zeigst!
Und denk tatsächlich über einen kleinen Einstieg über eine Teilzeitstelle nach...
Selbst wenn das Geld dann bei einer Haushaltshilfe landet, es tut Dir gut und baut Dich auf!
LG und sei stolz, Dein Kind ist ein besonders Projekt!