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Sunny16

  • #1

Wie kann ich, auch der Kinder wegen, mit so einem Vertrauensbruch umgehen?

Hallo liebes Forum,
Mein Leben steht gerade ziemlich Kopf und meine Gedanken drehen sich im Kreis. Längerer Text. Ich versuche, es kurz zu machen.
Ich war 15 Jahre mit meinem Ex Mann verheiratet, wir haben 3 gemeinsame Kinder. Es war oft sehr schwer für mich in der Ehe, denn seine Art Liebe zu zeigen bestand darin, mir im Haushalt zu helfen und mit den Kindern. Zärtlichkeit gab es kaum und es ist auch etwas Schlimmes vorgefallen, was mich nach jahrelangem Kampf ihm zu verzeihen dazu bewogen hat, mich von ihm zu trennen. Er wohnte aber noch einige Monate bei mir und den Kindern, da er keine Wohnung fand, die seinen Ansprüchen gerecht wurde, vielleicht auch mit der Hoffnung ich würde mich umentscheiden. Wir waren getrennt von Bett und Tisch und ich war froh, endlich soweit zu sein. Jahrelang musste ich hören, dass eine Frau mit 3 Kindern keiner mehr will und endlich war ich mutig genug zu gehen! Ein zurück gab es für mich nicht! In dieser Phase habe ich mich verliebt in einen Mann, der noch in einer Beziehung war. (Nein es lief keine Affäre und ich habe schnell klar gestellt, dass er für mich tabu ist, solange er in einer Beziehung oder Ehe lebt.) Dieser Mann wollte aber mit mir zusammen sein, hat sich auch sehr verliebt, hat seiner Frau reinen Wein eingeschenkt und ist ausgezogen. Seine Frau hat zu meinem Mann Kontakt aufgenommen und die beiden haben sich quasi gegen uns verschworen und wollten uns gemeinsam auseinander bringen. Wir wussten von dem Kontakt nichts und er hat vor mir immer auf gut Freund gemacht! Ich habe ihm nie Schwierigkeiten gemacht, wollte nichts für das gemeinsame Haus und die gemeinsame ETW. Ich habe keinen Unterhalt für mich gefordert, lediglich einen Betrag für die Kinder wollte ich, dieser entspricht aber nicht dem der D-Tabelle, eher niedriger. Ich habe auch bis heute kein schlechtes Wort bei den Kindern über ihn verloren. Alles was ich wollte war fair auseinander gehen, eine gute Basis für die Kinder schaffen, damit sie Mama und Papa weiter haben, ohne zwischen die Fronten zu geraten.
Durch einen Zufall kam der Kontakt zu der Ex raus und nach und nach viele Details die die Beiden sich über ein 1,5 Jahre geschrieben und geteilt haben. Er hat viel gelogen, mich bei ihr schlecht gemacht, mich als schlechte Mutter und Ehefrau hingestellt uvm. Ich versuche nun damit umzugehen, bin aber so traurig, enttäuscht und wütend dass ich nicht weiß, wie wir auf Dauer gemeinsam die Kinder erziehen können? Alle Opfer die ich gebracht habe, waren umsonst wenn ich es jetzt nicht schaffe, ihm zu verzeihen und nach vorne zu schauen! Ich versuche es, aber es ist schon so viel passiert was ich alles verziehen habe, dass ich mir gerade nur noch wünsche mit ihm keinen Kontakt mehr haben zu müssen. Geht aber nicht, ist mir klar.

Habt ihr einen Rat wie ich das hin bekommen kann? Kann ein normales und freundschaftliches Verhältnis nach diesem Vertrauensbruch noch mal entstehen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Liebe FS,
als erstes: schieb' nicht die Kinder vor, wenn Du zu feige bist, mit Deinem Exmann in Konflikt zu gehen. Du brauchst nach solchen Vorfällen kein freundschaftliches Verhältnis mehr mit ihm hinzubekommen - da darf man zu Recht unversohnlich sein.

Es liest sich so, als hättest Du über lange Zeit viel eingesteckt von ihm. Auch in der Trennungsphase hast Du Dich klein gemacht, er hat den Auszug maximal verzögert, Deinen Trennungswunsch nicht ernst genommen, Du hast reichlich auf Ansprüche verzichtet nur um ihn loszuwerden statt ihm klare Kante zu zeigen. Da darfst Du Dich nicht wundern, dass er Dich nicht respektiert. Statt dankbar zu sein, intrigiert er aufs Übelste hinter Deinem Rücken.
Wenn Du nur ansatzweise Rückrat hast, dann bist Du total sauer auf ihn und willst das nicht weghaben. Das gelingt Dir sowieso nicht oder erst Jahre später, wenn Du Deine Anteile an dem üblen Eheverlauf erkennst - die hast Du, auch wenn Du Dir nichts zuschulden kommen lassen hast und sei es, dass Du zu duldsam warst und damit jeglichen Respekt verspielt hast.

Ihr wart 15 Jahre verheiratet und seit geraumer Zeit getrennt. D.h. Eure Kinder sind vermutlich nicht mehr klein. Ergo musst Du für den Ex nicht einen auf "lieb Kind" machen, der Kinder wegen. Sie haben Handys, können telefonieren und selbstständig Termine mit ihm abmachen. Du kannst Grenzen setzen, dass Du ihn bei Feiern nicht dabei haben willst. Kindern kann man auch was zutrauen und ihnen erklären warum das so ist - soll er ihnen ein eigenes Geburtstagsevent ausrichten, sie jedes 2 Jahr Heiligabend, Ostern etc haben.

Nichts ist für die Entwicklung der Psyche von Kindern schädlicher als im toxischen Umfeld von kaschierter Verlogenheit aufzuwachsen.
Wenn die Situation so vergiftet zwischen Euch ist, dann ist es besser den Kindern reinen Wein einzuschenken und ihnen zu sagen, dass Du nur noch minimalistischen Kontakt mit ihrem Vater haben willst. Kinder können mit klaren Verhältnissen besser umgehen als mit Ambivalenzen. Man kann ihnen klar sagen "Er hat mit mir das und das getan. Darum bin ich sauer auf ihn und will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Er ist Euch trotzdem ein guter Vater und war immer fair zu Euch. Die Vorfälle zwischen uns Erwachsenen haben nichts mit Euch zu tun." Mit sowas können Kinder heutzutage mehr anfangen als mit einer sich aufopfernden pseudo-altruistischen Mutter, die innerlich detoniert, irritierende Signale sendet - zur Not professionelle Unterstützung hinzuziehen.
 
  • #3
Alle Opfer die ich gebracht habe, waren umsonst wenn ich es jetzt nicht schaffe, ihm zu verzeihen und nach vorne zu schauen! ...

Kann ein normales und freundschaftliches Verhältnis nach diesem Vertrauensbruch noch mal entstehen?
Sag mal, wieso wirst du eigentlich nicht mal richtig sauer, haust auf den Tisch, nimmst dir einen Anwalt, klagst Trennungsunterhalt ein und hast eben KEIN freundschaftliches Verhältnis zu ihm?
Wer sagt denn, dass du freundschaftlich mit ihm umgehen musst?
Das musst du gar nicht!
Du bist in einem Alter, in dem man nicht mehr wie ein liebes Mädchen von allen geliebt werden muss.
Er kann die Kinder sehen nach Regelung und ansonsten würde ich gar nicht mit ihm reden.
Wenn er ein freundschaftliches Verhältnis will, muss auch ER etwas dafür tun.

Sei doch mal sauer! Sei GUT zu DIR selber und nicht zu Anderen!
Sei ätzend, wenn dir danach ist und schrei, wenn dir danach ist und schweig, wenn dir danach ist.
Klar sollte man möglichst nicht VOR den Kindern Wutanfälle bekommen,aber ansonsten mal, wonach DIR gerade ist.
Hab eine Affäre, sei wortkarg, verklag ihn auf Unterhalt.
Du musst Dir nicht alles gefallen lassen.

Schwimm Dich frei.
 
M

Michael_123

  • #4
... dass ich mir gerade nur noch wünsche mit ihm keinen Kontakt mehr haben zu müssen. Geht aber nicht, ist mir klar.

Habt ihr einen Rat wie ich das hin bekommen kann? Kann ein normales und freundschaftliches Verhältnis nach diesem Vertrauensbruch noch mal entstehen?
1) Warum soll es nicht gehen, dass Du (mittelfristig) keinen Kontakt mehr zu Deinem Exmann haben solltest?

2) Du solltest Dir eine durchdachte Strategie / einen Plan erstellen.

3) Nein. Warum sollte es das auch?!

Priorisiere Deine Bedürfnisse an erster Stelle in Deinem Leben, dann das Deiner Kinder!

Ansonsten brauchst Du an Dir nichts ändern, Du scheinst ein guter Mensch zu sein...
 
  • #5
... wie wir auf Dauer gemeinsam die Kinder erziehen können? ...Kann ein normales und freundschaftliches Verhältnis nach diesem Vertrauensbruch noch mal entstehen?
Kindererziehung ist eure gemeinsame Aufgabe. Er hat den Kindern nichts getan, Du hast keinen Anlass, Eure Ehestreitigkeiten auf die Kinder zu übertragen. Die haben schlicht nichts damit zu tun. Für Erziehung braucht man keinen umfassenden Kontakt, das haben andere getrennte Paare auch nicht.

Wofür Du noch ein "freundschaftliches" Verhältnis brauchst, erschließt sich mir dagegen nicht. Ihr solltet den Kindern zuliebe das Notwendige besprechen und tun, Notwendigkeit für Freundschaft sehe ich nicht.

Im Übrigen: Du siehst, was passiert, wenn sich nicht beide sauber trennen, bevor sie eine wie auch immer geartete Beziehung anfangen. Letztlich ist es doch hier die Frau, die ihn aufgehetzt hat, auch wenn er natürlich seinen Anteil hat.
 
  • #6
Ihr seid getrennt. Er ist verletzt. Du hast Dich getrennt und einen Neuen (böse Frau!!). Ja, und da passieren manchmal sehr verletzende und gemeine Dinge. Ich finde den Vertrauensbruch aber nicht so schlimm, dass er nicht verziehen werden kann. Letzlich musst Du mit ihm nur offen und ehrlich darüber reden.
 
  • #7
Vielleicht in ein paar Jahren wieder...
Ich zb habe vieles vergessen, wenn ich hier oft lese kommt einiges hoch an das ich ewig nicht gedacht habe.
Mein Exmann hat auch super Geschichten erzählt, ich dachte schon er war mit einem klon von mir zusammen.
Ok er hat es offen erzählt und nicht so eine verbrüderung begangen.
Bereut er heute übrigens...

Dennoch habe ich das damals als klaren Schritt gemacht: Kinder nichts erzählt und alle 14 Tage freundlich übergeben.
Nur Kontakt bei wichtigen Infos die Kinder betreffend.
Kein böse Wort aber auch kein persönliches.
Abstand!

Irgendwann habe ich an nichts böses mehr gedacht oder Enttäuschung gefühlt.
Da wurde es einfach wieder freundlicher und unstressig.
 
  • #8
Kann ein normales und freundschaftliches Verhältnis nach diesem Vertrauensbruch noch mal entstehen?
Warum möchtest du einen freundschaftlichen Kontakt zu einem Menschen, der dich deinen Worten nach massiv enttäuscht hat?
Verstehe ich nicht und halte ich auch nicht für normal. Man hält sich doch Negatives so gut wie möglich vom Leib.

Löse dich, reduziere den Kontakt insgesamt auf das Minimale rund um der Kinder wegen. Muss der Erfahrung nach nicht alle Nase lang sein, denn so klein sind die nicht mehr und können, wenn sie etwas vom Papa wollen, selbst anrufen.

Deinen Selbstwert halte ich nicht für gesund. Sage jetzt bitte nicht es ist so weil die Vergangenheit - in dem Fall deine Ehe - dich massiv geprägt hat. Das muss nicht sein. Schöne Entschuldigung für ein emotionales Chaos im Leben, für das der Mensch aber ganz allein verantwortlich ist.

Setzte Prioritäten in deinem Leben und handele danach. Bleibe erst einmal ohne Partner, nur mit deinen Kindern. Auf die kannst du dich immer verlassen. Von erwachsenen Menschen, die dich verletzen und nicht integer mit dir umgehen halte dich fern. Immer, in jeder Lebenslage.
 
S

Sunny16

  • #9
D.h. Eure Kinder sind vermutlich nicht mehr klein.
Meine Z-Jungs sind 11 Jahre alt, mein kleiner Sohn 7 Jahre.

Ich habe immer an die Kinder gedacht, was sie durchmachen müssen, wenn ich mich trenne, deshalb habe ich noch ein paar Jahre durchgehalten.
Als ich mich dann doch getrennt habe, habe ich alles getan um mit meinem Ex ein gutes Verhältnis haben zu können, im Glauben dass es dann für die Kinder leichter ist.
Ja ich habe viel eingesteckt und mich klein gemacht, das stimmt!
Hauptsächlich für die Kinder, aber auch aus Verunsicherung, ich habe mir vieles über die Jahre einreden lassen du kannst nichts (nur MFA), du bist ohne mich nichts (schaffst es nicht alleine), dich will eh keiner mehr mit 3 Kindern (wer will das schon, Anhang?). Es hat eine Weile gedauert bis ich durch eine Psychotherapie wieder selbstbewusst wurde. Ich hab nach einem Ereignis mit ihm, was mir schwer zu schaffen gemacht hat, eine Therapie gemacht, auch um meine Ehe zu retten. Aber es half nichts, eigentlich war damals schon klar, dass mein inerstes sich trennen möchte.
Dann hat man endlich scheinbar alles gut geregelt, Trennung ist durch, Kinder haben Kontakt, es läuft und dann.... stellt man fest, was hinten rum lief....Das ist echt Mist!

Meint ihr die Kinder kommen damit klar, dass es eben keine Freundschaft, kein Pläuschchen vor der Tür, kein nettes Wort mehr gibt?
Wie werden sie sich fühlen, wenn ich ihnen erkläre warum das heute so ist?
Sie lieben ihren Papa und ich bin mir nicht sicher ob sie das überhaupt glauben würden was ich ihnen erzähle? Ihr Papa macht sowas doch nicht!
Ich habe einfach Angst dass ich dann auch mit den Kindern kämpfe und Konflikte wegen ihres Vaters haben werde, dabei möchte ich einfach nur mal meinen Frieden.

Ich weiß, wieder nicht sehr selbstbewusst und konfliktscheu. Scheint wohl wirklich was dran zu sein!
 
  • #11
.... schieb' nicht die Kinder vor, wenn Du zu feige bist, mit Deinem Exmann in Konflikt zu gehen. ...
Nichts ist für die Entwicklung der Psyche von Kindern schädlicher als im toxischen Umfeld von kaschierter Verlogenheit aufzuwachsen.
Wenn die Situation so vergiftet zwischen Euch ist, dann ist es besser den Kindern reinen Wein einzuschenken und ihnen zu sagen, dass Du nur noch minimalistischen Kontakt mit ihrem Vater haben willst. Kinder können mit klaren Verhältnissen besser umgehen als mit Ambivalenzen.
WOW- @Vikky : das ist wirklich sehr klar und gut geschrieben, ich sehe das ganz genau so.
Löse dich, reduziere den Kontakt insgesamt auf das Minimale rund um der Kinder wegen.

Setzte Prioritäten in deinem Leben und handele danach. Bleibe erst einmal ohne Partner, nur mit deinen Kindern.
Kindererziehung ist eure gemeinsame Aufgabe....
Wofür Du noch ein "freundschaftliches" Verhältnis brauchst, erschließt sich mir dagegen nicht. Ihr solltet den Kindern zuliebe das Notwendige besprechen und tun, Notwendigkeit für Freundschaft sehe ich nicht.
Das musst du nur noch umsetzen.
Ich bin auch getrennt und oft sehr sauer auf meinen Exmann, früher noch mehr, weil er mich trotz Trennung weiter kontrollieren will.
Man kann seinen Kindern klar machen, dass sie natürlich weiter zu Papa gehen dürfen und auch sollen. Dass Papa mit IHNEN ja befreundet sein kann, dass du selber das aber nicht willst, ihnen aber trotzdem viel Spaß bei Papa wünschst.
Wenn den Kindern klar ist, dass sie Spaß bei ihrem Vater haben dürfen, kommen sie auch in keinen Loyalitätskonflikt.
Und ich finde Mütter, die ihre Kinder gegen ihren Exmann aufhetzen das Letzte, weil man den Kindern damit auch irgendwie ihren Vater nimmt, den sie dann nicht mehr lieben und bewundern dürfen.
Aber Kinder kommen damit klar, wenn Eltern nicht mehr befreundet sein wollen - die Fronten müssen nur geklärt sein. Mit der Zeit klärt sich dann auch alles, dann kann man sich auch wieder an einen Tisch setzen oder Ostern mal zusammen feiern.
 
  • #12
Habt ihr einen Rat wie ich das hin bekommen kann? Kann ein normales und freundschaftliches Verhältnis nach diesem Vertrauensbruch noch mal entstehen?
Ja, ich habe auch einen Rat. Hole dir dringend psychologische Hilfe. Wirklich! Mit Hilfe eines Therapeuten kannst du alles aufarbeiten, auch heraus finden, warum du die Ehe so lange mitgemacht hasst, diesen Mann überhaupt geheiratet hast, so viel geduldet hast und jetzt noch hoffst, zu diesem Mann ein freundschaftliches Verhältnis zu finden.

Konzentriere dich auf dich!, auf deine Kinder, auf dein neues Leben. Alle anderen Tipps, die du von hier schon bekommen hast, empfehle ich auch.

w Ü50
 
  • #13
Liebe Sunny16,
ich kann Dir auch nur raten, schütze Dich selbst und setze Dich einem "freundschaftlichen" Verhältnis mit ihm nicht mehr aus!
Wegen der Kinder kann man per z.b. per Mail ausgezeichnet und emotionsfrei kommunizieren, habe ich auch oft gemacht. Ältere Kinder (ab 10) können auch selbst mit dem Vater kommunizieren und Treffen ausmachen. Nimm Dich aus der Schusslinie und versuche auch, an der Unterhalts-"Front" etwas zu ändern. Es kann nicht angehen, daß Du für die Kinder nicht einmal Düsseldorfer-Tabelle bekommst etc.
Wer Hass säht, wird Zorn ernten. Das hat er dann davon.
Noch ein Spruch: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.
Oder der hier, der ist allerdings weit auslegbar: Tue niemanden etwas gutes dann tut dir auch niemand etwas schlechtes. Ich habe in meinem Leben hin und wieder mal feststellen müssen, dass gerade die Menschen, denen ich gutes getan habe, sich extrem verhalten haben. so, dass mir nichts anderes übrig blieb, als den Kontakt fortan zu meiden. Reden und Diskutieren bringt da wenig.
 
  • #14
Meint ihr die Kinder kommen damit klar, dass es eben keine Freundschaft, kein Pläuschchen vor der Tür, kein nettes Wort mehr gibt?
Wie werden sie sich fühlen, wenn ich ihnen erkläre warum das heute so ist?
Sei einfach neutral und Du musst gar nichts erklären. Das Pläuschchen vor der Tür muss auch nicht sein, damit Kinder glücklicher sind. Hauptsache keine offene Konfrontation, mehr braucht es nicht. Und das werdet Ihr ja wohl hinkriegen (zumindest Du)
 
  • #15
Schieb nicht die Kinder vor. Du siehst doch, dass mit diesem Mann keine freundschaftliche Basis möglich ist. Löse Dich von der Vorstellung. Zwischen freundschaftlichem Verhältnis und Scheidungsschlacht gibt es noch einiges Anderes. Es gibt nicht nur entweder oder. Mich würde mal interessieren, welcher Vorfall Dich zur Trennung gebracht hat. Was war es? Es scheint etwas sehr Schwerwiegendes gewesen zu sein. Trotzdem bist Du nicht wütend. Wie kommt das. Kann es sein, dass Du der Kinder wegen Deine Gefühle unterdrückst? Das ist nicht richtig und nicht gesund. Du hast Grund wütend zu sein, also sei es. Du musst kein schlechtes Gewissen haben. Du bist doch deshalb keine schlechtere Mutter. Zur Frage des Unterhaltes: Du hast nicht das Recht , auf den Kindesunterhalt unterhalb des Mindestsatzes zu verzichten. Der Unterhalt ist für die Kinder gedacht, nicht für Dich. Er steht Deinen Kindern zu. Hör auf, Deinem Exmann alles recht machen zu wollen, nur damit alles ganz harmonisch ablaufen wird. Du siehst doch, dass das nicht funktioniert. Nimm Dir einen Anwalt, der Eure Rechte durchsetzt. Diskutiere nicht mehr mit dem Mann und nimm keine falsche Rücksicht. Strample Dich frei. Du wirst sehen, mit mehr Selbstbewusstsein wird es Dir UND Den Kindern besser gehen. Der Preis um die von Dir angestrebte Harmonie mit dem Ex ist zu hoch.
 
  • #16
Lass Dich bei einer Beratungsstelle beraten - SOS, Caritas, o.ä.

Die können Dir Tipps geben, wie Euer Umgang insgesamt machbar ist, was Dir die Kinder zumutbar ist, für Dich, evtl. vermitteln.

Und es gibt rechtliche Seiten - nur als Info, Du hast keinerlei Recht, auf Unterhalt für die Kinder zu verzichten. Das sind Ihre Ansprüche. Sollte der Vater nicht bereit sein, diese zu leisten, kannst Du beim Jugendamt um eine Beistandschaft ersuchen.
Die nehmen dann in Deinem Auftrag die Rechte der Kinder wahr.

So spät auch Deine Grenzen kennen, und sie vor allem setzen.
Man kann großzügig sein, und man kann zuviel geben.
Da stehst Du.
Zieh Deine Grenzen, suche Dir die professionelle Unterstützung einer Beratungsstelle, überlege, was Du willst.
Dieses scheinbare Friede- Freude für Kunden nicht gut, die spitzen, was dahinter liegt.
Auch sie müssen lernen, dass es Konflikte gibt im Leben, das man sie aushält und durchstehen, aber nicht durch bedingungsloses Nachgeben. Kompromisse, miteinander reden ist ein Weg, wenn einer einen aber permanent respektlos behandelt, heißt es Stopp.
Wenn alles so toll wäre, wärt Ihr nicht getrennt, es war ja schon schwierig während der Ehezeit.
Und es ist nicht die andere Frau für sein Verhalten verantwortlich, nur er alleine.
 
  • #17
ich habe mir vieles über die Jahre einreden lassen du kannst nichts (nur MFA), du bist ohne mich nichts (schaffst es nicht alleine), dich will eh keiner mehr mit 3 Kindern (wer will das schon, Anhang?). ....
dein Mann macht Dich klein, weil er genau weiß, dass du viel leistest und viel kannst. Narzisstisch-sadistisch? Man kann Menschen auch emotional misshandeln.
So etwas tun unsichere Menschen, die Angst vor einer Trennung haben.
Er macht Dich klein, damit Du dich ihm unterlegen fühlst, dabei fühlt er sich Dir gegenüber eigentlich unterlegen. Aber es klappt ja ganz gut, dass du das brave Mädchen spielst.
Ein starker Mann lobt seine Frau und macht sie groß, deiner hat gar kein Selbstbewusstsein und jetzt hast du dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, indem du gegangen bist. Eine maximale Unverschämtheit und Verletzung Deinerseits. Dafür wirst du nun bestraft, egal wie nett du zu ihm bist.
Du kannst eine Menge und das weißt du auch! Hör auf, das artige Mädchen zu spielen und sei eine Frau, die sich durchsetzt.

Meint ihr die Kinder kommen damit klar, dass es eben keine Freundschaft, kein Pläuschchen vor der Tür, kein nettes Wort mehr gibt?
Wie werden sie sich fühlen, wenn ich ihnen erkläre warum das heute so ist?
Sie lieben ihren Papa und ich bin mir nicht sicher ob sie das überhaupt glauben würden was ich ihnen erzähle? Ihr Papa macht sowas doch nicht!
Liebe Sunny, meine Kinder sind genauso alt wie Deine und kommen sehr gut damit klar, dass ich meinen Exmann nicht (mehr) leiden kann. Wir sind keine Freunde und werden es auch nicht mehr.
Trotzdem ist ab und zu ein normales und sogar lustiges Umgehen miteinander möglich, deswegen kannst Du ihm aber trotzdem mal sagen, dass du ihn nicht mehr sehen willst, dass er ein Idiot ist oder was auch immer. Man kann sich nicht "harmonisch" trennen.
Deine Kinder sind klein, aber nicht blöd - pack sie nicht so in Watte und schieb sie nicht als Grund vor, warum du den Kontakt zu Deinem Mann nicht abbrechen willst.
Du hast Angst, den Kontakt abzubrechen - DAS ist es! Co-Narzissmus. :)
Du willst nicht, dass dein Mann dich hasst, aber das tut er sowieso schon und je weniger Grenzen Du setzt, umso weniger Respekt wird er vor Dir haben. Du bekommst von ihm keine Anerkennung, weder jetzt noch später - und wenn du dich NOCH so verbiegst.
Und DAS überträgt sich auf die Kinder:
Die haben auch keinen Respekt vor einer schwachen Mutter.
Sei stark, sei böse - schrei ihn an - ganz egal!
Kinder verstehen, dass man stinksauer sein kann.
Du musst deine Kinder ja nicht mit Details belasten
Momentan versucht er, dich zu kontrollieren und du machst voll mit.
Meinst Du, dass deine Kinder das nicht merken?
Wer will eine schwache Mutter?
Sei ehrlich zu deinen Kindern und unterschätze sie nicht.
Und dann lass dich von einem Anwalt über den Unterhalt beraten.
 
  • #18
Du hast keinen Anlass, Eure Ehestreitigkeiten auf die Kinder zu übertragen. Die haben schlicht nichts damit zu tun.
Das sehe ich anders. Wer so perfide ist, sich mit der Ex des neuen Partners zu verbünden, um durch üble Nachrede einen Keil in diese neue Verbindung zu treiben, der schreckt auch nicht davor zurück, die gemeinsamen Kinder vor diesen Karren zu spannen. Ein freundschaftlicher Kontakt ist mit dieser Person nicht mehr möglich, für den gesetzlichen Umgang mit den Kindern sehe ich nur die Option, ihnen einzuschärfen, daß man nicht alles glauben darf, was einem über Dritte erzählt wird.
 
S

Sunny16

  • #19
Das versuche ich! Manchmal klappt das ganz gut ohne Emotionen die ich zurück halte, manchmal platze ich aber fast und bin froh wenn ich die Tür einfach zu machen kann.
Mein Problem ist, dass mir derzeit schon der normale Kontakt, die normale Kommunikation bez der Kinder schwer fällt!
Mich würde mal interessieren, welcher Vorfall Dich zur Trennung gebracht hat. Was war es? Es scheint etwas sehr Schwerwiegendes gewesen zu sein. Trotzdem bist Du nicht wütend. Wie kommt das. Kann es sein, dass Du der Kinder wegen Deine Gefühle unterdrückst?
Ich war nochmal schwanger (ungeplant) und er hat mir gedroht, mich zu verlassen, wenn ich es bekomme! Er wäre gegangen! Und ich hätte es in Kauf genommen. Sein ganzes Verhalten war schlimm. Ich hab das Baby dann in der 9 Woche verloren und er war sichtlich erfreut darüber. Das letzte bisschen Liebe ist damit dann gestorben. Ich habe mich im Stich gelassen gefühlt, allein gelassen. Ich hätte mich da schon trennen müssen. Ich konnte und kann das bis heute nicht verstehen. Er war ein guter Vater für die Kinder, wie kann man dann so eine Haltung gegenüber einem ungeborenen haben? Deshalb war ich dann in Therapie, weil ich eben sehr, sehr wütend auf ihn war und meine Ehe hinterfragt habe. Der Therapeut meinte ich solle an meiner Ehe fest halten, weil er es ja bereut usw. Die Wut ging weg, aber die Liebe kam nicht zurück.
Ja, ich habe meine Gefühle lange Jahre unterdrückt für die Kinder. Nach dem Vorfall habe ich noch fast 4 Jahre versucht irgendwie weiter zu machen, aber mein Körper hat immer mehr gestreikt, ich musste mich trennen, Kinder hin oder her.
 
  • #20
Liebe FS,

was Du mit Deinem Unterhalt machst sei Dir unbenommen, aber der Unterhalt der Kinder ist nicht Deine Verhandlungsmasse, was traurig genug ist, es ist ihr Anspruch auf den Du nicht (teilweise) verzichten kannst.

Du wirst wohl lernen müssen Rückgrat zu haben und zu zeigen. Das heißt nicht, dass Du Deinen Ex schlecht machen sollst, aber es ist völlig legitim keinen freundschaftlichen Kontakt mit ihm zu haben, diesen Wunsch auch den Kindern zu vermitteln und ihnen diesen zu überlassen. Ich möchte mich gerne und ausdrücklich @Vikky ihren kräftigen Worten anschließen. Sei (endlich) mal sauer.
 
  • #21
Wer so perfide ist, sich mit der Ex des neuen Partners zu verbünden, um durch üble Nachrede einen Keil in diese neue Verbindung zu treiben,
Ich rätsel immer noch, wie sich zwei Exe in eine neue Beziehung einmischen können.
Wäre toll, hier mal Aufklärung zu erhalten.
Also, wie können Exfrau des Neuen der FS und Exmann der FS sich so verbünden, das die FS einen Schaden davon trägt? Und wozu? Nach "Der Feind meines Feindes ist mein Freund"? - Ist doch Quatsch in Beziehungsfragen.
Bin immer noch am Grübeln.....

Sowas funktioniert doch nur, wenn die Exen noch gar nicht Ex oder nicht richtig Ex sind.Und in diesem Fall läßt das Rückschlüsse auf den Neuen der FS zu, die nicht schmeichelhaft sind.

Oder wenn die Exen selber etwas miteinander haben. Haben sie?
Und wie soll üble Nachrede des Exmanns der FS gegenüber der Exfrau des Neuen dabei helfen/stören? Das ist unlogisch.
Rätselhaft.
 
  • #22
Nach dem Vorfall habe ich noch fast 4 Jahre versucht irgendwie weiter zu machen, aber mein Körper hat immer mehr gestreikt
Liebe Sunny,
ein Körper streikt, wenn er permanent und auf Dauer überbelastet wird.
Du belastest dich selbst mit deinen Ansprüchen, und da liegt auch dein Problem.

Er ist ein Mann, der durch die Trennung tief gekränkt und wütend ist, und der in der Ex deines neuen Partners eine Seelenverwandte gefunden hat. Nicht mehr und nicht weniger. Das muss man nicht schönreden, denn schön ist es nicht, aber es auch nicht zu einem Drama hochstilisieren, denn dass die beiden sich da regelmäßig zum Ablästern bei Kaffee und Kuchen einfinden, sehe ich nicht als Drama an, sondern als Ausdrucksform zweier Menschen, die mit ihrer Ablehnung nicht klarkommen - selbstverständlich solange sie sich nicht an den Kindern vergreifen (verbal), was sie nicht zu tun scheinen.
Was können sie dir und deinem Freund schon anhaben?

Du bist dein eigenes Problem. Du möchtest Harmonie mit einem Mann, mit dem du schon zu Ehezeiten keine hattest. Du möchtest Respekt von ihm, den du früher schon nicht bekommen hast. Dito Vertrauen.
Eruiere deine Trennungsgründe und verstehe, dass er immernoch derselbe ist, und sich auch nicht ändern wird.

Warum muss es denn unbedingt freundschaftlich sein? Reicht nicht neutral oder höflich, oder gleichgültig? Es gibt Nuancen und Graustufen - warum muss es perfekt sein? Wozu dieser Anspruch an einen Mann, der früher nie auch nur im Ansatz dafür tauglich war?

Die Kinder kommen damit klar, wenn es "nur" höflich ist. Schraube du deine eigenen Ansprüche etwas herunter und akzeptiere, dass du diesen Mann niemals ändern wirst, dann wird es dir auch besser damit gehen. Dann ist sein Geläster nicht mehr als ein Schulterzucken wert und du kannst dich um Wesentliches kümmern.
 
  • #23
Ein freundschaftlicher Kontakt ist mit dieser Person nicht mehr möglich, ...
Ich schrieb ja auch, dass er gar nicht erstrebenswert sein muss.

Ein ...für den gesetzlichen Umgang mit den Kindern sehe ich nur die Option, ihnen einzuschärfen, daß man nicht alles glauben darf, was einem über Dritte erzählt wird.
Wenn die Kinder diese Aussage ernst nehmen, dann ist ja alles in Ordnung. Denn das bezieht sich dann eben auch auf das, was die Mutter erzählt. Und ich denke nicht, dass es Sinn macht, wenn sie den Kindern ihre Streitereien mit dem Vater erzählt. Objektiv und ehrlich sind da nämlich beide nicht.
 
S

Sunny16

  • #24
Ich denke darauf wird es hinaus laufen! Jetzt so beim lesen und schreiben kommt so viel wieder hoch. Höflich muss reichen!

aber es auch nicht zu einem Drama hochstilisieren, denn dass die beiden sich da regelmäßig zum Ablästern bei Kaffee und Kuchen einfinden, sehe ich nicht als Drama an,
Das alleine wäre nur verletzend, weil es auf falsche Tatsachen beruhen würde, aber wäre sicher kein Drama.

Sowas funktioniert doch nur, wenn die Exen noch gar nicht Ex oder nicht richtig Ex sind.Und in diesem Fall läßt das Rückschlüsse auf den Neuen der FS zu, die nicht schmeichelhaft sind
Hier werden falsche Rückschlüsse gezogen.
Mein Freund hat sich nichts zu schulden kommen lassen und doch wurde er noch viel mehr Opfer als ich.
Bevor es jetzt heißt " Opfer" Drama erzähle ich kurz warum.
Die beiden Exen hatten also folgenden Plan. Meinen Freund finanziell ausquetschen bis es nicht mehr geht, ihm seine Kinder entziehen und somit dafür sorgen, dass er so ein Wrack wird, von dem ich mich dann trenne, weil ich ja auf das große Glück gehofft habe und nur Ärger und Sorgen erhalten habe. Somit hat sie ihre Rache (denn er liebt seine Kinder sehr) und er freie Bahn um über die Kinder wieder eine Chance zu bekommen. Ich weiß, das klingt krank, aber war genau so. Uns hat mein Ex den vernünftigen Ex vorgespielt, der eingesehen hat das es mit uns keinen Sinn mehr hatte und er für die Kinder ein gutes Verhältnis zu uns möchte. Ja, ich war so blöd und habe ihm geglaubt, habe vertraut. Die Ex hat also ihre Scheidungsschlacht begonnen, Rufmord betrieben, die Kinder zu Psychologen geschleppt um an Atteste zu kommen usw. Ein Gerichtsverfahren nach dem nächsten, alle Infos die mein Ex von uns hatte, hat er ihr zugetragen. Sie war uns immer vorraus. Erst hat sie die Kinder und den Umgang immer als Druckmittel eingesetzt, zahle dieses, oder du bekommst sie nicht mehr usw. Dann du kannst die Kinder nicht haben, es ist besser für sie wenn sie zur Ruhe kommen, untermalt mit Attesten. Dann haben wir über Gericht erreicht das es Umgang gibt, sie hat ihn immer wieder ausgesetzt. Es ging zu Beratungsstellen, Mediatoren, Jugendamt, dann wieder Umgang. Dann wieder das alte Lied, Geld oder keine Kinder. Wir haben aber kein Geld mehr und wollten auch nicht mehr erpressbar sein. Alleine die ganzen Gerichtskosten und Gutachten haben mehr als 20.000 Euro verschlungen. Er hat es aufgegeben zu kämpfen und versucht nun nach vorne zu schauen, er wollte nie nur Zahlvater sein und kann es doch nicht ändern. Hat also zumindest halb funktioniert der Plan.
Und am Ende leiden am meisten die Kinder!

Vielleicht wollte ich auch deshalb auf biegen und brechen versuchen, meinen Kindern guten Kontakt zu ihrem Vater vorzuleben.
 
S

Sunny16

  • #25
Ich habe ja jetzt schon ziemlich viel von mir geschrieben und es war nicht meine Absicht zu jammern. Ich bin für jeden Gedanken und Kommentar dankbar, weil ich fast aus allen Beiträgen etwas für mich mitnehmen konnte.

Es war einfach viel die letzten Wochen und Monate und ich sollte mir und meinen Körper Ruhe gönnen. Ja, ich hab mir selbst viel Druck gemacht, auch viel Druck bekommen von meinem Ex. Ich wollte immer eine gute Mutter sein und will meine Kinder immer beschützen, @Tini_HH hat es so schön formuliert, in Watte packen. Aber das Leben ist nicht nur Zuckerwatte, das habe ich mehr als gespürt. Also warum sich immer verbiegen, für die Kinder ist das nicht das Beste, das habe ich verstanden.

Danke für die vielen Ratschläge!
 
S

Sunny16

  • #26
Wäre toll, hier mal Aufklärung zu erhalten.
Habe ich gemacht!

Und wie soll üble Nachrede des Exmanns der FS gegenüber der Exfrau des Neuen dabei helfen/stören?
Nun ja. Stell dir vor es wird überall verbreitet (Nachbarn, ehemalig. gemeinsame Bekannte, bei Gericht, im JA, bei Therapeuten, überall) die Neue will die Kinder des Freundes nicht, sie kümmert sich nicht, sie vernachlässigt auch ihre Kinder, der Neue zahlt keinen Unterhalt, ihn interessieren die Kinder nicht, er ist unkooperativ, er beeinflusst die Kinder negativ ... Ach ich könnte immer weiter machen... Nichts davon hat aber gestimmt, im Gegenteil du tust alles für alle Kinder, du nimmst dir Zeit, du bist fair, redest nicht schlecht über deine/n Ex vor den Kindern, versuchst über Gericht Umgang zu bekommen, musst dich aber überall wegen all den falschen Behauptungen erklären, rechtfertigen und kannst den Schaden der entstanden ist doch nicht mehr gut machen. Fragst du noch, wie so etwas stören, belasten, Kraft kosten kann?

Ich hätte nie gedacht, dass es Menschen gibt die so Handeln, ohne Rücksicht auf die Kinder zu nehmen, einfach nur um sein Ego aufzupolieren und Rache zu üben.
 
  • #27
Die beiden Exen hatten also folgenden Plan. Meinen Freund finanziell ausquetschen bis es nicht mehr geht
Okay, das ist eine andere Liga als sich nur rein verbal gegenseitig aufzustacheln, da gebe ich dir Recht.
Dass diese Frau nicht ganz richtig im Kopf ist, brauchen wir wohl nicht zu debattieren.
Ich kann dich gut verstehen, habe Ähnliches mit der "besten Freundin" meines Partners durch. Man versucht immer korrekt zu sein und denkt nichts Böses, da kommt hinterrücks ein solcher Mensch ins Leben gefegt, kennt keine Skrupel und hinterlässt verbrannte Erde. Man selbst steht dem hilflos gegenüber, weil man selbst gar nicht so skrupellos kontern kann.

Ich bin ein ziemlich pragmatischer Typ, aber seit einigen einschlägigen Erfahrungen der festen Überzeugung, dass das "Böse" existiert. Wissenschaftler sprechen wohl von Soziopathen.
Seit der Episode mit der "besten Freundin" habe ich mich etwas im Thema belesen, vielleicht solltet ihr das auch tun.

Es wird geraten, nicht in die Konfrontation mit solchen Menschen zu gehen. Sie werden jeden Menschen mit Gewissen zu jeder Zeit schlagen, weil sie eben gewissenlos sind.
Für deinen Freund: Er hat gekämpft und verloren. Eines Tages aber werden seine Kinder alt genug sein, um ihre eigenen Wege zu gehen und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Selbst korrekt zu bleiben und diesen Zeitpunkt abzuwarten ist wohl die einzige Möglichkeit.

Zu dir: Dein Ex spielt den Handlanger für die Frau auf ihrem Rachefeldzug. Zwar geht er selbst nicht so weit wie sie, aber er lässt sich vor ihren Karren spannen - natürlich für seinen eigenen Vorteil. So lange er dies nicht unterlässt, wird er von dir keine Informationen mehr erhalten. Das kannst du ihm auch gern so kommunizieren, dann weiß er, was Sache ist.

Er ist ein erwachsener Mann und darf selbst entscheiden, wie er sich in Zukunft verhält. Dann muss er auch mit den Konsequenzen leben.
Du solltest auch deine Entscheidung treffen. Entweder der Schutz deiner neuen kleinen Familie, oder Harmonie mit deinem Ex um jeden Preis, bei der du ihm Tür und Tor öffnest, um euch zu schaden.

Denke bloß nicht, dass die Frau Ruhe geben wird nach ihrem Teilsieg. Solche Menschen laufen sich dabei gerade erst warm. Und dein Ex lernt gerade von einer Meisterin ihres Fachs. Ich wäre da sehr, sehr vorsichtig.
 
  • #28
Liebe Sunny,

Es ist eine sehr tief berührende Geschichte. Fühl Dich umarmt.

Es ist überfällig, dass Du wütend wirst.
Spätestens beim Verlust des Kindes warte der Monument gewesen.
Und der Therapeut war eine ähnliche Flachpfeife wie Dein Ex.

Jetzt bist Du dran,
suche Dir eine gute Therapeutin, probiere mehrere aus, bis es passt.
Ich würde Dir zusätzlich eine Auszeit in einer Psychosomatischen Klinik empfehlen, ob Reha oder als Akut, letzteres geht schneller und einfacher.
Es wird Zeit, dass Du Raum für Dich hast, zum Abstand haben, erholen, zum Sortieren - das geht aus der Distanz besser - zum Verarbeiten des Verlustes, dieser unsäglichen Erpressung, zum Verarbeiten der Ehe, da ist viel an weiteten Verletzungen geschehen und auch zum Verarbeiten der letzten Geschichten nach der Trennung.

Und für die Zukunft wäre es Deine Aufgabe - Selbstwert, Selbstbewusstsein entwickeln, Grenzen setzen, Stopp sagen.

Dir alles Liebe.
 
  • #29
Liebe Sunny,

hier mal die Sicht eines wirklich glücklichen (!!!) Scheidungskindes im Alter von 5 - 8 Jahren (solange hat sie "durchgehalten", vorher war ich zu klein um mich dran zu erinnern, er war jedoch schon immer gewalttätig zu Frauen). Finde die Parallelen zu dir und dann entscheide dich, was du willst!!!

- Meine Mutter hat sich ständig unterbuttern lassen, er griff sie verbal auf unterste Schublade an. Ich hab es entweder direkt mitgekriegt oder es (natürlich!!) durch die geschlossenr Tür gehört wie er sie anbrüllte, wie sie geweint hat....

- Ich habe ihre blauen Flecken zwangsläufig irgendwann gesehen und konnte mir bereits mit 5 Jahren (!) einen Reim darauf machen. Begreif es endlich: KINDER SIND NICHT BLÖD!!! SIE KRIEGEN UND VORALLEM SPÜREN ALLES (MIT)!!!!

- Als sie mit mir schwanger war, trat er ihr mehrmals in den Bauch, damit sie mich verliert. Wie mit dem Kind zuvir, was schließlich dadurch durch eine Frühgeburt in der 13. S-Woche verstarb. Weißt du, was sie in BEIDEN Fällen getan hat?? NICHTS!!! Keine Anzeige, sie war nicht mal im Krankenhaus! Erst bei Untersuchungen während ihrer SS mit mir gab sie eine vorherige Schwangerschaft zu.

- Unterhalt hat sie bis heute nicht verlangt obwohl wir am Ecistenzminimum lebten und ich deshalb nicht die Ausbildung machen konnte, die ich mir wünschte. Wr hat 3 Häuser (eins auf Mallorca) und 2 Porsche Sportwagen (nebst Familienkutsche).

Fazit aus alldem: Ich wurde stiller, konnte nicht mehr schlafen. Konnte nich nicht mehr konzentrieren, wurde auch schlechter in der Schule. Ich habe mir NICHTS anmerken lassen. Meine Mutter weiß bis heute nicht, was ich alles mitbekommen habe.

Ich weiß jedoch sehr wohl, wieviel Respekt ich durch all diese Dinge vor ihr verloren habe. Sie hat mich NICHT beschützt, weil sie sich nicht hat scheidenlassen und sich getrennt hat!!! Ich HASSE sie bis heute dafür, dass sie so untätig war und ich dies alles miterleben musste. Denn er war auch gewalttätig zu mir.

WILLST DU, DASS DEINE KINDER SPÄTER ÜBER DICH GENAUSO DENKEN????
NEIN?! DANN HANDEL UND KÄMPFE ENDLICH!!
 
  • #30
Meinen Freund finanziell ausquetschen bis es nicht mehr geht, ihm seine Kinder entziehen ...Die Ex hat also ihre Scheidungsschlacht begonnen, Rufmord betrieben, die Kinder zu Psychologen geschleppt um an Atteste zu kommen usw.
Eine bei manchen (und nicht wenigen) Frauen völlig übliche Vorgehensweise. Sie würden das als "ihr Recht" bezeichnen und die Gerichte spielen ja mit. Auch hier wurden in einigen Threads schon solche Vorschläge gemacht, um sich an verlassenden Männern zu rächen. Männern ist das umgekehrt schon rechtlich gar nicht möglich.

Der Unterschied für Dich ist: Du wolltest Deinen Ex loswerden. Sie wollte ihren Mann nicht loswerden. Du bist doch erst gegangen, als Du Dich fremdverliebt hast. Das hat Dein Freund auch getan.
Zwei Warmwechsler, die sich nicht wegen der nicht mehr funktionierenden Beziehung trennen, sondern erst, wenn jemand anders auftaucht, und die logischen Folgen. Gefühle einer Partnerin werden eben erheblich mehr verletzt, wenn man ihr mitteilt, dass man sie wegen einer anderen verlässt. Damit kommen die meisten Frauen überhaupt nicht klar.

Letztlich ist das wieder mal (indirekter) Zickenkrieg unter Frauen. Die eine klaut der anderen ihren Mann, die rächt sich, indem sie ihren Ex fertig macht. Schlicht ein weiteres Beispiel dafür, wie (manche) Frauen agieren, wenn sie verlassen werden.

Wenn Du Deinen Kindern etwas fürs Leben mitgeben möchtest (mit praktischem Beispiel), dann genau das. Gestehe ein, dass Du einen Fehler gemacht hast und dass Du Dich besser getrennt hättest, als Du gemerkt hast, Deine Ehe funktioniert nicht mehr. Bei ihm ebenso.
Du bist die Warmwechslerin, die das ganze Theater mit ausgelöst hat. Und selbst bei Dir kommt noch das Gefühl auf, Du müsstest Deinen Mann dafür bestrafen.
Dass er sich mit der Ex zusammensetzt und gemeinsam Pläne schmiedet, wie man euch schaden kann, kannst Du Deiner Großmutter erzählen. Dass Du von ihm erwartest, dass er von seiner warmwechselnden Ehefrau erzählt, sie sei eine gute Ehefrau und Mutter, ist doch lächerlich. Du möchtest schlicht Dein "Opfer", länger bei ihm geblieben zu sein, honoriert bekommen. Du bist nach Deiner Schilderung (und seine Seite kennt hier niemand) fair gewesen. Dass er trotzdem enttäuscht ist, ist doch völlig logisch. Und Du schreibst hier ja auch nicht gerade, er sei der tollste Ehemann von allen.