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  • #91
Ich war als Single absolut nicht glücklich, und bin jetzt in der Partnerschaft zu 80 % absolut glücklich. In den restlichen 20% möchte ich ihn gern ermorden. Was laut meiner Vermieterin ein super Schnitt ist. Diese Vorstellung, man müsse erst alleine vollständig zufrieden sein und ein erfülltes Leben führen bevor man eine Partnerschaft eingehen kann, habe ich nicht verstanden und werde es nie verstehen.
Das ist aber quasi ein Dogma hier. Bloß nicht zugeben, das man/frau mit Partner doch sehr viel glücklicher wäre, dann ist man ja gleich needy:rolleyes:. Mir kann (fast) keiner erzählen, dass er es prickelnd fände, ab Mitte 40 bis zum Lebensende partnerlos zu bleiben. Außerdem klingt in den Beiträgen einiger langjähriger User hier, die in der Zwischenzeit einen Partner gefunden haben, sehr viel weniger Frustration durch als in der Zeit, in der sie noch Single waren.
 
  • #92
Mich stört auch dieser Konsens hier in manchen Beiträgen, dass quasi nur vergebene Menschen eine positive Ausstrahlung haben. Das ist einfach Quatsch.
Das sehe ich auch so.

Ich wäre keinerlei faulen Kompromiss eingegangen und wenn ich nicht per irren Zufall meinen jetzigen Mann kennen gelernt hätte, wäre ich mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit Single mit einem guten Leben und zufrieden.

Was soll der Käse? Wenn mann/frau ein bisschen seltsam/schräg/besonders ist, ist es nicht leicht einen passenden Partner zu finden. Ich kannte zu meiner eigenen Überraschung einige sehr interessierte Herren, so richtig rundum hat es aber nicht gepasst. Und wenn der Mann mir nicht vor die Füße gepurzelt wäre, hätte es auch ganz gut gar nicht mehr klappen können. Na und? Ich würde nie einen Single schief anschauen, einen Partner/in zu haben, sagt Null über die Qualität eines Menschen aus. Null.
 
  • #93
Viele tun ja so, als seien sie völlig autonom und ein Partner nur das i-Tüpfelchen, auf das sie notfalls auch verzichten können. Vielleicht glauben die das ja sogar selber, weil sie einen dicken Panzer um sich geschaffen haben.
Das ist auch wieder diese Haltung, weswegen ich hier auf diesem Thema "kann es glückliche Singles geben" rumreite.

DU kannst es Dir nicht vorstellen, aber es gibt tatsächlich solche Menschen, und die haben weder einen Panzer noch wollen sie wem was vormachen. Du bist unglücklich, weil Dir ein Partner fehlt. Ich erkenne das an, weil ich denke, dass es solche Menschen wirklich gibt, ohne dass die bedürftig sind, Notlösungen nehmen und auf Besseres für Warmwechsel warten oder klammern, also charakterliche Defizite aufweisen. Aber warum stellst Du die anderen in Frage?

Es geht nicht jedem so wie Dir, denn: Wenn man die Lebensanschauung hat, dass man das Partnerglück nicht herbeischaffen kann, dass es eben ein zufälliges Glück ist wie ein Lottogewinn, jemanden zu treffen, in den man sich verlieben kann, dann wird man dahingehend entspannt. Ich leide nur, wenn ich mich verliebe und die Beziehungsanbahnung nicht stattfinden kann, eine Weile. Ansonsten bin ich wirklich ein zufriedener, auch glücklicher Mensch als Single. Aus jedem Liebesleid habe ich auch am Ende was Positives für mich ziehen können. Macht es nicht schöner, aber war nicht "umsonst".

Noch mal der Unterschied: Du willst, suchst und brauchst eine Partnerschaft, ich nicht. Du suchst einen tollen Mann für eine Partnerschaft, ich müsste mich erstmal verlieben und will erst dann, wenn man passt, auch eine Partnerschaft.
Vielleicht suche ich irgendwann aktiv nach einem Partner, weil ich so empfinde wie Du. Wer weiß. Bislang nicht.

Mit Ende 20 dachte ich, dass alle Menschen in einer Partnerschaft total glücklich sind. Das stellte sich schon damals bei so einigen Bekannten raus, dass die unter den Kompromissen, die sie gemacht haben und noch machen für den Erhalt der Beziehung, leiden und aber sich nicht trauen, die Beziehung zu beenden. Von daher bin ich frei und sie nicht, kenne aber ihren Zustand, weil ich mittlerweile selbst eine lange Bez. hatte. Ihr Zustand ist nicht nur nicht glücklichmachend, der macht richtig unglücklich peu a peu, man lernt mit der Kugelkette am Bein umherzuschlurfen, statt befreit durchs Leben zu gehen, aber weiß nicht mehr, was einen belastet. Da sind manche heute nach zig Jahren Zweifel und Bemühungen.

Ja, der Mensch braucht Sozialkontakte. Habe ich aber auch ohne Partner.
Alles Leiden, egal in welchem Bereich, entsteht aus gestörten Bindungen, Mangel an Bindung usw.
Mag sein, aber Verpartnersein wird niemanden per se davor bewahren, unter gestörter Bindung zu leiden. Die gibt es auch IN Beziehungen. Sehe ich z.B. bei einer Frau, die sich an ihren Sohn klammert. Der soll das geben, was der Mann nicht gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #94
Ich wollte auch keine Steine auf anwesende Herren werfen und auch keine Gruppe der frustrierten Singles...weder männlich oder weiblich;-) gründen oder benennen

Es kann gut sein, dass die Herren auch viele weniger "lustigen" Damen getroffen haben. Ich hab ja dort nicht so den Überblick;-)
Und natürlich kenne ich im Job auch mindestens eine Frau, die zum Leiden geboren wurde, nur die war schon immer so
In meinem Freundeskreis sind "wir" nicht so...Ich bin eher umgeben von Stehaufmenschen.
Das heisst ja nicht.. Sorry für die platte Aussage, das uns permanent die Sonne aus dem Arsch scheint.
Da gibt es auch Tränentage und Decke über dem Kopf aber eben auch in kleinen Dingen ein: das Leben ist schön...finden.

Meine Beobachtungen bezogen sich explizit nicht auf erste Dates und nicht nur auf Singles.

Eher wirkten Menschen aktiv und positiv und erst mit der Zeit fiel auf: das ist nicht (mehr) ihre wirkliche Persönlichkeit
Damit ist es zb schwer, dass bei den ersten Dates zu erkennen und es ging auch zwei Freundinnen nicht anders.
Mein Exmann zb ist auch nicht mehr wirklich fröhlich und das meine ich absolut nicht fies....es fällt ja vorallem seinen Söhnen auf.
Mein längster Freund meinte mal....aufgrund meiner Frage: ist da ein Nest? Zieh ich die an oder mach ich alle depressiv? ( war Frusttag bei mir).
Anziehen fände er am logistischen....weil Du oder ihr( Freundin), die Lebenslust ausstrahlen könnt, die die für sich wünschen und hoffen ihre eigene wieder zu bekommen.

Nur mein "Eindruck" ...diese Menschen sehen ihr Umwelt/Vergangenheit als Übeltäter....nicht sich selbst als mitverursacher und schon gar nicht als die beste Person, die dafür sorgen kann, dass es morgen schön wird.
 
  • #95
Natürlich kann sich hier jeder anmelden, aber ich denke kaum, dass sich jemand nach 20 oder 30 Jahre Ehe hier anmeldet.
Falsch gedacht. War bei mir so. Rein aus Interesse an Partnerschaftsthemen. Dann war ich eine ganze Weile weg, hab mich in der Zwischenzeit getrennt und einen neuen Partner gefunden (ganz ohne Elitepartner) und bin dann wieder eingestiegen.

Doch, man kann hier im Forum auch als glücklich verpartnerter Mensch angemeldet sein und interessante Diskussionen verfolgen.
 
  • #96
Anziehen fände er am logistischen....weil Du oder ihr( Freundin), die Lebenslust ausstrahlen könnt, die die für sich wünschen und hoffen ihre eigene wieder zu bekommen.
Das ist ein wundervolles Kompliment, auch wenn es für die Männer traurig ist.
diese Menschen sehen ihr Umwelt/Vergangenheit als Übeltäter....nicht sich selbst als mitverursacher
Genau das ist für mich der springende Punkt, weshalb Menschen eine negative Ausstrahlung haben - sich als Opfer sehen, passiv bleiben und denken, sie würden mehr verdienen, aber alle anderen bekommen es immer, was Missgunst erzeugt.

Mir kann (fast) keiner erzählen, dass er es prickelnd fände, ab Mitte 40 bis zum Lebensende partnerlos zu bleiben.
Ich glaube nicht, dass das einer so behauptet. Vielleicht Leute, die entdeckt haben, dass sie ein aufregendes Sexleben haben können, ohne die ganzen Beziehungskompromisse eingehen zu müssen. Aber vielleicht vermissen auch die irgendwann wieder die Nähe eines Menschen.
Das eigentliche ist aber: Wenn man keinen Partner findet, darf das Leben auch nicht unprickelnd gesehen werden. Sonst wäre das ja echt traurig für den Menschen.

Aber ich denke, die allgemeine Sicht in der breiten Masse ist so: Das Leben kann nur MIT Partner prickeln.
Du bist Single, also MUSST du unglücklich, verzweifelt und auf der Suche sein und wenn du sagst, dass du das nicht bist, bist du entweder jemand, der sich was vormacht, schönredet, anderen was vormachen will, lügt, ..., aber es kann einfach nicht sein, dass es der Wahrheit entspricht. Vor allem darf jeder, der will, auf diesem deinem Makel rumreiten und dich zur Rechenschaft ziehen, warum du keinen Partner FINDEST (denn hundertpro suchst du doch, obwohl du das Gegenteil behauptest).
Diese Haltung transportiert für mich nicht gerade ein aufgeschlossenes, vorurteilsfreies, tolerantes und positives Menschenbild.

Ich glaube nicht, dass irgendein Single sagen würde: "Also wenn ich mich verlieben könnte und eine passende schöne Partnerschaft haben könnte, würde ich das trotzdem ablehnen."
Das ist aber nicht identisch mit der Aussage "ich brauche KEINE Partnerschaft, um ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #97
Ich wollte auch keine Steine auf anwesende Herren werfen und auch keine Gruppe der frustrierten Singles...weder männlich oder weiblich;-) gründen oder benennen

Es kann gut sein, dass die Herren auch viele weniger "lustigen" Damen getroffen haben. Ich hab ja dort nicht so den Überblick;-)
Und natürlich kenne ich im Job auch mindestens eine Frau, die zum Leiden geboren wurde, nur die war schon immer so
In meinem Freundeskreis sind "wir" nicht so...Ich bin eher umgeben von Stehaufmenschen.
Das heisst ja nicht.. Sorry für die platte Aussage, das uns permanent die Sonne aus dem Arsch scheint.
Da gibt es auch Tränentage und Decke über dem Kopf aber eben auch in kleinen Dingen ein: das Leben ist schön...finden.

Meine Beobachtungen bezogen sich explizit nicht auf erste Dates und nicht nur auf Singles.

Eher wirkten Menschen aktiv und positiv und erst mit der Zeit fiel auf: das ist nicht (mehr) ihre wirkliche Persönlichkeit
Damit ist es zb schwer, dass bei den ersten Dates zu erkennen und es ging auch zwei Freundinnen nicht anders.
Mein Exmann zb ist auch nicht mehr wirklich fröhlich und das meine ich absolut nicht fies....es fällt ja vorallem seinen Söhnen auf.
Mein längster Freund meinte mal....aufgrund meiner Frage: ist da ein Nest? Zieh ich die an oder mach ich alle depressiv? ( war Frusttag bei mir).
Anziehen fände er am logistischen....weil Du oder ihr( Freundin), die Lebenslust ausstrahlen könnt, die die für sich wünschen und hoffen ihre eigene wieder zu bekommen.

Nur mein "Eindruck" ...diese Menschen sehen ihr Umwelt/Vergangenheit als Übeltäter....nicht sich selbst als Mitverursacher und schon gar nicht als die beste Person, die dafür sorgen kann, dass es morgen schön wird.

Die meisten Foristen sind hier doch letztendlich um etwas zu lernen.
Zuerst sicher um eine Situation zu verstehen odernatürlich auch um das andere Geschlecht zu verstehen....also vorallem um dort Erfolg zu haben.
Wer aber länger hier ist, setzt sich meist doch mit sich selbst auseinander und oft ändert sich "der Forist". Und deshalb, wenn ich auf die Herren hier schaue, würde ich der FS raten....Schau Du wie Deine Dates ticken und sie zb erzählen, ob sie Erkenntnisse positiv umgesetzt haben.
Hier sind einige, die das gemacht haben und die lesen sich viel "positiver.
Und daraus lernst Du auch, wie Herren in dem Alter ticken können
 
  • #98
Liebe Butterfly
Ich habe Deinen jetzigen Post und den aus dem Dezemer 2019 "sexuelles Drängeln" noch mal für mich zusammen überlegt. Du scheinst also dazwischen fest zu stecken - also zwischen Männern, bei denen Du das Gefühl hast, die wollen nicht mehr aus sich heraus gehen und sich engagieren und denen, die sich eben ziemlich schnell engagieren wollen, aber eben nur in eine "bestimmte" Richtung.
Liebe Ikigai, ja richtig. Beide Extreme lösen bei mir auf ihre Weise ungute Gefühle aus. Entweder treffe ich Männer, die wie Du sagst, "Schluffis" sind oder es entsteht Sympathie und dann drängen sie immer so schnell auf Sex., dass es schon wie eine Forderung nach der Holzhammer-Methode bei mir rüber kommt. Emotional spricht mich eher so ein aktiverer Mann an, aber es fehlt die Balance, d.h. dass man es nicht so überstürzt mit dem Sex (aber ich möchte hier auch nicht wieder den alten Thread aufleben lassen, weil einige Männer haben sich ja damals auch darüber "beschwert", dass und warum sie nicht sich lange "hinhalten lassen" wollen)
 
  • #99
Es geht nicht jedem so wie Dir, denn: Wenn man die Lebensanschauung hat, dass man das Partnerglück nicht herbeischaffen kann, dass es eben ein zufälliges Glück ist wie ein Lottogewinn, jemanden zu treffen, in den man sich verlieben kann, dann wird man dahingehend entspannt. Ich leide nur, wenn ich mich verliebe und die Beziehungsanbahnung nicht stattfinden kann
Hallo Void, wir sind da sogar ähnlich! Ich denke genauso, dass es ein Lottogewinn ist und gehe KEINE Kompromisse ein. Wenn ich sehr lange Single war, dann habe ich mich auch daran "gewöhnt", fühlte mich glücklich, aber wenn ich ehrlich zu mir war, hat mir ein Partner gefehlt.

Für mich ist es schwer nachfühlbar, wie sich jemand alleine wirklich VOLLSTÄNDIG glücklich fühlen kann. Vielleicht Menschen mit unsicherem Bindungsstil und Rückzug-zu-Selbstschutz-Verhalten oder Bindungstraumatisierte, deren Überlebensstrategie die Selbstgenügsamkeit ist und die schon froh sind, keine schmerzhaften Gefühle durch schlechte Beziehungserfahrungen erleben zu müssen oder sehr stark Introvertierte? Ansonsten kann ich es mir nur bei "extrem hoch" entwickelten Personen vorstellen, die das Thema Beziehung wirklich auf eine "mystische" oder "buddhistische" Art ernsthaft transzendiert haben (was wohl auf die wenigsten zutrifft).

Daher erscheint es mir aus meiner Perspektive eher so, als würde man sich mit einer Situation ohne Partner abfinden, die man im Moment nicht ändern kann. Das ist ja völlig ok und sicher der beste Weg, damit umzugehen oder sich selbst zu trösten. Und lieber allein als mit einem Kompromiss (ist auch meine Devise).
 
  • #100
Für mich ist es schwer nachfühlbar, wie sich jemand alleine wirklich VOLLSTÄNDIG glücklich fühlen kann. Vielleicht Menschen mit unsicherem Bindungsstil und Rückzug-zu-Selbstschutz-Verhalten
Also ich glaube im Gegenteil, dass das die eher selbstbewussteren und unabhängigeren Leute sind, die sich als Singel so richtig wohl und zufrieden fühlen. Die haben als Single Spaß, wollen "frei" sein.
Die gehen wahrscheinlich auch nicht davon aus, dass sie für immer und ewig "alleine" leben werden. Sie haben aber kein Problem damit auf den richtigen Partner zu warten, derweil sie das Leben als Single genießen.
Es gibt auch sehr ehrgeizige Menschen, die sich keine Zeit für Partnerschaft nehmen wollen. Als Beispiel wären da Hochleistungssportler oder Wissenschaftler usw. Die gehen in ihrer Berufung auf. Sind darauf sehr fokussiert.
Ich habe Bekannte, die ihr halbes Leben als Single verbracht haben und nie Kinder wollten. Das bedeutet nicht, dass sie nicht auch Verhältnisse und Liebeleien gepflegt hätten. Wichtiger war ihnen aber das Herumreisen, Fallschirmspringen, Snowboardfahren usw. usf.
Die waren keineswegs unglücklich, oder hätten keine Chancen auf Partnerschaft gehabt usw. Einer hat irgendwann geheiratet, aber da war er schon weit über 50. Eine ebenso aktive Frau. Da hat ihn die Liebe mal erwischt.
Es gibt Leute, die nach einer Partnerschaft erstmal die Schnautze voll haben von fester Bindung. Die sind dann erstmal "glücklicher" Single.
Die wollen dann erstmal das für sie Beengende einer Partnerschaft nicht mehr.

Die unglücklichen Single sind eher jene die sich keine Bindung zutrauen, sie aber gerne hätten. Die zu verletzt sind durch Trennungen usw. Jene die gerne einen Partner finden würden, aber wenige Chancen haben.
Gibt es natürlich auch.

Aber die zufriedenen Singles, die nicht auf Partnersuche sind, die gibt es definitiv auch. Die fühlen sich mit sich selbst "vollständig".
 
  • #101
Für mich ist es schwer nachfühlbar, wie sich jemand alleine wirklich VOLLSTÄNDIG glücklich fühlen kann.
Kann man sich MIT Partner vollständig glücklich fühlen? Es wird so gut wie immer was geben, das Probleme bereitet. Gut, kommt nun drauf an, wie man "vollständig glücklich" definiert. Vielleicht so: Wenn man jemanden gefunden hat, in den man sich verlieben konnte und dann eben die Probleme meistern wollte, die die Zweisamkeit bringt. Weil es sich für ihn und diese Beziehung lohnt. Ja, genau sowas meine ich auch. Aber wie gesagt, ich sehe das mittlerweile als glücklichen Zufall, bei dem ich nicht drum trauern kann, wenn er nicht eintritt. Kann ich ja auch nicht, wenn ich mal Lotto spiele und nicht die Mios bekomme.

Schon wieder kommen erstmal lauter "pathologische" Fälle, aber nicht: Normaler Mensch ist zufrieden mit seinem Leben auch ohne Partner.
Ich stimme Dir ja zu, dass der Mensch gern einen Gefährten hat. So allgemein gesehen. Aber wenn man sich das gesellschaftlich mal ansieht, finde ich nicht, dass die Leute in Beziehungen ... ich nenne es mal "nicht-pathologisch" und normal sind. Die agieren ihr "Unglück" dann eben gemeinsam aus.

Nur weil jemand eine Beziehung unbedingt WILL und BRAUCHT, heißt es doch noch lange nicht, dass er auch "menschlich zumutbar" ist für jemand anderen.

Ich denke, es hängt auch viel vom allgemeinen Freiheitsdrang und dem Speziell-Sein eines Menschen ab, ob er viel von sich aufgeben kann, um mit jemandem zusammen zu sein. Oder besser anders: Die, die Kinder kriegen und Familienleben an erste Stelle setzen, sind DAHINGEHEND speziell, auch wenn es ja nichts Spezielles an sich ist. Sie sind keine Urwaldforscher oder Orchestermusikerinnen, die eine "Mission allein" haben, sondern haben als individuelles Lebensziel "Familienleben". Ich denke aber, dass es viele Menschen gibt, die keine besonderen Ziele im Leben haben, die eine Partnerschaft schwierig machen würden. Das ist nicht negativ gemeint. Es geht mir nur darum, was man an die oberste Stelle im Leben setzt und dem alles unterordnet: Urwald und Orchester oder Familie und Ehe.
Es gab eine Menge Druck früher, dass man "unter die Haube musste". Ich denke, daher kommt noch das Denken, dass ein Single, der zufrieden ist, entweder lügt oder seltsam sein muss.

Wer ein "breite-Masse"-Mensch ist, findet nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit auch viel eher einen Partner aus seiner Gruppe. Wer spezieller ist, nicht. Und letzterer muss erstmal begreifen, dass er mit einem "breite-Masse"-Mensch auch nicht glücklich wäre, weil der ganz anderes von einer Beziehung will (also es war nicht wertend gemeint). Dann kommt die Einsicht ja von allein, dass kein Parter besser ist und man nichts erzwingen kann.
 
  • #102
...auf den richtigen Partner zu warten, derweil sie das Leben als Single genießen....
...Es gibt Leute, die nach einer Partnerschaft erstmal die Schnautze voll haben von fester Bindung. Die sind dann erstmal "glücklicher" Single.
Die wollen dann erstmal das für sie Beengende einer Partnerschaft nicht mehr....
Hier liegt für mich der Knackpunkt. Als ich eine längere Beziehung beendet habe, ging es mir genauso. Ich fühlte mich frei, ich hatte ERST MAL die Schnautze voll. Ich habe das Leben genossen, war im Ausland während des Studiums etc.

Jetzt bin ich Anfang 30. Es sind einige Jahre vergangen, in denen ich mich u.a. unglücklich verliebt hatte oder Beziehungsversuche gescheitert sind. Ich bin jetzt an dem Punkt, an dem ich gerne wieder eine feste Partnerschaft hätte, mich nach Nähe Geborgenheit etc. sehne. Da mir eine Vernunftbeziehung aber nicht das Ersehnte geben würde, bin ich weiterhin Single, bis ich hoffentlich den Richtigen finde.
Aber deshalb würde ich mich jetzt gerade nicht mehr als "glücklichen Single" bezeichnen, weil ich tausend mal lieber in einer funktionierenden Partnerschaft wäre. Und die Tatsache das ich das bisher nicht mehr gefunden habe, macht mich traurig.

Ich glaube so geht es vielen Menschen. Vielleicht ist es auch noch mal ein Unterschied, ob man eine 20 Jahre lange Ehe hinter sich hat und sich sagen kann "ok, das habe ich im Leben gehabt, abgehakt" oder ob man so etwas noch NICHT hatte bisher. Ich hoffe ich konnte den glücklichen Singles verständlich erklären, warum manche Singles (mich eingeschlossen) nicht ganz so glücklich damit sind ;-)
 
  • #103
Ich hoffe ich konnte den glücklichen Singles verständlich erklären, warum manche Singles (mich eingeschlossen) nicht ganz so glücklich damit sind ;-)
Auf jeden Fall konntest du das. Ich denke, das versteht auch jeder.
Manchmal ist man genau in der Situation unglücklich, in der man sich gerade befindet.
Das kann sowohl als Single sein, aber auch in einer Partnerschaft.
In einer Partnerschaft kann man entscheiden das zu beenden. Als Single ist die Dauer natürlich nicht absehbar. So kommt man schnell auf den Gedanken, dass das kein Ende nimmt.
In einer Partnerschaft haben dann aber auch viele Angst vor einer Trennung, weil sie glauben, sie finden dann keinen mehr usw. Dann harren sie in der unglücklichen Situation aus. Man wolle ja nicht alles hinschmeißen, was man aufgebaut hätte. usw. usf.
30 ist ja wirklich noch kein Alter. Das ist ja noch kükenhaft. Da wird sich sicherlich in den nächsten Jahren einen Partner auftun. Also nicht traurig sein.
 
  • #104
Ich hoffe ich konnte den glücklichen Singles verständlich erklären, warum manche Singles (mich eingeschlossen) nicht ganz so glücklich damit sind ;-)
Ob man als Single eher glücklich oder eher unglücklich ist, hängt ja auch vom Erlebten der Einzelnen ab.

Wenn man in der Liebe eher unglücklich war, genießt man es - mir geht es jedenfalls so -, nicht verliebt zu sein. Da konzentriert man sich dann wieder auf ganz andere Dinge.
 
  • #105
Ich glaube, mein Problem ist, dass meine Messlatte relativ hoch ist, was die Gefühle zu einem Mann und gemeinsame Hobbies etc. betrifft ... Dafür nehme ich in Kauf, sehr lange Zeit dazwischen alleine zu sein, weil ich keine Beziehung mit einem "Kompromiss-Mann" eingehen will.
Es macht mich fertig, dass es so schwer ist, einen kompatiblen zu finden. Daher versuche ich es auch mit Dates, wo ich schon ahnte, dass es schwierig ist.
Liebe FSin, du stehst Dir selbst im Weg, einerseits hast Du deine Ansprüche und Werte. Der Mann sollte gleich zu Beginn passen und der Funke überspringen.

Jedoch, weil Du schon recht verzweifelt und frustriert bist, dass Du nur auf unpassende Kandidaten stößt, nimmst Du jetzt nahezu alles, Du schriebst selbst, Du gehst mittlerweile nach dem Gießkannenprinzip vor, Hauptsache ein Mann zeigt Interesse und es kommt zu einem Date. Aber meine Liebe, ernsthaft, so wird das nun wirklich gar nichts, außer vollkommend enttäuschend.

Ich würde davon zurück gehen, eine breite Masse zu Daten , um deine passende Nadel zu finden...da lernst Du wirklich zuviele "Schrottmänner" kennen, wenn Du dich wahllos gibt und schwierigen oder vom Bauchgefühl unangenehmen Kandidaten Chancen einräumst. Gehe wieder zurück auf dein gute Profil und deine Qualitätsansprüche, triff' dich lieber mit wenigen, aber die sollten schon mehr zu dir und deinem hohem Niveau passen.

Qualität statt Quantität, wäre bei Dir besser.

Und versuche auch ein wenig nachsichtig bei den Erzählungen der Herren aus ihrer Vergangenheit zu sein. Es gibt kein Perfekt, ausser der Forist Valmont. Wenn aber die Geschichten zu wirr sind, okay, dann Next; ansonsten mal nachhaken und bei sonstiger Sympathie ihm auch eine Chance geben, in dem man die Vergangenheit des anderen, nicht so streng nimmt und alles Erzählte auf die Goldwaage legt.

Schaue Dir einmal deine Beziehungshistorie, lief bei Dir immer alles eindeutig, klar und glatt; oder gab es nicht auch bei Dir nicht ein paar Punkte, wo du zulange gezögert hast, länger nicht losgelassen, nach länger Zeit, nicht doch versucht hast, mit einem Ex wieder in Kontakt kommen oder auf einen Neubeginn gehofft hattest?
 
  • #106
Hallo Schmetterling,
weisst du überhaupt, was DU suchst ?
Im EB beklagst du dich über Klamotten und Haarschnitte von Männern, über Dates, die du als einfallslos bezeichnest und Männer, die dich in kein Gourmetrestaurant ausführen, was du als "sie geben sich keine Mühe" umschreibst.
Etwas später ist es dann die Ausstrahlung, wieder später, dass diese Männer sich nicht genau so verhalten wie du es dir erträumst. Dann wiederum soll ein Mann für dein Lebensglück verantwortlich zeichnen .....

Du kommst mir so vor, als ob du nicht wüsstest, ob du blonde oder rote Haare haben willst, dir dann Glatze schneiden lässt und dich anschliessend wunderst, warum du keine Haare mehr hast .....

Du willst keine Kompromisse ? Ok, dein Recht. Aber bedenke - jeder Mensch ist ein Individuum, mit eigenen Gedanken, eigenen Vorlieben, eigenen Wünschen. Erschwerend kommt dazu, dass du nicht einmal ein Idealbild hast, an dem du die Kandidaten messen kannst. Überleg dir mal, was du den Männern abverlangst.
Überlege du dir, was dir wirklich wichtig ist. Dazu machst du mal Pause und lässt die armen Kerle durchschnaufen. Denn so, wie ich dich lese, hast du durchaus etwas Anziehendes für einige Männer. Und dann möchte ich dir noch etwas mitgeben auf deinen Weg. So, wie es Frauen gibt, die sich zu strahlenden Schönheiten entwickeln sobald das Glück sie küsst - so gibt es Männer, die plötzlich aufrecht stehen und gehen, die Farben an sich mögen und die Ideen haben, sobald ein bezauberndes weibliches Wesen sie kennen lernen möchte.
 
  • #107
Vielleicht ist es auch noch mal ein Unterschied, ob man eine 20 Jahre lange Ehe hinter sich hat und sich sagen kann "ok, das habe ich im Leben gehabt, abgehakt" oder ob man so etwas noch NICHT hatte bisher.
Hatte irgendwo beschrieben, dass es mir mit Mitte, Ende 20 genauso ging. Also ja, ich versteh das gut. Aber ich habe auch OHNE lange Beziehung festgestellt, dass ich als Single glücklich sein kann und es einfach mal gar nichts ändert an dem, was mir so passiert bzgl. Männern. Ich würde sagen, es hatte sogar einen positiven Effekt, weil das "mir fehlt was" aus meiner Ausstrahlung weg ging. Es bringt nichts, nie rundum zufrieden zu sein und auch so zu wirken. Dafür schenkt einem das Leben auch keinen tollen Mann.

Es hatte mir mit Anf. 30 gereicht, immer nur zu gucken, ob ich einen Mann finden könnte, in den ich mich verlieben kann. Das war, nachdem ich wiedermal Liebeskummer hatte und mich dann ein bisschen in einen Typen verknallt hatte, der sich als ziemlich neben der Spur rausstellte. Zum Glück merkte ich, wie strange er war, bevor es zu Initimitäten kam, und war nicht mehr so drauf aus, unbedingt einen Partner zu finden, dass ich DEN noch weiter getroffen hätte.
Da hatte es "klick" gemacht und ich habe mir gedacht:
Erzwingen kann man nichts, backen kann ich mir keinen, meine Bekannten haben auch keine Bez., um die ich sie beneiden würde, also verpasse ich wohl nicht das, was ich immer dachte. Ich schließe mit der PartnerSUCHE und dem "irgendwas fehlt in meinem Leben" ab und lebe das Leben, das mir durch den Ist-Zustand ermöglicht wird, so super es geht, erfreu mich an den Freiheiten eines Singles, die meine Bekanntinnen nicht mehr hatten (davon und von Beziehungsproblemen wusste ich durch ihre Erzählungen).

Danach hatte ich dann doch eine Beziehung mit allem Drum und Dran (Höhen, Tiefen, Spaß, Stress, das Gefühl, für jemanden die schönste Frau der Welt zu sein, ...).

Die verzweifelte oder vielleicht auch nur ein bisschen traurige Haltung bringt Dich und alle anderen Singles, die gern eine Partnerschaft hätten, nicht weiter. Klar kann man seine Gefühle nicht ausreden. Aber was spricht dagegen, mal ein bisschen umzudenken und nicht mehr mit der Haltung zu suchen "oh weh, wenn ich keinen finde, das wird sooo traurig". Die Wahrscheinlichkeit ist doch nicht gerade hoch, dass man jemand super Passenden findet, und zumindest Butterfly will ja nun auch nicht IRGENDEINEN Mann. Du sicher auch nicht.
Die Suche mit der Haltung "wenn es klappt, wäre das einfach der Jackpot, und wenn nicht, kann ich auch nichts tun" finde ich entspannter. Entspannte Menschen wirken sowieso angenehmer als welche mit einer Suchmission. Die macht einen immer unglücklicher, wenn man nicht fündig wird, und kann eine traurige Ausstrahlung bewirken.
Ja, ich kann Dir nachfühlen. Aber ich will Dir ans Herz legen loszulassen. Es fühlt sich wunderbar frei an und verscheucht auch keine Männer :)
 
  • #108
Noch ein Nachtrag:

Hat schon mal ein Vergebener mit Dir geflirtet? Die können ganz locker-flockig flirten ohne "ich muss aber bald in eine Beziehung"-Druck, denn sie haben ja eine.
Gerade diese lockere Art macht sie mitunter so anziehend für Singles. Also: Warum sollte ein Single nicht dieselbe Ausstrahlung hinkriegen? Nur weil er keinen Partner hat?

Und noch eine Sache: Keinen Partner zu haben wird ja mitunter als "Versagertum" gesehen. Man konnte niemanden für sich begeistern, man ist irgendwie makelhaft, irgendwas muss es ja sein, denn: Es wollte einen niemand.
Das ist natürlich Blödsinn, weil es ja auch die Variante gibt, dass man selbst die Leute, die man kennengelernt hat, eben nicht passend fand.

Das gibt dem "ich habe einen Partner gefunden" so einen Leistungsanstrich, der da gar nichts zu suchen hat. Aber er macht, dass Singles denken, sie könnten irgendwas leisten dafür, einen passenden Menschen zu finden. Und wenn man diese Einstellung und das, was man wirklich tun, also leisten könnte (sich um eigene Manieren und Aussehen, Einstellung zu anderen Menschen, eigene Toleranz kümmern z.B.), nicht unterscheidet von dem, was eben nicht zu leisten ist (von passendem Menschen geliebt werden z.B.), und wenn man dazu noch die Kein-Partner-also-Loser-Haltung unbewusst verinnerlicht hat, dann kann man wirklich auf "Holz"lebenswege geraten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #109
Die Männer, die ich in deinem besagten Alter kennenlerne, sind nicht so mein Fall. Sie kommen grundsätzlich auf mich zu, weil ich kein Interesse an Opas (45-55 J.) habe. Sie zeigen erstmal hohe Begeisterung, merken dann aber, dass ich aktiver bin, mehr Möglichkeiten in meinen Träumen habe, mich wenig aufhalten lasse, einen eigenen Kopf habe und dort kommen sie dann nicht mehr mit. Viele alte Männer werden dann neidisch, das gefällt mir nicht und sie können eben mit meinem Lifestyle ganz und gar nicht mithalten oder mitmachen, weil a.) zu alt oder b.) nicht auf der gleichen Interessenspur.

Das mit dem Investieren ist gespalten. Ich habe Männer in dem Alter um mich, die sich schon fast wie Fans benehmen, aber keine 10 km für mich fahren würden. Einer hat mich mal jahrelang vollgetratscht und wollte dann tatsächlich, dass ich mich ihm vor die Haustüre stelle. Alter: Mitte 40. Hab ihn dann trotz guter Gespräche und Höflichkeit irgendwann mal spontan abgewürgt und blockiert.

Manche über 55 zeigen hohes Interesse, Höflichkeit, Investment und Begeisterung, aber oftmals ist das vorgeschoben, bis ich eine eigene Meinung vertrete, dann wird ganz schnell das Gegenteil ausgepackt und ausgeflippt.

Ich würde mich niemals mit Männern in dem Alter einlassen, wenn ich nicht die Oberhand habe und unabhängig bin, das geht sonst nach hinten los.
 
  • #110

Und noch eine Sache: Keinen Partner zu haben wird ja mitunter als "Versagertum" gesehen. Man konnte niemanden für sich begeistern, man ist irgendwie makelhaft, irgendwas muss es ja sein, denn: Es wollte einen niemand.
Ach @ void, jetzt nimm Dir doch hier nicht alles so zu Herzen. Ich fühle mich ein wenig verantwortlich, weil ich das Fass geöffnet habe. Bloss weil @Lionne69 hier einen blöden Spruch rausgehauen hat. Ich nehme ihr ihre Verteidigung auch nicht ganz ab, weil sonst hätte sie es nicht geschrieben. Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, positive oder negative Ausstrahlung nach Single oder Verpartnerten - Status zu differenzieren.
Und wenn @Tom26 , der mit wieviel Jahren eigentlich? - es tatsächlich geschafft hat erstmalig eine zweijährige Partnerschaft zu führen, erklärt nur die Guten seien besetzt. Jo mei...lass ihn doch schwätzen, ebenso @Lebens_Lust , der sonst auch gerne betont, dass er gut alleine leben könnte. Dafür schreiben sie ja auch öfter mal intelligente Dinge. Du kennst die Leute hier doch nicht und wenn Dir im RL jemand sowas sagt, dann lass ihn/sie doch einfach stehen. Musst Du doch nicht diskutieren. Und Du musst Dir hier auch nicht jeden Schuh anziehen.
Ich würde nie einen Single schief anschauen, einen Partner/in zu haben, sagt Null über die Qualität eines Menschen aus. Null
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
W,55
 
  • #111
Und wenn @Tom26 , der mit wieviel Jahren eigentlich? - es tatsächlich geschafft hat erstmalig eine zweijährige Partnerschaft zu führen, erklärt nur die Guten seien besetzt. Jo mei...lass ihn doch schwätzen,
So habe ich das nicht geschrieben ........
Sondern dass diejenigen, die eine positive und freundliche Ausstrahlung haben zumindest genug Angebote haben.
Lese ich hier, wie lange Menschen suchen .... oder wie Menschen sich krampfhaft ihren jahrelangen Singlestatus schönreden wollen, so sind das nicht diejenigen, die ihr Singleleben geniessen.
Das Problem, das die Frauen damit haben ... die meisten, die diese zufriedene Ausstrahlung haben sind nicht lange auf dem Partnermarkt. Sondern vergeben ... manche immer wieder, manche konstant.
Da stehe ich absolut dazu. Denn es ist etwas ganz anderes, wenn man Single ist trotz Angeboten und Möglichkeiten - weil man es eben so will - oder wenn man verzweifelt sucht und einfach niemanden von sich begeistern kann.
Kann ich niemanden für mich begeistern, sollte ich schauen, was ich falsch mache. Wie ich mich verbessern kann. Und nein, ewiges Gejammer fällt nicht unter "verbessern". Auch die Schuld beim jeweils anderen Geschlecht zu suchen nicht ......
Wo die Liebe hinfällt ... beim Tom ist sie oft gefallen, bei Lionne gewollt fast nie. Neverever sitzt irgendwo dazwischen ..... und bei manchen fällt sie nie, obwohl sich diese Personen das wünschen. Warum ? Individuell unterschiedlich .....
Es gibt Persönlichkeiten, die ihre Aufgaben anpacken, aus kleinen Dingen Freude gewinnen können, kleine Fortschritte ehren und Rückschläge wegstecken. Manchmal sogar mit einer gewissen Fröhlichkeit. Diese Menschen machen auch Fehler, es klappt nicht alles. Aber egal wie tief das Loch ist, sie krabbeln wieder raus.....und alleine deshalb findet sich auch immer wieder eine helfende Hand.
Andere sitzen am Boden ihres Loches und hoffen, dass jemand zufällig da rein .schaut. Und sie errettet. Kommt niemand wird gejammert ... was sie nicht sympathischer macht. Und alle potentiellen Retter auch noch vertreibt .....
 
  • #112
Sondern dass diejenigen, die eine positive und freundliche Ausstrahlung haben zumindest genug Angebote haben.
Also ich kenne jede Menge Singles, die eine positive und freundliche Ausstrahlung haben. Die jedoch dennoch keinen passenden Partner finden. Diese sehen auch gut aus. Ich wüsste jetzt nicht, was die falsch machen. Ich vermute, die sind demjenigen, mit dem sie auf einer Welle schwingen noch nicht begegnet. Vielleicht fehlt einfach der Mut, oder der Sinn für Romantik und Leidenschaft.

Niemand ist immer fröhlich und positiv. Dass mal jemand durchhängt ist normal. Es gibt aber auf der anderen Seite Menschen, die das zwar für sich selbst akzeptieren, jedoch bei anderen nicht.
Natürlich ist eine grundsätzlich positive Lebenseinstellung in allen Bereichen hilfreich. Es bringt aber sicherlich für einige nichts, eine aufgesetzte Fröhlichkeit an den Tag zu legen, wenn sie ganz anders fühlen. Verständlich ist aber auch, dass nicht jeder den Tröster/Retter spielen möchte.

Ich gebe dir Recht, dass es keinen Sinn macht, sich hinzustellen mit der Einstellung "Alle Männer sind soundso", oder "Alle Frauen sind soundso". Damit tut man vielen Menschen auch unrecht.
Zudem ist das wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn man Negatives erwartet, dann empfindet man es auch oft so.
Das führt zu nichts und hat auch mit der Realität nichts zu tun.
Ich denke, da fehlt die Erfahrung auch mal positiv überrascht worden zu sein. Manche kommen dann auf die Idee, dass das was sie bisher erlebt haben, immer so wäre.
Ja dann strahlt man natürlich auch negative Schwingungen aus.

Oder es werden Eigenschaften überkritisch bewertet. Da entstehen dann Probleme, wo eigentlich keine sein müssten.
Hat auch manchmal mit Statusdenken zu tun.
Während die eine den Naturburschen liebt, bei dem der Kleidungsstil eine untergeordnete Rolle spielt, ist es für die andere wichtig, repräsentativ in bestimmten Kreisen aufzutreten. Der eine Mann braucht das aufgestylte "Tussige", die mit sog. "Fcktöppen" daher kommt, während der nächste das total ablehnt und auf Natürlichkeit wert legt.
Und dann gibt es noch jene, die die Vielfalt lieben und auf vielen Ebenen mitschwingen können. :)

Kategorisierungen funktionieren genau wie bei Männern und Frauen allgemein, auch nicht in Bezug auf Singles.
Sie hätten dann einen Fehler, den sie nur korrigieren müssten.
Ich meine...wie viele Choleriker/innen befinden sich in Beziehungen, oder wie viele Dramakönige und Königinnen. Das wird dann eben erduldet vom jeweiligen Partner.
Wer verpartnert ist, kann auch schnell wieder Single sein. Da bringt es nichts auf Singles herabzuschauen.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass das hier irgendwer gemacht hätte. Weder du noch Lionne. Wollte einfach nur meine fünf Cent dazu geben. Ich verstehe schon wie es gemeint ist, dass viele Singles evtl eben auch diese Hoffnungslosigkeit oder Negativität ausstrahlen.
 
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  • #113
Bloss weil @Lionne69 hier einen blöden Spruch rausgehauen hat. Ich nehme ihr ihre Verteidigung auch nicht ganz ab, weil sonst hätte sie es nicht geschrieben. Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, positive oder negative Ausstrahlung nach Single oder Verpartnerten - Status zu differenzieren
Nochmals, so habe ich es weder geschrieben noch gemeint.
Ich war lange genug Single, m d ich war zufrieden als Single.
Ich war nicht auf Suche, ich war auf Findung - bisschen eine Spitzfindigkeit, aber als Ausdruck, ich freue mich, wenn.. Ich schaffe Möglichkeiten für Begegnungen, aber Partner muss nicht sein, mein Leben ist auch so rund. Es gibt zuviel abschreckende Beispiele, wie Paare miteinander umgehen - es gibt auch Gründe, warum ich mich trennte.
Da bin ich lieber Single.
Und was ich dabei gelernt habe, ich muss meine Zufriedenheit im Leben unabhängig von einer Partnerschaft gestalten. Ich bin dafür verantwortlich. Ich möchte mein Leben so gestalten, dass ich als Mensch zufrieden bin. Bunt, spannend, ausgewogen...

Ich hatte etliche Begegnungen, wo ich wegen fehlender Passung absagte, manch ein Verlieben, das verflog. Und Begegnungen, wo mein Interesse einseitig war.
Alles ok.

Heute habe ich jemanden an meiner Seite, er macht mein Leben noch etwas runder.

Aber zufrieden war ich früher als
Single und heute als Verpartnerte.
Und früher unzufrieden in der Partnerschaft, aber auch sonst.
Ich habe viel verändert, manches um 180°, manches nicht ganz freiwillig, sondern weil die Gesundheit streikte.

Da stellt man dann Alles auf den Prüfstand, und das war wohl meine Lernaufgabe- ich lernte mich richtig kennen, und lernte, was ich will und was nicht.
Partnerschaft aber immer nur als
Zugabe.

Und trotzdem gab es bei aller Zufriedenheit die Momente, wo einem jemand fehlt, jemanden, bei dem man Nähe spüren kann, jemanden, mit dem man Momente teilen kann, Erlebnisse...

W, 50
 
  • #114
Die Männer, die ich in deinem besagten Alter kennenlerne, sind nicht so mein Fall. Sie kommen grundsätzlich auf mich zu, weil ich kein Interesse an Opas (45-55 J.) habe.
Ich würde mich niemals mit Männern in dem Alter einlassen, wenn ich nicht die Oberhand habe und unabhängig bin, das geht sonst nach hinten los.
😂Haha, schöne Grüße aus dem Altersheim @Callabria !
Wenn man das als Analogie nimmt, wäre ich ja auch eine Oma, mit 45....
Das ist ja wirklich schön für Dich, gönn ich Dir von Herzen, dass Du Dich für diese Altersgruppe zu hot fühlst, aber was soll die FS jetzt mit der Info? Die datet doch nun mal in der Altersgruppe! Was soll sie machen? 10 Jahre jüngere Männer daten? Fände sie vielleicht nicht so toll. Oder 10 Jahre ältere als sie selbst? Das fänden einige sicher toll, aber die FS vielleicht nicht.
Hallo @Butterfly888 , ich habe überlegt, was ich an Deiner Stelle machen würde. Einen Zauberstab für den passenden Kandidaten hast Du ja nicht.
Schau Dir noch mal Dein Profil an. Schreibe doch noch deutlicher rein, dass Du Dich sinnlich fühlst, o.ä., aber für schnelles Schnicksschnacks nicht zu haben bist. Das informiert doch die ganz "zügigen Herren", was zu erwarten ist, und um die Männer zu informieren, die eventuell etwas "anlaufverzögert" sind, schreibst Du noch rein, dass Du Dir einen Mann wünscht, der ....tja was?, was meinst Du??, aktiver?, engagiert?, lebendig??, oder was auch immer Dir entspricht.....suchst....
w45 (noch ohne....Rollator )
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #115
Also ich kenne jede Menge Singles, die eine positive und freundliche Ausstrahlung haben. Die jedoch dennoch keinen passenden Partner finden.
Aber Möglichkeiten haben diese Menschen. Und nur wer Möglichkeiten hat kann daraus Erfolge gerieren. Möglichkeiten musst du dir aber erarbeiten.
Mit "herunterschauen" hat das nichts zu tun.
Wir alle mussten etwas dafür tun, um ein gewisses Level zu erreichen. Und da ist es egal ob beruflich oder privat. Freunde gibt es nicht umsonst, Partner nicht und das Honorar oder das bessere Gehalt auch nicht.

Auch das, was sich scheinbar einfach ergibt hat oft eine gewaltige Vorleistung gekostet.
Dass es nicht funktioniert wie ein Zigarettenautomat ist mir klar. Wäre ja auch langweilig ....... Aber auch beim Automaten ist es so - wer nichts macht bekommt auch nichts.
Und wenn ich dann lese ... ich weiss weder was ich will noch wie das aussehen könnte, habe mir aber ganz viel ins Lastenheft geschrieben, was unbedingt sein muss. Bereit, etwas dafür zu tun, dass ich Klarheit bekomme und Anziehung auf meinen Wunsch ausübe bin ich aber nicht. Die pöhsen Männer / Frauen müssen ...... - tja, dann wundert mich nicht, dass weder Sex noch "Beziehung" im Leben dieser Menschen ist.
 
  • #116
Ist hier ernsthaft irgend jemand immer zufrieden, unabhängig davon, ob Single oder verpartnert?

Ich nicht. Beziehung um jeden Preis als einzigen Weg zum Glück sehe ich für mich nicht. Und wenn ich hier die ganzen Threads lese, die mit "Traumbeziehung" starten und mit Desasterbeschreibung weitergehen, dann ist dieses "Hauptsache, nicht alleine sein" mir schon suspekt.
Für mich ist die Fähigkeit, für sich glücklich zu sein, für eine Partnerschaft eine wichtige Fähigkeit. Ich fühle mich nicht wohl damit, wenn eine Partnerin mich wesentlich für ihr Glück verantwortlich macht...

Und ich denke schon, dass Singles öfter mal auch Single sind, weil sie als Person eher schwierig sind. Pauschalisierung ist wie immer sinnlos, aber in der Tendenz haben sicher mehr Singles eine negative Ausstrahlung in Bezug auf Partnerschaft als Verpartnerte.
 
  • #117
Ach @ void, jetzt nimm Dir doch hier nicht alles so zu Herzen.
Uaahh, nein, ich nehme mir das doch nicht zu Herzen! Das ist mir völlig wurscht, wie mich jemand als Single sieht. Ich halte die im tragischen Wortsinn und ohne Wertung für "Loser" (der ich auch selbst gewesen wäre, wenn mein Ex nicht so beherzt und ehrlich gehandelt hätte), die in einer Beziehung stecken bleiben und sich nicht trauen, sie zu beenden, obwohl sie ihnen schlecht tut. Ich kann ihnen total nachfühlen und bin dankbar, dass mir das abgenommen wurde durch meinen Ex.

Es ging mir nur darum, dass Singles, die denken, es sei Losertum, das nicht so sehen sollten, und ich daraus abgeleitet haben wollte, was diese Sichtweise für Folgen für sie haben kann.

Ich fühle mich ein wenig verantwortlich, weil ich das Fass geöffnet habe. Bloss weil @Lionne69 hier einen blöden Spruch rausgehauen hat.
Das war ja nur der Aufhänger, ich halte es nur für eine konsensherstellende, unbedachte Äußerung. Fühle Dich doch nicht verantwortlich, mich reizt dieses Thema "alles, was nicht so ist wie ich, ist seltsam, krank und unnatürlich" auch SO. Eben auch beim Singlesein, weil ich die Beziehungen meiner Bekannten sehe und manchmal denke "hey, du wärst echt glücklicher, wenn du dich trennen würdest", die aber genauso eine Denke über Singles und sie selbst als Singles haben in Richtung wie schon geschrieben (Versagertum, niemand wollte dich).

Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, positive oder negative Ausstrahlung nach Single oder Verpartnerten - Status zu differenzieren.
Ich auch nicht. Erscheint mir absurd, habe ich ja geschrieben.

Nochmals, so habe ich es weder geschrieben noch gemeint.
Liebe Lionne, Du schriebst:
Es ist nicht so, dass wenn man durch eine Stadt schlendert, einem Heerscharen gepflegte Frauen mit Lächeln im Gesicht begegnen und lauter mehr oder minder abgewrackte Männer.

Nur viele der Menschen, die positiv wirken, sind selten Single.
Beim Schlendern durch die Stadt den Bez.status feststellen, kann ich nicht und ich glaube Dir, dass Du das nicht so meintest. Aber Deine Aussage sagt inhaltlich nunmal genau das, worüber wir gerade diskutieren: Singles sind quasi alle frustriert und man sieht es ihnen sogar als Unbekannter an.
Daher ist es der Aufhänger gewesen. 🤷‍♀️
Zumal ich denke, dass Du mit Gegenrede zu Deinen Äußerungen klarkommst. Sonst hätte ich es unter den Tisch fallen lassen.
 
  • #118
Mir scheint, hier haben einige Nicht-mehr-Singles flugs vergessen, wie unzufrieden sie zeitweise als Singles waren. Gut zu erkennen an ihren alten Threads, da war von der heutigen (Selbst-)zufriedenheit nicht so viel zu spüren. Und dass sich hier einige ständig vor passenden(!) Angeboten nicht mehr retten konnten, nehme ich ihnen auch nicht so ganz ab.

Jedenfalls finde ich diese Gleichung unfreiwilliger Single=Jammertyp, freiwilliger Single=cooler Typ ein bisschen einfach. Klar kann die vielgescholtene Bedürftigkeit abschrecken, aber doch wohl eher in den Fällen, dass eine(r) aus Verzweiflung die oder den nächstenbeste(n) nehmen würde.

ich war zufrieden als Single.
Ich war nicht auf Suche, ich war auf Findung
Ich kann mich noch gut an deinen interessanten Thread erinnern, warum du nur bequeme und unsichere Männer anziehst ( so ähnlich war der Titel). Da schimmerte doch ein gewisser Leidensdruck durch.
 
  • #119
Also ich war während der aktiven Suchphrase kein glücklicher Single zumindest nicht wenn es mich dann doch frustriert hat.
Keine oder doofe Antworten etc....Ich war auch auf Dauer nicht cool, selbst wenn ich bei meinem Gegenüber selbst gerne Knoblauch und Kreuz gezückt hätte.
Oder eben es startet wirklich nett und 3 Monate später, merkt man passt gar nicht.
Ich kann mich ja glatt noch nicht mal beschweren, die Kontaktaufnahme war schon so, dass ich kaum eine böse Überraschung hatte und "meine Ausbreute " bezüglich....Ich wurde erstmal für gut befunden....war im Verhältnis völlig ok.
Nur es waren mehr Ablehnung als eben gar nichts zu suchen oder weniger lustige schöne Tage als mit Freunden oder bei den Dingen die ich einfach gerne mache
Ich war während der Suche nicht glücklich....ohne war es glatt netter und entspannter.
Deshalb habe ich alle paar Monate mal die SB besucht und dazwischen war ich zufrieden
Und im RL passierte ja auch schon mal was....aber wenn mir dann nur Unzufriedenheit begegnet....also im Januar bin ich wirklich jemandem aus dem Bett geflohen....das Jammern wurde esoterisch und ich wollte vor Räucherstäbchen und Bildung Diskussionskreis weg sein....

Jetzt lach ich drüber aber da hab ich echt gedacht....Du hattest so ein schönes Jahr und soviel Spass., lass doch einfach die Finger von.

Zufrieden uns auch Happy als Single....ja doch funktioniert aber während "der Suche", hab ich nicht täglich die glückliche Entspannung gespürt oder ein drüberstehen
 
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