• #1

Wie geht man mit den Schuldgefühle nach Trennung um?

Hallo Zusammen,
Ich habe mich vor über einem Jahr von meinem langjährigen Freund (11 Jahre) getrennt. Wir waren seit Schulzeiten zusammen. Ich versuche mich kurz zu halten;
Die Probleme
-Er hatte wenig zeit für mich. Hobby, Job, Freunde waren wichtiger.
-Er kam fast nie an meine Handball Spiele. Ich habe ihn aber immer zu seinen Hobbies begleitet und unterstütz.
-Nachdem er mich Betrogen hatte, war er sehr eifersüchtig
-Ich hatte meine mühe ihm zu vertrauen
-Er war nicht immer offen und ehrlich
-Die Kommunikation war schlecht, ich habe oft versucht zu Reden er blockte ab. Ich wusste nie wie es ihm wirklich geht.
-Wir unternahmen nur dinge die eher sein ding waren. Wollte ich etwas tun konnte ich das alleine oder er kam mit aber mit 0 Motivation
-Wir waren meist nur beim Reisen zu zweit. Das ging gut weil wir beide einem Konflikt immer auswichen. Sonst waren wir meisten immer mit Freunden unterwegs
-Den Haushalt habe ich immer komplett alleine gemacht
-Er war nicht für mich da wenn ich krank, verletzt oder sonst sorgen hatte.
-Wenn ich wütend auf ihn war, war am Ende alles meine Schuld

Natürlich klingt das jetzt schlecht. Es gab aber auch die schönen Momente. In denen wir lachten, er mich in den Arm nahm, wir haben viel erlebt... Ihr wisst was ich meine.
Ich dachte immer ich kann nicht ohne in sein. Er war mein erster Freund. Ich kannte ja nichts anderes. Nach meiner Fehlgeburt und sein "nicht Interesse" daran habe ich mich entschieden das es so nicht weiter gehen kann. Ich hoffe seit Jahren das es besser wird. Immer wieder wurde das gleiche besprochen und Besserung gelobt. Vergebens. Ich dachte mir ich kann nicht eine Familie mit jemandem Gründen der im schlimmsten Moment nicht da ist. Die Trennung selber löste eigentlich eine banale Situation aus. Ich sprach alles an. Er sagte mir später mal das er niemals dachte das ich mich jemals trenne. Er hat nicht einmal versucht um mich zu kämpfen. Bei einem zweiten Gespräch sagte er lediglich das er dachte, dass wir es schaffen er aber meine Meinung akzeptiert. Ich bin "schuld" an der Trennung. Nun, ich habe gemerkt, dass ich auch ohne Ihn leben kann. Das eine Beziehung so viel besser sein kann. Ich musste viel lernen in meiner jetzigen Beziehung. Ich bin wirklich glücklich. Vor allem aber bin ich wieder ich selber. Manchmal überkommt mich aber die Angst das es wieder gleich sein könnte, nach einigen Jahren. Da wir über Kinder nachdenken kommen diese Ängste vermehrt. Ausserdem fühle ich mich als die Person die aufgegeben hat. Ich bin da ein wenig altmodisch eingestellt aber ich war immer der Meinung, dass man sich nicht einfach so Trennt sondern an der Beziehung arbeitet und sie aufrecht erhält. Trotzdem war ich die, die gegangen ist. Ich habe meinen eigenen Glaubenssatz gebrochen. Oft kommen mir Szenen in den Sinn in der "alles gut" war und dann fühle ich mich so schuldig.
 
  • #2
Wie geht es deinem Ex denn heute? Wenn es ihm auch so gut geht wie dir, dann ist doch alles klar. Er hat dich sicherlich ehrlich geliebt, weil er deine Entscheidung akzeptiert hat. Du bist abgehauen und darfst die restliche Suppe alleine auslöffeln. Oder sind da noch einige Gefühle? Hört sich bald danach an. Ansonsten würdest du dir nicht so einen Kopf machen.
 
  • #3
Ich bin 1967 geboren, mein Bruder 1966.
Meine Mutter ist 1970 weggegangen.

Klassische Ehe, sie kümmerte sich um den Haushalt und die Kinder, mein Vater verdiente das Geld.
Er arbeitete IMMER.
Er trank beim Zeichnen Rotwein und rauchte Zigarren. Er wusch sich nicht genug und damals benutzte ein richtiger Mann kein Deo.
Er stank also wie ein Iltis, wenn er meine Mutter nach getaner Arbeit um Mitternacht weckte, um ihr beizuwohnen.
Das war der einzige Moment des Tages, an dem er sie wahrnahm.
Es gab neben dem ständigen Rauschen außerdem einzelne Klöpse an Lieb- und Beziehungslosigkeit.
Beispiel: meine Mutter war so krank, dass sie nicht die Treppe runter schaffte, um einen Arzt zu rufen. Sie bat meinen Bruder, den Papa zu holen, der im Erdgeschoß arbeitete. Der kam dann irgendwann und meine Mutter bat ihn, den Arzt zu rufen.
Und dann hörte sie, wie mein Vater unten sagte: 'bitte kommen Sie, meine Frau sagt, sie sei krank'.
Sie SEI krank, als ob er ihr nicht glaube, sie sich nur anstelle.
Das fand sie ganz schlimm und ich stimme ihr zu.

Sie lernte einen anderen Mann kennen, der sehr lieb zu ihr war und sie wollte sich trennen.
Damals gab es das Schuldprinzip noch und sie wurde schuldig geschieden, denn sie war ja diejenige, die wegging. Dass mein Vater ein Kotzbrocken war, spielte keine Rolle. Begriffe wie Kindeswohl gab es noch nicht. Sie war schuld, also bekam er uns.
Uns haben sie immer erzählt, dass unsere Mutter uns verlassen habe, nicht wollte.
Alle fanden, dass sie allein die Schuld an der ganzen Misere trägt.
Ihre eigenen Eltern und Bruder hielten zu meinem Vater und brachen zu ihr für ein halbes Jahr sogar den Kontakt ab.

Steinzeit !
Wir leben in einer modernen Gesellschaft, das Schuldprinzip ist abgeschafft.
Jedenfalls wird differenziert, inzwischen ist nicht grundsätzlich derjenige, der die Beziehung beendet, der Schuldige.
...das er dachte, dass wir es schaffen er aber meine Meinung akzeptiert. Ich bin "schuld" an der Trennung. .
Oder doch nicht ?
Dein Freund erkennt offenbar seine Anteile nicht. Wie sollte er sich da jemals ändern ?

Es gab aber auch die schönen Momente. In denen wir lachten, er mich in den Arm nahm, wir haben viel erlebt....
Nun, das ist wirklich sehr wenig, gegen das, was du eingangs als mali aufzählst.
Dich hält die Gewohnheit, die Angst vor Veränderung.
Bei Lichte betrachtet hast du eine richtig miese Beziehung.
Und ganz sicher wird die bis zu eurer goldenen Hochzeit nicht besser, sondern alles, was du oben aufzählst, wird sich verstärken.

Meine Mutter hatte sehr viele Nachteile aus der Trennung. Kinder weg, finanzielle Sicherheit weg, Eltern und Bruder weg, gesellschaftliches Stigma.
Sie hat es trotzdem getan. Sie war dreiunddreißig und wollte ihr Leben nicht wegwerfen.
Du dürftest auch etwa so alt sein. Willst du dein Leben wegwerfen ?

w 52
 
  • #4
Liebe FS,
ich war nie in deiner Situation, aber ich kann mir das vorstellen, wie das ist. Wenn man so eine lange erste Beziehung hatte und immer den Anspruch, man kämpft darum und bekommt das hin, dann ist es hart, wenn die Realität anders aussieht.
Erst einmal ist es aber so, dass du sicher aus der ersten Beziehung sehr viel gelernt hast: Was du willst, was du nicht willst. Das kannst du in deiner jetzigen Beziehung doch schon einbringen. Und ich nehme stark an, deine neue Beziehung ist auch aus diesem Grund viel besser als die frühere, oder? Meine erste Partnerschaft war auch gleich fünf Jahre und aufgrund mangelnder Erfahrung habe ich mir da auch alles bieten lassen und vieles als gegeben hingenommen, was ich jetzt nicht mehr akzeptieren würde. In nachfolgenden Beziehungen war das aber sehr gut, denn ich hatte dadurch dann gelernt, zu kommunizieren, anderes eher zu akzeptieren, da ich wusste, was echte Probleme sind usw. Daher war bei meinen Beziehung immer die nachfolgende besser als die vorhergehende (3 insgesamt)
Da ihr über Kinder nachdenkt, kommen eventuell auch Ängste wegen der Fehlgeburt hoch, kann das sein? Auch das ist normal. Aber auch hier denke ich, dein neuer Freund wäre dann sicher an deiner Seite, im Fall der Fälle, da wäre es eine ganz andere Situation, da andere Beziehung, und wahrscheinlich geht auch alles gut.
Wenn diese neue Beziehung irgendwann doch enden sollte, dann ist es so, man kann das nicht komplett ausschließen oder vermeiden. Ich denke, das muss man für sich selbst akzeptieren lernen. Doch wenn die Beziehung schön ist, dann bleiben diese schönen Jahre danach ja dennoch bestehen. Und vielleicht hält es auch ewig, und du machst dir ganz umsonst Gedanken. Wäre es nicht schlimmer, dieser Glaubenssatz von "nie Trennung" würde dich immernoch in der ersten Beziehung halten, in der du unglücklich warst? Diese Trennung hat dir im Endeffekt neue Chancen, Menschen, eine andere Zukunft eröffnet. Es heißt nicht, dass du dich zu schnell trennst. Es gibt zwischen den Extremen "alles aushalten, nie trennen, egal, wie unglücklich man ist" und "beim ersten Problem alles hinschmeißen" doch einen guten Mittelweg, und ich denke, du bist reflektiert genug, um diesen zu finden.
Alles Gute!

w, 36
 
  • #5
Nun, das ist wirklich sehr wenig, gegen das, was du eingangs als mali aufzählst.
Dich hält die Gewohnheit, die Angst vor Veränderung.
Bei Lichte betrachtet hast du eine richtig miese Beziehung.
Und ganz sicher wird die bis zu eurer goldenen Hochzeit nicht besser, sondern alles, was du oben aufzählst, wird sich verstärken.
Sie schreibt doch, dass sie seit einem Jahr getrennt ist und eine neue Beziehung hat, aber diese Ängste jetzt eben aufkommen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie in einer schlechten Beziehung ist; es hängt ja mit der alten zusammen, die schon vorbei ist.
 
  • #6
Wie geht es deinem Ex denn heute? Wenn es ihm auch so gut geht wie dir, dann ist doch alles klar. Er hat dich sicherlich ehrlich geliebt, weil er deine Entscheidung akzeptiert hat. Du bist abgehauen und darfst die restliche Suppe alleine auslöffeln. Oder sind da noch einige Gefühle? Hört sich bald danach an. Ansonsten würdest du dir nicht so einen Kopf machen.
Es geht im gut. Ich habe nach der Trennung erfahren das er bereits ca. 5 Monate vorher jemand kennengelernt hat. Anscheinend lief da nix gemäss seinen aussagen (welche aber nicht immer gleich sind.). 2 Wochen nach der Trennung waren Sie auf jeden fall ein Paar... Ist es wirklich eine ehrliche liebe wenn man die Trennung einfach so hinnimmt respektive direkt wer neues hat?
 
  • #7
Sie haben nicht den geringsten Grund, sich schuldig zu fuehlen. Sie haben ihn nicht betrogen noch sonstwie hintergangen. Ich habe den Verdacht, dass Ihnen vor allen Dingen das "Brechen Ihres Glaubenssatzes" zu schaffen macht. Dieses Beieinanderbleiben trotz schlechter Beziehung war frueher sehr verbreitet und hat viel Schmerzvolles angerichtet. Natuerlich ist das heutige sofortige Auseinandergehen ebenso falsch, aber Sie haben ja lange genug durchgehalten.
Sie haben vernuenftigerweise eine Beziehung beendet, die so nicht weitergefuehrt werden konnte, in der es Ihnen immer schlechter ging.
Was ist daran falsch?
Danken Sie dem Schicksal, dass Sie nicht verheiratet waren und drei kleine Kinder haben. Dann saessen Sie naemlich heute in der Falle und muessten - getreu Ihres Glaubenssatzes - die naechsten 20 Jahre in einer ungluecklichen Ehe verbringen.

Und vergessen Sie nicht: ihr Freund hat Sie schon lange nicht mehr geliebt. Auch fuer ihn war die Trennung eine Erleichterung. Maenner sind oft nur zu bequem, sich zu trennen.
 
  • #8
Ich bin da ein wenig altmodisch eingestellt aber ich war immer der Meinung, dass man sich nicht einfach so Trennt sondern an der Beziehung arbeitet und sie aufrecht erhält.
Auch ich bin in mancher Hinsicht altmodisch. Allerdings nicht in dieser!

Du hast hinsichtlich seines Charakters jede Menge Defizite und Lieblosigkeiten aufgezählt. Er hat sich wenig um eine gute Beziehung bemüht. Das hast du doch klar erkannt. Warum sollst du alles machen? Während er nur anwesend ist.

Dieses hier:
Nachdem er mich Betrogen hatte, war er sehr eifersüchtig
Häh? Merkwürdige Logik, aber solche Leute gibt's. Man kann sie einfach nicht nachvollziehen. Und ich bin eine, die sich eigentlich ganz gut in die Lage anderer Leute hineinversetzen kann.

Er sagte mir später mal das er niemals dachte das ich mich jemals trenne. Er hat nicht einmal versucht um mich zu kämpfen. Bei einem zweiten Gespräch sagte er lediglich das er dachte, dass wir es schaffen er aber meine Meinung akzeptiert. Ich bin "schuld" an der Trennung.
Ganz offensichtlich war er sich deiner SEHR sicher. Drum bemühte er sich erst gar nicht. Dass er nicht um dich "kämpfte", zeigt einmal mehr sein Desinteresse an dir.
Und natürlich bist du "schuld". Bei Männern seines Schlages immer. Das darfst du nie ernst nehmen. Diese Schuldsprüche diverser Männer sind mindestens so wichtig wie der berühmte Sack aus China, wenn er mal wieder umfällt.

Ich glaube, du musst Selbstliebe lernen. Es war die richtige Entscheidung, das mit ihm zu beenden. Sag dir das jeden Tag. Irgendwann wirst du dir das selbst glauben.
 
  • #9
Ich verstehe jetzt nicht, was für Schuldgefühle du hast? Du hast dein kostbares Leben für eine Sau verschwendet, die nichts für dich getan hat.
Daneben hat der Mann dich für einen blöden Trottel gehalten.
 
  • #10
Trotzdem war ich die, die gegangen ist. Ich habe meinen eigenen Glaubenssatz gebrochen.
Liebe Nummer 5
Du hast deinen Glaubenssatz nicht gebrochen. Du hast lediglich korrekt erkannt, dass er, nachdem du ihn jahrelang angewendet hast, von deinem Partner nicht geteilt wurde.
"An der Beziehung arbeiten" - das hast du doch gemacht. Aber er nicht. Und dein Aufwand allein reicht nicht, um die Beziehung zu verbessern. Eine Beziehung ist ein Gemeinschaftswerk, es müssen also alle Beteiligten daran arbeiten.
Einseitige Beziehungsarbeit ist, wie wenn du in einem Boot sitzt und mit deinem Paddel ruderst, währenddem dein Partner, der das andere Paddel hält, sich auf die faule Haut legt. Da kommt das Boot nicht voran, es dreht sich im Kreis, bis du komplett erschöpft bist.
Es ist möglich, dass manche von uns von Kindheit an darauf getrimmt werden, die Mehrheit der Haus- und Beziehungsarbeit zu leisten. Dann geraten wir leider tendenziell an Menschen, die von Kindheit an dazu gebracht wurden, wenig Verantwortung zu übernehmen und sich bedienen zu lassen.
Manchmal überkommt mich aber die Angst das es wieder gleich sein könnte, nach einigen Jahren. Da wir über Kinder nachdenken kommen diese Ängste vermehrt.
Du kannst in Ruhe prüfen, ob diese Ängste sich aus deinen Schuldgefühlen und deinen negativen Erfahrungen mit dem Ex-Freund speisen. Oder ob es realistische Bedenken gibt. Lass' dir vielleicht noch ein wenig Zeit, den neuen Mann kennen zu lernen und Alltag mit ihm zu leben, bevor du gleich neue Verpflichtungen eingehst. Es ergeben sich in jeder Beziehung hie und da Probleme. Wichtig wäre, zu schauen, wie dein Freund mit solchen Problemen umgeht. Ob er alles verdrängt, dich beschuldigt, oder ob er auch dazu beiträgt, die Probleme zu lösen und an der Beziehung mit arbeitet.
 
  • #11
Liebe FS, fand ich sehr interessant zu lesen, könnte bei meinem Noch- oder Expartner auch das Problem sein, dass er einfach nicht schuld haben will und sich deshalb totstellt. Es liegt wohl auch viel an der Erziehung und evtl. bei Dir auch an der Fehlgeburt? Denn diese negativen Gedanken kommen Dir ja jetzt, wo Ihr über Familienplanung gesprochen habt - nur so als Gedanke.
Ansonsten hat mich viel an mich erinnert und ich habe mich gefragt, was man sich so alles bieten lässt - nur um nicht allein zu sein oder derjenige zu sein, der verlässt. Elf Jahre sind genug, und Dein Ex muss wohl noch ein paar Jahre auf die Weide. Hoffentlich geigt ihm die neue Freundin mal ihre Meinung. Und Dir wünsche ich alles Gute mit Deinem neuen Partner, es klingt so, als wärst Du viel entspannter und vertrauter. Wenn Du ihn noch dazu richtig lieben solltest, alles gut. Mach Dir keinen Kopf mehr, Du warst nicht schuld.
 
  • #12
Verstehe ehrlich gesagt auch dein Problem nicht, du hast eine langjährige Beziehung beendet, die schlecht lief. Du konntest nichts Gutes über deine Beziehung schreiben.

Ok, Vielleicht ist man selbst enttäuscht, wenn eine langjährige Beziehung doch zu Ende geht, von der man irgendwann hoffte, dass sie für immer und ewig hält. Das ging mir auch so nach 15 Jahren Beziehung.

Diese Erkenntnis kam mir aber noch vor meiner Trennung oder im Rahmen dessen.

Die wichtigere Erkenntnis war jedoch für mich, das nichts zwangsläufig immer ist und es keine Garantien gibt.

Und meine Schlussfolgerung war, dass ich mich nicht wieder so lange in einer Beziehung aufhalten werd, in der ich unglücklich bin. Denn das war ich lange.

Es gibt 8 Milliarden Menschen auf der Welt, Da gibt es bestimmt einige die mich auch gut finden und die zu mir passen.
Ich werde mein Leben nicht wieder an jemanden verschwenden, mit dem ich nicht glücklich bin und der mich schlecht behandelt.

Sondern mir dann eben wieder einen anderen suchen, falls es irgendwann nicht mehr passt.

Versuch doch einfach mal deinen Blickwinkel zu ändern. Du hast nur dieses eine Leben. Und du solltest versuchen, es für dich angenehm und glücklich zu gestalten.
 
  • #13
Selbstbewusstsein. Was hast du von dem Mann, außer Probleme? Solche Leute kick ich aus meinem Leben.
 
  • #14
Sie schreibt doch, dass sie seit einem Jahr getrennt ist und eine neue Beziehung hat, aber diese Ängste jetzt eben aufkommen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie in einer schlechten Beziehung ist; es hängt ja mit der alten zusammen, die schon vorbei ist.
Ja, Mist, sorry, ich habe das komplett doof formuliert.
So wie man schreibt: '...ich ging damals die Straße entlang, und da steht doch glatt ein...was weiß ich... vor mir'.
Da die FS von aktuellen / neuen Schuldgefühlen bezüglich ihrer alten Beziehung spricht, habe ich meinen Post so angelegt, als sei die Ursache, also die doofe Beziehung gegenwärtig.
Das war echt mißverständlich.

w 52
 
  • #15
Hallo Nummer-5,

er hat Dich betrogen, er war weder offen noch ehrlich, Du konntest ihm nicht vertrauen, er war nicht für Dich da. Also hast Du Dich von ihm getrennt. Das war einfach nur endlich die logische Konsequenz, die Du aus Eurer Beziehung gezogen hast. Schade, dass Du Dich erst nach elf Jahren getrennt hast, aber klasse, dass Du es vor einem Jahr dann doch endlich geschafft hast. Jetzt bist Du glücklich und wieder Du selbst. Also alles richtig gemacht.

Rede Dir jetzt bitte nicht ein, dass Du Schuld daran wärst. Es hat nicht die Person Schuld, die die Konsequenz aus der nicht funktionierenden Beziehung zieht. Sei stolz auf Dich, dass Du die Entscheidung für die Trennung getroffen hast.

LG w/52
 
  • #16
Es geht im gut. Ich habe nach der Trennung erfahren das er bereits ca. 5 Monate vorher jemand kennengelernt hat. Anscheinend lief da nix gemäss seinen aussagen (welche aber nicht immer gleich sind.). 2 Wochen nach der Trennung waren Sie auf jeden fall ein Paar... Ist es wirklich eine ehrliche liebe wenn man die Trennung einfach so hinnimmt respektive direkt wer neues hat?
Deine Geschichte klingt wie meine Ehegeschichte. Da gab es ganz ähnliche Probleme. Mein Exmann war überhaupt nicht fürsorglich, ziemlich egoistisch, stumpf, hat immer nur gearbeitet. Sich um mich zu kümmern, als ich mal schwer krank war oder eine OP hatte, war für ihn quasi eine Zumutung. Und er hatte auch sofort eine Neue, als ich weg war. Angeblich war da vorher nie was gelaufen - dass ich nicht lache .... Im Nachhinein kam raus, dass er mich über all die Jahre immer wieder betrogen hatte. Und auch ich hatte komischerweise Schuldgefühle, dass ich ihn sitzen gelassen hatte mit seinem komischen Leben und mich quasi nicht an unseren "Vertrag" gehalten hatte. Zwischendurch plagten mich auch existenzielle Ängste. Die Trennung ist jetzt einige Jahre her.

Mein Rat: Gib Dir selbst Zeit. Du wirst die Fragen nicht alle beantworten können, und letztlich spielt es auch keine so große Rolle, denn Du hast Dein Leben zurück. Geh unbedingt in eine Therapie, damit Dir sowas nicht noch einmal passiert.

Ich hatte nach der Ehescheidung mehrere Beziehungsversuche. Es war nicht leicht. Durch Zufall und unerwartet lernte ich dann meinen jetzigen Mann kennen. Er ist emotional, fürsorglich, rücksichtsvoll. Er ist nicht reich wie mein Exmann, aber er macht viel größere Geschenke, weil sein Herz reich ist. Wohin die Reise geht, kann niemand vorhersehen. Aber es geht jedenfalls weiter. Immer. Und es gibt wieder neues Glück! Du hast ja auch jemanden gefunden. Und wenn der nicht der Eine ist, wirst Du jemanden anders kennenlernen. Dein Mann wird mit seiner eingeschränkten Art eine andere Frau unglücklich machen. Gönn es ihr. Dann kann sie die Defizite kompensieren. Ich frage mich bis heute gelegentlich, ob ich der neuen Frau meines Exmannes stecken soll, dass er ein Fremdgeher ist. Ich habe es bisher nicht gemacht.
 
  • #17
Selbstbewusstsein. Was hast du von dem Mann, außer Probleme? Solche Leute kick ich aus meinem Leben.
Da kann ich nur zustimmen. Ich verstehe einfach es einfach nicht. Das trifft meiner Meinung nach öfter auf Frauen zu. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Da werden sie von ihrem Mann bzw ihrem Partner richtig schlecht behandelt. Das habe ich schon oft hier im Forum gelesen. Ich habe es such schon extrem oft im realen Leben mitbekommen. Trotzdem lieben sie ihn immer noch. Da muss ich echt den Kopf schütteln. Ich könnte keine Frau lieben die mich so schlecht behandelt.
Immer wieder wurde das gleiche besprochen und Besserung gelobt. Vergebens.
Solche Männer werden sich nie ändern. L
Ich bin der Festen Überzeugung, dass eine Beziehung in der einmal der Wurm drinnen ist sich zu 99 Prozent nicht mehr retten lassen.
 
  • #18
Ich bin da ein wenig altmodisch eingestellt aber ich war immer der Meinung, dass man sich nicht einfach so Trennt sondern an der Beziehung arbeitet und sie aufrecht erhält. Trotzdem war ich die, die gegangen ist. Ich habe meinen eigenen Glaubenssatz gebrochen.
Was taugt so ein "Glaubenssatz", der völlig ohne Lebenserfahrung getroffen wurde ... nichts.
"Man trennt sich nicht so einfach, man arbeitet an einer Beziehung, man kämpft um eine Beziehung" - diese Aussagen implizieren immer, dass noch mehr Kampf und Arbeit gehen würde, noch mehr gegangen wäre und dass am Schluss immer stehen MUSS "wir haben uns zusammengerauft und sind nun wieder glücklich zusammen", sonst hat man nicht genug getan.
Was dabei stets von "Kämpfer" und "Kämpferin" außer Acht gelassen zu werden scheint, ist z.B.: Der andere kämpft GAR NICHT. Der arbeitet GAR NICHT. Er hat sich woanders verliebt oder ist fremdgegangen oder macht einfach nichts, obwohl er Redeangebote, Kritik, Anmerkungen, Beschwerden bekommt. DAS ist doch bereits der Kampf - die Beziehung kann irgendwann einfach nicht mehr ertragen werden.
Und selbst wenn beide kämpfen - es gibt auch unpassende Beziehungen, es gibt Menschen, die erst später entdecken, was sie von einem Partner brauchen, wie sich Liebe wirklich anfühlt, ...

Dein Partner hat sich drauf verlassen, dass Du ihn nicht verlässt, und als Du gegangen bist, war es auch okay. Warum denkst Du noch über Deinen Grundsatz nach? Du hast ne Menge Zeit in einer Beziehung verloren, die von der anderen Seite aus schon längst als gleichgültig, aber bequem gesehen wurde.

In Deiner aktuellen Beziehung hast Du vermutlich einen anderen Typ Mann, wenn Du glücklich bist. Einen, der sich kümmert. Gut, so lange könnt ihr noch nicht zusammen sein, wenn die Trennung vom Ex erst ein Jahr her ist, aber Du bist ja nicht mit dem Ex wieder zusammen.

Manchmal überkommt mich aber die Angst das es wieder gleich sein könnte, nach einigen Jahren.
Ich hoffe, dann "kämpfst" Du nicht wieder so lange bzw. ertägst das ganze noch ewig, sondern GEHST und bringst Deinen Kindern, die Du dann eventuell hast, nicht bei, dass man Glaubenssätzen zu folgen hat, auch wenn man dabei unglücklich wird.

Ich denke auch nicht, dass jemand wirklich seine Beziehung leichtfertig beendet, wenn es nicht ein sehr oberflächlicher Mensch ist, der nur nach Trophäen sucht oder sowas.

Beziehung als solche ist noch kein Wert. Sie muss FÜR BEIDE auch gut sein, noch Potenzial haben.
Oft kommen mir Szenen in den Sinn in der "alles gut" war und dann fühle ich mich so schuldig.
Wem gegenüber? Dem Ex? Der hat doch keinerlei Anzeichen gezeigt - seit JAHREN schon nicht -, dass Du bzw. die Beziehung ihm was bedeuten. Deinen Grundsätzen ... nun, dann sind sie wohl lebensfern, wenn sie nur ewiges Leiden bedeutet hätten.
 
  • #19
Hi Fs,
ich war auch in einer Beziehung, von der ich unbedingt und fast bis zur Selbstaufgabe wollte, das sie funktioniert, daher meine ich das zu verstehen.

Ich wollte an der Beziehung arbeiten, Kompromisse für uns beide finden. Ich wollte, dass es funktioniert.
Tatsächlich habe ich selbst aber lange nicht gemerkt, dass nur ich alleine an der Beziehung arbeite, und der Kompromiss zu 90 % so ausging, dass ich ihm entgegen komme und er letztendlich sein Ding ohne Rücksicht auf mich und die Beziehung durchzieht.

Ich habe immer gedacht: Das wird schon noch, wenn erst...
Natürlich würde es nicht!

Wenn man so lange wie wir beide in die Beziehung investiert in Form von Entgegenkommen, Hoffnung usw. ist die Trennung ein gefühltes Scheitern. Unsere investierte Mühe, Lebenszeit usw. war umsonst und wir können von vorne im Ungewissen anfangen.

Ich verstehe immer mehr, dass Trennungskompetenz zur Beziehungsfägigkeit dazugehört. Trennungskompetenz in der Art, dass Du eine Grenze ziehst und ggf. auch gehst, wenn die Beziehung für Dich nicht mehr passt.
Schau, wo Deine Grenzen sind. Wann darfst Du Dich trennen, wenn noch nicht mal der Betrug ein Grund ist?
Was ist die Basis Deiner Beziehung, wenn Du auch in der lieblosen Beziehung ohne Vertrauen bleibst?
 
  • #20
Deine Schuldgef<hle kommen wahrscheinlich aus deiner Familie, wo das Kind "schuld" war, dass es Mami oder Papi schlecht ging oder wo das Kind überflüssig war und nur "gestört" hat. So lernt das Kind, sich für die Belange anderer Menschen verantwortlich zu fühlen. Ähnlich geht es Kindern , die früh lernten mussten, Verantwortung zu übernehmen, besonders schlimm ist das bei Frauen, weil dazu kommt noch die Mutterfalle - eine Mutter verlässt das Kind nicht. Du hast dein Kind - den Partner, verlassen und fühlst dich schuldig, du bist quasi deinen Pflichten "nicht mehr nachgegangen. Was ich noch gelesen habe - eine Schuld entsteht manchmal, weil man dem anderen tatsächlich was schuldet. Deine Beziehung war nicht besonders gut, du hast aber lange ausgehalten, wahrscheinlich, weil du so getan hast, dass alles gut ist oder es macht dir nichts aus. Du hast im Prinzip deinen Partner die ganze Zeit belogen. Du hast das eine gefühlt und das andere gesagt oder getan. Du warst nicht du selbst. Ihr habt euch ausgesprochen, aber hast du ihm gesagt, wie du dich die ganze Zeit gefühlt hast?
 
  • #21
Oft kommen mir Szenen in den Sinn in der "alles gut" war und dann fühle ich mich so schuldig.
Dazu sagt Frau void:
Wem gegenüber? Dem Ex? Der hat doch keinerlei Anzeichen gezeigt - seit JAHREN schon nicht -, dass Du bzw. die Beziehung ihm was bedeuten.
Was meinst du, void und vor allem du, liebe FS ?
Könnte dein dich-schuldig-Fühlen deine Art der Verarbeitung deiner Verletzung über die gescheiterte Beziehung sein ?
Hier sagen einige, dass der Mann dich ( mindestens in den letzten Jahren ) nicht geliebt hat, dass du ihm vollkommen schnuppe warst, dass er nur bei dir geblieben ist, weil es bequem war. Uff, harter Tobak. Sowas verletzt zutiefst, nicht ?
Dein Partner hat sich drauf verlassen, dass Du ihn nicht verlässt, und als Du gegangen bist, war es auch okay.
Sowas will niemand hören oder gar selbst erkennen.
Und so strickst du dir die Mär von der eigenen Schuld.
ER wäre ja gerne bei dir geblieben, weil du so toll und liebenswert bist ( was wir alle von uns denken, was vollkommen normal und gesund ist ), aber leider hast DU die Trennung herbeigeführt.
Das Schulgefühl, das damit einher geht, ist wesentlich angenehmer, als die Erkenntnis, dass du gar nichts hättest tun können, um die Beziehung zu retten, weil er dich einfach nicht mehr toll und liebenswert fand.

Behalte doch ruhig dein Schuldgefühl, wenn es dir hilft, über die Trennung und den Schmerz hinwegzukommen.
Wir alle machen uns alles mögliche vor, um besser klarzukommen.
Das ist normal und gesund.
Es ist destruktiv, wenn man das nicht kann.
Man hört oft tröstende Worte wie diese: 'der ist schön blöd, dass er so eine tolle Frau wie dich gehen läßt'. Lieb gemeint und vollkommen in Ordnung, aber in der Sache abwegig.
Wir alle lügen uns selbst und unsere Mitmenschen den ganzen Tag lang moderat an. Wer das nicht kann, kann nicht in einer Gemeinschaft leben.
Soeben beim Frühstück sagte eine ältere Kollegin in die Runde, sie möge Komplimente und freue sich über jedes.
Alle schwiegen oder murmelten nur 'joa' oder so, mir schoß eine Entgegnung wie 'naja, kommt in unserem Alter auch so selten vor, dass wir uns halt freuen', aber sie vervollkommnete ihre Aussage noch kichernd um etwas, das implizierte, dass ihr das ständig passiert und so schluckte ich das runter.
Keiner äußerte seinen Zweifel, alle murmelten was und dann wechselten wir das Thema.
Solche Lügen meine ich.
Sowas machen wir alle den lieben langen Tag und das ist vollkommen ok, genauso wie deine 'Lüge', du seist schuld an der Trennung gewesen.

w 52
 
  • #22
Selten hält eine Schulzeitgeschichte!
Du schreibst:
Er hatte wenig Zeit für mich. Hobby, Job, Freunde waren wichtiger usw.
Hier ist doch alles gesagt, dass es nicht passt, du solltest glücklich sein, von ihm weg zu sein, ich hoffe, du pflegst keine weiteren Kontakte, sonst sehe ich weitere Probleme bei dir!
Du brauchst keine Schuldgefuhle dir machen. Meine Empfehlung, du solltest in professionelle Therapie, du bist durch alte Geschichte gebeutelt und blockiert!
Wie es ihm geht, ist völlig unwichtig! Er hat dich niemals geliebt, ein liebender Mann verhält sich anders. wahrscheinlich hat er parallel eine andere geliebt, er hat dich ja betrogen, du solltest ein Schlussstrich machen! Ich sehe deine aktuelle Beziehung auch gefährdet!
 
  • #23
Und so strickst du dir die Mär von der eigenen Schuld.
ER wäre ja gerne bei dir geblieben, weil du so toll und liebenswert bist ( was wir alle von uns denken, was vollkommen normal und gesund ist ), aber leider hast DU die Trennung herbeigeführt.
Sehr interessanter Gedanke! - genau. Damit schützt man sich vor dem Sehen, dass man längst hätte gehen sollen und dass man noch Liebe in einen Menschen steckte, dem sie egal war. Man hält weiter dran fest, dass er ja so leiden müsste, weil man ihn verletzt hat. Dabei sieht nichts danach aus.
Das ist echt wirklich hart. Ich hatte solche Auf-den-Boden-knall-Dinger auch schon. Man wurde nicht geliebt, man war nur nützlich. So was ist so ungeheuerlich, dass man das lange nicht sehen und nicht wissen will.

Behalte doch ruhig dein Schuldgefühl, wenn es dir hilft, über die Trennung und den Schmerz hinwegzukommen.
Wir alle machen uns alles mögliche vor, um besser klarzukommen.
Ich bin hier radikaler. Vielleicht braucht man das Schuldgefühl wirklich, aber mir ist die fiese Wahrheit dann doch irgendwann lieber, irgendwann sollte sie mir bewusst werden, wenn der Zeitpunkt da ist, dass ich damit umgehen kann. Erst dann kann ich mich emotional richtig lösen und auf MICH gucken, wenn es drauf ankommt und der andere wieder was von mir will, das ich aufgrund meiner Zuneigung zu ihm tun soll. Das passiert der FS nun nicht, weil der Mann sicher nicht zu ihr kommen wird mit einem Ansinnen, aber bei mir gibt es noch solche Personen. Und ich denke auch, dass das für die nächste mögliche Falle hilft.

Dieses Schuldgefühl zeigt aber auch einen gewissen ... ich nenne es mal: Allmachtsanspruch, finde ich. Man fühlt sich verantwortlich für die Beziehung, und obwohl der andere sich egoistisch, gemein, sonstwie mies verhält, geht man nicht, denn der Arme kann wohl nicht anders, er ist auf einen angewiesen, dass man sich kümmert und seine Launen erträgt.
Das ist ja kein Kind, man ist nicht die Mutter der Beziehung. Als Partnerin ist man auch verpflichtet, gleichwertig auf das eigene Wohlbefinden zu achten und, ob genügend zurückkommt. Und hier könnte man den Bogen schlagen zum Post von @realwoman - wenn in der Kindheit schon verlangt wird, dass das Kind sich verantwortlich fühlt für die Eltern und deren Emotionen und Wohlbefinden, kann es gar nicht lernen, wie es ist, dass sich ein anderer um seine (die des Kindes) Emotionen kümmert. Soll heißen, liebe @Nummer-5 , versuche auch zu gucken, was Du so an Beziehungsdingen, Liebe und EMOTIONAL-fürsorglichen Umgang in Deiner Kindheit gelernt hast. Das sind ja die Muster, die Dein Beziehungsverhalten prägen.
 
  • #24
äh? Merkwürdige Logik, aber solche Leute gibt's
Ich denke mal Fremdgeher können sehr eifersüchtig sein, denn das was sie tun könnte ja auch der andere tun. Sie wissen ja, wie einfach es ist zulügen und betrügen. also, wie soll man da dem anderen noch trauen, wenn er sagt, er war beim Sport, bei der Freundin usw.

FS, ich frag mich, ob du nicht insgeheim enttäuscht bist, dass er so gar nicht um die Beziehung gekämpft hat, sondern schnell eine neue hatte, nachdem du dich so abgerackert hast.
Und an einer Beziehung können nur zwei arbeiten, d.h. wenn der andere nicht will, kannst du dich auf den kopf stellen. D.h. aber nicht, dass du nicht genug bist.
 
  • #25
Ach @frei,

die kleinen Lügen helfen weder Dir, Deinen Mitmenschen noch der FS.

Man braucht niemanden eine Wahrheit um die Ohren zu hauen, die niemanden nützt, vielleicht sogar schadet, aber auch niemanden wohlgefällige (Not)Lügen aufs Auge drücken.

Die Wahrheit wird mir immer lieber, weil sie Offenheit, Klarheit und Erkenntnis bedeutet und die Chance beinhaltet etwas ändern zu können. Wichtig dabei ist mir Nachsichtigkeit, Zu- und Sein lassen und (sich selbst) in den Arm nehmen können.

Die FS hat Schuldgefühle und da sollte sie genau hinsehen. Nicht scheitern, aufgeben und zulassen können hat sicher tiefere, weit zurückliegende Ursachen. Die zu klären und zu ergründen, kann der FS helfen, alte Muster nicht immer wieder zu bedienen.

FS,

jeder einzelne Punkt, den Du aufzählst, lässt die Ex-Beziehung gerade nicht gut sein, aber nur weil sie es nicht war, bist Du trotzdem gut und nicht verantwortlich. Das wirst Du noch lernen und verinnerlichen müssen. Es wird Zeit das Kind zu erkennen und erwachsen zu werden.
 
  • #26
Wann hören endlich die Frauen auf, sich schuldig zu fühlen, wenn sie eine Beziehung beendet haben, die so schlecht war, dass sie darunter gelitten haben? Einem solchen Mann ist eine Frau zu nichts verpflichtet! Typisch Mann und wie mein Vater sagte: Männer sind arrogant und eingebildet und glaube nicht, dass eine Frau sich verlassen kann! :–)

Im Gegenteil die meisten Frauen, die sich trennen, hätten sich viel früher trennen sollen und sich nicht vergeblich bemühen, um einen Mann und die Beziehung, die ihm gar nicht wichtig ist.

Für viele Männer ist eine Frau wie eine Art Mutterersatz, die für alles im Alltag sorgt vom Einkauf über den Hausrat bis hin zu den Arztterminen für ihren Freund/Partner. Die Frau ist für die Männer: Haushälterin, Betthäschen, Managerin, alles andere ausser Partnerin auf gleicher Augenhöhe.

So tragisch deine Fehlgeburt ist, so bedeutende Wende hat das in dein Leben gebracht, denn wenn nicht früher so wurde dir damit endgültig klar, dass du dich auf diesen Mann in einer Notsituation (das hat er ja schon mehrmals bewiesen, indem er die nie bei gestanden ist) niemals hättest verlassen können.

Schuldgefühle müsste er haben nicht du! Du warst ihm eine wahre Partnerin, hast ihn überall begleitet sogar zu Anlässen, die dich überhaupt nicht interessiert hatten. Ich denke, das war dein Fehler, dass du nicht auch dein eigenes Leben viel mehr gelebt hattest, ohne ihn zu immer und überall zu unterstützen, denn verdient hat er das nicht. Man muss den Männern genauso viel geben, wie sie einer Frau geben — nicht mehr und nicht weniger. Das Geben und Nehmen soll ausgeglichen sein und wenn das nicht gegeben ist, dann geht man am besten und befreit sich aus dieser ungesunden, schädlichen Beziehung!

Wenn dein neuer Freund viel besser ist, dann sei glücklich und froh darüber! Ist leider nicht selbstverständlich.
 
  • #27
Es geht im gut. Ich habe nach der Trennung erfahren das er bereits ca. 5 Monate vorher jemand kennengelernt hat. Anscheinend lief da nix gemäss seinen aussagen (welche aber nicht immer gleich sind.). 2 Wochen nach der Trennung waren Sie auf jeden fall ein Paar... Ist es wirklich eine ehrliche liebe wenn man die Trennung einfach so hinnimmt respektive direkt wer neues hat?
Und das fragst du ernsthaft liebe FS, ob das eine ehrliche Liebe war? Ein Mann der liebt, betrügt er seine Partnerin? Das sagt doch schon alles und die andere Frau, die er schon vor deiner Trennung kennen gelernt hat ist nur die Bestätigung seines „wunderbaren“ Charakters. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er sehr starke narzisstische Züge hat: Interesselosigkeit an dir, Empathielosigkeit, Egoismus und Selbstsucht par excellence. Menschen mit narzisstischen Zügen beschuldigen immer die anderen, wenn etwas nicht funktioniert. Auch die Tatsache, dass er sich immer geweigert hat mit Dir über die Beziehungsprobleme zu reden, zeugt nur von seinem Macht– und Kontrollbedürfnis. Damit hielt er die Zügel in seiner Hand und hat die Beziehung nur nach seinen eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Vorstellungen gestaltet, ohne Rücksicht auf dich zu nehmen und ohne sich partnerschaftlich zu verhalten. Ein Mann, der seine Frau/Freundin liebt, hat auch das Wohl und Glück seiner Partnerin im Auge!

Und übrigens: glaube nicht, dass er in der neuen Beziehung treu bleiben wird! Es gibt ein Spruch und das trifft auf ihn zu: ein Wolf wechselt sein Fell, aber niemals seinen Charakter.

Sei wirklich froh und dankbar, ihn endlich los geworden zu sein.

Lies bitte das Buch: „die Narzissmusfalle“ von Reinhard Halle (ein österreichischer Psychiater). Darin beschreibt er genau das, was du erlebst: dass sich seltsamerweise die nahestehenden eines Narzissten schuldig fühlen, ohne schuldig zu sein! Dass er selber für das Ende der Beziehung verantwortlich ist und es selbst mit seinem Verhalten herbei geführt hat, sieht er nicht ein (Uneinsichtigkeit ist auch typisch für Narzissten). Dass keine Frau einen guten Mann/Partner verlässt, das kommt ihm nicht in den Sinn!
 
  • #28
-Er hatte wenig zeit für mich. Hobby, Job, Freunde waren wichtiger.
-Er kam fast nie an meine Handball Spiele. Ich habe ihn aber immer zu seinen
Da warst du ihn nicht wichtig genug.
Wärst du ihn wichtig, dann hätte er auch Zeit dafür gehabt.

Und die Schuldfrage ist auch schon relativ einfach heutzutage.
Trenn sich die Frau, dann ist sie natürlich Schuld und trennt sich ein Mann, dann ist natürlich der Mann Schuld.