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Gast

  • #1

wie geht man damit um, auf einmal eine Fernbeziehung zu haben?

 
  • #2
naja man probiert es einmal aus, merkt, dass es nicht klappt und läßt es künftig.
 
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Gast

  • #3
... oder man probiert es aus, passt seine Termine und Gewohnheiten an und merkt das es klappt.
 
  • #4
#2 kenne niemanden weder live noch internet, bei denen es geklappt hätte, es scheitert immer wieder daran, dass man abends trotzdem alleine ist, niemanden zum kuscheln hat und auch die wochenende durch das herumfahren in stress ausarten sobald der erste funkenflug forbei ist.
 
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Gast

  • #5
@Thomas: nun kennst du einen. 2 Jahre funktionierende Beziehung über 200km. Ist zwar dann trotzdem gescheitert, aber nicht an der Entfernung.
 
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Finnley

  • #6
Für mich ist das eine Frage der Perspektive. Gibt es einen Horizont, bei dem aus der Fernbeziehung wieder eine Nahbeziehung wird? Plant Ihr, zum Beispiel, gemeinsam Kinder zu haben?

Solange eine mittel- bis langfristige Perspektive besteht, stellt sich dann die Frage, ob der Atem für den Zeitpunkt der Trennung im Alltag lange genug ist.
 
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Gast

  • #7
Ich hatte bisher nur Fernbeziehungen. Die sind allesamt definitiv nicht an der Ferne gescheitert. Amsonten stimme ich #5 zu. Man braucht eine Perspektive, die definitiv beide erreichen wollen und sich dafür einsetzen. Eine Fernbeziehung kann also funktionieren... vor allem wenn man merkt, dass es DER EINE oder DIE EINE ist :)
 
  • #8
Ich sehe das leider wie Thomas. Und #4 hat mir nicht viel Hoffnung gemacht, denn man weiß hinterher nie genau, ob die Probleme anders nicht besser hätten gelöst werden können.

Ich bin gar nicht so extrem ungerne Single. Aber was mir persönlich fehlt, ist halt z.B. gemeinsames Essen und Kuscheln am Abend -- da würde mir eine Fernbeziehung überhaupt nicht helfen.

Ne, ich bin strikt dagegen. Wenn es sich aus der Beziehung heraus ergibt, würde ich auch noch versuchen, sehr stark gegenanzuarbeiten. Ich sehe da wirklich kein Lebensglück drin!
 
G

Gast

  • #9
@Frederika: 1. Das weiß man auch bei "Nahbeziehungen" hinterher nicht genau, wenn es kein klärendes Gespräch gibt und 2. war es in diesem Fall definitiv nicht die Entfernung, sondern ein "Konkurrent" (der genau genommen sogar noch ein paar KM weiter weg wohnte und nichtmal ein Auto hatte)... und... das muß ich jetzt mit mehr Abstand wohl zugeben, war ich zumindest z.T. wohl auch selbst daran schuld. Da kann man nichts machen.
 
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Gast

  • #10
Ist mir mal passiert. Vier Monate in anderer Stadt arbeiten müssen. Echt mies. Wir haben aber täglich ziemlich lange telefoniert und ich bin jedes Wochenende nach hause geflogen. War dann überlebbar. Aber länger hätten wir das auch nicht ausgehalten, ist wirklich belastend für eine Beziehung, und die Reisen (Freitag spät und montags sehr früh) auch anstrengend.

Inzwischen würde ich das nicht mehr machen. Man muß auch Prioritäten setzen und irgendwie ist Beruf nicht alles. Wenn man mal eine glückliche Beziehung hat, sollte man die auch pflegen.

Irgendwie war die zeit echt nicht gut. Wochenende Sex fast wie im Zwang, weil die Gelegenheiten ja rar sind. Treffen mit Freunden schwierig. Man versucht auf Krampf die Tage besonders toll zu nutzen, aber der Alltag und die normale Geborgenhet gehen dabei verloren.
 
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Gast

  • #11
tja, nun ist es wirklich passiert, obwohl ich nicht dran geglaubt habe. Ich habe über EP einen Mann kennen gelernt, der gut 200 km weit weg wohnt. Die langfristigen gemeinsamen Perspektiven sehen gut aus.... Aber wir haben beide einen sehr guten Job in unseren Städten, meine Tochter geht erst in die 6. Klasse, hatte schon einen (ungeplanten) Schulwechsel hinter sich. D.H. für mich ist ein Ortswechsel vor dem Abi (6Jahre!!! noch) kaum vorstellbar.
Da das alles ja noch ganz frisch ist, würde ich gerne (positive) - Meinungen hören, wie ihr nach dem ersten Verliebt sein, den Alltag gemanagt habt.
 
  • #12
Wow, Du willst jetzt für 6-7 Jahre eine Fernbeziehung führen? Das erscheint mir sehr gewagt und ehrlich gesagt unproduktiv. Ich kann mir das persönlich überhaupt nicht vorstellen, da ein Partner ja gerade auch im Alltag eine große Stütze ist und das gemeinsame Einschlafen und "sich alles erzählen" dazugehört. Auch wird sich Deine Tochter ja nie an den neuen Partner gewöhnen, wenn er immer nur "Wochenendkonurrenz" ist anstatt Lebenspartner.

Ein Schulwechsel ist ja nun wahrlich nicht tödlich. Gerade in der Mittelstufe kommt es ja auch noch nicht auf jeden Punkt drauf an. Während der Oberstufe ist ein Wechsel nicht möglich, aber vorher?

Ich würde versuchen, so viel Zeit wie möglich zusammen zu verbringen und dann zu entscheiden, ob ein Zusammenziehen nicht doch möglich ist. Fernbeziehungen sind nicht das Wahre!
 
G

Gast

  • #13
Mich als Frau würde das glaube ich wahnsinnig machen, jeden Abend auf dem Sofa sitzen und kuscheln. Ich genieße das auch über die Fernbedienung selbst bestimmen zu können, einfach mal alleine sein oder um 21.00 ins Bett gehen!!
 
G

Gast

  • #14
Lebe in einer Fernbeziehung und bin sehr glücklich damit. Mein Partner und ich waren beide lange alleine und müssen uns erst wieder dran gewöhnen an das Miteinander. Die Wochenenden (auch nicht jedes) verbringen wir gerne gemeinsam aber momentan ist es noch so, dass wir dann auch unser eigenes Leben wieder geniessen. Wir wollen es langsam angehen lassen, jedoch mit mittelfristiger Perspektive (sprich ein Jahr).
Nicht jede Fernbeziehung ist zum Scheitern verurteilt und nicht jede Nahbeziehung ist eine Garantie für Erfolg.
Ich könnte es momentan nicht ertragen mit jemandem ständig zusammen zu sein. Ich muss nicht alles zusammen machen.
 
  • #15
@#13: Ja, es scheint einfach grundverschiedene Typen zu geben: Die einen wollen Partnernähe, möglichst vieles zusammen machen, gemeinsame Freundeskreise und so weiter und die anderen wollen eher Freiheit, Unabhängigkeit, eine Balance aus Nähe und Alleinverantwortung. Ich selbst gehöre zu Typus I, aber mir ist klar, dass es auch Typus II jede Menge gibt.

Wichtig ist nur, dass sich zwei Partner des gleichen Typs treffen, denn sonst ist eine Beziehung sehr schmerzhaft; der eine fühlt sich eingeengt, der andere vermißt die Nähe.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Fernbeziehungen für Typus II viel einfacher sind als für Typus I.

Letztlich muss man sich einfach selbst sehr gut und ehrlich einschätzen, welches Partnerschaftsmodell man benötigt und leben möchte.
 
G

Gast

  • #16
Mein freund musste letzes Jahr zwar nur für 4 Wochen nach münchen und wir haben uns nur am wochenende gesehen,aber 4 wochen für liebende sind lang.da ich aber auch samstag arbeiten muss war das ganz schön scheiße für mich, wir hatten nur sonntag, das hat mich so sauer gemacht und was ich am meisten vermisst habe waren die abende kann einfach nicht so lang alleine sein von monat bis freitag abend unvorstellbar...
Diese Zeit war die absolute hölle mich ich könnte es nicht mehr...ich konnte mich nicht mehr aus meine arbeit konzentriern und es hat garnichts mehr funktioniert also eine Wochenend beziehung nie nie mal. Zur Zeit ist er wieder in München kommt aber jeden Abend heim gott sei dank :))
 
  • #17
Ein sehr guter Kumpel von mir hat seine Freundin vor 8 Jahren in einer Online-Partnerbörse kennengelernt. Die beiden haben 7 Jahre lang eine WE-Beziehung zwischen München und einer Stadt südlich von Frankfurt geführt. Letztes Jahr sind sie zusammengezogen und haben geheiratet. Es gibt also auch positive Beispiele.

@Frederika: Falls du diesen Thread noch verfolgst, ich hoffe, dass du in einer größeren Stadt wohnst, denn sonst ist das doch ein ganz schön heftiges Constraint, das du dir da auferlegt hast. Ich kann die Gründe für deine Haltung wohl nachvollziehen; ich wünsche mir die gleiche Nähe. Wenn ich mir aber anschaue, wie viel Mobilität heute von Arbeitnehmern und von uns Selbstständigen erst Recht erwartet wird, dann lassen sich zumindest kurzzeitige Fernbeziehungen immer öfter nicht vermeiden. Man kann sich natürlich immer ne billige Wohnung mit kurzer Kündigungsfrist zusammen nehmen und immer mit hinterherziehen, aber dann darfst du selbst keine großen Jobambitionen haben und entfernst dich auch von deinem Freundeskreis. Schwierig, schwierig ...
 
  • #18
@#16: Ja, ThomasHH, die heutige Mobilität und Flexibilität, die von Arbeitnehmern erwartet wird, ist wirklich belastend für viele Beziehungen. Das erlebe ich im Bekanntenkreis öfter. Gerade für Familien mit Kindern sind solche Zustände eigentlich nicht zumutbar und ich hoffe, dass ich selbst es schaffen werden, einen permanenten Wohnort mit beiderseitig stabilen Arbeitszeiten und Arbeitsplätzen zu erreichen.
 
  • #19
@#17: Eine Lösung könnte sein, dass man sich einen Ort innerhalb Deutschlands zusammen aussucht, in dem man sich ein gemeinsames Leben vorstellen kann und der genügend Job-/Projektpotenzial bietet. Man muss dann leider einmal seinen Freundeskreis zurücklassen (wobei natürlich deswegen der Kontakt nicht abzubrechen braucht), braucht aber auch nur einmal einen neuen Freundeskreis am neuen Ort aufzubauen.

In meiner speziellen Situation spreche ich Projektvermittler und Endkunden oft an, ob in einem Projekt nicht auch Remote-Arbeit möglich ist - lehnen die aber konsequent ab. Das hätte für alle Beteiligte Vorteile: Der Kunde muss mir keine oder nur für sporadische Meetings Reise- und Hotelkosten bezahlen, und ich kann ihm deswegen einen geringeren Stundensatz anbieten. Mir würde sich plötzlich ganz Deutschland als Projektgebiet eröffnen und ich müsste keine Fernbeziehung führen. Später könnte ich mich mehr in die Kindeserziehung einbringen. Und all das scheitert, weil der Auftraggeber meint, dass er mich remote nicht gut genug kontrollieren kann. Als ob ich zu Hause nur Eier schaukeln würde. Das sind echt Pappnasen! :(