• #1

Wie geht/ging es gut weiter nach Burnout aus diversen Blickwinkeln?

Wie geht/ging es gut weiter nach Burnout aus diversen Blickwinkeln?

Ich frage mich immer, wenn ich Berichte über Mensche mit Burnout höre, wie sie ihre Auszeit, die ja mindestens mehrere Monate wenn nicht gar länger dauert, ihrem Vorgesetzten gegenüber bzw. dem neuen Arbeitgeber gegenüber erklären. Und nachdem hier wohl die Elite vertreten ist: welche Erklärungen fandet Ihr oder fanden die hier vertretene Personalverantwortliche oder Vorgesetzte akzeptabel bzw. einleuchtend?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Mary, was verstehtst du unter "Elite"?

Da gbit es nichts "zu verkaufen".

Mich hat der Burnout mit Anfang 40 via Klappsmühle und Sozialgericht nach einer Reihe höchst unterschiedlich eingestellter Gutachter gnädigerweise in die Verminderte Erwerbsfähigkeit katapulitiert. Die steht alle 2 Jahre unter Heraufbeschwörung von HartzIV-Ängsten zur gutachterlichen Verlängerung an. Im Grunde ein Wahnsinn: Mit Genehsung ginge also Armut einher.

In dem Alter einmal draußen kommt Mann kaum jemals wieder rein. Schon gar nicht zu angemessener bzw. auskömmlicher Bezahlung.

Kann und will ich auch gar nicht mehr. Die EU-Rente ist ein gutes Stück besser als HartzIV, zudem Zuverdienst erlaubt. So habe ich meine Ruhe, Zeit und - bescheidenes - Auskommen und übernehme z.B. als Gegenleistung die Ehrenämter, die mich wirklich interessieren und die notwendig und sinnvoll sind. Insgesamt geht es mir damit, weil sinnvoller und lebenswerter, besser als vorher im Hamsterrad.

Allerdings mit Statusverlust. Und was das - top oder Flop - für einen Penisträger bedeutet, wissen wir hier ja alle. Ein einsames Leben, vermutlich mit Altersarmut also. Mann gewöhnt sich dran. Ist zudem ein guter Nach-der-Scheidung-von-der-Kindesmutter-ausgenommen-werden-Schutz! ;-)

Ironie des Schicksals: Die Grundlagen für meinen Burnout wurden während der quälenden Mitarbeit in einer Bank gelegt. Schon damals fand ich das Gebahren und den Renditedruck unerträglich. Jetzt wurden die Verantwortlichen (Elite?) mit tollen Bonuszahlungen und Abfindungen für ihre die Weltwirtschaft erschütternden Ziele honoriert.

Äh, wer oder was ist eigentlich krank? ;-)
 
G

Gast

Gast
  • #3
Such Dir doch mal was, was Du schon immer machen wolltest und um das Dich jeder beneidet, selbst wenn es einen Stellenwechsel braucht, z. B. eine kleine Jeeptour von sagen wir Jordanien nach Kapstadt quer durch Afrika.

Daß Du dafür einen Stellenwechsel brauchst, ist klar, weil keiner gibt Dir so lange Urlaub. Du wolltest sowas schon immer mal machen

google mal nach Cairo Cape Town 4x4 und Du wirst schon was finden, z. B.

http://www.africaexpeditionsupport.com/cairotocape/index.html

Und weißt, ich hatte auch meine Phase, in der es mir nicht gut ging, und ich habe die Stelle aufgegeben, ohne eine neue zu haben und ich habe auch nicht gleich eine gefunden. Nun bin ich beruflich viel besser dabei und ich bereue es nicht. Und ich brauche keine Personalverantwortlichen etc. denn ich bin eben selbst und ständig ...

7E2176FE - m, 39
 
G

Gast

Gast
  • #4
Mary, ach, du bist selbst betroffen?

Für eine Frau in den 30ern sollte das nicht so DAS Problem sein. Du hast eine Alternative, die Männer nicht haben...

Als Mutter wärest du raus aus dem Produktionsprozess, ohne, dass du schief angesehen werden würdest - und hättest zudem noch eine verantwortungsvolle und phantastische Aufgabe!

Was zudem nicht heisst, dass du nicht irgendwann - ohne den vollen Ernährerdruck - für ein paar Stunden locker wieder ins Berufsleben hinein zu schnuppern.

Wie ich dich als Mann um diese doppelte Chance beneide!
 
G

Gast

Gast
  • #5
Hallo Mary,
danke für diese Frage. Ich stelle mir sie auch. Ich schramme immer am burn out entlang. Mehr mal mehr ganz unten, dann wieder kurze Phasen in denen es leichter geht und ich mich besser fühle. Nein, keine Depression - bevor jetzt hier wieder alle diagnostizieren. Chronische Arbeitsbelastung und chronische Überforderung!!!
Ich bin allein stehend und allein lebend. Ich frage mich, wie das als Ottonormalverbraucher / -verdiener gehen soll - das Sabbatjahr. Mal austeigen und in sich gehen und neu starten. Das geht nur, wenn man einen gut dotierten Job hatte und sich viel auf die hohe Kante legen konnte und dann sparsam ist und sehr verzichtet.
Ich brauche jedenfalls meinen Job und auch die Vollzeit, weil ich mein ganzes Leben allein leben und bezahlen muss. Die Rahmenbedingungen steckt die Geschäftsführung und meine direkten Chefinnen ab, auch hier habe ich wenig Einflussmöglichkeiten.

Mein burnout bleibt, kontinuierlich und in unterschiedlich starken Sequenzen. Manchmal bin ich abends nur noch platt und ich meine nicht bisschen platt.
Was ich versuche ist tatsächlich Prioritäten veraendern. Die Wertschätzung vom Beruf auf´s private zu ziehen. Schwierig, wenn man für und mit dem Job gelebt hat und auf ihn max. angewiesen ist. Ich versuche Sport zu machen (bisher noch zu wenig / zu wenig oft), ich versuche wieder gelegentlich auszugehen, auch alleine als Singlefrau. Ich mache wieder lange Spaziergänge und Ausflüge. Ich versuche nicht mehr frustzushoppen und frustzuessen. Sondern mit Bedacht einzukaufen und meine schönsten Klamotten auch im Alltag zu tragen. Mich wert zu schätzen und fürsorglicher zu sein. Mehr Zeit für mich und mehr, viel mehr Aufmerksamkeit auf mich selbst zu legen und weniger auf den Job, z.B. nehme ich jetzt immer zwei U-Bahnen später zur Arbeit, das reicht dicke und ich muss nicht die Erste sein und schon vieles vorbereitet haben, bis die Anderen eintrudeln. Ich versuche regelmäßig acht Stunden zu schlafen, damit ich noch rel. fit bin, wenn ich abends nach Hause komme. Ich versuche einen rel. pünktl. Feierabend hinzukriegen und auf die Frage: "können Sie heute länger bleiben und das noch fertig machen?" sage ich immer häufiger mal "Nein.". Es geht, es verteilt sich auf alle im Team, jeder ist mal dran und das ist dann auch o.k.. Aber immer wieder tappe ich die Falle von Pflichtbewusstsein, Angst vor Arbeitslosigkeit, Geldsorge,wenn kein Job mehr, Sehnsucht nach Wertschätzung und Anerkennung, Frustration und Ärger.
Ich versuche es mit Meditation, Gebet (weil ich glaube ohne andere dazu bekehren zu wollen) , autogenem Training und Yoga ein bisschen besser hinzukriegen. Nich abschalten, grübeln, wach liegen und schlecht schlafen kann ich aber immer noch gut.

Lange Schreibe, kurzer Sinn: Es ist nur für Leute möglich auszusteigen, die ein finanzielles Polster haben oder sehr verzichten wollen. Die anderen müssen mit kleinen Schritten durch die Krise. Selbsthilfe, Stück für Stück.
@1: echt sch...., sorry für Dich, Du schaffst das.
 
G

Gast

Gast
  • #6
siri
wenn du in einer situation gelebt hast, die zu einem burnout geführt hat, und in diese nach einem zusammenbruch zurückkehrst, wird er sich wiederholen.
ich habe nach meiner erkrankung mein leben konsequent geändert und es geht mir seither gut.
natürlich ist mein leben heute etwas anders als früher, aber für mich einfach besser. finanzielle möglichkeiten sind angenehm, aber nicht entscheident für lebensfreude!
 
G

Gast

Gast
  • #7
Hallo alle interessierten hier,

möcht kurz anmerken, warum burnout mit zustande kommt:
hoher Leistungsdruck (ob Überforderung oder nicht) bei geringer (oder keiner) Eigenverantwortung /Entscheidungsfreiheit!.

also bitte bitte überprüft, ob Ihr da den FÜR EUCH RICHTIGEN job macht und Ihr Euch genug einbringen könnt!!

ich wechsel gerade, mit staatlicher hilfe sozusagen (AA) und arbeite an meinem konzept zur Selbständigkeit, das schon lange anstand, ich aber mit dem sicheren Job im Hintergrund nie in Angriff genommen hatte.

Viel Glück!
 
G

Gast

Gast
  • #8
Hallo,

ich bin 29 Jahre und habe einen Burn Out. Ich will gar nicht aussteigen- ich hab mein Leben noch vor mir ! Leider ist es sehr schwer in der Situation irgendwie heraus zu kommen. Ich verliere Partner, Familie, Freunde. Es ist belastend für alle.....Ich hoffe, ich bekomme die Kurve und bekomme eines TAges Arbeit und Leben unter den Hut. Momentan stresst mich alles- selbst duschen, kochen...alles ist anstrengend und die Umwelt versteht das gar nicht. Jeder sagt, er sei auch müde und erschöpft. Manchmal komme ich mir völlig unverstanden vor. Müde ist was anderes als völlige physische und psychische Erschöpfung.....
 
  • #9
Danke für die bisherigen Antworten.
Da hier vermutlich tatsächlich der ein oder andere Betroffene mitliest, möchte ich nochmal besonders darauf hinweisen, daß die meisten wohl eine längere Auszeit nehmen müssen weil sie trotz Aufbringens aller Anstrengungen ihren Körper nicht mehr dazu bringen, wie gewünscht zu funktionieren.
Nur irgendwann muß jeder auch wieder Geld verdienen - auch wenn viele raten, etwas Grundsätzliches zu ändern.
Wie erklärt dann so jemand in einem Vorstellungsgespräch (denn die wenigsten werden sich tatsächlich verselbständigen können) diese Phase (ein paar Wochen bis hin zu teilweise Jahren) des nicht Arbeitens ohne daß es allzu negativ aufgenommen wird und ihm die Chance auf die Stelle verbaut?

Der Tip mit dem Nachwuchs bekommen ist echt nett und ich weiß, es ist gut gemeint. Aber diejenigen, die ich kenne, die an Burnout leiden, sind alles andere als in der Stimmung, auf Partnersuche zu gehen. Außerdem ist man in dieser Phase für eigentlich niemanden ein attraktiver potentieller Partner.

Mary - the real
 
G

Gast

Gast
  • #10
@ 4: du sprichst mir aus der Seel
@ ich verstehe dich vollkommen

Ich bin Ärztin, seit 8 Jahren im Beruf, musste immer alles geben, konnte nur wenig schlafen bzw. mich in der kurzen Freizeit nur weniig erholen und bin jetzt mit Mitte 30 am Rand meiner Kräfte. Ich kann auch nur sagen, dass mir der Körper ständig weh tut und keiner versteht mich, wenn ich sage "ich bin müde" oder "mir tun die Beine weh)" dann höre ich, du musst mehr Vitamine nehmen oder hast keine gute Kondition.
Ich war neulich das erste Mal bei einer Psychotherapeutin, die sagt ich wäre chron. überfordert und sollte reduzieren (aber hat die noch nichts von der Wirtsschaftskrise gehört? wie soll denn das Leben bezahlt werden?). Sie wollte mich für 1 oder 2 Wochen krankschreiben (ich denke, dass wird bei meiner Erschöpfung sicher nicht ausreichen), ich habe abgelehnt, obwohl es sicher gut getan hätte, nur mal zu liegen,aber ich habe Angst vor dem Mobbing beim Zurückkommen iden Alltag, weil meine Kollegen, dann die Dienste/ Arbeit tun müssen. Ich weiss echt nicht mehr weiter. Was soll ich bloß tun? (w)
 
  • #11
@ #9

Stell Dir vor, Du hast einen tödlichen Unfall: was wäre auf einmal für Dich wichtig, was würdest Du Dir wünschen, das Du getan und wie Du gehandelt hättest? Genau das tue! Denke an Dich, nicht an die anderen!

(Ähm, ich kann Deine Kollegialität nur allzugut nachvollziehen. Nur meinst Du wirklich, Deine Kollegen sind ebenfalls so fair? Schau genau hin im Alltag, bei der Arbeitsverteilung, Urlaubplanung, Besprechungen, etc. Bei denen kommen erst sie und ihr Vorankommen, dann der Partner, bzw. die Familie, dann lange nichts und irgendwann der Job und ganz hinten die Kollegen, wenn überhaupt. DU bist ihnen sowas von egal, wenn es darauf ankommt!)
Wenn Du nicht mal selbst für Dich sogen kannst, wie willst Du es dann beruflich für andere tun können?
Wach auf! Mach etwas, das Dir gut tut!

Mary - the real
 
G

Gast

Gast
  • #12
@9: ich bin Nr. 4. Wir sind in der selben Branche tätig. Ich kenne den Leistungsdruck und ich kenne viele Deiner Aufgaben, Herausforderungen und Verantwortlichkeiten. Ich weiß in etwa, was Du tust und was man Dich zwingt zu leisen. Ich ahne aber auch, was Du selbst von Dir forderst. Ja, ohne Dich näher zu kennen, weil ich die Branche kenne. Es tut mir leid, aber nicht aus Mitleid, sondern aus Mitgefühl, dass es Dir in unserer Branche nicht mehr gut geht.

Und leider ist es so, wie ich schrieb. Ein chronische Überlastung, Überforderung, hohes und intensives Arbeitspensum in Form von Schnelligkeit, Hektik, ständiger Stress. Dann noch die berufsfremden Zusatzaufgaben z.B. der Schreibkram, der Dienstplan, die Kollegen, die Pflege, das Krankenhaus, der Sozialdienst, die Physio. Die Bandbreite der Aufgaben und Tätigkeiten ist nicht mehr bereichernd, sondern masslos und erdrückend.
Mach eine grosse Liste - nicht morgen, nicht am Wochenende: heute!!! Welche Tätigkeiten müssen sein, welche Dinge machen Dir richtig Freude, welche sind lästig, welche werden nur noch aus Gewohnheit belassen oder nach dem Motto "mache ich spaeter, später habe ich wieder Zeit ins Fitness zu gehen" etc. Und das für Beruf und Privatleben.
Damit ist der erste grosse Meilenstein zur Veränderung getan: eine Bilanz gezogen. Verantwortung gezeigt, sich fürsorglich und nicht vorwurfsvoll durch den schriftl. Spiegel ins Gesicht gesehen.
Dann mach eine weitere Liste: was habe ich immer schon gerne gemacht??? Leere, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Antriebsschwaeche. Guck Dir die Liste genau an, da ist noch mehr. Lebensfreude!!! Lust!!! Spass!!! Gesellschaft!!! soziales Leben!!! Ruhe, Gelassenheit, Vertrauen und Geborgenheit!!! Bei Familie und Freunde.
Jetzt gilt es Wünsche an die Zukunft zu formulieren. Deine Liste mit Herzenswünschen. Deine Sehnsüchte und Träume. Ja, jeder hat Wünsche, Traeume und Sehnsucht!!
Und jetzt mach Dich auf den Weg .... der Fahrplan ist vorgegeben und Du kannst jederzeit umsteigen, wenn die Richtung nicht mehr stimmt.
Ganz einfach Verantwortung für Dich selbst übernehmen. Selbstbewusstsein gewinnen, durch sich bewusst und klar werden. Sich selbst vertrauen, in dem man seine Ziele anstrebt und kleine Erfolge einheimst.
1.) Prioritäten setzen
2.) Altes, ausgedientes, überflüssiges abschaffen
3.) Investitionen in Neues (sparen auf den Geschirrspüler, den Trockner, die Putzhilfe, die Babysitterin u.ä.). Ideen hast Du bestimmt.
4.) Was kannst Du deligieren? Must Du wirklich alles alleine machen? Wer kann Dir helfen.
5.) Wohltaten schaffen: Fussmassage mit einem Sprudelwasserfussbad oder eine heisse Wanne und eine gute Tasse Tee am Abend (empfehle Kinder- und Schlaftee von Sidroga)
6.) gesundes Essen einplanen und viel spazieren gehen, später Sport dazu kommen lassen, d.h. den innneren Schweinehund überwinden
7.) Freunde treffen, Abwechslung tut gut, Menschen tun gut, Freunde lenken ab, man wird nicht eingefahren und hört den Anderen wieder mehr zu.
8.) Liebe geben - sich selbst.
9.) Ziele positive stecken für die eigene kommende Zukunft
10.) die Klinik wechseln??? Es gibt gute Chefärzte und Kollegen, nur Mut!!!
Das alles ist ein LANGER Prozess und ich gebe keine Garantie, dass es funktioniert. Aber es ist ein Anfang. Und die Psychologin tut Dir sicher gut. Weil Du endlich mal sagen kannst, was Du fühlst oder denkst.
Aber Mary hat auch recht in Posting 10. Keiner Deiner Kollegen kann Dein Leben leben, die Verantwortung hast nur Du!!! Nutze Deine Chance. Du bist auf dem Weg der Veränderung und das ist immer mal wieder mit Rückschritten verbunden, lass Dich davon bitte nicht entmutigen.
Dein Ziel vor Augen und Dein Leben in Deiner Hand und Du wirst es schaffen.
Lass Dich ruhig mal krank schreiben, nicht nur Patienten dürfen krank sein. Ich weiß, dass das ein alter Mechanismus ist in Krankenhäuser. Jeder darf schlapp machen nur nicht die Pflege und die Ärzte.
Viele Bücher wurden geschrieben, aber ich empfehle Dir Deinen persönlichen, eigenen Weg. Du hast Dir Hilfe gesucht - gut und jetzt geh los. Deine eigenen Hühnerdapperl .... Schritt für Schritt, Stück für Stück. Und ist der Stein im Rollen, dann geht es von allein und meistens sogar besser und schneller als man vermutete. Die Veränderung ist das Ziel, der Weg ist brennend interessant.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Burn out ist dann, wenn die Welt, das Leben sich schon ewig lang weiterdreht und man selbst sich nicht mitgedreht hat. Irgendwann wird einem schwindlig im Kopf und alles dreht sich!

@10: Du kannst die Frage nach dem Aus/der Auszeit/der Genesungszeit nur durch Argumente beantworten. Die sollten enthalten soziale Kompetenz,berufliche Kompetenz, Entscheidungsfähigkeit, Verantwortung übernehmen, Situationen richtig einschätzen können. Lügen bringen Dich nicht weiter, weil sie Dich ein Leben lang in dieser Fa. begleiten werden, irgendwann tauchen sie immer wieder auf. In aller Regel musst Du aber keine Fragen zu Krankheiten, Schwangerschaften etc. beantworten. Wenn Dich Dein potenzieller Chef hinterfrägt unund die Bewerbung ablehnt, war es wohl der falsche Chef. Ausserdem ist es Deine Chance den richtigen Chef zu finden und sicher gibt es Jobs. Welcher und wo - auch Du hast eine Entscheidungsmöglichkeit und -verantwortung. Ganz sicher und gerade nach einem burn out. Da sollte man ganz genau auf sich hören und auf sein Bauchgefühl achten.
Das Ganze dann positiv formulieren.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Hallo Mary, natürlich hast du vollkommen recht. Was wäre, wenn man jetzt eine schlimme Krankheit hätte oder einen schlimmen Unfall.? Nur wenn man körperlich nach aussen hin gesund wirkt (auch wenn es bei Erschöpfung körperlich nicht der Fall ist) oder man psychisch krank ist, wird es von der Bevölkerung/Kollegen nicht ernst genommen. Muss dann erst etwas schlimmes passieren, dass sich was ändert (siehe Robert Enke)? Ich habe einmal Mobbing als Betroffene mitgemacht, weil mich eine Kollgein für die Missstände auf der Arbeit verantwortlich und psychisch fertig gemacht hat. Danach war ich dadurch in der Tat 2 Wochen krank geworden, aber als ich wiederkam ging es von vorne los, weil die Kollegin mir dann die Schuld zuwies, sie hätte all meine Arbeit machen müssen, weil es keinen Ersatz gab.
Wie kommt man aus so einer Situation? Wie kann man sich wirklich bei Erschöpfung krank schreiben lassen bzw. ernst genommen werden und anderen klar machen, dass es einem selbst nicht gut geht, ohne sich hinterher Beschimpfungen anhören zu müssen und Ablehnung zu erfahren. Ich traue mich einfach nicht (aus der Angst dass die anderen mich beschimpfen, ich würde blau machen), auch wenn mich mein Arzt versteht und krank schreiben würde. Aber ich habe Angst vor der Zusammenarbeit mit den Kollegen nach Wiederaufnahme der Arbeit nach der Krankschreibung oder evtl Kur.
 
Top