• #1

Wie gehe ich mit dem schlechten Gewissen meines Mannes um?

Die Scheidung meines Mannes von seiner Exfrau ist fast 30 Jahre her.
Sein Sohn ist mittlerweile fast 40 Jahre alt, trotzdem hat mein Mann immer noch ein schlechtes Gewissen. Ich vermute, dass er mit dieser Ehe noch nicht abgeschlossen hat.

Mein Mann erfüllt seinem Sohn jeden Wunsch, vor allem finanziell.
Jetzt kam von der Bank ein Anruf, weil angelegtes Geld von meinem Mann und mir ausgezahlt werden sollte. Mein Mann möchte dem Sohn einen größeren Betrag schenken. Ich wusste von nichts.

Es gab Streit. Und ich habe erstmal Bedenkzeit erbeten. Der Sohn manipuliert oft. Nur: diesmal ist es auch mein Geld.

Was meint Ihr dazu?
 
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  • #2
Tja, zu wieviel % ist es dein Geld ?
Ganz einfach, natürlich kann dein Mann seinem Sohn Geld schenken. Und du kannst auch Geld für dich ausgeben. Ihr müsst euch nur einigen, wem wieviel davon gehört, dann kann jeder seins so ausgeben, wie er will.
 
  • #3
Ich denke, er darf sein schlechtes Gewissen hegen und pflegen wenn er es so möchte und es ihn nicht selber nervt und ER es ändern möchte. Ich nehme an ,von dem gemeinsam angelegten Geld gehört die Hälfte oder ein prozentualer Anteil ihm.Diesen darf er gern an seinen Sohn verschenken,deinen Anteil nicht. Der Sohn darf versuchen, beliebig zu manipulieren,denn auch hier gehören 2 dazu und wenn einer nicht Nein sagen kann,wird es Zeit das als Erwachsener zu lernen oder auch nicht,wenn man es eben nicht lernen will. Alles seine Entscheidung, du hast damit nichts zu tun ,es sei denn deinerseits zu manipulieren. Ein häßliches Wort.Wie wäre es. Mit. " zu beeinflussen versuchen",das klingt doch gleich viel harmloser.....auch sein Sohn versucht nur ihn zu beeinflussen.
W ü55
 
  • #4
Wenn es euer gemeinsames Geld ist, kann er seinem Sohn auch nur seinen Teil des Geldes geben.

Aber irgendwie passt die Überschrift nicht zur Frage. Was hat die Ex-Ehe deines Mannes mit den finanziellen Zuwendungen für seinen Sohn zu tun? Denkst du, er möchte damit kompensieren, dass sein Sohn ein Scheidungskind war? Bekommt seine Ex-Frau auch Geldgeschenke?
Ich finde es überhaupt nicht ungewöhnlich, dass ein Vater seinen Sohn finanziell unterstützen möchte und sehe keinen Zusammenhang dazu, ob er in die Mutter des Sohnes noch verliebt ist.
 
  • #5
@Tom in einer guten Beziehung gibt es bei einer gemeinsamen Geldanlage kein wieviel % ist deines und meines? GEMEINSAM, heißt 50:50. Sonst könnte ja jeder einfach SEINEN eigenen Vertrag abschließen und gut ist es.

Liebe Pilomena,

Für mich wäre die Sache klar. Es ist euer Geld, da es aber anscheinend auf seinen Namen läuft (sonst könnte er es nicht einfach auflösen), musst du akzeptieren dass das Geld zur Auszahlung kommt, ABER ich würde die Hälfte davon einfordern und es für mich alleine anlegen, denn dein Mann scheint in der Beziehung nicht verlässlich und vertrauenswürdig zu sein!
Das wäre für mich auch ein Grund mal ein ernsthaftes Beziehungsgespräch zu führen!

Soll er mit seinem Anteil vom Geld machen was er möchte, kann gerne damit auch sein schlechtes Gewissen dem erwachsenen Sohn gegenüber beruhigen! Warst du der Grund für die damalige Trennung? Nur mal Interesse halber. Das würde erklären, warum er sein Gewissen mit Geldgeschenken beruhigen möchte.

Bitte lasse dich nicht um einen Anteil des Geldes bringen und lasse auf gar keinen Fall zu, dass die gesamte Summe dem Sohn geschenkt wird.
Warum ist ein Geschenk in der Art nötig? Warum bespricht dein Mann sein Vorhaben nicht mit dir? Warum leitet er alles heimlich in die Wege?
Warum macht er sich keine Gedanken darüber, dass du mit diesem Geld vielleicht anderes vor hattest?

Mit so einem Mann möchte ich keine Beziehung führen! Und ich könnte wetten, du hattest in eurer Ehe nie besonders viel mit zu reden und warst nie wirklich auf Augenhöhe mit deinem Mann, hast nie gleich viel gezählt, denn sonst wäre der Sparvertrag der dem Anschein nach euer gemeinsames Geld sein sollte, auf eurer beider Namen ausgestellt gewesen und nicht nur auf seinen Namen.

Ich finde die Handlung deines Mannes untragbar und ich würde an deiner Stelle meine Beziehung)Ehe und den Stellenwert den in in dieser habe hinterfragen und ganz Gewiss würde ich mich nicht um meinen Teil des Geldes bringen lassen!
 
  • #6
Liebe FS,
wenn es Euer gemeinsames Geld ist (Ehe als Gütergemeinschaft), ist die Rechnung doch ganz einfach: teil' den Betrag durch 2. Die eine Hälfte bekommst Du, die andere Dein Mann. Er kann seinen Teil seinem Sohn schenken - ist seine Angelegenheit. Und Du machst mit Deinem Teil was Dir gefällt.

Er wird mindestens 60 sein, d.h. Du wirst bei ihm kein großes Umdenken mehr bewirken können, wenn Dir das in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen ist. Also gib' die Strategie auf und sicher' Dir Deinen Anteil an Eurem gemeinsamen Eigentum, damit er Deinen Teil nicht an seinen Sohn weitergibt. Das sollte Dein Umgang mit seinem schlechten Gewissen sein: ihm Grenzen setzen, dasser über Euer gemeinsames Eigentum nicht allein verfügen kann.
 
P

proudwoman

  • #7
Dein Mann kann mit seinem Gerld machen was er möchte. Mit Deinem Anteil allerdings nicht. Das Problem ist, er hat nach 30 Jahren noch immer ein Problem mit der Scheidung von seiner damaligen Frau. Nun versucht er es irgendwie am Sohn wieder gut zu machen. Da sollte er ansetzen. Ich denke mal, das gibt noch mehr Probleme. Kannst du dein Geld nicht selber anlegen ?
 
  • #8
Danke für Euere Antworten.

Er musste mich fragen, weil das Geld auf beider Namen eingetragen ist. Und weil es ein hoher Betrag ist. Mein Mann hat nie etwas unterschrieben.

Das Geld ist aus dem Hausverkauf meiner verstorbenen Eltern.
Das ist ein Teil meines Erbes. Der Rest ist in der Erbengemeinschaft noch drin.
Wir haben noch mehr Kinder. Deshalb ist diese Summe nur an einen auszuzahlen ,unangebracht. Mein Bruder meinte, der Sohn ist das Kind
von meinem Mann aus 1. Ehe. Also nicht mit uns blutsverwandt.
Das Geld wird heute mit neuem Namen angelegt.Wird heute auf der Bank neu geregelt.

Es geht weniger ums Geld.
Sondern um das schlechte Gewissen, was mein Mann mit Geld auszugleichen versucht. Die vergangene Ehe sollte nach so vielen Jahre verarbeitet sein. Ist sie nicht.

Die Ex spielt genau so eine große Rolle wie der Sohn. Er trat auch bei Beerdigungen oder Familienfeiern wo ich nicht vor Ort sein konnte,
mit der Ex und dem Sohn als Familie auf.

Wir wohnen vom Wohnort der Ex 500 Km weg. Und haben da auch Freunde und Verwandte.

Die Ex hat ihn nach diversrer Fremdgeheri und Langzeitaffären seinerseits verlassen. Das war sein Sohn 7 Jahre.

Ich bin sauer , nicht nur wegen der Manipulation dseines Sohnes.
 
  • #9
Dein Mann kann mit seinem Gerld machen was er möchte.
Aber nur dann wenn sie mit dem Geld nicht ein gemeinsames Projekt planen, das sie dann alleine finanzieren muss weil sein Teil des Geldes weg ist. Das würde ich auf gar keinem Fall mitmachen nur damit sich ein ü40 Typ durchschmarotzen kann. Mich wundert es überhaupt nicht, dass viele Männer im fortgeschrittenen Alter nicht beziehungsfähig sind (bei Frauen kann ich es nicht beurteilen) denn die haben im Elternhaus immer den A*** nachgetragen bekommen, müssten sich nie etwas alleine erkämpfen und mal durchhalten wenn die Zeiten nicht rosig waren. Die Generationen der "Wegläufer" bei jedem mini Problem. Und Mami und Papi sind ja immer da. Gerade hat mir meine Kollegin erzählt, dass ihr Schwager, auch um die 40, die Firma der Eltern, in der er "Geschäftsführer" war fast vollkommen ruiniert hat weil er die als Selbstbedienungsladen gesehen hat. Und die Eltern haben brav immer Nachsicht geübt mit dem "armen Kind" bis sie fast pleite waren und jetzt auch nicht in Rente gehen können wie sie geplant haben.
Wie auch immer, wenn du dein Teil des Geldes für dich komplett behalten kannst dann soll er mit seiner Hälfte tun was er will. Sobald du aber auch nur ein bisschen etwas mitbezahlen sollst weil ihm das verschenkte Geld irgendwo fehlt würde ich das nicht tun.
 
  • #10
Das Geld ist aus dem Hausverkauf meiner verstorbenen Eltern.
Das ist ein Teil meines Erbes.
Damit ist es dein Geld.
Und er hat dich eben gefragt, ob er seinem Sohn ......
Stimmts? Es ist also gar nix passiert, ausser der Frage deines Mannes ?
Egal, wie lange die Ehe vorbei ist - Sohn ist Sohn. Vom Kind wir man nämlich nicht geschieden.
Ja, er darf sagen, was er gerne tun würde - und du darfst NEIN sagen, weils dein Geld (Erbe) ist.
Ganz normaler Vorgang - oder ?
 
  • #11
Mein Mann war vorige Woche auf der Bank und wollte das Geld überweisen lassen. Deshalb bin ich so sauer. Ich wusste von nichts.

Das ganze Geld ist Meins. Und nichts finanzielles findet ohne Absprache mit meinem Bruder und meinen Geschwistern statt. Das machen wir so. Auch bei meinen Geschwistern.

Manipulieren ist bei mir nicht.

Einen hohen Betrag verschenke ich nicht einfach wegen seinem schlechten Gewissen. Mit seiner Scheidung habe ich nichts zu tun.

Und das Geld gehört nicht zum Zugewinn.
 
  • #12
Ich finde du wirfst hier einiges durcheinander.

1) Seinem Sohn finanzielle Zuwendungen zu geben, ist grundsätzlich etwas Gutes, vor allem, wenn der Sohn aus erster Ehe sonst schlechter gestellt wäre, als die Kinder aus zweiter Ehe. Ob der Sohn unselbstständig oder verwöhnter ist, wissen wir nicht. In diesem Fall sollte der Vater auf andere Weise Einfluss nehmen.

2) Woraus du schließt, dass er seine Ehe vor über 30 Jahren nicht verarbeitet hat, erschließt sich nicht wirklich. Selbst wenn es so wäre, warum legst du dann mit diesem Mann Geld an bzw. störst dich jetzt, nach Jahren plötzlich daran?

3) Fremdgehen, Warmwechseln finde ich eine schlechte Basis für eine neue Beziehung. Warum hast du diesen Mann dann geheiratet?

Was das Geld angeht: Wenn es deines ist, sollte er nicht gegen deinen Willen darüber verfügen. Wenn er seinem Sohn etwas schenken möchte, dann bitte von seinem, selbst erarbeitetem Geld.Allerdings wäre es ein großzügiges Zeichen von dir, wenn du deine Kinder finanziell unterstützt und seinem Sohn ebenfalls etwas zukommen lässt. Das wäre ein Zeichen, dass du seinen Sohn auch ein Stück weit als zur Familie zugehörig ansiehst. Wenn sein Sohn noch minderjährig war, als du deinen Mann kennenlerntest, hättet ihr ihn in die neue Familie mit integrieren können. Er ist - sofern ich es richtig verstanden habe- der Halbbruder deiner/eurer Kinder.
 
  • #13
Liebe FS,
Dein Bruder hat Recht, der Sohn Deines Mannes hat kein Erbrecht an Deinem Erbe. Du kannst nach eigenem Gutdünken verteilen. Dein Mann hat Dichja auch nur gefragt und nichts gefordert.

Wenn Du Dein Erbe schützen willst, dann leg' esauf Deinen Namen fest, nicht auf den Deines Mannes - Dann gilt die natürliche Erbfolge der Blutsverwandtschaft und aktueller Ehepartner. So sicherst Du Euren gemeinsamen Kindern ihren Anteil, statt dass er auf Deine und Eurer Kinder Kosten Jahrzehnte sein schlechtes Gewissen kuriert.

Dass er mit seiner Ex und seinem Sohn zu Familientreffen geht, wenn Du nicht mitkannst, kannst Du ihm nicht vorwerfen. Über das gemeinsame Kind bleiben sie immer Familie. Das muss man wissen, wenn man einen gebrauchten Partner heiratet und das ist auch ok.
 
P

proudwoman

  • #14
Mein Mann war vorige Woche auf der Bank und wollte das Geld überweisen lassen. Deshalb bin ich so sauer. Ich wusste von nichts.

Das ganze Geld ist Meins. Und nichts finanzielles findet ohne Absprache mit meinem Bruder und meinen Geschwistern statt. Das machen wir so. Auch bei meinen Geschwistern.

Manipulieren ist bei mir nicht.

Einen hohen Betrag verschenke ich nicht einfach wegen seinem schlechten Gewissen. Mit seiner Scheidung habe ich nichts zu tun.

Und das Geld gehört nicht zum Zugewinn.
Ach du grüne Neune! Das sieht ja schon wieder ganz anders aus! Das hätte unbedingt in Deine Frage reingehört. Das ist Dein ganzes Geld und er fragt nicht mal? Ist ja fast schon..naja..Diebstahl? Gehts noch?was hast Du denn mit seinem Sohn zu tun, habt ihr wenigstens ein gutes Verhältnis zueinander?
Ich würde mich mal beim Anwalt informieren. Ist da irgendetwas vorgefallen, von dem Du nichts weißt? Das ist ein ganz großer Vertrauensbruch und das wäre ein absoluter Trennungsgrund.
Wenn ein naher Familienangehöriger in Not ist, wird darüber gesprochen. Und dann bin ich die letzte, die da nicht hilft. Ich sage mir immer, alles was mit Geld irgendwie zu regeln ist, daran soll es nicht scheitern. Aber dazu setzt man sich zusammen und spricht miteinander.
 
  • #15
Mein Mann war vorige Woche auf der Bank und wollte das Geld überweisen lassen. Deshalb bin ich so sauer. Ich wusste von nichts.

Das ganze Geld ist Meins.
Wow. Wie krass ist das denn bitte.
Übrigens, bevor die Männer hier den Aufschrei machen - kein bisschen minder schlimm finde Ich es, wenn Frauen mit den Kreditkarten ihrer Ehemänner so umgehen, als würde das Geld ihnen gehören.
Ich habe wohl alles in meinem Leben falsch gemacht mit meiner Fairness. Was für ein schönes und entspanntes Leben hätte ich mir machen können wenn ich mir einfach skrupellos und egoistisch alles genommen hätte, was ich hätte haben können...
Ach, Moment, doch lieber nicht. Dann bin ich lieber arm (also das, was manche Elite-Menschen so darunter verstehen) und habe ein gutes Gewissen und genieße mein Leben abseits aller MFH, Lamborghinis usw.
Liebe FS - DAS geht gar nicht. Es ist nicht sein Geld und das ohne dich zu fragen einfach an seinen (40-jährigen!!!!) Sohn überweisen zu wollen, ist an Skrupellosigkeit kaum zu überbieten. Ich würde die ganze Beziehung in Frage stellen.
 
  • #16
Mein Mann war vorige Woche auf der Bank und wollte das Geld überweisen lassen. Deshalb bin ich so sauer. Ich wusste von nichts.
Das ist wirklich ein dickes Ding.

Ich hätte Anfälle bekommen und würde ernsthaft die Beziehung in Frage stellen. Das ist so unverschämt und respektlos, dass man sich wirklich fragt, wie er Dich und eure Ehe wirklich sieht.

Leider darfst Du auf keinen Fall zum business as usual übergehen und so tun als wäre Nichts geschehen. So etwas geht einfach nicht und das muss dem entzückenden Herrn klar gemacht werden - vermutlich mit einem Paukenschlag, damit er es versteht.

Bist Du denn ansonsten das Hascherl in der Ehe? Lässt ihn alles entscheiden? Wenn ja, musst Du Dir dringend einen anderen Platz erkämpfen, sonst ist die Aktion nur der Anfang und er macht irgendwann mit Dir und den gemeinsamen Finanzen, was er will.
 
  • #17
So, ich war auf der Bank. Diese Aktion stand kurz vor Überweisung hätte mein Mann entsprechende Vollmachten gehabt.
Mein Bruder und ich haben entsprechende Vorkehrungen gegen solchen Missbrauch getroffen.

Es war damals kein warmer Wechsel. Er war schon lange geschieden und ich auch als ich ihn kennenlernte. Mit seiner Exehe habe ich nichts zu tun. Er idealisiert die Ex. Und sagt selbst,dass da immer noch was ist.

Vorausschicken möchte ich, dass ich seinen Sohn mag. Er gehört bei uns dazu .
Und das das Kind eine guten Job hat. Aber trotzdem gerne manipuliert und seinen Vater gerne öfter um Geldgeschenke bittet.

Mich stört die Art und Weise, wie er versucht hat an das Geld zu kommen. Heimlich und dann einen hohen 5-stelligen Betrag verschenken ? Um sein schlechtes Gewissen zu betäuben ?
Ich glaube, da wärt wohl so Mancher sauer.

Mein Mann neigt zu Heimlichkeiten. Da sprechen die Langzeitaffäre und das Fremdgehen seine eigene Sprache.

Als er die Familie verließ war der Sohn ein Schulkind.
Diese Zeit kommt nie wieder zurück.
 
  • #18
Mein Mann war vorige Woche auf der Bank und wollte das Geld überweisen lassen.
Das nennt man „veruntreuen”. Und es ist ein schönes Beispiel dafür, daß Untreue nicht auf das Sexuelle beschränkt ist. Was hier passiert, ist eigentlich noch viel schlimmer, denn hier wird der Fragestellerin, überideellen Wert des elterlichen Erbes ein nicht mehr zu korrigierender finanzieller Schaden zugefügt. Vom ideellen Wert des elterlichen Erbes erst gar nicht zu reden.

Für mich wäre die Ehe an dieser Stelle zu Ende.
 
  • #19
@ 12 u. 14,
Ihr Mann hat eigenmächtig hinter dem Rücken der FS bei der Bank versucht an das Geld -welches allein aus ihrem Erbe besteht- ranzukommen u. einen Teil davon seinem Sohn zukommen zu lassen!

Er hielt es nicht für notwendig mit ihr über den Verbleib IHRES Geldes zu reden!

Das geht gar nicht!
 
  • #20
Liebe FS,
bist Du Dir sicher, dass er das Geld wirklich seinem Sohn geben wollte oder einfach nur beiseite schaffen wollte weil er sich von Dir trennen will??
Nur so ein Gedanke, der mir beim Lesen kam
W51
 
  • #21
Liebe FS,

für mich passen Überschrift und Inhalt Deiner Frage (auch) nicht zusammen.

Was das Geld betrifft, liest sich Dein Text eigenartig. Es klingt so als ob Ihr mal eben geheiratet habt ohne Euch über Eure Werte und Vorstellungen oder überhaupt mal verständigt zu haben. Scheinbar sind da zwei, die nicht dieselbe Sprache sprechen. In einer Beziehung bespreche ich gemeinsam auch finanzielle Dinge, obwohl sie "nur" meine Freundin ist und selbst wenn es "nur mein" Vermögen betrifft. Ob ich dann ihrem Rat und ihrer Meinung folge ist dann eine andere Sache.

Mein Mann war vorige Woche auf der Bank und wollte das Geld überweisen lassen. Deshalb bin ich so sauer. Ich wusste von nichts.
Wie kommt Dein Mann dazu über Deinen Kopf hinweg entscheiden zu wollen?

Aber auch Du klingst "flapsig", nachlässig und inkonsequent.

Das Geld wird heute mit neuem Namen angelegt.
Warum nicht auf Deinen Namen oder dessen der Erbgemeinschaft?
Wählst Du Deine Formulierungen nur so, weil es scheinbar nicht wichtig ist oder dazu bzw. hierher gehört?

Es vermittelt zumindest den Eindruck, dass Du Deine Dinge nicht eindeutig zu regeln weißt und im Nachhinein (unberechtigter Weise) eingeschnappt bist.

Vielleicht höre ich da nur meine Flöhe husten.

Was das schlechte Gewissen betrifft, gebe ich Dir absolut Recht, dass das Geschehene nach so vielen Jahren verarbeitet sein sollte. Da dies scheinbar nicht so ist, wäre sicher das Warum sehr interessant. Was ist damals (so Schwerwiegendes) vorgefallen und wie ist die Einstellung Deines Mannes heute dazu und welche Einstellungen hat er zu aktuellen Eventualitäten?

Zu bedenken gibt es für Dich aber auch, dass über seinen Sohn seine Ex-Frau immer eine gewisse Rolle spielen wird, auch ohne Dich.

Insgesamt hinterlässt Dein Text den Eindruck, dass Ihr versäumt habt einiges über, bei und mit Euch zu klären und das gilt es jetzt endlich nachzuholen.

PS: Wie lange kennt Ihr Euch und seid Ihr verheiratet?
 
  • #22
Liebe FS,

falls ihr keine Gütertrennung habt - und du das Erbe nicht in die gemeinsame Ehe mitgebracht hast, also es dir während der bestehenden Ehe zufiel, gehört es hälftig deinem Mann. Nicht deinem Bruder bzw. anderen Geschwistern, nur dir und deinem Mann (die Geschwister werden ja alle ihren eigenen Anteil aus dem elterlichen Erbe bekommen haben, oder?).
Und im weiteren Erbschaftsfall, also nach dem Tod von euch beiden, ginge es zu gleichen Teilen an eure Kinder über. Egal, ob es sich dabei um den Sohn aus erster Ehe deines Mannes handelt, oder um eure gemeinsamen Kinder.
Bei Gütertrennung sähe das anders aus: dein Erbe gehörte nur dir, der Sohn deines Mannes bekäme in deinem Todesfall nichts, im Todesfall seines Vaters das von seinem Vater für ihn vorbestimmte Erbe aus dessen Vermögen, zumindest einen Pflichtteil aus eben dem Vermögen des Vaters. Hier müsste allerdings sein Sohn mit euren gemeinsamen Kindern teilen.

Problematisch finde ich allerdings, dass dein Mann - ohne mit dir darüber zu reden - versucht, Geld aus der gemeinsamen Kasse an seinen Sohn zu überweisen. Hier solltest du dich fragen, wo es in eurer Ehe hakt, das kann nicht sein "schlechtes Gewissen dem Sohn gegenüber" sein, die Gründe stecken wohl tiefer.

Zu alledem würde ich einen Fachanwalt heranziehen; nur dort bekommst du verbindlichen Rat.
 
  • #23
Wir kennen uns seit über 30 Jahren und sind seit 25 Jahren verheiratet.

Mein Mann war mit seinem Sohn auf der Bank und wollte ihm das Geld auszahlen lassen. Ohne zu mich zu fragen.

Seine Ex sollte keine Rolle mehr spielen. Sie ist die Mutter des Sohnes. Mehr nicht. Der Sohn ist ein erwachsener Mann. Und er ist kein Besuchskind.
Ich habe nichts mir ihr zu tun.

Ich bin weder flapsig noch inkonsequent. Das mit dem Erbe war vorher schon unter uns Geschwistern geregelt. Und solche Summen gehen nicht einfach mal so in andere Hände.

Von meinem Mann habe ich immer viel gefallen lassen. Er ist dominant und ein Egomane.

Als meine Eltern starben, kurz nacheinander, wurden meine Geschwister und ich zu einer Erbengemeinschaft. Wir sprechen alles was aus dem Erbe ausgezahlt wird miteinander ab.
Und sind uns da auch einig.

Ich habe meine Angelegenheiten sehr wohl geregelt. Und das muss auch sein.

Schlechtes Gewissen mit Geld gegenrechnen ? Aber nicht mit meinem Geld.
 
T

Toi et moi

  • #24
Ich denke, dass dein Mann (warum auch immer) versucht hat das Geld für sich zu vereinnahmen. Das ist natürlich ein Vertrauensbruch. Es sei denn, du hast in deinem Thread etwas wichtiges nicht erwähnt. Vielleicht schuldet Ihr ihm Geld oder ähnliches? Wenn all das nicht der Fall ist, wäre es für mich ein Vertrauensbruch.
Es geht natürlich nicht, dass dein Mann ohne dein Erlaubnis dein Geld an seinen Sohn überweist. Aber Du sagst, es sei Euer Geld (gehört euch beiden) und im zweiten Post sagst Du das Geld sei Dir und deinem Bruder. Ich bezweifele es aber sehr stark, dass diese Geschichte etwas mit seiner EX-Frau oder mit seinem schlechten gewissen zu tun hat.
Ich denke, du versuchst die Schuld auf sie zu schieben, weil du dir nicht eingestehen willst, dass Du und Dein Mann erhebliche Probleme miteinander habt.
 
  • #25
Irgendwie kommt die Wahrheit hier sehr scheibchenweise ans Licht. Nach der x- ten Einlassung der FS hat die Frage mit der am Anfang nicht mehr wirklich viel zu tun. Daher kann man auch einige Antworten getrost als "unter falschen Voraussetzungen gegeben" abhaken.

Dennoch verstehe ich verschiedene Dinge nicht.
Wie kann Geld kurz vor der Überweisung stehen, wenn doch keine Vollmacht des Unterschreibenden vorliegt?
Wieso muss das Geld dann auf einen anderen Namen angelegt werden, wenn der Gatte doch sowieso nicht drankommt?
Was bitte hat der Bruder der FS mit dem Konto zu tun ?

So viele Ungereimtheiten - so viele nicht stimmige Dinge. Mal ist es das Geld der FS, dann das der Erbengemeinschaft, dann wiederum das der Eheleute. Ein Mann, der weiss, dass er keine Vollmacht über das Konto hat, will dennoch von ebendiesem Konto überweisen? Und der Banker merkt das erst im Nachgang?

Die ganze Story kann so nicht stimmen. Und daher kann auch keine Frage beantwortet werden.
 
  • #26
falls ihr keine Gütertrennung habt - und du das Erbe nicht in die gemeinsame Ehe mitgebracht hast, also es dir während der bestehenden Ehe zufiel, gehört es hälftig deinem Mann.
§
Sorry, aber du solltest erst mal im BGB nachlesen. § 1374 Abs. 2 wäre hier sehr interessant.
Bitte - keine Rechtsberatung ohne genaue Kenntnis.
Diese Sache ist verzwickt genug - hier geben mit Absicht Menschen wie @noreia, die etwas davon versteht als Juristin, keine Bewertungen ab. Und ich habe mich im Grunde auch schon zu weit vorgewagt.
 
  • #27
Fragestellerin, ich vermute dass du mit 'unser Geld' ... deine Familienseite gemeint hast.
Desweiteren dass eure Hausbank die Überweisung netterweise vorbereitet hatte, weil dein Mann bei der Bank so vorgesprochen hatte als wenn es mit dir bereits geklärt sei, und man auf deine Unterschrift bzw. Vollmacht warten würde ... dass du also dafür die Formulierung verwendet hast ... 'das Geld würde kurz vor der Überweisung stehen' ...

Tipp:
Sichere die Daten aller gemeinsamen Konten und Werte aus dieser Ehe. Mache Fotokopien.

Ich bitte dich, in jedem Fall dir sofort, dir eine sichere Wohnung zu nehmen, zu der dein Mann keinen Schlüssel hat.
Du sagst ja selber, dass er ein 'Egomane und sehr dominant' wäre.
Auch dein Stief-Sohn ist hinterhältig.

Lies noch mal den Beitrag von Lucy aus dem Süden.
Und auch alle sonstigen Foristen sind sehr voraus ahnend hier.

Wir wollen nicht, dass er dich beschimpft oder dir Unterschriften abverlangt, unter welchen Umständen auch immer ...

Meine Schwester hat mal in intriganter Absicht gegen meine Mutter einen Entmündigungs-Antrag gestellt. Es hat ein dreiviertel Jahr gedauert bis wir die Mutter aus diesem Antrag befreien konnten.
Da laufen sofort die Amtsmühlen und Zwangs-Untersuchung und Gerichts-Bescheide.
Also wenn du vermögend bist ... sei vorsichtig!
Und mache bereits heute eine Patientenverfügung, wo deine Geschwister oder gute Freunde eingetragen sind.
Geh in eine Notdienst-Apotheke - die haben solche Vordrucke.
Sorge dafür dass Vertrauensleute noch heute Nacht derartige Verfügung bekommen.
Damit du nicht in die Hände habgieriger Erbschleicher und undankbarer Familienmitglieder gerätst.

Alles Gute!
 
  • #28
An Tom26 :

Das Konto ist das Konto der Erbengemeinschaft meiner Geschwister und mir. Mein Bruder verwaltet das Konto.
Wir sind auf der Bank viele Jahre bekannt. Und wohnen in einer Kleinstadt. Der Banker nahm an, dass ich Bescheid wüßte. Wußte ich nicht.
Dann sah er, dass mein Mann keine Handhabe hat. Und hat mich dann informiert.

Wir haben Gütertrennung. Das wollte mein Vater damals so. Mit Recht wie ich einsehen muss.

Mein Mann hat versucht mich zu betrügen und zu bestehlen.

Ich habe ihn hier schon beschrieben. Dominant und sich über alle Grenzen hinwegsetzend.

Mach eigener Aussage wollte er seinem Sohn Geld schenken um damit sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Das sagte er heute.
 
  • #29
Ein älterer Mensch kann sein Gewissen und seine Lebenseinstellung nicht mehr überdenken. Zudem gehört das Kind zur Familie. Jeder Mensch manipuliert, um an seine Vorzüge zu kommen. Der Sohn tut nur, was gut für ihn ist. Und der Vater gibt, was er kann, dafür ist er Vater.

Es ist normal in heutiger Zeit, dass Eltern ihr ganzes Geld den Kindern überreichen, besonders wenn man Älter ist.

Deswegen sollte man sich gut überlegen, ob man in so eine Familie einheiratet, wo Kinder bestehen. Gerechtigkeit gibt es nicht! Alles Gute!
 
  • #30
Ich stelle mir die gleichen Fragen wie @Tom26 und ich bitte die Fragestellerin um Aufklärung und eine strukturierte Beschreibung der Problemlage. Als Anhaltspunkte können hier sehr gern die von @Tom26 gestellten Fragen hergenommen werden. Ich finde, vorher kann man irgendwie keine sachliche Antwort geben.