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Gast

  • #1

Wie findet Mann/Frau im Online Dating heraus wen man vor sich hat

Mit langen Mails, Fragen und Gegenfragen, langwierigem hin und her, keine Ahnung haben wen man da vor sich hat, den Versuch es herauszufinden ... Die Anonymität auch noch dazu anregt mehr oder weniger unehrlich zu sein …. Da taucht die Frage auf, wer mogelt mehr ich oder der andere.
Aber wie soll man herausfinden wer da am anderen Ende in die Tasten trommelt???

Wer daran interessiert ist möglichst schnell zu erkennen wen man vor sich hat, kann nach emotionaler Betroffenheit suchen und dort ansetzen. Was geht und was geht nicht, und da ein klein wenig gegenläufige Bemerkungen reichen aus. Schon fallen alle Masken ;-))
Es ist schon interessant, zu welchen Aussagen sich die einen oder anderen hinreißen lassen, wenn sie sich betroffen fühlen. In emotionaler Betroffenheit zeigt sich deutlich wes Geistes Kind dahinter steckt.
Voilà, so könnte man die Ehrlichkeit locken ....

Könnte man so die vollkommen unüberschaubaren Angebote an Singles im Netz sortieren?

Welche Strategien verfolgt ihr bei der Suche?
 
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  • #2
Es gibt eine Erfindung namens Bildtelefon. Da wird es schon bedeutend schwerer, Bild und Ton zu manipulieren.

M
 
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  • #3
M42
Nun, ich bin dafür es schnell zu einem Telefonat und dann zu einem Treffen kommen zu lassen.
Ewiges hin und her Geschreibe führt nur zu falschen Erwartungen.
 
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Gast

  • #4
Es ist schon interessant, zu welchen Aussagen sich die einen oder anderen hinreißen lassen, wenn sie sich betroffen fühlen. ... Voilà, so könnte man die Ehrlichkeit locken
Da muß ich energisch widersprechen. Betroffen fühlen sich auch die Ehrlichen, und Du wirst anhand der Reaktion einer Dir noch unbekannten Person nicht unterscheiden können, ob da ein "getroffener Hund bellt" oder jemand sich wegen unangebrachter Unterstellungen brüskiert fühlt.

Beispiel: Du schreibst einem Mann, daß Du für einen ONS nicht zu haben bist, und merkst dann an seiner Antwort, daß die Frage irgendwie "getroffen" hat. Viele Deiner Geschlechtsgenossinnen würden jetzt sofort schlußfolgern: aha, er ist sauer, weil ich ihm die Tour vermasselt habe. Und sich ob des in die Flucht geschlagenen Affärensuchers auf die Schulter klopfen. Ich aber sage Dir: ein Mann, der Dich in ehrlicher Absicht kontaktiert hat, fühlt sich von der Unterstellung samt schon mal vorgeschobenem Riegel ebenfalls getroffen, weil er Dir nämlich keinen Anlaß gegeben hat, so über ihn zu denken.

Mithin hast Du genau den in die Flucht geschlagen, der Dir eigentlich hätte willkommen sein müssen, und Du freust Dich auch noch darüber.
 
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  • #5
Ein paar Mails, ein paar Eckdaten (ich mag z.B. keine Raucher), telefonieren und treffen.
Langes Mailen erachte ich als sinnlos
w, 42
 
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  • #6
Da muß ich energisch widersprechen. Betroffen fühlen sich auch die Ehrlichen, und Du wirst anhand der Reaktion einer Dir noch unbekannten Person nicht unterscheiden können, ob da ein "getroffener Hund bellt" oder jemand sich wegen unangebrachter Unterstellungen brüskiert fühlt.

Beispiel: Du schreibst einem Mann, daß Du für einen ONS nicht zu haben bist, und merkst dann an seiner Antwort, daß die Frage irgendwie "getroffen" hat.... .
Ich denke wenn der Fragesteller das so gemeint hätte, wie du es auffasst, hätte er sich selbst ins Knie geschossen.
 
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  • #7
Man muss sich mit Menschen direkt treffen, wenn man sie kennenlernen möchte. Bilder, Mails und Telefonate reichen einfach nicht aus.
Das Sortieren anhand von virtueller Information halte ich für schlecht!
 
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  • #8
Zunächst mal: Austausch per Mail, sich interessieren, Fragen stellen, telefonieren - den vorherigen Austausch damit vertiefen. Danach kann man schon eine Vorauswahl treffen und feststellen, ob ein Treffen überhaupt Sinn macht, wenn da schon zu vieles nicht übereinstimmt.

Wenn es dann noch passt steht natürlich das sich persönlich beschnuppern an, denn neben allen Gemeinsamkeiten, man muss sich auch riechen können, sehen mögen und sich in der Gegenwart des anderen wohl fühlen.

Es nützt mir nichts, wenn ich jemanden ohne großen Austausch treffe, ihn vom Äußeren her ganz ok finde, im Verlaufe des Treffens (oder mehrerer) feststellen muss, dass es keine Gemeinsamkeiten gibt.
Deshalb ist die schnell-treffen-Variante eher geeignet, wenn es nur auf Äußeres ankommt.
 
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  • #9
Ein wenig schreiben, ein wenig telefonieren und nicht allzu lange warten, bis man sich trifft. So ein PC ist so geduldig wie Papier und nur indirekte Kontakte führen irgendwann nicht weiter im "echten Leben". Taktieren mit gezielten Fragen, Unterstellungen oder "Glatteissituationen" kann ja ganz nett sein, aber ob das wirklich zu handfesten Erkenntnissen führt, wage ich stark zu bezweifeln. Viele zu viele Möglichkeiten der Fehlinterpretation.
 
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  • #10
Wer meint, zu wissen, wen er durch paar Daten oder Ausplaudereien vor sich hat, der kann auch gehörig auf die Nase fallen. So ging es mir schon mal. Da unterhält man sich ein halbes Jahr ganz nett und meint, den Menschen zu können, plötzlich entpuppt er sich bei der erstbesten Meinungsverschiedenheit oder weil man mal 5 Minuten zu spät zum Chat kam,zum aggressiven Psycho. Seitdem bin ich mit solchen Aussagen vorsichtig. Manche Menschen sind hinter ihrer unscheinbaren Maske unberechenbar.
 
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  • #11
während der Schreibphase keine Suggestivfragen stellen, so agieren, dass der andere frei schreiben muss, darauf achten, dass dabei mehr als nur Stichworte herauskommen, kann oder will er nicht aktiver werden, war's da schon im Vorfeld
w
 
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Gast

  • #12
Ich habe festgestellt, dass diejenigen, die im Online-Dating aus Selbstschutz über Dreistigkeit bis Eigennutz zu Lügen gegriffen haben, am misstrauischsten waren.
Da sich für mich Täuschung und Liebe völlig widersprechen, spiele ich mit offenen Karten. Wenn die Lügner das merken, enttarnen sie sich oder flüchten.

Ich sage jetzt mal provokativ, Lügen gehören schon fast zum Online-Dating wie das Amen in die Kirche...

Mich haben diese Erlebnisse wachsamer und zurückhaltender gemacht. Ich schaue i.d.R., wie die Unterhaltung fließt und welche Infos er preisgibt. Klingt es beschönigend, hält er wichtige Infos zurück etc. Natürlich habe ich auch grundehrliche Männer getroffen, die gleich sehr persönlich wurden, z.T. ohne mich je gesehen zu haben.
Das ist mir dann auch unangenehm, und ich dränge hier dann zu einem Treffen, sofern ich überhaupt noch eines möchte.
Am besten war der Dipl.-Psychologe, der sehr lange, detaillierte Mails vorangehen ließ, dies als wichtiges Auswahlkriterium erachtete und dann sehr überrascht war, als ich äußerlich wohl gar nicht in sein Bild passte. Man merkte, wie es in ihm arbeitete. Gerade er müsste etwas von Projektionen verstehen (für Nicht-Psychos: Vorstellungsbilder aufgrund selektiver oder verzerrter Information)... :)
Nein, ich gehe ganz nach meinem Gefühl, und das sagt mir nach einigen Jahren Online-Erfahrung sehr genau, wen ich vor mir habe bzw. was zwischen uns möglich ist.
Ganz sicher ist. Mit jeder Lüge, ob offen oder nur vermutet, schwindet mein Vertrauen und damit seine Chance, mich für sich zu gewinnen. Eine Lüge muss schon sehr gut begründet oder einmalig sein. Falls ihm diese zu mühelos über die Lippen gehen, müsste ich langfristig vermuten, auch in den Genuss dieses Talents zu kommen. Und da bin ich ganz empfindlich - das geht gar nicht in einer Beziehung. Notfalls lasse ich mir viel Zeit, bis ich den Eindruck habe, jemanden wirklich einschätzen zu können. Hat er diese Zeit nicht, war er es sowieso nicht...

Ich denke, die meisten Enttäuschungen und Pannen entstehen aus einer überschäumenden, ungestümen Sehnsucht nach einem Partner oder aus Ängsten heraus, nicht zu gefallen oder falsch zu handeln. Es täte vielen gut, hier mehr Selbstsicherheit und innere Ruhe zu entwickeln, so dass sie ihren eigenen Sinnen noch vertrauen können.

w
 
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Gast

  • #13
Hallo, ich habe eine Frau in einer SB kennen gelernt. Wir haben uns ca. 3 Wochen geschrieben, bis sie mich frug, ob wir uns nicht mal treffen wollten. Da wir uns beinahe täglich schrieben, hatte ich bereits ein ziemlich konkretes Bild von ihr vor Augen.
Als wir uns dann endlich trafen, war sie natürlich völlig anders als in meinen Vorstellungen.
Trotzdem war ich sehr von ihr angetan und wir haben uns bereits des öfteren getroffen.
Auch wenn ich das Schreiben mir ihr genossen habe, würde ich, wenn ich nochmal in die Situation kommen würde, versuchen mich nach kurzen Schreibkontakt möglichst schnell mit ihr zu treffen, sonst hat man ein zu konkretes Bild vor Augen.
Je genauer das Bild von dem Gegenüber ist, was man sich vorstellt, desto größer ist meiner Meinung die Gefahr, entäuscht zu werden.
Es spielen ja schließlich noch mehr Eigenschaften eine Rolle, wie z.B. Aussehen, Bewegung, Geruch, Ausstrahlung usw.
m 46