• #1

Wie Einigung mit Partnerin und Kindsmutter finden?

Hallo, ich bin Peter und 43 Jahre. Mit meiner Partnerin 37 habe ich zwei Kinder, knapp 4 und 2.
Seit die Kinder da sind, haben wir sehr unterschiedliche Vorstellung von Familienleben und Planung.
Meine Partnerin wollte gar nicht mehr arbeiten und sich einfach nur um Kinder und Haushalt kümmern.
Habe sie dann überzeugt bekommen, seit einem Jahr einen Teilzeitjob anzunehmen. Da war sie bereits mächtig angesäuert, hat den Haushalt schleifen lassen, mir oft Sex verweigert und mich in jeder freien Minute versucht in Haushalt und Kinderbetreuung einzuspannen.

Darüber hinaus hatte sie immer den Wunsch, dass ich sie nach den Kindern heirate, dies war aber nie so zwischen uns abgemacht. Habe ihr das Anfang des Monats gesagt und seitdem herrscht zwischen uns beiden Krieg. Sie weigert sich, auch nur einen Handgriff im Haushalt für mich zu machen, kocht nicht mehr für mich mit, hat schon mit den Kindern gegessen wenn ich heimkomme. Wäsche, Besorgungen, Einkaufen, das alles muss ich für mich nun selber machen. Sie verweigert den Sex und lässt sich körperlich furchtbar gehen.
Habe ihr gesagt, dass sie unsere Familie zerstört und im Streit auch, dass ich mir Sex woanders suchen und gleich komplett gehen werde. Sie meinte nur, dann könne auch sie sich wieder einen Mann für Sex suchen und wäre mich endgültig los. Sie scheint es geradezu darauf anzulegen. Ich will unsere Familie besonders der Kinder wegen nicht zerstören. Wie bekomme ich sie wieder zur Vernunft?
 
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  • #2
Lieber FS,

ihr habt euch gerade auf ein sehr niederes Gesprächsniveau begeben und da bedarf es erst einmal der Reinigung. Scheinbar funktioniert die Kommunikation zwischen euch schon etwas länger nicht mehr. Mit Drohungen wird man kaum etwas kitten können. Ihr seid eine Gemeinschaft, wo beiderseitig die Bedürfnisse und Erwartungen in Einklang zu bringen sind. Viel Glück!
 
  • #3
Hallo ringer,

meiner Meinung nach ist Eure Familie und vor allem die Ehe endgültig zerstört. Wir können uns nur darauf beziehen, was Du hier schreibst und nicht darauf, was vielleicht noch geschehen ist, hier aber nicht steht. Du hast es wohl geschafft, und die Familie kaputt bekommen... und unterschätze NIEMALS so kleine Kinder! Ich bin ü40 und kann Dir heute noch detailliert berichten, wie die Reizwäsche der Geliebten meines Vaters aussah, und ich war noch nicht mal im Kindergarten, als ich diese Beobachtungen live machen mußte am "Papatag"... Eure Kinder bekommen ALLES mit! Deine Noch-Frau tut mir leid. Wenn Du Deine Kinder wirklich liebst, laß' Deine Frau in Frieden gehen, unterstütze Deine Kinder finanziell und in der Betreuung, gönne Deiner Frau ein GUTES Leben ohne Dich und such' Dir Deinen Sex, etc. wo Du willst. Aber bitte: das meine ich ernst, verhüte diesmal gründlich!

Ich hoffe im Interesse dieser kleinen Kinder, dass Ihr eine friedliche Regelung findet, dass jeder von Euch Erwachsenen seines Weges gehen und sein Leben leben kann, und dass die kleinen Kinderseelen endlich ihren Frieden bekommen,.. traurig, wer alles meint, Kinder in die Welt setzen zu müssen und die Reife dafür gar nicht besitzt. Das hat nichts mit dem Lebensalter zu tun.
 
  • #4
Hallo Peter, ich hoffe mal, du hast nur unglücklich formuliert, oder das ist ein Fake und der Text entspricht nicht deiner Geisteshaltung.

Also sie ist Deine Putze, deine Köchin, deine Frau fürs Bett. Da soll sie deine Grundbedürfnisse nach Essen, Sex, Ordnung befriedigen. Wenn sie das nicht zur Zufriedenheit erfüllt, wird sie ausgetauscht.
Welchen Mehrwert hast du in diesem System für sie? Sie sieht nicht, welchen Benefit du für ihr Leben bietest. Da setze an.

Ziehe besser schon mal den Kopf ein für die Kommentare hier.
 
  • #5
Na ich glaube, dass ihr Verhalten eine Trotzreaktion ist, weil sie ihre Wünsche nicht erfüllt bekommt. Gut, Kinder hat sie nun, aber offenbar war ihre Vorstellung ein eher konservatives Familienkonstrukt, während dir das nicht so wichtig ist. Habt ihr darüber nicht VOR dem Familiegründen gesprochen?

Ich finde, dass du schon Recht hast, wenn du von ihr verlangst, zum Familieneinkommen beizutragen. Ich halte das für den Normalfall, und 30h/Woche ist echt nicht zuviel verlangt. Trotzdem denke ich, dass du dann auch deinen Beitrag zum Haushalt leisten musst. Auch das halte ich für normal.

Andererseits denke ich, dass dir von vorneherein kein Zacken aus der Krone gebrochen wäre, wenn du sie gern geheiratet hättest. Immerhin habt ihr ja auch eine Familie gegründet. Ich weiß, dass Heiraten heute nicht mehr notwendig ist, aber wenn es ihr eben so wichtig ist, und du grundsätzlich mit ihr zusammenbleiben willst, dann solltest du zumindest nochmal drüber nachdenken, und dich mit ihr unterhalten, wie sie sich dann das künftige Eheleben vorstellt.

Ich habe aber aus deinen Schilderungen nicht den Eindruck, dass ein sachliches Gespräch noch möglich ist zwischen euch, schließlich sagst du im Streit auch schnell mal ziemlich gemeine Sachen. Dass da die Gefühle bei ihr verloren gehen, kann ich auch wieder verstehen. Wer weiß, ob sie dich hypothetisch überhaupt noch heiraten WILL, wenn du ihr mitteilst, dir notfalls eine andere Sexpartnerin zu suchen. Ich finde, in deiner Verzweiflung trägst auch du durch Unsachlichkeit und Vorwürfe zum Zerfall eurer Familie bei.

Mein Vorschlag: hinterfrage dich, was dein Anteil ist, an welcher Stelle du auch auf sie zugehen kannst, und wo Kompromisse gefunden werden können. Jeder muss ein Stück seiner Vorstellungen aufgeben. Wenn das gar nicht mehr möglich ist, dann solltet ihr über eine Trennung nachdenken, aber eben auch versuchen, neben allen Emotionen die Sachlichkeit nicht zu verlieren.
 
  • #6
Klingt so, als wärest Du an eine Frau geraten, deren Partnersuche hauptsächlich von dem Wunsch bestimmt war, Kinder in die Welt zu setzen und einen Versorger zu finden.

Mein erster Impuls war, als Reaktion auf den offensichtlich als Druckmittel eingesetzten Sex mit einer Einschränkung des Geldflusses zu reagieren. Einfach mal, damit sie einen Eindruck von der Schmackhaftigkeit ihrer eigenen Medizin bekommt. Allerdings begäbest Du Dich damit auf ihr Niveau und die Lage würde sich nur noch weiter zuspitzen. Eine adäquate Lösung ist das, auch im Hinblick auf die Kinder, sicher nicht.

Auf die Ehe solltest Du Dich unter solchen Vorzeichen unter gar keinen Umständen einlassen. Damit werden Deine Probleme nämlich erst anfangen.

Ich rate eigentlich nicht gerne zur Trennung. Insbesondere dann nicht, wenn Kinder im Spiel sind. Aber hier scheint es mir angebracht, darüber nachzudenken. Ich sehe in Deiner Beschreibung nämlich ausschließlich Anzeichen für jene Sorte Frau, die in emanzipierten Zeiten der Graus jedes klardenkenden Mannes ist. Sie setzt Sex und Hausarbeit als Druckmittel ein und will nicht arbeiten, scheint dafür aber eine selbstbewusste Forderungshaltung zu pflegen. Mit 37 wird die sich auch nicht mehr ändern.
 
  • #7
Ich finde es grausam wie du dich ihr gegenüber verhälst. Sie hat mit dir zwei kleine Kinder im schwierigen Trotzalter, Haushalt und Teilzeitjob. Und du heiratest sie nicht, du fühlst dich auch noch eingespannt in Kinderbetreuung und Haushalt. Ich würde es wie sie sehen. Nur dass ich mich längst getrennt hätte.
 
  • #8
Was kommt bei mir an?

Ein Paar, die zusammen 2 Kinder bekommen hat, eher ihr Wunsch als seiner.

Ein Mann, der der Meinung ist, Kinder, Haushalt ist eher Frauensache, macht man nebenbei. Das ist nicht wirklich Arbeit, anstrengend, zählt nicht.

Die Vorstellung einer Partnerschaft
- Niemals Ehe, weil verbindlich?
- Frau sorgt für sich selbst, vollständig, finanziell, Haushalt
- Mann bekommt Sex, Essen, Wäsche, gemacht - und Frau darf weder Ansprüche stellen, noch schlechte Laune haben...

Wo ist der Benefit der Frau?
Der tolle Sex?
Oder dass sie sich mehr wenigstens oben Kinderwunsch erfüllt bekommen hat und (mit Zähneknirschen) etwas finanzielle Beteiligung?
Das ist was ankommt, @ringer, korrigiere das Bild, falls unzutreffend.

Falls es zutrifft, wundert mich der Krieg nicht, allerdings wäre ich an Stelle der Frau viel früher gegangen, und hätte auch nie versucht, Familie und Kinder mit so einem "Partner" zu haben.

Warum trennt ihr Euch nicht?
Versucht wenigstens eine friedliche Trennung hinzubekommen?
Vielleicht gelingt es Dir ja, wenigstens noch Vater zu werden, nicht nur dem Titel nach.
Ihr seid beide Eltern geworden, und bei 2 Kindern und Deinem Alter hättest Du es ja auch verhindern können.
Ich hoffe, dass Du wenigstens dann Unterhalt für die Kinder zahlst, und Du Dich nicht zumindest vor dieser Verantwortung drückst.

Und zu dem was aus Deinem Thread ankommt,
Zumindest lese ich nichts von Empathie, Gefühl, Zuneigung für die Partnerin oder die Kinder, ich lese nur gekränkte Gefühle - fast als ob Du betrogen worden wärst.

Aber nenn uns einen Grund, warum Deine Partnerin weiterhin Deine Haushälterin sein sollte und Dir bei Bedarf auch sexuell zur Verfügung stehen muss?

Sollte alles ganz anders sein, eine Fehlinterpretion - dann entschuldige.
Sollte es den Tatsachen entsprechen, würde mir noch einiges an Kommentaren einfallen, was ich selbst weg zensiere.

Die Seite der Partnerin würde ich gerne hören.
Mein Mitgefühl für die Kinder, das sind hier auf jeden Fall die Opfer.
 
  • #9
Sorry aber auch mich wirkst du total empathiebefreit.

Sie war "angesäuert", weil sie neben den Kids arbeiten geht und du ihr anscheinend nicht bereit bist, im GEMEINSAMEN Haushalt zu helfen? Kann ich gut verstehen! Das wärst DU wohl auch!

"Sex verweigert"? Ist sie deine Dienerin? Stell dir mal vor, dass sie vielleicht einfach nur müde war vom Alltag! Und im Übrigen ist es ihr gutes Recht, Sex zu "verweigern", wenn sie nicht möchte!

Wäsche, Besorgungen, Einkaufen, das alles muss ich für mich nun selber machen.
Du tust mir ja fast leid (Ironie off).

Habe ihr gesagt, dass sie unsere Familie zerstört und im Streit auch, dass ich mir Sex woanders suchen und gleich komplett gehen werde.
Na klar, Schuld sind sowieso die anderen und wenn du nicht bekommst was du willst, dann drohst du und stampfst mit den Füßen auf den Boden wie ein kleines Kind.

Zur "Vernunft" bringen? Bist du ihr Vater? Du meinst wohl, wie bringst du sie dazu dass sie wieder nach deinen Vorstellungen funktioniert! Um IHR Wohl geht es dir doch gar nicht, und sie scheint sich schon längst in deiner Gegenwart nicht mehr gut zu fühlen! Die Beziehung retten kannst du nur, wenn du bereit bist ihr entgegen zu kommen und dich nicht wie ein Pascha aufzuspielen und wie ein trotziges Kind zu bocken, wenn du etwas nicht bekommst!

Aber ganz ehrlich: Nach deinen Post habe ich ein ganz klares Bild von dir und ich an ihrer Stelle wäre froh, wenn du weg wärst. Wenn mein Partner mir sowieso keine Stütze ist und nur fordert, was will man dann mit so einem? Da kann man als Frau und den Kindern ganz gut alleine leben.

w(28)
 
  • #10
#2 kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Es ist doch nicht alleine seine Schuld?! Sicherlich habt ihr, lieber FS, beide euren Teil dazu beigetragen und falsch oder zu wenig kommuniziert. Ich erlebe das immer wieder, dass Menschen Kinder bekommen und sich eigentlich erst Gedanken über die Lebensplanung machen, wenn die Kinder schon auf dem Weg oder da sind. Die Aufgabenverteilung hättet ihr, da sie jetzt ja so ein Streitpunkt ist, also besser vorher besprochen (kann natürlich sein, dass ihr das getan habt und sich einer von euch jetzt nicht daran hält). Aber das hilft euch jetzt auch nicht sehr viel. Ich finde auch, dass ihr euch beide gleichermaßen daneben benommen habt. Das könnt ihr jetzt nur hinkriegen, wenn ihr wieder zur Sachlichkeit übergeht und das in Ruhe plant und diskutiert.

Warum möchte sie denn nicht mehr arbeiten? Wird es ihr zu viel oder möchte sie einfach nicht mehr, weil sie das quasi als ihr Frauenrecht ansieht (kenne da so einige Beispiele)? Könnt ihr Wege finden, um die Aufgaben gerechter zu verteilen? Du solltest natürlich nicht den Fehler machen, eine Teilzeitstelle und den alleinigen Haushalt + 2 kleine Kinder zu unterschätzen. Umgekehrt sollte sie dir auch nicht die alleinige Ernährerrolle aufbürden. Kannst du sie nicht teilweise mit dem Haushalt entlasten? Dann muss sie natürlich auch einsehen, dich im Gegenzug finanziell zu entlasten..
 
  • #11
Hallo,

Du kannst niemanden "zur Vernunft bringen". Du willst auch gar nicht, dass sie aus "Vernunftgründen" wieder Sex mit die hat und für dich mitkocht.
Statt weiter an eine Lösung zu glauben, die ein "wie früher" bedeutet, solltest du daran denken, wie du eine schreckliche Zukunft vermeiden kannst. Die könnte z.B. so aussehen, dass die Frau mit Kindern gegen deinen Willen auszieht (schlimmstenfalls weit weg) und du gg. deinen Willen in die Rolle eine Wochenend-Besuchs-&Zahlvaters gedrängt wirst. Deine ganze Kraft sollte dahin gehen, dem vorzubeugen! Wie das taktisch am besten geht, erklärt die ein/e guter Familienrechtsanwalt-/Anwältin. Es erfordert aber mit Sicherheit, dass Du dich umstellst in deiner Lebensführung. Du musst die Aufgaben, die die Frau dir aufdrängt annehmen. D.h. selbst dich viel (!!) um die Kinder kümmern, für dich und sie kochen, mit ihnen wegfahren.
Du könntest auch der Frau anbieten, dass sie sich eine 1-Zimmer-Whg nah nimmt, in der sie zumindest die Nächte verbringen kann. Denn ihr braucht Abstand und die Kinder sollen möglichst nur kleine Veränderungen erleben müssen.
Versuche alles in Richtung des sog. "Nestmodells" zu organisieren (es sei denn die Frau nimmt freiwillig von der familie Reißaus).
Wenn deine Frau sich in einer Art gehen lässt, die nicht normal ist (vernachlässigte Körperhygiene, ganzer Tag im Bademantel, für die Kinder nur noch das Allernötigste tuend), hol den Sozialpsychiatrischen Dienst.
Im Moment versucht sie, Dich "hinauszudrängen".
Du musst besser sein darin, sie "hinauszudrängen". Erst wenn sie ordentlich Gegenwind auf diese Art bekommt, besteht die Chance, dass sie gesprächsbereit wird und ihr dann durch eine Mediation eine eigene Lösung suchen könnt.
 
  • #12
Mag sein, dass deine Frau auch nicht die Kooperativste ist.
Machtspielchen laufen bei euch ja schon länger, wenn du sie zur Arbeit "überzeugst", verweigert sie den Sex.
"Zur Vernunft bringen" war in den 50ern.
Im Interesse der Kinder würde ich euch eine möglichst konstruktive Trennung vorschlagen, denn die jetzige Atmosphäre bei Euch Zuhause ist für die Kinder Gift.
Sie kriegen vorgelebt, wie man sich in Beziehungen möglichst destruktiv verhält und ich denke von Euch beiden.
 
L

Lena_34

  • #13
Hallo FS,

Wie habt ihr euch denn vor den Kindern geeinigt? Warum war dir so wichtig, dass sie arbeiten geht? Und was meinst du damit, dass sie sich fürchterlich gehen lässt?

"Sex verweigern" ist nicht der richtige Ausdruck. Sie will keinen Sex mit dir, weil sie deine Nähe nicht will, weil vieles zwischen euch steht und sie sich von dir (zurecht?) bevormundet, nicht geliebt und nicht geschätzt fühlt.
 
  • #14
Die Beziehung ist am Ende. Du zwingst eine Frau mit zwei kleinen Kindern, arbeiten zu gehen. Den Haushalt soll sie allein machen und um die Kinderbetreuung soll sie sich allein kümmern. Nun wagt es die Frau, Dich mit ins Boot zu holen und Dich, was Haushalt und Kinder betrifft, "einzuspannen". Das sind auch Deine Kinder und Dein Haushalt. Wenn sie, wie Du auch arbeiten geht, sollte es selbstverständlich sein, dass Du bei der Kinderbetreuung und im Haushalt mithilfst. Dann verweigert sie Dir noch den Sex. Für mich völlig zu Recht. Nach Job, Haushalt und Kindern soll sie Dir anscheinend für Sex zur Verfügung stehen. Liest sich so, als denkst Du, Du hättest ein Recht darauf. Unglaublich, was Du für ein Pascha bist! Das hat die Frau offenbar erkannt und will Dich los werden. Lass sie ziehen! Im Interesse der Frau und der Kinder.Sie ist nicht unvernünftig, sondern offenbar zur Vernunft gekommen.
 
  • #15
Klingt so, als wärest Du an eine Frau geraten, deren Partnersuche hauptsächlich von dem Wunsch bestimmt war, Kinder in die Welt zu setzen und einen Versorger zu finden.

Mein erster Impuls war, als Reaktion auf den offensichtlich als Druckmittel eingesetzten Sex mit einer Einschränkung des Geldflusses zu reagieren. Einfach mal, damit sie einen Eindruck von der Schmackhaftigkeit ihrer eigenen Medizin bekommt. Allerdings begäbest Du Dich damit auf ihr Niveau und die Lage würde sich nur noch weiter zuspitzen. Eine adäquate Lösung ist das, auch im Hinblick auf die Kinder, sicher nicht.

Auf die Ehe solltest Du Dich unter solchen Vorzeichen unter gar keinen Umständen einlassen. Damit werden Deine Probleme nämlich erst anfangen.

Ich rate eigentlich nicht gerne zur Trennung. Insbesondere dann nicht, wenn Kinder im Spiel sind. Aber hier scheint es mir angebracht, darüber nachzudenken. Ich sehe in Deiner Beschreibung nämlich ausschließlich Anzeichen für jene Sorte Frau, die in emanzipierten Zeiten der Graus jedes klardenkenden Mannes ist. Sie setzt Sex und Hausarbeit als Druckmittel ein und will nicht arbeiten, scheint dafür aber eine selbstbewusste Forderungshaltung zu pflegen. Mit 37 wird die sich auch nicht mehr ändern.
Die Frau "will" nicht arbeiten? Der FS hat sie gezwungen, mit einem Kind von 1(!) Jahr und einem Kind von 3 Jahren arbeiten zu gehen. Das sollte hier nicht vergessen werden.
Bei so kleinen Kindern sehe ich keine "Forderungshaltung", sondern da erwartet man Einsicht vom Kindesvater, die er aber nicht an den Tag legt.
 
  • #16
An alle Frauen, die mich hier kritisiert haben.
Natürlich überlasse ich ihr Haushalt und Kindererziehung nicht ganz alleine. Aber ich arbeite sehr lang, sie nur Teilzeit und da ist es doch logisch, dass ich nach der Arbeit oder am Wochenende auch mal ausruhen will und sie mehr für den Haushalt und die Kinder macht und wenn sie ohnehin kocht, wäscht, putzt und einkauft, diese Dinge auch für mich miterledigt.

An die Männer, die mir hier gut zugesprochen haben.
Danke euch.
Habe mir auch schon überlegt, das Geld zu kürzen, bis jetzt ist es so, dass wir alle Kosten anteilig bezahlen. Sie ist sich aber sicher, dass ich das rechtlich nicht durchkriege und droht mir damit, dass ich für sie noch ein ganzes Jahr Unterhalt zahlen müsste und danach zumindest teilweise.
Zwei Kinder sind vom Unterhalt und von den Kosten her leider eine ganz andere Hausnummer als Eins. Mit dem Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle bin ich noch günstiger dran. Wenn ich sie sehen wolle, dann wird sie mich zwingen, mir eine Ohnung anzuschaffen, in der jeder sein eigenes Zimmer hat. Wär mir auch am liebsten, wenn sie geht und mir Unterhalt zahlt. Aber ist das bei einem Vollzeitjob meinerseits und der überwiegenden Betreuungszeit die sie bis jetzt hatte wirklich realitisch und möglich?

Sie vernachlässigt ihre Hygiene mir gegenüber und ist teils bei mir extra ekelig. Jedoch nicht wenn sie arbeiten geht oder wenn die Kinder dabei sind. So oder so hat sie uns beide in eine üble Lage gebracht.
 
  • #17
Ich persönlich finde es ziemlich früh, ein Kind mit einem Jahr in Fremdbetreuung zu geben, also dass sie sich noch um die Kinder kümmern wollte, falls sie das kleine Kind nicht sowieso weggegeben hätte in eine Betreuung, kann ich verstehen.
Und EINFACH kümmert sich keine Frau um zwei kleine Kinder und Haushalt. Es scheint mir, als hättest Du keine Vorstellung davon und Dich so auch zu ihr geäußert, weil sie Dir ja nun zeigt, was es alles beinhaltet, da Du das selber machen musst.
Ich finde die Situation ziemlich unerträglich. Ihr beiden könnt anscheinend überhaupt nicht miteinander reden, null. Du willst sie erziehen und bewertest das, was Du gar nicht kennst, das sie aber machen muss, und sie hat entweder aufgegeben, was zu erklären oder hat es nie versucht, jedenfalls redet sie nicht, sondern handelt einfach, ohne dass ich viel Nachdenken dabei sehen könnte.

Darüber hinaus hatte sie immer den Wunsch, dass ich sie nach den Kindern heirate, dies war aber nie so zwischen uns abgemacht. Habe ihr das Anfang des Monats gesagt
Hast Du es denn vorher mal deutlich gesagt? Ich sehe hier nämlich zwei Möglichkeiten: Entweder Du hast es nicht deutlich gesagt, wie Männer das manchmal machen, um die Beziehung nicht zu gefährden, oder aber Du hast es gesagt und sie dachte, das wird schon, wenn erstmal die Kinder da sind. Wie Frauen das ja manchmal denken.

Habe ihr gesagt, dass sie unsere Familie zerstört und im Streit auch, dass ich mir Sex woanders suchen und gleich komplett gehen werde.
Du siehst die Schuld nur bei ihr. Ich seh die ganz entscheidend auch bei Dir.
Ihr bräuchtet meiner Ansicht nach dringend einen professionellen Dritten, der eure Kommunikation mal in Gang setzt bzw. "übersetzen" kann.
So, wie Du Dich liest, habe ich den Eindruck, dass Du alles besser weißt, wie Deine Freundin sich fühlt, wie es mit zwei Kindern ist, wie es ist, den Haushalt zu schmeißen, wann eine Frau wieder arbeiten kann, was eine Frau zu tun hat usw. Ich will nicht sagen, dass sie sich nicht ein bequemes Leben vorgestellt haben könnte. Aber das kann man wirklich nicht erkennen, wenn man Deine Aussagen liest. Da steht nur "ich bin der Mann, ich sage, was richtig ist, ich erwarte, ich will, sie ist an allem schuld".

Als was siehst Du eine Partnerin?
 
  • #18
Ich will unsere Familie besonders der Kinder wegen nicht zerstören. Wie bekomme ich sie wieder zur Vernunft?
Tja lieber FS, ich fürchte Deine Frau kam bereits zur Vernunft.
Wenn Du die Familie nicht zerstören willst, kümmere Dich mit um Haushalt und Kinder, sei liebevoll im Umgang mit Deiner Frau, bekoche sie mal, sei aufmerksam und "verlange" keinen Sex. Wenn Du Glück hast und Du es ehrlich meinst, nimmt sie vielleicht irgendwann einen Heiratsantrag von Dir an und schläft auch wieder mit Dir.
Ich täte dies nicht sondern würde die Scheidung einreichen.
Alles Gute Deiner Frau :)
 
  • #19
Lieber FS,
es sollte nicht Dein Bestreben sein, Deine Partnerin zu Vernunft zu bringen, sondern Du solltest selber mal zu Vernunft kommen. Ersteres klappt ohnehin nicht und für mich liest sich nicht unvernünftig, wie Deine Partnerin agiert. Sie sollte tatsächlich noch etwas vernünftiger werden und mit den Kindern ausziehen, denn bei Euvch scheint ein den Kindern nicht sehr zuträgliches Familienklima zu herrschen.

Du arbeitest immer sehr lange. Da ist es ausgesprochen vernünftig, dass Deine Partnerin vorher mit den Kindern isst. Die Kinder sind noch sehr klein und müssen in die Fremdbetreuung weil Du wolltest, dass Deine Partnerin arbeitet. Da ist es sehr vernünftig, das Deine Partnerin für sich und die Kinder ein Zeitschema eingeführt hat, dass Regelmäßigkeit und Tagesstruktur bietet, die auf diese Situation abgestimmt ist. Das macht es für alle einfacher.
Du bist schon ein großer Jung und kannst Dir selber ein Brot schmieren und danach alles in die Spülmaschine zu räumen. Das muss sie nicht tun, denn ihr Tag mit TZ-Job und 2 Kindern ist nicht weniger fordernd als Deiner. Der Einzige, der sich hier unvernünftig zeigt bist Du.

Du arbeitest lange und willst am Wochenende Deine Ruhe? Deine Partnerin auch und deswegen bist Du dran, am Wochenende ebenfalls Familienaufgaben zu übernehmen. Unter der Woche hast Du ja keine Zeit, wann also, wenn nicht am WE.

Du wolltest nicht heiraten und somit nicht für Deine Partnerin sorgen. Also sorgt sie auch nicht für Dich - so einfach ist das. Du arbeitest viel allein für Deinen eigenen Nutzen. Sie hat nichts davon wenn ihr Euch trennt - Du aber ein gut gefülltes Rentenkonto und finanzielle Rücklagen. Da ist es nur vernünftig, dass sie auf den Erhalt Ihrer Arbeitskraft guckt und Dich insgesamt für Dich selbst sorgen lässt.

Sie ist nicht verwahrlost wenn sie arbeiten geht und mit den Kindern zusammen ist, nur wenn sie mit Dir zusammen bist? Wie geht das denn?
Mir scheint das ein Zeichen zu sein, dass Du sie bedrängst wenn Du Sex willst und dass es ihr Abwehrverhalten ist. Komm' mal zur Vernunft. Du hast kein Recht auf Sex. Sie will keinen Sex mehr mit Dir, weil Du kein liebevoller Partner bist.
 
  • #20
"Meine Partnerin wollte gar nicht mehr arbeiten und sich einfach nur um Kinder und Haushalt kümmern."

Das ist das Grundproblem. Einfach nur kümmern - ist das nicht mit zwei kleinen Kindern plus zwei Erwachsenen - das IST Arbeit! Und dass du das niemals anerkannt und wertgeschätzt hast, das war der Anfang vom Ende!
 
  • #21
Also

  • Diese Frau arbeitet nur Teilzeit
  • Macht nur den Haushalt (denn nach Feierabend, der ja spät ist und am WE, dass zur Erholung da ist, wird der FS realistischerweise wenig beitragen)
  • Hat nur ein 2jähriges Kind, und ein 4jähriges Kind, die Betreuung, Fürsorge, Zuwendung benötigen und brauchen. Und für die sich der FS auch nicht zuständig fühlt.
Klingt nach einer richtig faulen, berechnenden Frau, die es nur darauf angelegt hat, einen Mann herein zu legen, um sich dann ein gemütliches Leben zu machen. (Bei solchen Aussagen bekomme ich richtig Aggressionen).

(Ironie off)

Da hatte wohl eine Frau einen Traum von Familie, WIR, gemeinsam - und hat die rosa Brille etwas spät abgesetzt und ist jetzt ziemlich hart im Realen Leben gelandet.

Bei der Bilanz ist sie ohne diesen "Partner"
besser aufgestellt.
 
  • #22
Haushalt, Mann bekochen und 2 Kinder ist eine Fulltimejob und nicht mal eben etwas, wo man sich nach 8 Stunden erholen kann, denn dann ist man ja immer noch Mutter, da der Papa nach seinem Regeljob ja Erholung braucht.
Deine Partnerin arbeitet auch ohne Teilzeitjob voll. Nur mal so nebenbei.
 
  • #23
Aber ich arbeite sehr lang, sie nur Teilzeit und da ist es doch logisch, dass ich nach der Arbeit oder am Wochenende auch mal ausruhen will und sie mehr für den Haushalt und die Kinder macht und wenn sie ohnehin kocht, wäscht, putzt und einkauft, diese Dinge auch für mich miterledigt.
Siehst Du denn, dass Haushalt machen und Kinder betreuen auch Arbeit ist? Bei Dir kommt so durch, dass das für Dich ein Hobby der Frau sein müsste, die Wohnung sauber zu halten, zu kochen und die Wäsche zu machen. Vielleicht will sich die Frau am Wochenende davon auch ausruhen.
Das ist Arbeit ohne Lohn, was sie da leistet.

Und Dein Zeug "miterledigen" ist halt, sich um Deine Sachen zu kümmern. So lapidar, wie Du das einordnest, denke ich, hat sie sich gesagt, dass Du das mal sehen sollst, wieviel Arbeit das macht. Das klingt nämlich nicht durch, dass Du hier Wertschätzung rüberkommen lässt.
 
L

Lena_34

  • #24
FS, es fehlt dir an Verständnis für die Situation deiner Frau und zwar völlig.

Mein Mann und ich (damals ich Mitte er Ende 20) wollten beide Kinder und Familie. Wir heirateten, es kam das erste Kind. Ich musste von Anfang an TZ arbeiten (im Home office, um dem Anschluss nicht zu verlieren und das Geld brauchten wir auch). Mein Mann ging Vollzeit arbeiten und fühlte sich ansonsten für nichts zuständig. Nachts war ich immer diejenige, die aufgestanden ist. Tagsüber schlafen ging auch nicht (da Arbeit und Haushalt, apropos, Rene_Frankfurt, wie geht das eigentlich: Home Office mit kleinem Kind daheim?). Mein Mann hatte die Wochenenden für sich. Ab und an liess er mich ausschlafen. Als ich schon völlig auf dem Zahnfleisch kroch, flehte ich ihn an, mir einen festen Wochenendtag zum Ausschlafen zu gönnen. Nichts da. Er brauche den Schlaf am Wochenende. Das Problem sei mein schlechtes Zeitmanagement (zu viel Spazieren mit dem Kind, nämlich 2 x Tag).

Er erklärte, dass der der das Geld nach Hause bringt das Sagen hat. Unser Kind kam mit 1,5 in die Kita und ich fing an zu arbeiten. Aber nicht halbtags Regale einzuräumen, sondern meine Selbständigkeit in meinem gelernten Beruf aufzubauen. Ich hatte weniger Zeit für unser Kind und erst recht für ihn. Mich unterstützen und mir mal das Kind abnehmen oder gar den Haushalt - undenkbar. Dafür erwartete er von mir v.a. enormen emotionalen Beistand. Lust auf Sex hatte ich da schon lange nicht mehr. War dazu zu kaputt.

Irgendwann war die Ehe völlig kaputt, ich ging und nahm unser Kind mit, sonst nichts. Auf Unterhalt habe ich verzichtet. Für mich hat diese Beziehung keinen Sinn mehr gemacht, denn sie verlangte mir extrem viel ab und schadete unserem Kind (das die schlechte Stimmung ja voll mitbekam), während ich gar nichts davon hatte.

Ich lebe nun mit meinem Kind allein und sehr zufrieden. Finanzen sind kein Problem, Erziehung klappt spielend, weil wir unseren Rhythmus gefunden haben. Haushalt für 2 ist viel weniger Arbeit als für 3. Abends muss ich mich nicht rechtfertigen, weil ich noch Arbeit habe, oder mich mit Vorwürfen der Frigidität bzw. Belästigungen seitens eines Betrunkenen auseinandersetzen. Auch alle anderen seiner Probleme sind nicht mehr meine.
Mein Ex lebt auch allein. Zahlt Alimente und sieht sein Kind selten, weil er beruflich bedingt umziehen musste. Er will zurück, aber der Zug ist abgefahren.

Und für mich kommen Männer nur noch als Affären/F+ in Frage.
 
  • #25
Aber ich arbeite sehr lang, sie nur Teilzeit und da ist es doch logisch, dass ich nach der Arbeit oder am Wochenende auch mal ausruhen will
Oh ja, und WANN bitte soll SIE sich denn auch mal ausruhen? Wann?
An ihrer Stelle wäre ich schon nach dem 1. Kind weg gewesen. Weil ich all diese Dinge schon voraus gesehen hatte, hatte ich mich bereits in meinen 20ern (kinderlos) sterilisieren lassen. Es ist ansonsten kein Kraut gewachsen gegen dieses ewige Ausnutzen von uns Frauen durch solche - ich sage es mal vorischtig - eindimensional denkenden Männer.
 
  • #26
Genau. Und hier ist es nachzulesen:

Seit die Kinder da sind, haben wir sehr unterschiedliche Vorstellung von Familienleben und Planung. Meine Partnerin wollte gar nicht mehr arbeiten und sich einfach nur um Kinder und Haushalt kümmern.
Bezeichnend ist auch, dass die Differenzen um Arbeit und Familienleben augenscheinlich erst nach der Familiengründung auftraten. Gab es vorher mal Gespräche oder eine abweichende Planung hierzu?

Meine Schwägerin geht mit zwei kleinen Kindern des selben Alters übrigens auch in Teilzeit arbeiten. Allerdings scheint ihr Arbeitsplatz weit ab vom Jammertal zu sein ...
 
  • #27
Rein rechtlich darf von einer Mutter, bis zum 3. Geburtstag des jüngsten Kindes, nicht verlangt werden erwerbstätig zu sein. Bis zum 3. Geburtstag deines jüngsten Kindes bist du der Kindesmutter Betreuungsunterhalt schuldig, selbstverständlich zusätzlich zum Kindesunterhalt. Die Höhe des Betreuungsunterhalts wird nach einer gesetzlich festgelegten Berechnungsweise ermittelt.
Insofern ist die Mutter deiner Kinder schon entgegenkommender, als sie eigentlich müsste, indem sie bereits wieder erwerbstätig ist. Auch wenn sie jetzt ein eigenes Einkommen hat, bist du ihr u.U. trotzdem noch Betreuungsunterhalt schuldig, da du wahrscheinlich sehr viel mehr verdienst, als sie.

So lieblos und sorgeverweigernd, wie du dich anhörst, kann man für die Frau nur hoffen, dass sie sich von dir trennt. Deine Chancen, die Kinder zugesprochen zu bekommen, dürften sehr gering sein, da die Mutter bisher nahezu die ganze Betreuungsarbeit übernommen hat. Wegen deiner vielen Erwerbsarbeit hast du außerdem gar keine Zeit für die Betreuungs- und Erziehungsarbeit deiner Kinder. Ganz abgesehen davon, dass du dich auch nicht so anhörst, als seiest du an der Übernahme dieser Aufgaben sonderlich interessiert.

Man fasst sich immer wieder an den Kopf, welche Menschen miteinander Kinder in die Welt setzen! Das gilt hier aber für beide, FS und Frau!

Trennt euch und verhalte dich fair ggü. der Mutter deiner Kinder!


w51
 
  • #28
Ich frage mich: habt ihr denn nicht vor den Kindern über Eure Lebensplanung und Lebensansichten gesprochen? Gerade die Themen Arbeitszeiten, Kinderwunsch, Karriere, Arbeitsteilung zuhause sind doch existentiell. Ich würde mit Sicherheit keinen Mann nehmen, der meint, Kinder und Haushalt wären Frauensache. Ich kann allerdings auch keine Frau verstehen, die nur noch Hausfrau sein will. Bei mir im Haus wohnt eine Frau, die mit zwei Kleinkindern Vollzeit arbeitet. Sie ist gut organisiert - und geschieden. Und der Mann kümmert sich überhaupt erst um die Kinder seit er ausgezogen ist.
Bei der Formulierung "Sex verweigern" kommt mir die Galle hoch. Hast Du sie gekauft oder ist das Dein Grundrecht auf "Beine breit" oder wie hat man das zu verstehen?
Unverheiratet mit zwei Kindern und keiner oder nur marginaler Berufstätigkeit - das ist ein großes Risiko, was Du Deiner Frau da aufbürdest. Das Risiko von Altersarmut trägt sie allein. Entweder Du beteiligst Dich deutlich mehr im Haushalt und bei der Kinderbetreuung oder Du sicherst sie ab durch Heirat. Alles andere ist männliche Rosinenpickerei.
 
  • #29
Nur um in Anbetracht der vielen Beiträge, was er der Frau Unmögliches zumuten würde, einmal zu relativieren, was ein Mensch bzw. eine Frau zu leisten im Stande ist. - Vorausgesetzt, man will. Denn so sieht es doch in Wahrheit mit den Faulen aus. -
Unsere Mutter war mit zwei kleinen Kindern alleinerziehend und hat als Medizienerin Vollzeit gearbeitet, den Haushalt selbst gemacht etc. Wir waren ab 1-2 Jahren über den Tag in Kindereinrichtungen untergebracht, ohne dass es uns geschadet hat.

Also macht mal nicht so viel Wind um Hausarbeit, die auch jeder Single neben Vollzeitarbeit erledigt, wobei es keinen erheblichen Unterschied macht, wie voll man die Maschine lädt, ob man noch eine 2. belädt, oder welche Menge man kocht. Wir leben nicht mehr um 1900, als man die Essenszutaten teils noch lange vorbeireiten musste, oder als der Waschtag seinen Namen mangels Automaten zu Recht getragen hat. Übringens würde ich das einigen von euch mal für 3 Monate wünschen, damit ihr merkt, was knallharte Hausarbeit ist. Der FS tut das einzig Korrekte, indem er von ihr einen Beitrag zum Familieneinkommen verlangt.

Ich finde es amüsant, wie bei bei einigen Frauen aus zum Großteil nebenbei laufenden Haushaltstätigkeiten, (von den Kinder abgesehen, die man aber über den Tag betreuen lassen könnte) die jeder Single erledigen muss aufeinmal Vollzeitätigkeiten werden, sobald ein Mann seine Frau zum Arbeiten auffordert.
Wenn diese Arbeiten wirklich 8 Stunden täglich erforderten, würde mich mal interessieren, woher die Trauben von Müttern in den städtischen Parks jeden Tag spätestens ab Mittag 4-6 Stunden Zeit nehmen, um mit ihren Kindern an den Spielplätzen rumzusitzen.
Betreuung und Beschäftgung der Kinder - schön und gut.
Aber dann können die Haushaltsarbeiten umöglich so zeitaufwendig und anstrengend sein, wie sie hier mal wieder hochstilisiert werden.

Und ich beglückwünsche ihn erleichtert, dass er diese Person niemals geheiratet hat.

m37
 
  • #30
Aber ich arbeite sehr lang, sie nur Teilzeit und da ist es doch logisch, dass ich nach der Arbeit oder am Wochenende auch mal ausruhen will und sie mehr für den Haushalt und die Kinder macht und wenn sie ohnehin kocht, wäscht, putzt und einkauft, diese Dinge auch für mich miterledigt.
Das kannst Du nur erwarten, wenn Du ihre Nachteile entsprechend ausgleichst und sie mit einem solchen Agreement einverstanden wäre. Konkret sähe dies so aus: Du müsstest ihre
  • Rentenversicherung aufstocken (z. B. eine zusätzliche private RV abschließen) als ob sie Vollzeit arbeitet und ihr monatlich einen
  • Ausgleich zahlen für die Behinderung ihres beruflichen Fortkommens. Diese monatliche Ausgleichszahlung müsste berücksichtigen, wieviel Geld sie verdienen würde, wenn Sie nicht zugunsten der Kinder und Dir teilzeiterwerbstätig ist. Hausarbeit und Kinderbetreuung sind nicht in 20h/Woche erledigt. Alles was darüber hinausgeht (also über 40h/ Woche- das entspricht einer Vollzeitbeschäftigung; ich nehme an, dass sie als teilzeitbeschäftigte AN bereits auf 20h kommt) müsstest Du Ihr zu einem marktüblichen Stundensatz bezahlen. Eigentlich müsstest Du sogar den Stundensatz zahlen, den sie erzielen würde, wenn sie die Möglichkeit hätte, Vollzeit in ihrem Beruf zu arbeiten.
Heiraten wäre günstiger und fairer gewesen? Allerdings! Nur leider versuchen einige Männer, die Mütter ihrer Kinder zu übervorteilen. Da viele junge Frauen bereits gesellschaftlich vorindoktriniert sind, ist es für sie eine fast normale Sache teilzeitbeschäftigt und unverheiratet alle Nachteile der Familienarbeit auf sich zu laden. Sie fühlen sich dann noch emanzipiert, bis sie irgendwann nachrechnen, wie Deine Partnerin es jetzt tut.
Du hast jetzt nur noch eine Chance, wenn Du Dich radikal änderst und ein unterstützender und liebender Partner wirst. Das wird Dir aber wahrscheinlich nicht gelingen, deswegen rate ich auch zur Trennung.