• #1

Wie bringe ich bei der Partnersuche alle Ansprüche unter einen Hut?

Liebes Forum,

ich habe schon immer den Wunsch gehabt in der Beziehung Sicherheit/Vertrauen und auch Leidenschaft zu haben. Nun war es aber bisher so, dass ich in der Beziehung eher Sicherheit hatte. Die Leidenschaft war bei mir bisher nur mit Männern in einer Affäre/Ons vorhanden. Ich selbst bin eine sehr leidenschaftliche/sinnliche Frau, die jedoch in Beziehungen sehr treu ist und Sicherheit/Beständigkeit braucht.

Habt ihr schon ähnliches erlebt oder beides in einer Beziehung ausleben können.?Ich lerne irgendwie scheinbar die falschen Männer kennen, weil bei mir immer nur ein Teil davon befriedigt wird.
Oder ist eben beides in einem schwierig bei einem Partner zu finden? Sind meine idealistischen Vorstellungen überzogen?

w32
 
  • #2
Du klingst seltsam! Sicherheit und Vertrauen ist das, was jede Beziehung ausmacht, das ist kein Sonderwunsch sondern Standard! Und warum hast du dann überhaupt Affären? Such dir halt mal gescheite Männer! Offenbar selektierst du falsch! Warum konzentrierst du dich gezielt auf sexuelle Affäremänner und gehst sofort mit einem heißen Typen ins Bett, anstatt unter den Ehrlichen die Richtigen zu suchen? Dir fehlt der Fokus für das, was du überhaupt willst, weil dann würdest du an richtiger Stelle suchen!
 
  • #3
Ja, ich denke, deine Vorstellungen sind ein Stück weit überzogen. Die eierlegende Wollmilchsau ist schwer zu finden. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe, wieso heutzutage so viele Menschen scheinbar keinen passenden Partner finden - unter 100 % geht nix, dann passt's halt nicht, wenn in der Beziehung nicht alle Ansprüche, auch wenn sie z. T. widersprüchlich sind, erfüllt werden können.
(Sexuelle) Leidenschaft geht meist mit Neuem, Unbekanntem, Aufregendem, vielleicht auch Unverbindlichen, einher. Deshalb ist es für mich nicht verwunderlich, dass du das bisher hauptsächlich (oder nur) in Affären kennen gelernt hast.
Sicherheit und Vertrauen UND gleichzeitig ein wildes Sexleben schließen sich häufig (meist?) gegenseitig aus. Wie soll man denn bei dem Menschen, den man in und auswendig zu kennen scheint, der einem Nähe, Sicherheit, Geborgenheit gibt, gleichzeitig die wilde Leidenschaft spüren, die einen in Affären mit jmd. überfällt, den man kaum kennt, der Neuland ist?
Vielleicht (oder sogar bestimmt) gibt es auch hier und da Leute, die es anders erleben. Aber i. d. R. verabschiedet sich die Leidenschaft aus längeren Beziehungen über kurz oder lang aus oben genannten Gründen. Dafür kommt was Neues, und das muss nicht schlechter sein. Immer eine Frage, was man daraus macht.
 
  • #4
Du klingst seltsam! Sicherheit und Vertrauen ist das, was jede Beziehung ausmacht, das ist kein Sonderwunsch sondern Standard! Und warum hast du dann überhaupt Affären? Such dir halt mal gescheite Männer! Offenbar selektierst du falsch! Warum konzentrierst du dich gezielt auf sexuelle Affäremänner und gehst sofort mit einem heißen Typen ins Bett, anstatt unter den Ehrlichen die Richtigen zu suchen? Dir fehlt der Fokus für das, was du überhaupt willst, weil dann würdest du an richtiger Stelle suchen!


Das ist aber sehr leicht gesagt! - Einfach ist anders...
Die Affärenmänner präsentieren sich doch zu oft als beziehungswillige, verliebte Männer!

Liebe Fragestellerin, ich denke in Dir sind da noch Blockaden, die Dir nicht erlauben, beides in einem zu finden und du bist auch noch relativ jung. Hast du dich schon mit Familienaufstellungen beschäftigt, Innere Kind Heilung? Susanne Kühn ist da sehr zu empfehlen, auch das Buch von ihr "Königin im eigenen Reich".
Viel Glück!
 
  • #5
@Zuhii:
ich habe mich ein bisschen unverständlich ausgedrückt.
Ich hatte Beziehungen natürlich mit Sicherheit/Vertrauen, aber irgendwann war die Leidenschaft nicht mehr richtig da, was auch normal ist. Je länger man zusammen ist, desto mehr Routine hat man und das langweilt mich.

Ich würde nur gern wissen, ob man beides in der Beziehung haben kann, also Sicherheit und Leidenschaft und beides dauerhaft.

Ich habe ein ziemlich romantisches Ideal von Beziehung und suche nach der leidenschaftlichen und dauerhaften/sicheren Beziehung.
 
  • #6
Wieso sollen die Männer falsch sein, wenn du das nicht unter einen Hut kriegst? Du solltest eventuell dich unter die Lupe nehmen bzw. dein Ausleseverfahren.
 
  • #7
Ich kann dich gut verstehen, das geht mir auch so.
Ich habe beide Extreme erlebt. Wahnsinnige Leidenschaft und null Sicherheit - das hat mich emotional fertig gemacht.

Dann hab ich das Gegenteil probiert. Von zuviel Sicherheit fühlte ich mich eingeengt, der Sex langweilte mich schnell, weil alles so vorhersehbar war. Nur wer mein Kopfkino anregt, kann meine Leidenschaft wecken.

Das Mittelmaß wäre gut.

Nun suche ich einen Mann, der ein eigenständiges Leben führt, eigene Hobbys und Interessen hat und sich nicht zu sehr auf mich fokussiert. Ich denke, solche Männer gibt es durchaus, hab ihn selbst aber leider noch nicht gefunden.

Aber die Hoffnung darauf gebe ich nicht auf. :)

Ich drück dir die Daumen. Du wirst sowieso nicht glücklich, wenn du dich mit weniger als deinem inneren Anspruch zufrieden gibst.
 
  • #8
Hallo Annabell,
das ist ja der Anspruch, der Männern oft vorgeworfen wird. Bekannt als der Wunsch nach "der Heiligen und der Hure" - die Heilige, die keine Männer ausser dem Einen hatte und hat - und die Hure, die genial im Bett ist.
Treibt man beide Ansprüche auf die Spitze, sucht man ein unlösbares Paradoxon. Aber ich kann dir versichern - mit ganz kleinen Abstrichen geht beides. Ich bin nämlich einer der Glücklichen, der eine solche Frau gefunden hat. Und sie sieht in mir wohl etwas ähnliches ....
 
  • #9
....weil dann würdest du an richtiger Stelle suchen!
Witzbold! An welcher Stelle denn, bitte schön?

Liebe FS, Dein Wunsch ist völlig verständlich. Ich nenne diese Männer "solide mit Familientauglichkeit plus Kamikaze-Gen".

Ich habe in meinem langen Leben vielleicht 20 bis 30 solcher Männer kennen gelernt - überhaupt, irgendwie, irgendwo, natürlich zumeist vergeben. Sie sind selten, sehr selten, und Du musst lernen sie ganz schnell zu identifizieren.

Wenn sich dann noch einige von ihnen in Dich verlieben, hast Du Glück. Ich hatte einige Beziehungen/Beziehungsversuche, bin jetzt mit solch einem weißen Raben verheiratet und weiß sehr wohl, welcher Glücksfall das ist.

Lass die Affären, wenn sich das von Anfang an abzeichnet, und halte die Augen auf! Viel Glück!
 
  • #10
Hallo Annabell,

deine Vorstellungen sind überhaupt nicht überzogen. Für die meisten Menschen ist Sex ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung. Ich denke nicht, dass ich auf Dauer mit jemandem zusammen sein könnte, mit dem ich sexuell nicht zusammen passe. Leider hatte ich in der Vergangenheit ähnliche Probleme. Mit einem lag ich menschlich auf einer Wellenlänge, im Bett wollte er aber immer nur den 0815-Standard-Sex. Anders herum hatte ich über 2 1/2 Jahre eine F+-Geschichte. Im Bett harmonierten wir perfekt, aber als Partner kam er nicht in Frage. Jetzt habe ich das erste Mal jemanden, bei dem beides stimmig ist.

Suche weiter. Du wirst den richtigen schon finden. Nur aus Sicherheit/Harmonie mit jemandem zusammen zu sein, wird dich nicht erfüllen und vermutlich irgendwann mit Fremdgehen enden.

@Zuhii: Das ist doch ihr Problem. Die -Beziehungs-Männer geben ihr die Sicherheit, die sie sucht, aber im Bett passt es nicht. Was nützt eine Beziehung/Ehe, bei der alles perfekt ist, außer sexuell? Wie das endet, können wir im Parallelthread nachlesen, wo du den Ehemann dafür hart angehst, dass er nach 6 sexlosen Ehejahren sexuell ausgehungert ist.

W32
 
  • #11
Das habe ich schon häufiger gehört und auch selbst erlebt.
Viel Nähe kann auf Dauer die Leidenschaft töten. Erotik benötigt eben auch etwas Fremdheit und Ungewissheit.
Deshalb bin ich kein Freund vom Zusammenwohnen mehr. Zumindest sollte man nicht ständig zusammen hängen und alles vom Partner mitbekommen.
Bei der Partnersuche habe ich früher eher Kopfentscheidungen getroffen, jetzt achte ich auf die Chemie. Seitdem hört bei mir die Lust auf Sex nicht nach ein paar Monaten Beziehung auf. Früher war das leider der Fall.

Wenn du mit dir selbst glücklich bist, auch mal alleine sein kannst, dein eigenes Einkommen hast, dann rückt der Aspekt "Sicherheit" durch den Partner in den Hintergrund.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Männer erleichtert sind, wenn sie nicht als Sicherheitsgeber und Versorger funktionalisiert werden und wenn die Leidenschaft länger anhält, als bis zur Geburt des Kindes.
 
  • #12
Das kommt vielleicht etwas darauf an, wie du Leidenschaft definierst. Ich bin der Meinung, Sexualität gehört zu einer Beziehung. Aber die Art von Leidenschaft, die ich mir nach deinem Post gerade vorstelle, hat was mit Noch-Fremdsein, Aufregung und Hormonexplosion zu tun, und da kenn ich logischerweise keine Beziehung, bei der das nach Jahren so ist. Allerdings gibt es in meinem Umkreis viele Paare, die 8 oder mehr Jahre zusammen sind und gern miteinander Sex haben, neue Dinge ausprobieren etc. Bei denen hat es von Anfang an auch auf der körperlichen Ebene gepasst und sie bemühen sich darum, dass es nicht einschläft. Ich nehme an, je länger eine Beziehung dauert, umso mehr "Arbeit" ist damit vielleicht auch verbunden, aber man kann es sicher frischhalten. Ob das die Leidenschaft ist, die du suchst? Vielleicht nicht - wenn du meinst, dass du bisher Leidenschaft eher in Affären gefunden hast, dann ist wohl eher die oben erwähnte Definition gemeint und die schließt sich bei einer Beziehung auf Dauer dann irgendwann aus (gibt sicher Ausnahmen).
Mir persönlich ist es wichtig, dass es körperlich passt. Ich hatte schon eine Beziehung, bei der es da von Anfang an haperte und das wurde auch nicht besser, eher schlechter und hat mit dazu beigetragen, dass das nicht gut ging. Also Leidenschaft in dem Sinne, dass man immer wieder gern Sex mit dem Partner hat und einen der Akt nicht anödet, die gibt es aber schon...
 
  • #13
Ich denke, dass Leute, die sich in einer sicheren Beziehung langweilen, ansonsten im Leben zu wenig Aufregung haben. Wenn man gefordert ist, freut man sich über Stabilität. Es kann aber auch sein, dass Du Dich einfach noch nicht genug ausgetobt hast.
 
  • #14
Der Körper einer neuen Frau ist nach einem dreiviertel Jahr / Jahr bekannt und kein Highlight mehr.

Soll man deswegen fehlende Leidenschaft beklagen?

Der Körper einer Frau ist ab einem gewissen Alter überhaupt nicht mehr begehrenswert - sprich früher oder später ist der Ofen aus. Nach der Argumentation der FS muss Mann dann eine Jüngere suchen, damit er wieder Leidenschaft verspürt.

m, 39
 
  • #15
Oder ist eben beides in einem schwierig bei einem Partner zu finden? Sind meine idealistischen Vorstellungen überzogen?

w32

Du bist 32 und damit ist Dein statistisch durchschnittlicher Mann ca. 36! Was denkst Du denn, warum Männer mit 36 auf dem Partnermarkt vertreten sind?

Richtig! Es sind erstens diejenigen, die nach ONS und lockeren Affairen die Frauen immer wieder abgeschossen haben, weil sie noch mehr mitnehmen/erleben möchten. Und zweitens sind es die Männer, die den meisten Frauen zu langweilig waren, und daher immer wieder von den Frauen abgeschossen wurden.

Die Männer, die ein "Mittelding", oder eine "Mischung" sind, sind entweder längst langfristig vergeben ...oder sie haben eine feste Vorstellung von der Intimbeziehungs-Vita einer Kandidatin, die ONS- und Affairenfrauen ausschließt! Diese Männer hätten ja gerade KEINEN Beständigkeits/Sicherheitsfaktor, wenn sie selber ONS und Affairen gehabt hätten. Warum sollten sie, da sie ja gefragt sind, ihrerseits Frauen mit solchen Eigenschaften akzeptieren?

V.m47
 
  • #16
Ich finde es schwer zu sagen, ob deine Ansprüche überzogen sind. Du hast sie nicht genauer präzisiert, außer mit dem Schlagwort "Leidenschaft".

Natürlich kann eine Beziehung dauerhaft nur dann funktionieren, wenn man einander Sicherheit und Geborgenheit schenkt, aber auch auf sexueller Ebene harmoniert. Wenn man nach einer Weile wie Brüderchen und Schwesterchen zusammenlebt, kann man die Beziehung vergessen. Aber ab einer gewissen Beziehungsdauer muss man sich um ein schönes und erfülltes Sexleben auch aktiv bemühen! Dass man sich wie am Anfang voller Leidenschaft die Kleider vom Leib reißt, das kann man sich nach sagen wir 10 Jahren doch nicht wirklich ernsthaft erwarten. Die von selbst entstehende Leidenschaft hat immer mit dem Reiz des Unbekannten zu tun. In einer langen Beziehung verliert sich dieser Reiz. Das ist der Preis, den man für die Sicherheit zahlt, so ist das nun mal.

Entweder war es bei dir bisher so, dass du nicht die passenden Partner hattest, wie hier schon mehrere angenommen haben. Oder es ist so, dass du unrealistischen Traumvorstellungen anhaengst. Irgendwie tendiere ich zu zweiterem. Ein Partner kann nicht auf allen Ebenen hundertprozentig deine Vorstellungen erfüllen. Ich glaube, du solltest das alles etwas entspannter sehen. Schau, es gibt Leute, die finden jahrelang gar keinen Partner. Für die sind deine Überlegungen first-world-problems.

W, 43
 
  • #17
Sie sind selten, sehr selten, und Du musst lernen sie ganz schnell zu identifizieren.
Wenn sich dann noch einige von ihnen in Dich verlieben, hast Du Glück.
Also bitte, wenn ich sowas lese... Klingt ja fast wie in einem Disney-film, in dem der Prinz dich auserwählt seine Prinzessin zu sein.
Wenn man es nicht schafft solch einen Mann für sich zu gewinnen, endet man also alleine, da man ihn verpasst hat?!
Solche Aussagen, die subtil Druck machen, finde ich unter aller Kanone..."Schnell schnell, sonst hast du Pech!"

Nach und nach findet man heraus was man will und was nicht und so zieht man irgendwann die Männer an, die wirklich zu einem passen. Mit denen man sich nicht mehr ausprobieren muss.

Du bist 32 und damit ist Dein statistisch durchschnittlicher Mann ca. 36! Was denkst Du denn, warum Männer mit 36 auf dem Partnermarkt vertreten sind?
Richtig! Es sind erstens diejenigen, die nach ONS und lockeren Affairen die Frauen immer wieder abgeschossen haben. Und zweitens sind es die Männer, die den meisten Frauen zu langweilig waren, und daher immer wieder von den Frauen abgeschossen wurden.
Laut dir gibt es also nur zwei Typen Mann?
Pures Schwarz/Weiß gemale!
Es gibt genauso Männer die richtig klasse, aber an die falsche Frau geraten sind, sich vielleicht auch lange nicht trennen wollten und mit z.B 36 Jahren endlich den Mut finden und wieder auf dem Singlemarkt landen. Mit Verarbeitungszeit der letzten Beziehung kann es sein, dass er mit 38 Jahren erst wieder "glänzt" und eine 35 Jährige dann ihren Goldschatz findet.

Dann gibt es ebenso gute Männer, die zu früh in Beziehungen gekommen sind, sich von ihrer Partnerin auseinandergelebt haben und wieder auf dem Markt landen.

Es gibt Beziehungen, in den beide Menschen toll sind, aber nicht zueinander passen- für die/den Nächsten ist er/sie dann aber der/die Richtige.

Ein Mann, der erst Karriere machen wollte und dann Familie gründen will.

Jemand, der einfach noch kein Glück hatte, auch wenn er alles hat was Frau sich wünscht.

Ich könnte jetzt ewig so weiter machen!
Es gibt nicht nur ein erstens und zweitens und dann punkt.
 
  • #18
Ich glaube, man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass ein Partner alle vorhandenen Bedürfnisse abzudecken hat. Mit dieser Haltung degradiert man eine Beziehung zu einer Bedürfnisbefriedigungsanstalt und nimmt den Menschen in seiner Einzigartigkeit und auch Andersartigkeit nicht mehr wahr und wird ihm nicht gerecht. Die Kunst ist wohl, selber gut für sich zu sorgen und dafür zu schauen, dass die wesentlichen Bedürfnisse erfüllt sind, wobei dafür nicht der Partner zuständig ist. Ich gebe zu, dass das schwierig und ein Lernprozess ist. Wenn du dir die Sicherheit, die du dir wünscht, selber verschaffst, und wenn du deine Leidenschaftlichkeit und Sinnlichkeit unabhängig von einem Partner auslebst (in einem umfassenderen Sinn als "nur" Sex), darf ein potentieller Partner bleiben, wie er ist, nämlich mit aller Wahrscheinlichkeit ein Mensch, der sich irgendwo zwischen diesen beiden Polen befindet. Die wenigsten Menschen sind nur auf Sicherheit oder nur auf Leidenschaft bedacht.

Frau 51
 
  • #19
Goehte09 bringt es auf den Punkt eine Beziehung funktioniert nur, wenn beide Partner dafür arbeiten und nicht beide oder auch nur einer primär konsumiert.

Wenn du in sicheren Beziehungen Langeweile spürst oder Leidenschaft vermisst liegen die Ursachen zu 50 % bei dir.

Wenn du so eine Situation ändern willst kannst du diese Beziehung beenden oder in ihr an ihr arbeiten.

Âhnlich ist es schon bei der Partnerauswahl. Die auf den ersten Blick größte Attraktion oder jemand der tatsächlich Tiefe bietet. Diese erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick. Außerdem haben nicht wenige Menschen Angst vor echter Nähe und fliehen wenn sich entsprechendes anbahnt.
 
  • #20
Schau, es gibt Leute, die finden jahrelang gar keinen Partner. Für die sind deine Überlegungen first-world-problems.
Ja, ja, ja, bis zu einem gewissen Grade sind es Luxus-Probleme.

Aber was nützt es, wenn man mit einem solchen lieben, netten, harmlosen Mann nach einer äußerst überschaubaren Zeit vor Genervtheit durch die Wände gehen möchte? In dann die Sache wieder einmal beendet, mit einem dicken schlechten Gewissen, weil der Mann ja gar Nichts falsch gemacht hat?

Nein, das kann's nicht sein. Ich hatte mich entschlossen, kompromisslos zu sein und entweder den Richtigen zu finden oder alleine zu bleiben. Das halte ich für den faireren Weg.
 
  • #21
Du solltest nicht anders suchen als bisher. Insofern brauchst du nicht an dir zu arbeiten
Du solltest aber das nächste mal in einer Beziehung, wenn sie die "Routine" einschleicht, die dich "langweilt", viel mehr dafür sorgen, dass es trotz Routine für dich spannend bleibt. Ihr also neue gemeinsame "Projekte" findet.
Alternativ: gesteh dir einfach ein, dass du eine von denen bist, die ihre Partner wegschmeißen, wenn sich das Spannende an ihnen abgenutzt hat. So kann man ja auch leben.
 
  • #22
Allerdings gibt es in meinem Umkreis viele Paare, die 8 oder mehr Jahre zusammen sind und gern miteinander Sex haben, neue Dinge ausprobieren etc. Bei denen hat es von Anfang an auch auf der körperlichen Ebene gepasst


Das habe ich gerade auch gedacht. Es geht mir weniger darum, dass ich den Sex in der Beziehung nicht gut finde. Mein Problem war bisher nur, dass die Männer mit denen ich in einer Beziehung war wohl körperlich nicht kompatibel waren. Die Männer waren auch nicht diese leidenschaftlichen Typen, die gern neues ausprobieren oder genießen.

Mir ist eben dieses leidenschaftliche, sinnliche bei einem Partner wichtig. Es ist echt schwer dies zu beschreiben. Es ist sicherlich auch chrakterabhängig und vom Naturell des Mannes abhängig. Ich bin z.B eine sinnliche, impulsive, neugierige und gefühlvolle Person. Ich mag es auch mich in der Partnerschaft hinzugeben und einen Mann mit Haut und Haaren zu verschlingen (ihr wisst vielleicht wie ich das meine). Wie gesagt bei den meissten Männern hatte ich eher so das Gefühl, dass das Thema Sex/Leidenschaft nicht so wichtig ist und man nicht gegenüber neuem aufgeschlossen war.
 
  • #23
Tremendat hat Recht. Spannende Projekte können die Planung und Durchführung einer Hochzeit, Kauf oder Bau einer Immobilie oder Kinder sein. So ein Projekt kann sich dann schon einmal, wie bei mir, 20 - 30 Jahre hinziehen, bis auch ich dann den entsetzten Partner fortwerfe.

Tatsächlich spricht schnelle Langeweile in einer Beziehung auch für fehlende Tiefe. Hast du eigentlich schon einmal länger harmonisch mit jemanden zusammen gelebt? Wenn nein, überlege dir warum nicht? Was genau hat dies bisher verhindert? Ggf. gibt es für dein "Problem" einen ganz anderen Grund als Langeweile.

Meine jetzige "Bekannte", die mich gerade zu ihrem "Freund" befördert hat, hat übrigens das Konzept, dass Pärchen Geburtstage, Silvester und vielleicht einen Weihnachtsfeiertag gemeinsam und nicht stattdessen mit anderen Freunden verbringen, völlig überrascht. Sie ist 47 und hat noch nie mit jemanden zusammen gelebt, daher war ihr dieses Konzept völlig neu.

Ohnehin hat sie bisher streng zwischen Männern mit denen sie Schmetterlinge fühlt und Sex hat (kurze bis sehr kurze Beziehung) und Kumpels mit denen sie non-Sex Interessen teilt (langjährige Kontakte) streng differenziert. Tickst du ähnlich?

Mich hat sie genau deswegen gereizt. Aus der Kumpellinie bin ich gegen ihren Wiederstand erfolgreich in ihre Schnetterlingslinie eingedrungen. Ein interessantes Projekt. Bloss über die Halbwertzeit aus ihrer Sicht bin ich mir nicht sicher.
 
  • #24
@Annabell_32
Wenn dir immer die Leidenschaft und die Erotik in den Partnerschaften fehlen, solltest du dich mit diesen Männern nicht mehr auf eine Partnerbindung einlassen, nur noch auf Freundschaft. In meinen Beziehungen gab es immer eine starke Leidenschaft. Dafür kam mir der geistige Austausch auf Augenhöhe und das empathische Miteinander, Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Kommunikation viel zu kurz. Ich blocke heute jede zu erotische Anbahnung, z.B. wenn mir ein Mann vor oder nach nur einem Date erotische WhatsApps und Phantasien schreibt. Besser gefallen mir Männer, die modern, schlagfertig und wortgewandt auf Augenhöhe schreiben und mich "inspirieren". Darauf lege ich heute mehr Wert bei der Auswahl! Ich mag intelligente Männer! Und dann wird sich irgendwann zeigen, wie es im Bett passt. Da sind dann beide gefragt. Fazit: Für eine Partnerschaft braucht man verschiedene Komponenten, sonst kann ich ja besser Single bleiben.
 
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