• #31
(Am besten) überhaupt nicht.
Das klingt jetzt vielleicht hart, aber es ist so.

Wenn die EX bei nem anderen Mann war und zurück kommt, ist das der beste Beweis dass Du als Mann für sie immer der Beta bleiben wirst. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie sich wieder von einem Alpha besteigen lässt, ggf. sogar während der "Beziehung". Alpha f*cks and Beta bucks... Uralte millionenfach bestätigte Weisheit: Wenn man sich trennt bleibt man getrennt. In absoluten Ausnamefällen kann man einen 2.start wagen, aber NUR und wirklich NUR wenn BEIDE sehr zeitnah von sich aus und ohne Tricks, Zwang, sonstigem B*llshit dies tun.

Falls die Ex aber schon bei einem anderen Mann war sollte dies vollkommen ausgeschlossen sein! Ausser man(n) will freiwillig der Beta, Lückenfüller, Versorger, emotionales Tampon oder sonst etwas aus dieser Kategorie sein. Von Alpha-Witwen sollte man ganz gewaltig die Finger lassen.

M,44
 
  • #32
Hallo,

ich wünsche Dir viel Kraft aber aus eigener momentaner Situation kann ich Dir sagen lass Sie gehen und finde Dich selbst wieder. Egal wie schwer es ist aber lass Sie gehen. Umso mehr Du auf sie zugehst umso weiter wird Sie sich von Dir entfernen. Ich wünsche Dir alles liebe und Gute....
 
  • #33
Lieber FS,
warum willst Du Deine Frau zurück? Du beschrreibst sie als einen permanenten unerfreulichen Sorgenherd in Deinem Leben, sodass ich Dir nicht glauben kann, dass Du sie wirklich zurückwillst.
.... jemand anderen kennengelernt ... Wir haben uns auch sehr häufig gestritten... Meine Frau ist auch so ein Typ, der schnell in die Luft geht .... auch sehr ungeduldig .... riesen Dickkopf und muss immer mit dem Kopf durch die Wand.... Wir hatten schon 4 Jahre lang keinen Sex mehr miteinander... Ich habe ihr auch immer wieder ihre (schwerwiegenden) Fehler verzeiht.
Mit keinem einzigen Wort erwähnst Du etwas Liebenswürdiges an ihr. Oft ist es ja so, dasss diejenigen, die einen destruktiven Partner zurück wollen dessen Mängel nicht erkennen können, weil sie vor Liebe oder aus anderen Grunden dafür blind sind. Das ist bei Dir nicht der Fall.
Also nochmal die Frage: warum willst Du sie zurück, statt ein Tänzchen aufzuführen, dass Du sie los bist.
Ist es nicht eher so, dass Du allein mit Deinem Leben nichts anfangen kannst und sie als Dein Langeweilevertreiber zurückkommen soll?

Btw: Schwarzfahren ist kein schwerwiegender Fehler sondern eine Banalität. Die brauchtest Du ihr nicht zu verzeihen. Hättest sie nur die Suppe selber auslöffeln lassen müssen und sie hätte 2 Dinge draus gelernt: es zu lassen und dass Du keine vorwurfsvoller Lappen bist sondern ein Mann, der sich nicht veralbern lässt - soviel zum Thema "Frauen wollen einen harten Mann".

Ihr habt geheiratet, als euer Kind schon auf der Welt war. Das sind selten Liebesheiraten sondern eher das Gegenteil - von außen aufgezwungene Formalitäten. Da sollte es nicht wundern, wenn die Sache schiefgeht.

Ihr hattet recht prompt nach der Eheschließung keinen Sex mehr. Das war das Ende eurer Ehe, keine Liebe, kein Begehren - hast Du nicht gemerkt, sondern unsexy um Sex gebettelt. Du hätttest tun sollen, was sie getan hat - erkennen, dass da keine Lust mehr auf Dich ist und das Elend Ehe beenden, statt sich jahrelang rumstreiten sollen.
 
  • #34
Lieber @Zerstört, so wie du das Verhalten deiner Frau beschreibst (sexuelles Desinteresse, Ungeduld, emotionale Überreaktion, Kontrollwahn) aber auch das Schwarzfahren, wie auch das Fremdgehen deutet für mich auf erwachsene AD(H)S.

Auch die plötzliche Meinungsänderung von einem Tag auf den anderen durch zu brennen ist auch typisch für Menschen mit ADHS. Zuerst handeln und dann denken. Sie agieren/reagieren auch sehr impulsiv, ohne an die Konsequenzen ihres Handelns zu denken (sie denkt nicht über ihr eigenes Kind nach und verlässt euch beide Hals über Kopf).

Ich rate dir nichts zu unternehmen und sie ziehen zu lassen und stattdessen Aaron gleich zu tun wenn es dir möglich ist. Sorge für einen seelischen Ausgleich (Gerechtigkeit herstellen), indem du dir auch eine Liebhaberin suchst und dadurch wirst du für sie wieder attraktiv, weil du für dich selbst erkennen solltest, dass sie nicht die einzige Frau auf der Welt ist und du auch das Leben neu entdeckst und Spass hast.

Deine Chancen stehen sehr gut, dass sie wieder zurückkommt, wenn du nichts in ihre Richtung unternimmst und wenn du beginnst sie loszulassen und abzuschliessen. Sie wird es spüren und wieder angekrochen kommen aber dann, wenn du sie wirklich zurückhaben willst, solltet ihr beide eine Paartherapie machen, denn ansonsten wird das wieder passieren und es kann beim zweiten Mal sein, dass du selbst gehst (sie handelte impulsiv und kopflos).

Und mein Rat wäre zunächst über ADHS zu lesen und falls sie wirklich kommen sollte, sie darauf aufmerksam zu machen und, dass sie hoffentlich eine Abklärung macht.

In einem amerikanischen Forum über ADHS und Ehe gibt es viele nicht Betroffene und Betroffene, die sich austauschen und es wird auch von jahrelangem sexlosem Leben (6-7 Jahre) berichtet und auch von vielen Affären, die meistens Betroffene haben aber auch die nicht Betroffenen, weil sie sich vernachlässigt fühlen.
Da möchte ich widersprechen.
Eine Ehe in der es seit 4 Jahren keinen Sex gab, zu verlassen ist keine "Hals über Kopf" Aktion.

Lieber FS: warum hast Du das nicht thematisiert, Paartherapie vorgeschlagen, mit ihr an der Beziehung gearbeitet?
Oder warum bist..infolge der zermuerbenden Streits.. nicht DU gegangen??!!

Mir scheint manchmal, Männer lassen Beziehung und Familie mehr oder weniger "über sich ergehen" statt aktiv Veränderung einzuleiten, Grenzen zu setzen, Standards zu verteidigen. Und wundern sich anschließend über den Scherbenhaufen.
Frauen haben nicht ein Monopol auf Beziehungsarbeit und Familie!!

Wenn ich eine streitsüchtige, labile PartnerIn habe, gehe ich entweder oder mache klare Ansage.
Jetzt hat sie es getan.

Zum Trost: nach einiger Zeit wirst Du vermutlich froh um Dein Single Leben sein.
Geniess die Zeit mit Deinem Sohn.
Sei ihm ein Vorbild.
Und zeige ihm, dass ein Mann Beziehung und Familienleben genauso! gestalten darf wie eine Frau und Respekt erwarten darf.
 
  • #35
gesundes Selbstwertgefühl, nicht um Härte. Das schließt doch Geborgenheit und einen liebevollen Umgang miteinander nicht aus, das schließt auch ein Geben nicht aus.
So ganz funktioniert das nunmal nicht.
Der egomane Narzisst wirkt und gibt sich nunmal auch sehr "selbstbewusst" und hat wahrscheinlich eine (ungesundes) überhöhtes Selbstwertgefühl.
Und da ist das letzte, was man von diesen Menschen erwarten kann, ein irgendwie gearteter liebevoller Umgang.
Und "geben" nur, wenn es demjenigen selbst auch nützt oder eben nicht.

Das ist unter Frauen mindestens genauso verbreitet wie unter Männern und wird auch beim FS (bzw. seiner Frau) so ähnlich der Fall sein.
 
  • #36
Die Frau ist die Böse. Der FS toll.

Folgende mögliche Ergänzung des Bildes.
Die beiden haben geheiratet, Kind.
Frau müde, Hormone, Babystress. Klassiker.
Mann ist unzuverlässig, sagt nicht Bescheid. Erledigt Sachen nicht. Dann kommen solche Fragen der Frau. Das kommt nie unbegründet.
immer dieses "wann kommst du" oder "wo bleibst du" oder "warum" und "du hast" usw.
Unverständlich?

Es gibt dauernd Streit um Nichtigkeiten.
Er verzeiht ihr große Fehler, große Fehler, Schwarzfahren. Nun ja, wenn das ein großer Fehler ist.
Das zeigt seine Haltung.

Er sagt selbst
wie z.B. dass ich auch vieles als selbstverständlich gehalten habe, aber ihr die letzte Zeit nie richtig gezeigt habe, wie sehr ich sie liebe (romantisches für sie machen usw.) was mir jetzt im Nachhinein sehr sehr Leid tut und ich mich sehr darüber ärgere.
Das ist eine Ehe, die nie passte.
Streitigkeiten, Lieblosigkeiten.
Dass dann kein Sex mehr gibt, ist zwangsläufig.
Der FS hat hier seinen Anteil sehr ausgeblendet.
Mir geht es wie @clarissa3, es fehlt Wesentliches.

Jetzt ist sie anders. Vielleicht ist es kein Theater, sondern sie passt besser zum Anderen? Sie wird wahrgenommen. Sie wird wertgeschätzt, fühlt sich begehrt, geliebt.

Es ist vorbei, für alle besser.
Ihr seid Eltern, kümmere Dich zuverlässig um Dein Kind.

M, 54
 
  • #37
Sei froh das sie weg ist. Nur an Gewohnheiten festzuhalten bringt nichts. Mal sehen wie die Trennung und das mit deinem Sohn weiterläuft. Wenn die Dame über ihn Stress macht denke daran: Männer sind vor Familiengerichten der letzte Dreck. Nicht zu viel Geld in Prozesse sondern in deine Zukunft stecken.
 
  • #38
Lieber FS,
Du willst ernsthaft die Frau zurück mit der Du 4 Jahre keinen Sex hattest?
Sei froh das Du diese streitlustige Person nach ihrem warmen Wechsel los bist.
Frei nach dem Motto was man ein Jahr nicht ansieht braucht man nicht. So ein Verhalten ist ein klassisches Pudelschema.
 
  • #39
... indem Du Deiner Frau die Koffer vor die Tür stellst, den Kindesumgang und Eure Finanzen regelst und Du (wieder) ein gesundes Ich entwickelst.
Dann wird sich zeigen, ob noch eine Chance auf ein Wir vorhanden ist.
Zumindest kommst Du aus Deiner Ecke von Abhängigkeit, Destruktivität und Unterwürfigkeit hervor.
Achte und respektiere Dich selbst.
 
  • #40
Mir scheint manchmal, Männer lassen Beziehung und Familie mehr oder weniger "über sich ergehen" statt aktiv Veränderung einzuleiten, Grenzen zu setzen, Standards zu verteidigen.
Nein. Die erste relativ erfolgreiche Paartherapie in meiner Exehe habe ich angestoßen. Als es dann wieder kriselte wollte ich eine erneute Paartherapie.

Meine Exfrau hatte eine Bedingung. Der Therapeut dürfe keine Frau sein, da ich sämtliche Frauen manipulieren würde. Leider gab es keine seriösen männlichen Paartherapeuthen in unserer Gegend. Nur solche mit esoterischen Backround.

Auslöser der Krise war die Entscheidung meiner Ex unseren gemeinsamen Tanzsport einzustellen. Das war zuletzt der wesentliche Aspekt der mich positiv mit meiner Ex verbunden hat.

Ich hatte ihr schon bei ihren ersten Überlegungen dazu gesagt, dass dies in eine Trennung führt und dann doch nochmals eine Paartherapie angeboten. Das hat sie leider nicht Ernst genommen und mir entgegnet, dass ich sowieso nicht gehe.

Ich halte es sogar nicht für schlecht präventiv eine Art paartherapeutischer Supervision in Anspruch zu nehmen. Meine Freundin findet dies aber absurd.
 
  • #41
Der egomane Narzisst wirkt und gibt sich nunmal auch sehr "selbstbewusst" und hat wahrscheinlich eine (ungesundes) überhöhtes Selbstwertgefühl.
Ein echter Narzisst hat im Inneren ein ganz mickriges Ego/Selbstwertgefühl , wertet sich auf, indem er andere abwertet, erniedrigt vor allem absichtlich zu Gefühlsregungen manipuliert, da er dadurch sehen kann, dass er dem anderen wichtig ist, wovon er selbst nicht überzeugt ist. Auch einfaches Provozieren, den anderen aufregen funktioniert dazu super.

Alles andere insbesondere das scheinbar hohe Selbstwertgefühl ist nur Show, um gut anzukommen und gemocht zu werden.

Ein wirklich selbstwertgesunder Mensch hätte solche manipulativen Spiele und Bestätigungen gar nicht nötig.

Ich halte es aber für falsch, jedem krankhaften Narzissmus zu unterstellen, der sich egoistisch verhält.

Ich denk zum Großteil ist einfach Desinteresse die Ursache, wie auch hier und es steckt keine böse Absicht dahinter. Man nimmt die eigenen Belange nur wichtiger. Der Verlust des Respekts geht mit mangelnder Gegenwehr einher.
Und beim nächsten Mal wird ausgelotet, ob die Grenzen ohne weitere Konsequenzen noch mehr nach hinten verschoben werden können. Das kann auch ganz unbewusst erfolgen.

Natürlich kann es auch sein wie @Aries es schildert. Da hat die Frau schlichtweg die Nase voll und der FS interessiert sie deswegen nicht mehr.
Dann wäre es umso mehr am Fragesteller sein Verhalten zu überdenken und zu ändern.
 
  • #42
Die Frau ist die Böse. Der FS toll.
...
Das ist eine Ehe, die nie passte.
Streitigkeiten, Lieblosigkeiten.
Dass dann kein Sex mehr gibt, ist zwangsläufig.
Der FS hat hier seinen Anteil sehr ausgeblendet.
Mir geht es wie @clarissa3, es fehlt Wesentliches.

Jetzt ist sie anders. Vielleicht ist es kein Theater, sondern sie passt besser zum Anderen? Sie wird wahrgenommen. Sie wird wertgeschätzt, fühlt sich begehrt, geliebt.
Böse?

Zu gehen wenn es nicht passt ist nicht böse. Schön ist es aber, insbesondere wenn Kinder mit im Boot sind, vorher es z.B. mit Paartherapie zu versuchen.

Was für den der Verlassen wird nicht toll ist, ist ein Warmechsel. Dann kommt zum Verlassen werden, dass Gefühl hinzu, dass man betrogen wurde und die Vermutung, dass der andere ohne neuen Hafen nicht gegangen wäre liegt nahe.

@Aries du erklärst mir gern, dass ich auf alles und jeden psychische Erkrankungen projiziere. Tatsächlich mache ich das oft und habe sicher öfter einmal Unrecht.

Du projizierst aber z.B. hier selbst irgendetwas negatives auf den FS. Woher nimmst du, das Wissen, dass er seine Frau quasi in ihren Warmechsel getrieben hat? Also, dass er der wahre Böse ist?
 
  • #43
Nein. Die erste relativ erfolgreiche Paartherapie in meiner Exehe habe ich angestoßen. Als es dann wieder kriselte wollte ich eine erneute Paartherapie.

Meine Exfrau hatte eine Bedingung. Der Therapeut dürfe keine Frau sein, da ich sämtliche Frauen manipulieren würde. Leider gab es keine seriösen männlichen Paartherapeuthen in unserer Gegend. Nur solche mit esoterischen Backround.

Auslöser der Krise war die Entscheidung meiner Ex unseren gemeinsamen Tanzsport einzustellen. Das war zuletzt der wesentliche Aspekt der mich positiv mit meiner Ex verbunden hat.

Ich hatte ihr schon bei ihren ersten Überlegungen dazu gesagt, dass dies in eine Trennung führt und dann doch nochmals eine Paartherapie angeboten. Das hat sie leider nicht Ernst genommen und mir entgegnet, dass ich sowieso nicht gehe.

Ich halte es sogar nicht für schlecht präventiv eine Art paartherapeutischer Supervision in Anspruch zu nehmen. Meine Freundin findet dies aber absurd.
Du bist ja auch ausnehmend reflektiert wie ich Deinen Posts entnehme :)

Ich weiss aber von befreundeten Psychologen dass es..zumindest in der Generation 40+... eigentlich fast immer die Ehefrauen sind, die Paartherapie oder Supervision wollen und der Mann eher widerwillig mitzieht.

Bei den jüngeren scheint es tatsächlich anders zu sein...
 
  • #44
Woher nimmst du, das Wissen, dass er seine Frau quasi in ihren Warmechsel getrieben hat? Also, dass er der wahre Böse ist?
Das dürfte seine Berufserfahrung sein.
Und ich denke, er hat in vielen ähnlich gelagerten Fällen auch recht. Ob hier? Weiss ich nicht.
Wenn 2 nicht zusammen passen, dann kann es durchaus passieren, dass sich diese beiden gegenseitig in den Wahnsinn treiben. Nicht einmal bösartig. Sondern aufgrund der fehlenden Passung.
SIE gibt keinen Sex - und IHM ist es scheissegal. Das kann passen - muss aber nicht. Wirkliche gemeinsame Interessen habe ich auch nicht gefunden. Und nein, Kind ist kein solches in meinen Augen. Sondern Teil der Familie.

Und zu @Joggerin - ja, ich sehe das genau wie du. Manches macht man zusammen, in manchen Dingen ergänzt man sich und manche Angelegenheiten hat man für sich selber. Frauen, die mir immer alles recht machen wollten, keine eigene Persönlichkeit zeigten oder hatten, die sind ganz schnell langweilig geworden. Und damit unsexy.
 
  • #45
Hi lieber Fs,
sie kann nur zurück kommen, wenn Du sie jetzt gehen lässt und Du die Trennung verlangst. Nur wenn sie Dich verliert, kann sie Dich vermissen und den Verlust spüren. Also Trennung. Kläre die Wohnungsfrage usw.

Kein Mensch ist perfekt und kein Paar passt perfekt. Trotzdem gibt es nicht perfekte Menschen, die lange in schönen nicht perfekten Beziehungen sind.

Ich befürchte, dass ihr damals vor 5 Jahren in eine negative Beziehungsdynamik gekommen seid. Die Dynamik hat schließlich mächtig wie eine Lawine Euch weg geschoben.

Ein Forist hat mal auf John Gottman verwiesen. In dessen Studien hat er erfasst, welche Verhaltensweisen zu guten, langen Beziehungen führen bzw. Beziehungen belasten. Das ist sehr interessant, damit Du erkennst, was in der Vergangenheit schlecht gelaufen ist und was Du in Zukunft verbessern kannst.

Z.B. halten statistisch Beziehungen von Paaren länger, die viele Aufgaben zusammen erledigen. Also nach der Statistik besser nicht allein die Garage aufräumen, während sie einkaufen fährt, sondern als Paar gemeinsam die Garage aufräumen und danach gemeinsam einkaufen fahren, dann muss sie auch nicht schwarz fahren.
Statistisch halten Beziehungen länger, wenn die Partner gegenseitig für einen Mehrwert/Annehmlichkeit Sorgen usw. Das bedeutet, Du saugst durch, weil sie der Staub stört. Sie bereitet Dir das Frühstück, weil Du morgens immer wenig Zeit hast etc

Vielleicht habt ihr Euch da irgendwo verloren
 
  • #46
Würde ich faul auf der Couch liegen, er mir noch Essen und Wäsche machen, hätte ich keinen Respekt vor ihm und fände ihn weniger sexy.
Bei mir war es nämlich exakt so, dass mein ex-Mann für mich schlicht zu lieb und nett war. Zu wenig männlich und hart.
Da ticke ich völlig anders. Mir kann ein Mann unmöglich zu liebenswürdig sein. Ich liebe es, bekocht zu werden, und ich liebte es, als ein Mann meine Wäsche machte (habe ich leider nur bei einen meiner Exen erlebt). Ich finde es nicht ansatzweise unmännlich und unsexy, wenn ein Mann mich gerne verwöhnt und mir gerne etwas Liebes tut, im Gegenteil.

Ungekehrt wiürde ich null Mitarbeit von einem Mann in meinem Garten wollen. Gartenarbeit liebe ich sehr, ich habe mit jeder einzelnen meiner Pflanzen eine ganz spezielle Beziehung. Ich habe präziseste Vorstellungen darüber, was mir gefällt und was nicht und was meinem Garten gut tut. Ein Mann mit eigenen präzisen Vorstellungen über einen Garten würde mich wohl grausam nerven, seine Vorstellungen wären bestimmt nicht identisch mit meinen. Dem Himmel sei Dank hatte ich nie einen gartenaffinen Mann.

Frau 53
 
  • #47
Es ist absolut unrealistisch, dass du sie noch liebst oder zurückwillst, so wie du sie beschreibst.
Nicht unbedingt ... wenn man völlig vernarrt in einen Menschen ist, hält man an ihm fest - koste es, was es wolle. (Ich möchte deine Vermutung nicht in Abrede stellen - sie könnte ebenso gut zutreffend sein/wir lesen ja hier wirklich nur die eine Seite der Medallie - genausogut könnte es aber auch tatsächlich sein, wie der FS es beschreibt/wie ich aus meinem eigenen Erleben weiss. - Bei mir war es so, dass ich im Grunde nur den Traum von meiner Beziehung nicht aufgeben wollte - nicht sehen wollte, dass der Mann, den ich bedingunglos liebte, nicht der war, der er zu sein schien ... immer in der Hoffnung, es würde wieder so werden, wie es anfangs war bzw. die Hoffnung, neue Wege im Miteinander zu finden, um auch auf der realistischen Ebene verbunden sein zu können. Letztendlich blieb ich dabei als Einzelkämpfer auf der Strecke ... )

Es geht mir um ein gesundes Selbstwertgefühl, nicht um Härte. Das schließt doch Geborgenheit und einen liebevollen Umgang miteinander nicht aus, das schließt auch ein Geben nicht aus.
So formuliert klingt es schon wesentlich "weicher", gangbarer und absolut richtig.


Gern hätte ich deinen gesamten Text kopiert, möchte aber nicht den Rahmen sprengen.
Hinreissend, perfekt zutreffend formuliert - Nagel auf Kopf.
Genauso fühlt es sich - mit bereits gewonnenem Abstand an.
Deine Worte teile ich jetzt dreist einfach mit dem FS und füge sie meinen "Reparturmassnahmen" hinzu.

Definitiv - solange der Tonfall freundlich bleibt ... ich weiss ja selbst, dass ich zu spät bin und hätte schon ein arg schlechtes Gewissen - warum sollte "Mann" dann nicht offen fragen dürfen, wo ich denn bitte bleibe, sondern mir ewas vorschauspielern müssen ?
 
  • #48
Ich sehe nicht, wo mein Post dem widerspricht, was du oben schreibst.

Es geht mir um ein gesundes Selbstwertgefühl, nicht um Härte. Das schließt doch Geborgenheit und einen liebevollen Umgang miteinander nicht aus, das schließt auch ein Geben nicht aus.

Ein gesundes Selbstwertgefühl bedeutet aber, nicht immer nur zu Geben ohne auch ein Bekommen einzufordern.
Genau das ist die richtige Haltung. Das geegnseitige Geben und Nehmen, das nicht allein in der Partnerschaft, sondern allgemein gültig sein sollte.

Ausnahmen sind z. B., wenn der Mann oder die Frau einen schlauchenden 12- bis 14- Stunden-Tag hatte und danach einfach nir noch relaxen möchte. Aber da sollte Verständnis da sein, was ja auch Teil des Gebens und Nehmens ist.
 
  • #49
Da ticke ich völlig anders. Mir kann ein Mann unmöglich zu liebenswürdig sein. Ich liebe es, bekocht zu werden, und ich liebte es, als ein Mann meine Wäsche machte (habe ich leider nur bei einen meiner Exen erlebt). Ich finde es nicht ansatzweise unmännlich und unsexy, wenn ein Mann mich gerne verwöhnt und mir gerne etwas Liebes tut, im Gegenteil.

Ungekehrt wiürde ich null Mitarbeit von einem Mann in meinem Garten wollen. Gartenarbeit liebe ich sehr, ich habe mit jeder einzelnen meiner Pflanzen eine ganz spezielle Beziehung. Ich habe präziseste Vorstellungen darüber, was mir gefällt und was nicht und was meinem Garten gut tut. Ein Mann mit eigenen präzisen Vorstellungen über einen Garten würde mich wohl grausam nerven, seine Vorstellungen wären bestimmt nicht identisch mit meinen. Dem Himmel sei Dank hatte ich nie einen gartenaffinen Mann.

Frau 53
Ja, ich finde auch den hier im Forum oft geäusserten Vorwurf, der Mann sei "zu nett" daneben.
Ein Mann kann garnicht zu nett und hilfsbereit und fürsorglich sein.
Wer ihn für diese Eigenschaften verachtet, hat ihn nicht verdient.
Genauso mit Frauen.
Man ist doch in einer Partnerschaft um sich Gutes zu tun, oder?

Also ich achte meinen jetzigen Partner sehr fuer seine Fürsorglichkeit, Empathie und dass er will dass es mir gut geht.
Ich hatte das auch schon anders und will nimmer zurück.
Die testosterongesteuerten harten und egozentrisch coolen Macker sollen anderen Frauen nehmen :)

Wie sagte ein Psychologe so schön: Haerte ist nicht männlich.
Haerte ist die IMITATION von Stärke.

Echte Stärke zeigt sich in Werten, Kommunikationsfähigkeit und -Bereitschaft, Treue, Liebesfaehigkeit und Authentizität.
 
  • #50
Ja, ich finde auch den hier im Forum oft geäusserten Vorwurf, der Mann sei "zu nett" daneben.
Wie sagte ein Psychologe so schön: Haerte ist nicht männlich.
Haerte ist die IMITATION von Stärke.

Echte Stärke zeigt sich in Werten, Kommunikationsfähigkeit und -Bereitschaft, Treue, Liebesfaehigkeit und Authentizität.
Ich gebe dir insofern Recht, das Härte und verschlossenes herz nicht männlich sind.
Selbstaufgabe und dem anderen alles Recht machen würde ich als zu weich einstufen. Dann wird ja die Authenzität nicht eingehalten.
Ich glaube die Balance zu finden dazwischen ist nicht so einfach.
 
  • #51
Ein Mann kann garnicht zu nett und hilfsbereit und fürsorglich sein.
Ein absolutes, generelles "Ja !" ... allerdings - dies nur mal am Rande - sollte der Mann dann bitte auch die Wünsche der Frau wirklich kennen, ernst nehmen und nicht beleidigt reagieren, wenn er etwas tut, wovon er (!) denkt, dass es ihr zugute kommt ...
Gerade in Punkto Garten war seine "Hilfe" immer sehr angagiert ... nur nicht wirklich, dass, was ich wollte ... "Schatz, ich habe dir das Giessen abgenommen ... " (Fein, und klar - schnell mit dem Schlauch von oben ... am liebsten auf die Rosen.) ... Irgendwann gab ich es auf, ihm zu erklären, dass die Pflanzen mit den Wurzeln und nicht mit den Blättern trinken und Rosenblätter anfällig für Nässe sind (Sternruss) - drei Tage Schweigen waren der Preis und Vorträge über :"Nie (!) mache ich etwas richtig und du musst dich ja immer aufspielen, alles besser zu wissen"...
 
  • #52
Gerade in Punkto Garten war seine "Hilfe" immer sehr angagiert ... nur nicht wirklich, dass, was ich wollte ... "Schatz, ich habe dir das Giessen abgenommen ...
Die sabotierende Hilfe - auch schön- und dann gibt es ja noch die bestimmende Hilfe- ich weiß, was für dich am besten ist-ich helfe dir und bestimme dafür über dich -ich helfe dir und erwarte eine bestimmte Gegenleistung-Ich helfe dir und hoffe du bleibst dann bei mir.
Die Hilfe reinen Herzens dürfte nicht so häufig sein.
 
  • #53
Ein absolutes, generelles "Ja !" ... allerdings - dies nur mal am Rande - sollte der Mann dann bitte auch die Wünsche der Frau wirklich kennen, ernst nehmen und nicht beleidigt reagieren, wenn er etwas tut, wovon er (!) denkt, dass es ihr zugute kommt ...
Gerade in Punkto Garten war seine "Hilfe" immer sehr angagiert ... nur nicht wirklich, dass, was ich wollte ... "Schatz, ich habe dir das Giessen abgenommen ... " (Fein, und klar - schnell mit dem Schlauch von oben ... am liebsten auf die Rosen.) ... Irgendwann gab ich es auf, ihm zu erklären, dass die Pflanzen mit den Wurzeln und nicht mit den Blättern trinken und Rosenblätter anfällig für Nässe sind (Sternruss) - drei Tage Schweigen waren der Preis und Vorträge über :"Nie (!) mache ich etwas richtig und du musst dich ja immer aufspielen, alles besser zu wissen"...
Ja klar. Übergriffigkeit und ungebetene Hilfe meine ich nicht.
Aber hier im Forum wurde schon mancher Mann abgewertet, der die Frau nach ihren Wünschen fragt und sich danach richtet als "betaisiert", obwohl das einfach menschlich und Soziales Verhalten ist, was beide Partner können sollten...

Fehlendes Rückgrat meine ich nicht.
Das is was anderes und geschlechtsunabhaengig...
 
  • #54
Ja, ich finde auch den hier im Forum oft geäusserten Vorwurf, der Mann sei "zu nett" daneben.
Ein Mann kann garnicht zu nett und hilfsbereit und fürsorglich sein.
Wer ihn für diese Eigenschaften verachtet, hat ihn nicht verdient.
Genauso mit Frauen.
Man ist doch in einer Partnerschaft um sich Gutes zu tun, oder?

Also ich achte meinen jetzigen Partner sehr fuer seine Fürsorglichkeit, Empathie und dass er will dass es mir gut geht.
Ich hatte das auch schon anders und will nimmer zurück.
Die testosterongesteuerten harten und egozentrisch coolen Macker sollen anderen Frauen nehmen :)

Wie sagte ein Psychologe so schön: Haerte ist nicht männlich.
Haerte ist die IMITATION von Stärke.

Echte Stärke zeigt sich in Werten, Kommunikationsfähigkeit und -Bereitschaft, Treue, Liebesfaehigkeit und Authentizität.
Das möche ich ebenfalls etwas ausführen, denn es geht nicht um primär um Härte per se, wie von Joggerin ebenfalls schon ausgeführt, es geht um Selbstbewusstsein.

Das schliesst Fürsorglichkeit sogar mit ein. Es schliesst ebenfalls mit ein, dass man sich gegenseitig behütet und umsorgt, ver-sorgt.

Fehlt einem Mann aber das nötige Selbstbewusstsein, und das meine ich mit Härte (ist evtl etwas zu einfach formuliert und dafür möchte ich mich entschuldigen), dann fehlt mir als Frau schlicht Sicherheit, was wiederum in fehlendes sexuelles Verlangen führt.

Bei mir empfinde ich das als etwas, was ich nicht einmal selbst immer bewusst wahrnehme, als etwas, was biologisch in mir ist.

Auf Pick-Up Seiten habe ich dazu den Begriff "Shittest" gelesen (und nein, ich befürworte nicht umfänglich die PU-Standards, auch wenn ich doch sagen muss, es enthält im Kern eine Wahrheit - diese sollte aber authentisch vorhanden sein, bei Mann und Frau, und niemals aufgesetzt wie eine Maske) und für mich zumindest macht das Sinn. Ich teste unbewusst die Grenzen ab, mache also unbewusst Shittests, und fällt da ein Mann durch, schläft auch meine Libido ein. Das ist einfach noch in den Genen drin, aus der Steinzeit. Der Mann muss die Frau vor dem bösen Säbelzahntiger beschützen.... reflektiert und aufgeklärt wie wir sind, können wir des heute ins Bewusstsein holen, doch ob wir uns gänzlich dagegen verwehren können?

In meinen Augen hat der FS also durchaus seinen Anteil an dieser Abwendung seiner Frau dazu beigetragen - ob willentlich und bewusst, wage ich zu bezweifeln. Wissen tut das aber schlussendlich nur der FS selbst (und seine ex-Frau).

Der Verweis auf Gottman fällt mir wieder dazu ein. Bestimmt ist auch in dieser Hinsicht so einiges schief gelaufen und auch hier würde ich empfehlen, für die Zukunft des FS, an sich zu arbeiten.
 
  • #55
Aber hier im Forum wurde schon mancher Mann abgewertet, der die Frau nach ihren Wünschen fragt und sich danach richtet als "betaisiert", obwohl das einfach menschlich und Soziales Verhalten ist, was beide Partner können sollten...
Ich weiss ... und kann dies auch nicht verstehen.
Mein Vater wirkt auch eher "weich" - gibt sehr auf meine Mutter und ihre Bedürfnisse acht. Dies geschieht aber absolut wechselseitig und führt zu einem absolut harmonischen Zusammenspiel.
Wenn nötig werden Kompromisse geschlossen - niemand will und muss sich verbiegen - solch eine Beziehung auf ehrlicher Basis und Augenhöhe ist doch mehr als wünschenswert.
Schon des öfteren plädierte ich auch bereits dafür, dass mir ein echter Mann, der zu seinen Gefühlen steht und auch mal weint, wesentlich lieber ist, als einer, der sich verschliesst und alles mit sich abmacht - mich aussen vor lässt und dann den durch die innere Anspannung entstehenden Frust am besten noch an seiner Partnerin ablässt.
Diese Einteilung in "Alpha- und Beta" - kann ich ohnehin nicht nachvollziehen ... merkwürdige gesellschaftliche Vorgabe, die es wohl sehr vielen Menschen schwer macht, einfach sie selbst zu sein ...

Die Hilfe reinen Herzens dürfte nicht so häufig sein.
Oh ja ... dazu könnte ich Romane schreiben ...
Am Ende der Beziehung hatte ich plötzlich 20 000 E Schulden bei ihm ...
Wäre ich auf Streit aus gewesen, hätte ich eine Gegenrechnung erstellen können ...
Im Nachhinein ... mehr als gruselig ...
 
  • #56
Ich teste unbewusst die Grenzen ab, mache also unbewusst Shittests, und fällt da ein Mann durch
Ein interessanter Ansatz - ich denke aber, die Ansprüche der Frauen sind mittlerweile andere, als die der steinzeitlichen Rollenverteilung.
Damals war es selbstverständlich, dass die Männer zur Jagd gingen, die Frau sich um Höhle, Feuer und Kinder kümmerte - lange getrennt voneinander.
Wieviele Frauen würden dies heutzutage noch mitmachen ?
Er verdient das Geld - sie ist Hausfrau und Mutter - vielleicht spielt er am Wochenende eventuell mal mit den Kleinen ... - die moderne Variante ...
Getestet wird wohl ohnehin immer gegenseitig - was passt zu mir, was erfüllt meine Bedürfnisse ...
Letztendlich kommt es darauf an und dies ist von Typ zu Tpy halt verschieden ...
Ich möchte mich gern beschützen lassen - kann und möchte aber ebenso die starke Schulter bieten, wenn es erforderlich ist ...

Abgesehen davon - bisweilen wird auch bewusst getestet - "wie weit kann ich gehen" ...
Gut - dabei bin ich glatt durchgefallen ...
Mein Ex sagte einmal, er hätte den Respekt vor mir verloren ...
Heute weiss ich warum ... immer einlenkend, viel zu lieb, viel zu brav ...
Nicht, dass er mit einer Gegenwehr (die gelegentlichen latenten Versuche meinerseits zählen nicht) einverstanden gewesen wäre ...
Allerdings wäre die Beziehung dann wesentlich eher in die Brüche gegangen und mir würde jetzt nicht noch dieses : "Wie blöd warst du eigentlich ... !?!" nachhängen ...
Aber - so war ich zu diesem Zeitpunkt, konnte ich nicht anders - authentisch - mein Anteil daran ...
In diesem Sinne denke ich, der FS hätte seine Dame auch nicht halten können, wenn er sich anders verhalten hätte - dies wäre ohnehin nur eine Inzenierung gewesen. (Ausser. es gab von ihr klare Äusserungen, was sie stört/was sie sich wünscht.
Vielleicht wäre er nur eher ... endlich wieder ... frei gewesen ...
 
  • #57
ich denke aber, die Ansprüche der Frauen sind mittlerweile andere, als die der steinzeitlichen Rollenverteilung.
Damals war es selbstverständlich, dass die Männer zur Jagd gingen, die Frau sich um Höhle, Feuer und Kinder kümmerte - lange getrennt voneinander.
Wieviele Frauen würden dies heutzutage noch mitmachen ?
Das meine ich mit "ins Bewusstsein holen", das können wir heute und trotzdem bemerke ich bei mir selbst und im Umfeld, das viele frühzeitliche Abläufe noch immer wirken und oftmals unbewusst weiterlaufen. Auch wenn die Rollenverteilung heute anders gelebt wird.

Ich denke, dass der selbstbewusste, authentische Mensch (es gilt ja prinzipiell für beide Geschlechter) auch keine Problem damit hat, seine Gefühle zu zeigen und zu weinen wenn es drückt. Oder eben empathisch zu reagieren und dass ein solches Paar sich gegenseitig schützt und unterstützt. Für mich schliesst das eine eben genau das andere mit ein und ich unterstelle mal, dass die meisten Paarprobleme entstehen, weil eben genau eine oder beide Parteien in diesem Bereich "schwächelt" oder "kränkelt".

Ja, die offene Kommunikation über die eigenen Bedürfnisse hätte vielleicht früher zu einem anderen Ergebnis geführt. Aber auch diese Kommunikation, setzt doch wieder voraus, dass man sich selbstsicher genug ist, um seine Bedürfnisse in Worte zu fassen und selbst dann hört das Gegenüber nicht immer das, was man sagen will. Kein leichtes Ding und manchmal ist dann eben weggehen der einfachere Weg.

Schade meldet sich der FS nicht mehr selbst dazu - wäre interessant, mehr zu erfahren von der Vorgeschichte.
Leider bemerke ich noch in einigen Threads im Forum, dass Leute ihre Fragen stellen, viele gute und interessante Ansätze als Antwort erhalten, sich dann aber nicht mehr dazu äussern. Schade.
 
  • #58
Aber - so war ich zu diesem Zeitpunkt, konnte ich nicht anders - authentisch - mein Anteil daran ...
Das kann ich alles sehr gut verstehen. Ich bin darüber hinaus auch der Meinung dass man das gar nicht grundsätzlich ändern kann. Also ich schaffe es einfach nicht endgültig, mich richtig zum Arschloch zu verbiegen (obwohl meine Partnerin genau das immer wieder herausfordert).

Ich bin der Meinung, dass Partner wie ich oder Du gesellschaftlich notwendig sind, da sie den notwendigen Kitt in die Fugen von Beziehungen füllen.
Man muss dabei aber stets auf sich selbst sehr aufpassen.
 
  • #59
Man muss dabei aber stets auf sich selbst sehr aufpassen.
Das ist wohl dabei der entscheidende Punkt.
"An sich arbeiten" - nicht um weniger "lieb" zu sein - sondern wirklich zu seinen Bedürfnissen zu stehen, auf das eigene Bauchgefühl achten und prüfen, was für einen selbst gangbar ist und wo ganz schnell eine Grenze gezogen werden muss.
Wie ich schon sagte, es hätte weder meinen Ex, seine spätere Meinung über mich, noch die Beziehung zum Positiven verändert, wenn ich genauso vehement hart aufgetreten wäre, wie seine Freundinnen, vor denen er immer einen Heidenrespekt hatte (Obwohl er meinte, dass sie für ihn als Frauen gerade in ihrer dominanten Art nie in Frage kämen. Naja ... und angeblich Respekt haben und dann hinter ihrem Rücken abfällige Bemerkungen über sie machen sind auch zweierlei Schuhe ... )
Mein Anteil lag sicherlich darin, nicht auf mich selbst genügend zu achten, diese Beziehung um beinah jeden Preis erhalten zu wollen. Gibt es eine Steigerung von Blind vor Liebe ? Zudem war es ein über Jahre schleichender Prozess.
Ich weiss nicht, aus welchem Film das Zitat stammt ... es war ungefähr : "Wenn du in einer Badewanne liegst und das Wasser wird allmählich heisser, merkst du nicht, wie du verbrennst" - so in diesem Sinne trifft es perfekt zu.
Keineswegs werde ich mich in meinen Grundzügen ändern - allerdings - würde ich jemals wieder eine Verbindung zu einem Mann eingehen (never ever !!!) - sobald die Alarmglocken läuten, sich irgendeine Form der Entwertung, kindergartenähnliche Allüren und ähnliches zeigt - wüsste ich sofort, wo die Tür ins Schloss fällt.
Mir wäre einiges erspart geblieben und mit dem, was ich mir alles gefallen liess, hadere ich noch immer.

den notwendigen Kitt in die Fugen von Beziehungen füllen.
Ja und nein ... wir verkörpern vielleicht den ausgleichenden Part - aber dennoch ... eine Beziehung funktioniert letztendlich nur, wenn beide auf Augenhöhe zusammenspielen oder man den anderen wirklich absolut zu nehmen weiss - mit viel Humor und viel innerlichem Abstand zu negativen Verhaltensweisen.
Es gibt sicherlich Menschen, die dies auf Dauer können - ich wohl nur bis zu einem gewissen Grad. Dafür lege ich zu viel Wert auf Harmonie und bin zugegebenermassen eben doch zu sensibel ...
 
  • #60
Das kann ich alles sehr gut verstehen. Ich bin darüber hinaus auch der Meinung dass man das gar nicht grundsätzlich ändern kann. Also ich schaffe es einfach nicht endgültig, mich richtig zum Arschloch zu verbiegen (obwohl meine Partnerin genau das immer wieder herausfordert).
Doch, man kann und ich denke sogar, dass das Leben einen dahingehend "schleifen" wird und wir so, durch die Erfahrungen die wir sammeln, in unsere Mitte kommen, selbstsicherer werden.

Was mir jedoch auffällt, auch Du scheinst fälschlicherweise davon auszugehen, dass "Härte" und "Arschloch sein" dasselbe ist (und VERBIEGEN ist schonmal ganz ein schlechter Ansatz).
Darum geht es nicht! Du sollst doch kein Arschloch werden, bloss weil Du dieses Selbstbewusstsein, was ein Stück weit auch mit gesundem Egoismus gleichgesetzt werden kann, nicht in dem Masse besitzt, wie es Deine Partnerin heraus-fordert (!).

Finde den Tiger in Dir ;-) du scheinst ja die richtige Partnerin dafür zu haben, oder bleibe der "Fugenkitter" - Du hast die Wahl!